Auf dem Weg in die globale Zivilgesellschaft -  - E-Book

Auf dem Weg in die globale Zivilgesellschaft E-Book

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Beschreibung

Bürgerstiftungen sind eine der am schnellsten wachsenden Stiftungsformen weltweit, die in einer beständig wachsenden Zahl von Städten und Regionen auf der ganzen Welt als ein wirksamer Katalysator zivilgesellschaftlichen Engagements entdeckt wird. Obwohl es Institutionen mit einer im Wesentlichen lokalen oder regionalen Zielsetzung sind, sehen auch sie sich in zunehmendem Maße mit den Auswirkungen schnell voranschreitender Globalisierungsprozesse konfrontiert. Immer mehr Bürgerstiftungen werden deshalb auch international tätig und verleihen so der Maxime "global denken, lokal handeln" ("think globally, act locally") eine neue Bedeutung. Vor diesem Hintergrund behandelt das Buch die neu aufkommenden Rollen von Bürgerstiftungen in einer zunehmend globalisierten Welt und ihr Potenzial als Akteure einer sich formierenden globalen Zivilgesellschaft. Das Buch richtet sich an Stiftungen, Stifter und andere Organisationen des Dritten Sektors sowie an Sozialwissenschaftler, Berater und Entscheidungsträger in Politik, Wirtschaft und Kommunalverwaltung.

