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Sicher zum richtigen Wirkstoff
Sie müssen medikamentöse Therapiepläne für Patienten erstellen? Nebenwirkungen, Wechselwirkungen und das rasante Tempo, in dem neue Wirkstoffe entwickelt werden, lassen die Herausforderungen an Sie wachsen. Dieses Buch gibt Ihnen einen kompakten Überblick über die in der Klinik angewandten Medikamente und Therapieschemata.
Allgemeines:
- Informationen zu Dynamik, Kinetik und Genetik
- Hinweise zur Polypharmazie im Alter
- Grundsätzliche Prinzipien der Pharmaökonomie, evidenzbasierte Pharmakotherapie, Arzneimittelsicherheit.
Spezielles:
- Erkrankungen und Anwendungsgebiete strukturiert nach Krankheitsbild, Therapieempfehlung und Substanzgruppen
- Medikamentensteckbriefe der Wirkstoffe, inkl. Handelsnamen
- Wirkungsweise, Wechselwirkungen und geeignete Kombinationen
- Anwendung im geriatrischen Bereich, in Schwangerschaft und Stillzeit.
Ob Basiswissen oder Therapieempfehlungen - finden Sie schnell die Informationen, die Sie zur Wahl des richtigen Medikamentes benötigen.
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Seitenzahl: 572
Veröffentlichungsjahr: 2016
Arzneimitteltherapie
Wirksamkeit – Sicherheit – Praktische Anwendung
Timo Siepmann, Wilhelm Kirch †, Gerd A. Kullak-Ublick
Volkan Aykaç, Kristian Barlinn, Jessica Barlinn, Amelie Bauer, Sylvia J. Buchmann, Ulf Bodechtel, Natascia Corti, Ivanka Curkovic, Marco Egbring, Ingeborg Friehs, Vesna Furundzija-Cabraja, Michael Halank, Ben Illigens, Jan Kaufmann, Florian Kiefer, Regina Krattinger, Gerd A. Kullak-Ublick, Matthias Litwa, Edgar A. Müller, Ana Isabel Penzlin, David Pittrow, David Pittrow, Matthias Raspe, Stefan Russmann, Ulrike Schatz, Jane Schröder, Martin Siepmann, Timo Siepmann, Elisabeth Steinhagen-Thiessen, Rudolf Stoller, Stefan Weiler, Tjalf Ziemssen
17 Abbildungen
Die zweite Auflage der Arzneimitteltherapie ist der Familie von Prof. Dr. Dr. Wilhelm Kirch gewidmet, dem geistigen Vater unseres Werkes und verehrten Kollegen, Freund und Mentor, der während der Arbeiten an diesem Buch von uns ging.
Medical science has proven time and again that when the resources are provided, great progress in the treatment, cure and prevention of disease can occur.
Michael J. Fox
Die moderne Arzneimitteltherapie basiert auf dem Konzept der evidenzbasierten Medizin. Die Herausforderungen an den behandelnden Arzt wachsen in einer Welt der globalisierten und digitalisierten Medizin, in welcher in immer rasanterem Tempo neue Wirkstoffe entwickelt und geprüft werden und die Mechanismen der Evidenzbildung längst nicht mehr vor Landesgrenzen haltmachen. So bilden internationale, multizentrische Studien mit randomisiertem, kontrolliertem Design heutzutage die wichtigste Grundlage für die Beurteilung der Wirksamkeit und Sicherheit von Arzneimitteln. Die in solchen Multicenterstudien gewonnenen Daten werden zumeist in hochrangingen Fachzeitschriften publiziert und bilden die Grundlage für Metaanalysen und schließlich Leitlinien, welche dem Arzt eine praktisch anwendbare Grundlage für die Behandlung seiner Patienten bieten sollen und die Empfehlungen zur Arzneimitteltherapie in Kontext mit empfohlenen diagnostischen Maßnahmen und deren möglichen Befundkonstellationen stellen. Für viele Krankheitsbilder stehen sowohl nationale als auch kontinentale und internationale Leitlinien zur Verfügung. In Zusammenschau mit einer stetig zunehmenden Anzahl von Publikationsorganen für die Ergebnisse der den Leitlinien zugrunde liegenden klinischen Studien sowie einem ausführlichen Angebot an Lehrbüchern und Onlineportalen, inkl. Smartphone-/Tablet-Applikationen, stehen Ärzte heutzutage einer enormen Quantität von Informationsquellen gegenüber, welche für die