Asteroidenpest – Science-Fiction - Stefan Lochner - E-Book

Asteroidenpest – Science-Fiction E-Book

Stefan Lochner

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Beschreibung

Ein Asteroid in Erdnähe bietet nahezu unerschöpfliche Ressourcen an Rohstoffen, die dringend benötigt werden. Gleichzeitig mit dem Abbau durch die Gemeinschaft der Staaten bricht auf der Erde eine Seuche aus. Die befallenen Menschen kämpfen grundlos gegeneinander.
Hat dies tatsächlich mit den Rohstoffen zu tun und kann die Gefahr, dass sich die Menschheit gegenseitig ausrottet, gebannt werden?

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Veröffentlichungsjahr: 2023

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Ähnliche


 

 

 

Stefan Lochner

 

 

Asteroidenpest

 

 

Science-Fiction-Roman 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Impressum

 

 

Copyright © by Authors/Bärenklau Exklusiv 

Cover: © by Steve Meyer nach Motiven, 2023

Korrektorat: Antje Ippensen

 

Verlag: Bärenklau Exklusiv. Jörg Martin Munsonius (Verleger), Koalabärweg 2, 16727 Bärenklau. Kerstin Peschel (Verlegerin), Am Wald 67, 14656 Brieselang

 

Alle Rechte vorbehalten

Inhaltsverzeichnis

Impressum 

Das Buch 

Asteroidenpest 

1. Fabrik 

2. Raumstation 

3. Labor 

4. Rebellen 

5. Raumstation 

6. Labor 

7. Politik 

8. Raumstation 

9. Stadt 

10. Fabrik 

11. Raumstation 

12. Rebellen 

13. Land 

14. Rebellen 

15. Raumstation 

16. MMA 

17. Krisenstab 

18. Labor 

19. MMA 

20. Labor 

21. Rebellen 

22. Raumstation 

23. MMA 

24. Labor 

25. Regierung 

26. Raumschiff 

27. MMA-Kampf 

28. Rebellen 

29. Raumschiff 

30. Regierung 

31. MMA 

32. Regierung 

33. Rebellen 

34. Raumstation 

35. Labor 

Von Stefan Lochner sind folgende Titel bereits erhältlich oder befinden sich in Vorbereitung: 

 

Das Buch

 

 

 

 

Ein Asteroid in Erdnähe bietet nahezu unerschöpfliche Ressourcen an Rohstoffen, die dringend benötigt werden. Gleichzeitig mit dem Abbau durch die Gemeinschaft der Staaten bricht auf der Erde eine Seuche aus. Die befallenen Menschen kämpfen grundlos gegeneinander.

Hat dies tatsächlich mit den Rohstoffen zu tun und kann die Gefahr, dass sich die Menschheit gegenseitig ausrottet, gebannt werden?

 

 

***

Asteroidenpest

 

 

1. Fabrik

 

Jesse Ramirez schwang die Beine auf den Schreibtisch, er stützte sich dabei ab und der Antigravitationsstuhl kippte langsam nach hinten. Er strich sich durch die kurzen Haare, die er sorgfältig zurechtstrich, damit niemand bemerkte, dass es immer weniger wurden. Endlich war es so weit. Die ersten Ladungen mit dem Erz, das aus einem Asteroiden gewonnen wurde, fielen in das riesige Mahlwerk seiner Fabrik. Wie alles, was auf internationaler Ebene ablief, war auch heute noch, in der späten Mitte des 21 Jahrhunderts, umständlich und zeitaufwändig. Dabei hatte auch er sich durch die Digitalisierung so viel versprochen. Nun war all der administrative Stress und Ärger vergessen und Jesse konnte zufrieden sein. Seit er die Fabrik mit aufgebaut hatte, wartete er genau auf diesen Moment. Mehrere Kameras zeichneten die ersten Minuten der Produktion auf. Aus der unscheinbaren Schlacke, die in den Trichter fiel, wurde durch aufwändige Verfahren Samarium gewonnen, die wichtigste Grundlage für die String-Computer der neuesten Generation. Schade, dass er mit niemandem so richtig seine Freude teilen konnte. Auf einem 3D-Bildschirm würde er zukünftig diesen Moment noch oft genießen dürfen.

Die Bürotür schwang auf und Susanna kam herein. Ihre roten Haare leuchteten unter den LEDs auf. Wie so oft in der letzten Zeit lag ihre Bluse außerordentlich eng an. Mit einem breiten Lächeln stellte er die Beine wieder zurück auf den Boden. Seiner Assistentin gegenüber kannte er fast keine Scheu, auch wenn er nichts von ihrer privaten Situation wusste. Bei ihrem Aussehen allerdings musste sie in einer Beziehung stecken.

»Was gibt es denn, Susanna?«

Theatralisch hatte er die linke Augenbraue hochgezogen. Sie blieb kurz vor ihm stehen, der Schreibtisch bildete eine Barriere, die ihn vor Dummheiten schützen sollte. Wie schnell konnte man an Manager in ein schlechtes Licht gerückt und damit erpressbar werden.

