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Was geschieht, wenn es uns nicht möglich ist im Quantenraum, dem Wohnsitz unseres höheren Selbst, dauerhaft zu verweilen? Wenn uns die schmerzhafte Realität einholt und uns in den Sog des Schmerzes und Anhaftens an die Dualseele zurückzieht? Welche Macht steuert diesen Rückholprozess? Weshalb wird dieser immer wieder aufs Neue angetriggert? Was verschafft uns diese Quantenraumblockade? Und was bedeutet es in einer geklärten Dualseelenbeziehung zu leben? Es sind berechtigte Fragen, die wir uns genauer ansehen und die jedem die Möglichkeit bieten, diese für sich zu beantworten. Die Dualseelen-Quantenraum-Thematik wird mit diesem zweiten Buch Dualseelen – Resetting Effekt als Hilfe zur Selbsthilfe für Menschen, die sich aufgrund von Blockaden im Quantenraum nicht halten bzw. diesen gar nicht erst betreten können, durchsichtiger, fassbarer und vor allem nutzbarer. Sie bekommt hiermit einen radikal annehmenden, runden, klärenden Charakter, der in der Praxis des Lebens unverzichtbar und vor allem leichter anwendbar wird. Resetting ist ein Vorgang, der die Quantenraumblockade auf lebensnahe, bodenständige Weise auflöst. So ist Resetting auch keine Methode oder Therapieform, sondern eine natürliche Hilfe zur Selbsthilfe, die es schon seit Menschengedenken gibt.
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Seitenzahl: 259
Veröffentlichungsjahr: 2017
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E. W. Schreiber
Dualseelen Resetting Effekt
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Inhaltsverzeichnis
Titel
Dualseelen Resetting Effekt
PROLOG
Vom „Ich bin“ zum „Wir sind“
Platos Höhlengleichnis
Modell der in Dimensionen unterteilten inneren Hierarchien
Beobachter-Ebenen im Quantenraum
Einfluss des Erdmagnetfeldes
Resetting-Beispiel: Leo 1
2
Resetting-Beispiel: Das Kleine „Vergiss mich bitte nicht“
Die Spiegelfunktion
Das Trauma der Gewalt und der Verlust des „Ich bin“ 1
2
3
Die alten Schuhe ausziehen
Der Weg, der zu gehen ist, willst du deine verschiedenen Bewusstseinsebenen miteinander synchronisieren
Totale und radikale Annahme von dem was ist
Resonanz
Trauma – Fluch oder Segen
Die Kleine Seele spricht mit Gott
Parabel
Impressum neobooks
Lektorat/Korrektorat: E. Kuess
Im wahren Selbst sein bedeutet im Atman sein. Atman (aus dem Sanskrit) ist ein Begriff aus der indischen Philosophie und bezeichnet das höhere Selbst, die unzerstörbare, ewige Essenz des Geistes, was auch mit Seele übersetzt wird. Die Bhagavad Gita gilt als das grundlegend mystisch-spirituelle Werk, das vor tausenden von Jahren entstanden ist und Seinsfragen zu Liebe, Freundschaft, Tod, Sinn und Ziel des Lebens und den Zyklus der Wiedergeburten beantwortet.
Wir, die wir in westlichen Gefilden weitgehend unbewusst aufwachsen, kommen nun durch ein Phänomen, das wir als Dualseelenprozess beschreiben und erkennen, unweigerlich mit Atman (dem höheren Selbst) in Kontakt. So zeigt uns dieser Prozess auf wer wir sind und lässt uns erspüren was unser Leben sinnerfüllt machen könnte, wenn wir den Dualseelenprozess als das anerkennen, was er in Wahrheit ist. Eine Auferweckung.
Das Wesen eines Yogis ist im Atman zu sein, in seinem wahren Selbst. In meiner Kindheit und Jugend erfuhr ich nichts über Yogis und den Atman, nichts über den Zustand, wenn man als verkörperter Mensch in diesen eintritt, ja überhaupt, dass es ihn gibt. Ein höheres Selbst? Ein Ausdruck, der in westlichen, christlich orientierten Kulturen kaum Verwendung findet, kennt kein höheres Selbst. Gott ähnlich zu sein, zu werden wie Jesus Christus, ihm nachzueifern, ihm ähnlich zu sein, begründet den Nähr- und Lehrboden der christlich-katholischen Erziehung, die mir zuteil geworden ist. Ein Konstrukt, das im täglichen Leben kaum erfasst und umgesetzt werden kann, da sich eine derartige Vorstellung stets auf das Außen und nicht auf das Innere in einem selbst bezieht. Man sucht außen, nicht innen, man sucht vergebens. Und dennoch lernt man, wenn man achtsam bleibt, dass es allein angezettelt durch die Suche im außen etwas gibt, das dort draußen irgendwo existieren muss, etwas das größer ist als das Außen. Wenn man es im außen nicht findet, wird man unweigerlich eines Tages auf das Innere im Menschen gestoßen. Auf das Innere im anderen. Es ist immer erst das Andere, das erkannt und gesehen wird, sofern man weiß worauf man achten muss. Erst dann begibt man sich auf die Suche nach seinem eigenen Atman, sich seinem eigenen Inneren zuzuwenden.
