Atlantis wider Willen - E.W.Schreiber - E-Book

Atlantis wider Willen E-Book

E. W. Schreiber

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Beschreibung

Lust auf (k)eine Erdenmission? Hathor, Mitglied einer aufgestiegenen Zivilisation, die über höher dimensional schwingende Heilklänge kommuniziert, inkarniert zum ersten Mal als Welpe auf der Erde, um seinen angerichteten Schaden, den Untergang von Atlantis verursacht zu haben, wieder gut zu machen. Sein Auftrag? Als Botschafter der höheren Welt muss er die Erde vor einer erneuten drohenden Katastrophe retten. Und wenn Weisheit und Wissen auf dem Planeten Erde vermeintlich Macht bedeutet, wird das ein Kinderspiel! Er hat dabei nur eines nicht bedacht. Das Leben auf der Erde folgt anderen Gesetzen, denen sich auch hoch schwingende Wesen fügen müssen. Sein neuer irdischer Körper ist nämlich unfähig, verbale höherdimensionale Klang-Botschaften hervorzubringen, die die Menschenwelt auch versteht. Zudem gesellt sich so etwas wie ein begrenzter Verstand hinzu, der alles Wissen verschleiert und für enorme Verwirrung unter den Erdbewohnern sorgt. Da hilft auch Maulwurf Siegmund Freud mit seinen Gruppentherapien, und auch Hamster Gerti, die sich schon als Hildegard von Bingen versuchte, mit all ihrem Naturheilwissen nicht weiter. Und wäre da nicht auch noch Hathors alte Widersacherin, die hohe energetische Wesenheit Kryon, mit der er das gemeinsame Karma von Atlantis zu lösen hat, wäre sein Auftrag unter Umständen sogar noch lösbar. Was also ist zu tun, wenn man sich auf der Meisterklasse Erde wiederfindet, in der keine klare Kommunikation möglich scheint? Eine neue Sprache muss her, und das schleunigst. Eine die jeder versteht, denn die Zeit rennt. Wird seine Mission die Welt zu retten gelingen?

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Seitenzahl: 187

Veröffentlichungsjahr: 2023

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E.W.Schreiber

Atlantis wider Willen

 

 

 

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Inhaltsverzeichnis

Titel

Danksagung:

Widmung

1.Kapitel

2.Kapitel

3. Kapitel

4.Kapitel

5.Kapitel

6.Kapitel

7.Kapitel

8. Kapitel

9. Kapitel

10.Kapitel

11.Kapitel

12.Kapitel

13. Kapitel

14. Kapitel

15. Kapitel

16.Kapitel

17. Kapitel

18. Kapitel

19. Kapitel

20. Kapitel

Anhang

Impressum neobooks

Danksagung:

Mein tief empfundener Dank gilt meiner Familie, und meinen Freunden, die mir über eine lange Zeit der Entbehrungen und Nöte hinweggeholfen haben und mich stets in meiner weiteren Bewusstseinsentwicklung und Heilwerdung unterstützten, wie es nur liebende vermögen. Für ihre wertvollen Feedbacks und das besondere Engagement beim Korrektorat und Lektorat möchte ich Claudia Streussnig. danken, mit dem sie die Fertigstellung des Buches vorangetrieben und bereichert hat.

Widmung

Für Dich, Edith, meine Seelenverwandte, treue Freundin und Wegbegleiterin in jeder Lebenslage, meine Lektorin und literarische Beraterin, die mich lehrte, dem Leben und seinen Widrigkeiten mit Humor zu begegnen. Zwei alte suchende, verlorene Seelen waren wir, die einander gefunden haben, um miteinander zu Findenden und Gefundenen zu werden.

Der Schreibprozess dieses Buches erfolgte über viele Jahre unseres gemeinsamen Lernens und Schaffens und Hathor ist dir in all der Zeit so sehr ans Herz gewachsen, dass du die Fertigstellung des Buches kaum erwarten konntest. Du hast es nicht mehr erlebt. Es ist mir eine große Ehre, Dir, du gute alte Seele, nun dieses Buch mit ganzem Herzen und ganzer Seele zu widmen, auf das du im Himmel Tränen lachst!

