Also sprach die Fliege - Hans Oberleithner - E-Book

Also sprach die Fliege E-Book

Hans Oberleithner

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Beschreibung

Der monomane Forscher Zoff entdeckt in seinem Labor eine Sprechende Eintagsfliege, die offensichtlich durch Zufall aus einem Genmix von Mensch und Tier entstand. Sie eröffnet ihm, wie es im Leben wirklich zugeht. Die Menschen lieben, lügen und leiden. Gierig streckt Zoff seine Hand danach aus. Doch es kommt anders als er denkt.

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Hans Oberleithner

Also sprach die Fliege

Parabel vom einsamen Mensch

 

 

 

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- gekürzte Vorschau -

Inhaltsverzeichnis

Titel

Protagonisten

Zoffs Entdeckung

Zoffs Mikrokosmos

Zoffs Ende

Protagonisten

Professor Zoff:

Alternder Molekularbiologe mit hochfliegenden Ideen, die in der Fachwelt belächelt werden.

Ist der realen Welt entrückt.

Lebt einsam im 11. Stockwerk eines schmucklosen Hochhauses.

Martin:

Seemann mit Drang nach Freiheit.

Wortkarg, tief- bis trübsinnig.

Lebt selten an Land.

Margot:

Junge Frau mit Sehnsucht nach Geborgenheit.

Belügt sich und andere, wenn es sein muss.

Lebt im 10. Stockwerk, eine Etage unter Zoffs Wohnung.

Jon:

Sexistischer Hedonist ohne jede Moral.

Frauen sind ihm Mittel zum Zweck.

Ist ständig auf der Flucht.

Jessie:

Leichtlebige Frau mit Hang zur Unterwelt.

Mutig und berechnend.

Lebt im 9. Stockwerk, zwei Etagen unter Zoffs Wohnung.

Zoffs Entdeckung

Als Zoff eines Morgens sein Labor betritt, hört er ein seltsames Sirren aus dem Brutschrank.

Er öffnet die Schranktür und blickt hinein.

Auf blitzendem Chrom erblickt er die durchsichtigen Kunststoffschalen, deren Böden mit fleischroter Flüssigkeit bedeckt sind.

… Nichts Besonderes, murmelt er.

Erleichtert schließt er die Augen und ruft sich das gestrige Ereignis ins Gedächtnis zurück.

Da hatte es nämlich einen Supergau im Labor gegeben. Das Kühlaggregat einer Gefriertruhe war ausgefallen und niemand hatte es bemerkt. Erst als die Temperatur in der Truhe von minus siebzig Grad Celsius bis auf Raumtemperatur angestiegen war, hatte Max, einer seiner technischen Assistenten, den Stromausfall bemerkt und sofort Alarm geschlagen. In einer Nacht-und-Nebel-Aktion versuchten sie, das wertvolle Gut, aus tiefem Winterschlaf herausgerissene Zellen, zu retten. Doch im Laufe des Morgens wurde die böse Ahnung zur Gewissheit. Das gesamte Zellmaterial war hinüber, tot. Die winzigen Röhrchen mit dem genetischem Material, über Jahre gesammelt, aus allen Winkeln der Welt stammend, waren aufgeplatzt. Der gallertige Inhalt klebte an den enteisten Wänden und vereinigte sich am Boden der Gefriertruhe in winzigen, blassen Pfützen. Als finalen Akt dieses Massensterbens hatte Zoff vorsorglich ein paar Proben entnommen, um wenigstens die Verkeimung festzustellen, die von so einem traurigen Ereignis auszugehen drohte und sein Labor für lange Zeit außer Gefecht setzen würde.

Zoff reibt sich energisch die Augen, so als ob er die Bilder des vergangenen Tages auslöschen wollte und geht ans Werk. Vorsichtig nimmt er eine Schale nach der anderen aus dem Brutschrank, legt sie der Reihe nach unter das Mikroskop und betrachtet den Inhalt.

… Wenigstens keine Bakterien und Pilze, murmelt er matt triumphierend.

Doch dann hört er wieder ein Sirren.

Ungläubig mustert er die Schalen, die neben dem Mikroskop gestapelt sind. Da erblickt er eine Fliege, die auf der Innenseite eines Schalendeckels sitzt.

Reflexhaft lüftet er den Deckel.

Eine Stubenfliege!

Sekunden später hebt sie ab und fliegt in weiten Mäandern ans Fenster.

Wie ist das möglich?

Zoff ist irritiert.

Von außen kann die Fliege nicht in die Schale gelangt sein.

- Ende der Buchvorschau -