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»Ich habe viel Spaß gehabt.« Hape Kerkeling (über »Papiersoldaten«) »Geh’ damit auf Tour!« Cindy aus Marzahn (über »Zickenzoff im Märchenland«) »Wer herzhaft lachen möchte, sollte dieses Buch unbedingt lesen.« Leuchtfeuer (über »Axt im Wald«) »Seine Texte wirken, wie ein kräftiger Hieb mit dem Säbel.« NWZ (über »Axt im Wald«) – In einem wilden Buchenhain, dort taut der Tau im Regenschein, dort funkelt's vor blitzblanken Blättern im Dickicht, wo die Linge schmettern, dort, wo die flinken Finken winken und dies bevorzugt mit dem Linken, wo Fliegenfisch mit Flossen flosselt und Drossel ihren Sinkflug drosselt, dort ist die Stille eingewachst, dort ist's, wo plötzlich knackst die Axt ...
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Seitenzahl: 46
Veröffentlichungsjahr: 2013
Lars Kramer
-Humor-
Engelsdorfer Verlag 2009
Bibliografische Information durch die Deutsche Nationalbibliothek: Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.
Copyright (2009) Engelsdorfer Verlag
Alle Rechte beim Autor
www.engelsdorfer-verlag.de
eISBN: 978-3-86901-542-2
Für
das kleine Überbleibselmeiner Familieund den größten Teil davon,
Matschi, Erikund Marco
Kleener Mann
Hosen-Klon
Geiler Bock
Tour de Trance
Der Blob, der aus dem Ofen kam
China-Syndrom
Bremsspur
Plumper Pickel
Coffee to Fly
Oh, Bama
The Broiler
Der Barbier von Promillia
Aufm Dorf
Knüppelkuchen
Blatt vorm Mund
Hohle Frucht
Nesträuber
Zuckerschock
Selbstsportattentäter
Held am Herd
Pinkelstarre
Dummy für die Mami
Eltern
Kontaktanzeige
König hinterm Gartenzaun
Mutantenstadl
Idioten-Quiz
Nussjucken
Hypochonder
Unwahrsager
Rotrenner
Blinkermuffel
Autistenradio
Sauklaue
Das Ding mit dem Drops
Güllehülle
Moneymaker
H2O-Junkie
Jahresplan
Fick Brother
Zenk ju
Maulfaul
Geburtstagsmuffel
Zwiebelmett im Bett
Q-Tipper
Menschlein
Strickliesl
Axt im Wald
Der Kau-Kasus
Radwegterrorist
Weckerweitwurf
Liebe in Grün
Hornhauthacken
Der Super-Nanny
Fieses Fleece
Puddingpelle
Isset misch?
Ein Pudel für die Nudel
Rennsteiger
Dümpelpümpel
Schlüpper auf halb 8
E 0815
Drama Queen
Dekadente Hardcore-Flusen
Windfang
So ‘n Tag wie dieser
Irokäse
Kassensturz
Frau am Steuer
Von Arsch bis Zett
Autoren-Steckbrief
Danksagung
Ein kleener Mann fährt »BMW«,
und dann bevorzugt Sport-Coupè,
denn er ist nicht nur laut Statur,
nein, auch laut Geist ‘ne Witzfigur.
Er braucht Symbole, um zu wachsen,
zu kurz sind seine Stummelhaxen,
er nutzt den ganzen Glamour-Käse
als Bein- und Schwanz- und Hirnprothese.
Und fliegt das Auto auf den Schrott,
dann ist der kleene Mann bankrott,
weil er nicht nur hat finanziert,
nein, gleich den Körper investiert.
Nun kann er nicht mehr weiter trumpfen
und fängt allmählich an zu schrumpfen,
bis dieser Zwerg von einem Mann
vom Tisch aus Fallschirmspringen kann.
Im Schritt ist’s wieder durchgescheuert,
die Jeans gehören jetzt erneuert:
Also in die Shoppingfalle
mit den »Valium« in der Kralle.
Die werd’ ich bestimmt benützen,
um mich vor mich selbst zu schützen,
denn dieses Rein-Knuff-Kauf-Raus-Spiel,
das ist für mich kein Pappenstiel.
Schon die Sensortür der Pforte
beamt mich an mir fremde Orte,
und die Rolltreppe rückt näher,
wie ein Fleischwolfrasenmäher.