1.Kapitel

Hallo. Ich möchte mich erst mal vorstellen. Man nennt mich Hathor. Hathor der Kleine. Der von der galaktischen Föderation Abgesandte. Als Mitglied des aufgestiegenen Volkes der Hathoren wurde ich ausgewählt, als Seelenfragment auf Erden zu dienen. Natürlich komme ich in friedlicher Absicht und meine Aufgabe ist klar umrissen. Als intergalaktisches Wesen begleite ich die Menschen seit Äonen. Diesmal aber muss ich sie beschützen. Vor wem oder was genau wollt ihr wissen? Na ja, das ist mir etwas peinlich gerade, und ich muss mich auch erst hier auf der Erde akklimatisieren. Aber ich werde euch später, wenn ich so weit bin und Worte dafür habe, darüber berichten. Versprochen. Aber so viel sei vorerst verraten: Ich bin gekommen, um mitunter Mary, einer Menschenfrau, zu helfen, den letzten Gang vorzubereiten. Nein, sie wird jetzt nicht das Zeitliche segnen. Es ist nur so. Es ist Marys letzte Inkarnation. Der Reinkarnationszyklus, für Menschen oft Wiedergeburtszyklus genannt, ist im Begriff, von ihr abgeschlossen zu werden. Doch bevor das geschieht, muss sie mir bei meiner Aufgabe, die Welt zu retten, helfen.

Die Erde und all ihre Bewohner befinden sich nämlich in einer Aufstiegswelle, einer Art Energiebeschleunigung, was bei vielen Menschenseelen irgendwie unbemerkt geblieben ist, aber dennoch alles was da kreucht und fleucht auf dem Mutterplaneten Erde, die eigentlich ja Gaya heißt, in ein verwirrendes Durcheinander geschubst hat.

In der Dimension, aus der ich komme, existiert kein Männlich und Weiblich. Es gibt auch kein Oben oder Unten, kein Weiß oder Schwarz und schon gar kein Gut oder Schlecht. In den höheren Sphären existiert die Dualität nicht wie auf Erden. Da wo ich herkomme, ist alles eins.

Meine Mutter ist Lady Nada, eine der aufgestiegenen Meisterinnen, die ihren Reinkarnationszyklus als Mensch schon vor langer Zeit abgeschlossen hat. Sie ist aber doch noch, wenn es denn unbedingt sein muss, als Teilfragment auf Erden wohltätig und inkarniert dann in welcher Form auch immer, und je nachdem, was gerade so ansteht und gebraucht wird, als Teilaspekt eines Ganzen.

Wir, meine Mutter und ich, sind also genaugenommen Engel. Das zu begreifen ist für die Menschen oft sehr schwierig. Denn nun sehe ich meiner Engelsmutter dabei zu, wie sie den Dünnpfiff meiner kleinen Geschwister und meiner Wenigkeit vom Boden aufschleckt. Pfui Teufel! Das ist ekelig. Sowas Abartiges zu begreifen ist für mich, für den die irdische Erfahrung von Gut oder Schlecht ganz neu ist, echt schwierig. Als Welpe inkarnieren zu müssen nenne ich mal nen rasanten Abstieg, während die Erde dabei ist, im Eiltempo aufzusteigen. Und ich ahne bereits jetzt schon, das kann ja noch so richtig zum Abwinken heiter werden.

Seit acht Wochen gibt es mich jetzt in irdischer Gestalt. Himmel! und mein Körper ist schrecklich langsam und noch dazu vierbeinig. Oh, es ist nicht einfach, aus meiner raum- und zeitlosen Sphäre kommend, einer so dichten und trägen Energie standzuhalten. Aber so wurde es ausgemacht. Dass ich als Hund wiederkomme, wurde im Seelenplan meines zukünftigen Frauchens und mir festgeschrieben.

Meine irdische Mutter erklärt mir soeben die Spielregeln, während unser Hundezüchter dran ist, den ganzen Haufen von uns fein zurechtzumachen, und Mama damit hilft, das Welpengeschiss, das überall herumliegt, aufzuwischen. Wir werden hübsch zurechtgemacht und gebürstet. Ein buntes Bändchen für jeden einzelnen ziert unsere Hälse, während wir auf unsere neuen Herrchen warten, die uns aussuchen sollen, je nach Schönheit und Intelligenz.

