62,99 €
Das Standardlehrbuch wurde komplett überarbeitet. Die inhaltliche Struktur folgt dem Lernfeldkonzept und über 1000 Fotos und Grafiken verleihen dem Layout viel Farbe. Die Autoren liefern dir ihre über Jahre gesammelte Erfahrung als geballtes Praxiswissen. Aktuelle Trends und neue Kapitel wie "Pflege alter Menschen mit Tumorerkrankungen" und "Teamarbeit in der Altenpflege" geben dir neue Impulse. Beschrieben wird außerdem das Strukturmodell zur Entbürokratisierung der Pflegedokumentation für die Langzeitpflege inkl. der Strukturierten Informationssammlung. Die wichtigsten altenpflegerischen Maßnahmen und Techniken sowie drei Musterpflegeplanungen werden Schritt für Schritt erklärt. Fallbeispiele, Tipps und Lernkontrollfragen runden dieses Lehrbuch ab.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 3588
Veröffentlichungsjahr: 2016
Altenpflege
Ilka Köther
Susanne Andreae, Walter Anton, Gabriele Bartoszek, Nadia Bayer, Gudrun Blinten, Michaela Flechsenberger, Doris Fölsch, Svenja Forst, Michaela Friedhoff, Gundula Geist, Bernhard Große-Bölting, Felix Hahn, Markus Heckenhahn, Beate Kammerer, Elke Kobbert, Ursula Kocs, Ralf Krämer, Ursula Kriesten, Dorothea Meudt-Nottbrock, Katja Niesler, Peter Nydahl, Thomas Olschewski, Ursula Päfflin, Brigitte Sachsenmeier, Christina Said, Jasmin Schön, Andreas Schwarzkopf, Stefanie Seeling, Hannelore Seibold, Erika Sirsch, Franz Sitzmann, Gisela Steudter, Doris Tacke
1. zu den Inhalten des PSGII aktualisierter Nachdruck
1175 Abbildungen
Unter dem Titel „Altenpflege in Ausbildung und Praxis“ von Köther/Gnamm erschien 1990 beim Thieme Verlag das erste Lehrbuch für die Pflege, Begleitung und Betreuung alter Menschen. Es war das Ergebnis mehrjähriger intensiver Zusammenarbeit von SchulleiterInnen verschiedener Altenpflegeschulen in Baden-Württemberg.
Ausgangspunkt für die Schaffung eines speziellen Lehrbuchs war die Erfahrung, dass die Altenpflegeausbildung als kleine Schwester der Krankenpflege auf dem Niveau einer Helferausbildung betrachtet wurde. Doch die gerontologischen Wissenschaften und die Anforderungen aus dem Lebensalltag alter pflegebedürftiger Menschen machten deutlich, dass Krankenpflege und Altenpflege unterschiedliche Ziele haben: Nicht die Gesunderhaltung und Wiederherstellung von Gesundheit sind in der Altenpflege maßgebend, sondern die Wiedergewinnung von Ressourcen und der Erhalt von Lebensqualität. Die Weltgesundheitsorganisation WHO formulierte einen Leitsatz für den Umgang mit alten Menschen, der als Motto der Altenpflege gelten kann: „Not only add years to life, but life to years!“ (Gib nicht nur dem Leben mehr Jahre, sondern den Jahren mehr Leben!)
Die Qualität des Altenpflegeberufes hat seither eine umfassende Weiterentwicklung erlebt. Das bundeseinheitliche Altenpflegegesetzes vom 1.8.2003 gab der Altenpflege ein eindeutiges Profil und einen anerkannten Platz in der Reihe der Pflegeberufe.
Mit der geplanten Einführung einer generalistischen Ausbildung für die Pflegeberufe wird der Altenpflegeberuf in seiner bisherigen Form auslaufen. Die eigenständige Altenpflegeausbildung wird es dann aller Voraussicht nach nicht mehr geben, doch auch in Zukunft müssen alte Menschen gepflegt, betreut und begleitet werden. Sogar mehr denn je!
Die „Altenpflege“ von Thieme war in allen Auflagen auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft und das Standardwerk für die Altenpflegeausbildung im deutschsprachigen Raum. Auch in Zukunft werden alle Pflegenden, die in ambulanten und stationären Einrichtungen in der Altenpflege lernen und arbeiten, in diesem Buch einen kompetenten und jederzeit aktuellen Begleiter finden – für die Fort- und Weiterbildung, für das Eigenstudium und als Nachschlagewerk für die persönliche fachliche Weiterentwicklung.
Diese 4. Auflage wurde überarbeitet und aktualisiert und folgende Themen wurden neu aufgenommen: Pflege alter Menschen mit Tumorerkrankungen, mit Gicht, mit Fettstoffwechselstörungen, sowie die berufskundlichen Themen Rollenverständnis und Teamarbeit.
Die Verknüpfung der Pflegethemen mit ethischen Fragestellungen und Qualitätskriterien-Listen, sowie der Bezug zur Lebenssituation von Menschen mit Demenzerkrankungen hat sich bewährt. Somit bilden diese ganzheitlichen Betrachtungen auch in dieser 4. Auflage von „Altenpflege“ ein zentrales Wesensmerkmal dieses Buches.
Danke
Fotoaufnahmen zu den verschiedensten Situationen in der Altenpflege sind für ein Buch wie dieses unverzichtbar. Deshalb gilt der besondere Dank den Bewohnern, Angehörigen, Pflegenden und Angestellten der folgenden Pflegeheime sowie deren ehrenamtlich Mitarbeitenden für ihre Offenheit, Geduld und Mitarbeit bei der Erstellung von Filmen und Fotos:
Haus Arche
Lang- und Kurzzeitpflege
Oberweiler 6
74670 Forchtenberg
Pflegeheim Pleystein GmbH
Wohnen am Kreuzberg
Vohenstraußer Straße 7
92714 Pleystein
Anna Haag Mehrgenerationenhaus
Martha-Schmidtmann-Str. 16
70374 Stuttgart
Seniorenzentrum am Klosterwewg
Klosterweg 1
76131 Karlsruhe
Lebenshilfe Stuttgart e.V.
Löwentorstr. 18–20
70191 Stuttgart
Werraland Werkstätten e.V. Eschwege
Hessenring 1
37269 Eschwege
An der erfolgreichen Neuauflage dieses Buches haben viele Fachleute wie AutorInnen, GrafikerInnen, FotografInnen und RedakteurInnen des Thieme Verlages und kollegiale BeraterInnen der AutorInnen mitgewirkt.
Besonderer Dank für gründliche Durchsicht und Korrektur der eingereichten Manuskripte geht an Dorothee Halbig-Mathy, Sabine Josten und Bernhard Große-Bölting.
Herzlicher Dank gilt auch allen Lesenden, die sich die Mühe machen, uns ihre Erfahrungen, Kritik und Vorschläge mitzuteilen.
Ilka Köther, Herausgeberin
Bielefeld, Januar 2016
Wo sind Sie gerade, liebe Leserin, lieber Leser?
Sitzen Sie im Dienstzimmer und schlagen etwas nach? Bereiten Sie sich auf Ihr Examen vor? Oder starten Sie in den Beruf? Wenn ich mir vorstelle, dass Sie gerade mit der Ausbildung beginnen, erinnere ich meinen ersten Tag: Ravensburg vor vierzig Jahren. Im brandneuen, hellblauen Hosenanzug, der Dienstkleidung der Altenpflegeschülerinnen, gehe ich den Plattenweg zum Eingang der Station „P1“. Gespannt bin ich und aufgeregt. Da tritt mir unsere Oberschwester Gisela in den Weg: „Nicht so schnell, junge Dame, zuerst werden noch die Haare zusammen gebunden!“ Sie blickt auf meine Hände und schüttelt den Kopf. Kurz darauf beginnt, ohne Schmuck und mit geordneter Frisur, mein neues berufliches Leben.
Wir waren der erste Lehrgang in dem neu erbauten Altenzentrum und lernten in enger Verzahnung mit der Praxis. Schnell hatten wir begriffen, dass die Betten tipp-topp zu sein haben, lernten, wie ein steriler Verband funktioniert, zitterten uns durch die erste Injektion, begleiteten stolz die erste Arztvisite. Doch ebenso schnell bemerkten wir, dass das sichere Pflegewissen und -handwerk, das wir erwarben, nur der eine Teil des Berufes ist. Wir mussten mit dem Küchenchef Menüs aller Kostformen für einen feierlichen Anlass entwerfen, wir deckten und schmückten dazu den Tisch, organisierten Feste. Wir malten Kulissen, sangen und tanzten mit und für die Bewohner und Bewohnerinnen, die in dieser Ära noch „Patienten“ hießen. Wir lernten en passant die wichtigste Aufgabe unseres neuen Berufes kennen: Trotz aller Einschränkungen, die das Alter mit sich bringen kann, ein gutes Leben zu gestalten.
Altenpflege war in den 1970er Jahren ein Beruf im Aufbruch. Die schulische Ausbildung kam noch mit wenigen Büchern aus: es gab das Thieme-Lehrbuch für Innere Medizin, den anatomischen Atlas und den Pschyrembel, das Grundgesetz. Alles andere, egal ob Pflege, Pharmakologie oder Psychologie, basierte auf Unterrichtsskripten. Das Lehrbuch von Köther/Gnamm war 1990 deshalb für die Altenpflege ein ähnlicher Meilenstein wie das Werk von Juliane Juchli für die Krankenpflege.
Lehrbücher sind Wegbegleiter. Ein typischer Tag in der Altenpflege bringt eine Vielzahl von Situationen, die Ihre ganze Flexibilität fordern: Umgang mit Banalem, Alltäglichem, Heiterem, Begegnung mit Außergewöhnlichem, Existenziellem, Reaktion auf Unerwartetes, Krisenhaftes, Erkennen der eigenen Grenzen und der Grenzen anderer. In der Altenpflege geht es immer – und das unterscheidet sie von den anderen Gesundheitsberufen – um die Begleitung des letzten Lebensabschnitts. Dafür gibt es kein Standardprogramm. Deshalb finden Sie in der neuen Auflage von Köthers „Altenpflege“ vieles, was nicht einfach auswendig gelernt werden kann. Kleine Fallbeispiele und Lernaufgaben sollen dazu anregen, Ihr Wissen zu übertragen, zu hinterfragen und Ihren Standpunkt zu reflektieren.
Der Erfolg dieses Lehrbuchs dokumentiert auch die rasante Entwicklung des Berufs. Vom Taschenbuch hat es sich zum voluminösen Standardwerk gemausert. Altenpflege ist ein expandierender und begehrter Beruf. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend nennt 2015 im Zwischenbericht zur "Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive Altenpflege" beeindruckende Zahlen: Im Schuljahr 2013/14 haben bundesweit 26.740 Menschen eine Altenpflegeausbildung begonnen, ein Spitzenwert, der alle Erwartungen und Prognosen übertraf. Auch die Zahl der Ausbildungsstätten ist kräftig gewachsen. Die Altenpflege ist nahezu gleichauf mit der Gesundheits- und Krankenpflege. Derzeit gibt es 760 Schulen für Gesundheits- und (Kinder-) Krankenpflege mit 64.009 Schüler/innen und 740 Altenpflegeschulen mit 62.355 Auszubildenden.
Über diesem Erfolg schwebt als Damoklesschwert der Plan des neuen Pflegeberufsgesetzes. Entscheidet sich die Regierung dafür, wird es zukünftig nur noch eine allgemeine „Pflegefachkraft“ und keine Altenpfleger und Altenpflegerinnen mehr geben. Macht das angesichts des steigenden Anteils älterer Menschen in unserer Gesellschaft Sinn? Viele Experten warnen eindrücklich vor diesem Schritt und verlangen, dass Deutschlands „Exportschlager“ Altenpflege nicht abgeschafft, sondern weiterentwickelt wird. Ich wünsche mir sehr, dass ihre Stimmen gehört werden.
In den Jahren seit meiner Ausbildung hat sich in der Altenpflege eine Menge verändert. Die Wissensbasis hat sich erweitert. Die Pflegeversicherung hat neue Rahmenbedingungen gesetzt. Die körperliche Arbeit ist durch eine Vielzahl von Hilfsmitteln, aber auch durch Ansätze wie die Kinästhetik wesentlich leichter geworden.
Gleich geblieben ist das, weshalb ich unserem Beruf mit ganzem Herzen verbunden bin. Altenpflege ist Arbeit in Beziehung. Ich danke den alten Menschen, die ich in meiner Arbeit kennengelernt habe, für die Dinge, die ein Lehrbuch nicht vermitteln kann. Für die Lektionen an Zuversicht, die Geschenke sehr persönlicher Erzählungen, die Einblicke in andere Zeiten und Lebenssituationen, die Beweise von Vertrauen und vor allem: für die Vorbilder in Gelassenheit und Humor.
Ich weiß, dass auf Ihrem Weg in der Altenpflege intensive Erfahrungen und Herausforderungen vor Ihnen liegen. Sie haben einen bewährten Begleiter dazu in der Hand. Die wichtigsten Zutaten aber kommen von Ihnen und haben sich seit meinen Ravensburger Tagen nicht verändert.
Gute Altenpflege beginnt immer mit Ihrem Interesse, Ihrem Engagement und Ihrer Freude an der Vielfalt der Menschen.