»Ich hoffe, ich störe nicht … Chef.« Ihre Stimme besaß diesen leicht rauen Unterton, der ihm immer wieder Schauer über den Rücken laufen ließ und für einen Wimpernschlag verunsicherte. Er räusperte sich kurz.

»Keinesfalls. Das weißt du doch, Susanna. Was gibt es denn so Dringendes, dass du nicht einmal anklopfen konntest?«

Sie beugte sich zu ihm nach vorne und reichte ihm das Tablett. »Wir haben nur 79% der versprochenen Liefermenge erhalten.«

Natürlich verzog er bei solch einer schlechten Nachricht das Gesicht, da konnte ihre Figur noch so perfekt sein, und runzelte die Stirn. »Und was ist die Begründung?«

Er schaute ihr direkt in die Augen, auch wenn ihm das bei dieser Frau schwerfiel.

»Es gab wohl ein Problem mit der Verladevorrichtung auf dem Asteroiden. Neue Technik, die noch nicht im Orbit ausreichend ausgetestet wurde.«

Natürlich. Wie konnte es denn auch anders sein! Immer, wenn zwischenstaatliche Behörden eingeschaltet waren, knirschte es gleich im ganzen Apparat. Wahrscheinlich hatten sie wieder einmal die unterschiedlichen Normen der Kontinente nicht bedacht. »Klar, die Entwicklung steht im Schutz der Vereinten Länder. Da kommt doch nur Mist heraus.«

Die Rothaarige nickte und ignorierte seine Blicke, die sehr lange auf ihrer Bluse verharrten. Das waren die Privilegien, die man als Eigentümer eben hatte. Dass sich Susanna darüber nicht aufregte, musste er ihr absolut zugutehalten.

»Wenigstens haben wir überhaupt etwas erhalten. Eigentlich ziemlich viel sogar … anderen Firmen ergeht es weitaus schlechter«, fügte sie hinzu.

Er nickte, Susanna verstand und verließ sein Büro, an der Tür drehte sie sich um, zauberte ein Lächeln auf ihr Gesicht. Jesse hatte das Gefühl, dass sie gerne zu ihm kam. Ob das aus dem Grund war, dass er der Chef war oder auch wegen seiner sportlichen Figur, vermochte er nicht zu beurteilen. Aber Susanna Abendroth war auch eine bemerkenswerte Erscheinung und nicht umsonst hatte er sie zu seiner persönlichen Sekretärin auserwählt. Ihre Vorgängerin, eine dürre Blondine, hatte bessere Referenzen, aber sie blickte ihn an, als wollte er etwas von ihr. Kaum hatte sich die Tür hinter der Rothaarigen geschlossen, kam Kim Wong, die HR-Leiterin seiner kleinen Fabrik, vorbei. »Hallo Jesse. Ich muss dich dringend sprechen. Diese Information ist schockierend. Und sie hat mit diesem Flittchen zu tun.«

Doch bevor er antworten konnte, starrte Jesse auf das 3D-Bild, das über dem Schreibtisch schwebte. »Moment. Das muss leider warten. Irgendetwas stimmt da nicht!«

Die Schwarzhaarige kam näher. »Was ist denn los, Jesse? Du bist so blass um die Nase. Sag schon, geht es dir etwa nicht gut?«

Mit einem halblauten Befehl ließ Jesse das Bild drehen, so dass sie auch etwas sehen konnte. Die Arbeiter auf dem unteren Deck, die damit beschäftigt waren, das Zermahlen zu überwachen, und die beinahe im Staub lebten, drehten sich um und verließen geschlossen die Arbeitsplätze. Es war doch noch keine Pause! Selbst auf den schlechten Bildern musste Kim erkennen, wie wütend sie waren. Sofort wusste sie um ihre Aufgabe. »Ich gehe gleich runter in die Produktion, Jesse. Was fällt denen ein, die Produktion zu gefährden! Unglaublich! Ich dachte, wir hätten die Gewerkschaften schon lange unterbunden.«

Schon war die Mandeläugige aus seinem Büro verschwunden. Was hatte Wong eigentlich von ihm gewollt? Gab es etwa schon Gerüchte, dass er ein Verhältnis mit Susanna hatte. So lange war die Rothaarige ja noch nicht seine Assistentin und sie hatten bisher immer Abstand gehalten. In Jesses Augen war sie eindeutig ein Glücksfall. Nicht nur, dass sie seinen Vorstellungen einer Frau entsprach, sie war auch intelligent und fleißig, opferte sich ganz für die Firma auf.

Wieder sah Jesse auf die 3D-Szene. Mutig trat Kim den Männern und Frauen entgegen, die keinen Moment ruhig stehen konnten. Die zeigten sich unbeeindruckt, zwei schlugen sie mit den Fäusten nieder, drei Frauen griffen Wong an, drückten sie zuerst auf den Boden … die Szene geriet zu einem Tollhaus.