In meinem Seelenvertrag mit Frauchen steht allerdings nichts von der Notwendigkeit schön und intelligent zu sein. Gott bin ich froh darüber. Ich bin Hathor der Musiker. Gekommen, um Frauchen in höhere Schwingungen zu tragen. Mama sagt: „An den Augen wird sie dich erkennen!“ und ich denk nur „Ups, das hab ich schon mal irgendwo gehört“. Aber ich erinnere mich auch schon. „Wie Jesus“ sag ich, „Jesus hat das auch gesagt“. Lady Nada, ähm, Mama, nickt mir aufmunternd zu und wedelt aufgeregt mit ihrem Schwanz. „An den Taten, mein Kleiner, an den Taten hat der Meister gesagt“. Aber ach was solls, denk ich mir, ist eh alles das Gleiche, ob an den Augen oder Taten, was macht das schon für einen Unterschied?

Einer von Mamas vielen menschlichen Inkarnationen war die der Maria Magdalena. Und ich glaube indem sie ihren Geliebten Jesus zitiert, fällt ihr die Trennung von ihm etwas leichter. Ich werde sie allerdings mal fragen, wer genau mein Vater ist, denn irgendwie scheint mir der nicht von dieser Welt zu sein, so selten wie ich den zu Gesicht bekomme und wie Mama versus Maria-Magdalena grad so keusch hechelt.

Mein Frauchen Mary erkenne ich sofort an ihrem violetten Strahl. Alles was lebt hat einen. Einen Strahl. Und jeder ist anders. Ich habe schon befürchtet, dass sie ihn vergisst, unseren Seelenvertrag, denn mein Frauchen hat so wie alle Menschen ihr Gedächtnis im Himmel vergessen. Das war so ausgemacht, dass sie alles vergisst. Sinn und Zweck ist es ja sich zu erinnern, und während die Menschen ihre Erfahrungen machen, erinnern sie sich. Der eine mehr, der andere weniger. Mein Frauchen hat schon eintausendvierhundert Leben in menschlicher Gestalt am Buckel, und dieses soll ihr letztes sein. Vorgenommen hat sie sich so einiges in dieser Inkarnation und dabei hat sie sich, so wie es wohl aussieht, etwas zu weit aus dem Fenster gelehnt.

Der karmische Rat, zu dem auch ich geladen wurde, hatte befunden, dass sie sich ihre jetzige Inkarnation als Mary nicht allzu arg mit Leid und Verlusterfahrungen vollstopfen, sondern die ausstehenden Erfahrungen besser auf drei Leben aufteilen sollte. Aber Frauchen ließ sich diese menschliche Bürde nicht nehmen. Sie wollte Erfahrungen machen. Viele Erfahrungen. Viele Erfahrungen bedeuten Erinnerungslücken, ja ganze Krater mit Wissen auffüllen zu müssen. Und wenn man Glück hat, sogar mit etwas Weisheit. Und wie ich es schon vorausgesehen hab, hat sie sich übernommen, die gute Mary. Und nun muss ich einschreiten. Als sogenannter Wachrüttler, der sie wieder auf die Spur bringt, sollte sie ihr Seelenziel gänzlich aus den Augen verlieren. Aber genau darauf steuert Mary schnurgerade zu.

So hocke ich frisch geleckt und gestriegelt in einem riesigen Weidenkörbchen, mein violettes Bändchen, wie passend, um meinen Hals geschnürt, und starre in die seelenverwandten Augen von Mary, die kein violettes Erkennungsband tragen muss wie ich. Ja ja, sie ist ja auch ein Mensch, kein Welpe so wie ich. Acht Wochen lang hat mich Mama in meine Aufgabe hier auf Erden eingeweiht, mich geschult für Mary und ihren Bengel, der jetzt mit aufgerissenen Augen aufgeregt aus der Wäsche und auf mich hinabguckt. Ich war mir nicht sicher, ob Mary sich an mich und unsere Absprache erinnern, ob sie den Weg hierher überhaupt finden würde. Aber Mary hat sich erinnert. Sie weiß es nur nicht. Und das ist ihr Problem. Mary hat von mir geträumt, hat diese Hundeträume rigoros von sich weggeschoben, obwohl ich ihr in ihren Träumen immer wieder erklärte, dass es Zeit wurde für uns. Erst ihr Kind musste sie zu mir überreden, nachdem ich ihn mit hunderten von Wunschträumen aus seinem nächtlichen Lager riss, damit er seiner Mutter gehörig auf die Nerven ging, ihm endlich ein Hündchen zu besorgen. Und so trat meine Seele in einen schwarz-weiß gescheckten Havaneser Rasse Körper ein und sabbert jetzt was das Zeug hält. Entschuldigt bitte. Aber ich glaube, ich werde hier gerade von hinten angeludelt. Das muss ich schnell mal klären.

