Auf ins Wochenende -  - E-Book

Auf ins Wochenende E-Book

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Beschreibung

Eine Stadtbesichtigung in Heidelberg, Wandern im Chiemgau oder das Meer sehen in Ostfriesland? Auch eine Fahrt auf der Großglockner-Hochalpenstraße oder mit der Rhätischen Bahn ist an einem Wochenende zu schaffen. Egal, worauf Sie Lust haben, dieser Kurzurlaubreiseführer liefert die Ideen für unvergessliche Tage. Mit Tipps zu Besichtigungen, jahreszeitlichen Events, besonderen Hotels sowie Shopping- und Ausgehmöglichkeiten für jeden Geldbeutel.

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Seitenzahl: 389

Veröffentlichungsjahr: 2021

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Inhalt

Deutschland

1 Frankfurt am Main

2 Kassel

3 Rheingau und Oberes Mittelrheintal

4 Hildesheim

5 Solingen – Bergisches Land

6 Münster

7 Münsterland – Schlössertour

8 Köln

9 Xanten

10 Aachen

11 Nationalpark Eifel

12 Trier

13 Sauerland-Höhenstraße

14 Moseltal

15 Mainz

16 Speyer

17 Deutsche Weinstraße

18 Zwischen Kiel und Schlei

19 Nordfriesland

20 Hamburg

21 Lübeck und Umgebung

22 Fischland-Darß-Zingst

23 Stralsund mit Rügen

24 Mecklenburger Seen

25 Ostfriesland

26 Sylt

27 Föhr

28 Amrum

29 Halligen

30 Pellworm

31 Nordmarsch-Langeneß

32 Helgoland

33 Fehmarn

34 Usedom

35 Borkum

36 Juist

37 Norderney

38 Baltrum

39 Langeoog

40 Spiekeroog

41 Wangerooge

42 Berlin

43 Lausitz und Spreewald

44 Bremen und Bremerhaven

45 Goslar – Oberharz

46 Leipzig

47 Sächsische Schweiz

48 Dresden und Elbtal

49 Erzgebirge

50 Quedlinburg – Straße der Romanik

51 Gartenreich Dessau-Wörlitz

52 Thüringer Wald

53 Erfurt und Weimar

54 Jena

55 Freiburg im Breisgau

56 Baden-Baden

57 Bad Wildbad/Schwarzwald

58 Heidelberg

59 Schwäbische Alb

60 Allgäu zwischen Wangen und Scheidegg

61 Bodensee

62 Bamberg

63 Spessart

64 Naturpark Fränkische Schweiz

65 Die Rhön

66 Rothenburg und Dinkelsbühl

67 Altmühltal

68 Deutsche Hopfenstraße

69 München

70 Bad Tölz

71 Berchtesgadener Land

72 Chiemgau mit Chiemsee

73 Bayerischer Wald

Österreich

74 Wörthersee

75 Tannheimer Tal

76 Graz

77 Steiermark

78 Innsbruck

79 Innradweg

80 Großglockner-Hochalpenstraße

81 Wien

82 Durch die wilde Wachau

83 Am Neusiedler See

84 Salzburg und Salzkammergut

Schweiz

85 Luzern mit Vierwaldstätter See

86 Rhätische Bahn

87 Zürich

88 Berner Oberland

Register

Impressum

DIE SCHÖNSTEN STÄDTEZIELE

Aachen

Berlin

Bremen

Dresden

Erfurt

Frankfurt

Graz

Hamburg

Heidelberg

Jena

Kassel

Köln

Leipzig

Lübeck

Luzern

Mainz

München

Münster

Trier

Wien

Zürich

Deutschland

Fachwerkgasse in der Altstadt von Quedlinburg

1Frankfurt am Main

Deutschland

Goethestadt, Messestadt, Finanzplatz Deutschlands, alles Bezeichnungen, die das Besondere der Mainmetropole treffen. Bis heute ist Frankfurt einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte Europas. Doch auch Kultur- und Ausgehangebote sind attraktiv.

HIGHLIGHTS

Römer. Das alte Rathaus am Römerberg mit historischer Häuserzeile

Paulskirche. Tagungsstätte der Deutschen Nationalversammlung (1848/49)

Städel Museum. Bedeutende Kunstsammlung, mit Erweiterungsbau

Alte Oper. Prachtvoller Bau aus der Gründerzeit, Konzert- und Veranstaltungshaus

Messeturm. Nicht der höchste, aber der eindrucksvollste Wolkenkratzer

FESTE UND VERANSTALTUNGEN

Dienstag nach Pfingsten. Wäldchestag, traditionelles Volksfest im Stadtwald

August. Museumsuferfest, Kulturfest entlang der Museumsmeile

September. Goethe-Festwoche, Theateraufführungen an verschiedenen Spielorten

Oktober. Ältestes deutsches Jazzfestival

Den Blick auf den Main und Frankfurts Skyline gibt es in den Biergärten am Museumsufer gratis.

Banken, Buchmesse und Bembel

Frankfurt ist eines der wichtigsten Finanzzentren weltweit, die Wolkenkratzer der Banken prägen die Silhouette der Stadt. Messestandort ist Frankfurt seit dem 12. Jahrhundert, 1462 öffnete die Frankfurter Buchmesse ihre Tore. Die Börse wurde im 16. Jahrhundert gegründet, Bulle und Bär stehen vor der Frankfurter Wertpapierbörse, die sich aus der Alten Börse entwickelt hat. Mittelpunkt der im Zweiten Weltkrieg stark zerstörten Stadt ist der rekonstruierte Römer, das alte Rathaus am Römerberg. In wenigen Schritten erreicht man den »Kaiserdom« Sankt Bartholomäus, seit 1562 Krönungskirche deutscher Kaiser und Könige, und die Paulskirche, in der 1848/49 die Frankfurter Nationalversammlung tagte und heute der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verliehen wird. Ein markantes Gebäude der Barockzeit ist die Hauptwache am ehemaligen Paradeplatz.

Frankfurt ist auch eine Stadt der Museen. Das Städel Museum, ein renommiertes Kunstmuseum, ist nur eins von 15 am Museumsufer zu beiden Seiten des Mains. Zwischen Dom und Römer wurde 1986 die Schirn Kunsthalle eröffnet. Das Senckenberg Naturmuseum mit seinen imposanten Dinosaurierskeletten ist ein Ziel für die ganze Familie.

An Johann Wolfgang von Goethe, den berühmtesten Sohn Frankfurts, erinnert neben Goethe-Institut und Goethe-Universität das Goethe-Haus am Großen Hirschgraben, in dem der Dichterfürst 1749 das Licht der Welt erblickte. Goethe war auch ein Liebhaber der Frankfurter Küche, die man in einem der vielen Apfelweinlokale testen sollte, wo der herbe Obstwein im Bembel serviert wird.

Persönlicher Tipp

MAINHATTAN

Als Hochburg des Äbbelwoi gilt Frankfurts malerischer Stadtteil Alt-Sachsenhausen.

Die einzige deutsche Großstadt mit ausgeprägter Skyline trägt – in Anspielung auf Manhattan – die volkstümliche Bezeichnung Mainhattan. Die ersten Hochhäuser entstanden in den 1950er-Jahren zu Zeiten des Wirtschaftswunders. Bis auf wenige Ausnahmen sind die Wolkenkratzer in Gruppen angeordnet, etwa im Bankenviertel oder in der Bürostadt Niederrad. Im Lauf der Zeit wurden sie immer höher. Seit 2012 ist der Commerzbank Tower mit 259 Metern das höchste Gebäude der Europäischen Union. Besonders originell ist die Glasfassade des Westhafen Tower, von den Frankfurtern »Das Gerippte« oder »Äppelwoi-Turm« genannt. Der einzige öffentlich zugängliche Wolkenkratzer ist der 200 Meter hohe Main Tower mit Aussichtsplattform; die anderen sind nur im Rahmen einer Hochhaustour oder während des Wolkenkratzer-Festivals (findet unregelmäßig statt) begehbar – frühzeitige Anmeldung ist empfehlenswert.

Infos und Adressen

ANREISE

Flug: über Frankfurt Airport erreichbar; Bahn: Verbindungen zu allen ICE-Bahnhöfen in Deutschland; Auto: über A 5, A 3, A 66

SEHENSWERT

Senckenberg Naturmuseum. Senckenberganlage 25, www.museumfrankfurt.senckenberg.de

Zoo Frankfurt. Bernhard-Grzimek-Allee 1, www.zoo-frankfurt.de

Gesellschaftshaus und Palmenhaus im Palmengarten. Siesmayerstr. 61, www.palmengarten.de

ESSEN UND TRINKEN

Zarges. Feines Gourmetlokal. Kalbächer Gasse 10

Zum Rad. Apfelweinlokal seit 1806. Leonhardsgasse 2

AUSGEHEN

Tigerpalast. Varieté-Theater und Sternerestaurant. Heiligkreuzgasse 16–20, www.tigerpalast.de

Batschkapp. Traditionelle Musikkneipe. Gwinnerstr. 5, www.batschkapp.tickets.de

SHOPPING

Die Zeil. Eine der umsatzstärksten Einkaufsstraßen Deutschlands mit der Shopping Mall Zeitgalerie

Goethestraße. Luxuriöse Geschäfte zwischen Zeil und Fressgass

WEITERE INFOS

Tourist-Information: Römerberg 27 und Hauptbahnhof-Passage, www.frankfurt-tourismus.de

2Kassel

Deutschland

Documenta und Fürstenstadt – zwischen diesen beiden Polen bewegt sich Kassel. Mit ihrer alle fünf Jahre zelebrierten Kunstschau setzt die Stadt neue Maßstäbe für die zeitgenössische Kunst, und gleichzeitig erinnert sie mit ihren Schlössern und Parkanlagen, allen voran dem Schloss Wilhelmshöhe, an die glorreiche Zeit als Residenz der hessischen Landgrafen.