Berlin, November 2015
Beate SwobodaStiftung SPI, Berufsfachschule für Altenpflege www.stiftung-spi.de
Hier finden Sie Videos zu den einzelnen Lernbereichen:
www.thieme.de/koether-altenpflege
Pflegeanamnese
Kommunikation/Aphasie
Verwendung von Gehhilfen
Kinästhetik – Aufstehen
Kinästhetik – Bewegen im Bett
Kinästhetik – Sitzen ermöglichen
Handhabung eines Wärmekissens
Blutdruckmessung
Pflege von Zahnprothesen
Anlegen eines Kompressionsverbands
Anziehen von Kompressionsstrümpfen
Kontrakturenprophylaxe – Hüfte, Knie
Kontrakturenprophylaxe – Fuß
Kontrakturenprophylaxe – Schulter
Professionelle Fußpflege
Gedanken zum Älterwerden
Altersgerechte Ernährung
Anlage einer PEG
Stomaversorgung mit Ausstreifbeutel
Urindiagnostik
Gepflegt sein im Alter
Atemstimulierende Einreibung
Lymphdrainage
Bobath – Rückenlagerung
Bobath – Sitzen an der Bettkante
Bobath – Transfer Bett Rollstuhl
Bobath – Hilfe beim Ankleiden
Bobath – Seitenlagerung betroffene Seite
Bobath – Seitenlagerung weniger betroffene Seite
Kraft- und Balancetraining
Religion und Glaube
Endotracheales Absaugen
COPD
Dosieraerosol anwenden
Bronchoskopie
Spiroergometrie
Spirometrie
Anpassung eines Hörgeräts
Pflege von Hörgeräten
Herstellung von Hörgeräten
Blutzuckermessung
Insulinpen – Wechsel der Ampulle
Insulininjektion mit Pen
Hämodialyse
Hygienische Händedesinfektion
Instrumente aufbereiten
Instrumente verpacken
Anwenden von Medikamenten
Subkutane Injektion nach Reinelt
Feucht-heiße Kompresse am Knie
Feucht-heiße Bauchauflage
Portimplantation
Anstechen des Portkatheters
Lebenswelten
Netzwerke der Altenhilfe
Beziehung, Liebe, Sexualität im Alter
Beratung seniorengerechtes Wohnen
Bewohner und Heimtiere
Hausnotruf
Sinnfindung durch Beschäftigung
Ambulante Pflegedienste
Psychosoziale Arbeitsbelastungen
Vorwort zur 4. Auflage
Geleitwort
Filmübersicht
Lernbereich 1
Lernbereich 2
Lernbereich 3
Lernbereich 4
Teil I Lernbereich 1 - Aufgaben und Konzepte in der Altenpflege
1 Alte Menschen
1.1 Das Alter: ein großes Forschungsfeld
1.2 Alte Menschen – wer sind sie?
1.2.1 Das Bild vom Alter und vom alten Menschen
1.2.2 Alter: kein beliebtes Thema
1.2.3 Das Altwerden erleben – eine neue Identität
1.3 Aspekte des Alterns aus biologischer Sicht
1.3.1 Alter in der Tier- und Pflanzenwelt
1.3.2 Das Altern des Menschen
1.3.3 Alter – Beschwerden – Krankheit
1.4 Aspekte des Alterns aus psychologischer Sicht
1.4.1 Arbeitsweise der Psychologie
1.4.2 Psychologische Alternsmodelle
1.4.3 Lebensabschnitte und die gesamte Lebensspanne
1.5 Aspekte des Alterns aus soziologischer Sicht
1.5.1 Veränderungen im Aufbau der Gesellschaft
1.5.2 Gesellschaftliche und politische Bedeutung der Veränderungen
1.5.3 Das Zusammenleben der Generationen
1.6 Stimmen alter Menschen
1.6.1 „So alt wie man sich fühlt?“ – Alter ist relativ
1.6.2 „So jung wie deine Zuversicht“
1.6.3 Gewinnen, Wachsen – Schätze des Alters
1.6.4 Die Lebensbedingungen
1.6.5 Unaufhaltsamer Verfall
1.6.6 Bleibende Lasten
1.6.7 Trauer
1.6.8 Am Ende
1.7 Lern- und Leseservice
1.7.1 Das Wichtigste im Überblick
1.7.2 Literatur
1.7.3 Kontakt- und Internetadressen
2 Gesundheit, Krankheit, Behinderung, Prävention
2.1 Gesundheit und Krankheit
2.1.1 Begriffsklärung
2.1.2 Kritische Auseinandersetzung der Betrachtungsweisen von Gesundheit und Krankheit – Paradigmenwandel
2.1.3 Gesundheit und Krankheit im Alter
2.2 Behinderung
2.2.1 Begriffsklärung
2.3 Pflegebedürftigkeit
2.3.1 Wandel des Pflegebedürftigkeitsbegriffs in den letzten Jahren
2.3.2 Begriffsklärung
2.3.3 Feststellung der Pflegebedürftigkeit
2.3.4 Die Pflegegrade
2.3.5 Der alte Mensch und die Folgen der Pflegebedürftigkeit
2.4 Gesundheitsförderung und Prävention als gesundheitspolitische Intervention
2.4.1 Internationale und nationale Gesundheitsziele
2.4.2 Begriffsklärung
2.4.3 Relevanz der Gesundheitsförderung und Prävention in der Altenpflege
2.4.4 Prophylaxen als ein wesentlicher Bestandteil der Prävention
2.5 Lern- und Leseservice
2.5.1 Das Wichtigste im Überblick
2.5.2 Literatur
2.5.3 Internetadressen
3 Pflegewissenschaftliche Grundlagen
3.1 Wissen und (Pflege-)Wissenschaft
3.2 Professionelles Handeln in der Altenpflege
3.2.1 Muss (Alten-)Pflege als Profession anerkannt werden?
3.3 Kennzeichen professionellen Handelns
3.4 Die „Domäne“ der Pflege
3.4.1 Was gehört zur Domäne der Pflege?
3.5 Pflegewissenschaft – eine Praxisdisziplin
3.5.1 Der Nutzen theoretischer Erkenntnisse für das praktische Pflegehandeln
3.5.2 Grundbegriffe der Pflegewissenschaft
3.5.3 Möglichkeiten der Theorieentwicklung
3.5.4 Funktionen von Pflegetheorien
3.6 Ausgewählte Pflegetheorien großer Reichweite
3.6.1 Roper, Logan, Tierney – die Elemente der Krankenpflege
3.6.2 Krohwinkel – fördernde Prozesspflege als System
3.6.3 Dorothea Orem – Selbstpflege-Defizit-Theorie
3.7 Theorien mittlerer Reichweite
3.7.1 „Das Leben über die Krankheit erheben“
3.7.2 Nicht sprachliche Interaktion und Bewegung in der Praxis
3.8 Pflegeforschung
3.8.1 Gegenstände im Fokus der Pflegeforschung
3.8.2 Qualitative und quantitative Forschung in der Pflege
3.8.3 Forschungsprozess und Forschungsdesign
3.9 Lern- und Leseservice
3.9.1 Das Wichtigste im Überblick
3.9.2 Literatur
3.9.3 Kontakt- und Internetadressen
4 Ethisch handeln – Grundlagen und Prinzipien
4.1 Moralisches Handeln und Ethik in der Altenpflege
4.1.1 Ethik, Moral und professionelle Pflege
4.2 Prinzipienethik
4.2.1 Prinzip der Autonomie
4.2.2 Prinzip der Fürsorge
4.2.3 Prinzip des Nichtschadens
4.2.4 Prinzip der Gerechtigkeit
4.2.5 Abschließender Blick
4.3 Lern- und Leseservice
4.3.1 Das Wichtigste im Überblick
4.3.2 Literatur
4.3.3 Internetadressen
5 Biografisch orientierte Pflege/Biografiearbeit
5.1 Prägung durch die Biografie
5.1.1 Kindheit
5.1.2 Zeitgeschichte
5.1.3 Verarbeiten des Erlebten
5.2 Biografiearbeit
5.2.1 Ziele und Rahmen
5.2.2 Vorgehen in einer Erinnerungsrunde
5.2.3 Themen und Hilfsmittel
5.2.4 Anregungen zum Gespräch
5.3 Lebensgeschichte und Altenpflege
5.3.1 Die Bedeutung des Erinnerns
5.3.2 Der Nutzen des biografischen Interesses in verschiedenen Pflegesituationen
5.4 An der Biografie orientierte Pflegeplanung
5.4.1 Informationen sammeln
5.4.2 Aktivitäten planen
5.4.3 „Jung gewohnt ist alt getan!“
5.4.4 Datenschutz
5.5 Biografische Haltung im Pflegealltag
5.5.1 Das offene Auge, das offene Ohr
5.5.2 Biografiegestützte Perspektivübernahme
5.5.3 Belastungen für die Pflegenden
5.5.4 Grenzen
5.5.5 Fazit
5.6 Lern- und Leseservice
5.6.1 Das Wichtigste im Überblick
5.6.2 Literatur
5.6.3 Internetadressen
6 Geriatrische Prävention und Rehabilitation
6.1 Prävention in der Pflege alter Menschen
6.1.1 Ebenen der Prävention
6.1.2 Leistungen zur Prävention
6.2 Rehabilitation in der Pflege alter Menschen
6.2.1 ICF-Klassifikation
6.2.2 Leistungsformen der Rehabilitation
6.2.3 Medizinische Rehabilitation
6.2.4 Geriatrische Rehabilitation
6.2.5 Leistungen zur Rehabilitation
6.2.6 Leistungsbereiche der geriatrischen Rehabilitation
6.2.7 Geriatrisches Assessment
6.2.8 Das therapeutische Rehabilitationsteam
6.2.9 Qualitätssicherung
6.3 Lern- und Leseservice
6.3.1 Das Wichtigste im Überblick
6.3.2 Literatur
6.3.3 Internet
7 Wahrnehmen und Beobachten
7.1 Wahrnehmen und beobachten – Relevanz für pflegerisches Handeln
7.2 Physiologische Grundlagen der Wahrnehmung
7.2.1 Reize und Reizarten
7.2.2 Filtern der Reize
