Amy 1 - Van Shadow - E-Book

Amy 1 E-Book

Van Shadow

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Beschreibung

Die ist das erste Buch aus der Amy Reihe. Amy ist eine schüchterne sechzehn jährige und Schülerin an einem Kunstinternat. Ihr Leben verlief ohne Probleme, trotz ihres Geheimnisses. Als ihr etwas Wichtiges abhandenkommt, gerät einfach alles aus den Fugen und ihr Leben versinkt in Chaos.

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Veröffentlichungsjahr: 2024

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Amy
Van Shadow
Copyright © 2022 René Lutzky
Alle Rechte vorbehaltenDie in diesem Buch geschilderten Personen und Ereignisse sind fiktiv. Jegliche Ähnlichkeit mit realen lebenden oder toten Personen ist zufällig und vom Autor nicht beabsichtigt.Kein Teil dieses Buches darf ohne ausdrückliche schriftliche Genehmigung des Herausgebers in irgendeiner Form oder mit irgendwelchen Mitteln - elektronisch, mechanisch, durch Fotokopie, Aufzeichnung oder auf andere Weise - reproduziert oder in einem Datenabrufsystem gespeichert oder übertragen werden.Umschlagdesign von: Van ShadowUmschlagfoto: Katrin Kohls
Contents
Title Page
Copyright
I
II
III
IV
V
VI
VII
VIII
IX
X
XI
XII
XIII
XIV
XV
XVI
XVII
Books By This Author
I
Stellt euch ein Mädchen vor, ein normales Mädchen wie man sie kennt eben, nur mit dem Unterschied, dass sie ein Geheimnis hat, welches Geheimnis das ist, das möchte ich euch erzählen. Ich erzähle euch die Geschichte von Amy, Amy, dem Mädchen mit dem Geheimnis. Amy geht auf ein Internat, man könnte sagen es ist eine Kunstschule, ja ich denke, das trifft es am besten, sie ist etwas schüchtern, aber das sind, glaube ich, viele Mädchen in ihrem Alter. Sie ist 16 Jahre alt, und die meisten von euch werden dieses Alter sehr gut kennen. Es ist ein komisches Alter, man steht kurz vor dem Erwachsen sein. Man fühlt sich auch schon sehr erwachsen, aber die Eltern und andere Erwachsene wollen einen noch nicht so recht wie einen Erwachsenen behandeln. So geht es auch Amy, sie hat es nicht leicht, wie so viele andere in diesem Alter. Was kann ich euch noch über Amy erzählen? Nun ja, am besten ist, ihr seht selbst.
Es war früher Morgen, ein Montagmorgen und das bedeutete, es war Zeit für den Unterricht im Internat. Doch noch lag Amy in ihrem Bett und schlief. Doch die Uhr tickte unaufhörlich, bis sie umsprang, der Wecker sechs Uhr fünfundvierzig anzeigte und das Radio begann Musik zu spielen. Da erwachte auch Amy langsam. Sie drehte sich in ihrem Bett und tastete sich langsam vor in Richtung des Weckers und nahm den, nicht allzu großen, Wecker in die Hand, um noch völlig schlaftrunken darauf zu schauen. Sie ließ ihn beinahe wieder fallen, als sich in ihr der Gedanke an die Schule breit machte.
„AMYYYY, AUFSTEHEN SÜßE, DAS FRÜHSTÜCK IST FERTIG.“ Hört sie ihre Mutter von unten rufen.
Ihre Mutter machte ihr immer ein Frühstück, zumindest wenn Amy zu Hause war und nicht im Internat schlief. Amy aber zog noch einmal ihre Decke bis unter die Nase und atmete tief ein und dann wieder aus, bevor sie die Decke langsam zur Seite schob, um sich auf den Rand des Bettes zu setzen. Sie gähnte und streckte sich, wodurch ihr schwarzes Shirt, mit dem Aufdruck ihrer Lieblingsband, ein Stück nach oben gezogen wurde und so ein leichtes Kitzeln am Bauch verursachte. Als sie aufstand, zog sie ihre hellblaue Boxershorts, welche sie gern zum Schlafen trug, da sie so bequem waren, wieder zurecht und schlenderte zur Zimmertür, um diese mit einem erneuten Gähnen zu öffnen. Nur kurz über den Flur und ins Bad zur Morgentoilette, Zähneputzen und das übliche.
„AMY SCHATZ. KOMMST DU RUNTER?“ Ist die Mutter erneut zu hören und mit einem Mund voller Zahnpasta Schaum antwortete Amy:
“JA MAMA, ICH KOMME GLEICH.“
Sie spülte sich den Mund aus, trocknete sich ab und knipste dann das Licht im Bad wieder aus, um über die Treppe nach unten zu ihrer Mutter zu gelangen.
