Aufruhr der Herzen - P.W.J. Licht - E-Book

Aufruhr der Herzen E-Book

P.W.J. Licht

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Beschreibung

Ein Adelsroman der von Verliebtheit zu unglücklicher Liebe gleitet.

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Seitenzahl: 112

Veröffentlichungsjahr: 2017

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Liebe auf den ersten Blick führt zum

ungestümen Aufruhr ihrer Herzen.

Die unglückliche, schicksalhafte, unerfüllte Liebe der Komtess Katharina-Eleonore, von Borsydoy.

Personenregister

Bewohner im Schloss von Borsydoy

Baron von Borsydoy. Ludwig, Siegfried Karl,

Baronin von Borsydoy, Charlotte, Christine,

Eleonore, geb. Saske-Kallenberg.

Später ernannt zu Graf und Gräfin.

Baronesse von Borsydoy. Katharina-Eleonore, Tochter von beiden, Elea, ihr Kosename.

In Diensten des Baron und Personen im Umfeld der Baroness Katharina-Eleonore:

Cecilie, Gouvernante, Anrede nur kurz Cecil

Colette, Anstandsdame

Gesine, Zofe, Vertraute der Baronin Charlotte.

Wilhelm, Lehrer der Baroness. Später auf Schloss Cottlitz.

Schloss und Dorfbewohner auf Schloss Cottlitz:

Cottlitz, Fürst Leopold II.

Cottlitz, Otto-Leopold, Erbprinz, Sohn vom Fürst

Cottlitz, Fürst Ludowig, Otto, Casimir.

Sohn der Fürstin Katharina-Eleonore, Elea

Späterer Herrscher auf Schloss Cottlitz

Siegfried, der Junker des Fürsten Paul-Ludowig,

Adele, Hebamme,

Adamus, Medicus, Bader.

Arco, Schmied.

Arnfried, Sohn vom Schmied Arco.

Marnim von, Johanna. Zofe, Vertraute der späteren

Fürstin Katharina-Eleonore, (Elea),

Des Weiteren der Personenkreis des Paul-Friedrich:

Abromeit, Jakob und Elly Abromeit.

Eltern der Geschwister:

Amalie, Tochter und Schwester,

August, erster Sohn, Bruder von Paul-Friedrich,

Paul-Friedrich, zweiter Sohn, oft Paul gerufen.

Dann Junker von Erbprinz Otto Leopold.

(Vom Waldmann später Fritz genannt).

Abromeit, Friederich, der Bruder des Rittergutes von Jakob Abromeit.

Er ist Oheim von Paul-Friedrich und Oberst a.D.

Das „außer Diensten“, überhört er gern.

(Paul nennt ihn insgeheim Oberst a. D.).

Sein markantes Gesicht ist eingerahmt vom Schnurrbart, der aufs Beste gepflegt wird. Er erscheint, aus gutem Stoff geschneidert, immer im Janker, bestückt mit blitzenden Medaillen und in Reithose. Aus dem Militärdienst hat er noch Verbindungen zum Mitkämpfer und Freund, General von Finkenheimer, Leiter der Kadettenschule Berlin

Eva Tochter von Herman.

Eva-Marie, Kind von Eva und Fritz (Junker Paul-Friedrich).

Herman, Waldbewohner, entlassener Schafhirt aus den Diensten des Fürsten Leopold II.

Waldemar, Waldmann, ein Findelkind und Waldbewohner.

Baltus, Knecht, Bierbrauer

Emma, Amme

Erna, Magd

Hugo, Sanitäter

Karaz, Feldwebel

Kürten, von, Assessor, Verlobter Amalies.

Margarete, Magd

Rosalia, Dienstmädchen

Schmitz, Sanitätsrat

Zerbst, Carl von, Kadett

Im Schloss der Barone von Borsydoys, sind klappernde Schuhe auf dem Parkett zu vernehmen.

Die energischen Schritte verheißen ein zügelloses Temperament.

