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Ulli Soak feiert das Leben: mit der Ode an das Nussbrot, den Erdbeeren gegen den Hass, germanischen Runen zur Vertreibung des Winterdepris oder der gemütlichen Pflege des weihnachtlichen Schmerbauchs. Zu jeder Jahreszeit gibt es kleine, alltägliche Dinge zu feiern, die das Leben lebenswert machen. Feiern Sie mit!
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 23
Veröffentlichungsjahr: 2024
Inhalt
Vorneweg noch ditt und datt
Ouvertüre: Der diabolische Schreibtisch
Frühling & Kiki
Ran an den Spaten!
Frühlingsvibration
Der Status
Ohne Tamm-Tamm
Ostergedanken oder: Ich bin nicht tot!
Zeit für Stabreim: Frühlingsspruch zur Vertreibung des Winterdepris
Kastanienblüte in der Betonklotzstraße
Sommer & Kokolores
Der Staubsauger-Garten
Goldener Sommerfrieden
Ode an die kapitalistische Frühkartoffel
Machtwort an meinen abendlichen Schatten am Meer
Zeit für Stabreim: Bannspruch für mitteilungsbedürftige Kollegen vor dem Urlaub
Meine eigene Autobahn
Lebendiges römisches Mosaik
Frenetischer Applaus für mich
Latschen gegen den Stress
Erdbeeren gegen den Hass
Herbst & Dünnes
Fetter Herbstwind
Schackernder Herbstmond
Nordwald-Klangmalerei
Die Ballade von der Wanderung der Bücher
Herbstspaziergang ohne Gesabbel
Offene Tage
Ode an das Nussbrot
Ödchen an das Nussbrötchen
Zeit für Stabreim: Liebeszauber in der Anderen Welt
Winter, Weihnachten & Mumpitz
Das weiße Geschenk des Himmels
Heimkehr vom Weihnachtsgottesdienst
Mei Linglöckchen
Zeit für Stabreim: Bannspruch für depressive Wintergedanken
Wer bin ich?
Gemüse ziehen
Die guten Vorsätze sind passé
Ein Winterwochenende als Gedicht
Winterrat der Tauben
Einsame Winternasen
Beschluss für kalte Wintertage
Danke
Vorneweg noch ditt und datt
Geehrtes Lesepublikum!
Stellen Sie sich ein Marmeladenglas vor, soeben zugeschraubt, noch warm, voller frisch gekochter Erdbeermarmelade. Der Duft wabert freundlich durch den Raum.
Die Erdbeeren wurden gepflanzt, gehackt, gegossen, von Unkraut befreit, im Sommer geerntet, gewaschen, die Stiele mühsam abgepult. Anschließend wurden sie geschnitten und mit viel Zucker zu Marmelade verkocht, zum Schluss noch das Etikett draufgeklebt: „Mit Liebe gemacht“ oder sowas steht drauf. Dieses Buch hier ist meine Erdbeermarmelade für Sie.
Über viele Monate habe ich meine Gedanken beobachtet, das Beobachtete zusammengereimt, bearbeitet, verworfen, neu geschrieben, mit viel Amore und ein wenig Kiki.
Sie wissen nicht, was Kiki ist?
Kokolores, Dünnes, Spaß.
Kiki nennt man das in der Altmark.
Da komme ich her. Doch das nur nebenbei. Aber noch etwas anderes:
Sie treffen beim Lesen hin und wieder auf Ihnen vielleicht unbekannte Zeichen.
Eventuell erkennen Sie sie auch: Es sind die alten Schriftzeichen der Germanen, die Runen.
Ursprünglich wurden die Runen zur Niederschrift von Zauber- oder Segenssprüchen verwendet. Es ging dabei um den Schutz auf einer Reise, die Genesung bei Krankheit, die Liebe oder die Haltbarkeit der Ehe.
Die kunstvolle Tradition, kurze Segenssprüche über den Haustüren oder auf Alltagsgegenständen anzubringen, erzählt noch heute davon.
Es gibt jedoch seit dem 20. Jahrhundert Personen, die die Runen für ihre brutalen und zerstörerischen Ansichten und Zwecke missbraucht haben und bis heute missbrauchen. Das kann ich so nicht akzeptieren.
Mithilfe der Runen wurde, so wie ich es verstehe, viel Gutes bewirkt: Ängste wurden gelindert, Mut gemacht für schwierige Aufgaben, der Liebe wurde Raum gegeben.
Aus den Runen gingen die Buchstaben hervor, mit deren Hilfe viele, viele Bücher das Licht der Welt erblickten – eines davon halten Sie in den Händen.