„Guten Morgen, mein Schatz.“ Lächelt ihre Mutter und gab ihr einen Kuss auf die Stirn. „Setz dich, ich bringe dir dein Frühstück gleich.“
Auch Amy lächelte, selbst wenn es für sie immer ein wenig gequält war, aber ihre Mutter bemerkte es nicht und es war ja auch nie böse gemeint. So ging sie hinüber zum Esstisch und setzte sich. Einzelne Seiten der gestrigen Tageszeitung lagen ein wenig verstreut auf dem Tisch, der Wirtschaftsteil, ein Teil vom Wetterbericht und die ein oder andere Schlagzeile lugte auch noch hervor, aber all das waren Dinge, mit denen sie sich eher weniger beschäftigte.
„Hier bitte, lass es dir schmecken“
Ihre Mutter stellte einen Teller mit Eiern, Toast und Speck vor Amy hin und streichelte ihr noch den Kopf, bevor sie wieder in die Küche ging.
„Ich habe dir noch Geld auf die Kommode gelegt fürs Mittagessen in der Mensa.“
„Danke Mama!" Erwiderte Amy und begann damit, ihr Frühstück zu verspeisen.
Sie aß nicht alles auf, ein wenig vom Toast und Speck blieb übrig. Sie stellte den Teller mit den Resten in die Küche.
„Ich zieh’ mich an.“ Sagte sie, bevor sie mit diesen Worten die Treppe wieder nach oben und in ihrem Zimmer verschwand.
Sie ging an die Schubladen, zog sie auf und überlegt einen Moment. Sie tippte sich dabei an die Unterlippe. Anschließend zog sie ein violettes Shirt und ein rotes Höschen aus dem Schrank und warf diese aufs Bett, um direkt die nächste Schublade zu öffnen. Sie hielt Ausschau nach einer passenden Hose. Lange muss sie nicht überlegen, bevor sie ins Schubfach griff und eine blaue, etwas ausgewaschene Jeans hervorholte und einen kurzen Augenblick lächelte. Dann schloss das Schubfach wieder, um sich anzuziehen. Nachdem sie sich bekleidet hatte, ging sie ein paar Schritte hinüber zum Spiegel. Dort prüfte sie, ob die Sachen richtig saßen, um sich anschließend noch ihre mittellangen braunen Haare zurecht zu streichen, bevor sie die restlichen Schulsachen vom Schreibtisch klaubte und in ihre Tasche beförderte. Gerade als sie zur Tür rauswollte, hielt sie kurz inne und drehte sich um, ging zum Bett und griff sich ihr Skizzenbuch. Jenes Skizzenbuch hatte sie immer dabei. Egal wo sie hinging, es war immer in ihrer Tasche. Wenn man sie danach fragte, sagt sie, dass man ja nie wissen könne, ob es etwas Schönes gibt, das man zumindest in einer Skizze festhalten könnte. Unten an der Treppe befand sich die Kommode, die ihre Mutter angesprochen hatte, sie nahm das Geld, steckt es ein und ging noch einmal zu ihrer Mutter, um sich zu verabschieden.
II
Das Licht schien auf ihr Skizzenbuch, als der Bus um die letzte Ecke bog, Amy den Kopf hochnahm und das Gelände des Internats erblickte. Die vielen Schüler, die in Grüppchen zusammensaßen, die Fahne, die sich heute, wegen des fehlenden Windes, kaum bewegte und sogar vereinzelte Dozenten, die im Begriff waren, das Schulgebäude zu betreten. Aber weswegen sie wirklich ihren Kopf gehoben hatte, das hat sie noch nie jemandem verraten, es war ihr zu peinlich. Würde sie es jemandem erzählen, würde man sie ja nur auslachen oder vielleicht noch schlimmeres, sie verspotten, wohl möglich. Zumindest dachte sie das immer, wenn sie aus dem Busfenster sah und ein wenig hoffte.Der Bus stoppte und die meisten der Insassen stiegen aus, da sie wie Amy Schüler in dieser Einrichtung waren. Jetzt könnte man denken, dass Amy schnurstracks zu einer der Gruppen gehen würde. Doch war es so, dass Amy nicht eine dieser Mädchen war, die überaus beliebt waren, nein es war eher so, dass sie nur eine Handvoll Freunde hatte und ihre schüchterne Art machte es nicht unbedingt einfacher.Auf dem Weg hin zu den Unterkünften musste sie immer an einzelnen Gruppen von anderen Schülern vorbei und eigentlich störte sie das auch nicht, zumindest so lange nicht, wie dieses eine Mädchen sich dort nicht aufhielt. Heute war aber wieder so ein Tag. Dieses Mädchen saß mit ihren Freunden