Was dann innerhalb der nächsten Sekunden geschah, ließ ihn ungläubig und schockiert in seinem Sessel zurück. Aus seinem Mund entwich ein trockenes Zischen.

Seine Augen waren weit aufgerissen.

Die Szene zeigte einen Tumult – chaotisch – die drei Frauen packten Kim, zerrten sie zum Rand des Trichters und schleuderten sie dann in den Schlund, wo sie in kleine Stücke zerfetzt wurde, wie auch das Rohmaterial.

Jesse brauchte einen sehr langen Moment, bis er sich darüber klar wurde, was sich in der übertragenden 3D-Szene abgespielt hatte. Ein brutaler, heimtückischer Mord. Und das vor seinen Augen. Aufgezeichnet! Sofort verband er sich mit dem Leiter der Sicherheit, der versprach, mit fünf Bewaffneten für Ordnung zu sorgen.

Auf dem Monitor sah Jesse, wie sich diese der Produktionsanlage näherten, die Schusswaffen hielten sie vorsichtshalber in den Händen. Sie sahen entschlossen aus. Grimmig. Mit finsteren Gesichtern. Plötzlich brach das Bild ab. Hatten diese verbrecherischen Arbeiter etwa die Kameras und Verbindungen zerstört, um keine Spuren zu hinterlassen?

Jesse beschloss, selbst nachzusehen, was dort abging. So griff er in das unterste Fach seines Schreibtisches und entnahm den Laser. Zum Glück hatte er die Waffe immer griffbereit. Man wusste nie, wer sich dem Inhaber einer Firma näherte. Leider nicht nur Frauen wie Susanna.

Der breite Flur mit den kreischend bunten Bildern, die sich ständig seinen Gefühlen anpassten, war menschenleer. Kurz darauf erreichte Jesse den Aufzug, drückte den Knopf. Als sich die Tür öffnete, stand Susanna drin und starrte ihn mit großen Augen an. »Was machst du denn hier?«, flüsterte sie mit einem Blick auf die Waffe. Er senkte den Laser, doch die Rothaarige drückte sich hinten in den Aufzug, als wollte sie sich klein machen.

»Das sollte ich dich fragen! Wolltest du nicht nach den Aufträgen schauen? Dafür brauchst du das Tablett nicht.«

Bevor sie antworten konnte, stellte er sich zu ihr in den Aufzug, presste seinen Zeigefinger auf den Laser, um sich zu authentifizieren und wählte die Produktionsräume aus. Stumm fuhren sie nach unten. Als der Aufzug hielt, öffnete sich die Tür. Schon wollte Susanna hinaustreten, da schob sie Jesse zur Seite. Vor ihnen standen mehrere Arbeiter, die Augen gerötet, die Pupillen stark erweitert. Hinter ihnen lagen gekrümmt die Männer der Security auf dem Boden. Keiner bewegte sich mehr. Seine Assistentin schrie auf voller Panik. Jesse schoss sofort, die beiden ersten Arbeiter fielen zu Boden, Susanna ließ die Tür schließen. »Zum Parkdeck!«, rief Jesse. »Wir gleiten zu meinem Häuschen. Hier ist es zu unsicher.«

Susanna drückte den Knopf, sie setzten sich in Bewegung.

»Gute Idee. Aber darf ich denn da mein Tablett nicht mitnehmen?«

»Ausnahmsweise schon. Du wirst es hier nirgends ablegen können. Wie müssen uns beeilen.«

Sie hielten an, die Tür öffnete sich, eine Kollegin starrte auf den Laser, hob die Hände. »Bitte nicht!«

Bevor sie noch schrie, antwortete Jesse. »Es gibt einen Aufstand in der Fabrik. Schnell, fahren Sie nach Hause!«

»Ja, Herr Ramirez!«, nickte die Braunhaarige und drehte sich um. Für einen Moment genoss er den Anblick ihrer Figur, dann erinnerte sich Jesse an seine Begleiterin.

»Du kannst bei mir bleiben«, befahl Jesse und so folgte ihm Susanna bis zu seinem Gleiter, der neuesten Generation, der gleich neben dem Eingang stand.

Sie drückten sich eng nebeneinander, als sich dieser erhob und in einer Höhe von knapp einem Meter aus der Tiefgarage auf die Straße flog. Der Autopilot steuerte sie sanft durch die Straßen, überholte die wenigen autonomen Autos, die sich dort bewegten.

»Was ist denn eigentlich los?« Susanna ergriff seine Hand und drückte sie fest. »Ich hatte da unten wirklich Angst!«

Jesse deutete auf den Bildschirm, wo der Film wieder abgespielt wurde: »Die Arbeiter drehen vollständig durch. Stell dir vor, die haben Kim umgebracht. Und die hat ja wirklich niemandem ein leidgetan.«

Die Rothaarige schien davon nicht sonderlich berührt zu sein, wahrscheinlich schlug die weibliche Eifersucht wieder zu.

---ENDE DER LESEPROBE---