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Wie werden Begehren und Miteinandersein lesbischer Frauen gelebt? Welche Formen von Beziehungen oder eben gerade Nicht-Beziehungen werden erprobt? Gewünscht? Erwartet? Wie geht es weiter? Diese Fragen dienten als Aufhänger für diesen Sammelband, der sich in gewisser Weise als Fortsetzung der "c/o coming-out. storys" versteht. In diesen Geschichten geht es weniger um den Blick durch die rosarote Brille, oder um das Aussparen von Problematiken, sondern vielmehr um Realitäten, die lesbische Beziehungen ausmachen: Sie erzählen von den Tücken des Alltags, Brüchen und Schwierigkeiten, Langeweile und Eifersucht, Verwicklungen und Trennungen, von Rollenbildern und Rollenaufteilungen, Monogamie und Mehrfachbeziehungen. Sie erzählen von Höhen und Tiefen. Vom Glück und vom Scheitern.
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Seitenzahl: 226
Veröffentlichungsjahr: 2015
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Redaktion: Milena Verlag
© der Textzusammenstellung: Milena Verlag
© der einzelnen Textbeiträge bei den Autorinnen
A-1080 Wien, Lange Gasse 51/10
www.milena-verlag.at
ALLE RECHTE VORBEHALTEN
eISBN 3-85286-132-2
Dani C. Mimo
Tamam
Gitta Büchner
Der Iltis, Nina und ich
Ronja Berlin
Schattenband
Barbara Hundegger
splitter liebe 1
Katja Winkler
Expedition
Jeannette Unger
Seeräuber
Jule Blum, Elke Heinicke
Trish Trash
Barbara Hundegger
splitter liebe 2
Viviane Eisold
Der Feind
Eva Kuntschner
Wolkenkratzer
Manuela Mittermayer
love cuts
Barbara Hundegger
splitter liebe 3
Corinna Waffender
Scheinehe
Petra Ladinigg
Erklärung für Ruth
Judith Düsberg
Neulich war ich auf einer Lesung
Barbara Hundegger
splitter liebe 4
Marlen Schachinger
Die Vermessenheit der geraden Bahn
Ulrike Lunacek
Ihr habt doch eh genau dieselben Probleme wie wir
Marianne Tufar
Sie wird begeistert sein
Barbara Hundegger
splitter liebe 5
Ariane Rüdiger
Marathon
Martina-Marie Liertz
Nacht ohne Versteck
Susanne Hochreiter
Abends
Barbara Hundegger
splitter liebe 6
Christa Nebenführ
Die Flügel des Fauns
Erika Hütter
Tausend Fragen
Katrin Janitz
Nachtfrost
Die Autorinnen
Dani C. Mimo
DER BLICK ist, wie Michi ihn sich vorgestellt hat: Die Promenade, die Bäume, der Strand, dahinter das Meer. Blaugrün, bleigrau, schlammig-braun, gischtig-weiß. Der Wind treibt das Wasser landeinwärts. Unaufhörlich donnern die Wellen an den Strand.
Michi öffnet die Fenster und atmet tief ein. Da ist er, der Duft, auf den sie sich so gefreut hat. Am liebsten würde sie gleich zum Wasser laufen. Aber sie wird auf Ayshe warten. Sie müsste jede Minute da sein – wenn sie pünktlich weggekommen ist, wenn kein großer Stau war. Sie wollte unbedingt das Auto nehmen. Sie fährt so gern, auch wenn an einem Freitag Nachmittag auf den Straßen raus aus Berlin mehr gestanden als gefahren wird.
Michi dagegen ist relativ entspannt am Berliner Ostbahnhof in den pünktlichen Zug nach Ahrensdorf gestiegen. Vier Stunden später pünktlich angekommen. Hatte Zeit, die Woche hinter sich zu lassen. Den Ärger zu vergessen. Sich auf zwei Tage allein mit Ayshe zu freuen.
Das gleichmäßige Donnern des Wassers hat etwas Hypnotisches. Jetzt und jetzt und jetzt … Wenn sie nicht aufpasst, schläft sie ein. Gleich hier am Fenster.
Es war keine leichte Woche. Zu heiß fürs Büro. Zu heiß für die Stadt. Das Gefühl, dass der Asphalt unter den Füßen weich wird. Dass die Luft steht, nicht genug Sauerstoff enthält. Die verschiedenen Schweißgerüche, die sich zu einer dichten Wolke ballen … Als sie es Ayshe erzählt hat, hat die gelacht. Ihr spinnt, ihr Deutschen, hat sie gesagt. Entweder ist es euch zu kalt und ihr jammert über die Kälte. Oder es ist euch zu heiß und dann jammert ihr auch. Ihr mögt keinen Regen, keinen Nebel, keine Hitze. Bei euch zu Hause. Wenn es in der Türkei 35 Grad hat, jammert ihr nicht. Dann rennt ihr sogar mittags herum und holt euch begeistert einen Sonnenbrand oder einen Sonnenstich. Ich werde das nie begreifen.
Michi war ein wenig gekränkt über das "ihr". Dass manche so sind, sieht sie auch. Sie ist ja nicht blind. Aber dass Ayshe sie dazu zählt! Michi versteht sich als Europäerin, versteht auch Ayshe als Europäerin. Ayshe jedoch sieht sich als Kreuzberger Türkin, mit Wurzeln in Bergama. Europäerin, da lacht sie nur. Michi sei eine schwäbische Kreuzbergerin, sagt sie, und basta. Dabei hat Michi alles Schwäbische längst hinter sich gelassen. Seit 25 Jahren lebt sie in der Hauptstadt, hat sich hier zur Europäerin entwickelt. Aus Überzeugung.
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