HIGHLIGHTS

Karlsaue. In den weitläufigen Parkanlagen mit Blick auf die Orangerie lustwandeln

Herkules. Das Wahrzeichen der Stadt erklimmen und das grandiose Panorama auf sich wirken lassen

Wasserspiele. Die sich auf einer 250 Meter langen Steintreppe ausbreitenden Kaskaden am Fuße des Herkules bewundern

Fuldadamm. In eine der Rudergaststätten einkehren und die Aussicht auf die Fulda genießen

Bugasee. In den Fuldaauen in aller Ruhe baden und entspannen

FESTE UND VERANSTALTUNGEN

Juni–September. Am 1. Samstag im Monat beleuchtete Wasserspiele unterhalb des Herkules

Juni/Juli. Wilhelmshöhe Open, internationales Tennisturnier

Juli/August. Zissel-Kirmes

September. Berg- und Lichterfest im Bergpark Wilhelmshöhe

September. Internationales Theaterfestival im Staatstheater

Die Terrasse des barocken Orangerieschlosses (1702–10) im Park der Karlsaue

Grüne Museumsstadt an der Fulda

Entscheidenden Einfluss auf das Stadtbild hatte der Landgraf Karl von Hessen-Kassel (1654–1730), der Anfang des 18. Jahrhunderts hoch über der Stadt den Herkules mit seinen Wasserkaskaden errichten ließ, das Wahrzeichen Kassels. Die Kupferstatue befindet sich ebenso wie das Schloss Wilhelmshöhe in Europas größtem Bergpark, der mit Teichen und Wasserfällen, der Teufelsbrücke und dem Lustschloss Löwenburg ein unvergleichliches Gartenkunstwerk ist. Das 1786–1798 erbaute Schloss beherbergt heute u. a. die Antikensammlung und die Gemäldegalerie Alte Meister.

Auch die ursprünglich als barocker Lustgarten angelegte Karlsaue geht auf die Initiative von Landgraf Karl zurück. Der weitläufige Park am westlichen Fuldaufer reicht bis in die Innenstadt und zum Friedrichsplatz mit dem klassizistischen Museumsgebäude Fridericianum, dem ehemaligen Theater Ottoneum und dem Zwehrenturm als Rest der einstigen Stadtbefestigung. Zusammen mit den angrenzenden Fuldaauen bildet die von der Orangerie, heute Museum für Astronomie und Technikgeschichte, begrenzte Karlsaue ein großes grünes Naherholungsgebiet.

Neben ihren Museen, die sich nicht nur der Bildenden Kunst, sondern auch spezielleren Themen widmen, wie das Museum für Sepulkralkultur, hat die Stadt auch kulinarisch einiges zu bieten. Ein besonderes Erlebnis ist ein Besuch in der Kasseler Markthalle in der Wildemannsgasse, die eingebettet in die historischen Mauern des Marstalls ein großes Angebot an frischen regionalen Spezialitäten wie »Ahle Wurscht« oder den traditionellen Speckkuchen bereithält.

Persönlicher Tipp

AUF DEN SPUREN DER DOCUMENTA

Von der Herkules-Statue (1717) bis zum Neptunbassin reichen die 250 Meter langen Wasserkaskaden im Bergpark Wilhelmshöhe.

Alle fünf Jahre (wieder 2022) wird Kassel mit der Documenta zur Drehscheibe der internationalen Kunstszene. Doch auch nach oder zwischen diesen 100 Tagen Ausnahmezustand fällt die Stadt künstlerisch betrachtet keineswegs in einen Dornröschenschlaf. Dafür sorgen die zahlreichen Museen und die über das ganze Stadtgebiet verstreuten Außenkunstwerke vergangener Documenta-Spektakel. Wer mit offenen Augen durch Kassel geht, wird schnell fündig: Da gibt es z. B. direkt vor dem Kulturbahnhof Jonathan Borowskis 25 Meter hohen Himmelsstürmer oder auf einem Säulenportal am Friedrichsplatz Thomas Schüttes FigurenensembleDie Fremden. Neben der Documenta-Halle stößt man auf den gigantischen Bilderrahmen des Künstlerkollektivs Haus-Rucker-Co und am Fuldaufer auf die in die Wiese gespießte Spitzhacke von Claes Oldenburg. Und dann sind da natürlich auch noch Joseph Beuys7000 Eichen aus seinem Kunstprojekt »Aktion Stadtverwaldung statt Stadtverwaltung«, die in der ganzen Stadt gut erkennbar an danebenstehenden Steinsäulen verteilt sind.

Infos und Adressen

ANREISE

Flug: Regionalflughafen Kassel-Calden; Bahn: IC/ICE bis Kassel-Wilhelmshöhe; Auto: A 7 aus Nordosten und Süden (auch A 49), A 44 aus Westen, am Südkreuz auf A 49

SEHENSWERT

Grimmwelt. Dauerausstellung zum Leben und Wirken von Jacob und Wilhelm Grimm. Weinbergstr. 21, www.grimms.de

Museum für Sepulkralkultur. Deutschlands einziges Museum zum Thema Totenkult. Weinbergstr. 25–27, www.sepulkralmuseum.de

Naturkundemuseum. Älteste systematische Pflanzensammlung Europas, Ottoneum. Steinweg 2, www.naturkundemuseum-kassel.de

ESSEN UND TRINKEN

The Hemingway Club. Cocktailbar in der Innenstadt. Obere Königsstr. 8, www.thehemingwayclub.de

Lohmann. Ältestes Lokal der Stadt mit Biergarten. Königstor 8, www.lohmann-kassel.de

Restaurant Steinernes Schweinchen. Gehobenes Gourmetrestaurant. Konrad-Adenauer-Str. 117, www.steinernes-schweinchen.de

ÜBERNACHTEN

Hotel Schweizer Hof. Art-Hotel nahe dem Bergpark. Wilhelmshöher Allee 288, www.hotel-schweizerhof-kassel.de

WEITERE INFOS

Kassel Marketing: Obere Königsstr. 15, www.kassel-marketing.de

3Rheingau und Oberes Mittelrheintal

Deutschland

Zu den schönsten Abschnitten des Rheins gehören der weinreiche Rheingau und das tief ins Rheinische Schiefergebirge eingeschnittene, burgenreiche Obere Mittelrheintal, das als Kulturlandschaft zum UNESCO-Welterbe zählt. Die Strecke zwischen Wiesbaden und Koblenz lässt sich in Etappen am besten vom Schiff aus oder zu Fuß erkunden.

HIGHLIGHTS

Kloster Eberbach. Zisterzienserkloster mit Klostergebäuden (mit Staatsweingut)

Schloss Johannisberg. Barockschloss neben einem ehemaligen Benediktinerkloster, mit einem der ältesten Riesling-Weingüter

Bacharach. Malerischer Weinort am Mittelrhein mit Ruine der Wernerkapelle

Loreley. Der 132 Meter hohe Schieferfelsen ist der Inbegriff der Rheinromantik

Festung Ehrenbreitstein. Eine der größten Festungsanlagen Mitteleuropas oberhalb von Koblenz mit dem Landesmuseum Koblenz

FESTE UND VERANSTALTUNGEN

April/Mai. Rheingauer Schlemmerwochen mit Rahmenprogramm

Mai–September. Rhein in Flammen, Großfeuerwerk an fünf Terminen und fünf Orten

Mai–August. Mittelrhein-Musik-Festival, klassische Musik, Jazz und Lesungen

Letzter Sonntag im Juni. Tal Total, autofrei zwischen Rüdesheim/Bingen und Koblenz

Juni–September. Rheingau-Musik-Festival, mit Klassik, Jazz und Kabarett

Die Schieferhänge an der Loreley sind sehr steil; im Vordergrund die Burg Katz.

Warum es am Rhein so schön ist

Der Rheinsteig ist ein rund 320 Kilometer langer Premium-Wanderweg. Er verläuft auf der rechten Rheinseite in Etappen zwischen Schloss Biebrich in Wiesbaden und Bonn entlang dem Rheingau, durch das Obere und das Untere Mittelrheintal und das Siebengebirge. Angelegt als Höhenweg, führt der Rheinsteig vorbei an zahlreichen Burgen und Schlössern und verbindet Rheinromantik mit beeindruckenden Naturerlebnissen. Für ein Wochenende kann man sich auch ein besonders reizvolles Teilstück herauspicken. Knapp acht Stunden Wanderzeit muss man für die Strecke vom Kloster Eberbach bis Rüdesheim einplanen. Das noch fast vollständig erhaltene Zisterzienserkloster beeindruckt durch seine wuchtige romanische Basilika und Klostergebäude aus dem 12. bis 14. Jahrhundert. Seit dem Mittelalter ist das Kloster auch Weingut; beliebt sind die Weinproben im Cabinet- oder im Hospitalkeller. Über Schloss Johannisberg und Schloss Vollrads führt der Wanderweg zum Wallfahrtsort Marienthal mit dem gleichnamigen Franziskanerkloster. Und noch ein weiteres Kloster liegt auf dem Weg: das um 1150 von Hildegard von Bingen gegründete Benediktinerinnenkloster Eibingen. 1900–04 entstand die Abtei St. Hildegardis im neuromanischen Stil wieder neu.