Auf dieser geht’s jedoch nach oben,
es hilft kein Fluchen, Zetern, Toben,
drum fahr’ ich auf dem Händelauf
und setz’ mich rittlings, mittig drauf.
Die Äuglein dicht, kein Lid mehr zuckt,
vom Handlauf wieder ausgespuckt,
so endet meine Höllenfahrt
bei grob gefühlten siebzig Grad.
Warum, das werd’ ich nie versteh’n,
die immer bis zum Anschlag dreh’n
den Knauf des Heizungsregulators
auf Wärmelevel des Äquators.
Ich bin kaputt und hab’ verschnauft
und hab’ noch nicht mal eingekauft,
ich atme Luft, die nicht mehr frisch
und tauche ab im Grabbeltisch.
Schon zappelt etwas an der Leine,
‘ne nette Hose, die nun meine;
noch schnell die Größe abgeschätzt,
und dann bezahlt und eingenetzt.
Jetzt rasch nach unten und hier raus,
und durch die City ab nach Haus’.
Dort stell’ ich fest mit schrillem Ton:
Die gleiche Hose hab’ ich schon.
Als echter Kerl stemmst du mit Ruck
‘nen Maßkrug voll mit Bullenschluck,
du packst den »Red Bull« am Gehörn,
kannst im Duett mit Elchen röhr’n.
Dank Schnaps bist du ein geiler Bock,
ein geiler Bock mit dickem Pflock,
du bist ein ungezähmtes Tier
und wirst durch Bier zum wilden Stier.
Soll doch der »Jägermeister« kommen,
der wird schon aufs Geweih genommen,
der wird, bevor er auch nur zuckt,
durchs Großmaul hinterher geschluckt.
Und all die heißhungrigen Kühe,
da steigst du drüber ohne Mühe,
du bist so männlich und nicht wirsch,
du hältst dich für ‘nen strammen Hirsch.
Die Weide ist dein Weltenall.
Oder ist’s doch der Rinderstall?!
Für mich bist du nur voll und ganz
ein Ochse ohne Hirn und Schwanz.
Im Norden ist es Brauch und Sitte,
so etwa in der Wintermitte,
im Menschentross mit Bollerwägen
und reichlich Grünkohl in den Mägen,
in Städten, Dörfern und dem Land
zu konsumieren allerhand.
Allerhand an Flüssigkeiten
und an schrägen Köstlichkeiten,
als da wären, Kohl und Mett,
Kassler, Speck und fieses Fett,
nicht vergessen, Gott beschütze,
Graupen in der grünen Grütze.
Und auch die Wurst, von der ich dachte,
dass man sie aus ‘nem Penis machte.
Was man mir nicht verdenken kann,
bei Pinkel denkt wohl jeder dran.
Es sei denn, man ist arg beschränkt,
ein Schelm, der böses dabei denkt.
Sie ist recht nahrhaft diese Pampe
und demzufolge fett die Wampe,
drum gießt man sich im kalten Winde
‘nen Liter Schnaps hinter die Binde.
Und darauf folgen zweiter, dritter
vom mitgebrachten Magenbitter,
bis jeder schließlich irgendwann
hat sämtlich alle Lampen an.
Dann geht es erst richtig weiter,
immer weiter, heiter, heiter,
während alle vorwärts traben,
schön entlang am Straßengraben,
den man schließlich, wie geschmiert,
immer dichter anvisiert.
Alles schwankt und wankt und eiert,
alles kotzt, erbricht und reihert,
alles stürzt mit einem Hieb
nach dem Dominoprinzip.
Und da sie alle so in Trance,
gibt’s keine Überlebenschance,
ein jeder liegt mit steifen Ohren
im Straßengraben, tiefgefroren.
Gerade in der Weihnachtszeit
bereitet es mir Heiterkeit,
neben dem Präsentverpacken,
öfter auch einmal zu backen.
Mit größter Kreativität
ich alle Rohstoffe verknet’
und forme dann den Teig zur Kugel;
im Ofenrohr hupft schon der Gugel.
Er wächst und teigt und hupft so weiter,
wird immer größer, immer breiter,
blubbert, sabbert, schlotzt und quillt,
flubbert, schlabbert, strotzt und schwillt.
Trieft und glibbert, klebt und matscht,
schleimt und wabert, platzt und klatscht;
mit zu viel Hefe präpariert,
ist er auf einmal explodiert.
Er hat den neuen Herd gesprengt
