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Beschreibung

Angsterkrankungen zählen zu den häufigsten psychiatrischen Erkrankungen. Sie werden oft erst spät erkannt, sind jedoch gut behandelbar. Dieses interdisziplinäre, praxisorientierte Werk vermittelt psychologische und neurobiologische Grundlagen von Angstverhalten und -erkrankungen. Es beschreibt spezielle Aspekte der Diagnose und Therapie und stellt zukunftsweisende Forschungsansätze sowie die Behandlung von Angststörungen durch verschiedene Verfahren umfassend dar. Themen sind u.a.: Diagnostik, Epidemiologie und Genetik von Angststörungen, human-elektrophysiologische Messmethoden der Angst, Veränderungsmechanismen von Angst- und Furchtnetzwerken, Pharmakotherapie, verhaltenstherapeutische, kognitive und psychodynamische Therapie, Therapie bei Kindern und Jugendlichen.

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Seitenzahl: 536

Veröffentlichungsjahr: 2012

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Angsterkrankungen zählen zu den häufigsten psychiatrischen Erkrankungen. Sie werden oft erst spät erkannt, sind jedoch gut behandelbar. Dieses interdisziplinäre, praxisorientierte Werk vermittelt psychologische und neurobiologische Grundlagen von Angstverhalten und -erkrankungen. Es beschreibt spezielle Aspekte der Diagnose und Therapie und stellt zukunftsweisende Forschungsansätze sowie die Behandlung von Angststörungen durch verschiedene Verfahren umfassend dar. Themen sind u.a.: Diagnostik, Epidemiologie und Genetik von Angststörungen, human-elektrophysiologische Messmethoden der Angst, Veränderungsmechanismen von Angst- und Furchtnetzwerken, Pharmakotherapie, verhaltenstherapeutische, kognitive und psychodynamische Therapie, Therapie bei Kindern und Jugendlichen.

Prof. Dr. Rainer Rupprecht, Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Regensburg am Bezirksklinikum, Max-Planck-Fellow am Max-Planck-Institut für Psychiatrie. Leitung einer translational ausgerichteten Forschungsgruppe zur Neurobiologie von Depressionen und Angststörungen. Prof. Dr. Michael Kellner, Arbeitsbereichsleiter Angstspektrumsstörungen an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf. Leitung einer Forschungsgruppe zur Neurobiologie und Therapie von Stress- und Angsterkrankungen.

Rainer Rupprecht, Michael Kellner (Hrsg.)

Angststörungen

Klinik, Forschung, Therapie

Verlag W. Kohlhammer

Wichtiger Hinweis

Pharmakologische Daten verändern sich fortlaufend durch klinische Erfahrung, pharmakologische Forschung und Änderung von Produktionsverfahren. Verlag und Autor haben große Sorgfalt darauf gelegt, dass alle in diesem Buch gemachten Angaben dem derzeitigen Wissensstand entsprechen. Eine Gewährleistung können Verlag und Autor hierfür jedoch nicht übernehmen. Daher ist jeder Benutzer angehalten, die gemachten Angaben, insbesondere in Hinsicht auf Arzneimittelnamen, enthaltene Wirkstoffe, spezifische Anwendungsbereiche und Dosierungen anhand des Medikamentenbeipackzettels und der entsprechenden Fachinformationen zu überprüfen und in eigener Verantwortung im Bereich der Patientenversorgung zu handeln. Aufgrund der Auswahl häufig angewendeter Arzneimittel besteht kein Anspruch auf Vollständigkeit.

Dieses Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwendung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechts ist ohne Zustimmung des Verlags unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und für die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.

Die Wiedergabe von Warenbezeichnungen, Handelsnamen und sonstigen Kennzeichen in diesem Buch berechtigt nicht zu der Annahme, dass diese von jedermann frei benutzt werden dürfen. Vielmehr kann es sich auch dann um eingetragene Warenzeichen oder sonstige geschützte Kennzeichen handeln, wenn sie nicht eigens als solche gekennzeichnet sind.

Es konnten nicht alle Rechtsinhaber von Abbildungen ermittelt werden. Sollte dem Verlag gegenüber der Nachweis der Rechtsinhaberschaft geführt werden, wird das branchenübliche Honorar nachträglich gezahlt.