Das Pendant zum Rheinsteig ist der 200 Kilometer lange linksrheinische Rheinburgenweg, der mit zwei Klettersteigen bei Boppard und Oberwesel sowie vielen Burgen aufwartet. Auf der fünfeinhalb Stunden dauernden Wanderung von Bacharach bis Trechtinghausen kann man gleich sechs kennenlernen. Über dem Fachwerkstädtchen Bacharach erhebt sich die Burg Stahleck, heute eine Jugendherberge. Burg Fürstenberg ist eine Ruine mit hohem, rundem Bergfried. Nur von außen bewundert werden kann die Heimburg, auch Burg Hohneck genannt. Im neugotischen Stil der »Rheinromantik« wurden Burg Sooneck, die weitläufige Burg Reichenstein und Burg Rheinstein wiederaufgebaut. Beim Abstieg nach Trechtingshausen gewährt die Aussichtsplattform Siebenburgenblick einen schönen Blick auf das gesamte Rheintal.

Persönlicher Tipp

ROMANTISCHE SEITENTÄLER

In den alten Fachwerkstädtchen, hier in Bacharach, gibt es meist auch ein lauschiges Lokal.

Bei Lorch mündet die Wisper in den Rhein. Das Flüsschen fließt in einem malerischen Tal durch den waldreichen Rheingautaunus. Burgen und Mühlen, heute beliebte Ausflugslokale, säumen die Wisper, die eine wichtige Rolle im Wiederansiedlungsprogramm für Lachse spielt. Für gute Luft in Lorch sorgt der Wisperwind, ein Bergwind, der nachts und am frühen Morgen aus dem Wispertal weht. Das Tal gehörte zum winzigen Freistaat Flaschenhals, einem Teil der preußischen Provinz Hessen-Nassau, das 1919–23 nicht von den Alliierten besetzt war. Lorch ist heute noch die »Hauptstadt« der touristisch orientierten Freistaat-Flaschenhals-Initiative.

Nur sieben Kilometer lang ist der Morgenbach, der unterhalb der Burg Reichenstein in den Mittelrhein mündet und sich 364 Meter tief in den Hunsrück einschneidet. Sein Tal ist eine bei Wanderern und Kletterern beliebte Schlucht mit außergewöhnlicher Geologie und Vegetation. Unweit der Mündung in Trechtingshausen steht die Clemenskapelle, eine spätromanische Pfeilerbasilika.

Schlösser und Wein – der Rheingau

Das milde Klima an der Südabdachung des westlichen Taunus und gute Böden haben die rechtsrheinische Landschaft zwischen Wiesbaden und Assmannshausen zu einem bedeutenden Weinbaugebiet gemacht; besonders Riesling gedeiht prächtig. Die auch bei Radfahrern beliebte Rheingauer RieslingRoute verbindet die Weinorte miteinander.

Älteste Stadt im Rheingau ist Eltville mit zahlreichen Fachwerkhäusern und Adelshöfen. Auf dem Weg nach Erbach liegt Schloss Reinhartshausen, heute ein Luxushotel und Weingut. Das barocke Schloss Reichartshausen in Oestrich beherbergt eine private Wirtschaftshochschule. Für das Verladen von Weinfässern diente der 1754 erbaute Rheinkran. Im 10. oder 11. Jahrhundert wurde das Graue Haus in Winkel erbaut, eines der ältesten Steinhäuser Deutschlands. Ebenfalls zu Winkel gehört Schloss Vollrads; Weinbau wird hier schon seit dem Mittelalter betrieben. In Geisenheim werden an der Fachhochschule für Wein- und Gartenbau künftige Spitzenwinzer ausgebildet. Das nahe gelegene Schloss Johannisberg, eines der bekanntesten deutschen Weingüter, bietet ihnen ein reiches Betätigungsfeld. In Rüdesheim festigt ein Besuch des Rheingau- und Weinmuseums Brömserburg das erworbene Weinwissen.

Persönlicher Tipp

AM LINKEN RHEINUFER

Hauptattraktion auf Wiesbadens Neroberg ist die Russisch-Orthodoxe Kirche.

Linksrheinisch geht es geruhsamer zu: Ab Mainz führt der Weg vorbei an Obstbäumen und Spargelfeldern Richtung Bingen. Das Rheinufer wird noch von Auenwäldern gesäumt. Auch die Inseln im Strom, die Rheinauen, sind größtenteils geschützte Feuchtgebiete. Für die vom Schloss Reinhartshausen auch landwirtschaftlich genutzte Mariannenaue werden Inselführungen angeboten. Eine Rarität sind die Inselweine; die Rebsorte Chardonnay gedeiht hier gut.

Hervorragende Rotweine kann man in Ingelheim verkosten. Die Stadt zählt zu den wärmsten und trockensten Orten Deutschlands. Von der ehemaligen Kaiserpfalz sind nur noch Reste wie das Heidesheimer Tor erhalten. Wahrzeichen der Stadt ist die von einer mittelalterlichen Wehranlage umgebene Burgkirche.

Bingen ist das linksrheinische Tor zum Mittelrheintal. Überragt wird die Stadt vom Rochusberg mit der Wallfahrtskirche Rochuskapelle. Die ehemalige Zollburg Mäuseturm steht auf einer Rheininsel. In den östlichen Pfeiler der siebenbögigen Drususbrücke über die Nahe ist eine frühromanische Kapelle eingebaut.

Bewacht von der Loreley – das Obere Mittelrheintal

Rüdesheim bildet mit dem über eine Seilbahn erreichbaren Niederwalddenkmal den rechtsrheinischen Einstieg ins Obere Mittelrheintal, das auf der Höhe von Bingen als tief eingeschnittener Durchbruch des Rheins durch das Rheinische Schiefergebirge beginnt. Schroffe Felsen, malerische Orte an rebenbestandenen Hängen und die zahllosen Burgen haben schon die deutschen Romantiker angezogen. Aus der Schiffsperspektive lassen sich die vielen Highlights ganz gemütlich bestaunen. Die früher gefürchtete Untiefe Binger Loch stellt heute keine Gefahr mehr dar, und auf dem mitten im Rhein liegenden Pfalzgrafenstein wird auch kein Zoll mehr für die Weiterfahrt erhoben. Am steilen Schieferfelsen Loreley macht jeder Ausflugsdampfer einen Halt, um an die Legende von der Sagengestalt Loreley zu erinnern. Zu den besonders eindrucksvollen Burgen zählen die Ruinenanlage der Burg Rheinfels bei St. Goar mit ihren unterirdischen Minengängen und die gut erhaltene Marksburg bei Braubach. Einen »Schoppen« trinken kann man im pittoresken Weinort Bacharach und in Boppard, das auf römische Wurzeln zurückgeht. Die Fahrt endet in Koblenz an der Moselmündung. Gegenüber dem Deutschen Eck ragt die gewaltige Festung Ehrenbreitstein auf.

Der Rüdesheimer Stadtteil Assmannshausen ist berühmt für seine feinen Spätburgunder.

Rheingau und Oberes Mittelrheintal

Infos und Adressen

ANREISE

Flug: über Flughafen Frankfurt am Main, Frankfurt-Hahn (Hunsrück) und Köln/Bonn; Bahn: Fernzüge verkehren stündlich auf den Strecken Mainz–Bingen–Koblenz–Köln und Wiesbaden–Rüdesheim–Koblenz; Auto: über A 3 (rechtsrheinisch) oder A 61, A 60 (linksrheinisch); Schiff: Die beiden Rheinufer sind durch Auto- und Personenfähren miteinander verbunden. Fahrplanmäßig befahren fünf Unternehmen den Rhein, darunter die Köln-Düsseldorfer Rheinschifffahrt (www.k-d.de)

SEHENSWERT

Basilika St. Valentin. Spätgotische Kirche mit reicher Ausstattung, u. a. eine der ältesten bespielbaren Orgeln, gehört zu den schönsten Kirchenbauten im Rheingau. Kiedrich

Brömserburg. In der frühmittelalterlichen Burg in Rüdesheim befindet sich das Rheingauer Weinmuseum. Tgl. 10–18 Uhr, Rheinstr. 2, Rüdesheim am Rhein, www.rheingauer-weinmuseum.de

Niederwalddenkmal. Vom Nationaldenkmal mit der Hauptfigur Germania bietet sich ein spektakulärer Rundblick, mit Kabinenseilbahn von Rüdesheim erreichbar

Pfalzgrafenstein: in Schiffsform angelegte ehemalige Zollburg im Rhein bei Kaub, Besichtigungen im Rahmen einer Führung

Die Feindlichen Brüder. Die beiden Burgen Sterrenberg und Liebenstein oberhalb vom Wallfahrtsort Kamp-Bornhofen sind durch die »Streitmauer« voneinander getrennt. www.burg-sterrenberg.com

Marksburg. Einzige vollkommen erhaltene Höhenburg am Mittelrhein, beliebt ist das Rittermahl in der Burgschänke. www.marksburg.de

ESSEN UND TRINKEN

Burg Crass. Feine Landhausküche in einem ehemaligen Freihof aus dem 11./12. Jahrhundert. Freygässchen 1, Eltville, www.burgcrass.com

Die Adler Wirtschaft. Bodenständige Küche in rustikalem Ambiente. Hauptstr. 31, Hattenheim im Rheingau, www.franzkeller.de