Wir alle, jedes verkörperte Lebewesen, sind beseelt. Im Atman sein bedeutet sich dieser Beseelung bewusst zu sein. Sich bewusst zu sein, dass man einen Körper hat, aber nicht sein Körper ist. Der Körper ist verwundbar, ist endlich und wird sterben, eines Tages. Im Atman ist und bleibt man unverwundbar, das höhere Selbst ist sich bewusst, dass es unendlich, unsterblich ist. Es wurde niemals geboren und wird niemals sterben. Es ist unvergänglich, unzerstörbar.
Jedes Kleinkind lebt im Atman. Es lebt aber auch in einem Körper, der äußeren Umständen ausgesetzt ist. Die Umstände schaffen den Rahmen, in dem sich das heranwachsende Kind aufzuhalten und zu leben hat, damit es dauerhaft dazu gehören kann. Der gesellschaftliche Rahmen des Kindes begrenzt seine Wahrnehmung auf das, was im Allgemeinen als real, wertvoll und unterstützenswert angesehen wird. Alles darüber Hinausgehende wird gesellschaftlich abgelehnt. Die Umgebung schafft also den Rahmen, der dem Kind seine Entwicklungschancen bietet, weil es sich anpassen muss, um im Körper zu überleben. Jeder Mensch hat einen etwas anderen Rahmen zur Verfügung gestellt, es gibt nicht einen einzigen, der haargenau im selben Rahmen lebt wie ein anderer. Dieser Umstand bekräftigt die Tatsache, dass der Mensch frei nach seinem Willen die ihn umgebenden Dinge und Zweckmäßigkeiten deutet und nach seinem eigenen Gutdünken und Glauben umsetzt. Was aber allen Rahmen zu Eigen ist, ist der Umstand, dass jede Verkörperung mit biologischen, natürlichen Sinnen ausgestattet ist, die Begehrlichkeiten wecken und in Handlungen eingefordert werden. Wie groß die Begehrlichkeiten sind, bestimmen der Rahmen und das Umfeld, in dem man sich aufhält. Und es sind ausnahmslos stets die Begehrlichkeiten, die den Menschen von seinem Atman entfernen. Atman ist für die biologischen Sinne nicht wahrnehmbar, daher existiert es auch nicht.
Wenn also dem Kind, das heranwächst, das abhängig davon ist wie mit ihm umgegangen wird, zu viele äußere Begehrlichkeiten aufgedrückt werden, es aufgrund der Begehrlichkeiten seines Umfeldes durch Ausbeutung seines Urvertrauens in das Leben beraubt wird, entsteht Trennung und Abspaltung. Das körperliche Überleben-Müssen zwingt den kleinen Menschen dazu sich dem Unbewussten zu unterwerfen, das sich am Begehren und Besitzen-Wollen aufhängt. Wohingegen das Atman in Vergessenheit gerät oder aber, und dies ist bei mir geschehen, durch Dissoziation die Ebene des Atman aufsucht, in dem man dauerhaft verweilt. Die Verbindung zwischen Atman und Körper kann also auf zweierlei Weisen durchtrennt werden. Wir sind nicht unser Körper, wir sind Atman, doch leben wir in einem Körper, dessen Sinn und Zweck es ist, durch Handlung dem Atman zu entsprechen. Erst dann erkennt man auch im außen (beim Anderen) Atman in sich selbst im inneren, durch das gehandelt oder nicht gehandelt wird. Letztendlich ist alles Handlung. Auch das Nichthandeln ist Handlung.
Ganz gleich also, ob der Mensch sich in den Atman oder aber in den Körper zurückgezogen hat, ihnen beiden ist das Andere abhanden gekommen. Sie suchen beide nach dem anderen Teil und solange dies so ist, wird jeder von ihnen unter Schmerzen und Leid leiden. Der im Atman Verbliebene wird stets durch äußere Reize, die seine Körpersinne wahrnehmen, in den alten Überlebenskampf hinabgezogen und somit seinem nicht erfüllten Begehren nach Liebe, Achtung und Wertschätzung, das ihm verwehrt geblieben ist, begegnen. Das alte Trauma der Abtrennung wird durch seinen Körper also im außen sichtbar. Der ihm Körper verbliebene, sich dem Atman unbewusste Mensch, erlebt in und durch seine Handlungen Lieb-, Acht- und Wertlosigkeit und sehnt sich nach seelischer Liebesnahrung, die ihm Achtung und Wertschätzung entgegenbringen soll. Beide Varianten lassen Begehren an die Oberfläche brodeln und solange Begehren und Wollen den Menschen lenken, kann er nicht wahrhaft glücklich sein.
Der Mensch, ganz gleich aus welcher Richtung er auch kommen mag, hat nur eines zu lernen, Handlungen im Nichtbegehren zu setzen. Ich nenne den Raum, die Ebene, die Atman beheimatet, in dem Atman erfahrbar ist, den Quantenraum. In diesem Leben gab und gibt es für mich keine größere Suche als die, mein Atman mit meinem Körper wieder zu vereinen. Wie es funktionieren kann, beschreibe ich in diesem Buch.