7.2.3 Die 9 Sinne
7.3 Wahrnehmung und Emotionen
7.4 Von der Wahrnehmung bis zur Handlung
7.5 Beurteilungs- und Wahrnehmungsfehler
7.5.1 Häufige Wahrnehmungs- und Beurteilungsfehler
7.6 Beeinflussung der Wahrnehmung und Beurteilung
7.6.1 Subjektivität der Wahrnehmung und Beurteilung
7.6.2 Vorurteile
7.7 Beobachtungsprozess
7.7.1 Beobachtungsfehler verringern
7.7.2 Formen der Beobachtung
7.7.3 Fremd- und Selbstbeobachtung
7.8 Lern- und Leseservice
7.8.1 Das Wichtigste im Überblick
7.8.2 Literatur
8 Pflegeprozess und Pflegedokumentation
8.1 Einführung
8.2 Grundlagen
8.2.1 Pflegeprozess als Problemlösungsprozess
8.2.2 Pflegeprozess als Beziehungsprozess
8.2.3 Pflegeprozessmodell im Vergleich
8.2.4 Nachteile der Pflegeprozessplanung
8.2.5 Vorteile der Pflegeprozessplanung
8.3 Pflegeprozessplanung und Pflegedokumentation
8.3.1 Ziele und Funktionen der Pflegedokumentation
8.3.2 Rechtliche Aspekte zur Pflegedokumentation
8.3.3 Praktische Hinweise zur Gestaltung der Pflegedokumentation
8.3.4 EDV-gestützte Pflegedokumentationssysteme
8.4 Durchführung der Pflegeprozessplanung und -dokumentation
8.4.1 Phase 1: Erhebung des Pflegebedarfs und Assessmentverfahren
8.4.2 Phase 2: Planung von Pflegezielen und -maßnahmen
8.4.3 Phase 3: Durchführung der Pflege und Umsetzung von Pflegestandards
8.4.4 Phase 4: Evaluation (Auswertung) der geplanten Pflege als Beitrag zur Qualitätssicherung
8.4.5 Möglichkeiten zur Entbürokratisierung der Pflegedokumentation
8.5 Lern- und Leseservice
8.5.1 Das Wichtigste im Überblick
8.5.2 Literatur
8.5.3 Internetadressen
9 Kommunizieren können
9.1 Was ist Kommunikation?
9.1.1 Sender-Empfänger-Modell der Kommunikation
9.1.2 Verbale und nonverbale Kommunikation
9.1.3 Vier Botschaften einer Nachricht (Friedemann Schulz von Thun)
9.1.4 Transaktionsanalyse (Eric Berne)
9.1.5 Ich bin o.k. – Du bist o.k. (Thomas A. Harris)
9.1.6 Kommunikative Grundhaltung (Carl Rogers)
9.2 Kommunikation und Pflege
9.2.1 Anrede (Kontakt herstellen)
9.2.2 Informationen vermitteln
9.2.3 Aktives Zuhören
9.2.4 Begegnung auf der nonverbalen Ebene
9.2.5 Das einfühlende Gespräch
9.3 Kommunikation im Alter
9.3.1 Kommunikationsformen und Kommunikationspartner wechseln
9.3.2 Der Blick zurück – Bilanzarbeit
9.3.3 Narrativer Kommunikationsstil
9.3.4 Nachlassen des Gedächtnisses
9.3.5 Sinneseinbußen machen einsam
9.3.6 Veränderte Kommunikation durch Krankheit
9.3.7 Verstummen/Bewusstlosigkeit
9.4 Gespräche mit Angehörigen
9.4.1 Äußere Rahmen
9.4.2 Gute Information
9.4.3 Einfühlung
9.4.4 Sachlichkeit
9.4.5 Umgang mit Kritik
9.5 Basale Stimulation
9.5.1 Einleitung
9.5.2 Wahrnehmung – Veränderungen und Gefahren
9.5.3 Das Konzept – das Menschsein unterstützen
9.5.4 Zentrale Ziele – Schwerpunkte pflegerischer Angebote
9.5.5 Pflegeverständnis – „in Beziehung treten“
9.6 Lern- und Leseservice
9.6.1 Das Wichtigste im Überblick
9.6.2 Literatur
9.6.3 Kontakt- und Internetadressen
10 Sich bewegen können
10.1 Bedeutung von Bewegung
10.1.1 Bewegung im Alter
10.1.2 Erhaltung der Bewegung durch körperliche Aktivität
10.2 Beeinträchtigung der Bewegung
10.2.1 Immobilität
10.2.2 Erhebung von Bewegungs- und Mobilitätsbeeinträchtigungen
10.3 Sturz
10.3.1 Hauptrisikofaktoren
10.3.2 Pflegerische Maßnahmen zur Vermeidung von Stürzen
10.4 Bettlägerigkeit
10.4.1 Auswirkungen und Risiken
10.4.2 Aktivierende Pflege – Mobilisierung
10.4.3 Kontrakturen – eine Herausforderung für Pflegende und Betroffene
10.5 Gestaltung des Lebensumfeldes und der Tagesstruktur
10.5.1 Wohnen im häuslichen Bereich
10.5.2 Wohnen im Altenpflegeheim
10.6 Hilfsmittelanpassung
10.6.1 Hilfsmittel zur Fortbewegung
10.6.2 Einsatz von Gehhilfen
10.6.3 Einsatz von Rollstühlen
10.6.4 Begleitung von Rollstuhlfahrern
10.7 Bewegungsförderung
10.7.1 Beobachtungen und Informationen zur Pflegeanamnese
10.7.2 Pflegeziele und pflegerische Aufgaben
10.7.3 Aktive, assistive und passive Maßnahmen
10.7.4 Qualitätskriterien
10.8 Rückenschonendes Arbeiten
10.8.1 Regeln für eine rückengerechte Arbeitsweise
10.8.2 Einsatz von technischen Hilfsmitteln
10.9 Kinaesthetics in der Altenpflege
10.9.1 Einleitung
10.9.2 Die 6 Konzepte
10.9.3 Kinästhetik in der pflegerischen Anwendung
10.10 Lern- und Leseservice
10.10.1 Das Wichtigste im Überblick
10.10.2 Literatur
10.10.3 Kontakt- und Internetadressen
11 Vitale Funktionen des Lebens aufrechterhalten können
11.1 Pflegerische Beobachtung der vitalen Funktionen
11.1.1 Bedeutung der vitalen Funktionen
11.1.2 Beobachtungskriterien
11.2 Beobachtung der Herz- und Kreislauftätigkeit
11.2.1 Puls
11.2.2 Blutdruck
11.3 Beobachtung der Atmung und des Sputums
11.3.1 Beobachtung der Atmung
11.3.2 Beobachtung des Sputums
11.4 Beobachtung der Körpertemperatur
11.4.1 Bedeutung der Körpertemperatur
11.4.2 Wärmeregulation
11.4.3 Messung der Körpertemperatur
11.4.4 Veränderungen der Körpertemperatur
11.5 Beobachtung des Bewusstseins
11.5.1 Definition und Beobachtungskriterien
11.5.2 Quantitative Veränderungen
11.5.3 Qualitative Veränderungen
11.5.4 Spezielle Situation: Bewusstlosigkeit
11.6 Besonderheiten in der direkten Pflege von Menschen mit Demenz
11.6.1 Charakteristische Veränderungen des Bewusstseins
11.6.2 Nutzung der Ressourcen zur Unterstützung der ABEDL
11.6.3 Einfluss auf die pflegerische Beobachtung der vitalen Funktionen
11.7 Pneumonieprophylaxe
11.7.1 Maßnahmen zur Verbesserung der Lungenventilation
11.7.2 Maßnahmen zur Sekretolyse
11.7.3 Maßnahmen zum verbesserten Abtransport
11.7.4 Sonstige atemunterstützende Maßnahmen
11.8 Qualitätskriterien
11.9 Lern- und Leseservice
11.9.1 Das Wichtigste im Überblick
11.9.2 Literatur
11.9.3 Internetadressen
12 Sich pflegen können
12.1 Bedeutung der Körperpflege
12.1.1 Bedeutung für Betroffene
12.1.2 Bedeutung für Pflegende
12.1.3 Körperpflege als Beitrag zur Gesunderhaltung
12.2 Pflegerische Beobachtung bei der Körperpflege
12.2.1 Beobachtung der Haut und der Hautanhangsorgane
12.3 Pflegerische Maßnahmen bei der Körperpflege
12.3.1 Beobachten und Einschätzen
12.3.2 Ziele pflegerischer Maßnahmen bei der Körperpflege
12.3.3 Ethische Herausforderung
12.3.4 Pflege von Menschen in häuslicher Umgebung
12.4 Unterstützung beim Waschen, Duschen und Baden
12.4.1 Grundsätze
12.4.2 Waschen am Waschbecken unterstützen
12.4.3 Ganzwaschung im Bett unterstützen
12.4.4 Duschen unterstützen
12.4.5 Baden unterstützen
12.4.6 Intimtoilette unterstützen
12.4.7 Hautpflege unterstützen
12.4.8 Mundpflege unterstützen
12.4.9 Augenpflege unterstützen
12.4.10 Nasenpflege unterstützen
12.4.11 Ohrenpflege unterstützen
12.4.12 Haarpflege unterstützen
12.4.13 Pflege der Hand- und Fußnägel unterstützen
12.4.14 Rasieren unterstützen
12.5 Prophylaxen
12.5.1 Dekubitusprophylaxe
12.5.2 Thromboseprophylaxe
12.5.3 Kontrakturenprophylaxe
12.5.4 Prophylaxen zur Mundgesundheit
12.5.5 Intertrigoprophylaxe
12.6 Besonderheiten in der direkten Pflege von Menschen mit Demenz
12.7 Lern- und Leseservice
12.7.1 Das Wichtigste im Überblick
12.7.2 Literatur
13 Essen und Trinken können
13.1 Bedeutung von Essen und trinken
13.2 Rechtliche Rahmenbedingungen
13.3 Grundlagen der Ernährungslehre
13.3.1 Energiebedarf im Alter
13.3.2 Flüssigkeitsbedarf
13.3.3 Zusammensetzung der Nahrung
13.3.4 Verzehrempfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) und des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherungen (MDK)