Aus Mamas Wurf, ach du meine Güte fällt mir Mama zu sagen vielleicht schwer, wenn man einen schon so lange kennt wie ich die Lady kenne, bin ich der kleinste. Und die kleinsten und schwächsten werden hier auf Erden scheinbar gerne angepinkelt. Daran darf ich mich nicht gewöhnen, meint die Lady und schleckt mich auch gleich wieder sauber. Dass ich der Ungeduldigste und Kleinste bin, auch wenn ich dadurch ein Entwicklungstrauma davontrage, hat die Natur gut eingerichtet, denn so, werden die anderen Frauchen und Herrchen über mich hinwegsehen und mich nicht mitnehmen. Die Natur hat sich schon etwas dabei gedacht, mich vor einer ungewollten Machtübernahme, indem man mich noch vor meiner Zeit mit Frauchen davon trägt, zu schützen. Ich hab mich in die letzte Ecke verkrochen, damit mich niemand sieht, denn mein Frauchen ist schon lange mir versprochen. Ich hab ganz schüchtern getan, und niemandem meine Augen gezeigt. Meine Augen blitzen nämlich und das gefällt den Menschen. Sie mögen klare, glitzernde Augen. Und so haben sie mich einfach übersehen und meine Geschwister mitgenommen. Übriggeblieben ist abgesehen von mir nur mein etwas zurückgebliebener Bruder,Djawal Khul.

Djawals letzte Inkarnation endete 1875. Das ist lange her. Danach ist er in die höheren Welten aufgestiegen und seitdem hat er die Erde nicht mehr besucht. Djawal ist eigenartig und benimmt sich sehr komisch irgendwie. Immer wenn unsere Züchter Fresschen für sich holen, bringen sie Djawal Kronen aus Pappe mit, die verrückte Namen tragen. Was soll das für ein Kronen-Name sein, Burger King? Ich glaube, dass es mal einen König gab, hier auf Erden, dem dadurch bis ins heutige Zeitalter hinein gehuldigt wird. Aber diese Epoche scheine ich nicht recht mitgekriegt zu haben.

Sie halten nicht allzu lange, die Kronen, von denen es scheinbar unzählige gibt, so dass man sie einfach verschenken kann. Und weil sie Djawal immer zerreißt, so irre wie der mit denen herumwirbelt, kriegt er immerzu neue. Mama erklärte mir, dass eine seiner prägendsten Inkarnationen, die sich sehr in seine Seele eingebrannt hat, die von König Kaspar, einem der drei Könige aus dem Morgenland war. Daher wohl sein Tick mit der Krone. Djawal, sagte Mama, hat Jesus noch vor ihr kennengelernt, und überhaupt versammelt sich die sogenannte galaktische Seelenfamilie sowieso immer wieder auf Erden, um gemeinsame Aufgaben zu erfüllen.

Mein Frauchen gehört auch zu unserer Seelenfamilie und ist die letzte von 1300, die sich in die höheren Sphären aufzuschwingen gedenkt. Also helfen wir ein bisschen nach, jetzt wo sie noch mal nen Zahn zulegen muss, um es in der von ihr selbst vorgegebenen Zeit auch zu schaffen.

Warum ich als Hund und nicht in menschlicher Form komme, liegt an Frauchens Lernthema. Sie muss, um ihre Prüfung auf Erden zu bestehen, gänzliches Vertrauen in ihre überdimensionale Fähigkeit, also in die intuitive Sprache der intuitiven Kommunikation entwickeln, ohne von und durch andere verbale Unterstützung und Bestätigung zu bekommen. Mein Frauchen, aber das weiß sie noch nicht, weil auch dieses Wissen im Himmel zurückgeblieben ist, ist eine ausgebildete Top Diplomatin der galaktischen Föderation, die sich besonders in der intergalaktischen Kommunikation versteht und als Sprachrohr zwischen den verschiedensten Dimensionsebenen und Welten fungiert. Hier auf Erden hat sie vergessen wer sie ist und was sie alles kann. Und genau darum geht es. Sie muss sich selbst wieder an ihre Arbeit erinnern, die sie, wenn sie ihre karmische Prüfung schafft, sofort wieder aufnehmen wird, um den galaktischen Frieden wiederherzustellen.