Die geräuschvollen Schuhe verraten das Kommen von Katharina-Eleonore, von den Eltern kurz Elea genannt.

Ihre Schritte hallen geräuschvoll durch die dunklen, vollständig mit Holz ausgekleideten Säle, deren Täfelung glänzt bis zur Decke, im Schmuck von kostbarem Holz.

Überdeckt nur von den Gemälden der Ahnen.

Die Ausschmückung ist Zeichen des vorhandenen Reichtums der Schlossbesitzer.

Die Handlungen sind von einem hübschen, noch sehr jungen Mädchen, das aus der Galerie in den Saal angestürmt kommt, bestimmt.

Ihre Gouvernante Cecilie erwartet sie bereits an dem breiten Türrahmen zum Salon.

Sie hat das Mädchen im richtigen Augenblick abgepasst.

„Fräulein von Borsydoy, sie werden bereits von ihrem Lehrer erwartet“.

Ungehalten von der überraschenden Anrede, antwortet sie schnippisch. „Gouvernante Cecil, ich bin eine Freiin oder Baronesse, Katharina-Eleonore von Borsydoy.

So will ich von meinen Domestiken angesprochen werden. Meine weiteren Vornamen erlasse ich Euch, sie aufzuführen. Das wird sich ändern, wenn mein Herr Vater Graf wird. Dann geziemt es sich, mich mit Euer Hochwohlgeborene anreden zu dürfen“.

Ein Stich geht Cecilie durchs Herz.

„Bis nach der Unterrichtstunde hat die Dienerin meine Wohnstätte wieder herzurichten und der Lakai mein Frühstück warm zu halten. Sorgt Euch darum und um nichts anderes“.

Mit erhobenem Haupt geht sie durch die hohen Türflügel zum Unterricht, während Cecilie mit einem Hofknicks sich zurückzieht.

Kummer nagt in der Gouvernante, keiner der Dienstboten wagte es bisher, der Baroness mit Widerworten, zu ihrem abfälligen Benehmen, entgegen zu treten.

Hauslehrer Wilhelm steht schon am Stehpult.

„Es ist Zeit, Fräulein von Borsydoy“, mahnt er das Mädchen.

Sie ist ungehalten. „Ihr seid Hauslehrer in meines Vaters Diensten, ein Domestik. Unser“, sie betont unser, „Bediensteter und als solcher wünsche ich, dass Ihr in Zukunft die geziemende Anrede,

Baroness Katharina-Eleonore von Borsydoy“, anführt“, belehrt sie ihn.

Und fügt mit Missbilligung hinzu.

„Die Unterrichtsstunde fällt aus! Zieht Euch zurück“ und verlässt mit den geräuschvollen Schuhen den Raum.

Und hinterlässt einen zerknirschten, ärgerlichen Lehrer.

Die frühstückenden Eltern schrecken auf, als die Tochter herein gestürmt kommt, dabei dem Lakaien, der die große Türblätter nicht schnell genug geöffnet hat, beiseite schiebt.

„Nanu, meine Tochter, ist Eure Lehrstunde bereits zu Ende?“.

„Unerhört, Herr Vater. Was dieser Laffe sich erlaubt hat, dass ich zu spät zum Unterricht gekommen sei. Und diese Anrede, Pfft. Entlasst ihn bitte, ich will ihn nicht mehr sehen!“.

Der Baron schmunzelt, seine Gattin seufzt und hebt die Augenlider zur Decke.

„Ich habe auf Euren Wunsch hin, schon drei entlassen. Es gibt nicht mehr viele Lehrer im Land.

Kommt, setzt und beruhigt euch“ und winkt den Diener herbei.

Nach dem Frühstück wischt sich der Baron den Mund, mit der geklöppelten Spitzenserviette aus Brüssel, ab, lehnt sich zurück in die hohe Lehne des schweren Stuhles und blickt die Freiin ernst an.

„Meine liebe Tochter, wir“ und tastet zur Hand der Baronin, „werden ein Fest für Euch veranstalten, zu der wir den Adel, nebst Familien einladen.