13.4 Häufige Ernährungsstörungen im Alter
13.4.1 Malnutrition (Mangelernährung)
13.4.2 Kachexie, Unterernährung und Untergewicht
13.4.3 Adipositas
13.4.4 Dehydratation (Austrocknung)
13.4.5 Körperliche Ursachen für Ernährungsstörungen
13.4.6 Arzneimittelwirkungen und Nebenwirkungen
13.5 Pflege und Begleitung
13.5.1 Ernährungszustand beurteilen
13.5.2 Maßnahmen zur Förderung der oralen Ernährung
13.5.3 Bei der Nahrungsaufnahme unterstützen
13.5.4 Aspirationsprophylaxe
13.5.5 Bei der Ernährung über eine transnasale oder perkutane Sonde unterstützen
13.5.6 Hilfestellung beim Erbrechen (Emesis)
13.6 Qualitätskriterien
13.7 Ethische Aspekte bei der Ernährung und Flüssigkeitsversorgung
13.7.1 Nahrungsverweigerung
13.7.2 Künstliche Ernährung
13.8 Besonderheiten in der direkten Pflege bei Menschen mit Demenz
13.8.1 Probleme bei der Ernährung identifizieren
13.8.2 Erhöhter Energie- und Flüssigkeitsbedarf
13.8.3 Umfeldgestaltung
13.8.4 Interaktion
13.8.5 Appetit stimulieren
13.8.6 Segregation versus Integration
13.9 Lern- und Leseservice
13.9.1 Das Wichtigste im Überblick
13.9.2 Literatur
13.9.3 Kontakt- und Internetadressen
14 Ausscheiden können
14.1 Bedeutung
14.1.1 Auswirkungen auf die Ausscheidung nach Einzug ins Pflegeheim
14.1.2 Bedeutung für Pflegende
14.1.3 Historische Einflüsse auf das Verhalten im Umgang mit Ausscheidungen
14.1.4 Umgang mit Ekelgefühlen
14.2 Pflegerische Beobachtung
14.2.1 Physiologie der Urinausscheidung/Miktion
14.2.2 Veränderung der Urinausscheidung
14.2.3 Miktionsstörungen
14.2.4 Untersuchungsmethoden
14.2.5 Uringewinnung zu Untersuchungszwecken
14.2.6 Physiologie der Stuhlausscheidung/Defäkation
14.2.7 Stuhlentleerungsstörungen
14.2.8 Stuhlprobengewinnung
14.3 Prophylaktische Maßnahmen
14.3.1 Prophylaxe von Harnwegsinfektionen
14.3.2 Obstipationsprophylaxe
14.3.3 Beckenbodentraining zur Inkontinenzprophylaxe
14.4 Bei den Ausscheidungen unterstützen
14.4.1 Hilfsmittel für die Harn- und Stuhlentleerung
14.4.2 Anwendung der Hilfsmittel bei bettlägerigen Menschen
14.4.3 Praktische Kleidung
14.4.4 Ausscheidungsfähigkeit fördern
14.5 Kontinenz/Inkontinenz
14.5.1 Auswirkungen der Inkontinenz
14.5.2 Harninkontinenz – Aufgabe und Funktion der Harnblase
14.5.3 Harninkontinenzformen
14.5.4 Stuhlinkontinenz – Entleerungsmechanismus
14.5.5 Ursachen der Stuhlinkontinenz
14.5.6 Psychosoziale Auslöser der Harn- und Stuhlinkontinenz
14.6 Pflege bei Inkontinenz
14.6.1 Kontinenzprofile
14.6.2 Hilfe zur Selbsthilfe
14.6.3 Hautpflege
14.6.4 Kontinenztraining bei Urininkontinenz
14.6.5 Inkontinenzhilfsmittel
14.6.6 Hilfsmittel und Maßnahmen bei Stuhlinkontinenz
14.6.7 Ethische Herausforderung
14.7 Stomaversorgung
14.7.1 Stomaarten
14.7.2 Bedeutung der Stomaanlage für die Betroffenen
14.7.3 Hilfsmittel
14.7.4 Grundsätze der Stomapflege
14.7.5 Spezielle Versorgungssituationen
14.7.6 Irrigation
14.7.7 Komplikationen bei Stomaversorgung
14.7.8 Grundregeln der Ernährung
14.7.9 Fachliche Hilfe, Selbsthilfe und Nachsorge
14.8 Qualitätskriterien
14.9 Katheterisieren der Harnblase
14.9.1 Bedeutung
14.9.2 Transurethrale Katheterarten
14.9.3 Ableitungen
14.9.4 Indikationen zum transurethralen Katheterisieren
14.9.5 Einmalkatheterismus
14.9.6 Verweilkatheter
14.9.7 Katheterwechsel
14.9.8 Intermittierender Katheterismus
14.9.9 Suprapubische Blasenpunktion
14.9.10 Blasenspülung und Blaseninstillation
14.9.11 Gefahren des Katheterisierens
14.9.12 Entwöhnungstraining
14.9.13 Besonderheiten bei der Pflege
14.10 Besonderheiten in der direkten Pflege von Menschen mit Demenz
14.11 Lern- und Leseservice
14.11.1 Das Wichtigste im Überblick
14.11.2 Literatur
14.11.3 Kontakt- und Internetadressen
15 Sich kleiden können
15.1 Bedeutung der Kleidung
15.1.1 Funktionen der Kleidung
15.1.2 Kleidung als Ausdruck der individuellen Persönlichkeit
15.1.3 Kleidung als Ausdruck von Religiosität und Gruppenzugehörigkeit
15.1.4 Kleidung als Schutz der Privatsphäre
15.2 Berufskleidung
15.2.1 Anforderungen an berufliche Kleidung in der Altenpflege
15.3 Erscheinungsbild von Pflegenden
15.3.1 Tipps einer Imageberaterin
15.3.2 Professionelles Erscheinungsbild
15.4 Pflege und Begleitung
15.4.1 Rahmenbedingungen für Bekleidung von Heimbewohnern
15.4.2 Die Fähigkeit, sich kleiden zu können, unterstützen und fördern
15.4.3 Pflegeziele zur Lebensaktivität „Sich kleiden können“
15.5 Kleidung für Menschen mit Behinderungen
15.6 Besonderheiten in der direkten Pflege von Menschen mit Demenz
15.6.1 Beim An-, Um- und Auskleiden unterstützen
15.6.2 Ethische Herausforderung
15.7 Qualitätskriterien
15.8 Lern- und Leseservice
15.8.1 Das Wichtigste im Überblick
15.8.2 Literatur
15.8.3 Internetadressen
16 Ruhen, schlafen, sich entspannen können
16.1 Bedeutung von Schlaf und Träumen
16.1.1 Schlaf im Kontext der Geschichte
16.1.2 Physiologie des Schlafs
16.2 Pflegerische Beobachtung
16.2.1 Kriterien der Schlaf- und Schlafverhaltensbeobachtung
16.2.2 Physiologische Veränderungen des Schlafes – gesunder Schlaf
16.2.3 Pathologische Veränderungen des Schlafes (Schlafstörungen)
16.3 Pflege und Begleitung
16.3.1 Schlafanamnese erstellen
16.3.2 Schlafprotokoll führen
16.3.3 Schlafförderung in der stationären Altenpflege
16.3.4 Umgang mit Schlafmedikamenten
16.3.5 Nachtdienst
16.4 Besonderheiten in der direkten Pflege von Menschen mit Demenz
16.5 Qualitätskriterien
16.6 Lern- und Leseservice
16.6.1 Das Wichtigste im Überblick
16.6.2 Literatur
16.6.3 Kontakt- und Internetadressen
17 Für eine sichere und fördernde Umgebung sorgen können
17.1 Was ist Sicherheit?
17.1.1 Psychologische Sicherheitsbedürfnisse
17.1.2 Ursachen für Schutz- und Fürsorgebedarf
17.2 Gesetze und Rechte zum Schutz von Pflegebedürftigen
17.2.1 Berufliche Schweigepflicht
17.2.2 Heimrecht, Heimgesetze
17.2.3 Bürgerliche Grundrechte
17.3 Pflegen – für eine sichere Umgebung sorgen
17.3.1 Fürsorgepflicht
17.3.2 Sicherheit durch professionelles Handeln
17.3.3 Fehlerberichtssysteme
17.4 Unfallverhütung
17.4.1 Unfallverhütung und Sicherheit im häuslichen Bereich
17.4.2 Unfallverhütung in stationären Einrichtungen
17.5 Brandschutz in Pflegeheimen
17.5.1 Brände in Pflegeeinrichtungen
17.5.2 Brandursachen
17.5.3 3. Brandschutzmaßnahmen im Pflegeheim
17.6 Lern- und Leseservice
17.6.1 Das Wichtigste im Überblick
17.6.2 Literatur
17.6.3 Internetadressen
18 Mit existenziellen Erfahrungen des Lebens umgehen können
18.1 Einleitung
18.2 Existenzielle Erfahrungen – das Sein als Mensch
18.2.1 Unterschied zwischen existenziellen Erfahrungen und anderen Erfahrungen
18.2.2 Existenzielle Erfahrungen macht jeder einzelne Mensch für sich
18.2.3 Ausstrahlen des existenziellen Grundbefindens
18.2.4 Existenzielle Dimension von Lebensereignissen
18.2.5 Krisensituationen
18.2.6 Auseinandersetzung mit der eigenen Vergänglichkeit
18.3 Aufgabe der Pflege: Die Fähigkeiten zum Umgang mit existenziellen Erfahrungen unterstützen
18.3.1 Pflegende unterstützen das Selbsttun und Entscheiden alter Menschen
18.3.2 Bestätigende Beziehung – oder: das Gegenüber
18.3.3 Besondere Aspekte des Lebens, die die Fähigkeit zum Umgang mit existenziellen Erfahrungen gefährden
18.3.4 Besonderheiten bei fortgeschrittener Demenz
18.4 Glaube und Religiosität
18.4.1 Alte Menschen in ihrer Religiosität
18.4.2 Das christliche Kirchenjahr
18.4.3 Evangelisches und katholisches Liedgut
18.4.4 Zentrale Gedanken der christlichen Tradition
18.4.5 Besonderheiten religiöser Gruppierungen und anderer Religionen
18.4.6 Wie können Pflegende das religiöse Leben alter Menschen unterstützen?
18.5 Qualitätskriterien-Checkliste
18.6 Lern- und Leseservice
18.6.1 Das Wichtigste im Überblick
18.6.2 Literatur
18.6.3 Kontakt- und Internetadressen
19 Pflege und Begleitung von Menschen mit Demenz und psychischen Veränderungen
19.1 „Verwirrtheitszustände“ alter Menschen
19.1.1 Medizinische Grundlagen
19.1.2 Pflege und Begleitung
19.2 Demenzielle Erkrankungen
19.2.1 Medizinische Grundlagen
19.2.2 Pflege und Begleitung
19.2.3 Betreuungs- und Therapiekonzepte
19.2.4 Menschen mit Demenz im Krankenhaus
19.2.5 Qualitätskriterien
19.2.6 Ethische Herausforderung
19.3 Wahnhafte Störungen im Alter
19.3.1 Medizinische Grundlagen
19.3.2 Pflege und Begleitung
19.4 Schizophrene Psychosen
19.4.1 Medizinische Grundlagen
19.4.2 Pflege und Begleitung
19.5 Depression bei alten Menschen
19.5.1 Medizinische Grundlagen
19.5.2 Pflege und Begleitung
19.5.3 Therapie
19.6 Suizidhandlungen alter Menschen
19.6.1 Medizinische Grundlagen
19.6.2 Pflege und Begleitung
19.6.3 Ethische Herausforderung
19.7 Sucht bei alten Menschen
19.7.1 Medizinische Grundlagen
19.7.2 Pflege und Begleitung
19.8 Verwahrlosung alter Menschen
19.8.1 Medizinische Grundlagen
19.8.2 Pflege und Begleitung
19.8.3 Vermüllungssyndrom
19.8.4 Pflege und Begleitung
19.8.5 Ethische Herausforderung
19.9 Lern- und Leseservice
19.9.1 Das Wichtigste im Überblick
19.9.2 Literatur
19.9.3 Kontakt- und Internetadressen
20 Pflege und Begleitung alter Menschen mit geistiger Behinderung
20.1 Grundlagen
20.1.1 Geistige Behinderung im Wandel der Zeit
20.1.2 Modelle und Definitionen
20.1.3 Medizinische Grundlagen
20.1.4 Geistige Behinderung und Altern
20.2 Leben mit geistiger Behinderung
20.2.1 Leben und wohnen
20.2.2 Arbeit und Freizeit
20.2.3 Finanzen
20.2.4 Soziale Beziehungen
20.3 Pflegekompetenz und pflegetherapeutische Maßnahmen
20.3.1 Welche Kompetenzen benötigen Pflegende?
20.3.2 Therapeutische Konzepte für die Pflege
20.3.3 Unterstützung im Bereich der ABEDL
20.3.4 Ethische Herausforderungen/Spannungsfelder
20.4 Lern- und Leseservice
20.4.1 Das Wichtigste im Überblick
20.4.2 Literatur
20.4.3 Kontakt- und Internetadressen
21 Pflege und Begleitung alter Menschen mit Erkrankungen des Atemsystems
21.1 Anatomische und physiologische Grundlagen
21.1.1 Aufgaben des Atemsystems
21.1.2 Einteilung und Aufbau
21.1.3 Atemmechanik und Atemtyp
21.1.4 Lungen- und Atemvolumina
21.1.5 Steuerung der Atmung
21.1.6 Gasaustausch in den Alveolen
21.1.7 Altersbedingte Veränderungen
21.2 Medizinische Grundlagen
21.2.1 Einteilung
21.2.2 Leitsymptome
21.2.3 Diagnostik
21.3 Häufige Erkrankungen der Atmungsorgane im Alter
21.3.1 Infektiöse Erkrankungen der Atemwege
21.3.2 Obstruktive Lungenerkrankungen
21.4 Pflege und Begleitung bei Atemwegserkrankungen allgemein
21.4.1 Beobachten und dokumentieren
21.4.2 Bei den ABEDL unterstützen
21.4.3 Absaugen
21.4.4 Sauerstoff verabreichen