Behandlung ihrer Patienten relevante Hinweise liefern könnten. Ein profundes pharmakologisches Grundwissen, die Fähigkeit, Studienergebnisse kritisch zu hinterfragen, sowie ein systematisches und sorgfältiges Vorgehen in der Festlegung der medikamentösen Therapie unter Berücksichtigung der Relation des erwarteten Nutzens der Behandlung zu den möglichen Risiken sind dabei wichtige Fähigkeiten des Arztes, die während des Medizinstudiums und der ärztlichen Ausbildung erstrebt werden. Diese zweite Auflage der „Arzneimitteltherapie“ bietet sowohl eine übersichtliche und prägnante Abfassung der Substanzklassen und deren wichtigsten Vertreter in Form von Monografien als auch Empfehlungen zur medikamentösen Behandlung bedeutsamer Krankheitsbilder. Aktuelle Studienergebnisse und Leitlinien sind die Grundlage unseres Werks, welches einen didaktisch sinnvollen Überblick über die Arzneimitteltherapie geben soll. Dafür beschränken wir uns auf relevante Informationen, um eine größtmögliche Zeiteffizienz beim Lesen oder Nachschlagen zu ermöglichen.
Timo SiepmannGerd A. Kullak-Ublickim Sommer 2016
5-Fu
5-Fluorouracil
AC
Chemotherapie-Schema (Adriamycin, Cyclophosphamid)
ACE
Angiotensin-Converting-Enzym
ACOS
Asthma-COPD-Overlap-Syndrom
ACQ
Asthma Control Questionnaire
ACS
akutes Koronarsyndrom
ACT
aktivierte Blutgerinnungszeit; aber auch: Asthma Control Test
ACTH
Kortikotropin
ADH
antidiuretisches Hormon
ADP
Adenosindiphosphat
ADR
Adverse Drug Reaction
AE
Adverse Event
a-GBM
antiglomeruläre Basalmembranerkrankung
AGES
Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit
AHA
American Heart Association
AkdÄ
Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft
ALL
Adult Acute Lymphoblastic Leukemia
AMD
altersabhängige Makuladegeneration
AMG
Arzneimittelgesetz
AML
akute myeloische Leukämie
AP
alkalische Phosphatase
ApoE
Apolipoprotein E
aPTT
aktivierte partielle Thromboplastinzeit
ARB
AT
1
-Rezeptor-Antagonist
ASS
Acetylsalicylsäure
ATP
Adenosintriphosphat
AVNRT
AV-nodale Reentry-Tachykardie
AVRT
AV-Reentry-Tachykardie
AWMF
Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften
BEACOPP
Chemotherapie-Schema (Cyclophosphamid, Etoposid[phosphat], Adriamycin, Procarbazin, Vincristin, Bleomycin, Predniso(lo)n)
BfArM
Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte
BHS
British Hypertension Society
BNP
Brain Natriuretic Peptide
BPS
Behavioral Pain Scale
BSG
Blutsenkungsgeschwindigkeit
CAM-ICU
Confusion Assessment Methode for the Intensive Care Unit
cAMP
zyklisches Adenosinmonophosphat
CAV
Chemotherapie-Schema (Cyclophosphamid, Adriamycin, Vincristin)
CBA
Kosten-Nutzwert-Analyse
CDSS
Clinical Decision Support System
CEA
Kosten-Effektivitäts-Analyse
CHOP
Chemotherapie-Schema (Cyclophosphamid, Hydroxydaunorubicin, Vincristin, Predniso(lo)n)
CIOMS
Council for International Organizations of Medical Sciences
CIS
klinisch isoliertes Syndrom
CK
Creatinkinase
CKMB
Creatinkinase Isoenzym MB
C
Krea, Filtrat
Kreatininkonzentration im glomerulären Filtrat
C
Krea, Harn
Kreatininkonzentration des Harns
C
Krea, Plasma
Blutplasmakonzentration des Kreatinins
CLL
chronische lymphatische Leukämie
CMF
Chemotherapie-Schema (Cyclophosphamid , 5-Fluorouracil, Methotrexat)
CML
chronische myeloische Leukämie
COMT
Catecholamin-O-Methyltransferase
COPD
chronisch obstruktive Lungenerkrankung
COPP
Chemotherapie-Schema (Cyclophosphamid, Vincristin, Procarbazin, Predniso(lo)n)
COX
Cyclooxygenase
CRC
kolorektales Karzinom
CrCl
Kreatinin-Clearance
CRF
Case Report Form
CRO
Clinical Research Organisation
CSII
kontinuierliche subkutane Insulininfusion
CT
konventionelle Insulintherapie
CUA
Kosten-Nutzen-Analyse
CYP
Cytochrom P450
DGK
Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz und Kreislaufforschung e.V.
