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Nach dem sensationellen Erfolg von "Die unglaublichsten Fälle der Rechtsmedizin" folgt ein neuer Band mit skurrilen, verzwickten und unfassbaren Todesfällen aus dem Sektionssaal. In der Bundesrepublik werden etwa 1.100 bis 1.200 Tötungsdelikte jährlich registriert. Rechtsmediziner vermuten, dass die Dunkelziffer unentdeckter Tötungsdelikte noch mal so hoch ist, da die Sektionsrate in Deutschland auf einem dramatischen Tiefstand ist. Gute Aussichten für einen cleveren Mörder. Besorgniserregend, meinen Experten, weil häufig falsche Totenscheine ausgestellt werden. Von den jährlichen 900.000 Todesfällen in Deutschland werden nur etwa 10 Prozent obduziert! In Österreich sind es dagegen 34 Prozent. Rechtsmediziner aus Deutschland, Österreich und der Schweiz öffnen erneut die Akten. Sie erzählen die Geschichte der Opfer und beschreiben die Motive der Täter. Anhand medizinischen Detailwissens erklären sie anschaulich, welche Todesursachen tatsächlich vorlagen und welche Fakten die Verdächtigte entlasteten oder überführten.
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Seitenzahl: 294
Veröffentlichungsjahr: 2015
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Markus A. Rothschild (Hg.)
Spektakuläre Fälle der Rechtsmedizin
Die Abbildungen wurden freundlicherweise von den jeweiligenAutorinnen und Autoren zur Verfügung gestellt.
Bibliographische Information der Deutschen Nationalbibliothek: Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliographie; detaillierte bibliographische Angaben sind im Internet über http://dnb.ddb.de abrufbar.
Originalausgabe © 2006, Militzke Verlag, Leipzig, Alle Rechte vorbehaltenAusgabe eBook: © 2015, Militzke Verlag GmbH, LeipzigLektorat: Siegfried KätzelUmschlaggestaltung: Ralf Thielickeunter Verwendung eines Fotos von ak74 / photocase.deSatz: Barbara Gomon, Leipzig
eISBN: 978-3-86189-976-1 (EBOOK)ISBN: 978-3-86189-760-6 (HARDCOVER)
Besuchen Sie den Militzke Verlag im Internet unter:http://www.militzke.de
Rechtsmedizin ist eine bemerkenswerte medizinische Disziplin. Vor allem die Überlappungen mit anderen Fächern, insbesondere mit den Rechtswissenschaften sowie den kriminalistischen Naturwissenschaften, machen einen wesentlichen Reiz des Faches aus. Dass im deutschsprachigen Raum die Rechtsmedizinischen Institute fast ausnahmslos an Universitäten angesiedelt sind, ist ein weiterer Vorteil.
So kann sichergestellt werden, dass die forensischen Gutachten auf den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen, und umgekehrt erfolgen Forschung und Lehre mit praxisbezogener Relevanz.
Hinter all dem Spannenden und Faszinierendem verbergen sich aber immer menschliche Schicksale, die natürlich keinen unberührt lassen. Als Gutachter muss man jedoch objektiv urteilen und neutral bewerten. Das Zauberwort hierzu heißt professionelle Versachlichung.
Man muss lernen, mit den oft schrecklichen Bildern und Befunden sachlich, emotionsfrei und vor allem professionell umzugehen. Und das gelingt meistens auch erstaunlich gut. Wenn man in seltenen Fällen merkt, dass es nicht geht, so gibt man den Auftrag an einen anderen Kollegen ab. Wer abstumpft, hat allerdings verloren. Abstumpfung führt zu emotionaler Verflachung und auch zu Phantasielosigkeit. Und ohne Phantasie ist man sicher ein schlechter Rechtsmediziner, denn man benötigt für die Arbeit reichlich Ideen, Intuition – und eben Phantasie, um die Zeichen und Spuren richtig einordnen zu können.