21.4.5 Tracheostoma- und Kanülenpflege
21.5 Lern- und Leseservice
21.5.1 Das Wichtigste im Überblick
21.5.2 Literatur
21.5.3 Kontakt- und Internetadressen
22 Pflege und Begleitung alter Menschen mit Erkrankungen des Herz-Kreislauf- und Gefäßsystems
22.1 Herzinsuffizienz
22.1.1 Medizinische Grundlagen
22.1.2 Pflege und Begleitung
22.2 Koronare Herzkrankheit
22.2.1 Medizinische Grundlagen
22.2.2 Pflege und Begleitung
22.3 Herzinfarkt
22.3.1 Medizinische Grundlagen
22.3.2 Pflege und Begleitung
22.4 Chronisch arterielle Verschlusskrankheit (pAVK)
22.4.1 Medizinische Grundlagen
22.4.2 Pflege und Begleitung
22.5 Gefäßerkrankungen des venösen Systems
22.5.1 Medizinische Grundlagen
22.5.2 Varizen
22.5.3 Thrombophlebitis (Venenentzündungen)
22.5.4 Phlebothrombose (= tiefe Venenthrombose)
22.5.5 Chronisch venöse Insuffizienz – postthrombotisches Syndrom
22.5.6 Ulcus cruris venosum
22.5.7 Pflege und Begleitung
22.6 Lern- und Leseservice
22.6.1 Das Wichtigste im Überblick
22.6.2 Literatur
22.6.3 Internetadressen
23 Pflege und Begleitung alter Menschen mit Erkrankungen des zentralen Nervensystems (ZNS)
23.1 Schlaganfall
23.1.1 Medizinische Grundlagen
23.1.2 Pflege und Begleitung
23.2 Parkinson-Syndrom
23.2.1 Medizinische Grundlagen
23.2.2 Pflege und Begleitung
23.3 Multiple Sklerose
23.3.1 Medizinische Grundlagen
23.3.2 Pflege und Begleitung
23.4 Das Syndrom reaktionsloser Wachheit (Wachkoma)
23.4.1 Medizinische Grundlagen
23.4.2 Pflege und Begleitung
23.4.3 Bei den ABEDL unterstützen
23.5 Herpes zoster (Gürtelrose)
23.5.1 Medizinische Grundlagen
23.5.2 Pflege und Begleitung
23.6 Lern- und Leseservice
23.6.1 Das Wichtigste im Überblick
23.6.2 Literatur
24 Pflege und Begleitung alter Menschen mit Erkrankungen des Bewegungsapparates
24.1 Osteoporose
24.1.1 Medizinische Grundlagen
24.1.2 Pflege und Begleitung
24.2 Arthrose (degenerative Gelenkerkrankungen)
24.2.1 Medizinische Grundlagen
24.2.2 Pflege und Begleitung
24.3 Arthritis (entzündlich-rheumatische Erkrankungen)
24.3.1 Medizinische Grundlagen
24.3.2 Pflege und Begleitung
24.4 Amputationen
24.4.1 Medizinische Grundlagen
24.4.2 Pflege und Begleitung
24.5 Lern- und Leseservice
24.5.1 Das Wichtigste im Überblick
24.5.2 Literatur
24.5.3 Kontakt- und Internetadressen
25 Pflege und Begleitung alter Menschen mit eingeschränkter Funktion der Sinnesorgane
25.1 Einführung
25.2 Einschränkungen des Sehvermögens
25.2.1 Erkrankungen des Auges
25.2.2 Pflege und Begleitung bei eingeschränkter Sehfähigkeit
25.3 Einschränkungen des Hörvermögens
25.3.1 Erkrankungen des Innenohres
25.3.2 Erkrankungen des Mittelohrs
25.3.3 Erkrankungen des äußeren Ohres
25.3.4 Pflege und Begleitung bei eingeschränkter Hörfähigkeit
25.4 Einschränkungen des Geruch- und Geschmacksinns und der Empfindung über die Haut
25.4.1 Pflege und Begleitung
25.5 Qualitätskriterien
25.6 Technische Hilfen für Schwerhörige
25.6.1 Hörgeräte-Akustiker
25.6.2 Übersicht verschiedener Hörsysteme
25.6.3 Bedienung von Hörsystemen
25.7 Lern- und Leseservice
25.7.1 Das Wichtigste im Überblick
25.7.2 Literatur
25.7.3 Kontakt- und Internetadressen
26 Pflege und Begleitung alter Menschen mit Stoffwechselerkrankungen
26.1 Diabetes mellitus
26.1.1 Medizinische Grundlagen
26.1.2 Pflege und Begleitung
26.1.3 Behandlungsstrategien
26.1.4 Medikamentöse Behandlung
26.1.5 Ernährung
26.1.6 Komplikationen und Folgeschäden
26.1.7 Unterstützung in Bereichen der ABEDL
26.1.8 Qualitätskriterien
26.1.9 Ethische Herausforderung
26.2 Fettstoffwechselstörungen
26.2.1 Medizinische Grundlagen
26.2.2 Pflege und Begleitung
26.3 Hyperurikämie und Gicht
26.3.1 Medizinische Grundlagen
26.3.2 Pflege und Begleitung
26.4 Lern- und Leseservice
26.4.1 Das Wichtigste im Überblick
26.4.2 Literatur
26.4.3 Internetadressen
27 Pflege und Begleitung alter Menschen mit akutem Abdomen
27.1 Medizinische Grundlagen
27.1.1 Symptome
27.1.2 Lokalisation und Ursachen
27.1.3 Diagnostik
27.2 Pflege und Begleitung
27.2.1 Wichtige Aspekte beim alten Menschen
27.3 Lern- und Leseservice
27.3.1 Das Wichtigste im Überblick
27.3.2 Literatur
27.3.3 Internetadressen
28 Pflege und Begleitung alter Menschen mit akuten und chronischen Schmerzen
28.1 Grundlagen
28.1.1 Definition Schmerz
28.1.2 Schmerzentstehung und Reizweiterleitung
28.1.3 Schmerzarten
28.2 Schmerz und seine Bedeutung
28.2.1 Schmerz als multidimensionales Geschehen
28.2.2 Perspektive der Betroffenen
28.2.3 Perspektive der Pflege
28.3 Schmerzmanagement
28.3.1 Schmerzmanagement bei akuten Schmerzen
28.3.2 Schmerzmanagement bei chronischen Schmerzen
28.3.3 Handlungsstruktur pflegerisches Schmerzassessment
28.3.4 Schmerzassessment bei Menschen mit Demenz
28.3.5 Fazit
28.3.6 Schmerztherapie
28.3.7 Pflegeschwerpunkte bei Menschen mit Schmerzen anhand der ABEDL
28.4 Lern- und Leseservice
28.4.1 Das Wichtigste im Überblick
28.4.2 Literatur
28.4.3 Kontakt- und Internetadressen
29 Pflege und Begleitung alter Menschen mit Infektionskrankheiten
29.1 Infektionserkrankungen allgemein
29.1.1 Entstehung und Verlauf von Infektionen
29.1.2 Leitsymptome
29.1.3 Diagnostik
29.1.4 Pflege und Begleitung
29.2 Grundlagen der Hygiene und des Arbeitsschutzes
29.2.1 Hospitalismus
29.2.2 Grundbegriffe der Hygiene
29.2.3 Grundlagen der medizinischen Mikrobiologie
29.2.4 Normative Grundlagen von Hygiene und Arbeitsschutz
29.2.5 Hygienische Verfahren und Maßnahmen
29.2.6 Aufbereitung von Medizinprodukten
29.2.7 Hygieneplan im Alltag
29.3 Pulmonale Tuberkulose
29.3.1 Medizinischer Überblick
29.3.2 Pflege und Begleitung
29.4 Hepatitis
29.4.1 Medizinische Grundlagen
29.4.2 Pflege und Begleitung
29.5 Harnwegsinfekte
29.5.1 Medizinische Grundlagen
29.5.2 Maßnahmen zur Infektionsprophylaxe und Hygiene
29.5.3 Pflege und Begleitung
29.6 Salmonelleninfektion
29.6.1 Medizinische Grundlagen
29.6.2 Maßnahmen zur Infektionsprophylaxe und Hygiene
29.6.3 Pflege und Begleitung
29.7 Gastrointestinale Virusinfektion, Norovirus
29.7.1 Medizinischer Überblick
29.7.2 Pflege und Begleitung
29.8 Tetanus
29.8.1 Medizinische Grundlagen
29.8.2 Pflege und Begleitung
29.9 Pilzinfektion der Haut (Dermatomykose)
29.9.1 Medizinische Grundlagen
29.9.2 Pflege und Begleitung
29.10 Krätze
29.10.1 Medizinische Grundlagen
29.10.2 Pflege und Begleitung
29.11 AIDS
29.11.1 Medizinische Grundlagen
29.11.2 Maßnahmen zur Hygiene
29.11.3 Pflege und Begleitung
29.12 Multiresistente Erreger
29.12.1 Medizinische Grundlagen
29.12.2 Pflege und Begleitung
29.13 Lern- und Leseservice
29.13.1 Das Wichtigste im Überblick
29.13.2 Literatur
29.13.3 Kontakt- und Internetadressen
30 Pflege alter Menschen mit Beeinträchtigungen der Nierenfunktion und des Flüssigkeitshaushalts
30.1 Einleitung
30.2 Anatomie und Physiologie
30.2.1 Körperflüssigkeiten und Salze
30.2.2 Bau und Funktion der Nieren
30.3 Medizinische Grundlagen
30.3.1 Chronische Niereninsuffizienz
30.3.2 Akutes Nierenversagen
30.3.3 Weitere Krankheiten der Nieren und der Harnwege im Überblick
30.4 Pflege und Begleitung bei Niereninsuffizienz
30.4.1 ABEDL Essen und Trinken, Ausscheiden können, Vitale Funktionen aufrechterhalten können
30.4.2 ABEDL Mit existenziellen Erfahrungen des Lebens umgehen können
30.4.3 ABEDL Sich pflegen/Sich kleiden/Soziale Kontakte, Beziehungen und Bereiche sichern und gestalten können
30.5 Lern- und Leseservice
30.5.1 Das Wichtigste im Überblick
30.5.2 Literatur
31 Pflege und Begleitung alter Menschen mit Tumorerkrankungen
31.1 Tumoren und Krebserkrankungen allgemein
31.1.1 Tumoreigenschaften
31.1.2 Tumorentstehung
31.1.3 Stadieneinteilung bei malignen Tumoren
31.1.4 Risikofaktoren für die Entstehung von Krebs
31.1.5 Primäre und sekundäre Prävention (Vorbeugung)
31.1.6 Warnzeichen und Symptome eines malignen Tumors
31.1.7 Therapie
31.1.8 Tumornachsorge
31.1.9 Pflege alter Menschen mit Krebserkrankungen
31.2 Pflege und Begleitung bei häufigen Krebserkrankungen
31.2.1 Kolorektales Karzinom
31.2.2 Prostatakarzinom
31.2.3 Mammakarzinom
31.2.4 Bronchialkarzinom (Lungenkrebs)
31.2.5 Leukämien und Lymphome - Vorbemerkungen
31.2.6 Chronische Lymphatische Leukämie (CLL)
31.2.7 Multiples Myelom (Plasmozytom, M. Kahler)
31.2.8 Morbus Hodgkin
31.2.9 Basaliom
31.2.10 Malignes Melanom
31.2.11 Wichtige Aspekte beim alten Menschen mit Tumorerkrankungen
31.3 Lern- und Leseservice
31.3.1 Das Wichtigste im Überblick
31.3.2 Literatur
31.3.3 Internetdressen
32 Begleiten und Pflegen schwerkranker und sterbender Menschen
32.1 Einleitung
32.2 Einstellungen der Gesellschaft zu Sterben und Tod
32.2.1 Gesprächstabu Sterben und Tod
32.2.2 Verdrängen des Sterbens aus der Alltagswirklichkeit und die Folgen
32.3 Religiöse Vorstellungen und Traditionen der Sterbebegleitung
32.3.1 Bedeutung der Religion
32.3.2 Formen der Sterbebegleitung verschiedener Konfessionen
32.4 Bedeutung des Sterbens
32.4.1 Sterben bedeutet das Leben vollenden – ein biologischer Vorgang
32.4.2 Sterben bedeutet Loslassen, Abschiednehmen
32.4.3 Sterben bedeutet Durchleiden der letzten Krise des Lebens
32.4.4 Sterben bedeutet Angst haben
32.4.5 Sterben – ein Geschehen, das in Phasen abläuft
32.4.6 Soziales Sterben alter Menschen
32.4.7 Nahtod-Erfahrungen
32.5 Sterbende Menschen pflegen
32.5.1 Pflegerische Unterstützung in der Sterbephase – spezifische Probleme und Bedürfnisse
32.5.2 Gespräche mit Sterbenden
32.5.3 Umfeld des Sterbenden
32.5.4 Begleitung der Angehörigen
32.6 Besonderheiten in der Pflege von demenzkranken Sterbenden
32.6.1 Symptome der Demenz (SDAT)
32.6.2 Kommunikation mit dem demenzkranken Sterbenden
32.7 Ethische Herausforderung
32.8 Eintritt des Todes
32.8.1 Zeichen des herannahenden Todes
32.8.2 Feststellung des Todes und des Todeszeitpunktes
32.8.3 Versorgung Verstorbener
32.8.4 Würdevoller Umgang mit Verstorbenen
32.8.5 Abschiedskultur eines Pflegeheimes
32.9 Begleitung von Trauernden
32.9.1 Trauer
32.9.2 Trauerprozess und Trauerarbeit
32.9.3 Helfendes Verhalten in der Begleitung von Trauernden
32.9.4 Reaktionen von Pflegepersonen auf Sterbesituationen
32.9.5 Hilfen zur Verarbeitung von Sterbesituationen
32.10 Palliative Care – Hospizarbeit
32.10.1 Bedeutung von Hospizen
32.10.2 Anfänge der Hospizbewegung
32.10.3 Stationäre Hospize
32.10.4 Ambulante Hospizarbeit
32.10.5 Ambulante Palliative Care
32.10.6 Grundprinzipien von Hospizarbeit und Palliative Care
32.10.7 Palliative Geriatrie
32.10.8 Sterbehilfe – Hilfe zum Sterben
32.11 Vorsorge treffen – Patientenverfügung
32.11.1 Vorsorgeverfügungen
