Auf Messers Schneide -  - E-Book

Auf Messers Schneide E-Book

0,0

Beschreibung

Nach dem sensationellen Erfolg von "Die unglaublichsten Fälle der Rechtsmedizin" folgt ein neuer Band mit skurrilen, verzwickten und unfassbaren Todesfällen aus dem Sektionssaal. In der Bundesrepublik werden etwa 1.100 bis 1.200 Tötungsdelikte jährlich registriert. Rechtsmediziner vermuten, dass die Dunkelziffer unentdeckter Tötungsdelikte noch mal so hoch ist, da die Sektionsrate in Deutschland auf einem dramatischen Tiefstand ist. Gute Aussichten für einen cleveren Mörder. Besorgniserregend, meinen Experten, weil häufig falsche Totenscheine ausgestellt werden. Von den jährlichen 900.000 Todesfällen in Deutschland werden nur etwa 10 Prozent obduziert! In Österreich sind es dagegen 34 Prozent. Rechtsmediziner aus Deutschland, Österreich und der Schweiz öffnen erneut die Akten. Sie erzählen die Geschichte der Opfer und beschreiben die Motive der Täter. Anhand medizinischen Detailwissens erklären sie anschaulich, welche Todesursachen tatsächlich vorlagen und welche Fakten die Verdächtigte entlasteten oder überführten.

Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:

Android
iOS
von Legimi
zertifizierten E-Readern
Kindle™-E-Readern
(für ausgewählte Pakete)

Seitenzahl: 294

Veröffentlichungsjahr: 2015

Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:

Android
iOS
Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Markus A. Rothschild (Hg.)

Auf Messers Schneide

Spektakuläre Fälle der Rechtsmedizin

Die Abbildungen wurden freundlicherweise von den jeweiligenAutorinnen und Autoren zur Verfügung gestellt.

Bibliographische Information der Deutschen Nationalbibliothek: Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliographie; detaillierte bibliographische Angaben sind im Internet über http://dnb.ddb.de abrufbar.

Originalausgabe © 2006, Militzke Verlag, Leipzig, Alle Rechte vorbehaltenAusgabe eBook: © 2015, Militzke Verlag GmbH, LeipzigLektorat: Siegfried KätzelUmschlaggestaltung: Ralf Thielickeunter Verwendung eines Fotos von ak74 / photocase.deSatz: Barbara Gomon, Leipzig

eISBN: 978-3-86189-976-1 (EBOOK)ISBN: 978-3-86189-760-6 (HARDCOVER)

Besuchen Sie den Militzke Verlag im Internet unter:http://www.militzke.de

Inhalt

Vorwort

Eberhard Lignitz und Johanna Preuß(Institut für Rechtsmedizin an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald / Institut für Rechtsmedizin der Universität Bonn)

Mit Bargeld unterwegs – der mysteriöse Tod eines Pferdehändlers

Jens Amendt(Zentrum der Rechtsmedizin der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main)

Die Fliege im Schlafsack

Edwin Ehrlich(Landesinstitut für gerichtliche und soziale Medizin Berlin)

Das ertrunkene Baby im Kofferraum

Peter Gabriel und Wolfgang Huckenbeck(Institut für Rechtsmedizin der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf)

Der Tod im Süden – arbeiten, wo andere Urlaub machen

Elisabeth Rauch(Institut für Rechtsmedizin der Ludwig-Maximilian-Universität München)

Wie Geldgier ins Gefängnis führt

Markus A. Rothschild(Institut für Rechtsmedizin des Klinikums der Universität zu Köln)

Morbus Lederhose

Ulrike Böhm(Institut für Rechtsmedizin der Universität Leipzig)

Solang du weißt, was gut und böse ist

Wolfgang Huckenbeck und Peter Gabriel(Institut für Rechtsmedizin der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf)

Die Schrauben führten zum Erfolg

Marion Pavlic(Institut für Gerichtliche Medizin der Medizinischen Universität Innsbruck)

Auf leisen Sohlen

Rüdiger Lessig(Institut für Rechtsmedizin der Universität Leipzig)

Tod einer älteren Dame

Frank Ramsthaler(Institut für Rechtsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz / Institut für Rechtsmedizin der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main)

Winterblut

Christoph Meißner(Institut für Rechtsmedizin der Medizinischen Universität Lübeck)

Diogenes vom Fehmarnsund

Rüdiger Schöning(Institut für Rechtsmedizin der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg)

Menschliche Abgründe

Fred Zack(Institut für Rechtsmedizin der Universität Rostock)

Vom Opfer zum Täter

Kathrin Yen(Institut für Rechtsmedizin der Universität Bern)

Der Sensenmann

Karl-Heinz Schiwy-Bochat(Institut für Rechtsmedizin des Klinikums der Universität zu Köln)

Von Hunden, Nachbarn und Betonmischern

Vorwort

Rechtsmedizin ist eine bemerkenswerte medizinische Disziplin. Vor allem die Überlappungen mit anderen Fächern, insbesondere mit den Rechtswissenschaften sowie den kriminalistischen Naturwissenschaften, machen einen wesentlichen Reiz des Faches aus. Dass im deutschsprachigen Raum die Rechtsmedizinischen Institute fast ausnahmslos an Universitäten angesiedelt sind, ist ein weiterer Vorteil.

So kann sichergestellt werden, dass die forensischen Gutachten auf den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen, und umgekehrt erfolgen Forschung und Lehre mit praxisbezogener Relevanz.

