Außer mir - Albert Ostermaier - E-Book

Außer mir E-Book

Albert Ostermaier

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Beschreibung

»Außer mir« − ein ambivalenter, undurchdringlicher Zustand, dessen Facetten bei »einem unserer besten Lyriker« (Peter von Becker) vollständig in seinen Assoziationen ausgeleuchtet, durchgespielt, neu kombiniert werden. Wenn es ein »Außer mir« gibt, muss auch ein »Außer dir« existieren: Spannt sich im Dazwischen der Raum, in dem Liebe möglich wird (»bis du wiederkommst bleib ich/vernarrt und lern dein alphabet«) − oder sich verfehlt (»wenn du mit mir fertig bist und/mich aus deinem leben trittst/dich längst mit einem andern triffst«)? Und wann ist, Mann oder Frau, »Außer sich«? Im Beklagen des »tagwerks« »im zerbrechlichsein ein trost/für den anfang der nacht«. Wie fühlt es sich an, »bei mir ohne mich« zu sein? »wenn der tod sich wie das leben/benimmt könnte ich mich selbst/abschaffen …« »Außer mir« erspürt, in der hymnischen Feier der Sinne wie der psalmenhaften Verzweiflung über schwarze Bodenlosigkeit, subjektive Situationen wie objektive Gegebenheiten. Albert Ostermaiers neue Gedichte verbinden in gelassener Radikalität die Pole von Vorwärtsstürmen und Haltsuche bis in die Wortzwischenräume, sie pendeln genau dosiert zwischen Atemlosigkeit und reflexivem Herbeizitieren der dichterischen Tradition. Sie spüren im Gefühl die Abstraktion auf, platzieren neben expressiven Bildern meditative Betrachtungen, kurz: Sie handeln vom Höchsten und vom Tiefsten, Mittellagen existieren nicht, in immer neuen Bildern.

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»Außer mir« – ein ambivalenter, undurchdringlicher Zustand, dessen Facetten bei »einem unserer besten Lyriker« (Peter von Becker) vollständig in seinen Assoziationen ausgeleuchtet, durchgespielt, neu kombiniert werden. Wenn es ein »Außer mir« gibt, muss auch ein »Außer dir« existieren: Spannt sich im Dazwischen der Raum, in dem Liebe möglich wird (»bis du wiederkommst bleib ich/ vernarrt und lern dein alphabet«) – oder sich verfehlt (»wenn du mit mir fertig bist und/ mich aus deinem leben trittst dich/ längst mit einem andern triffst«)? Und wann ist, Mann oder Frau, »Außer sich«?

Wie fühlt es sich an, »bei mir ohne mich« zu sein? »wenn der tod sich wie das leben/ benimmt könnte ich mich selbst/ abschaffen …«

Ausser mir erspürt, in der hymnischen Feier der Sinne wie der psalmenhaften Verzweiflung über schwarze Bodenlosigkeit, subjektive Situationen wie objektive Gegebenheiten.

Albert Ostermaiers neue Gedichte verbinden in gelassener Radikalität die Pole von Vorwärtsstürmen und Haltsuche bis in die Wortzwischenräume, sie pendeln genau dosiert zwischen Atemlosigkeit und reflexivem Herbeizitieren der dichterischen Tradition. Sie spüren im Gefühl die Abstraktion auf, platzieren neben expressiven Bildern meditative Betrachtungen, kurz: Sie handeln vom Höchsten und vom Tiefsten – Mittellagen existieren nicht – in immer neuen Bildern.

Albert Ostermaier, geboren 1967, Lyriker, Dramatiker und Romanautor, lebt in München. Er ist u.a. Träger des Kleist-Preises, des Bertolt-Brecht-Preises und des Preises der Welt der Literatur.

Albert Ostermaier

AUSSER MIR

Gedichte

Suhrkamp

eBook Suhrkamp Verlag Berlin 2014

Der vorliegende Text folgt der Erstausgabe, 2014.

© Suhrkamp Verlag Berlin 2014

Alle Rechte vorbehalten, insbesondere das der Übersetzung, des öffentlichen Vortrags sowie der Übertragung durch Rundfunk und Fernsehen, auch einzelner Teile.

Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (durch Fotografie, Mikrofilm oder andere Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Verlages reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.