Ein Leben ohne Begehren ist nur schwer vorstellbar. Wie kann man sich also ein solches vorstellen? Ein Beispiel: Wenn ich schreibe, schreibe ich nicht, weil ich mir etwas Besonderes davon erwarte. Ich weiß nicht wie das Ende des Buches sein wird, noch, ob es jemals von anderen Menschen gelesen und wertgeschätzt wird. Es ist mir nicht wichtig. So ergeht es mir auch in der Musik. Wenn ich musiziere oder komponiere, handle ich aus dem Atman heraus, ohne dabei Begehrlichkeiten in meine Handlung während des Komponierens zu legen. Im Atman existiert kein Begehren. Ich komponiere einfach, ohne an Eventualitäten zu denken. Ich denke nicht, sondern bin. So geht es mir auch wenn ich mit Kleinkindern zusammen bin. Was will man sich auch von Kleinkindern erwarten? Mal ehrlich? Das ist es auch, was uns Menschen an Kleinkindern so fasziniert. Warum wir so erfüllt sind, wenn wir eines betrachten. Wir erkennen und erleben Hingabe, Liebe, wir erleben Atman. Und dieses Atman zeigt sich anhand unserer Handlung, die wir in jenem besonderen Moment vollziehen. Wir sind eins. Gemeinsam mit dem Kleinkind. Wir gehen ohne Begehrlichkeiten auf das Kind zu.
Aber es gibt auch die anderen. Stellen wir uns vor, da gibt es einen Menschen, der keine eigenen Kinder zeugen und haben kann, wenn er ein Kleinkind in den Arm nimmt, könnte er sich für seine Existenz einfach nur freuen oder aber, es überkommt ihn der Neid auf dessen Eltern, weil ihm dieses Geschenk nicht zuteil wurde. Er geht also mit einer Begehrlichkeit in die Umarmung dieses Kindes und hinterlässt im Kind einen bitteren neiderfüllten Nachgeschmack, der dem Kind suggeriert, dass es nicht gewollt ist. Eine Frage, die man sich ebenso stellen sollte, ist: Welcher Arbeit gehe ich nach? Was erwarte ich mir davon? Welche Begehrlichkeiten stülpen sich über meine Handlungen, indem ich diesen Beruf ausübe? Solange Begehren deine Handlungen bestimmt, wirst du niemals glücklich und befreit sein, in dem was du tust. Dasselbe gilt für zwischenmenschliche Beziehungen. Das Thema Dualseele spricht hier eine eindeutige Sprache.
Dualseelen – Resetting Effekt ist eine notwendige Fortsetzung meines Buches Dualseelen – Forschungsprojekt im Quantenraum und legt den Fokus auf unsere Körperintelligenz und deren bewusste Verknüpfung und Synchronisierung mit unserem höheren Bewusstsein.
Dieses Buch ist für all jene geschrieben, die den Quantenraum zwar erreichen, aber nicht lange darin verweilen können. Es ist für jene, die geistig und seelisch verstehen, aber im Körper noch nicht zu Ende gefühlt haben, was jedweder Verlust, als Trauma erfahren, in ihnen an Leid und Schmerz hervorgerufen hat und demnach immer wieder als „Quantenraumblockade“ ins eigene Leben tritt. Dieses Buch will zeigen, wie Dualseelen ihren Finger auf genau jene Wunden legen, die durch unseren Körper erlebt, aber noch nicht bearbeitet und radikal, total angenommen wurden. Denn was Geist und Seele längst schon begreifen, ist für den Körper nur durch Fühlen erfahrbar. Erst, indem Körper, Geist und Seele sich als Gesamtheit erfahren, ist Heilung möglich. Denn was nicht gefühlt wird, kann sich nicht entfalten und verwandeln. Was wir nicht präsent sein lassen, weil wir es unterdrücken, aus Angst davor erneut Schmerz zu erleiden, braucht Präsenz. Braucht unsere ganze Hingabe und Annahme. Braucht unsere radikale und totale Anerkennung. Anders ist es uns nicht möglich den Quantenraum, der ebenso in unserem Körper wohnt, als wahre Heimat auf der dreidimensionalen Realitätsebene zu erfahren, ihn zu halten und ganz zu werden.
Dieses Buch entstand durch eine langjährige Forschungsarbeit, die ich Leben nennen möchte. Wenn ich Leben sage, dann meine ich vielmehr zwei grundlegend verschiedene Erlebnisebenen, die mein Dasein auf unterschiedliche Weise geformt und geprägt haben. Jede einzelne dieser zwei Ebenen hatte die Kraft, dass ich mich entweder vollständig und unversehrt oder aber unvollständig und zerstört erlebte. Und je nachdem welcher Bewusstseinsebene ich den Vorzug gab, mein Leben zu gestalten, erntete und erlebte ich genießbares, erfüllendes und nährendes oder aber ungenießbares, unerfülltes und vernichtendes. Jeder Mensch, so auch ich, würde sich naturgemäß immer und ausnahmslos der nährenden, erfüllten Kraft zuwenden, wenn da nicht die oft unüberwindlich scheinende Hürde der Unbewusstheit vorhanden wäre, die uns daran hindert, eine bewusste Wahl zur Hinwendung zum Genießbaren und Vollständigen zu treffen.
