Auf dem Weg zur Krippe - Pallottiner KdöR - E-Book

Auf dem Weg zur Krippe E-Book

Pallottiner KdöR

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Beschreibung

Auf dem Weg zur Krippe begegnen uns seit Kindheitstagen 24 Türchen. Auch dieses Büchlein öffnet 24 Türchen zu einem Text und einem Bild. Ein Wegbegleiter durch den Advent sollen diese 24 Ermutigungen für jeden Tag sein. Sie begleiten uns aber nicht nur auf dem Weg zur Krippe, sondern sie machen auch deutlich, dass unser ganzes Leben ein einziger Weg ist, auf dem Gott unser Begleiter ist und den er mit seinem Weihnachtslicht ausleuchtet.

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Seitenzahl: 48

Veröffentlichungsjahr: 2023

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Inhalt

Liebe Leserin, lieber Leser

1 Du darfst springen und tanzen, Gotteskind

2 Advent

3 Glanz strahlt von der Krippe aus

4 Im gepäck

5 Wunderbar wiederhergestellt

6 Der Ofen der Geborgenheit

7 Gedanken zum Advent

8 Der Duft der Kindheit

9 wie gut das licht riecht

10 Der Stallgeruch der Christen

11 Der blaue Engel

12 Fürchte dich nicht

13 Plätzchenduft

14 „Gott gab uns Seinen göttlichen Sohn, damit wir Ihn nachahmen und so weit als möglich Ihm ähnlich werden.“

15 Wenn die Nächte kalt sind

16 Der große Bruder

17 Ein kleines Wunder

18 Du darfst lieben!

19 Der Zauber der Weihnacht – auch allein

20 Flügelschlag

21 „Wir sind alle verpflichtet, uns gegenseitig zu helfen, den Himmel zu gewinnen.“

22 Engel auf unserem Weg

23 In deiner Liebe

24 Die Krippe gehört einfach dazu

Liebe Leserin, lieber Leser,

sich tatsächlich auf den Weg zu machen ist einerseits verheißungsvoll. Verlockend sind all die neuen Eindrücke und Erfahrungen. Andererseits scheue ich mich vor dem Packen. Vor einem Jahr habe ich mich auf den Pilgerweg nach Santiago de Compostela gemacht. Den Rucksack zu packen ist schwierig, denn es ist klar, dass ich alles über 200 Kilometer auf dem Rücken schleppen muss. Da kommt es dann auf jedes Gramm und jede Kleinigkeit an. Was brauche ich unbedingt und wo verleitet mich die Gewohnheit – was ist überflüssig?

So ist es täglich ein neuer Aufbruch… Ich habe mich auf den Weg gemacht und setze einen Fuß nach dem anderen. Das Frühstück kommt nach ca. 15 Kilometern – nach weiteren 5 bis 10 Kilometern braucht mein Rücken eine Entlastung und ich muss eine Pause einlegen, bis ich dann am Nachmittag in der nächsten Herberge ankomme.

Belohnt werde ich mit wirklich tollen Ausblicken und Eindrücken. Am frühen Morgen liegt ein feiner Nebel in der Luft über dem Meer und den Wegen. Sie ist kühl und angenehm, motiviert zum Laufen. Mittags wird es dann fast unangenehm warm. Die Menschen unterwegs grüßen sehr freundlich mit einem „Bon Camino“ und freuen sich sehr über die Pilger.

Sie halten aber ein Buch über die Adventszeit in den Händen. Das hat ja so gar nichts mit dem Pilgern zu tun – oder gerade doch? Das Fest ist an sich von Traditionen geprägt und viele Menschen haben genaue Vorstellungen, wie es ablaufen soll. Das ist hilfreich. Zugleich brauchen wir wie beim Pilgern auf unserem Weg Mut und Offenheit für Unbekanntes. Wir können vielleicht im Nebel, vielleicht im Dunkel immer wieder etwas Neues entdecken – etwas, dass uns bisher noch nicht aufgefallen ist.

Andere Menschen möchten sich nicht mehr auf den Adventsweg machen. Manchmal ist der Rucksack zu schwer geworden, jener im übertragenen Sinne: Erinnerungen an früher, an die Kindheit, die Familie, an Verstorbene… Wer im Rucksack zu viele Weihnachtstraditionen, zu viele feste Erwartungen hat, dem kann auf halber Strecke die „Luft“ ausgehen und er ist übermüdet von Weihnachten, bevor das Fest kommt.

Was nehmen Sie mit auf Ihre Adventswanderung in diesem Jahr? Beim Pilgern habe ich gelernt, dass eine gute Landkarte und ein waches Auge für Wegmarkierungen wesentlich sind. Der Rucksack muss alles Wichtige enthalten und hat keinen Platz für Überflüssiges.

Nun steht vor uns die Adventszeit. Ich kann Sie nur einladen, sich auf den Weg zu machen und genau zu schauen, was sie mitnehmen wollen. Wir geben Ihnen hier Wegmarken mit, die Ihnen die Orientierung erleichtern können.

Ich wünsche Ihnen einen erfahrungsreichen und freudigen Weg auf Weihnachten hin!

P. Rainer Schneiders

Du darfst springen und tanzen, Gotteskind

Was für ein Wunder! Was für ein Abbild der Liebe! Ein Mensch, neu geboren, zart und klein und doch schon vollkommen. Von Gott geliebt. Was für eine Würde. Von Anfang an.

Sie hat Wangen wie verblassendes Abendrot. Die bläulichen Augenlider flattern wie Schmetterlinge. Das Näschen ist wie aus rosa Porzellan, die winzigen Ohrmuscheln wie aus Wachs. Ihre Lippen gleichen einer kleinen Rosenknospe am Morgen. Die makellosen Händchen scheinen aus Marmor gemeißelt. Sie ist ein Wunder der Schöpfung: Juliane, meine erste Enkelin!

Als ich sie das erste Mal im Arm hielt, hatte ich kein anderes Wort für sie als „Wunder“. Ein kleiner Mensch, wenige Tage alt und so vollkommen. Ihr Herzchen pocht in der kleinen Brust wie eine Taube in der Hand. Ein kleines menschliches Wesen, durchdacht bis in die kleinste Zelle, stark und ohnmächtig zugleich. Ihr Leben hängt ab von der Liebe.

Bald macht sie die riesigen Augen auf und blickt umher: erstaunt, grenzenloses Vertrauen. Keine Angst, kein Zweifel, dass die Geborgenheit und Sicherheit des Augenblicks schwinden könnten.

Juliane, neu ist die Welt für dich, neu ist alles, was nicht im Mutterschoß war. Du bist ein Kind der Liebe; der Liebe deiner Eltern und der Liebe Gottes. Du bist kein Zufall, keine Ansammlung von Materie, die sich irgendwie ins Leben geschmuggelt hat. Du bist der Wunsch Gottes. Gott hat dich in dieses Leben gerufen, weil er dich liebt, noch mehr als deine Eltern dich lieben. Gott hat in jede deiner Zellen ein Universum an Leben und Möglichkeiten gehaucht. Du bist das große Wunder, in das alles hineingelegt ist, was es über Gott zu sagen gibt. Du bist sein Abbild. Von Anfang an. Du brauchst nur zu erwachen und das Leben zu umarmen.

Juliane, ich wünsche dir, dass du das Leben lebst mit der Freude eines Welpen und mit der Würde eines Gotteskindes. Du darfst springen und tanzen, lachen und genießen. Diese Welt liegt dir zu Füßen. Ergreife sie!