Entschuldigt mich bitte nochmal für die kurze Unterbrechung. Aber mir juckt wie verrückt mein Hintern, wahrscheinlich weil ich seit Tagen an Durchfall leide. An die für mich noch sehr befremdliche Nahrungsaufnahme muss ich mich erst gewöhnen. Als geistiges Wesen so mir nichts dir nichts plötzlich einen Körper zu besitzen, der mir so gar nicht gehorchen will, ist sehr gewöhnungsbedürftig.

Ich drehe mich also wieder zu Mama um, die mich schon wieder ordentlich sauber macht da hinten. Mann, die Frau kann einem echt leidtun. Ich finde das echt geschmacklos. Das mein Darm solche Geräusche macht, und dass da immer was rausfällt aus mir, bin ich nicht gewöhnt. Das Erdenleben ist mir noch sehr fremd und irgendwie… darf ich das jetzt sagen?... Beschissen. Wo habe ich aufgehört mit dem Erzählen? Ach ja.

Mary hat sich als einzige bereit erklärt, genau diesen galaktischen Krieg, den wir seit Äonen mit anderen Welten führen, auf dem Trainings-Planeten Erde in hunderten von Inkarnationen durchzuspielen. Sie will Problem-Lösungen finden, wie die Galaxie von einer totalen Auslöschung verschont werden kann. Schon einige Male war die Erde knapp dran, von allen Mitspielern dieses Projekts ausgelöscht zu werden, weil sie die galaktischen Konflikte auf irdischer Ebene nachgespielt haben, aber nicht lösen konnten. Doch nun steht Mary kurz vor dem alles entscheidenden Augenblick, des Rätsels Lösung gefunden zu haben, und die gesamte Galaxie vor der Zerstörung zu bewahren. Daher werde ich jetzt gesandt, damit da nichts mehr schiefläuft. Mein Frauchen hat sich nämlich verliebt. Um genau zu sein, sehr unglücklich, und dabei hat sie ihren Verstand verloren. Sie hat jemanden gefunden auf dem kleinen Planeten Erde, den man, über all die Zeiten hinweg, als ihren Gegenspieler eingeschleust hat und den man Dualseele nennt. Beide sind aus ein und demselben Strahl gemacht, stellen allerdings zum Zwecke des Kriegsspieles zwei Individuen dar, die gegensätzlicher nicht sein könnten, sich aber anziehen wie die Motte das Licht. Beide Teile also sollen zu ihrem ursprünglichen Zustand zurückfinden, um wieder miteinander zu Einem zu verschmelzen. Denn nur wenn Mary das schafft, wird sie in der Lage sein, die Welt vor einer drohenden ewigen Dunkelheit zu bewahren. Der Clou an der Sache ist aber der, dass diese Verschmelzung nur auf der Erde geschehen darf, denn genau dort ist es am schwierigsten, die Dualität der beiden Teile vollkommen aufzuheben und dadurch die niedere Schwingungsfrequenz so zu erhöhen, dass sie an die höheren Schwingungswelten wieder andocken kann. Und dabei muss ich helfen. Unter anderem. Die Erde soll sich in ihrer Schwingung mit den anderen Welten verbinden, damit jegliche Trennung aufhört. Dazu muss die Erde ihre Schwingung anheben. Das nennt man den Aufstieg der Erde. Und alles, was auf Gaya lebt, muss sich, um körperlich am Leben zu bleiben, der Erdschwingung anpassen. Sonst, ja sonst verliert man seinen Kopf, so wie meine Mary eben, und muss wieder von vorne anfangen.