In meinem letzten Buch Dualseelen – Forschungsprojekt im Quantenraum begann ich diese zwei Erlebnisrealitäten in Worte zu fassen, wodurch Schmerz und leidvolle Erfahrungen in sehr engen zwischenmenschlichen Beziehungen erst erfahrbar und zur gelebten Realität werden und auf welche Weise wir es uns selbst ermöglichen können, sofort aus diesen Erfahrungen auszusteigen. Alles was dazu nötig ist, um sich vollständig und gesund und nicht unvollständig und zerstört zu erleben, liegt in einem natürlichen Vorgang und Mechanismus, der im Menschen bereits angelegt ist und wiederentdeckt werden kann. Es ist die Wiederherstellung einer Realitätsebene, die ich den Quantenraum nenne und die ein hohes Maß an Bewusstheit in das eigene Leben bringt. Mit diesem Bewusstsein ausgestattet sind wir in der Lage unser Leben neu zu gestalten, es nicht mehr von äußeren Umständen und Vergangenheiten abhängig zu machen, und selbstverantwortlich das Ruder in die von uns gewünschten Bahnen und Erlebnisrealitäten zu lenken, weil wir uns mit Schmerz und Leid nicht mehr identifizieren und stattdessen zum annehmenden Beobachter werden, der sich dieser beiden Erlebnisrealitäten immerzu bewusst ist. Wir erwachen zum Schöpfer, der wir sind.
Was geschieht aber, wenn es uns nicht möglich ist im Quantenraum dauerhaft zu verweilen, uns die schmerzhafte Realität einholt und in den Sog des Schmerzes und Anhaftens an die Dualseele zurückzieht? Welche Macht steuert diesen Rückholprozess? Und weshalb wird dieser immer wieder aufs Neue angetriggert? Was genau verschafft uns diese Quantenraumblockade, die eine ganze Spezies seit einer kleinen Ewigkeit davon abhält ihr wahres Sein zu leben? Und was bedeutet es, in einer geklärten Dualseelenbeziehung zu leben? Es sind berechtigte Fragen, die wir uns genauer ansehen bzw. die jeder Einzelne für sich beantworten kann.
In diesem Buch beschäftigen wir uns vorwiegend mit dem Thema Trauma und seinen Folgeerscheinungen wie Panik, Angst vor Ablehnung, besitzergreifendes Denken, Verlustangst, Existenzangst u.v.m., das durch unsere Dualseele angetriggert und durch uns permanent reinszeniert wird, damit wir es radikal annehmen und integrieren lernen. Wir lernen, was ein erlittenes, womöglich sogar abgespaltenes Trauma, das in unserem Unterbewusstsein die Fäden zieht, mit uns macht, wohin es uns führt, was übrig bleibt, wenn wir uns erstmalig wahrhaft damit beschäftigen, ihm bewusst begegnen und wie unser gesunder bewusster, vor allem aber beziehungsfähiger Anteil, den wir nährten und groß werden ließen, mit den abgespaltenen Anteilen von uns umgeht, sie integrieren kann, um auch auf der dreidimensionalen Realität ganz zu werden. Lebensfähiger. Liebesfähiger. Wir erfahren Möglichkeiten, wenn wir uns von der zerstörten und unvollständigen Realitätsebene leiten lassen, wie wir diesen leidvollen Weg verlassen können, um ein vollständiges, völlig intaktes und glückliches Leben in Empfang zu nehmen. Resetting ist ein Vorgang, der die Quantenraumblockade auf lebensnahe, bodenständige Weise auflöst.
Resetting ist keine Methode oder Therapieform, sondern eine natürliche Hilfe zur Selbsthilfe, die es schon seit Menschengedenken gibt, allerdings aus Mangel an Wissen und Kenntnissen kaum noch Anwendung findet. Ich nenne den Vorgang, die Blockade zum Quantenraum zu durchbrechen, Resetting.
Resetting daher, weil der Prozess des Resettens nichts anderes ist, als sofort und nachhaltig zu seiner wahren Natur zurück zu finden, noch bevor die Verletzung und das Trauma erlitten wurden, und dessen Folgen uns ein langes quälendes Nachspiel, bis in unsere Gegenwart hinein, bescherten. Durch Resetting erlösen wir uns auf der Stelle vom erlittenen Trauma und den lebenslangen Folgen, die eine derartige Verletzung mit sich brachte. Da die Lawine, die vor langer Zeit durch das Trauma ausgelöst wurde, mit dem Erkennen und radikalen Annehmen-was-da-ist nachhaltig gestoppt wird, können wir uns von allen Folgeerscheinungen, die vor allem durch unsere Dualseele gespiegelt und angetriggert werden, mit sofortiger Wirkung befreien.