Hinter all dem Spannenden und Faszinierendem verbergen sich aber immer menschliche Schicksale, die natürlich keinen unberührt lassen. Als Gutachter muss man jedoch objektiv urteilen und neutral bewerten. Das Zauberwort hierzu heißt professionelle Versachlichung.

Man muss lernen, mit den oft schrecklichen Bildern und Befunden sachlich, emotionsfrei und vor allem professionell umzugehen. Und das gelingt meistens auch erstaunlich gut. Wenn man in seltenen Fällen merkt, dass es nicht geht, so gibt man den Auftrag an einen anderen Kollegen ab. Wer abstumpft, hat allerdings verloren. Abstumpfung führt zu emotionaler Verflachung und auch zu Phantasielosigkeit. Und ohne Phantasie ist man sicher ein schlechter Rechtsmediziner, denn man benötigt für die Arbeit reichlich Ideen, Intuition – und eben Phantasie, um die Zeichen und Spuren richtig einordnen zu können.

Die Fallsammlung dieses Buches zeigt die Vielfältigkeit der rechtsmedizinischen Tätigkeit auf. Es sind alles authentische Fälle, die von den beteiligten Rechtsmedizinern geschildert werden. Die Autoren waren aufgefordert einen Fall zu schildern, der sie in irgendeiner Weise beeindruckt hat. Und sie sollten einmal nicht die nüchterne Sprache des Gutachters verwenden, sondern frei heraus schreiben. Bei der Besprechung der eingereichten Manuskripte kommentierten viele Autoren, als wie überraschend schwer sie es empfanden, die von ihnen zuvor professionell bearbeiteten Fälle nun nach freiem Gusto niederzuschreiben. Und einige merkten an, dass der Fall nun endlich aus dem Kopf sei. Sie seien während des Schreibens überrascht gewesen, wie sehr sie sich innerlich doch noch mit dem Fall und den Bildern beschäftigt hatten.

Die Namen der geschilderten Personen wurden zur Wahrung der Persönlichkeitsrechte verändert. Die beschriebenen Fälle sind rechtskräftig abgeschlossen.

Köln im August 2006Prof. Dr. med. Markus A. Rothschild

Eberhard LignitzInstitut für Rechtsmedizin an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

Prof. Dr. med. Eberhard Lignitz wurde 1940 in Leipzig geboren. Medizinstudium an der Martin-Luther-Universität in Halle und der Humboldt-Universität Berlin von 1958 bis 1964. Facharztausbildung für pathologische Anatomie, inklusive halbjähriger Hospitation am Institut für gerichtliche Medizin der Charité und vierteljährlicher Ausbildung in Mikrobiologie im Pathologischen Institut des Krankenhauses im Friedrichshain Berlin. 1967 Promotion. Ab 1971 am Institut für gerichtliche Medizin der Charité tätig, wo ebenfalls Facharztqualifikation und Habilitation erfolgten. 1990 Ernennung zum Hochschuldozenten, 1991–1993 C3-Professur für Rechtsmedizin und Direktor am Institut für Rechtsmedizin an der Universität Essen. 1993-2005 C4-Professor für Rechtsmedizin und Direktor des Institutes für Rechtsmedizin an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität in Greifswald. Jetzt als Sachverständiger für Rechtsmedizin und forensische Abstammungsbegutachtung freischaffend tätig.

Johanna PreußInstitut für Rechtsmedizin der Universität Bonn

Dr. med. Johanna Preuß wurde in Greifswald geboren. Nach dem Abitur 1993 in Bützow Studium der Humanmedizin 1993–1999 an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität zu Greifswald. Staatsexamen und Teilapprobation 1999, 2000 bis 2001 Ärztin im Praktikum in der Herzchirurgie, Forensischen Psychiatrie und Rechtsmedizin. Promotion 2000. Vollapprobation 2001, Assistentin in der Pathologie. Seit 2002 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Rechtsmedizin der Universität Bonn. Facharztapprobation 2005. Wissenschaftliche Schwerpunkte u. a. Unterkühlung, Geschichte der Rechtsmedizin.

Mit Bargeld unterwegs – der mysteriöse Tod eines Pferdehändlers*

Wenn man mit dem Zug oder mit dem Auto von Berlin aus Richtung Ostsee fährt, weitet sich allmählich die Landschaft zu einer Ebene. Der Blick kann endlos schweifen, den Betrachter überkommt Ruhe. In der Uckermark unterbrechen noch leichte Hügel und immer wieder Gewässer die Ebene. An den Ufern sieht man häufig Nistplätze von Kormoranen, die Fischer und Angler als Konkurrenten nicht sonderlich lieben. Die Storchennester in den kleinen Dörfern sind fast alle noch besetzt. Nach Norden zu wird das Land immer flacher. Die großen Anbauflächen, die als Folge der sozialistischen Landwirtschaft entstanden waren, sind größtenteils noch erhalten. Große Sprünge von Rehwild lassen ein Eldorado für Jäger erkennen. Oftmals sind Füchse bereits tagsüber unterwegs. Wenn man großes Glück hat, kann man auch einen Seeadler in der Luft sehen, während andere Raubvögel, häufig bereits »domestiziert«, nicht mehr selbst jagen, sondern am Rand der Autobahn und Landstraßen auf die Beute warten, die die Autofahrer für sie machen. In den großen Einzäunungen der Weideflächen sieht man Kühe, seltener Schafe und immer wieder Pferde.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!