Die Fallsammlung dieses Buches zeigt die Vielfältigkeit der rechtsmedizinischen Tätigkeit auf. Es sind alles authentische Fälle, die von den beteiligten Rechtsmedizinern geschildert werden. Die Autoren waren aufgefordert einen Fall zu schildern, der sie in irgendeiner Weise beeindruckt hat. Und sie sollten einmal nicht die nüchterne Sprache des Gutachters verwenden, sondern frei heraus schreiben. Bei der Besprechung der eingereichten Manuskripte kommentierten viele Autoren, als wie überraschend schwer sie es empfanden, die von ihnen zuvor professionell bearbeiteten Fälle nun nach freiem Gusto niederzuschreiben. Und einige merkten an, dass der Fall nun endlich aus dem Kopf sei. Sie seien während des Schreibens überrascht gewesen, wie sehr sie sich innerlich doch noch mit dem Fall und den Bildern beschäftigt hatten.
Die Namen der geschilderten Personen wurden zur Wahrung der Persönlichkeitsrechte verändert. Die beschriebenen Fälle sind rechtskräftig abgeschlossen.
Köln im August 2006Prof. Dr. med. Markus A. Rothschild
Prof. Dr. med. Eberhard Lignitz wurde 1940 in Leipzig geboren. Medizinstudium an der Martin-Luther-Universität in Halle und der Humboldt-Universität Berlin von 1958 bis 1964. Facharztausbildung für pathologische Anatomie, inklusive halbjähriger Hospitation am Institut für gerichtliche Medizin der Charité und vierteljährlicher Ausbildung in Mikrobiologie im Pathologischen Institut des Krankenhauses im Friedrichshain Berlin. 1967 Promotion. Ab 1971 am Institut für gerichtliche Medizin der Charité tätig, wo ebenfalls Facharztqualifikation und Habilitation erfolgten. 1990 Ernennung zum Hochschuldozenten, 1991–1993 C3-Professur für Rechtsmedizin und Direktor am Institut für Rechtsmedizin an der Universität Essen. 1993-2005 C4-Professor für Rechtsmedizin und Direktor des Institutes für Rechtsmedizin an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität in Greifswald. Jetzt als Sachverständiger für Rechtsmedizin und forensische Abstammungsbegutachtung freischaffend tätig.
Dr. med. Johanna Preuß wurde in Greifswald geboren. Nach dem Abitur 1993 in Bützow Studium der Humanmedizin 1993–1999 an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität zu Greifswald. Staatsexamen und Teilapprobation 1999, 2000 bis 2001 Ärztin im Praktikum in der Herzchirurgie, Forensischen Psychiatrie und Rechtsmedizin. Promotion 2000. Vollapprobation 2001, Assistentin in der Pathologie. Seit 2002 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Rechtsmedizin der Universität Bonn. Facharztapprobation 2005. Wissenschaftliche Schwerpunkte u. a. Unterkühlung, Geschichte der Rechtsmedizin.
Wenn man mit dem Zug oder mit dem Auto von Berlin aus Richtung Ostsee fährt, weitet sich allmählich die Landschaft zu einer Ebene. Der Blick kann endlos schweifen, den Betrachter überkommt Ruhe. In der Uckermark unterbrechen noch leichte Hügel und immer wieder Gewässer die Ebene. An den Ufern sieht man häufig Nistplätze von Kormoranen, die Fischer und Angler als Konkurrenten nicht sonderlich lieben. Die Storchennester in den kleinen Dörfern sind fast alle noch besetzt. Nach Norden zu wird das Land immer flacher. Die großen Anbauflächen, die als Folge der sozialistischen Landwirtschaft entstanden waren, sind größtenteils noch erhalten. Große Sprünge von Rehwild lassen ein Eldorado für Jäger erkennen. Oftmals sind Füchse bereits tagsüber unterwegs. Wenn man großes Glück hat, kann man auch einen Seeadler in der Luft sehen, während andere Raubvögel, häufig bereits »domestiziert«, nicht mehr selbst jagen, sondern am Rand der Autobahn und Landstraßen auf die Beute warten, die die Autofahrer für sie machen. In den großen Einzäunungen der Weideflächen sieht man Kühe, seltener Schafe und immer wieder Pferde.
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