Wenn ich von meiner Vergangenheit spreche, so spreche ich davon, als wäre sie ein längst vergangenes, weit entferntes Leben, an welches ich mich noch gut erinnere, weil ich es nicht verdrängt, sondern bewusst in beglückende Bahnen gelenkt habe und mich nicht mehr mit ihr identifiziere. Diese Vergangenheit war getränkt von Leid, Schmerz und Verlust. Das Trauma von langjähriger, massiver sexueller Gewalt, Verwahrlosung und mehrmalig versuchter Kindstötung, durch die eigene Mutter, war fester Bestandteil meiner Opfer-Ergebnisrealität, die ein körperliches Überleben nur sehr schwer zuließ. Der Lebenskampf, den ich führte, glich noch vor meiner Geburt einem Kriegsschauplatz, in dem es irgendwie körperlich zu überleben galt. Die Liebe zum Leben, die Kraft und Motivation am Leben zu bleiben, ermöglichte mir ein höheres Bewusstsein in einer anderen Realitätsebene, die ich Quantenraum nenne und die der Wahrnehmungsebene entspricht, die Ungeborene und Kleinkinder erleben, solange sie von ihrer Umwelt noch nicht konditioniert, geschädigt und ihrer Freiheit beraubt wurden. Die unermüdliche Erforschung dieser Bewusstseinsebene und wie man dieselbe in den materialisierten Zustand hineinschleusen, ja, mitten in die Form einbetten und aufrecht erhalten kann, um Vollständigkeit und Heilung in allen Lebensbereichen wieder zu erlangen, war jahrzehntelanger Bestandteil meines Überlebenszweckes und Basis meines Buches Dualseelen – Forschungsprojekt im Quantenraum. Die Dualseelen-Quantenraum-Thematik wird mit diesem zweiten Buch Dualseelen – Resetting Effekt als Hilfe zur Selbsthilfe für Menschen, die sich aufgrund von Blockaden im Quantenraum nicht halten bzw. diesen gar nicht erst betreten können, durchsichtiger, fassbarer und vor allem nutzbarer. Sie bekommt hiermit einen radikal annehmenden, runden, klärenden Charakter, der in der Praxis des Lebens unverzichtbar, aber vor allem leichter anwendbar wird.
Da sich der Stil im Frage-Antwort-Protokoll im letzten Buch sehr bewährt hat, möchte ich diesen gerne beibehalten. Ebenso möchte ich auf einfache praxis- und realitätsnahe Weise wiedergeben, was in wissenschaftlicher, physikalischer, psychologischer und philosophischer Literatur oft nur sehr schwer verständlich gemacht werden kann. Um es kurz zu sagen: Dieses Buch ist keine Doktorarbeit und ich habe auch nicht vor, eine daraus zu machen, denn das Leben ist einfach, wir haben nur verlernt es einfach zu nehmen. So wünsche ich all´ meinen lieben Lesern ein praxisnahes Lesevergnügen und die Fülle der Vollständigkeit, die ein jeder von uns in sich trägt, zu erfahren und den Frieden, der darin wohnt, in aller Ausgiebigkeit zu genießen.
Ich bin davon überzeugt, dass auch dieses Buch all jene Menschen erreicht, unabhängig ihrer Lebensentwürfe, Berufszweige und Lebensphilosophien, denen sie sich verbunden fühlen, die bereit dazu sind, dem Leben und sich selbst die Chance zu geben, einen Bewusstseinswandel zuzulassen, der sie aus der Zerstörung und Fremdbestimmung wieder in die Vollständigkeit und Selbstbestimmtheit zurückführen kann, aus der sie ursprünglich stammen. Dem Quantenraum.
Herzlichst
E. W. Schreiber
Könntest du erstmals etwas über deine Person erzählen für all jene, die deine Bücher und deine Musik – du erlebst dich ja auch als Musikerin und Komponistin – noch nicht kennen. Und auch vorweg ein klein wenig darauf eingehen, weshalb du dieses Buch „Dualseelen – Resetting Effekt“ geschrieben hast?
Ja, mache ich gerne. Ich bin ein praxisorientierter Mensch, bin gerne gut informiert, lese viel und beschäftige mich seit frühester Kindheit mit allem was hilfreich sein kann, Wissen in die Praxis umzusetzen bzw. die Grade zu erforschen, die zwischen Wissen und Praxis liegen, um dieses Wissen auch umsetzen zu können. Ich bin ein Springer zwischen den Welten, würde ich sagen. Einer, der als Adler geboren, die Welt von oben betrachtet und wenn er landet, als Löwe selbstsicher durch den Blick des Adlers den Weg durch den oft durchdringenden Dschungel des Lebens beschreitet. Der Adler wurde mir in die Wiege gelegt, den Löwen musste ich mir hart erarbeiten. Daher würde ich mich als praktischen Menschen bezeichnen, der zwar alle Ideen aus seinen himmlischen Flügen herausbekommt, aber sich dessen auch bewusst ist, diese Ideen nur auf der Erde umsetzen zu können. Deshalb bin ich als Adler gekommen. Gekommen, um es hierher zu bringen, als Löwe geerdet und lebensnah die Dinge umzusetzen, die meinem Selbst wichtig sind.