Gutsschänke Schloss Johannisberg. Terrassensitzplätze mit herrlichem Blick über den Rheingau. Geisenheim, www.schloss-johannisberg.de

Weinwirtschaft Nassauer Hof. Regionale Gerichte, zünftig angeboten, beliebt bei Wanderern und Bikern. Bahnhofstr. 22, St. Goarshausen, www.nassauer-hof-loreley.de

AUSGEHEN

Drosselgasse. Die Feiermeile in Rüdesheim, bis in die Morgenstunden herrscht in den Weinstuben und Kneipen Hochbetrieb

Circus Maximus, Kleinkunst, Musik und Bistro. Stegemannstr. 30, 56068 Koblenz, www.circus-maximus.org

ÜBERNACHTEN

Hof-Hotel Bechtermünz im Weingut Kögler. Kleines Weinhotel in einem ehemaligen Adelshof. Kirchgasse 5, Eltville, www.weingut-koegler.de

Breuer’s Rüdesheimer Schloss. Modernes Hotel in historischem Ambiente, in der Nähe der Drosselgasse. Steingasse 10, Rüdesheim am Rhein, www.ruedesheimerschloss.com

Rhein-Hotel Bacharach. Großes Fachwerkensemble direkt auf der Stadtmauer. Langstr. 50, Bacharach am Rhein, www.rhein-hotel-bacharach.de

Romantik Hotel Schloss Rheinfels. Übernachten in einer der größten Burganlagen am Mittelrhein. Schlossberg 47, St. Goar, www.schloss-rheinfels.de

WEITERE INFOS

Tourist-Information: Über den Mittelrhein informieren www.welterbe-mittelrheintal.de und www.mittelrheintal.de, über den Rheingau www.rheingau.de

Feuerwerk vor der Marksburg beim großen Spektakel »Rhein in Flammen«

4Hildesheim

Deutschland

Das Stadtbild des 1200-jährigen Hildesheim grenzt an ein Wunder: durch die zum Welterbe erhobenen romanischen Gotteshäuser und durch die ehrgeizige Rekonstruktion der Altstadt, die 1945 bei Bombenangriffen in Schutt und Asche gefallen war.

HIGHLIGHTS

Dom St. Mariä. Mit Bernwardstür, Christussäule, Radleuchter, »tausendjährigem« Rosenstock, Dommuseum, bedeutender Dombibliothek (Neubau)

St. Michaeliskirche. Doppelchörige Basilika mit bemalter Holzdecke

Knochenhauer-Amtshaus. Früher Zunfthaus der Fleischer (26 m hoch)

Kaiserhausfassade. 46 Medaillons römischer Kaiser, vier »Weltreichsfiguren« und Fenstererker (Auslucht) an früherem Renaissancehaus

Roemer- und Pelizaeus-Museum. Kulturhistorische Sammlung von europäischem Rang, besonders Alt-Ägypten, Alt-Peru, Ostasien

FESTE UND VERANSTALTUNGEN

Juli/August. Citybeach, Cocktails, Musik, Unterhaltung und Sport hinterm Rathaus

September. Pflasterzauber, Straßenmusik und Straßenkunst in der Innenstadt

Die bemalte Holzdecke im Mittelschiff der Michaeliskirche stammt aus dem 13. Jahrhundert.

Stadt der Wunder

Ein Wunder beflügelte auch den Bau des Dom St. Mariä (9. Jahrhundert, gerade frisch restauriert): Kaiser Ludwig der Fromme hatte einer Legende nach aus Dank für die Errettung nach einem misslungenen Jagdausflug eine Marienkapelle erbauen lassen und die Kaufmannssiedlung an der Furt des Hellwegs 815 zur Bischofsstadt erhoben. Dort, wo Ludwig die Hilfe der Gottesmutter erflehte, wuchs der nun »tausendjährige« Wildrosenstock. Das Wahrzeichen Hildesheims blüht noch heute an der Apsis des Doms. Seine Blüte als Stadt erlebte Hildesheim unter Bernward, Bischof von 993–1022. Er ließ die Michaeliskirche mit ihren mächtigen Vierungstürmen und der kunstvollen Bronzetür bauen. In die beiden Flügel der 4,72 Meter hohen Bernwardstür sind 16 Reliefs mit Szenen aus dem Neuen Testament gearbeitet.

Berühmt ist Hildesheim auch für seine historischen Bürger-, Patrizier-, Gilde- und Handwerkerhäuser aus fünf Jahrhunderten. Als einer der schönsten Fachwerkbauten Deutschlands gilt das Knochenhauer-Amtshaus mit überreichem Schnitzwerk und Dekor. Im Unterschied zu den Nachbarhäusern wurde nicht nur die Fassade (außer Tempelherrenhaus, 1457) rekonstruiert, sondern das komplette Gebäude. Das tut dem Zauber des Marktplatzes mit dem spätgotischen Rathaus (13.–15. Jahrhundert) und dem Marktbrunnen (1540) aber keinen Abbruch. Als ältestes Fachwerkhaus gilt das Waffenschmiedehaus (1548) am Gelben Stern.

Wer nicht weiß, wohin er zuerst gehen soll: Die Rosenroute führt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten – und an urigen Kneipen, gemütlichen Cafés und Restaurants vorbei.

Persönlicher Tipp

HERRENHÄUSER GÄRTEN

Das 26 Meter hohe Knochenhauer-Amtshaus; das ursprüngliche Gebäude entstand 1529.

Nach dem mittelalterlichen Hildesheim bilden die Herrenhäuser Gärten in Hannover einen schönen Kontrast und zugleich Abschluss des kurzen Wochenendes im Welfenland. Der Große Garten (1666–1714) südlich der früheren Sommerresidenz der Kurfürsten bzw. Könige von Hannover (Orangerie und Galerie erhalten, Wiederaufbau des klassizistischen Schlosses 2013) ist mit dem Neuen Garten der größte und mit den exakt ausgerichteten Rabatten, Hecken, Alleen und Wasserspielen, darunter die Großen Kaskade und Große Fontäne (rund 60 m), dem Irrgarten, Gartentheater und der Grotte (2003 neu gestaltet) der besterhaltene barocke Lustgarten Europas. Nördlich der Residenz wurde aus einem Küchen- ein botanischer Garten mit 11 000 Pflanzenarten. Attraktion des Berggartens ist das Sealife-Aquarium im tropischen Regenwald. Der Georgengarten und der Welfengarten südlich bzw. nördlich der Herrenhäuser Allee wurden im 19. Jahrhundert nach englischem Vorbild als Landschaftsgarten angelegt. Im Georgenpalais ist das Wilhelm-Busch-Museum mit Satirekunst aus vier Jahrhunderten untergebracht.

Infos und Adressen

ANREISE

Flug: über Flughafen Hannover; Bahn: ICE/IC bis Hannover Hbf, weiter mit Regionalexpress oder S-Bahn; Auto: A 7

SEHENSWERT

Stadtmuseum. Stadtgeschichtliche Sammlung des Roemer-Museums im Knochenhauer-Amtshaus, Restaurant im Erdgeschoss. Markt 7, www.stadtmuseum-hildesheim.de, www.knochenhaueramtshaus.com

Gärten und Parks. Um die früheren Wallanlagen und -gräben und das Flüsschen Innerste bzw. aus Klostergärten entstanden und zu einem Naherholungsgebiet verbunden, z. B. Ernst-Ehrlicher-Park und Magdalenengarten

ESSEN UND TRINKEN

Bischofsmühle. Restaurant-Café, abends im Keller Jazz und Blues live, nahe Magdalenenkirche und -garten. Dammstr. 32, www.bischofsmuehle.de

Nil im Museum. Wein und leichte Küche im Neubau des Roemer- und Pelizaeus-Museums. Am Steine 1, www.nil-museum.de

ÜBERNACHTEN

Van der Valk Hotel Hildesheim. Vier-Sterne-Haus im Ensemble aus Wollenwebergildehaus (16. Jh.), Stadtschänke (17. Jh.) und Rokokohaus (18. Jh.), mit Restaurant Gildehaus. Markt 4, www.hildesheim.vandervalk.de

WEITERE INFOS

Tourist-Information: Rathausstr. 20 (Tempelherrenhaus), www.hildesheim.de

5Solingen – Bergisches Land

Deutschland

Die Solinger Stadtteile Gräfrath und Schloss Burg sind eine Altstadtidylle mit den typischen bergischen Fachwerk- und Schieferhäusern an kopfsteingepflasterten Straßen. Zudem liegt Solingen inmitten der sanften Hügel des Bergischen Landes mit zahlreichen Bach- und Flussläufen.

HIGHLIGHTS

Müngstener Brücke mit Brückenpark. Mit 107 Metern höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands (1897) zwischen Solingen und Remscheid, denkmalgeschützte Stahlgitter-Bogenkonstruktion

Gräfrather Lichtturm. Beleuchtetes architektonisches Kunstwerk am höchsten Punkt Solingens

Wuppertaler Schwebebahn. Hängebahn (1901) an Stahltragegerüsten im benachbarten Wuppertal; 10 der 13 Kilometer langen Strecke zwischen Vohwinkel und Oberbarmen führen über das Flussbett der Wupper

FESTE UND VERANSTALTUNGEN

August/September. 48 Stunden, bildende Kunst, Performances und Musik auf Schloss Burg

September. Zöppkesmarkt, großer Trödelmarkt in der Innenstadt

Dezember. Romantischer Weihnachtsmarkt auf Schloss Grünewald

Dezember. Adventsbasar der Kunsthandwerker auf Schloss Burg

Bei den Ritterspielen der Georgsritter auf Schloss Burg wird das Mittelalter lebendig.

