BDIA Handbuch Innenarchitektur 2024/25 -  - E-Book

BDIA Handbuch Innenarchitektur 2024/25 E-Book

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Beschreibung

AKTUELLE TRENDS UND DAS HERAUSRAGENDE GESTALTUNGSNIVEAU DER INNENARCHITEKTUR IN DEUTSCHLAND werden im offiziellen Handbuch Innenarchitektur 2024/25 präsentiert. Von privaten Wohnhäusern, Szene Gastronomie, Hotel-Design, Arbeitswelten, Bauten der Gesundheit bis hin zu öffentlichen Bauaufgaben und Bildungsstätten, werden alle Branchen abgebildet. Jedes Projekt wird ausführlich und nachvollziehbar vorgestellt. Zukunftsthemen der Innenarchitektur werden in Fachbeiträgen von namhaften Expert:innen beleuchtet. Der Adressteil der bdia-Mitglieder und Förderpartner, sortiert nach Bundesländern, rundet das Handbuch ab und macht es zu einem unverzichtbaren Nachschlagewerk für die Akteure der Innenarchitektur-Branche und alle, die sich über innovative und kreative Innenraumgestaltung informieren möchten.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 212

Veröffentlichungsjahr: 2024

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INHALT

Vorwort

Das Lied der Räume

Die Jury

BAUTEN UND OBJEKTE

Health

MY MIND studio – Ein Ort der Auszeit, Lüneburg

Klinikum Wahrendorff – Krankenhaus für die Seele, Sehnde

Hospitality

Restaurant Morgenmuffel – Frühstücks- und Brunch-Gastronomie, Hamburg

EL PINTXO_Tapas & Wine – Charmant, stilvoll und einladend, Gießen

THE FLAMINGO – Hotel mit Storytelling, Timmendorfer Strand

MAGISCHE MOMENTE – Das Zaubertheater und seine Bar, Weilheim in Oberbayern

Living

Makeover – Neugestaltung eines Wohn- und Essbereichs, Raum Würzburg

Modernes Wohnen im Brutalismus – Collini-Center: Wohnen im Kontrast, Mannheim

Gemeinsam Wohnen – Studierendenwohnheim, Reutlingen

FÜNF AUF 100 – Raumsparkonzept für eine wachsende Familie, Berlin

The Park Residences – Exklusive Residenz mit drei Wohneinheiten, Kitzbühel

Kleines Haus – Ein kleines Haus für Familie und Freunde, Chemnitz

Office

Business Lounge Etage – Meetings in Lounge mit Wohlfühlcharakter, Neumarkt i. d. Oberpfalz

The Rocket Scientists – Umstrukturierung // open office, Düsseldorf

Architekturbüro – Wiederbelebung historischer Bausubstanz, München

Kreissparkasse Schlüchtern – Die neue Hauptstelle, Schlüchtern

Club Office – High-End Innenausbau, Köln

Shades of Bronze – Offene Großzügigkeit und klare Linien, Bayern

Public

Stadtbibliothek Mittweida – Aufwertung einer Raumstruktur, Mittweida

Forstliche Ausbildungsstätte – Neuer Campus in historischem Umfeld, Bad Reiboldsgrün

KITA I [T]Räume für Kinder – Spielend die WELT entdecken, Schopfheim

Hansasaal Rathaus Köln – Denkmalgeschütztes Gesamtkunstwerk, Köln

Retail/Fair

Traditionell außergewöhnlich – Schoggi-Genuss in stylishem Design, Winterthur

SMILHUS CONCEPT STORE – Skandinavisches Design, Stuttgart

Specialized Flagship-Store – Zukunftsweisender Shop, Zürich

Young Talent Award

bdia ausgezeichnet!

FACHBEITRÄGE

Farbe im Raum: colour follows needs – Simone Ferrari

Licht ist Pflicht – Sascha Homburg

Raum & Mensch – Die unsichtbare Beziehung – Marlene Korff

ADRESSEN

Mitgliederadressen

Herstellerinformationen

Inserentenverzeichnis

Impressum

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FROST – ein dänisches Familienunternehmen

Im Jahr 2002 gegründet, hat sich die dänische Marke FROST mittlerweile international etabliert. Das Ziel der Marke: Hochwertige Wohnaccessoires herstellen, die robust und langlebig sind. Ein Design, das mit purer Eleganz und cleanem Look überzeugt. FROST bietet Badaccessoires, Garderoben, Wandhaken, Spiegel, Regale und viele weitere Accessoires an. Viele Produkte gibt es in den neun verschiedenen Oberflächen von FROST: Edelstahl gebürstet, Kupfer gebürstet, Gold gebürstet, Schwarz gebürstet, Edelstahl poliert, Kupfer poliert, Gold poliert, Mattschwarz und Mattweiß.

Sie sind dezent, fungieren aber zugleich als Eyecatcher – die Produkte von FROST sollen sowohl Inneneinrichtung als auch die Architektur eines Gebäudes ergänzen. Einer Umgebung das gewisse Etwas verleihen. Das erklärt den Leitsatz von FROST: „Completing Architecture“.