1. Auflage 2012 Alle Rechte vorbehalten © 2012 W. Kohlhammer GmbH Stuttgart Umschlag: Gestaltungskonzept Peter Horlacher Umschlagabbildung: © www.fotolia.de – Kurt Tutschek Gesamtherstellung: W. Kohlhammer Druckerei GmbH + Co. KG, Stuttgart Printed in Germany

Print: 978-3-17-021085-1

E-Book-Formate

pdf:

978-3-17-023565-6

epub:

978-3-17-027416-7

mobi:

978-3-17-027417-4

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1 Wie die Psychiatrie auszog, das Fürchten zu lernen Psychiatriehistorische Anmerkungen zum Konzept der AngststörungenMatthias M. Weberv

2 Diagnostische Einteilung von AngststörungenAndrea Dlugos und Peter Zwanzger

3 Epidemiologie: Häufigkeit, Verlauf, KomorbiditätKatja Beesdo-Baum und Susanne Knappe

4 Angst und Furcht im TiermodellCarsten T. Wotjak

5 Genetik von AngststörungenKatharina Domschke, Christian Jacob, Agnes Gajewska, Bodo Warrings und Jürgen Deckert

6 Von Gänsehaut und Zähneklappern – Neue human-elektrophysiologische Messmethoden der AngstKim Hinkelmann, Klaus Wiedemann und Michael Kellner

7 Humanexperimentelle PanikparadigmenDaniela Eser-Valeri und Rainer Rupprecht

8 Mechanismen der Veränderung von Angst- und FurchtnetzwerkenAlfons O. Hamm

9 Neue Ansätze in der pharmakologischen AngstbehandlungJens Plag, Anja Siegmund und Andreas Ströhle

10 Pharmakotherapie der AngststörungenBorwin Bandelow

11 Verhaltenstherapeutische und kognitive Psychotherapie von AngststörungenGeorg W. Alpers

12 Psychodynamische Therapie von AngststörungenManfred E. Beutel, Jörg Wiltink und Claudia Subic-Wrana

13 Angststörungen – Therapie bei Kindern und JugendlichenMichael Simons und Beate Herpertz-Dahlmann

Autorinnen und Autoren

Vorwort

Angststörungen gehören zu den häufigsten psychiatrischen Erkrankungen, die leider oft erst nach längerem Verlauf als solche erkannt werden, doch erfolgversprechend medikamentös und/oder psychotherapeutisch behandelbar sind. Durch intensive Forschungsanstrengungen ist der Kenntnisstand über die Grundlagen von Angststörungen beträchtlich angewachsen. Daraus resultieren neben einem verbesserten Verständnis von Pathomechanismen auch potenziell innovative, derzeit noch experimentelle Therapieansätze.

Für das vorliegende Werk konnten wir zahlreiche international anerkannte deutschsprachige Experten auf dem Gebiet der Angstforschung zur Mitarbeit gewinnen. Für deren Engagement beim Zustandekommen dieses Bandes bedanken wir uns als Herausgeber bei ihnen aufs Herzlichste.

Nach einführenden Kapiteln über die Diagnostik und Frequenz von Angststörungen werden zunächst einige zukunftsweisende Aspekte der Angstforschung dargestellt, mit besonderer Betonung von humanexperimentellen Forschungsansätzen. Danach folgen Beiträge zum State-of-the-Art der Behandlung von Angststörungen mittels verschiedener etablierter biologischer und psychotherapeutischer Therapieverfahren.

Der klinisch-diagnostische Teil wird durch den Beitrag von M. Weber eingeleitet und stellt aus medizinhistorischer Sicht die Entwicklung einer spezifischen Taxonomie der Angststörungen unter Berücksichtigung gesellschaftlicher Einflussfaktoren dar. Anschließend werden von P. Zwanzger und A. Dlugos die aktuell gültigen Diagnosekriterien und die Möglichkeiten einer psychometrischen Quantifizierung klinisch relevanter Angstsymptomatik skizziert. Anhand epidemiologischer Untersuchungsergebnisse geben K. Beesdo-Baum und S. Knappe einen Überblick über die Häufigkeit von Angststörungen in der Bevölkerung, ihren oft chronischen Verlauf sowie die deutliche Neigung zum Auftreten komorbider Störungen.

Die zahlreichen präklinischen Modelle für Aspekte von Angststörungen werden im Folgenden kritisch von C. Wotjak diskutiert. K. Domschke, J. Deckert und Mitarbeiter stellen den enorm zunehmenden genetischen und funktionell-hirnanatomischen Wissensstand zum Angstverhalten beim Menschen dar. Psychophysiologische Forschungsverfahren, u. a. zur neuartigen validen Messung der minischen Muskelaktivität, schildern K. Hinkelmann, K. Wiedemann und M. Kellner. Im Anschluss daran diskutieren D. Eser-Valeri und R. Rupprecht die Möglichkeiten und Relevanz humanexperimenteller Angstmodelle, insbesondere zur Panikprovokation. Den Forschungsteil beenden die Beiträge von A. Hamm über Bedeutung von Furchtnetzwerken für Angststörungen sowie von J. Plag, A. Siegmund und A. Ströhle über verschiedene in Entwicklung befindliche neuartige pharmakologische Therapieverfahren.

