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Lena Hooge

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Beschreibung

Der "Appetithappen" zu Lena Hooges wunderbarem Roman "Bauchgefühle" Der perfekte Anlass für ein Shrimps-Schaumsüppchen, denkt sich Gastronom Ringo Schlüter - und fährt zur Eröffnung seines neuen Lokals am Mainufer eine Menge seltsamer Köstlichkeiten auf. Dass er die Speisen als Flying Buffet servieren lässt, bedeutet für Restaurantkritikerin Mari Bertram Stress pur: Sie ist nicht nur dem Geschmack, sondern auch den Kellnern auf der Spur, die sie quer durch das Lokal verfolgen muss, um überhaupt einen Happen zu ergattern. Nebenbei gilt es, die Verbalattacken ihrer Konkurrentin Nicole abzuwehren und den verschlossenen Simon zu ergründen, der besser küssen als reden kann. Als dann auch noch ein toter Hund in einer Prada-Tüte auftaucht, stellt sich die Frage, was der Koch eigentlich in die Suppe gemischt hat... In diesem kurzen "Appetithappen" erfährt man, wie Simon und Mari aus "Bauchgefühle" zum ersten Mal zusammenkommen, bevor sie sich im Wirrwarr aus Missverständnissen, Ängsten und Ränkespielen im Job vorübergehend wieder verlieren.

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Seitenzahl: 30

Veröffentlichungsjahr: 2014

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Lena Hooge

Appetithappen

zu Bauchgefühle

Verlagsgruppe Droemer Knaur GmbH & Co. KG.

Über dieses Buch

Der »Appetithappen« zu Lena Hooges wunderbarem Roman »Bauchgefühle«

Der perfekte Anlass für ein Shrimps-Schaumsüppchen, denkt sich Gastronom Ringo Schlüter – und fährt zur Eröffnung seines neuen Lokals am Mainufer eine Menge seltsamer Köstlichkeiten auf. Dass er die Speisen als Flying Buffet servieren lässt, bedeutet für Restaurantkritikerin Mari Bertram Stress pur: Sie ist nicht nur dem Geschmack, sondern auch den Kellnern auf der Spur, die sie quer durch das Lokal verfolgen muss, um überhaupt einen Happen zu ergattern. Nebenbei gilt es, die Verbalattacken ihrer Konkurrentin Nicole abzuwehren und den verschlossenen Simon zu ergründen, der besser küssen als reden kann. Als dann auch noch ein toter Hund in einer Prada-Tüte auftaucht, stellt sich die Frage, was der Koch eigentlich in die Suppe gemischt hat …

In diesem kurzen »Appetithappen« erfährt man, wie Simon und Mari aus »Bauchgefühle« zum ersten Mal zusammenkommen, bevor sie sich im Wirrwarr aus Missverständnissen, Ängsten und Ränkespielen im Job vorübergehend wieder verlieren.

Inhaltsübersicht

Appetithappen

Nur als Oktopus hatte man die Chance, bei einem Flying Buffet satt zu werden. Mari starrte einer Platte mit Gemüse-Sticks im Appenzeller Käseteig hinterher und wünschte sich sechs zusätzliche Arme.

So schnell, wie sich jetzt eine Horde ausgehungerter Gäste zusammenrottete, den Kellner ausbremste und die Häppchen plünderte, konnte sie ihr Weinglas gar nicht abstellen, um wenigstens die linke Hand frei zu bekommen. In der rechten trug sie ihre Clutch – ein riemenloses, paillettenbesetztes Täschlein, das dank Handy, Hausschlüssel und Puderdose zum Klops angeschwollen war und sich nicht mehr unter die Achsel klemmen ließ. Doch bevor sie dafür eine Lösung finden konnte, rückte bereits der Nachschub an – Bratwurst im Wirsingwickel, dekorativ auf einem Scheibchen Raclette drapiert. Wie man dieses Ensemble mit nur einer Hand unfallfrei zum Mund führen sollte, war Mari schleierhaft, aber das Problem erledigte sich gerade von selbst: In Sekundenschnelle hatte die Meute das Tablett umzingelt, geentert, leer gefegt. Blank bis auf ein Deko-Sträußchen Petersilie entschwebte es wieder Richtung Küche. Mari hörte ihren Magen knurren und verzog das Gesicht. So konnte sie echt nicht arbeiten.

»Ah, Frau Bertram, hier verstecken Sie sich!« Ringo Schlüter tauchte neben ihr auf und verströmte einen Aftershavegeruch, der irgendwo zwischen Irisch Moos und Iltis angesiedelt war. Seine modische Prägung hatte der Inhaber des Restaurants »Schweizer Käserei« in den Achtzigern erhalten, und weil die immer mal wieder angesagt waren, stellte er seine Garderobe gar nicht erst um. Zur ockergelben Karottenhose trug er ein türkisfarbenes, bis zum Nabel offenes Seidenhemd, das den Blick auf eine massive, in einem Nest aus Brusthaar eingebettete Goldkette freigab. Der gute Geschmack, für den die Speisen in seinen über ganz Frankfurt verteilten Sterne-Restaurants bekannt waren, spiegelte sich bedauerlicherweise nicht in seinem äußeren Erscheinungsbild wider, aber darüber sahen Gäste und Geschäftspartner gerne hinweg. Opulente Feste, legendäre Verkostungen, Schnäpse, die aufs Haus gingen – Schlüter war großzügig und gab sein vieles Geld mit beiden Händen aus. In dem Gourmet-Magazin, für das Mari als Restaurantkritikerin arbeitete, leistete er sich regelmäßig doppelseitige Hochglanz-Anzeigen – weshalb ihr Chef ihn als »1-a-Kunden« listete und seine Mitarbeiter dazu verpflichtet hatte, den Eröffnungsempfang der »Schweizer Käserei« an diesem Abend vollzählig zu besuchen.

»Dieser Termin hat für uns oberste Priorität«, hatte Manfred Fernau in den Tagen zuvor immer wieder angemahnt. »Ein Fernbleiben werde ich bei keinem von Ihnen entschuldigen!«

Für Mari, die dazu verdonnert worden war, den Text über die Feier zu schreiben, gab es ohnehin kein Entkommen. Ihre Kollegin Nicole allerdings maulte schon seit Beginn der Arbeitswoche, wenn auch nur hinter vorgehaltener Hand.