Die Jugend sollte sich kennen lernen. Es sind Prinzen von angenehmsten Wesen dabei“.

„Herr Vater, was will ich mit den Prinzen. Sie sind alle langweilig, eingebildet und hochnäsig“.

Der Baron lächelt, ähnlich wie unsere Baroness.

Die Mutter schaut vielsagend ihren Mann an und nickt ihm unmerklich aufmunternd zu.

Er räuspert sich.

„Nun, die Sache ist beschlossen und Morgen bleibt es bei der Unterrichtsstunde. Es bleibt beim Lehrer Wilhelm. Ich lasse ihn am Mittag kommen und sage ihm, dass er seine Anrede an Euch ordnungsgemäß zu richten hat.

Ihr dürft Euch zurückziehen“.

Ruckartig erhebt sich die Baroness, bevor der Diener in Livrée hinter ihr stehend, den Stuhl weg rücken kann.

Mit einem verdrießlichem, unwirschem Blick und einem kaum hörbarem „Ja, Herr Vater, aber was habt Ihr beschlossen?“.

„Nun meine Baroness, ihr werdet sehen“.

Unwillig klappert sie mit den geräuschvollen Schuhen aus dem Salon.

Die Baronin legt ihre, mit kostbaren Ringen geschmückten, Finger auf des Barons Hand.

„Ludwig, wart Ihr nicht zu streng mit der Tochter?

Ob sich jemals ein Gatte für sie finden wird? Für die Erziehung zur Etikette hätten wir sorgfältiger die Förderinnen aussuchen müssen“.

„Wir hätten ihr mehr Zuwendung schenken sollen, oder Strenge, meine Liebe“ und nimmt den Handrücken der Baronin, küsst ihn sanft und läutet nach dem Mentor.

Wilhelm wird es unbehaglich über den Ruf des Barons.

„Nun, was ist der Grund für die Absage der Baroness?“, empfängt Ludwig von Borsydoy den Lehrer.

„Herr Baron, es war nicht das erste Mal, dass die Baroness absagte“, macht Wilhelm seinem Herzen Luft.

„Sie bestimmt, was zu lernen ist. Meinen Lehrplan kann ich nicht ausführen, Euer Hochwohlgeboren.

Sie kommt und geht, wie die Baroness es will“.

Baron Borsydoy runzelt die Stirn.

„Nun denn, wir verfügen, dass ihr Euren Lehrplan streng durchführt. Wir werden dafür bei der Baroness Sorge tragen“.

„Bitte übt Euch in Geduld, Herr Wilhelm“, ersucht ihn die Baronin und holt tief Luft.

Am Nachmittag hält Eintönigkeit Einzug in die Kammer der Baroness. Aus Langeweile läutet sie ungestüm nach ihrer Zofe, die sogleich erscheint.

Ungehalten fährt die Baroness Cecilie an.

„Ich habe oft nach Euch läuten müssen, wo bleibt Ihr Cecil. Mich dürstet, bringt mir eine Erfrischung“

und fügt mit strengem Ton hinzu, „sofort“.

Cecilie ist bestürzt, sie war doch sofort da!

„Baroness Katharina-Eleonore von Borsydoy, ich kam doch gleich“.

„Widersprecht mir nicht. Ich warte“.

Mit Verbeugung verlässt sie den Raum, um Limonade zu holen.

Dunkle Gedanken fliehen durch Ceciles Kopf.

Wann nimmt dieses Betragen, ihre Allüren, endlich ein Ende? Wohl erst, wenn ich sie bei Gelegenheit aus dem Fenster stürze!

Das Orakel nimmt diese Gedanken von Cecilie auf, Der Baroness Schicksal wird sich erfüllen.

Die Schlossbewohner gehen Katharina-Eleonore, wo immer sie auftaucht, aus dem Weg.