Das derzeitige empirische Wissen zur psychopharmakologischen Therapie fasst B. Bandelow unter Berücksichtigung der praktischen Anwenderperspektive zusammen. G. Alpers gibt einen Überblick über verschiedene effektive verhaltenstherapeutische und kognitive Psychotherapieansätze. Entsprechende psychodynamische Behandlungsverfahren mit empirisch erwiesener Wirksamkeit werden von M. Beutel, J. Wiltink und C. Subic-Wrana dargestellt und kritisch beleuchtet. M. Simons und B. Herpertz-Dahlmann schließen den Überblick über Therapieverfahren mit Aspekten der Besonderheiten bei betroffenen Kindern und Jugendlichen ab.

Wir hoffen, mit diesem multidisziplinären Einblick in zahlreiche wichtige aktuelle Aspekte von Klinik, Forschung und Therapie der Angststörungen eine informative, anregende und griffige Übersicht zu geben, insbesondere für Ärzte und Medizinstudenten, Psychologen und Psychologiestudenten sowie auch für interessierte medizinisch und psychologisch Vorgebildete.

Prof. Dr. R. Rupprecht (Regensburg)

Prof. Dr. M. Kellner (Hamburg)

1 Wie die Psychiatrie auszog, das Fürchten zu lernenPsychiatriehistorische Anmerkungen zum Konzept der Angststörungen

Matthias M. Weber

Als Frau Irene die Treppe von der Wohnung ihres Geliebten hinabstieg, packte sie mit einem Male wieder jene sinnlose Angst. Ein schwarzer Kreisel surrte plötzlich vor ihren Augen, die froren zu entsetzlicher Starre, und hastig mußte sie sich am Geländer festhalten, um nicht jählings nach vorne zu fallen.

Stefan Zweig, »Angst«, um 1910 (Zweig 1995, S. 9)

1.1 Die psychiatrische Nosologie der Angststörungen als modernes Phänomen

Die seit Anfang der 1990er Jahre international gebräuchlichste psychiatrische Nosologie, die ICD-10, enthält im Kapitel F4mindestens 12 Kategorien, die üblicherweise unter dem Begriff der Angststörungen subsumiert werden, wobei je nach Zählweise und Interpretation der diagnostischen Kriterien auch noch weitere Krankheitsentitäten in anderen Abschnitten hinzugerechnet werden können (ICD-10 1991). Etwa 100 Jahre davor publizierte ein Wiener Nervenarzt, der bis dahin nur in Fachkreisen durch neurophysiologische Arbeiten hervorgetreten war, eine Abhandlung über pathologische Angst, die allgemein Anklang fand und erheblich zu seiner seitdem rasch wachsenden Bekanntheit beitrug. Der heute etwas umständlich wirkende Titel, den Sigmund Freud 1894 gewählt hatte – »Über die Berechtigung von der Neurasthenie einen bestimmten Symptomenkomplex als ›Angstneurose‹ abzutrennen« (Freud 1952) – weist darauf hin, dass diese damals neue Krankheitsentität durch eine nosologische und ätiologische Differenzierung aus bereits gängigen Störungsbildern entstanden war. Geht man nochmals 100 Jahre weiter zurück, an die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert, dann fällt in der Fachliteratur der sich in diesem Zeitraum als medizinische Disziplin konstituierenden Psychiatrie auf, dass darin Angst als eigenständiges nosologisches oder klinisches Problem kaum vorkommt. Der in Münster wirkende Nervenarzt Alexander Haindorf erwähnte etwa in seinem psychiatrischen Lehrbuch von 1811 im Kapitel über Gemütskrankheiten das Empfinden von Angst nur beiläufig als »Vorspiel« der Verzweiflung und des Entsetzens (Haindorf 1811, S. 153).