32.12 Lern- und Leseservice
32.12.1 Das Wichtigste im Überblick
32.12.2 Literatur
32.12.3 Kontakt- und Internetadressen
33 Erste Hilfe in Notfallsituationen
33.1 Was sind Notfallsituationen?
33.1.1 Störungen der Vitalfunktionen
33.2 Organisatorische Notfallplanung
33.3 Grundlegende Verhaltensweisen in Notfallsituationen
33.3.1 Überblick verschaffen
33.3.2 Lebensrettende Sofortmaßnahmen einleiten
33.3.3 Erste-Hilfe-Maßnahmen durchführen
33.3.4 Weitere wichtige Maßnahmen
33.3.5 Maßnahmen nach der Notfallbewältigung
33.4 Notfallspezifische Erste-Hilfe-Maßnahmen
33.4.1 Erste Hilfe bei Stürzen
33.4.2 Erste Hilfe bei akuter Atemnot
33.4.3 Erste Hilfe bei Herz-Kreislauf-Notfällen
33.4.4 Erste Hilfe bei akuten Verwirrtheitszuständen
33.4.5 Erste Hilfe bei diabetischen Stoffwechselentgleisungen
33.4.6 Erste Hilfe bei zerebralen Krampfanfällen
33.4.7 Erste Hilfe bei Vergiftungen
33.4.8 Erste Hilfe bei akuten Baucherkrankungen
33.4.9 Erste Hilfe bei sichtbaren Blutungen
33.4.10 Erste Hilfe bei Hyperventilation
33.4.11 Erste Hilfe bei Verbrennung/Verbrühung
33.5 Anforderungen an Pflegende bei Hitzewellen
33.5.1 Gesundheitliche Gefahren starker Wärmebelastung
33.5.2 Risikoeinschätzung
33.5.3 Ausgewählte pflegepräventive Maßnahmen
33.6 Lern- und Leseservice
33.6.1 Das Wichtigste im Überblick
33.6.2 Literatur
34 Anleiten, Beraten, Gespräche führen
34.1 Anleiten
34.1.1 Motivation wecken
34.1.2 Informationen sammeln
34.1.3 Informationen vermitteln
34.1.4 Fertigkeiten vermitteln
34.1.5 Feedback geben
34.1.6 Anleitung von Angehörigen
34.1.7 Anleitung von Auszubildenden
34.2 Beraten
34.2.1 Verlauf der Beratung
34.2.2 Möglichkeiten und Grenzen der Beratung
34.3 Kommunikation im Team
34.3.1 Teamgespräche
34.3.2 Krisen im Team
34.3.3 Fallbesprechung
34.4 Ethische Herausforderung
34.5 Lern- und Leseservice
34.5.1 Das Wichtigste im Überblick
34.5.2 Literatur
35 Medikamentenvergabe und Arzneimittelaufbewahrung
35.1 Grundlagen der Delegation
35.1.1 Delegation ärztlicher Tätigkeiten an Altenpflegekräfte
35.1.2 Gesellschaftliche und gesetzliche Rahmenbedingungen
35.1.3 Delegationsregeln
35.1.4 Organisationsverschulden: Dienstaufsicht und Fachaufsicht im Rahmen der Delegation
35.2 Grundlagenwissen zur Medikamentenvergabe
35.2.1 Gesetzliche Vorschriften zum Umgang mit Arzneimitteln
35.2.2 Begriffsdefinitionen der Pharmakologie
35.2.3 Besonderheiten beim alten Menschen
35.2.4 Wirkung von Arzneimitteln
35.2.5 Grundinformationen zu Arzneimitteln
35.2.6 Applikationsformen und Darreichungsformen
35.3 Pflegerische Aufgaben bei der Medikamentenvergabe
35.3.1 Verordnung von Medikamenten
35.3.2 Aufbewahrung von Medikamenten
35.3.3 Besonderheiten bei Betäubungsmitteln (BtM)
35.3.4 Richtlinien zur Bereitstellung von Medikamenten
35.3.5 Medikamente verabreichen
35.3.6 Medikamentenwirkung, Nebenwirkung, Wechselwirkung und Compliance beobachten
35.3.7 Dokumentation
35.4 Besonderheiten bei der direkten Pflege von Menschen mit Demenz
35.5 Ethisches Problem: Arzneimittelabusus
35.6 Qualitätssicherung und Versorgungskontinuität
35.7 (Heil-)Kräutertees
35.7.1 Möglichkeiten und Grenzen
35.7.2 Auswahl und Zusammenstellung
35.7.3 Zubereitung und Dosierung
35.7.4 Aufbewahrung
35.8 Lern- und Leserservice
35.8.1 Das Wichtigste im Überblick
35.8.2 Literatur
35.8.3 Internetadressen
36 Injektionen und Infusionen
36.1 Einleitung
36.2 Injektionen
36.2.1 Injektionsarten
36.2.2 Vor- und Nachteile von Injektionen
36.2.3 Vorbereitung einer Injektion
36.2.4 Subkutane Injektion
36.2.5 Intramuskuläre Injektion
36.2.6 Verhalten bei Nadelstichverletzungen (NSV)
36.3 Infusionen
36.3.1 Indikationen
36.3.2 Theoretische Grundlagen
36.3.3 Zugangswege
36.3.4 Infusionsmaterial
36.3.5 Komplikationen bei Infusionen
36.3.6 Möglichkeiten der Verabreichung
36.3.7 Pflegerische Maßnahmen bei Infusionstherapien
36.4 Lern- und Leseservice
36.4.1 Das Wichtigste im Überblick
36.4.2 Literatur
36.4.3 Kontakt- und Internetadressen
37 Wundversorgung
37.1 Die Wunde
37.1.1 Einteilungsmöglichkeiten
37.1.2 Bedeutung für den Patienten
37.2 Wundheilung
37.2.1 Verlaufsmöglichkeiten
37.2.2 Phasen der Wundheilung
37.2.3 Ziele der Wundbehandlung
37.2.4 Pflegerische Aufgaben
37.2.5 Einflussfaktoren auf die Wundheilung
37.2.6 Spezielle Komplikationen
37.3 Prinzipien der Wundversorgung
37.3.1 Allgemeine Prinzipien
37.3.2 Pflegemaßnahmen bei verschiedenen Wunden
37.4 Verbandwechsel
37.4.1 Vorbereitung
37.4.2 Durchführung
37.4.3 Nachbereitung
37.5 Spezielle chronische Wunden
37.5.1 Dekubitus
37.5.2 Ulcus cruris
37.5.3 Diabetisches Fußsyndrom
37.6 Lern- und Leseservice
37.6.1 Das Wichtigste im Überblick
37.6.2 Literatur
37.6.3 Internetadressen
38 Wickel und Auflagen
38.1 Grundlagen
38.1.1 Wirkprinzipien
38.1.2 Gefahren
38.1.3 Materialien
38.1.4 Grundsätzliches zur Durchführung von Wickelanwendungen
38.1.5 Anwendungsarten
38.2 Anwendungen in der Altenpflege
38.2.1 Feucht-heiße Wickel und Auflagen
38.2.2 Temperierte Auflagen
38.2.3 Kälteanwendungen
38.2.4 Weitere Wickel und Auflagen
38.3 Lern- und Leseservice
38.3.1 Das Wichtigste im Überblick
38.3.2 Literatur
Teil II Lernbereich 2 – Unterstützung alter Menschen bei der Lebensgestaltung
39 Soziale Kontakte, Beziehungen und Bereiche sichern und gestalten können
39.1 Bedeutung für den älteren Menschen
39.2 Familienbeziehungen im Alter
39.3 Pflegesituation und familiäre Strukturen
39.4 Rollen- und Kontaktverluste im Alter
39.4.1 Ethische Herausforderung
39.5 Soziale Beziehungen im Alter – persönliche Netzwerke
39.5.1 Sozialisation
39.6 Einsamkeit und Isolation als Probleme des Alterns
39.6.1 Biologische Veränderungen
39.6.2 Psychosoziale Veränderungen
39.6.3 Soziokulturelle Veränderungen
39.7 Besonderheiten in der Begleitung von Menschen mit Demenz
39.8 Aufgaben für die Altenpflege
39.8.1 Beobachten von Situation und Verhalten
39.8.2 Unterstützungsmöglichkeiten
39.9 Qualitätskriterien
39.10 Lern- und Leseservice
39.10.1 Das Wichtigste im Überblick
39.10.2 Literatur
39.10.3 Kontakt- und Internetadressen
40 Die eigene Sexualität leben können
40.1 Einleitung
40.2 Neue Beziehungen im Alter
40.2.1 Frau- und Mannsein in vielfältigen Kontexten des Alters
40.2.2 Ethische Herausforderung
40.2.3 Formen des sexuellen Erlebens
40.2.4 Frau- oder Mannsein in anderen Kulturen
40.2.5 Sexuelles „Anderssein“ und Alter
40.3 Pflege und Begleitung
40.3.1 Förderung geschlechtsspezifischer Identität
40.3.2 Intimsphäre fördern und akzeptieren
40.4 Einschränkungen und Veränderungen im sexuellen Erleben
40.4.1 Einschränkungen durch körperliche Beeinträchtigungen
40.4.2 Einschränkungen durch Gewalterfahrungen in der Biografie
40.4.3 Altersbedingte Funktionseinschränkungen
40.4.4 Einschränkungen durch demenzielle Veränderungen
40.5 Qualitätskriterien
40.6 Lern- und Leseservice
40.6.1 Das Wichtigste im Überblick
40.6.2 Literatur
40.6.3 Kontakt- und Internetadressen
41 Kultursensibel pflegen und begleiten
41.1 Altenhilfe für Menschen aus anderen Kulturen
41.1.1 Migranten in Deutschland
41.1.2 Zahlen und Fakten
41.1.3 Interkulturelle Öffnung der Altenhilfe
41.1.4 Anforderungen an Pflegende
41.2 Pflege und Begleitung
41.2.1 Essen und trinken können
41.2.2 Sich waschen und kleiden können
41.2.3 Ausscheiden können
41.3 Gestalten und sichern von sozialen Beziehungen
41.4 Besonderheiten in der direkten Pflege von Menschen mit Demenz
41.4.1 Türkisches Krankheitsverständnis
41.4.2 Therapeutische Maßnahmen
41.4.3 Angehörigenarbeit
41.5 Häusliche Pflege
41.6 Lern- und Leseservice
41.6.1 Das Wichtigste im Überblick
41.6.2 Literatur
41.6.3 Kontakt- und Internetadressen
42 Wohnen im Alter
42.1 Bedeutung des Wohnens im Alter
42.1.1 Wohnen ist ein Grundbedürfnis
42.1.2 Wohnumfeld
42.1.3 Wohnsituation im Alter
42.1.4 Alltagsbewältigung
42.2 Wohnformen im Alter
42.2.1 Situation 1 – Zu Hause wohnen bleiben
42.2.2 Situation 2 – Die Wohnsituation verändern
42.2.3 Situation 3 – Umziehen, weil eine Rundum-Versorgung nötig ist
42.3 Seniorengerechtes Wohnen
42.3.1 Bedürfnisgerechte Wohnraumanpassung
42.3.2 Gesundheitsfördernde Gestaltung
42.4 Wohnen im Altenpflegeheim
42.4.1 Situation der alten Menschen
42.4.2 Wohnsituationen
42.4.3 Heimatmosphäre
42.4.4 Grundrechte für Heimbewohner
42.4.5 Generationen der Altenpflegeheime
42.4.6 Esskultur
42.4.7 Garten- und Parkgestaltung
42.5 Wohnen mit Tieren
42.5.1 Tiere im Alten- oder Pflegeheim
42.6 Unterstützung beim Heimeinzug
42.6.1 Bedeutung eines Heimeinzugs
42.6.2 Vorbereitung
42.6.3 Tag des Einzugs
42.6.4 Zeit der Eingewöhnung
42.7 Lern- und Leseservice
42.7.1 Das Wichtigste im Überblick
42.7.2 Literatur
42.7.3 Kontakt- und Internetadressen
43 Alltag im Alter
43.1 Tagesgestaltung alter Menschen
43.2 Alltagsgestaltung zu Hause
43.3 Alltagsgestaltung in Einrichtungen der Altenhilfe
43.3.1 Tagesstrukturierende Maßnahmen im Pflegeheim
43.3.2 Inhalte der Tagesstruktur
43.3.3 Therapeutische und rehabilitative Maßnahmen im Tagesablauf
43.3.4 Rituale und ihre Bedeutung
43.4 Heimbewohner bei der Tagesgestaltung unterstützen
43.4.1 Fähigkeiten und Ressourcen erkennen
43.4.2 Unterstützung und Motivation
43.5 Lern- und Leseservice
43.5.1 Das Wichtigste im Überblick
43.5.2 Literatur
43.5.3 Kontakt- und Internetadressen
44 Sich beschäftigen, lernen, sich entwickeln können
44.1 Die Bedeutung von Beschäftigung für alte Menschen
44.1.1 Auf einer guten Basis lässt sich aufbauen
44.1.2 Die biografische Bedeutung in Bezug auf Beschäftigung
44.1.3 Voraussetzungen und Ziele
44.1.4 Unterstützung durch sinnvolle Tätigkeiten im Heimalltag
44.2 Beschäftigungsangebote
44.2.1 Gruppenangebote
44.2.2 Bewegung und Gymnastik im Alter
44.2.3 Kognitives Training
44.2.4 Kreatives Gestalten
44.2.5 Singen und Musik
44.2.6 Kochen und Backen
44.2.7 Spiele
44.2.8 Ausflüge
44.2.9 Feste
44.2.10 Literatur- und Zeitungsrunden
44.2.11 Gartenarbeit
44.2.12 Tierbesuche
44.2.13 Humor in der Pflege
44.2.14 Aktivierung von Männern im Altenheim
44.3 Beschäftigungsmöglichkeiten und Konzepte für Menschen mit Demenz
44.3.1 Religiöse Angebote
44.3.2 Die 10-Minuten-Aktivierung
44.3.3 Der therapeutische Tischbesuch
44.3.4 Puppen und Handpuppen
44.3.5 Ein reizvolles Umfeld bieten
44.4 Aktivierung von bettlägerigen Senioren
44.5 Lern- und Leseservice
44.5.1 Das Wichtigste im Überblick
44.5.2 Literatur
44.5.3 Internetadressen
Teil III Lernbereich 3 – Rechtliche und institutionelle Rahmenbedingungen altenpflegerischer Arbeit