Der Name ist Marke

Solingen hat einen guten Ruf. Klingen, vor allem Messer und Scheren, machten die Stadt weltbekannt. Da die Stadt im Zweiten Weltkrieg stark zerstört wurde, sucht man eine historische Mitte vergebens. Im Zentrum erinnert nur die neogotische St.-Clemens-Kirche (1892) an frühere Zeiten. Dafür gibt es Neues, z. B. die Clemens-Galerien mit vielen Geschäften und Cafés oder das Forum für Produktdesign, eine Außenstelle der Bergischen Universität im ehemaligen Hauptbahnhof. Auf die Tradition des Klingenhandwerks hat sich das Deutsche Klingenmuseum in Gräfrath (Klosterhof 4) spezialisiert. Darin sind wertvolle Waffen, außergewöhnlich gestaltetes Essgerät und kunstgewerbliche Arbeiten aus aller Welt zu sehen. Rund um das Klingenmuseum breitet sich einer der schönsten Stadtteile Solingens mit Kirche (1690 erneuert) und ehemaligen Klostergebäuden auf dem Hügel aus. Fachwerk und Schieferhäuser verleihen den Gassen eine gemütliche Atmosphäre, urige Restaurants und kleine Läden tragen zum Charme Gräfraths bei.

Persönlicher Tipp

REICH GETAFELT IN SCHLOSS BURG

Die sanften Hügel des Bergischen Landes mit Wiesen, Feldern und Wäldern

In Schloss Burg kommt der Besucher direkt ins Mittelalter. Die Burg, die dem Stadtteil ihren Namen gab, errichtete Anfang des 12. Jahrhunderts Graf Adolf II. von Berg hoch oben auf einem Berg. Über die Zeit wurde sie zu einem prächtigen Schloss ausgebaut, verfiel dann aber, bis sie im 19. Jahrhundert in alter Form wiederaufgebaut wurde. Heute beherbergt sie das Bergische Museum, das u. a. Einblicke in das Leben in mittelalterlichen Herrschaftssitzen gewährt. Man erreicht die Burg zu Fuß oder bequem per Seilbahn.

In den Gassen rund um die Burg werben Cafés mit einer Spezialität, der Bergischen Kaffeetafel. Bei diesem Gaumenfest gibt es neben Kuchen diverse Brotsorten und Stuten, Marmeladen sowie Wurst und Käse, Milchreis mit Zimt und Zucker, Zwieback mit Sirup und natürlich Waffeln mit heißen Kirschen. Der Kaffee kommt stilecht aus einer »Dröppelminna«, einer samowarähnlichen Zinnkanne. Danach ist ein Klarer oder Aufgesetzter notwendig!

Erholung und Wassersport

Zwar verdankt das Bergische Land seinen Namen den Grafen von Berg, doch bergig ist es auch: bis zu 400 Meter hoch, von Wald und Wiesen bedeckt, mal schroff und felsig. Dazwischen schufen Flüsse und Bächer Täler, ihr Wasser wird häufig zu Talsperren gestaut. Die Bevertalsperre bei Hückeswagen, etwa 45 Autominuten von der Solinger Innenstadt entfernt, ist eine der vielseitigsten. Man kann Boot fahren, surfen und schwimmen, wandern und Rad fahren. Man kann es sich aber auch in einem der Ausflugslokale gut gehen lassen.

Infos und Adressen

ANREISE

Flug: von allen größeren Flughäfen nach Düsseldorf oder Köln, von da aus weiter mit dem Zug/Auto; Bahn: IC-Strecke zwischen Köln und Dortmund; S-Bahn von Düsseldorf; Auto: A 1 (Abfahrt Schloss Burg/Wermelskirchen), A 46 oder A 3

SEHENSWERT

Wipperkotten. Letzter original erhaltener Solinger Schleifkotten, mit Wasserkraft angetrieben, Dokumentation zur Geschichte des Schleiferberufs. Wipperkotten 2, www.wipperkotten.com

Rheinisches Industriemuseum. Im Gebäude der ehemaligen Gesenkschmiede Hendrichs. Merscheider Str. 297, www.industriemuseum.lvr.de/schauplaetze/solingen/

ESSEN UND TRINKEN

Café Florian. Im Hotel Gräfrather Hof, kreative Küche in netter Atmosphäre. In der Freiheit 48, www.hotel-graefratherhof.de

Café und Restaurant La Villa. Italienische Küche in restaurierter Jugendstilvilla, mit Biergarten. Merscheider Str. 289, www.villa-solingen.de

AUSGEHEN

Papiertheater auf Schloss Burg. Opern, Schauspiele, Märchen in Kurzfassungen, mit Papierfiguren gespielt. Schlossplatz 16, www.burgtheater.org

WEITERE INFOS

Tourist-Information im Bürgerbüro: Clemens-Galerien, Mummstr. 10, Solingen, www.solingen.de

6Münster

Deutschland

Seit ihrem grandiosen Abschneiden im LivCom-Wettbewerb 2004 unter den Städten mit 200 000 bis 750 000 Einwohnern darf sich die Universitätsstadt mit dem Titel »lebenswerteste Stadt der Welt« schmücken. Münster bietet neben seiner Altstadt viel lebendige Kultur, grüne Natur und nahezu paradiesische Voraussetzungen für Radler.

HIGHLIGHTS

Lambertikirche. Am Turm der Kirche die Originalkörbe der Täufer besichtigen

Prinzipalmarkt. Durch die Arkadengänge der wiederaufgebauten Giebelhäuserzeile flanieren

Aasee. Mit dem Solarboot »Solaaris« auf dem See spazieren fahren

Allwetterzoo. Bei der Elefantenfütterung den grauen Kolossen Brot und Obst reichen

Rieselfelder. Im nördlich gelegenen Naturschutzgebiet bedrohte Vogelarten beobachten

FESTE UND VERANSTALTUNGEN

Mittwochs und samstags. Wochenmarkt auf dem Domplatz

März, Juni, Oktober. Send, Münsters größtes Volksfest

Sommer. Turnier der Sieger, bedeutendes Pferdesportturnier auf dem Schlossplatz

August. Montgolfiade, älteste Heißluftballon-Veranstaltung Deutschlands

Adventszeit. Weihnachtsmarkt um den Prinzipalmarkt

Das geschichtsträchtige gotische Rathaus schmückt seit Jahrhunderten den Prinzipalmarkt.

Historische Westfalenmetropole mit moderner Lebensqualität

Wolkenkratzer sucht man hier vergeblich, stattdessen wartet die Stadt mit einer gelungenen Mischung aus verschiedenen historischen Architekturepochen und modernen Bauten auf. Gegründet 1170, gelangte Münster im Spätmittelalter als Mitglied der Hanse in Westfalen zu Ruhm und Ansehen. Von dieser glanzvollen Zeit zeugt der Prinzipalmarkt im Zentrum der Stadt. Die historische Kaufmannstraße mit ihren prächtigen Giebelhäusern wurde nach massiven Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg nahezu authentisch wiederaufgebaut. Zu den Wahrzeichen gehört auch der mächtige St.-Paulus-Dom, mit dessen Bau 1225 begonnen wurde. Die Kathedrale ist Mutterkirche des Bistums Münster.

Am Ende des Prinzipalmarkts erhebt sich die spätgotische Lambertikirche, die mit ihren drei außen am Turm hängenden Körben für das Täuferreich von Münster steht. In den Körben wurden 1536 die Leichname der Anführer der »Wiedertäufer«, einer radikalen reformatorischen Bewegung, zur Schau gestellt. Das historische Rathaus steht für einen Meilenstein der Geschichte: Im »Friedenssaal« wurde 1648 der Friede von Münster als Teil des Westfälischen Friedens geschlossen.

Zu den modernen Glanzstücken gehört der Hafen. Zunächst wichtiger Umschlagplatz für Kohle und Getreide, war der Stadthafen lange Zeit dem Verfall preisgegeben. Heute ist dort mit dem Kreativkai eine neue Szenemeile entstanden. In die umgebauten Speicherhäuser zogen Kunst, Kultur und Gastronomie ein.

Persönlicher Tipp

MORD UND TOTSCHLAG IN DER RADLERSTADT MÜNSTER

Lokale auf dem Prinzipalmarkt, dem Herz der westfälischen Studentenstadt Münster

Schuld daran sind der ARD-Tatort mit Hauptkommissar Frank Thiel alias Axel Prahl und Pathologe Karl-Friedrich Boerne alias Jan Josef Liefers sowie die ZDF-Krimiserie Wilsberg mit Leonard Lansink in der Rolle eines Antiquars und Privatdetektivs. Beide Serien spielen mit viel Erfolg in Münster und Umgebung.

Der Veranstalter »Statt Reisen Münster« (www.stattreisen-muenster.de) bietet für Krimifans verschiedene Spaziergänge durch die Stadt an, die entweder zu den Fernsehdrehorten führen oder auch tatsächliche, lang zurückliegende Kriminalfälle neu aufrollen.

In Münster gibt es übrigeins doppelt so viele Fahrräder, hier »Leeze« genannt, wie Einwohner – kein Wunder, ist das Rad doch dank des guten Radwegenetzes das wichtigste Verkehrsmittel. Auch Besucher können sich an vielen Stellen in der Stadt einen Drahtesel mieten, um auf dem autofreien Ring, der Promenade, die Stadt zu umrunden.