DGNM
Deutsche Gesellschaft für Neurogastroenterologie und Motilität
DGVS
Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten e.V.
DLCO
Diffusionskapazität für Kohlenmonoxid
DMARD
Disease-Modifying Antirheumatic Drugs
DMF
Dimethylfumarat
DMÖ
diabetisches Makulaödem
DMT
Disease Modifying Treatment
DNA
Desoxyribonukleinsäure
DPD
Dihydropyrimidindehydrogenase
DPP-4
Dipeptidylpeptidase 4
DRESS
Drug Rash with Eosinophilia and Systemic Symptoms
EBSL
Extended Spectrum ß-Lactamasen
ED
empirisch festgestellte therapeutisch wirksame Einzeldosis
ED
50
geringste Einzeldosierung, mit der 50% der Maximalwirkung erzielt wird
EEG
Elektroenzephalografie
EMA
European Medicines Agency
EMD
empirisch festgestellte maximale Einzeldosis
ENCePP
European Network of Centres for Pharmacoepidemiology and Pharmacovigilance
EpCAM
Epithelial Cell Adhesion Molecule
EpiCO
Chemotherapie-Schema (Epirubicin, Cyclophosphamid, Vincristin)
EPS
extrapyramidale Symptome
ERD
erosive Ösophagitis
ESC
European Society of Cardiology
ESPGHAN
European Society for Paediatric Gastroenterology Hepatology and Nutrition
EudraCT
European Union Drug Regulating Authorities Clinical Trials
FAC
Chemotherapie-Schema (5-Fluorourazyl, Doxorubicin Adriamycin, Cyclophosphamid)
FDA
Food and Drug Administration
FdUMP
Fluorodesoxyuridin-Monophosphat
FEC
Chemotherapie-Schema (5-Fluorourazyl, Epirubicin, Cyclophosphamid)
FEV1
Forced Expiratory Pressure in 1 Second
FKBP
FK-bindendes Protein
FOLFIRI
Chemotherapie-Schema (Folinsäure, 5-Fluorouracil, Irinotecan)
FOLFOX
Chemotherapie-Schema (Folinsäure, 5-Fluorouracil, Oxaliplatin)
FRID
Fall-Risk-Increasing Drugs
5-FU
5-Fluorouracil
FUTP
Fluorouracil-Triphosphat
GABA
γ-Aminobuttersäure
G-BA
Gemeinsamer Bundesausschuss
GBS
Guillain-Barré-Syndrom
GCP
gute klinische Praxis (Good Clinical Practice)
G-CSF
Granulozyten-Kolonie-stimulierender Faktor
GFR
glomeruläre Filtrationsrate
GGT
γ-Glutamyl-Transferase
GI
gastrointestinal
GINA
Global Initiative for Asthma
GIST
gastrointestinaler Stromatumor
GKV
Gesetzliche Krankenversicherung
GLP-1
Glucagon-like Peptid 1
GOLD
Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease
GOT
Glutamat-Oxalacetat-Transaminase
Gp
Glykoprotein
GPT
Glutamat-Pyruvat-Transaminase
HBV
Hepatitis-B-Virus
HCT
Hydrochlorothiazid
HCV
Hepatitis-C-Virus
HDL
High Density Lipoprotein
HER2
Human Epidermal Growth Factor Receptor 2
HF-PEF
diastolische Herzinsuffizienz
HF-REF
systolische Herzinsuffizienz
HIT
heparininduzierte Thrombozytopenie
HIV
humanes Immundefizienz-Virus
HLA
Human Leukocyte Antigen
HMG-CoA
3-Hydroxy-3-Methylglutaryl-Coenzym A
HPS
hämophagozytisches Syndrom
HTN
Hypertonie
HWZ
Halbwertszeit
IBS
Reizdarmsyndrom (Irritable Bowel Syndrome)
IC
Information Component
ICD-10
International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems
ICDSC
Intensive Care Delirium Screening Checklist
ICER
inkrementelle Kosten-Effektivitäts-Ratio
ICF