45 Rechtliche Rahmenbedingungen und soziale Netzwerke in der Altenhilfe
45.1 Altenhilfe als gesellschaftliche Aufgabe
45.1.1 Altenhilfe/Altenarbeit/Seniorenarbeit
45.1.2 Altenhilfe und Altenpolitik
45.2 Gesetzliche Grundlagen der Altenhilfe
45.2.1 Menschenrechte – Grundrechte
45.2.2 Ethische Standards der professionell Pflegenden
45.2.3 Sozialversicherungen
45.2.4 Sozialgesetzbuch SGB XI Pflegeversicherung
45.2.5 Heimrecht, Heimgesetze
45.3 Dienste und Einrichtungen der Altenhilfe
45.3.1 Kommunale und städtische Pflegeberatung
45.3.2 Ambulante gesundheits- und sozialpflegerische Dienste
45.3.3 Stationäre gesundheits- und sozialpflegerische Dienste
45.4 Beispiele sozialer Netzwerke in der Altenhilfe
45.4.1 Die „Generationenfreundliche Gemeinde“
45.4.2 Case Management (Fallbegleitung)
45.5 Selbsthilfe und Ehrenamt im Alter
45.5.1 Aufgaben von Selbsthilfegruppen
45.5.2 Kommunikative und lebenslagenbezogene Selbsthilfe
45.5.3 Soziale Selbsthilfe
45.5.4 Politische und versorgungsbezogene Selbsthilfe
45.5.5 Krankheitsbezogene Selbsthilfe
45.6 Gemeinwesenorientierte Seniorenarbeit – offene Altenhilfe
45.6.1 Bildungsangebote für Senioren
45.7 Lern- und Leseservice
45.7.1 Das Wichtigste im Überblick
45.7.2 Literatur
45.7.3 Internetadressen
46 Aufgaben und Organisation ambulanter Pflegedienste
46.1 Pflege im Privathaushalt
46.1.1 Voraussetzungen für den Verbleib in der eigenen Wohnung
46.2 Pflege durch die Familie
46.2.1 Pflegende Angehörige
46.3 Pflege durch ambulante Pflegedienste
46.3.1 Geschichtliche Entwicklung häuslicher Alten- und Krankenpflege
46.4 Organisationsformen ambulanter Alten- und Krankenpflege
46.4.1 Sozialstation
46.4.2 Privatgewerblicher ambulanter Pflegedienst
46.4.3 Andere ambulante Hilfen und Dienste
46.4.4 Homecare – ambulante medizinische Therapie
46.5 Leistungsangebote ambulanter Pflegedienste
46.5.1 Gesundheitsförderung und -vorsorge (Prävention)
46.6 Berufsgruppen im Team eines ambulanten Pflegedienstes
46.6.1 Netzwerke pflegerischer, medizinischer und sozialer Dienste
46.6.2 Aufgabenbereiche der Pflegefachkraft
46.7 Pflegebedingungen im Privathaushalt
46.7.1 Hygiene und Sicherheit gewährleisten
46.8 Arbeitsorganisation eines ambulanten Pflegedienstes
46.8.1 Ausstattung
46.8.2 Ablauforganisation
46.8.3 Kommunikationsstrukturen
46.8.4 Pflegeüberleitung – Überleitungsmanagement
46.9 Finanzierung von pflegerischen Dienstleistungen der ambulanten Pflege
46.10 Lernaufgabe: Erstellen eines sozialen Hilfenetzes
46.11 Qualitätskriterien
46.11.1 Maßnahmen zur Qualitätssicherung
46.12 Lern- und Leseservice
46.12.1 Das Wichtigste im Überblick
46.12.2 Literatur
46.12.3 Internetadressen
47 Rahmenbedingungen und Organisation im Altenpflegeheim
47.1 Unternehmensleitbild, Unternehmensphilosophie, Rahmenkonzepte
47.1.1 Leitbilder – eine Begriffsklärung
47.1.2 Entwicklung, Funktion und Bestandteile von Unternehmensleitbildern
47.1.3 Gesetzliche Vorschriften und Richtlinien
47.1.4 Leitbilder in der Praxis
47.1.5 Rahmenkonzepte
47.1.6 Gestaltung des Hauses
47.2 Heimvertrag
47.3 Organisation im Altenpflegeheim
47.3.1 Organisationsstrukturen
47.3.2 Aufbauorganisation
47.3.3 Ablauforganisation
47.3.4 Dienstplangestaltung
47.4 Kommunikations- und Informationswege
47.4.1 Arbeitsbesprechungen
47.4.2 Berufsgruppenübergreifende Kommunikation
47.5 Fehler- und Beschwerdemanagement
47.5.1 Fehlermanagement
47.5.2 Beschwerdemanagement
47.5.3 Umgang mit mündlichen Beschwerden (Reklamationen)
47.6 Pflegevisite
47.6.1 Begriffsbestimmung
47.6.2 Ziele und Formen der Pflegevisite
47.6.3 Pflegevisite vorbereiten
47.6.4 Pflegevisite durchführen
47.7 Stufen der Lebensqualität in der stationären Altenpflege (KDA)
47.8 Lern- und Leseservice
47.8.1 Das Wichtigste im Überblick
47.8.2 Literatur
47.8.3 Kontakt- und Internetadressen
48 Aufgaben und Organisation von Einrichtungen der Tagespflege
48.1 Grundlagen
48.1.1 Ziele
48.1.2 Konzeption
48.1.3 Raumbedarf
48.2 Organisation und Finanzierung
48.2.1 Finanzierung
48.3 Kontaktpflege
48.3.1 Angehörige
48.3.2 Ärzte und ambulante Pflegedienste
48.4 Lern- und Leseservice
48.4.1 Das Wichtigste im Überblick
48.4.2 Literatur
48.4.3 Kontakt- und Internetadressen
49 Pflegequalität und Qualitätsmanagement in der Altenpflege
49.1 Entwicklung und Theorie der Qualitätssicherung
49.1.1 Geschichtliche Entwicklung der Qualitätssicherung
49.1.2 Dimensionen und Stufen der Pflegequalität
49.1.3 Gesetzliche Rahmenbedingungen der Qualitätssicherung in der Pflege
49.2 Die Altenpflegefachkraft im Kontext der Qualitätssicherung – hausinterne Maßnahmen des Qualitätsmanagements
49.2.1 Indikatoren und Messmethoden zur Messung der hausinternen Pflegequalität
49.2.2 Selbstmanagement
49.2.3 Qualitätssicherung als einrichtungsinterner Prozess
49.3 Qualitätszirkel
49.3.1 Arbeitsweise des Qualitätszirkels
49.4 Externe Qualitätssicherung und Qualitätskontrolle
49.4.1 Pflichtüberprüfungen durch den MDK und durch die Heimaufsicht
49.4.2 Zertifizierungsmöglichkeiten durch externe Agenturen
49.4.3 Benotungen der Altenpflegeeinrichtungen nach dem Schulnotensystem
49.4.4 Nationale Expertenstandards und Rolle der Pflegeforschung
49.5 Versorgungsqualität von Menschen mit Demenz
49.5.1 Lebensqualität als ein Ziel guter Pflege der Menschen mit Demenz
49.5.2 Förderliche Rahmenbedingungen für die Lebensqualität der Menschen mit Demenz
49.6 Lern- und Leseservice
49.6.1 Das Wichtigste im Überblick
49.6.2 Literatur
49.6.3 Kontakt- und Internetadressen
Teil IV Lernbereich 4 – Altenpflege als Beruf
50 Beruf Altenpflegerin/Beruf Altenpfleger
50.1 Was ist Altenpflege?
50.1.1 Aspekte beruflicher Altenpflege
50.2 Geschichte des Berufs
50.2.1 Wurzeln der Altenpflege
50.2.2 Entstehung des Altenpflegeberufs
50.3 Berufsbild Altenpflegerin/Altenpfleger
50.3.1 Altenpflege im 21. Jahrhundert
50.4 Altenpflegeausbildung
50.4.1 Altenpflegegesetz
50.4.2 Ausbildungsinhalte
50.5 Altenpflege im Kontext der Pflegeberufe
50.5.1 Was ist professionelle Pflege?
50.5.2 Aufgaben und Ziele beruflicher Pflege
50.6 Reform der pflegerischen Ausbildungen
50.6.1 Ziele der Reform
50.6.2 Neue Ausbildungsmodelle
50.7 Anforderungsprofil für die Altenpflege
50.7.1 Motivation für den Pflegeberuf
50.7.2 Voraussetzungen für den Pflegeberuf
50.7.3 Anforderungen an beruflich Pflegende
50.8 Pflegekompetenz
50.8.1 Berufliche Handlungskompetenz
50.8.2 Modelle professioneller pflegerischer Handlungskompetenz
50.9 Fort- und Weiterbildung, Studium
50.9.1 Berufliche Weiterentwicklung
50.10 Berufsverbände, Gewerkschaften, Pflegekammern
50.10.1 Berufspolitik
50.10.2 Berufsverbände
50.10.3 Gewerkschaften
50.10.4 Pflegekammern
50.11 Rolle und Rollenerwartung
50.11.1 Gruppen und Rollen – eine Begriffserläuterung
50.11.2 Rollenkonflikte in der Altenpflege
50.11.3 Schaffung von Rollenklarheit in der Altenpflege
50.12 Team und Teamarbeit
50.12.1 Jedes Team braucht ein Ziel
50.12.2 Jedes Teammitglied ist wichtig
50.12.3 Jedes Team braucht eine Leitung
50.12.4 Jedes Team muss sich entwickeln
50.12.5 Kommunikation im Team
50.12.6 Mobbing im Team
50.13 Lern- und Leseservice
50.13.1 Das Wichtigste im Überblick
50.13.2 Literatur
50.13.3 Kontaktadressen
51 Lernen lernen
51.1 Den Lernprozess verbessern
51.1.1 Neurobiologische Grundlagen
51.1.2 Lernmotivation
51.1.3 Lernstoff aufbereiten
51.1.4 Aufmerksamkeit fördern
51.1.5 Gedächtnistechniken
51.2 Auf Prüfungen vorbereiten
51.2.1 Langfristige Prüfungsvorbereitung
51.2.2 Kurzfristige Prüfungsvorbereitung
51.2.3 Umgang mit Prüfungsangst
51.2.4 Prüfungsverhalten
51.3 Ethische Herausforderung
51.4 Lern- und Leseservice
51.4.1 Das Wichtigste im Überblick
51.4.2 Literatur
51.4.3 Kontakt und Internetadressen
52 Aggression und Gewalt in der Pflege
52.1 Aggression und Gewalt von Pflegenden
52.1.1 Aggression und Gewalt im Pflegeteam
52.2 Aggression und Gewalt alter Menschen
52.2.1 Häufigkeit
52.2.2 Ursachen der Aggression
52.3 Umgang mit Aggressionen
52.3.1 Vorbeugung von Aggressionen alter Menschen
52.3.2 Reaktionen auf Aggression alter Menschen
52.4 Ethische Herausforderung
52.5 Lern- und Leseservice
52.5.1 Das Wichtigste im Überblick
52.5.2 Literatur
52.5.3 Kontakt- und Internetadressen
53 Arbeitsbelastungen und Methoden zur Bewältigung
53.1 Arbeitsbelastungen in der Altenpflege
53.1.1 Physische Belastungen
53.1.2 Psychosoziale Belastungen
53.2 Folgen der Arbeitsbelastungen
53.2.1 Stress
53.2.2 Burn-out-Syndrom
53.3 Methoden zur Bewältigung – Psychohygiene im Arbeitsalltag
53.3.1 Hilfen für Pflegende
53.4 Lern- und Leseservice
53.4.1 Das Wichtigste im Überblick
53.4.2 Literatur
53.4.3 Internetadressen
Anschriften
Sachverzeichnis
Impressum
1 Alte Menschen
2 Gesundheit, Krankheit, Behinderung, Prävention
3 Pflegewissenschaftliche Grundlagen
4 Ethisch handeln – Grundlagen und Prinzipien
5 Biografisch orientierte Pflege/Biografiearbeit
6 Geriatrische Prävention und Rehabilitation
7 Wahrnehmen und Beobachten
8 Pflegeprozess und Pflegedokumentation
9 Kommunizieren können
10 Sich bewegen können
11 Vitale Funktionen des Lebens aufrechterhalten können
12 Sich pflegen können
13 Essen und Trinken können
14 Ausscheiden können
15 Sich kleiden können
16 Ruhen, schlafen, sich entspannen können
17 Für eine sichere und fördernde Umgebung sorgen können
18 Mit existenziellen Erfahrungen des Lebens umgehen können
19 Pflege und Begleitung von Menschen mit Demenz und psychischen Veränderungen
20 Pflege und Begleitung alter Menschen mit geistiger Behinderung
21 Pflege und Begleitung alter Menschen mit Erkrankungen des Atemsystems
22 Pflege und Begleitung alter Menschen mit Erkrankungen des Herz-Kreislauf- und Gefäßsystems
23 Pflege und Begleitung alter Menschen mit Erkrankungen des zentralen Nervensystems (ZNS)
24 Pflege und Begleitung alter Menschen mit Erkrankungen des Bewegungsapparates
25 Pflege und Begleitung alter Menschen mit eingeschränkter Funktion der Sinnesorgane
26 Pflege und Begleitung alter Menschen mit Stoffwechselerkrankungen
27 Pflege und Begleitung alter Menschen mit akutem Abdomen
28 Pflege und Begleitung alter Menschen mit akuten und chronischen Schmerzen
29 Pflege und Begleitung alter Menschen mit Infektionskrankheiten
30 Pflege alter Menschen mit Beeinträchtigungen der Nierenfunktion und des Flüssigkeitshaushalts
31 Pflege und Begleitung alter Menschen mit Tumorerkrankungen
32 Begleiten und Pflegen schwerkranker und sterbender Menschen
33 Erste Hilfe in Notfallsituationen
34 Anleiten, Beraten, Gespräche führen
35 Medikamentenvergabe und Arzneimittelaufbewahrung
36 Injektionen und Infusionen
37 Wundversorgung
38 Wickel und Auflagen
Ursula Pfäfflin
Dieses Kapitel soll Ihnen die Menschen vor Augen führen, denen Ihr berufliches Handeln gilt. Das Alter kann aus ganz verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet werden. Das wissenschaftliche Fachgebiet, das das Altern des Menschen erforscht, ist die Gerontologie.
Zur Beschreibung und Erklärung des Alters muss die Gerontologie die Arbeit unterschiedlicher Wissensgebiete mit einbeziehen: Die Bezugswissenschaften der Gerontologie sind v. a. die Biologie, die Psychologie und die Soziologie. Auch die Geschichtswissenschaft, Pädagogik und andere Fachgebiete werden in der Gerontologie herangezogen, um die ganze Lebenswirklichkeit alter Menschen zu erfassen.
Definition
Die Gerontologie ist die Wissenschaft vom Altern des Menschen.
Die noch junge Gerontologie hat sich entsprechend dem wachsenden Interesse am Alter aus kleinen und vereinzelten Anfängen seit ca. 1930 zu einem umfangreichen wissenschaftlichen Fach entwickelt. Vor allem 3 Gründe sind dafür zu nennen:
der demografische Wandel
das Interesse an Lebensqualität im Alter
neue Forschungen zu den biologischen Prozessen des Alterns
Demografischer Wandel Der Anteil alter Menschen an der Gesamtbevölkerung nimmt seit 1900 kontinuierlich zu. Seit den 1970er, spätestens seit den 1980er Jahren, bereiten sich Politik, Wirtschaft und alle gesellschaftlichen Kräfte auf die neuen Aufgaben vor, die der ▶ demografische Wandel mit sich bringt. Das Bild vom Alter in der Öffentlichkeit verändert sich, neue Rollen für rüstige Ältere müssen entwickelt, die Pflege für kranke und hinfällige alte Menschen gewährleistet und die Renten gesichert werden. Der Umbau des Sozialstaats ist im Gange.
Lebensqualität im Alter In den zurückliegenden Jahrzehnten wirtschaftlicher Blüte galt die Maxime: Bildung, Wohlstand und Lebensqualität für alle! Die Regierungen gaben entsprechende Studien in Auftrag. Auch dem Leben im Alter mit seinen Belastungen und Chancen wandte sich die Aufmerksamkeit zu.
Biologische Forschung Die Erforschung der chemischen und molekularen Vorgänge in den Zellen hat in den vergangenen Jahrzehnten unglaubliche Fortschritte gemacht. Sie ermöglicht heute, Alterungsvorgänge genauer zu verstehen. Forscher haben die Hoffnung, dass viele Beschwerden bis ins hohe Alter hinausgeschoben werden können.
In der Ausbildung werden Sie viel aus der Fülle gerontologischen Wissens kennenlernen und Ihr Verständnis des alten Menschen erweitern und vertiefen.
Merke
Im Hintergrund steht die zentrale berufsethische Frage: Was müssen Altenpflegefachkräfte über alte Menschen wissen, um sie zu begleiten und zu unterstützen, und wie können sie dazu beitragen, dass alte Menschen ihr Alter in Zufriedenheit erleben?
Alt werden heute. Den alten Menschen zu beschreiben, ist unmöglich: Es gibt ihn nicht. Die Vielfalt der Erscheinungsweisen des Alters wird in diesem Kapitel zusammengefasst
als allgemeine Beschreibungen, landläufige Meinungen über das Alter, das persönliche Erleben beim Älterwerden,
als Aussagen der biologischen Altersforschung,
als Aussagen der psychologischen Altersforschung,
als Aussagen der soziologischen Altersforschung und
in einigen persönlichen Aussagen alter Menschen.