Infos und Adressen

ANREISE

Flug: Direktflüge von allen größeren Flughäfen zum Flughafen Münster/Osnabrück bei Greven; Bahn: IC/ICE bis Münster/Westf.; Auto: aus Richtung Norden über die A 1, aus Süden über die A 1 oder A 43

SEHENSWERT

Kunstmuseum Pablo Picasso. Ausstellungen rund um Picasso. Picassoplatz 1, www.kunstmuseum-picasso-muenster.de

Mühlenhof-Freilichtmuseum. Handwerk aus vier Jahrhunderten. Theo-Breider-Weg 1, www.muehlenhof-muenster.org

Allwetterzoo. Mit überdachten Wegen (»Allwettergängen«) ausgestatteter Zoo. Sentruper Str. 315, www.allwetterzoo.de

ESSEN UND TRINKEN

Altes Gasthaus Leve. Traditionsreiches Gasthaus mit westfälischen Gerichten. Alter Steinweg 37, www.gasthaus-leve.de

Cavete. Älteste Studentenkneipe Münsters. Kreuzstr. 37, www.cavete-muenster.de

ÜBERNACHTEN

Central Hotel Münster. In der Innenstadt. Aegidiistr. 1, www.central-hotel-muenster.de

Factory Hotel. Modernes Designhotel in den Mauern der denkmalgeschützten Germania-Brauerei. An der Germania-Brauerei, www.factoryhotel-muenster.de

WEITERE INFOS

Münster Information: Heinrich-Brüning-Str. 9, www.muenster.de

7Münsterland – Schlössertour

Deutschland

Burgen und Wasserschlösser, Parkanlagen und Schlossgärten – das flache Münsterland mit seinen historischen Städtchen birgt unzählige dieser Architekturschätze. Und das vielleicht Schönste daran: Sie liegen oftmals so nah beieinander, dass sie leicht mit dem Fahrrad zu erreichen sind.

HIGHLIGHTS

Schloss Münster. Im Botanischen Garten die exotischen Pflanzen bestaunen

Schloss Nordkirchen. Im stilechten Ambiente einem Schlosskonzert lauschen

Burg Vischering. Sich im Münsterland-Museum in die Ritterzeit versetzen

Annette von Droste-Hülshoff: Mit dem Fahrrad den Spuren der Dichterin folgen

Naturbad Olfen. Sich im modernen Freibad ganz ohne Chlor und Chemie von der Schlösserbesichtigung erholen

FESTE UND VERANSTALTUNGEN

Letzter Samstag im Mai: Wildpferdefang in Dülmen

Juli/August. Dülmener Sommer mit Musikevents und internationalem Straßentheater

Ende September/Anfang Oktober. Warendorfer Hengstparade

3. Oktober. Sparkassen Münsterland Giro, Radsport-Eintagesrennen

Herrenhaus vom Wasserschloss Lembeck bei Dorsten, einer Barockanlage mit großem Park

Historische Baukunst im Grünen

Mit seinen Äckern und Weiden, seinen Wallhecken und Wäldchen präsentiert sich das Münsterland als riesige Parklandschaft. Die größtenteils ebene Region mit der Stadt Münster als Zentrum eignet sich hervorragend für Erkundungstouren mit dem Fahrrad, die selbst für ungeübte Radler problemlos zu bewältigen sind. So sind die 100 Schlösser und Burgen über vier verschiedene Routen miteinander verbunden. Und wer nicht mit dem eigenen Rad anreisen möchte: Die Fahrradstadt Münster bietet Leihfahrräder in Hülle und Fülle.

Mitten in Münster liegt der 1753–57 von Barockmeister Johann Conrad Schlaun erbaute Erbdrostenhof. Das einst als Wohnstätte des Adels dienende Palais ist nur von außen zu bewundern. Das Schloss Münster, ehemals fürstbischöfliche Residenz, beherbergt heute die Verwaltung der Universität. Hinter dem eleganten Baukomplex erstreckt sich der Schlosspark mit dem Botanischen Garten. Etwa sechseinhalb Kilometer von der Innenstadt Münsters entfernt stößt man auf den ehemaligen Herrensitz Rüschhaus. Hier lebte und arbeitete 1826–46 die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff. Geboren wurde sie jedoch in der fünf Kilometer entfernten Wasserburg Hülshoff (Havixbeck), die mit großem Park und Droste-Museum aufwartet.

Etwas weiter von Münster entfernt, beim Städtchen Lüdinghausen, entstand im 13. Jahrhundert als wehrhafte Verteidigungsanlage die Burg Vischering. Wer jetzt mit dem Auto noch etwa zehn Kilometer fährt, stößt in Nordkirchen auf das »Westfälische Versailles«, eine traumhaft schöne Barockanlage mit großem Park.

Persönlicher Tipp

WILDE PFERDE IN DÜLMEN

Korbflechter beim »Kiepenkerlsonntag«. Wanderhändler trugen einst Rückentragen (Kiepen).

Das Münsterland ist auch eine Pferderegion. Im Naturschutzgebiet Merfelder Bruch, 12 Kilometer westlich der münsterländischen Stadt Dülmen, leben einige der letzten freilebenden Wildpferde des europäischen Kontinents. Diese etwa 350 Tiere große Herde ist das ganze Jahr über bei jeder Witterung sich selbst und ihren uralten Instinkten überlassen. Nur einmal im Jahr, jeweils im Mai, werden die einjährigen Hengste ausgesondert und anschließend versteigert. Dazu treibt man die Herde vor den Augen von unzähligen begeisterten Zuschauern in eine Arena und beginnt, die jungen Hengste so sanft wie möglich, also ohne Lasso oder Fußschlingen, einzufangen. Auch außerhalb dieses Wildpferdefangs besteht von März bis Oktober an den Wochenenden die Möglichkeit, die herumtollenden Fohlen und die friedlich grasenden ausgewachsenen Vierbeiner in freier Bahn zu beobachten.

Infos und Adressen

ANREISE

Flug: Direktflüge zum Flughafen Münster/Osnabrück; Bahn: IC/ICE bis Münster/Westf., weiter mit ÖPNV oder Mietwagen; Auto: von Norden und Süden über A 1, A 43, A 31, A 3, aus Osten und Westen über A 2, A 30

SEHENSWERT

Burg Vischering. Museum: Di–So 10–18 Uhr, Lüdinghausen, www.burg-vischering.de

Schloss Nordkirchen. Park frei zugänglich, Führungen durch die Innenräume: im Sommer jede Std. 11–17 Uhr, Winter 14–16 Uhr, Nordkirchen, www.schloss-nordkirchen.de

Burg Hülshoff. Droste-Museum: Apr.–Sep. tägl. 11–18.30 Uhr, März, Okt., Nov. Mi–So 11.30–17 Uhr, Havixbeck, www.burg-huelshoff.de

ESSEN UND TRINKEN

Pinkus Müller. Brauereiausschank mit westfälischen Spezialitäten. Kreuzstr. 4–10, Münster, www.pinkus.de

Bauerncafé Austermann. Ausflugslokal an der Schlösserroute. Vohren 18, Warendorf, www.bauerncafe-austermann.de

ÜBERNACHTEN

Parkhotel Schloss Hohenfeld. Hotel im Landhausstil am Rand von Münster. Dingbängerweg 400, www.parkhotel-hohenfeld.de

Hotel Feldmann. Kleines Traditionshotel im Zentrum von Münster. An der Clemenskirche 14, www.hotel-feldmann.de

WEITERE INFOS

Münsterland e.V.: Airportallee 1, Greven, www.muensterland-tourismus.de

8Köln

Deutschland

Köln stand in seiner fast 2000-jährigen Geschichte unter so vielen Einflüssen wie kaum eine andere Stadt in Deutschland. Jede Epoche hat ihre Spuren in der Rheinmetropole, die im Mittelalter die größte deutsche Stadt war, hinterlassen.

HIGHLIGHTS

Kölner Dom. Gotische Kathedrale mit dem Dreikönigsschrein (UNESCO-Weltkulturerbe)

Römisch-Germanisches Museum. Fundstücke aus dem römischen Köln, mit der weltweit größten Sammlung römischer Gläser

Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud. Kunst vom Mittelalter bis zum Impressionismus

Altstadt. Auf Kopfsteinpflaster durch schmale Gässchen streifen, dabei Kölsch und andere Spezialitäten genießen

Rhein. Mit der Köln-Düsseldorfer Rheinfahrt die Stadt an sich vorbeigleiten lassen

FESTE UND VERANSTALTUNGEN

Februar/März. Straßenkarneval, von Weiberfastnacht bis Aschermittwoch, Höhepunkt ist der Rosenmontagszug

Juli. Kölner Lichter, Feuerwerk und Schiffskonvoi auf dem Rhein

Dezember. Weihnachtsmärkte, u. a. am Dom, Märchen-Weihnachtsmarkt auf dem Rudolfplatz, Hafen-Weihnachtsmarkt am Schokoladenmuseum

Zum Kölner Stadtpanorama gehören neben Groß St. Martin und Dom auch die Rheinschiffe.

Alte Stadt am Rhein

Weithin sichtbar ist der Hohe Dom zu Köln, wie das Wahrzeichen von Köln offiziell heißt. Mit ihren 157 Metern ist die Kathedrale das zweithöchste Kirchengebäude Europas. Die Grundsteinlegung des fünfschiffigen gotischen Gotteshauses erfolgte im Jahr 1248, vollendet wurde der Bau nach rund 300-jähriger Pause 1880. Auch unvollendet zogen der Dom und sein Dreikönigsschrein Pilger aus ganz Europa an. Sie trugen zum Reichtum des mittelalterlichen Köln bei.