Dass FROST ein wichtiger Teil der internationale Designszene geworden ist, beweisen zahlreiche internationale Designpreise. Die jüngste Auszeichnung bekam FROST vom bdia bund deutscher innenarchitektinnen und innenarchitekten: Der hängende Garderobenhaken „Carry Hook“ überzeugte die Jury für seine zeitlose Eleganz und schwebende Leichtigkeit.

FROST ist ein Familienunternehmen: Neben dem Gründer, Hans Jørgen Frost, stehen auch seine beiden Söhne, Sebastian Frost und Frederik Frost, hinter der Firma. FROST möchte als innovative Designmarke wachsen. Sehr wichtig ist dem Team auch der enge Kontakt zu Partnern, Händlern, Innenarchitekt:innen und Architekt:innen. Vertrauen und Leidenschaft – zwei Schlüsselelemente der Philosophie von FROST.

Der Wishbone Kleiderständer hat schon mehrere internationale Design Awards erhalten und ist ein Blickfang in privaten wie auch öffentlichen Bereichen.

Frederik Frost, Hans Jørgen Frost & Sebastian Frost.

Der FROST Hauptsitz in Hadsten in der Nähe von Aarhus, Dänemark.

Die Carry Hooks präsentieren eine außergewöhnliche Flurausstattung mit schwebender Leichtigkeit und zeitloser Eleganz.

Die Wishbone Tischbeine begeistern mit einem ausdrucksstarken und zeitgemäßen Erscheinungsbild, das von der raffinierten Wishbone Serie inspiriert wurde.

Die Badaccessoires und CARE Kollektion ist eine Serie von Accessoires für private und öffentliche Bäder.

VORWORT

PIA A. DÖLL

Innenarchitektin und Präsidentin bdia 2019 bis 2023

Foto: Oliver Schiebener

Liebe Leserinnen und Leser,

voilà, jetzt halten Sie es in den Händen. Das bdia Handbuch Innenarchitektur 2024/25 präsentiert uns erneut eine aktuelle Leistungsschau der Innenarchitektur in Deutschland. 25 Projekte wurden unter fast einhundert Einreichungen ausgewählt und bilden das Herzstück unseres Handbuchs. Selbstverständlich erfüllt es weiterhin mit seinem Expert*innen-, Adress- und Förderkreisverzeichnis die Informationszwecke, für die es 1985 geschaffen wurde. Unter dem Titel „Innen-Architekten Handbuch BDIA“ erschien vor fast 40 Jahren der erste Band seiner Art, mit dem Ziel, „aktuelle berufsständische Probleme, aber auch langfristig für den Berufsstand wichtige Daten, Fakten und Aussagen oder zum Berufsbild zusammenfassende Darstellungen“ zu publizieren. Damals noch mit einem schlichten weißen Einband beinhaltete es auch elf Projektbeispiele unter der Rubrik „Bauten Deutscher Innenarchitekten“.

Ich bin froh, dass sich die Zahl der abgebildeten Projekte vergrößert hat. Denn schon die Auswahl von 25 Projekten fiel uns als Jury unglaublich schwer. Für mich war diese Jurysitzung die letzte in meiner Funktion als Präsidentin bdia. Ich nehme viele schöne Erinnerungen und auch inspirierende Momente mit, die während der Arbeit an den zuletzt erschienenen Handbüchern entstanden sind. Was ich in den vielen Jahren meiner Tätigkeit als Jurorin in unterschiedlichen Gremien gelernt habe, ist, dass die Zusammensetzung der Jury von unschätzbarem Wert ist. Für diese Ausgabe haben wir erneut Kolleg*innen gewinnen können, die mit ihrer Expertise nicht nur leidenschaftlich mitdiskutiert, sondern auch neue Perspektiven eröffnet haben. Daher bedanke ich mich ausdrücklich bei Jens Wendland – Innenarchitekt bdia (raumkontor, Düsseldorf), Michael Schuster – Chefredakteur der Deutschen BauZeitschrift, Martin Ludwig Hofmann – Dekan der Detmolder Schule für Gestaltung (TH OWL), Tina Freitag – zuständige Projektmanagerin beim Callwey Verlag und meiner hessischen Kollegin Irene Maier – Vizepräsidentin 2019 bis 2023 und Innenarchitektin bdia, der Projektverantwortlichen im bdia Präsidium zum Zeitpunkt der Jurysitzung.

Mensch – Raum, Raum – Mensch: Nichts ist zentraler für unsere Arbeit als diese Beziehung. Deshalb nimmt das bdia Handbuch Innenarchitektur in diesem Jahr genau dieses Thema in den Fokus. An dieser Stelle darf ich eine Strophe aus dem wunderbaren „Lied der Räume“ zitieren, welches uns Innenarchitekt*innen im vergangenen Jahr geschenkt wurde: „Und wenn man dann in einem Raum steht, wie als Gast eines Konzerts, dann berührt das alle Sinne und dringt mitten in das Herz.“ Ist es nicht das, was wir „gute Innenarchitektur“ nennen? Nämlich die, die nicht offensichtlich ist, sondern die, die wir spüren, und zwar mit allen Sinnen. Danke an Lars Ruppel für diesen inspirierenden Text. (Seiten 12–13)

In diesem Sinne nehmen unsere drei Fachbeitragsautor*innen gemäß ihrer fachlichen Spezialisierung die Wirkung eines Raumes auf den Menschen unter die Lupe.