auf einer Bank, sie warteten im Grunde auch nur darauf, dass der Unterricht begann, aber Amy ging immer schnellen Fußes an ihnen vorbei. Sie bemühte sich auch nicht hinüberzusehen, auch wenn der Drang danach ziemlich groß gewesen ist.Als sie es geschafft hatte und ein paar Schritte weiter war, konnte sie spüren, wie ihr Herz langsamer wurde. Wann immer, sie an ihnen vorbeiging, ja sogar eigentlich immer dann, wenn sie dieses andere Mädchen sah, pochte ihr Herz wie wild. Amy beschrieb es gerne mit den Worten, dass es sich so anfühlte, als würde ihr Herz gleich aus ihrer Brust springen. Manchmal hatte sie sogar ein bisschen Angst, dass man sehen könnte, wie sehr ihr Herz schlug und auch wenn sie wusste, dass es unrealistisch war, verdeckte sie in solchen Situationen hin und wieder ihre Brust. Einfach, um auf Nummer sicher zu gehen.Ihr Herz hatte sich also wieder beruhigt und es waren auch nur noch ein paar Meter bis zu den Unterkünften, als sie merkte, dass Michael ihr folgte und versuchte sie einzuholen. Er winkte schon aus der Entfernung mit den CDs, von denen er noch letzte Woche geredet hatte, die er ihr unbedingt geben wollte. Also blieb sie stehen und wartete auf ihn, er beeilte sich sogar extra, als er sah, dass sie extra auf ihn wartete.
„Hi Amy, hier schau’ ich hab die CDs für dich, die Musik ist so gut, ich hab sie extra für dich rausgesucht, hoffentlich gefällt sie dir.“ Sagte er ein klein wenig außer Atem, aber mit einem breiten Grinsen im Gesicht.
„Danke, ich hör’ sie mir nach der Schule gleich mal an.“ Entgegnete sie ihm und ließ ein leichtes und kurzes Lächeln über ihre Wangen huschen.
„Ich muss aber erstmal meine Sachen wegbringen, vielleicht treffen wir uns ja später.“
Kaum hatte sie das gesagt, bereute sie es ein bisschen, da sie das Gefühl hatte, ihm irgendwelche Hoffnungen zu machen, worauf auch immer, aber das Gefühl war da und es bestätigte sich, als er ihr freudestrahlend antwortete.
„Oh ja, das wäre cool, da würde ich mich freuen. Aber geh erst mal, ich will dich nicht aufhalten.“
Er schenkte ihr noch ein Lächeln zum Abschied und sah zu, wie Amy in den Unterkünften verschwand.
„Er ist ja schon ein netter Typ, aber manchmal etwas aufdringlich. Er meint es sicher nicht böse, es ist einfach seine Art, vielleicht sollte ich mich wirklich nachher noch kurz mit ihm treffen, es kann ja nicht schaden.“ Dachte sie bei sich und schloss ihr Internatszimmer auf und schlüpfte durch die Tür, nur um sich dann dagegen zu lehnen, während sie ins Schloss drückte.
Einen kurzen Moment dachte sie an die Gruppe mit dem Mädchen, aber als sie sich dabei ertappte, schüttelte sie diesen Gedanken schnell wieder ab und lud ihre Tasche auf dem Bett ab. Mit Blick auf den Plan wusste sie, welche Unterrichtsmaterialien sie fürs Erste benötigte, weshalb sie diese behände zusammensuchte und in eine kleinere Tasche beförderte, ohne dabei ihr Skizzenbuch zu vergessen.Wieder draußen und auf dem Weg zum Schulgebäude bereitete sie sich schon darauf vor, erneut an dem Mädchen und ihrer Gruppe vorbeizugehen zu müssen, doch als sie in Sichtweite der Bank war, stellte sie fest, dass sie leer war. Im ersten Augenblick überkam sie ein Gefühl der Enttäuschung, aus irgendeinem Grunde fand sie es schade, dass sie schon weg waren, allerdings machte sich kurz darauf ein bekanntes Gefühl in ihr breit. Sie war erleichtert.Erleichtert darüber, dass sie nicht wieder darum kämpfen musste, ihren Blick gerade zu halten, darüber nicht ihre Brust zu verdecken, auch wenn es irgendwie unsinnig war, aber auch darüber, dass ihr Herz nicht wieder wie wild anfangen würde zu schlagen.
Erschrocken darüber, dass soeben das Signal zum Unterricht ertönte, legte sie einen Schritt zu und hastete ins Gebäude und über den Flur.Vorbei an den anderen aus ihrem Kurs und geradewegs auf ihren Platz. Sie mochte es einfach nicht, wenn sie sich verspätete.
---ENDE DER LESEPROBE---