Als der Bau des Doms begann, wurden die zwölf romanischen Kirchen gerade vollendet. Groß St. Martin erhebt sich als größte von ihnen aus dem Gewirr kleiner Gässchen und Häuschen der Altstadt. Heute ist die Altstadt zwischen Altem Markt und Rhein ein beliebtes Ausgehviertel.

Der Untergrund von Köln gibt immer wieder Zeugen der Vergangenheit preis. Wer vom Roncalliplatz durch das große Fenster des Römisch-Germanischen Museums blickt, kann das Dionysos-Mosaik bewundern – genau an der Stelle, wo es vor fast 2000 Jahren als Boden eines Speisesaals angelegt wurde. Von hier sind es nur wenige Schritte zum Museum Ludwig. Der moderne Bau beherbergt eine der weltweit renommiertesten Sammlungen von Kunst des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart.

Ein Museum ganz anderer Art wartet in der südlichen Altstadt. Das Schokoladenmuseum lässt die Herzen großer und kleiner Schleckermäulchen höherschlagen. Dahinter geht es am Deutschen Sport- und Olympiamuseum entlang zum jüngsten Kölner Stadtteil, dem Rheinauhafen. Das frühere Hafengebiet wurde in den letzten Jahren zu einem modernen Büro- und Ausgehviertel aufgepeppt. Die drei Kranhäuser sind nun ein fester Bestandteil der südlichen Stadtsilhouette.

Persönlicher Tipp

KÖLN VON OBEN

Das Museum Ludwig bildet einen spannenden Kontrast zum Dom.

Wer die Perspektive wechseln und Köln von oben betrachten möchte, hat dazu gleich mehrere Möglichkeiten. Die beschwerlichste ist der Aufstieg auf den Südturm des Doms. 533 Stufen führen bis zur Aussichtsgalerie. Die Mühe wird mit einem herrlichen Blick auf die Altstadt belohnt. Wer das Stadtpanorama mit den Türmen des Doms betrachten möchte, muss auf die andere Rheinseite wechseln. Ein Aufzug fährt zum 29. Stockwerk des Hochhauses Köln Triangle an der Hohenzollernbrücke. Aus 103 Metern Höhe bietet sich ein Rundumblick von der Kölner Altstadt bis zum Siebengebirge. Wer immer noch nicht genug gesehen hat, sollte am Rheinufer bis in den Rheinpark laufen. Der Park und die Rheinseilbahn wurden 1957 anlässlich der Bundesgartenschau angelegt. Die bunten Viererkabinen fahren gemütlich über den Rhein und die Zoobrücke bis zum Zoo.

Infos und Adressen

ANREISE

Flug: Direktflüge zum Köln-Bonn Flughafen »Konrad Adenauer«, dann S-Bahn zum Hauptbahnhof; Bahn: IC/ICE-Verbindungen von allen größeren deutschen Bahnhöfen; Auto: A 4, A 3, A 57, A 61, A 555, A 59

SEHENSWERT

Kölnisches Stadtmuseum. Geschichte, Wirtschaft und Alltagsleben. Di 10–20 Uhr, Mi–So, feiertags 10–17 Uhr, Zeughausstr. 1–3, www.museenkoeln.de/koelnisches-stadtmuseum

ESSEN UND TRINKEN

Brauhaus Sion. Traditionelles Brauhaus, seit 1318 gibt es hier Selbstgebrautes und deftige Küche. Unter Taschenmacher 5–7, www.brauhaus-sion.de

AUSGEHEN

Theater im Bauturm.

Freies Theater mit wechselndem Programm. Aachener Str. 24–26, www.theater-im-bauturm.de

SHOPPING

4711. Stammhaus des »4711 Echt Kölnisch Wasser« mit großer Auswahl an hauseigenen Duftwässern und Seifen. Glockengasse 4, www.4711.de

ÜBERNACHTEN

Excelsior Ernst. Fünf-Sterne-Traditionshaus am Dom. Trankgasse 1–5, www.excelsiorhotelernst.com

WEITERE INFOS

Köln Tourismus: Kardinal-Höffner-Platz 1, www.koelntourismus.de

9Xanten

Deutschland

Obwohl Xanten in der niederrheinischen Provinz liegt, bietet es eine Fülle an kulturellen Sehenswürdigkeiten. Die Wurzeln reichen zurück bis zu den Römern, deren älteste Spuren aus vorchristlicher Zeit stammen. Die zweite für Xanten wichtige Epoche war die Gotik am Ende des Mittelalters.

HIGHLIGHTS

Dom St. Viktor. Bedeutendes gotisches Gotteshaus

Archäologischer Park. Weitläufiges Gelände nördlich der Altstadt mit Relikten aus der Römerzeit

RömerMuseum. 2008 eröffnet, mit moderner Präsentation der römischen Geschichte

Amphitheater Birten. Einst Vergnügungsstätte für römische Legionäre, heute Freilichtbühne für verschiedene Veranstaltungen

SiegfriedMuseum. Siegfried aus dem Nibelungenmythos soll in Xanten geboren worden sein; das Museum beleuchtet die Legende

FESTE UND VERANSTALTUNGEN

Juni. Fronleichnamskirmes, die Stadt verwandelt sich in einen Rummelplatz

Juni. Römerfest »Schwerter, Brot und Spiele« im Archäologischen Park

August. Sommerfestspiele, Oper, Konzert und Musicals im Amphitheater des Archäologischen Parks

Der Hochaltar von St. Viktor (1529–1544) ist das größte Heiligtum des Domschatzes.

Schätze aus Antike und Mittelalter

Unübersehbar ragt er aus der niederrheinischen Ebene empor: Xantens Dom St. Viktor. Er ist nach dem heiligen Viktor benannt, dem auch die Stadt ihren Namen verdankt. Die erste mittelalterliche Siedlung entstand rund um die Gräber von Viktor und seinen Weggefährten. »Ad Sanctos«, bei den Heiligen, schliff sich im Laufe der Zeit zu »Xanten« ab. Zwischen dem Kölner Dom und der Nordseeküste findet sich kein prägnanteres gotisches Gotteshaus. Begonnen wurde sein Bau 1263, vollendet war es 1544. Im Inneren des Doms beeindrucken vor allem über 20 Altäre, von denen der Marienaltar mit der geschnitzten Wurzel Jesse künstlerisch herausragt.

Bei einem Streifzug durch die Altstadt fällt eine Reihe von historischen Gebäuden auf, die sich alle in hervorragendem Zustand präsentieren. Unmittelbar am zentralen Markt finden sich das Gotische Haus und das ehemalige Kartäuserkloster, in denen sich heute Restaurants etabliert haben. Im Nordwesten kann man die Altstadt durch das Klever Tor verlassen, eine Doppeltoranlage mit Brücke.

Von dort ist es nicht weit bis zum Archäologischen Park, der auf dem Gelände der ehemaligen römischen Stadt Colonia Ulpia Traiana entstanden ist. In der römischen Provinz Niedergermanien war nur Köln bedeutender. Xantens Situation ist einmalig, da sich die mittelalterliche Stadt ab dem 5. Jahrhundert nicht auf den römischen Ruinen entwickelt hat. So blieb vieles erhalten oder wurde historisch genau rekonstruiert. Dazu gehören die Ecke des Hafentempels und das Amphitheater, in dem Konzerte und Fernsehshows stattfinden. Beim Gang durch den Park, einer Stärkung in der römischen Herberge und imaginären Entspannung im Caldarium der Thermen wird man langsam selbst zum Römer.

Persönlicher Tipp

FREIZEITZENTRUM XANTEN

Die Türme des Doms sind (fast) überall zu sehen, auch bei einer entspannten Pause im Café.

Nördlich der Altstadt wurde 1974 ein Freizeitzentrum eröffnet, das stetig neue Aktivitäten und Erholungsmöglichkeiten anbietet (www.freizeitzentrumxanten.de). Rund um die Xantener Nordsee und die Xantener Südsee kann jeder Spaß am Wasser erleben. Die beiden Seen sind künstlich angelegt worden und jeweils rund 110 Hektar groß. Dort kann gesegelt und gesurft werden. Taucher finden ebenso ihr Revier wie Angler und Schwimmer. Rund um die Seen kommen Spaziergänger und Radfahrer auf ihre Kosten. Im Strandbad Xantener Südsee gibt es großzügig bemessene Liegewiesen. Wer sich bei Wassersportarten ausprobieren möchte, kann dort Wasserski fahren und Katamarane leihen. Ruhigere Naturen bevorzugen das Fahrgastschiff »Seestern«, das im Frühling und Sommer auf den Seen seine Runden dreht. Insgesamt sind drei Häfen Dreh- und Angelpunkte der Aktivitäten im Freizeitzentrum: Vynen, Wardt und Xanten.