Musik war seit jeher ein wichtiger Kommunikationsgarant in meinem Leben. Wo auch immer das gesprochene Wort fehlte, war die Musik das Bindeglied zwischen mir und anderen Menschen. Der Ton macht die Musik, sagt man, sowie das Wort die Kommunikation trägt. Musik schafft Beziehung. Meine Kommunikation funktionierte lange Jahre ausschließlich auf der Schwingungsebene des Tons. Als Komponistin und Musikerin wird man mich nicht auf den „Brettern, die die Welt bedeuten“ erleben. Ich musiziere im Hintergrund, um den Vordergrund zu erreichen. Ein großes Orchester zu dirigieren war lange Zeit mein ureigenster Traum. So erlernte ich mehrere Instrumente, um deren Eigenheit, ihre Klangfarbe zu ergründen, verschiedenste Klänge miteinander zu harmonisieren, um aus Einzelinstrumenten ein geordnetes Ganzes, kurzum ein Orchester zum Leben zu erwecken. In dieser Analogie des Orchesters lebte stets die Inspiration meine eigenen, nicht bewussten DUs zu einem bewussten „Ich bin“ und zuletzt zu einem ganzheitlichen „Wir sind“ im Sein zu erheben. Dazu brauchte ich die Musik. Musik, die Menschen dazu verhelfen kann, sie durch Hindernisse, wie Bewältigung verschiedenster Traumata, hindurch zu tragen, die ihnen im Leben begegnen. Musik, die einem die Möglichkeit bietet, abzuheben aber auch wieder zu landen. Ich agiere unter dem Künstlernamen „Quantum Project“. Im Album Mystik Life (als Download erhältlich) werden meine Erfahrungen, die ich insbesondere während meiner Dualseelenreise gemacht habe, musikalisch aufgearbeitet. So erzähle ich ganze Lebensgeschichten in vielfältiger Weise, arbeite sehr gerne mit orchestralen Instrumenten für Filmmusik epischen Charakters sowie Chillout und Lounge, schreibe aber ebenso Songs, die in der populären Musik auftauchen. Genres wie Soul, Funk, Pop, Rock, Rafe u.v.m. sind mir also nicht fremd. Derzeit arbeite ich mit und für ein Entwicklerteam an einem tollen Adventurespiel und kreiere den Soundtrack dazu. Eine wundervolle Aufgabe, die mich sehr erfüllt. Ich liebe was ich tue und kann mir eine andere Art zu arbeiten, nur um zu funktionieren, nicht mehr vorstellen.
So gehöre ich auch nicht zu jenen Autoren, die mit ihren Büchern eine neue Garde Zöglinge anziehen möchte, die sich in Unmengen an buchbaren, kostenaufwendigen Reedings, aberwitzigen Kursen und Settings aufladen. Ich distanziere mich von Autorenkollegen, die sich im Dualseelenthema einem Egospiel überantworten, in dem es nur darum zu gehen scheint, wer von ihnen jetzt nun recht hat oder nicht, wer als Allererstes mit seiner Dualseele zusammen leben kann und wer nicht, wer das Privileg hat, auserkoren zu sein, das allererste Buch zu diesem Thema geschrieben zu haben und ob alle anderen als „billige Kopien“ (ja, auch über diese Wortwahl stolpert man immer wieder) einfach nur einem Trend folgen. All diese Diskussionen und Unterstellungen bedienen sich einer Bewertungsmaschinerie, dienen dem Ego und dem eigenen Mangeldenken und haben nichts, aber auch gar nichts mit Dualseelen und erst recht nicht mit Liebe zu tun. Es zeigt allerdings den Bewusstseinsgrad, auf dem der jeweilige steht. Der Mensch ist vielseitig und begeht auch vielseitige Wege. Dies sei zu beachten und vor allem von uns Autoren auf verantwortungsvolle Weise anzuerkennen. So gestaltet sich natürlich auch jede Dualseelenbeziehung anders. Als Buchautor ist es unerlässlich genau zu recherchieren, sich ein Bild von dem Thema zu machen, über das man schreibt, und eines sollte für jeden Autor klar sein: Schreibe niemals über ein Thema, über das du nicht Beschied weißt. Sei informiert, aber mach dir dein eigenes Bild. Meine Recherchen erlebe ich im Alltag und in der Praxis des Lebens. Ich weiß, was es alles zum Thema Dualseelen am Markt gibt, bin informiert. Daher schätze ich all´ jene Autoren, die sich vor allem „ihrer“ Wahrheit zuwenden und dem Leser „ihr“ Bild von dem, was ihnen auf ihrem Weg geschieht, zumuten. Für diesen Mut und diese Courage gebührt ihnen ein großer Dank. Ich halte mich nicht in Foren und bei Kartenlegern auf, sondern lasse das Leben in mir pulsieren und erlaube den Themen, die da anstehen, Wege zur Freiheit und Erfüllung zu finden. Ich schreibe keine Auftragsarbeiten, ganz gleich zu welchem Thema, noch übergebe ich meine Texte und mein Gedankengut freiwillig an Verlage und deren Begleitabteilungen ab, die wegen oft mangelnder Kenntnisse über gewisse Themen, vor allem bei Tabuthemen, den Riegel der Zensur vorschieben und Texte bis auf die Grundmauern niederreißen und mit ihrem eigenen Mangeldenken und Bewusstseinsgraden überfluten. Was übrig bleibt ist oftmals ein Buch, das kaum Inhalt, jedoch eine Menge Oberflächlichkeiten bietet, mit unreflektierten Ideen bestückt, für die Masse zurechtgestutzt und für Mangeldenker aufbereitet. Wie könnte ich mir je wieder in den Spiegel sehen, wenn unter einem solchen Werk mein Name stehen würde. Nein danke. Jeder, der das Verlagsgenre kennt, weiß wovon ich hier berichte. Zu diesen Themen wurde ich sehr häufig befragt. Nicht zuletzt auch über die herrschenden Standardverträge, die Autoren im deutschsprachigen Raum zwangsbeglücken und gerade mal mit zehn Prozent brutto des Verkaufswertes ihres Buches, von dem kein Autor auch nur annähernd leben kann, abspeisen. Es ist ein wertloses und kaltes Geschäft, in dem es vor allem um Gewinne und um sehr viel Geld geht, das seine Autoren ausbeutet. Aus genau diesen Gründen haben sich viele Autoren, darunter auch ich, vor Jahren zusammengetan und veröffentlichen ihre Bücher am E-Book-Sektor, um genau jener Qualität wieder Lebensberechtigung zu geben, die leider auf herkömmliche Weise verlorengegangen ist. Es ist die Qualität eines neuen Bewusstseins, die auf den alten Märkten keinen oder kaum Platz und keine Bewusstheit mehr findet. Als geübter und weltoffener Leser sollte man sehr schnell die passenden Bücher für sich herausfiltern können und somit jene Autoren unterstützen, die sich nicht zensurieren lassen.