2.Kapitel

In Gedanken Summe ich mein Lied. Das Lied der Hathoren. Es ist so wunderbar und wenn man es hört ist es, als würden hundert liebliche Glocken läuten, die einen in Liebe gehüllt in die Unendlichkeit des Alls hineintragen. Es ist mein Heimatlied und das muss ich mir jetzt Denken, weil ich, als ich versucht habe es zu singen, vergessen hab, dass mir eine klare, liebliche Stimme fehlt und mein sabberndes Maul nur Gejaule, und Gehechel hervorbringen kann. Das, meine Lieben, ist eine regelrechte Plage für mich. Ich kann meine Lieder nicht singen, die mich beruhigen und wiegen würden, wo ich doch solch großes Heimweh hab. Ich will nach Hause. Nach Hause telefonieren.

Aber so steht es geschrieben: „Im Wehklagen und Weinen, im Schweiße deines Angesichts sollst du deine Kinder gebären!“ Ups. Nein ich glaube das ging anders. Im Schweiße deines Angesichts, sollst du des Feldes Arbeit tun! Irgend sowas eben. Ja, das muss ich jetzt, aber mein Angesicht hätte ich mir wenigstens mit einer lieblichen Stimme gewünscht.

Als ich mir im karmischen Rat meinen neuen Körper ausgesucht hab, habe ich leider, leider daran nicht gedacht. Und das hab ich nun davon. Ich hätte mir auch nen anderen Körper aussuchen können. Ein Frettchen vielleicht, oder ne Kanalratte? Aber mal ehrlich, wer will schon als Nagetier hierherkommen? Die sind nicht sonderlich beliebt bei den Menschen und ihre Lebenszeit soll verdammt kurz sein, wie man mir versicherte. Ein Kätzchen wäre süß gewesen, aber Mary hat schon eines, daher kam nur ein Hundewollknäuel für mich in Frage.

Ich blicke Mary also mit meinen treuen Hunde Augen an und beginne, mir das Lied zu denken. Dabei stoße ich winselnde Laute aus. Mary kommt an mich heran, ganz nah ist sie bei mir und beginnt zu lächeln. „Mein süßer kleiner Hathor“, sagt sie lieblich und streichelt mir über mein Fell. Himmel! Ich frohlocke. Sie hat meinen Namen erraten. Ich denke und winsle weiter. Immer weiter. Ich glaube sie versteht mich. „Ja, ja“ denke ich und will mein Frauchen dazu anspornen ihre intuitiven Sinne wahrzunehmen, sie auszudrücken. „Ja, ja, kommuniziere mit mir“, bettle ich, „das ist ein guter Anfang“. Und Mary beginnt tatsächlich eine Melodie zu summen. Es ist meine Melodie, es ist der Hathorendreiklang. „Du lieber Himmel, sie kann es, jaaa, sie tut es, jaaa, sie versteht meine Sprache! Wie wunderbar!“

Mary beginnt herzhaft zu lachen nachdem sie abrupt damit aufhört meine Hymne zu summen und nimmt mich auf den Arm. „Ja“, denke ich wieder und mache „Pft, pft. Oh ja. Pft, pft“. Mary lacht und ihr Junge lacht mit. Aber so schnell kann ich gar nicht sabbern, holt mich der Bengel auch schon wieder in die Realität zurück. „Hathor macht immer pft, pft“, sagt er und fordert mich auf, es wieder und wieder zu tun. Das Pftn. Ich denke also: „Oka,y lass uns kommunizieren“, und wieder macht es „Pft pft“. Ich höre mich selbst pftn und immer, wenn ich ja sagen will, kommt in der Hundesprache pft, heraus. Das nagt an meinem Ego. Das nenne ich mal nen Reinfall.