Bereits diese kursorische Betrachtung zeigt, dass die Medizin erst im Verlauf des 19. Jahrhunderts krankhafte Ängste in wachsender Anzahl definierte und die dabei entstandenen nosologischen Entitäten zunehmend detailliert beschrieb. Vorher wurden Angstsymptome im Sinne der über Jahrhunderte vorherrschenden Humoralpathologie entweder als Ausdruck körperlicher Erkrankungen oder der Melancholie bzw. Depression aufgefasst, wie z. B. auch in Robert Burtons 1621 publizierter Monografie »Anatomy of Melancholy« (Stone 2002, S. 4). Die wissenschaftliche Psychologie beschäftigt sich ihrer eigenen Beurteilung nach zudem erst seit etwa 1950 in größerem Umfang mit Angst (Arnold et al. 1971, S. 101; Spiegelberger 1966). Diese Modernität des Konzepts unterscheidet die Angststörungen von psychischen Krankheiten wie etwa der Manie, der Melancholie oder dem »Wahnsinn«, die seit der Antike zum tradierten Kanon der abendländischen Medizin gehörten (Leibbrand 1961, S. 32–59). Daraus darf allerdings nicht geschlossen werden, dass vor Freuds Begriffsschöpfung der »Angstneurose« keine Patienten mit jenen Symptomen existierten, die heute als Angststörungen zu klassifizieren wären. Vielmehr stellt sich aus psychiatriehistorischer Sicht die Frage, welchen anderen medizinischen Kategorien derartige Symptome vor der Beschreibung von Angsterkrankungen zugeordnet wurden, und welche Umstände dazu führten, sie als eigenständige psychiatrische Störungen zu konzeptualisieren.

Hinzu kommt, dass die psychiatrische Nosologie allgemein einem ständigen Wandel unterliegt und schon infolge der Veränderungen in den Grundlagenwissenschaften niemals abgeschlossen sein wird. Aufgrund dieser medizinhistorischen Erfahrungstatsache kann die heute angewandte Klassifikation der Angsterkrankungen sicherlich keine definitive Gültigkeit beanspruchen (Koehler 1986). Derzeit stehen sich Tendenzen zur weiteren Vermehrung der Krankheitsentitäten einerseits und eine grundsätzliche Kritik am heuristisch-neurobiologischen Wert der Nosologie andererseits gegenüber (Gründer 2008). Die nachfolgenden Überlegungen wollen einige medizingeschichtliche Aspekte aufzeigen, die zum Verständnis der aktuellen Forschungsansätze über Angsterkrankungen beitragen, wobei weder eine vollständige noch eine in jeder Hinsicht ausgewogene Darstellung angestrebt werden kann. Auch dies ist nicht zuletzt der Tatsache geschuldet, dass das Konzept der Angststörungen, wie z. B. der Persönlichkeitsstörungen oder der Essstörungen, ein relativ modernes Phänomen darstellt und der diesbezügliche psychiatriegeschichtliche Kenntnisstand noch viele Lücken aufweist. Die vor etwa 150 Jahren einsetzende Entwicklung dieses psychiatrischen Forschungsgebiets zeichnet sich außerdem, wie auch die Abgrenzung der Angsterkrankungen häufig selbst, durch eine ausgesprochene Unübersichtlichkeit aus (Berrios 1997, S. 263; Berrios 1998), was sowohl die Darstellung der Krankheitskonzepte als auch ihre historische Interpretation erschwert.

1.2 Angst und »Nervosität« als Merkmal des bürgerlichen Zeitalters

Die Tatsache, dass Angst als Krankheit zu einem Thema der Medizin wurde, kann nicht allein aus den wissenschaftlichen und klinischen Fragestellungen der Psychiatrie selbst heraus verstanden werden, sondern nur vor dem Hintergrund der prägenden philosophischen, sozialen und politischen Zeitströmungen des 19. Jahrhunderts. Selbstverständlich gehört der Angstaffekt als »lebensnotwendige Reaktion und Erfahrung« zur »Bewältigung realer oder vorgestellter Bedrohungen« (Strian 1995, S. 7) seit jeher zur menschlichen Existenz. Die subjektive Empfindung von Angst war jedoch über Jahrhunderte eingebettet in eine letztlich positive Grundhaltung gegenüber der Welt, wobei sich dies im Natur- und Menschenbild der antiken Kosmologie ebenso widerspiegelte wie in der christlichen Hoffnung auf die Möglichkeit einer endgültigen Erlösung oder in der Hinwendung der Gelehrten zu Vernunft, Bildung und Wissen seit der Renaissance (Blaser und Pöldinger 1967). Dieses Vertrauen auf die Wohlgeordnetheit von Welt und Gesellschaft geriet seit der Französischen Revolution zunehmend ins Wanken. Im Verlauf des 19. Jahrhunderts wurden durch die Lehren von Darwin, Marx, Nietzsche, Freud und Einstein nicht nur bis dahin feststehende Gewissheiten über die Stellung des Menschen in der Welt erschüttert, sondern insbesondere das Bildungsbürgertum musste sich aufgrund des Industrialisierungsprozesses als führende Schicht ständig neu in Abgrenzung zum Adel und zum Proletariat definieren (Ullrich 1997, S. 279–297).

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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