Als eines Tages ein Knabe, der Wein aus dem Keller für den Mundschenk bringen sollte, ihren Weg kreuzt, schubst sie den Knaben mit der behandschuhten Hand, zur Seite.

„Du Tölpel, geht mir aus den Augen!“

Er stürzt auf das Pflaster. Die Flaschen fallen, mit lautem Klirren brechen sie entzwei.

Mit hoch erhobenem Haupt geht die Baroness weiter, murmelt „dummer Junge“.

Weinend sammelt der Junge die Scherben auf.

Einige Leute haben den Vorfall gesehen. Der Stoß geschah ohne Grund.

Zornig auf die Baroness, eilen sie dem Knaben zu Hilfe.

Der Mundschenk hört den Lärm, eilt aus dem Schloss herbei. Er wartet bereits auf den Wein für den Baron und sieht das Malheur.

Packt den Buben am Kragen und gibt ihm eine schallende Ohrfeige. „Du kannst noch nicht einmal Wein holen“, schreit er ihn an.

Der Schmied kommt in der Lederschürze an geeilt, er hatte den Vorfall aus der Werkstatt gesehen.

Bevor der Mundschenk den Knaben noch einmal ohrfeigen kann, greift er ihm in die Arme. Seine starken Arme halten den Mundschenk an, schützen den Jungen vor weiteren Schlägen.

„Mundschenk, lasst ab von ihm, er hat keine Schuld“ und hält ihn von dem Buben fern.

„Das werde ich dem Baron berichten, Schmied“,

erzürnt der sich.

Das herbeigeeilte Volk lacht und einer ermuntert den Mundschenk. „Schlag doch den Schmied, wenn du kannst“. Das laute Gelächter ruft den Baron ans Fenster.

„Schmied Arco, gebt ihn frei und Kellermeister, Er bringe mir baldigst den Wein. Gebt Ruhe da unten“.

Die Menge verteilt sich.

Der Baron lässt sich vom Mundschenk über den Vorfall berichten und später auch vom Schmied.

Der Baron ergrimmt. Erneut unsere Tochter! die das Spektakel hervorrief. Sie sollte endlich, hoffentlich bald, unter der Haube sein.

Wo ist der Knabe geblieben? fragen sich die Bürger nach Tagen.

Keiner hat ihn seit dem Vorfall mehr gesehen. Sie befürchten, dass er aus Angst vor Bestrafung fort gelaufen ist.

Missstimmung verbreitet sich aus, über die Baroness Katharina-Eleonore. Die Menschen murren, wenn die Baroness auf dem Schlosshof erscheint, gehen ihr nicht mehr aus dem Weg und werfen ihr böse Blicke zu.

Obwohl sie die Abneigung gegen sich bemerkt, lacht sie nur auf und geht stolz ihrer Wege.

Der Schmied, der Arzt und weitere aus dem Volk, beratschlagen, wie der Unfrieden beendet werden kann und beschließen als einhellige Meinung, „wir müssen den Baron um Empfang bitten, den Unmut im Volk zur Rede bringen“.

Der Baron will die Unterredung aber erst nach dem Fest herbeiführen.

Die Einladungen zu dem Erscheinen des Adels sind vergeben worden.

In den Adelsständen ist man erfreut darüber.

Denn sie erwarten, eine Zusammenführung einer ihrer Prinzen mit der Baroness. Sie bedeutet eine gute Partie, wusste man doch um den Reichtum des niederen Adels, der von Borsydoys.

Sorgen bereiten der Baronin die Umgangsformen der Baroness und ist sehr bestrebt, dass die Tochter um Zurückhaltung, gegenüber dem Hochadel, erzogen wird. Eine Anstandsdame, Madame Colette, versehen mit besten Reverenzen, hat sie hierzu einbestellt.

Aber bereits nach Tagen der Anleitung durch die Dame, bittet diese um eine Unterredung mit der Baronin.

„Hochwohlgeborene Frau von Borsydoy, ich danke Euch für die Audienz. Darf ich offen mit Eurer Hoheit sprechen?“.