Infos und Adressen

ANREISE

Bahn: Endstation der Regionalbahnlinie »Der Niederrheiner« aus Duisburg; Auto: B 57 zwischen Kleve und Rheinberg

SEHENSWERT

Klever Tor. 1393 errichtetes Doppeltor mit drei Appartements. Ecke Klever Straße/Westwall

ESSEN UND TRINKEN

Gotisches Haus. Einmaliges Ambiente direkt am Marktplatz. Markt 6

Karthaus X2. Moderne Gerichte in einem ehemaligen Kloster. Karthaus 10, www.karthaus-xanten.de

SHOPPING

Kriemhildmühle. Bei Wind drehen sich die alten Mühlenflügel, Backwaren aus eigener Herstellung. Nordwall 5, Mo 14–18.30 Uhr, Di–Sa 8.30–18.30 Uhr, So 10–17 Uhr (wetterabhängig), www.kriemhildmuehle.de

ÜBERNACHTEN

Hotel van Bebber. Im Haus mit 225-jähriger Geschichte übernachteten schon Königin Viktoria und Winston Churchill. Klever Str. 12

Hotel Nibelungen Hof. Ganz im Zeichen Siegfrieds, der Xantener gewesen sein soll. Niederstr. 1, www.hotel-nibelungenhof.de

WEITERE INFOS

Tourist-Information: Kurfürstenstr. 9, Xanten, www.xanten.de

10Aachen

Deutschland

Vor der Kulisse historischer Bauten und Bürgerhäuser entfaltet sich in den gemütlichen Gassen der Aachener Altstadt lebendiges, junges Treiben – nicht zuletzt wegen der beinahe 50 000 Studenten in der Stadt. Man genießt fast südländische Atmosphäre in Deutschlands »europäischster« Stadt.

HIGHLIGHTS

Couven-Museum. Barockhaus, repräsentiert bürgerliche Wohnkultur aus dem 18./19. Jahrhundert

Alt Aachener Café-Stuben van den Daele. Eine Institution, nicht nur ein Café

Ludwig-Forum für Internationale Kunst. Moderne Kunst ab den 1960er-Jahren bis heute

Frankenviertel. Viele Gründerzeitvillen, gemütliche Kneipenkultur

Ponttor (17./18. Jh.) und Marschiertor (13./14. Jh.), die beiden letzten erhaltenen der einst elf Stadttore Aachens

FESTE UND VERANSTALTUNGEN

Mai/Juni. Historischer Jahrmarkt am Korneliusplatz

Juni/Juli. Internationales Pferdesportturnier CHIO

August. Aachen across the borders, Musik, Tanz, Kunst aus aller Welt

Dezember. Stimmungsvoller Weihnachtsmarkt rund um das Rathaus

Blick ins Oktogon des Doms mit dem Leuchter (1165), den Friedrich Barbarossa stiftete

Auf den Spuren Karls des Großen

Das Herz von Aachen bildet der Dom, jenes Konglomerat aus karolingischem, gotischem und barockem Baustil. Das zentrale Oktogon, das Karl der Große errichten ließ, stammt von 805, die gotische Chorhalle mit ihren gen Himmel strebenden Glasfenstern von 1414, der Turm aus dem Jahr 1884. Der Dom birgt unermessliche Schätze wie den mit vergoldetem Silber und Edelsteinen besetzten Schrein (1215) Karls des Großen und den Marmorthron. Mehr als 100 europaweit gerühmte Kunstwerke gibt es in der Domschatzkammer zu sehen, darunter das Lotharkreuz (10. Jahrhundert) und die Karlsbüste (nach 1349).

Das Rathaus am Marktplatz geht ebenfalls auf den großen Kaiser zurück. Auf den Grundmauern des karolingischen Pfalzpalastes wurde das Rathaus im 14. Jahrhundert erbaut, im 17./18. Jahrhundert barockisiert und im 19. Jahrhundert regotisiert. Ein Standbild Karls des Großen (17. Jahrhundert) ziert den Karlsbrunnen auf dem Marktplatz.

Neben dem Karlsbrunnen gibt es zahlreiche weitere Brunnen in Aachen, z. B. den Puppenbrunnen (1975) in der Krämerstraße, eine der Flanier- und Einkaufsmeilen, den imposanten klassizistischen Elisenbrunnen, Wahrzeichen des Kurbades Aachen, mit einem Trinkbrunnen in der mittleren Rotunde oder auch den Hühnerdiebbrunnen (1913) auf dem Hühnermarkt. Der Hühnermarkt ist einer der betriebsamsten Plätze der Stadt. Umgeben von den schönen Fassaden barocker Häuser trifft sich Jung und Alt in den zahlreichen Straßencafés. Auch der Hof mit der Nachbildung eines römischen Portikus (Original aus dem 2. Jahrhundert) und natürlich der Marktplatz mit Cafés vor historischer Kulisse sind belebte Plätze.

Persönlicher Tipp

CAROLUS THERMEN

Das Wasser der acht Innen- und Außenpools der Carolus Thermen ist 18 bis 38 °C warm.

Schon Karl der Große genoss es, im Kreise von Getreuen im warmen Wasser der Aachener Thermalquellen seine Zipperlein zu vergessen. Diese Tradition führen die nach ihm benannten Carolus Thermen Bad (www.carolus-thermen.de) fort, mit allem Komfort eines modernen Wellnesstempels.

Innen- und Außenbecken, Massagedüsen und Wasserfälle bietet die von der Aachener Rosenquelle gespeiste Thermalwelt der Carolus Thermen. Danach ein Saunagang? Bei 15 Saunen und Dampfbädern hat man die Qual der Wahl, der Saunasee ist eine Wohltat für den Körper, der Japanische Saunagarten eine für den unruhigen Geist. Wer möchte, kann Meditationen zur Unterstützung beim Zur-Ruhe-Kommen und Abschalten nutzen. Letzte Verspannungen löst ein Aufenthalt in der Verwöhnwelt etwa mit einer Massage oder mit einem »Kurzurlaub« in der Karawanserei auf weißem, warmem Wüstensand. Bei Durst und Hunger sind die drei Bistros der Carolus Thermen zuständig.

Infos und Adressen

ANREISE

Flug: von allen größeren Flughäfen aus nach Düsseldorf, Köln oder Lüttich, weiter mit dem Zug; Bahn: über Mönchengladbach, Köln, Düsseldorf oder Duisburg; Auto: A 4 (aus Richtung Köln) oder A 44

SEHENSWERT

Drehturm Belvedere. Aussichtsturm auf dem Lousberg, dreht sich einmal pro Stunde um 360°

Fischmarkt. Alte Bürgerhäuser, Fischpüddelchenbrunnen und Grashaus (erstes Rathaus der Stadt, 1267)

ESSEN UND TRINKEN

Maier-Peveling’s. »Aachens schickste Frittenbude«. Alter Posthof 16, www.maier-pevelings.com

Alt Aachener Café-Stuben van den Daele. Kaffeehauskultur vom Feinsten. Büchel 18, www.van-den-daele.de

AUSGEHEN

Spielcasino. Im ehemaligen Kurhaus, Nervenkitzel in angenehmer Umgebung, www.westspiel.de/spielbanken/aachen/

Elephant Bar. Im Pullman-Hotel Quellenhof, niveauvolle Bar im Kolonialstil. Monheimsallee 52, www.accorhotels.com

Grenzlandtheater. Boulevardstücke und moderne Klassiker. Friedrich-Wilhelm-Platz, www.grenzlandtheater.de

WEITERE INFOS

Aachen Tourist-Info: Friedrich-Wilhelm-Platz, www.aachen-tourist.de

11Nationalpark Eifel

Deutschland

Der 2004 eingerichtete Nationalpark Eifel schützt jene Waldform, die in Mitteleuropa ohne den Einfluss des Menschen flächendeckend wachsen würde: den Buchenwald. Eine der Aufgaben des Schutzgebiets ist es, diese Naturlandschaft den Menschen näherzubringen.

HIGHLIGHTS

Wanderungen im Nationalpark. Markierte Strecken- und Rundwanderwege

Nationalparktore. Informationshäuser des Nationalparks in Simmerath-Rurberg, Schleiden-Gemünd, Heimbach, Monschau-Höfen und Nideggen

Rurtalsperre. Wassersportarten, Ausflugsschiffe der Rursee-Schifffahrt

Vogelsang Internationaler Platz. Ehemalige nationalsozialistische Schulungsstätte, Führungen und Besucherzentrum

Monschau. Historisches Fachwerkstädtchen an der Rur mit zahlreichen Einkehrmöglichkeiten

FESTE UND VERANSTALTUNGEN

Juli: Rursee in Flammen, Konzerte und Höhenfeuerwerk auf dem Rursee bei Rurberg und Woffelsbach (www.rursee-in-flammen.de)

November/Dezember: Weihnachtsmarkt in Monschau, einer der schönsten Weihnachtsmärkte der Region

Das Rote Haus, erbaut 1756, ist eins der schönsten Häuser im idyllischen Monschau an der Rur.

Naturerlebnis Eifel

Buchen gedeihen überwiegend auf den Hochflächen der Eifel. Auf trockenen Hängen fügen sie sich in die Hangmischwälder, in den Schluchtwäldern dominieren Bergahorn, Ulme und Esche. Diese verschiedenen Waldformen bilden im Nationalpark ein kleinräumiges Mosaik, durchzogen wird es von Bächen und Felsen.

An den Eingängen des Nationalparks informieren »Nationalparktore« über den Park und seine Natur. Innerhalb des Nationalparks stehen zahlreiche ausgeschilderte Wanderungen zur Auswahl, u. a. Thementouren wie »Buchenhallen und Eichenhänge« oder »Schieferbrüche und Fledermäuse«. Für ein verlängertes Wochenende bietet sich der Wildnis-Trail an. Er führt in vier Tagesetappen von bis zu 25 Kilometern Länge einmal quer durch das Schutzgebiet.

Die Rurtalsperre