Mir geht es um offene, einfache Kommunikation. Ehrliche, emphatische Kommunikation schafft Vertrauen und erstellt die Brücke für wahre, gelebte Beziehungen. Beziehung, ehrlich und offen gelebt, ist wohl eine der wichtigsten Säulen im liebevollen Zusammenleben mit anderen Menschen. Gesunde Beziehungen sind der Garant für ein ausdrucksstarkes, freies, realitätsnahes und erfülltes Leben. Den häufigsten Gründen für physische und psychische Erkrankungen und Störungen liegen Beziehungsabbrüche und Beziehungstraumata zugrunde, die bereits in unserer Kindheit ihre verwüstenden Spuren bis ins weitere Leben zogen. Die daraus resultierenden Bindungsängste lassen den Menschen einsam werden. Wir Menschen müssen lernen uns aus alten konditionierten, uns aufgedrückten, lückenhaften, schmerzhaften und leidgetränkten Bindungserfahrungen zu lösen, damit wir sie nicht an unsere Kinder unreflektiert weitergeben. Dazu benötigen wir Bewusstsein. Bewusstsein für das, was wir in Wahrheit sind und was wir nicht sind. Wir müssen uns einer uns vorgekauten Realität stellen, sie hinterfragen dürfen, um neue Strukturen des Miteinanders zu finden, indem sich jeder Einzelne seines wahren Wesens bewusst ist und so wieder wahrhaft beziehungsfähig wird. Das Dualseelenthema spricht hierzu eine eindeutige Sprache, wie wichtig es für jeden Einzelnen ist, verlässliche und offene Bindungen wieder zuzulassen, sie auch eingehen zu können und die alten Bindungstraumata zu heilen.
In diesem Kontext erlebte ich meine eigene Dualseelenerfahrung als wegweisend und als immens großen Erfahrungsschatz, der mir die Möglichkeit bot, mich selbst dort annehmen zu lernen, wo ich es bisher noch nicht konnte, weil mir dazu bis dato das Bewusstsein fehlte. So erkannte ich, dass es nicht die schmerzvollen, verdrängten Erfahrungen waren, die mich lähmten, sondern vielmehr mein Unvermögen mit diesen verdrängten Anteilen in mir in Beziehung zu treten. Wo keine Beziehung herrscht, gibt es kein Bewusstsein. So habe ich mich um eine offene und ehrliche Kommunikation mit jenen abgespaltenen, unbewussten Anteilen bemüht und mich damit auf allen mir zugänglichen Ebenen befasst, noch regeres Interesse zu entwickeln, beziehungsfähiger zu werden.
Beziehung beginnt immer bei einem selbst. Dort, wo wir noch keine Beziehung mit uns selbst erleben, können wir keine gesunde Beziehung mit der Außenwelt aufbauen. Jeder, der in einem Dualseelendilemma steckt, weiß, wenn auch unbewusst, um diese Tatsächlichkeit.
Die Unvermeidbarkeit im Dualseelenprozess (und ja, es ist ein Prozess, weil er ad hoc nicht abgestellt und durchschritten werden kann), mich mir selbst endlich ganz und gar zuzumuten, eröffnete mir einen ganz natürlichen Weg der Hingabe und Kommunikation, die eine intensive Bindung und Beziehungserfahrung mit all meinen bis dato noch unbewussten Anteilen gestattete. Diese Beziehungserfahrung nenne ich Resetting.
Resetting ist ein Ausdruck für einen Vorgang. Einen Vorgang daher, weil uns die Quintessenz des Resettens in die ursprüngliche Werkseinstellung, wer man in Wahrheit wirklich ist, noch bevor die Konditionierung, Traumatisierung geschah, zurückbringen kann.
In diesem Buch gehe ich darauf ein, welche verschiedenen Szenarien es ermöglichten, sich von sich selbst zu entfernen, ganz gleich ob dieser Abspaltung ein Trauma zugrunde liegt oder auch nicht. Tatsache ist, wir haben uns von uns selbst entfernt, abgespalten. Das bringt den Schmerz. Das muss nicht sein. Resetting geschieht über Beziehung. Ohne Beziehung – kein Resetting. Resetting funktioniert immer. Insbesondere in Trauma behafteten, längst vergessenen, weil verdrängten, amnesiebeladenen Erlebnissen.
