Bankrott - Pierre Bost - E-Book

Bankrott E-Book

Pierre Bost

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Beschreibung

Torheiten eines Mannes in mittleren JahrenWie tief ein erfolgreicher Geschäftsmann fallen kann - davon erzählt Pierre Bost in seinem Roman Bankrott. Der 45-jährige Brugnon leitet erfolgreich ein Familienunternehmen. Privat ist er liiert mit der einige Jahre jüngeren Bibliothekarin Simone. Das Leben in geordneten Bahnen könnte endlos so weitergehen. Und dann schlittert er in die große Krise: Er verpasst Termine, verliert sich in Gefühlsausbrüchen, verliebt sich Hals über Kopf in eine viel jüngere Angestellte, die seine Schwärmerei genießt und mit ihm spielt. Brugnon vergisst zusehends, wer er ist und wie alt er ist.Pierre Bost, der sich in seinen Romanen für das Scheitern seiner Figuren interessiert, erzählt einfühlsam und in melancholischem Grundton, wie Brugnon auf Abwege gerät und alles aufs Spiel setzt.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 271

Veröffentlichungsjahr: 2015

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PIERRE BOST

BANKROTT

Roman

Aus dem Französischen übersetzt und mit einem Nachwort versehenvon Rainer Moritz

DÖRLEMANN

INHALT

Cover

Titel und Impressum

Porträt

I

II

III

IV

V

VI

VII

VIII

IX

Nachwort

Zum Buch

Zum Autor und zu seinem Übersetzer

Die Originalausgabe »Faillite« erschien 1928bei Gallimard in Paris.eBook-AusgabeAlle deutschsprachigen Rechte vorbehalten© 2013 La Thébaïde© 2015 Dörlemann Verlag AG, ZürichUmschlaggestaltung: Mike BierwolfUmschlagabbildung: Gustave Caillebotte,Portrait de Monsieur R.Porträt von Pierre Bost: © by Keystone, ROGER VIOLLET,Boris LipnitzkiSatz und eBook-Umsetzung: Dörlemann Satz, LemfördeISBN 978-3-03820-918-8www.doerlemann.com

Pierre Bost

I

Brugnons Jugend verlief unbeschwert. Sein Vater war reich, und seine Mutter pflegte zärtlichen Umgang mit ihm. Beide hatten ihn früh zur Arbeit angehalten, und es gab niemanden, der ihm nahegelegt hatte, an diesen Worten zu zweifeln. Der einzige Traum, den er sich eines Tages erfüllen wollte, bestand darin, jeden Morgen an die Arbeit zu gehen, sich eine Pause von einer Stunde zu gönnen, danach weiterzuarbeiten und schließlich sehr spät am Abend damit aufzuhören. Am folgenden Tag würde er damit fortfahren. Das Leben aller Menschen, wie er es beobachtete oder erahnte, baute auf diesem Gerüst auf.

Brugnon schloss, wie es sein Vater von ihm verlangte, sein Studium an der École des Sciences Politiques ab. Nachdem er dort abgegangen war und in Friedenszeiten auf Geheiß seines Vaterlandes für eine Zeit lang die Waffen getragen hatte, öffneten sich vor ihm endlich die Tore, die ihm wie die eines Paradieses vorkamen: Er wurde Sekretär seines Vaters.

Brugnons Vater handelte mit Zucker. Dreißig Jahre zuvor war seine Firma in einer kleinen Stadt im Norden gegründet worden und hatte sich auf bescheidene und gemächliche Weise entwickelt. Das war zu einer Zeit, als es noch nicht Mode war, mit einem Paukenschlag auf den Plan zu treten, und sich große Unternehmen immer aus kleinen Anfängen entwickelten. So war Brugnons Vater vorangekommen. Hartnäckig und ehrgeizig überstand er die schlechten Jahre, ohne jemals seinen Besitz zu verlieren, bis zu jenem Tag, als es ihm gelungen war, den üblen Umständen einen Vorsprung abzuringen, den man nie verliert. In diesem geradlinigen Leben hatte es vielleicht nur einen Schwachpunkt gegeben. Als Brugnons Vater glaubte, das Wohlergehen seines Hauses sei gesichert, ließ er sich in Paris nieder. Er wurde für diesen Ehrgeiz nicht bestraft, und seine Geschäfte litten darunter nicht, doch während er in der Provinz der Erste gewesen war, zählte er in der Stadt zu den Letzten. Klug genug, dieses Gesetz zu akzeptieren, fand er sogar Gefallen daran, nun wieder Plätze zurückerobern zu müssen. Die Liebe zur Arbeit entwickelt sich am intensivsten in den großen Städten, und tatsächlich wuchs die Firma nach und nach. Mit zunehmendem Alter überfiel Brugnon der Gedanke, dass er sterben würde, ohne dass sie so mächtig wäre, wie er sich das gewünscht hatte, aber es genügte ihm, sie so stark zu machen, wie er konnte. Er wollte sein Möglichstes tun, doch das mit all seiner Kraft, und wohl deshalb glaubte Brugnon, als er in die Dienste seines Vaters trat, dass er seinen Platz in einem sehr mächtigen Unternehmen einnehme. Das Vergnügen, das ihm Arbeit und Erfolg schenkten, bestärkte ihn in seiner Zuversicht und seinen Erwartungen.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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