Informed Consent Form
ICH
International Conference on Harmonisation
ICS
inhalatives Glukokortikoid (Inhalative Corticosteroid)
ICT
intensivierte konventionelle Insulintherapie
IgE
Immunglobulin E
IgG
Immunglobulin G
IL
Interleukin
INR
International Normalized Ratio
IRIS
inflammatorisches Immunrekonstitutionssyndrom
ISA
intrinsische sympathomimetische Aktivität
ISDN
Isosorbiddinitrat
ISPE
International Society for Pharmacoepidemiology
ITP
immunthrombozytopenische Purpura
IVIg
i.v. Immunoglobulin
LA
Lokalanästhetika
LABA
lang wirksames Betamimetikum (Long-acting Beta Agonists)
LAE
Lungenarterienembolie
LAMA
lang wirksames Anticholinergikum (Long-acting Muscarine Antagonist)
LD
50
geringste Dosierung, die im Tierversuch in 50% der Fälle zum Exitus letalis führt
LDH
Lactatdehydrogenase
LDL
Low Density Lipoprotein
LH-RH
Luteinisierendes-Hormon-Releasing-Hormon
KG
Körpergewicht
KHE
koronare Herzerkrankung
KHK
koronare Herzkrankheit
KIS
klinisch isoliertes Syndrom
MAAS
Motor Activity Assessment Scale
MALT
Mucosa-associated Lymphoid Tissue
MAO
Monoaminooxidase
MART
Maintenance and Reliever Therapy
MHC
Major Histocompatibility Complex
MIC
Chemotherapie-Schema (Mitomycin, Ifosfamid, Cisplatin)
MMF
Mycophenolat Mofetil
MRCC
Metastatic Renal Cell Carcinoma
MRSA
methicillinresistenter Staphylococcus aureus
MS
Multiple Sklerose
MTX
Methotrexat
M-VAC
Chemotherapie-Schema (Methotrexat, Vinblastin, Adriamycin, Cisplatin)
NASPGHAN
North American Society for Pediatric Gastroenterology, Hepatology and Nutrition
NEDA
No evidence of disease activity
NERD
nicht erosive Refluxkrankheit
NHL
Non-Hodgkin-Lymphom
NICE
National Institute for Health and Clinical Excellence
NMDA
N-Methyl-D-Aspartat
NMH
fraktioniertes (niedermolekulares) Heparin
NO
Stickstoffmonoxid
NOAK
neue orale Antikoagulantien
NPH-Insulin
Neutrales-Protamin-Hagedorn-Insulin
NPV
Netto-Kapitalwert
NSAID
Non-steroidal Anti-Inflammatory Drugs
NSAR
nicht steroidales Antirheumatikum
NSCLC
nicht kleinzelliges Bronchialkarzinom
NSTEMI
Nicht-ST-Streckenhebungsinfarkt
NTproBNP
N-terminales Propeptid BNP
NYHA
New York Heart Association
OECD
Organization for Economic Co-operation and Development
OTC
Over the Counter
PABA
Para-Aminobenzoesäure
PASS
Post-Authorisation Safety Study
pAVK
periphere arterielle Verschlusskrankheit
PDE
Phosphodiesterase
PE
Chemotherapie-Schema (Cisplatin, Etoposid)
PEB
Chemotherapie-Schema (Cisplatin, Etoposid, Bleomycin)
PEG
Polyethylenglykol
PEI
Paul-Ehrlich-Institut; aber auch: Chemotherapie-Schema (Cisplatin, Etoposid, Ifosfamid)
PIM
potenziell inadäquate Medikation
PML
progressive mulitfokale Leukenzephalopathie
pNET
primitiv neuroektodermaler Tumor
PPAR
Peroxisomal Proliferator Activated Receptor
PPI
Protonenpumpen-Inhibitor
PSUR
Periodic Safety Update Report
PT
Chemotherapie-Schema (Cisplatin, Paclitaxel)
PTCA
perkutane transluminale Koronarangioplastie
PTT
partielle Thromboplastinzeit
PVB