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Seitenzahl: 268

Veröffentlichungsjahr: 2010

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Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet unter http://dnb.d-nb.de abrufbar.
© 2010 E-Book-Ausgabe (EPUB)© 2009 Verlag Bertelsmann Stiftung, Gütersloh
Verantwortlich: Peter Walkenhorst
Lektorat: Heike Herrberg, Bielefeld
Herstellung: Sabine Reimann
Umschlaggestaltung: Nadine Humann
Umschlagabbildung: © Pixland-Imagesource
Satz und Druck: Hans Kock Buch- und Offsetdruck GmbH, Bielef
ISBN : 978-3-86793-133-5
www.bertelsmann-stiftung.de/verlag
Inhaltsverzeichnis
Titel
Impressum
Bürgerstiftungen und die Globalisierung philanthropischen Engagements
I Zielsetzung, Visionen und Werte: Neue Rollen von Bürgerstiftungen in der ...
Von lokalen Institutionen zu transnationalen Akteuren: Zur Verbreitung und ...
Was ist eine Bürgerstiftung?
Bürgerstiftungen als »Glokalisierung« philanthropischen Engagements
Historische Ursprünge und frühe Entwicklung in den Vereinigten Staaten und Kanada
Wachstum und weltweite Verbreitung zur Jahrtausendwende
Von lokalen Einrichtungen zu transnationalen Akteuren
Fazit
Literatur
Quellen im Internet
Katalysatoren einer Kultur zivilgesellschaftlichen Engagements: Die neuen ...
1990 bis 2000: Der Stifter als Kunde
2000 und danach: Die Bürgerstiftung in einer Führungsrolle
Das 21. Jahrhundert: Auf dem Weg in die globale Zivilgesellschaft
Fazit
Literatur
Der Mythos der Neutralität von Bürgerstiftungen und ein Plädoyer für Social Justice
Sozialer Wandel in einer marktorientierten Wirtschaft
Der Mythos der Neutralität von Bürgerstiftungen
Definition von Social Justice
Fazit
Literatur
II Der Aufbau von finanziellem und sozialem Kapital: Die Arbeit von Bürgerstiftungen
Spielregeln für den Vermögensaufbau und Partnerschaften mit Stiftern
Welche Stifter wollen wir gewinnen?
Arbeit mit professionellen Beratern
Anerkennungskultur für Stifter
Berichterstattung an Stifter
Was wir feiern
Integration
Literatur
Quellen im Internet
Das Kapital einer Bürgerstiftung: Geld, Wissen und Beziehungen
Was bedeutet der Begriff Kapital?
Kapitale Erfolgsgeschichten
Kapital verstehen und maximieren
Wie lässt sich soziales und kulturelles Kapital aufbauen?
Fazit
Literatur
Quellen im Internet
III Community Leadership durch Bürgerstiftungen: Grundlagen, Ziele und Strategien
Bürgerstiftungen und Community Leadership: Mehr als nur Geld
Woher kommt das neue Interesse an Community Leadership?
Das Leadership-Potenzial einer Bürgerstiftung
Community Leadership-Rollen von Bürgerstiftungen
Voraussetzungen für die Übernahme einer Community Leadership-Rolle
Community Leadership-Strategien
Literatur
»Kalkulierte« Risiken für den Frieden: Die Erfahrungen einer Bürgerstiftung in ...
Eine Bürgerstiftung in einer gespaltenen Gesellschaft
»Frieden« vermitteln: Die europäische Dimension
Friedensstiftung und -konsolidierung: Die Ablehnung der Friedenstauben
Neue Wege der Friedensstiftung und -konsolidierung
Wohin führt der Weg?
Literatur
Quellen im Internet
Management für die Zukunft: Bürgerstiftungen in den kommenden hundert Jahren
Wo stehen wir heute?
Was wird die Zukunft bringen?
Vom Heute zum Morgen
Bürgerstiftungen im 21. Jahrhundert
Eichen für die Zukunft
Literatur
Die Autorinnen und Autoren
In Erinnerung anJoe BreiteneicherundRay Murphy
Bürgerstiftungen und die Globalisierung philanthropischen Engagements
Peter deCourcy Hero, Peter Walkenhorst
Lokale Ressourcen. Lokale Stakeholder. Lokale Lösungen. Diese Begriffe umreißen die wesentlichen Aspekte der Arbeit von Bürgerstiftungen. Durch ihren Fokus auf ein geografisch begrenztes Tätigkeitsgebiet und ihre im Wesentlichen lokal ausgerichtete Zielsetzung sind Bürgerstiftungen wirkungsvolle philanthropische Organisationen. In einer Zeit raschen gesellschaftlichen Wandels, der fast alle Bereiche des Lebens berührt, ist das Konzept des »Lokalen« jedoch immer mehr mit globalen Aspekten verknüpft. Bürgerstiftungen passen sich dieser Entwicklung an, indem sie sich zunehmend international engagieren. Ihre Zahl wächst, und mittlerweile ist diese Stiftungsform auf jedem bewohnten Erdteil zu finden (WINGS 2005: 3). Das Konzept der Bürgerstiftung wird in immer mehr Städten, Regionen und Metropolen in aller Welt genutzt, um sich der wandelnden Herausforderungen in den jeweiligen lokalen Gemeinwesen anzunehmen. Die Idee der Bürgerstiftung (Community Foundation) stammt ursprünglich aus den Vereinigten Staaten. Inzwischen ist diese Stiftungsform weltweit verbreitet und bietet eine wirkungsvolle Struktur, um philanthropisches Engagement auf lokaler Ebene zu entwickeln.
Die globale Verbreitung von Bürgerstiftungen ist darauf zurückzuführen, dass ihre grundlegenden Ideale über nationale und kulturelle Grenzen hinweg anpassungsfähig sind. Die Idee einer auf lokale oder regionale Bedürfnisse ausgerichteten Stiftung, die durch Zuwendungen von Stiftern unterschiedlichster Art ein dauerhaftes Vermögen aufbaut, konnte in Ländern mit höchst unterschiedlichen kulturellen, gesellschaftlichen und rechtliche Rahmenbedingungen adaptiert werden. Genau diese Flexibilität und Anpassungsfähigkeit ist ihre größte Stärke, und aus diesem Grund wird die anhaltende internationale Verbreitung von Bürgerstiftungen weitere Modifikationen des Konzepts mit sich bringen.
Ungeachtet der Unterschiede zwischen einzelnen Ländern stehen Bürgerstiftungen jedoch überall vor ähnlichen Herausforderungen und übernehmen vergleichbare Funktionen. Indem sie philanthropisches und soziales Kapital bilden, stärken sie den Zusammenhalt des Gemeinwesens, für das sie sich engagieren (Walkenhorst 2008). Obwohl Bürgerstiftungen nur einen kleinen Teil der gemeinnützigen Organisationen insgesamt ausmachen, ist ihre qualitative Bedeutung als Katalysatoren für die weitere Entwicklung philanthropischen Engagements erheblich. Sie sind unabhängig und flexibel und somit dazu prädestiniert, vielfältige gemeinnützige Aktivitäten auf lokaler Ebene zu fördern. Und indem ihnen Finanzmittel von vielen verschiedenen Stiftern zufließen, leisten sie zugleich einen wichtigen Beitrag zur Demokratisierung philanthropischen Engagements.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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