Der Resettingvorgang ist so natürlich im Menschen angelegt, dass wir in unserer unnatürlichen Art und Weise das Leben zu leben nie gelernt haben, der Einfachheit und Schönheit unserer wahren Identität zu begegnen und sie dann auch leben zu können. Im Einklang mit seinem wahren Selbst. So lade ich alle interessierten Leser/innern herzlich dazu ein, den Vorgang des Resettens als Hilfe zur Selbsthilfe zu nützen, sich selbst einzubringen, sich darin in Beziehung mit sich selbst zu üben und durch lebensnahe Praxisbeispiele Resetting an sich selbst zu erproben.
Jahrzehntelange Resettinganwendung an mir selbst und bei anderen Menschen mit schweren Traumatisierungen hat bewiesen, dass es keine Barriere gibt, die durch Resetting nicht überwunden werden kann.
Mein bestes Zutun besteht also darin, meine Erfahrungen mit meinen Lesern zu teilen, mich auf diese Beziehung zwischen dir und mir einzulassen, so dass auch du in der Lage dazu sein wirst, dir immer näher zu kommen, indem du deine abgespaltenen Anteile, die deine Barrieren darstellen, geheilt zu dir zurückholst.
Umso mehr beziehungsgeschädigte Anteile du durch in Beziehung treten mit deinen abgespaltenen Anteilen aus den alten Zeitschleifen herausholen kannst, umso mehr holst du dich in dein wahres Selbst, in deine wahre Selbstbestimmung zurück. Wirst wahrhaft ganz im realen Erleben. Du wirst nicht mehr bei anderen nach Erfüllung und Liebe suchen, sondern bist immer mehr in der Lage, dir selbst das zu sein und zu geben, was du benötigst. Beziehungsfähig mit dir selbst und mit anderen.
Ich freue mich, dir in diesem Buch begegnen und dich darin unterstützen zu dürfen, wahre und echte, auf Augenhöhe passierende Beziehungen eingehen zu lernen – und hoffe all jene Fragen, die an mich gerichtet wurden, mit dieser Zusammenfassung meiner Sichtweise, auch über das Musiker- und Autorendasein, beantwortet zu habesn.
Ich schreibe, weil ich als „Schreiber“ geboren wurde. Mein ganzes Leben wurde ich darauf vorbereitet, den Dingen einen Namen, einen Ausdruck zu geben, um wahre, ehrliche Beziehungen, insbesondere zu mir selbst, eingehen zu können. Meine langjährige Autorenausbildung trug ihr Quäntchen zur Ausübung meines Berufes bei. Tabuthemen zu durchbrechen, mit klarem Ausdruck und ohne Zensur, wurden zu meinen favorisierten Themen. Was ich seit Anbeginn meines Lebens am allermeisten zu lernen hatte, war zu sagen was zu sagen ist und das in einer Sprache, die jeder versteht, ganz egal ob er nun als Flieger und Adler oder als Löwe und Läufer unterwegs ist. Die Dinge beim Namen zu nennen war für mich überlebensnotwendig. Als kleines Kind hat man für vieles keine Worte. Man muss sie lernen. Aber wie erlernt man diese? Wenn ich Glück habe, erlerne ich wahrheitsgetreue Worte zu formulieren, die die beschriebene Sache klar umschreiben. Für jedermann und jedefrau erkennbar.
Nehmen wir ein Beispiel: Als Kinder lernen wir, dass eine Blume eine Blume ist. Gut. Aber es gibt hunderte Arten von Blumen. Derjenige aber, der mir dies beibringen soll, weiß nichts von all diesen verschiedenen Namen, die Blumen haben können. So lerne ich nur eine Handvoll Blumen voneinander zu unterscheiden. Blöd. Richtig blöd, wenn mir das Leben aber ein Rundumwissen und die klare Namensnennung abverlangt, was das Blumenwissen angeht. So werde ich mir dieses Wissen wohl später mühevoll aneignen müssen. Denn als Kind bin ich darauf angewiesen, was mir vermittelt wird bzw. durch die Wahrnehmung der Erwachsenen, wie offen oder eingeschränkt sie auch immer sein mag, vermittelt werden kann, aufgrund ihrer eigenen Bewusstheit und Kenntnis der Dinge und seiner korrekten Namensgebung.
Was mich dazu befähigt zu schreiben, mich als Autor zu erleben, ist ganz einfach die Tatsache, dass mein Leben mich darauf vorbereitet hatte, aus einer Sprache ohne Worte, eine Sprache voller Worte mit klarem, unmissverständlichem Ausdruck zu schaffen. Tabuisierte verbotene Sprache in Worte zu fassen. Der Identitätslosigkeit zu einer Identität durch Worte zu verhelfen. Kurzum: Was der Adler in mir von weit oben wahrnehmen kann, ist ein anderes Bild als jenes, das der Löwe hat, und dennoch ist es möglich, diese beiden zusammenzubringen, damit sie ihre beiden Sicht- und Wahrnehmungsweisen zu einer ganzen vereinen können. Was sie dazu allerdings brauchen, ist die Fähigkeit, ihren Standpunkt der vorherrschenden Bewusstseinsebene zu wechseln und eine Sprache zu kreieren, die klare Kommunikation vorantreibt, nicht unterbindet oder verleugnet.
Sprache voller klarer Worte, die alle verstehen, die offen und bereit ist, sich von Offenheit inspirieren zu lassen.