Ich denke jetzt an Mama, die mir erklärte, dass unsere Seelenfamilie eine übergeordnete Aufgabe verfolgt, indem sie die verschiedensten Kommunikationsformen trainiert. Also Kommunikation auf tierisch, menschlich, hathorisch, plejadisch, sirianisch, telepathisch, in Tönen oder durch geometrische Formen, übersinnlich und, ach was weiß ich, was es noch alles für Sprachen in der galaktischen Welt gibt. Es gibt unzählige, so viele wie Sterne am Firmament stehen. Und Mary ist unsere beste Dolmetscherin. Sie muss unserer Sache endlich den Durchbruch verschaffen, auf den wir seit Äonen warten. Das Problem ist nur, dass Marys Dualseele, für den sie ihre Intuition und ihr Gehirn über den Haufen geschmissen hat, einen anderen Plan verfolgt, weil er alles über seinen Verstand steuert. Und mal ehrlich. Der menschliche Verstand ist nicht besonders gut ausgeprägt, nicht unbedingt das beste Werkzeug, das man verwenden sollte, wenn es darum geht alle Bestandteile zu einem Ganzen zu vereinen und um das Höchstmögliche für alle herauszuholen. Beide Pläne zusammenzubringen wird Mary alles abverlangen, das ist mir längst klar. Denn Frauchens Dualseele Max folgt nicht dem Seelenplan, Kommunikation auf allen Ebenen zu perfektionieren, sondern Kommunikation zu zerschmettern, Kommunikation zu zerstreuen, um die Wahrheit im Jetzt zu verschleiern, damit die Kommunikationsexperten den Durchbruch zum Jetzt nicht erreichen. Denn das Jetzt muss in der intergalaktischen Muttersprache intuitiv kommuniziert werden. Und Intuition ist nicht gerade Max‘ Stärke. Das muss auf Erden geschehen, damit sich Gaya wieder auskennt und ihre Energie der galaktischen Schwingung anpassen kann. Alle Welten sollen sich wieder energetisch vereinen. Denn das Jetzt ist alles, was es gibt, je gab und je geben wird. Und die einzig wahre Sprache, die einen solchen Zusammenschluss kommunizieren und für jedermann und -frau in eine verständliche Form bringen kann, ist die intuitive Sprache, die mein Frauchen jetzt trainieren muss, damit die Sache funktioniert und der Schuss nicht wieder nach hinten losgeht, so wie in ihren letzten dreihundert Inkarnationen.

Die Spielregeln sind verdammt einfach und doch sehr schwer umzusetzen. Und es gibt nur eine Spielregel. Alles Große liegt im Kleinen und alles im Kleinen ist im Großen enthalten, was bedeutet: schafft Frauchen im Kleinen den Zusammenschluss, wie auch immer der aussehen mag, geschieht er unweigerlich auch im Großen. Alles ist erlaubt, es gibt keine Grenzen, nur der freie Wille jedes beteiligten Mitspielers muss gewahrt und geachtet bleiben. Eine wahre Meisterleistung, für die sich Frauchen gemeldet hat. Und wir alle, so auch ich und eine ganze Engelsschaar, sind in höchster Aufregung wegen unserer guten Mary, weil wir so neugierig sind, wie sie es schaffen will, die völlig unterschiedlichen Energiestränge zwischen Max und ihr wieder zusammen zu bringen. Und ich bin Frauchens galaktische Unterstützung. Ich bin Hathor, Mitglied des großen karmischen Rates, Vorhut der intergalaktischen Allianz zur Vereinigung des Jetzt und ein verdammt hungriges Wollknäuel, dessen Kommunikationstalent sich meisterlich in den erlesensten Melodien und Tönen verstand und sich nunmehr noch meisterlicher auf Sabbern und Pupsen beschränkt.

Ein wahrlich tiefer Fall für einen Engel, würde ich mal meinen. Aber naja. So steht es halt in der Akasha Chronik, den Büchern aller Bücher, für Frauchen und mich festgeschrieben. Und ich nehme meinen Auftrag als intergalaktischer Kommunikationstrainer und Botschafter sehr ernst.

Lady Nada, also Mama, will mir noch bevor ich meine Reise zu Mary antrete, unbedingt was mitteilen und ich höre ihr aufmerksam zu.

„Hathor“, sagt sie, „du wirst viele Überraschungen erleben, sei also auf plötzlich auftretende Situationen, an die du dich nicht erinnern wirst, dass du sie in deinen Seelenplan geschrieben hast, gefasst. Und Hathor, gib auf die Ego-Spiele acht. Du weißt, die sind auf Erden weit verbreitet. Wenn du in einem Ego-Spiel festhängst, ist deine Intuition blockiert und deine Intuition ist wie die freie Frequenz eines Funkgerätes. Ist sie blockiert, kannst du mit deinen galaktischen Freunden nicht mehr kommunizieren. Und Hathor, vergiss nie, niemals, dass du dich hier auf dem Planeten Erde befindest und das energetische Gitternetz, das die Erde schützend umschließt, von der göttlichen Wesenheit Kryon bewacht und ständig erneuert wird“. Mama schaut sehr streng und runzelt ihre mit geschecktem Fell bedeckte Denkerstirn.