Chemotherapie-Schema (Cisplatin, Vinblastin, Bleomycin)
QALY
Quality Adjusted Life Year
Qo
extrarenale Dosisfraktion
RA
rheumatoide Arthritis
RAAS
Renin-Angiotensin-Aldosteron-System
R-CHOP
Chemotherapie-Schema (Rituximab, Cyclphosphamid, Doxorubicin, Vincristin, Prednison)
RCT
Randomised Clinical Trial
RES
retikuloendotheliales System
RKI
Robert Koch-Institut
RNA
Ribonukleinsäure
RRMS
schubförmige Multiple Sklerose (Relapsing-Remitting Multiple Sklerose)
rt-PA
rekombinanter Tissue Type Plasminogen Activator
SABA
kurz wirksames Betamimetikum (Short-acting Beta Agonist)
SAMA
kurz wirksames Anticholinergikum (Short Acting Muscarine Antagonist)
SAS
Sedation-Agitation Scale
SCLC
kleinzelliges Bronchialkarzinom
SGLT-2
Natrium-Glukose-Cotransporter 2 (Sodium Dependent Glucose Transporter 2)
SLE
systemischer Lupus erythematodes
SMZ
Sulfamethoxazol
SNRI
selektiver Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer
SPMS
sekundär-progrediente Multiple Sklerose
SSNRI
selektiver Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer
SSRI
selektiver Serotonin-Wiederaufnahmehemmer
STEMI
ST-Streckenhebungsinfarkt
T
3
Trijodthyronin
T
4
Thyroxin
TAC
Chemotherapie-Schema (Docetaxel, Doxorubicin, Cyclophosphamid)
Tbc
Tuberkulose
TD
empirisch festgestellte therapeutisch wirksame Tagesdosis
TDM
Therapeutic Drug Monitoring
THF
Tetrahydrofolsäure
TIA
transitorische ischämische Attacke
TMA
thrombotische Mikroangiopathie
TMD
empirisch festgestellte maximale Tagesdosis
TMP
Trimethoprim
TNF
Tumornekrosefaktor
TPMT
Thiopurinmethyltransferase
TSH
thyreotropes Hormon
TVT
tiefe Venenthrombosen
UAW
unerwünschte Arzneimittelwirkung
UFH
unfraktioniertes (hochmolekulares) Heparin
ULN
Obergrenze des Normalbereichs (Upper limit of normal)
VAD
Chemotherapie-Schema (Vincristin, Adriamycin, Dexamethason)
VEGF
vaskulärer endothelialer Wachstumsfaktor (Vascular Endothelial Growth Factor)
VZV
Varizella-Zoster-Virus
WHO
World Health Organization
WPW-Syndrom
Wolff-Parkinson-White-Syndrom
WTP
Will to pay
ZNS
Zentralnervensystem
Widmung
Vorwort
Abkürzungen
Teil I Allgemeiner Teil
1 Grundlagen der Arzneimitteltherapie
1.1 Definitionen
1.1.1 Dosierung
1.1.2 Unerwünschte Arzneimittelwirkungen
1.1.3 Arzneimittelwechselwirkungen
1.1.4 Darreichungsform
1.1.5 Patientenspezifische Faktoren
1.2 Pharmakokinetik
1.2.1 Liberation
1.2.2 Absorption (Resorption)
1.2.3 Distribution (Verteilung)
1.2.4 Elimination
1.3 Pharmakodynamik
1.3.1 Wirkprofil
1.3.2 Wirkmechanismus
1.3.3 Dosis-Wirkungs-Beziehung
1.4 Pharmakogenetik
1.4.1 Genetisch begründete Variabilität der Pharmakokinetik
1.4.2 Genetisch begründete Variabilität der Pharmakodynamik
1.5 Wechselwirkungen
1.5.1 Pharmakokinetische Wechselwirkungen
1.5.2 Pharmakodynamische Wechselwirkungen
1.5.3 Pharmazeutische Wechselwirkungen
2 Pharmakoökonomie
3 Arzneimitteltherapie im hohen Lebensalter
3.1 Das hohe Lebensalter: die neue Herausforderung für die moderne Medizin