„Natürlich, Madame Colette, sagt mir Euer Anliegen“.

„Wie aus meinen Empfehlungen hervorgeht, bin ich in Fürstenhäusern als Anstandsdame, um Etiketten zu wahren, bestellt worden.

Meine Zöglinge sind nach erfolgter Einweisung durch mich, mit guten Erfolgen aufgetreten. Daher bitte ich Sie, gnädigste Baronin, mich von weiteren Diensten für Eure Tochter, Baroness Katharina-Eleonore, zu entbinden“.

Die Baronin ist überrascht, behält aber die Contenance.

„Madame Colette, sicherlich ist es nicht leicht, ein junges Mädchen in die Welt des Hochadels einzuführen. Aber ich zeige Verständnis für Eure Aufkündigung.

Nach den Gründen brauche ich Euch nicht zu befragen“.

Colette senkt den Kopf und schweigt.

„Wir wünschen Euch für die Zukunft das Beste und werden Euch eine gute Referenz schreiben lassen.

Ich danke Euch“ und reicht, zur Verwunderung Colettes, die Hand und entlässt sie aus der Unterredung.

Die Baronin läutet nach Ihrer Hofdame.

„Gesine, bemühet Euch die Baroness herbei zu führen. Später werde ich Euch ein Schreiben diktieren“.

Mit einem Knicks und „sehr wohl“, entfernt sie sich.

Die Baronin lächelt, bei Elea, so nennt sie Ihre Tochter mit Kosenamen, hätte Gesine noch das Hochwohlgeboren hinzufügen müssen.

Aber Gesine ist nun viele Jahre in ihren Diensten und ist mehr eine Vertraute, als eine Hofdame.

Temperamentvoll stürmt Elea in den Salon.

„Ihr habt noch immer diese lauten, scheußlichen Schuhe an. Setzt Euch Katharina-Eleonore.

„Meine liebe Tochter, Euer Herr Vater und ich haben beschlossen, Euch unter die Haube zu bringen, zu verehelichen. Zum behufe haben wir bereits Einladungen an Adelsfamilien versendet, sie werden mit ihren Söhnen anreisen“.

„Nun, Frau Mutter“, lächelt keck die Tochter, „die werden sich sehr um mich bemühen müssen“ und eilt mit Lachen, ohne Abschiedsgruß, aus dem Salon.

Hinterlässt eine resignierte Baronin.

Das Geschehen nimmt seinen Lauf…..

Beginnen wir nun mit dem Aufzeigen der Jugend von Paul-Friedrich.

Wie sein Schicksal zur Baroness hinführt.

In einem Rittergut im Osten des Reiches wurde, einige Zeit vor der Geburt der Baroness, ein zweiter Knabe zur Welt gebracht. Das 3.Kind aus einem Junkernadel.

Die Kindheit und Erziehung ähnelte der von Baroness Katharina-Eleonore.

Auch er wird, weit weg von dem Schloss Borsydoy, einer standesgemäßen Erziehung unterzogen.

In einem Herrenhof in Westpreussen.

Der Besitzer der großen Ländereien ist Gutsherr Jakob Abromeit.

Seine Betreibung von Land- und Forstwirtschaft, mit Tierhaltung, hat ihn zu Reichtum gebracht.

Mägde und Knechte stehen in Diensten und Lohn und haben ihr Auskommen.

Wenn Jakob, in derben Stiefeln, umlegt mit Filzgamaschen, über den gepflasterten Hof zu den Pferdeställen geht, ist er, mit dem stattlichen Aussehen und ruhiger Ausstrahlung, die uneingeschränkte Respektsperson und seine Leute grüßen ihn mit großer Achtung.

Jakob liebt mehr die weltlichen Dinge, Er spricht mehr der Arbeit, gutem Essen und Trinken, zu.

Elly, die Frau Abromeits ist die gute Seele des Hofgutes.

Ausgleichend, bereit den Sorgen oder Nöten vom Gesinde zu zuhören.