Aus der Tiefsee des Geists - Paul Gisi - E-Book

Aus der Tiefsee des Geists E-Book

Paul Gisi

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Beschreibung

Harmonisch der Atem zwischen uns / lustgerippt die Finger auf dem Körper / TAUMEL DER LEICHTIGKEIT / Traumverwirrungen der Wahrheiten währenddessen der Wind Mandoline spielt / ins Unermessliche aufsteigen in die Zerklüftungen des Geists

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Seitenzahl: 26

Veröffentlichungsjahr: 2026

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Inhalt

I Wir sehen uns und können nicht aufhören uns zu sehen Algentraum des Atems Liebesgedichte

II Ruhe deine müden Füsse auf meinem Leib aus Das Unsichtbare im Baum Diaphanie

III In den Intervallen der Täuschung Liebe handinhand mit Schönheit Assoziationen

IV Tanzschritte der Liebe und des Nichts Endlich heimfinden in dein Lächeln Propositionen

V Le mérou Der Zackenbarsch

I

Wir sehen uns und können nicht aufhören uns zu sehen

Algentraum des Atems

Liebesgedichte

ÜBER DIE FINGER

GLÜHT DIE SONNE

MUSKATWEIN

TRINKEN

IN LUFTWURZELN

DIE WELT BETRACHTEN

Dein Lächeln kommt von weit

deine hellbraunen Haare

wellen auf die Schultern

die saphirblauen Augen singen

dein schlanker Körper

biegt sich im Nachtwind

dein Schritt wankt

wir sehen uns und können

nicht aufhören uns zu sehen

Deine Stimme verschwebt in mir

unsere Finger verweben sich

bei den tanzenden Wellen

des Sees

da vergisst Zeit

Zeit zu sein

beim Wein im Kuss

– ich werde dich nie vergessen

Milchstrassenweiss dein Körper

ein Algentanz dein Atem

deine nackten Beine wie Farne

deine Lippen Gesang

kein Vogelruf mehr nachts

nur das Blut ruft

in zuneigender Lust

Körperhärchen wie Notenfähnchen

klingend im Morgenwind

du lachst geheimnisvoll

– wir beten uns an

«Meine Augen entdecken dich

nackt

und bedecken dich

mit einem warmen Regen

von Blicken»

(Aus: «Das fünfarmige Delta»)

Octavio Paz

In der Ohrmuschel versteckt sich

ein Fisch

über deine Finger glüht die Sonne

– da schweige ich

beglückt

bleib noch eine Stunde bei mir

sie ist Ewigkeit genug

Sterne Fische Sandkörner

zählen

dieses Wagnis

gehe ich ernsthaft

mit dir ein

Auf dem Schiefertischchen

dein Brief

eine verrusste Pfeife

ein ungeöffnetes Buch

beim Rotwein –

die alte Standuhr ist überfordert

die Stunden zu zählen

Leicht wie das Universum

deine heisse schlanke Hand

in Luftwurzeln

die Welt betrachten

mit Winden sprechen

– auf dein Schweigen hinhören

Philipp Tiedtke

dem lieben jungen Freund

herzlich gewidmet

vom alten Zackenbarsch

Ich träume deinen Traum

– in den Fernen

bleiben wir

füreinander

erreichbar

in dunkler Stunde

zwei drei Tanzschritte

voneinander entfernt

Ein Cello verirrte sich irgendwo

– komm suchen wir es

du wirst es finden

mit dem Violinschlüssel der Liebe

singt der Vogel

– hätte das doch Dauer!

Amöben Engel Basilisken

tanzen in der verlornen Stunde

wir sitzen lächelnd am See

Wenn die Nacht die Sonne überflutet

Muskatwein trinken

wach bleiben für alles

was noch kommt

Auge in Auge versunken

mit der Sumpfdotterblume

– – über die Lippen

huscht Unsagbares – –

der Vogel im Gezweig

sieht uns an

schweigt

Milchstrassen schlängeln sich

wie unbekannte Fibrillen

in den Adern

ein Käfer irrt durchs Laub

der Seedrache erkundet das Meer

– wir küssen uns

Mit Zugvögeln

unbekannte Länder

in mir

überfliegen

niemals

kann ich aufhören

dich zu sehen

in den unbekannten Ländern

in dir

WIR ENTDECKEN UNS

Deine prachtkärpflingblauen Augen

ruhen auf mir in meiner Unruhe

– – verstörende Gezeiten

der Lust des Geists – –

nördlich des Skorpions

blendet Arae

in Lichttraumrissen

die Goldtaubnessel

lacht

wir beten uns an

in den schluchtdunklen Äonenstunden

«Gib sie mir wieder,

die Botschaft der Drosseln!»

Jorge Carrera Andrade

Der Flammenkopf fliegt