3.2 Altersphysiologische Veränderungen
3.3 Arzneimittelwirkung und Probleme
3.3.1 Pharmazeutische Phase
3.3.2 Pharmakokinetische Phase
3.3.3 Pharmakodynamische Phase
3.4 Unerwünschte Arzneimittelwirkungen im höheren Lebensalter
4 Evidenzbasierte Pharmakotherapie und klinische Prüfung
4.1 Einleitung
4.2 Medizinethik
4.3 Grundlagen für eine klinische Prüfung
4.4 Phasen der klinischen Prüfung
4.5 Bewertung der wissenschaftlichen Evidenz
4.6 Off Label Use
5 Arzneimittelsicherheit
5.1 Einleitung
5.2 Unerwünschte Arzneimittelwirkungen
5.2.1 Definition
5.2.2 Häufigkeit und Kosten
5.2.3 Mechanismen und Klassifizierung
5.2.4 Risikofaktoren
5.2.5 Prävention
5.3 Arzneimittelsicherheit in klinischen Studien
5.4 Pharmakovigilanz
5.4.1 Aufbau und Vernetzung von Pharmakovigilanzsystemen
5.4.2 Qualität von Pharmakovigilanzmeldungen
5.4.3 Meldekriterien
5.4.4 Kausalitätsbeurteilung
5.5 Pharmakoepidemiologie
5.5.1 Deskriptive Pharmakoepidemiologie
5.5.2 Formelle pharmakoepidemiologische Studien
5.5.3 Kontrolle von systematischen Fehlern (Bias) in formellen pharmakoepidemiologischen Studien
5.6 Clinical Decision Support Systems
Teil II Spezieller Teil
6 Kardiovaskuläre Erkrankungen
6.1 Arterielle Hypertonie
6.1.1 Therapeutisches Vorgehen
6.1.2 Monografien
6.2 Koronare Herzerkrankung und akutes Koronarsyndrom
6.2.1 Therapeutisches Vorgehen
6.2.2 Monografien
6.3 Herzrhythmusstörungen
6.3.1 Therapeutisches Vorgehen
6.3.2 Monografien
6.4 Herzinsuffizienz
6.4.1 Therapeutisches Vorgehen
6.4.2 Monografien
6.5 Online-Ressourcen
7 Gerinnungshemmung
7.1 Heparine
7.1.1 Monografien
7.2 Orale Antikoagulantien
7.2.1 Monografien
7.3 Thrombozytenaggregationshemmung
7.3.1 Monografien
8 Bronchopulmonale Erkrankungen
8.1 Asthma bronchiale und chronisch obstruktive Lungenerkrankung
8.1.1 Therapeutisches Vorgehen
8.1.2 Monografien
8.2 Online-Ressourcen
9 Gastrointestinale Erkrankungen
9.1 Gastroösophageale Refluxkrankheit
9.1.1 Therapeutisches Vorgehen
9.1.2 Monografien
9.2 Helicobacter-pylori-assoziierte Erkrankungen
9.2.1 Therapeutisches Vorgehen
9.2.2 Monografien
9.3 Chronisch entzündliche Darmerkrankungen
9.3.1 Therapeutisches Vorgehen
9.3.2 Monografien
9.4 Reizdarmsyndrom
9.4.1 Therapeutisches Vorgehen
9.4.2 Monografien
9.5 Online-Ressourcen
10 Endokrinologische Erkrankungen
10.1 Hypothalamisch-hypophysär bedingte Störungen
10.1.1 Therapeutisches Vorgehen
10.1.2 Monografien
10.2 Schilddrüsenerkrankungen
10.2.1 Therapeutisches Vorgehen
10.2.2 Monografien (Thyreostatika)
10.2.3 Monografien (Schilddrüsenhormon-Substitutionspräparate)
10.3 Nebennierenerkrankungen
10.3.1 Therapeutisches Vorgehen
10.3.2 Monografien
10.4 Osteoporose
10.4.1 Therapeutisches Vorgehen
10.4.2 Monografien
10.5 Online-Ressourcen
11 Diabetes mellitus und metabolische Störungen
11.1 Diabetes mellitus
11.1.1 Therapeutisches Vorgehen
11.1.2 Monografien
11.2 Fettstoffwechselstörungen
11.2.1 Therapeutisches Vorgehen