In keinem anderen Lebensabschnitt finden wir solch eine Bandbreite von Eigenschaften und Lebenssituationen: Alte Menschen sind rüstig, klug, hinfällig, hilfsbedürftig, großzügig, weise, dankbar, unglücklich, schwierig, unausstehlich, gütig, vereinsamt, geizig, gesellig, verwirrt, geschäftstüchtig, interessiert, kompetent, überlegen, kleinlich, unbeweglich, aktiv, hilfsbereit, ohne Initiative, überaktiv, passiv, hektisch, korpulent, hager, egoistisch, schwerfällig oder begeisterungsfähig.
Langes Leben prägt Persönlichkeit Sie, die Jüngeren, begegnen alten Menschen. Oft sind es ausgeprägte Persönlichkeiten, die auf Sie interessant, anziehend oder unsympathisch wirken. Welche Erlebnisse und inneren Entwicklungen einen Menschen zu dem gemacht haben, wie er sich heute darstellt, das ist auch bei einer lange währenden Beziehung nur zu erahnen ( ▶ Abb. 1.1).
Ein Kind hat bereits zum Zeitpunkt des Schulbeginns eine Persönlichkeit, aber es gibt auch noch sehr viel Gemeinsames mit den Gleichaltrigen. Bei alten Menschen dagegen haben sich in ihrer lebenslangen Entwicklung die Unterschiede vergrößert und verfestigt, die sich bereits in ihrer Jugend angedeutet hatten. Ihre Erlebnisse und Erfahrungen haben sie zu dem gemacht, was sie heute sind. Hinter der alten Persönlichkeit die Erfahrungsschätze zu erkennen und etwas von den Schicksalsschlägen sowie den inneren und äußeren Kämpfen zu erfahren, kann eine Bereicherung für jüngere Menschen sein (Neulist 2005).
Abb. 1.1Biografie. Was ein alter Mensch an Lebensereignissen hinter sich hat, ist oft nur schwer vorstellbar.
(Foto: U. Pfäfflin, Thieme)
Fallbeispiel
Der Fahrkartenverkauf am Haltepunkt Heroldsberg wurde eingestellt und durch Automaten ersetzt. Inge Schell (87) versucht, am Automaten eine Fahrkarte zu erstehen. Sie ist eine halbe Stunde vor Abfahrt des Zuges am Bahnhof und studiert nun aufmerksam die Aufforderungen auf dem Display. Ein Junge zeigt ihr, dass sie die Felder auf dem Display berühren muss. Obwohl andere Bahnkunden, die auch den Automaten benutzen wollen, sie nervös machen, bewältigt sie nach und nach alle vorgegebenen Schritte. Ein wartender Herr zeigt ihr die Eingabeschlitze für das Geld; er und andere Wartende werden ungeduldig, gehen zu einem anderen Automaten. Als sie das Ausgabefach gefunden hat und schließlich die Karte in der Hand hält, sieht sie den Zug abfahren.
Damals – eine andere Welt Die vergangenen 100 Jahre sind eine Zeit rasanter Entwicklung gewesen. Der Lebensraum, in dem alte Menschen ihre Jugend verbracht haben, hat sich seither so stark verändert, dass der heutige Alltag in Mitteleuropa für viele von ihnen schwer zu verstehen ist ( ▶ Tab. 1.1).
Lernaufgabe
Stellen Sie sich eine Person vor, die 1920 geboren ist – wie könnte ihr Leben verlaufen sein? Benutzen Sie Ihr Wissen und Ihre Vorstellungen von den geschichtlichen Ereignissen, von Lebensstil und Denkweise in der Zeit von 1920 bis heute. Fragen Sie ältere Menschen danach. Was könnten diese Menschen im Alter von 10, 30, 50 usw. Jahren erlebt haben ( ▶ Tab. 1.1)?
Machen Sie Ihr Gedankenexperiment auch mit Personen, die 1935 und 1950 geboren sind!
Lernaufgabe
Testen Sie Ihr Wissen über alte Menschen! Halten Sie die folgenden Aussagen jeweils für richtig oder für falsch?
Die meisten alten Menschen fühlen sich krank.
Etwa die Hälfte der Personen, die 90 Jahre und älter sind, leidet an einem deutlichen geistigen Abbau (Demenz).
Der Alltag sehr alter Menschen besteht vorwiegend aus Inaktivität und Ausruhen.
Die meisten alten Menschen können nichts Neues mehr lernen.
Nur ganz wenige alte Menschen haben noch ausgeprägte Lebensziele.
Alte Menschen leben v. a. in der Vergangenheit.
Sehr viele alte Menschen haben keine vertraute Person mehr, mit der sie über Probleme sprechen können.
Sexualität ist für Menschen über 60 kein Thema mehr.
Auf das Alter bereitet man sich am besten durch die Anmeldung in einem guten Altenheim vor.
Die Mehrzahl der Personen, die 95 Jahre und älter sind, lebt in Heimen.
Überprüfen Sie Ihre Antworten zum Wissentest ▶ Alter: kein beliebtes Thema.
Fallbeispiel
Der Sessel von Frau Bauer ist an einigen Stellen durchgescheuert. Auch die Seitenlehnen sind wackelig geworden. Frau Bauer, die großen Wert auf Schönheit und Ordnung legt, bittet Altenpflegerin Ute, einen ähnlichen Sessel für sie zu kaufen. Ute findet einen einfarbig hellblauen Sessel, der gut zu Frau Bauers Einrichtung passt. „Für eine alte Dame?“ sagt die Verkäuferin, „da würde ich etwas Gedecktes nehmen. Hellblau ist zu empfindlich. Bei alten Menschen ist es doch immer schmuddelig.“
Tab. 1.1
Alltag vor 100 Jahren und heute.
Beispiele
vor 100 Jahren
heute
Foto: MEV
Fortbewegung
Fußmärsche über weite Strecken
das Auto für jedermann
moderne Verkehrssysteme
Kommunikation
Briefe und Telegramme als einzige Mittel der Verständigung von Menschen, die sich nahe stehen, aber entfernt voneinander leben.
elektronische Medien
PC-gestütztes Ordnen und Verarbeiten von Informationen
SMS, Handy, Facebook u. a.
Zimmertemperatur
im Winter täglich den Ofen heizen
oft in eine kalte Wohnung kommen
Eis auf dem Waschwasser
Zentralheizung
gut temperierte Räume
Bad und Toilette
Toilette auf der halben Treppe oder im Hof
Auf dem Land wird das Wasser zum Kochen, für die Körperpflege und für das Wäschewaschen von der Pumpe geholt.
immer warmes Wasser aus der Leitung
tägliches Duschen
3 Toiletten in einem Einfamilienhaus
In Raststätten und Hotels fließt Wasser automatisch auf elektronischen Impuls.
Gerüche
eine große Vielfalt von Gerüchen, Ausdünstungen von Tieren und Menschen, Waschküche, Bohnerwachs, Teer, aus verschiedenen Handwerksbetrieben
Hygiene, Sterilität, kosmetische Düfte, Autoabgase
Ernährung
Gegessen wurde, was die Natur in der Jahreszeit anbot.
Gemüse aus dem Garten, Beeren und Obst wurden selbst geerntet.
Vorratshaltung (Konservieren durch Einwecken, Trocknen, Marmelade kochen) bestimmte den Alltag einer Hausfrau im Herbst.
Das „Schlachtefest“ im Winter war einer der Höhepunkte des Jahres.
Hausfrauen standen jeden Tag mind. eine Stunde in der Küche, um die warme Mahlzeit zuzubereiten.
Fertiggerichte erleichtern die Ernährung – viele jüngere Frauen können kaum mehr kochen.
Vorratshaltung ist durch Tiefkühlkost kein Problem mehr.
Es ist nicht mehr erforderlich, selbst Vorräte zu halten, weil jederzeit alles in der Nähe zu kaufen ist.
Geräusche
oft Stille
Verkehrslärm, ununterbrochene „Beschallung“ durch Medien
Kaufverhalten/
selbst machen
Geringe Auswahl beim Kaufen – was angeschafft wurde, war „fürs Leben“.
Alle Güter waren teuer, das Geld knapp.
Es wurde weniger gekauft; was irgend möglich war, wurde selbst hergestellt (nähen, tischlern, klempnern, gärtnern, Brot backen).
Konsumvielfalt
schnelles Veralten und Neuanschaffen von Besitz
Waren sind billig, häufig gibt es „Schnäppchen“.
Shoppen als Freizeitvergnügen
Viele alte Kulturtechniken sind in Vergessenheit geraten.
Fürs „selbst machen“ reicht die Zeit nicht und ist nicht lebensnotwendig.
erdulden/Geduld
Vorstellung, dass man alles hinnehmen muss, wie es ist und wie es kommt.
Geduld und Ertragenkönnen waren wichtig.
Vorstellung, dass alles machbar ist.
Wer sich mit etwas abfindet, ist selbst schuld.
Religiosität
Zum Abendmahl/zur Messe im christlichen Gottesdienst ging man in schwarzer Kleidung, mit Beklemmung.
Kinder hatten dort nichts zu suchen.
Auch wenn Vergebung gepredigt wurde, war der strenge Gott stets gegenwärtig.
Am Abendmahl nimmt man ernst und zugleich freudig teil.
Kinder erleben die gottesdienstliche Gemeinschaft mit ihren Eltern zusammen.
In vielen ev. Gemeinden wird ihnen Brot und Traubensaft wie den Erwachsenen gereicht.
Sterben/Tod
War ein Angehöriger gestorben, so verabschiedete man sich von ihm: es wurde mehrere Tage Totenwache gehalten, zumindest in ländlichen Gebieten.
Ein Verstorbener wird so schnell wie möglich vom Bestattungsinstitut abgeholt und aus der Welt der Lebenden entfernt.
Vorurteile sind verbreitet und spielen auch beim Bild vom Alter eine Rolle. Durch Werbung, Fernsehsendungen und Zeitungsartikel werden Vorstellungen vom Alter vermittelt. Sie beeinflussen das Verhalten gegenüber alten Menschen. Aber oft entsprechen sie nicht der Wirklichkeit des Alters.
Definition
Ein Vorurteil ▶ (Vorurteile oder Stereotype) ist eine nicht sachlich begründete, dauerhafte, meist negative Einstellung gegenüber Personen oder Gruppen.
Klischees sind eingebürgerte Vorurteile mit feststehenden Vorstellungen; beim Stereotyp kommt hinzu, dass sie besonders innerhalb einer Gruppe vertreten werden. Die Begriffe Klischee und Stereotyp kommen aus dem Druckereigewerbe: Sie betonen das unveränderliche, formelhafte einer Vorstellung wie etwa bei einem Stempel.
Lernaufgabe
Überlegen Sie, welche Vorurteile und Klischees über alte Menschen Ihnen in Ihrer Umgebung begegnen. – Unterscheiden sich die Klischees vom Altenheimbewohner, vom allein lebenden alten Menschen, vom alten Menschen in familiärer Umgebung?
Früher gab es das Klischee vom alten weisen Menschen, der in allen Lebenslagen Rat und Hilfe weiß, oder das Bild von der gütigen Großmutter, die ihren Enkeln Geschichten erzählt. Heute sind gegensätzliche Klischees verbreitet. Wir kennen die negativen Stereotype vom Alter, wie krank und hässlich, arm, hinfällig, nicht anpassungsfähig oder eigensinnig. Auf der anderen Seite hat die Wirtschaft die alten Menschen als Kunden entdeckt – das fördert das Bild vom „jungen Alten“, der kompetent und selbstbestimmt, kreativ und dynamisch, von einer gewissen Wohlhabenheit ist und gut aussieht.
Fallbeispiel
Herr Bolte widmete sein ganzes Interesse und die gesamte Energie seinem Beruf als Verwaltungsbeamter. In seiner Familie und im Umfeld gilt der Übergang in den Ruhestand als Ende des aktiven Lebens. So sieht er den Tag der Pensionierung mit Bangen herankommen. Als es dann soweit ist, sucht er sich zwar Beschäftigung in Haus und Garten, lehnt aber ab, als er gebeten wird, im Schrebergartenverein eine Aufgabe zu übernehmen. Beschwerden mit den Hüften sind für ihn ein Vorwand, sich aus seiner Kegelgruppe zurückzuziehen.
Merke
Ein Problem sind stereotype Vorstellungen vom Alter auch deshalb, weil sich Menschen häufig so fühlen und verhalten, wie es von ihnen erwartet wird. Stereotype beeinflussen das Selbstbild und das tatsächliche Verhalten alter Menschen (Baltes 1997).
In privaten Gesprächen kann man bemerken, dass das Thema Alter, sobald es jemanden selbst betrifft, möglichst vermieden wird. Der Frage, wie man sich den eigenen Ruhestand vorstellt, weicht man aus. Alter und Altern sind für viele Menschen keine beliebten Themen; es wird in unserer Gesellschaft lieber die jugendlich strahlende, leistungsfähige Seite hervorgekehrt. Gegenüber diesem „Jugendwahn“ wird die Realität des Alterns als Bedrohung oder Verunsicherung empfunden – sie erinnert Jüngere daran, dass auch sie unweigerlich älter werden. Besonders dann wird mit Abwehr reagiert, wenn ein alter Mensch in seiner Orientierung gestört oder verwirrt ist. Das wird als peinlich empfunden und löst Verlegenheit aus.