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Umschlagfoto: Stefan Hunstein

Umschlaggestaltung: Hermann Michels und Regina Göllner

eISBN 978-3-518-73462-9

www.suhrkamp.de

Inhalt

AUSSER DIR

les amants

sprachfindung

verstrickt

kälteschutz

eintagslieben

verdreht

embedded

bescherung

körpertäuschung

blickwechsel

fragebogen

glücksbringer

atemspende

versprechen

amourlett

KEROSIN

photoroman

falscher film

lost in translation

sexus

flaming star

blendung

soylent greenoder: ein süsses geheimnis

deleted scenesoder: strange days

schlaglöcheroder: das herz des chronomaden

the fading charme of broken karma

tonspur: das leben der anderen

NÄCHTE UNTER TAGE

fallwinde

das kalte herz

versunken

freibank

tiefe töne

schuhwerk

mit gebrochenen händen

stalker

die zone

UNTER UNS

harvest home

morphium

liebesbeweis

erbfolge

vorboten

fest im griff

klick

artig

BLINDKOPIE

autodafé

irrlichtoder: madschnun

zeus migräne

gefühlswellenoder: unter der maske des odysseus

box me up

janusjagd

vaterliebe

prosperos polaroidsoder: ode an stefan hunstein

alexanderschlacht

EIN PFUND FLEISCH

glauben und wechsel

fleisch

festgeld

federgewicht

hass

schiffsverkehr

tränenreich

handschrift

fingerspiel

unterwegs

schatzmeister

DIE UNSICHTBARE

invisíbile

erberia

accademia

canale di san marco

palazzo ducale

piazza san marco

ponte di rialto

teatro italia

ponte delle guglie

campo ghetto nuovo

giardini pubblici

torri dell’ arsenale/secco marina

biennale d’arte moderna

santa maria della salute

san trovaso

ponte della libertà

isola di san michele

sant alvise

san girolamo

BLAUE SPIEGEL

zählerstände

eintagsfliegen

weichzeichnung

pelz

wechselbad

dicke luft

stabile krise

schleudertrauma

noli me tangere (narziss)

fahlfarben

c’est toute ma vie

les fleurs du mal

kaliber

AUSSER DIR

les amants

ich habe dich immer gekannt

ich habe nur dich gekannt an

der kalten fensterscheibe kühlt

sie ihre wangen die hitze der

haut im mondlicht das wagnis

es ist noch immer unsere nacht

und wenn es morgen ist werden

wir weit fort sein sie drückt sich

mit dem rücken gegen die mauer

des hauses das licht fliesst durch

den durchsichtigen stoff über

ihren körper wie das wasser über

die steine die andeutungen der

schatten sie fallen mit seinen

händen auf ihre schulterblätter

der wind in den zweigen sie

wäscht sich nach der liebe das

tauchen in die kälte für den

schlaf ihre beine über dem

wannenrand er gleitet zu ihr

der morgen in den stimmen

der unsichtbaren vögel in den

sträuchern und gestrüppen der

weckruf der jagd ein klopfen an

der tür sie öffnet blickt sich um

das bett ist leer die laken ein

abdruck der verspielten nähe ob

das glück länger währt als diese

nacht wir wollen fortgehen in

unser leben nimm nichts mit sie

lässt alles zurück die geregelten

herzschläge und gedämpften

seelenbeben die falten der

vorhänge und vorhaltungen des

lebens den schlaf ihres kindes

die abgestimmten muster und

gepflegten erregungen den

dosierten betrug die lügen mit

einverständnis nimm nichts mit

sie kennt ihn kaum muss sie ihn

kennen er kennt ein anderes leben

und führt sie aus ihrem umzäunten

anwesen jeder hat einmal vom glück

geträumt zu seinem wesentlichen aus

dem weiten zaubergarten hinaus in

den zauber der weite er lehnt seinen

arm aus dem fenster sie verdeckt

mit ihrer hand den rückspiegel ich

bin nicht mehr ich selbst er blickt

auf die strasse vor ihnen du bist

das erste mal du selbst ich möchte

dich in die arme nehmen er hält

mit beiden händen das lenkrad sie

wischt sich eine träne aus dem gesicht

die wimperntusche der nacht bleibt

auf ihrer fingerkuppe zurück und

auf allem was sie berühren wird

an diesem morgen aus einem

blick kann die liebe erwachen

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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