11.2.2 Monografien
11.3 Hyperurikämie/Gicht
11.3.1 Therapeutisches Vorgehen
11.3.2 Monografien
11.4 Online-Ressourcen
12 Hämatoonkologische Erkrankungen
12.1 Maligne Tumore, Erkrankungen des Blutes und des blutbildenden Systems
12.1.1 Therapeutisches Vorgehen
12.1.2 Monografien
12.2 Online-Ressourcen
13 Neurologische Erkrankungen
13.1 Parkinson-Syndrom
13.1.1 Therapeutisches Vorgehen
13.1.2 Monografien
13.2 Epilepsie
13.2.1 Therapeutisches Vorgehen
13.2.2 Monografien
13.3 Neurovaskuläre Erkrankungen
13.3.1 Therapeutisches Vorgehen
13.3.2 Monografien
13.4 Multiple Sklerose
13.4.1 Therapeutisches Vorgehen
13.4.2 Monografien
13.5 Online-Ressourcen
14 Psychiatrische Erkrankungen
14.1 Depressionen
14.1.1 Therapeutisches Vorgehen
14.1.2 Monografien
14.2 Affektive Störungen
14.2.1 Therapeutisches Vorgehen
14.2.2 Monografien
14.3 Psychotische Störungen
14.3.1 Therapeutisches Vorgehen
14.3.2 Monografien
14.4 Angst-, Unruhe- und Erregungszustände/Schlafstörungen
14.4.1 Therapeutisches Vorgehen
14.4.2 Monografien
14.5 Demenz
14.5.1 Therapeutisches Vorgehen
14.5.2 Monografien
14.6 Substanzabhängigkeit
14.6.1 Therapeutisches Vorgehen
14.6.2 Monografien
14.7 Online-Ressourcen
15 Infektionskrankheiten
15.1 Bakterielle Infektionen
15.1.1 Therapeutisches Vorgehen
15.1.2 Monografien
15.2 Tuberkulose
15.2.1 Therapeutisches Vorgehen
15.2.2 Monografien
15.3 Mykosen
15.3.1 Therapeutisches Vorgehen
15.3.2 Monografien
15.4 Virale Infektionen
15.4.1 Therapeutisches Vorgehen
15.4.2 Monografien
15.5 Parasitosen
15.5.1 Therapeutisches Vorgehen
15.5.2 Monografien
15.6 Online-Ressourcen
16 Immunologische und allergologische Erkrankungen
16.1 Immunologische Erkrankungen
16.1.1 Therapeutisches Vorgehen
16.1.2 Monografien
16.2 Allergologische Erkrankungen
16.2.1 Therapeutisches Vorgehen
16.2.2 Monografien
16.3 Online-Ressourcen
17 Intensivmedizin
17.1 Einleitung
17.2 Sedation
17.2.1 Therapeutisches Vorgehen
17.2.2 Monografien
17.3 Analgosedation
17.3.1 Therapeutisches Vorgehen
17.3.2 Monografien
17.4 Kreislaufstabilisation
17.4.1 Therapeutisches Vorgehen
17.4.2 Monografien
17.5 Online-Ressourcen
18 Schmerztherapie und Lokalanästhetika
18.1 Schmerztherapie
18.1.1 Therapeutisches Vorgehen
18.1.2 Monografien
18.2 Lokalanästhetika
18.2.1 Therapeutisches Vorgehen
18.2.2 Monografien
18.3 Online-Ressourcen
Anschriften
Sachverzeichnis
Impressum
1 Grundlagen der Arzneimitteltherapie
2 Pharmakoökonomie
3 Arzneimitteltherapie im hohen Lebensalter
4 Evidenzbasierte Pharmakotherapie und klinische Prüfung
5 Arzneimittelsicherheit
T. Siepmann
Die adäquate Pharmakotherapie setzt eine umfassende Kenntnis des Gesundheitszustands des Patienten und die korrekte Diagnosestellung voraus. Die Auswahl des optimalen Pharmakons erfolgt unter Berücksichtigung der für das Arzneimittel spezifischen Eigenschaften. Im Folgenden werden Grundbegriffe erläutert, deren Kenntnis zur gezielten Pharmakotherapie unabdingbar ist.
Herstellerangaben zur Dosierung von Arzneimitteln beziehen sich in der Regel auf gesunde Erwachsene mit einem Körpergewicht (KG) von 70kg. Beeinträchtigungen der Verteilung, Verstoffwechslung oder Ausscheidung der Substanzen durch krankhafte Zustände oder Co-Medikation werden dabei nicht berücksichtigt. Die Dosierungen von Pharmaka mit geringer therapeutischer Breite werden an individuelle Merkmale des Patienten (z.B. Körpergewicht, Nierenfunktion) angepasst, um das Auftreten von Nebenwirkungen zu vermeiden.
EmpfohleneDosierungsintervalle berücksichtigen die Ausscheidungs-HWZ (HWZ: Halbwertszeit) sowie galenische Merkmale im Fall von Zubereitungen zur verzögerten Wirkstofffreisetzung(Retardierung). Verlängerte Dosierungsintervalle sind derEinnahme-Compliance zuträglich, bedingen aber eine geringe Flexibilität in der Steuerbarkeit der physiologischen Zielparameter (z.B. Blutdruck, Herzfrequenz). Der Einsatz von Retardpräparaten spielt daher insbesondere eine Rolle bei chronischer Arzneimittelgabe, während Präparate mit sehr kurzer HWZ in der Intensiv- und Notfallmedizin bedeutsam sind. Verlaufskontrollen sind bei chronischer Arzneimittelgabe erforderlich, um ggf. auf Veränderungen der Patientensituation reagieren zu können und den Erfolg der Pharmakotherapie zu überwachen. Pharmaka mit langer Ausscheidungs-HWZ werden nach dem Therapiebeginn mit einer hohenInitialdosis auf eine geringere Erhaltungsdosis reduziert.
Drug Monitoring (Medikamentenüberwachung) ist die Messung der Wirkstoffkonzentration des verabreichten Pharmakons im Blutserum oder Blutplasma. Diese Form der Therapieüberwachung kann für Medikamente erfolgen, bei denen die Korrelation von Serum- oder Plasmaspiegel und therapeutischem Effekt bekannt ist. Der Einsatz von Drug Monitoring erhöht die Sicherheit und die Präzision des Dosierungsverhaltens und findet klinische Anwendung bei der Gabe von Substanzen mit geringer therapeutischer Breite (wie Aminoglykoside oder Digoxin), bei eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion, in der Vergiftungsdiagnostik sowie zur Überwachung der Einnahme-Compliance (z.B. bei Psychopharmakagabe und in klinischen Studien). In der klinisch-pharmakologischen Forschung ist die Messung von Arzneistoffkonzentrationen zur Bestimmung pharmakokinetischer Medikamenteneigenschaften (z.B. Resorptions- und Eliminationsverhalten) von Bedeutung.
Arzneimittel werden verabreicht, um krankhaften Zuständen symptomatisch oder ursächlich entgegenzuwirken. Da die Wirkstoffe zumeist nicht spezifisch auf den jeweiligen pathophysiologischen Zielmechanismus bzw. den erkrankten Zellverband wirken, kommt es zu für die Substanz charakteristischen Nebenwirkungen, die unerwünschte Effekte auf den Gesundheitszustand des Patienten bedingen können.
Die Möglichkeit unerwünschter Arzneimittelwirkungen (UAW) sollte stets im Rahmen einerRisiko-Nutzen-Bewertung vor Therapiebeginn erwogen werden. AllergischeUnverträglichkeitsreaktionen können prinzipiell bei jedem Medikament auftreten. Eine bekannte Unverträglichkeit gegenüber einer Substanz gilt als Kontraindikation für die erneute Verabreichung. Etwa 80% aller UAW sind dosisabhängig und durch Anpassung der Dosis an die individuelle Patientensituation vermeidbar. Seltener sind angeborene oder erworbene Überempfindlichkeiten durch enzymatische Defekte. Dieser Nebenwirkungstyp, auch als bezeichnet, wird meist nicht vor der Zulassung eines Medikaments, sondern erst im Rahmen der Anwendungsbeobachtung in größeren Populationen ersichtlich.
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