Innenarchitektin bdia Simone Ferrari ist Spezialistin für die Wirkung und Anwendung von Farbe in der Innenarchitektur und Architektur und hat schon einige bdia Seminare zu diesem Thema angeboten. Ihr Fachbeitrag „Farbe im Raum: colour follows needs“ nimmt daher auch das Thema Farbe in den Fokus, denn – so schreibt sie – Farbe wirke auf unterschiedliche Art und Weise, sie „berührt, macht neugierig, stößt ab, orientiert, polarisiert, beruhigt, regt auf“. Da das Denken des Menschen viel langsamer funktioniere als die unbewusste Wahrnehmung, seien Farbe und Material zentrale Elemente für Planende.

Die Dominanz des Sehens unter den klassischen fünf Sinnen macht unser Autor Sascha Homburg, Innenarchitekt bdia, zum Mittelpunkt seines Beitrags. Er hat sich mehrere Jahre lang mit den physiologischen und psychologischen Wirkmechanismen von Kunst- und Tageslicht wissenschaftlich auseinandergesetzt und zeigt hier einen kleinen Einblick in seine Arbeit als Lichtplaner mit dem Titel „Licht ist Pflicht“. Er plädiert an alle Planenden, Beleuchtungskonzepte in enger Symbiose mit der (Innen-) Architektur und die Wirkungsweise des Lichtes im Raum als weitaus entscheidender als die formale Erscheinung einer Leuchte zu betrachten.

Als „dritte Haut des Menschen“ begleiten uns Räume ein Leben lang. Die baubiologischen Faktoren, die dazu führen, dass wir uns in ihnen wohlfühlen, betrachtet Innenarchitektin bdia Marlene Korff in ihrem Beitrag „Raum & Mensch – Die unsichtbare Beziehung“. Luft, Temperatur und Raumluftfeuchte sind in Wechselwirkung eng miteinander verbunden. Diese drei Hauptindikatoren des Raumklimas sind daher ein wichtiger Faktor für die Auswahl von Materialien und Methoden. Als „Kurzzeitehe“ beschreibt sie die intensive Beziehung von Planer*innen und Auftraggeber*innen, bei der unserer Berufsgruppe eine Schlüsselrolle zukomme.

Zusammengefasst: Sie werden bei der Lektüre der drei Fachbeiträge sicher neue, spannende Aspekte unseres Berufes entdecken. Nur allzu schade, dass wir die Wirkung der Räume, die wir Ihnen hier vorstellen, mit dem Medium Buch nicht mit allen Sinnen erfahrbar machen können. Wir möchten mit dem bdia Handbuch Innenarchitektur zeigen, wie integral wichtig gute Innenarchitektur für die Menschen ist, die in ihr und mit ihr leben. Und das – Überraschung – betrifft die gesamte Gesellschaft. Das schaffen wir nur, wenn Sie, liebe Mitglieder, sich immer wieder mit Ihren Projekten an dieser Publikation beteiligen. Die Vielfalt macht es aus. Auch wenn nicht alle Projekte abgedruckt werden können, ist es wichtig, eine repräsentative Zahl an Einreichungen zu haben. Helfen Sie uns dabei – jedes Jahr. Ich wünsche allen großes Vergnügen beim Entdecken dieser Projekte und hoffe, dass wir viele Leser*innen damit für die Arbeit der Innenarchitekt*innen begeistern können.

Ihre Pia A. Döll

PREFACE

PIA A. DÖLL

Interior Architect and President of bdia 2019-2023

Photo: Oliver Schiebener

Dear readers,

voilà, now you hold it in your hands. The bdia Interior Architecture Handbook 2024/25 once again presents a current showcase of interior architecture in Germany. 25 projects were selected from nearly a hundred submissions, forming the centrepiece of our handbook. Of course, it continues to fulfil its informational purposes with its directory of experts, addresses and sponsors, for which it was created in 1985. Under the title “Interior Architects Handbook BDIA”, the first volume of its kind was published almost 40 years ago, with the aim of “publishing current professional problems, but also long-term data, facts and statements important to the profession or summarising presentations of the profession”. Back then, with a simple white cover, it included eleven project examples under the heading “Buildings by German Interior Architects”.

I am glad that the number of featured projects has increased. Even selecting 25 projects was incredibly difficult for us as a jury. For me, this jury session was the last in my role as bdia president. I take with me many beautiful memories and inspiring moments that arose during the work on the most recently published handbooks. What I have learned in my many years as a juror in various committees is that the composition of the jury is of inestimable value. For this edition, we were able to once again enlist colleagues who not only passionately participated in discussions but also opened up new perspectives with their expertise. Therefore, I would like to express my sincere thanks to Jens Wendland – interior architect bdia (raumkontor, Düsseldorf), Michael Schuster – editor-in-chief of Deutsche BauZeitschrift, Martin Ludwig Hofmann – dean of the Detmold School of Design (TH OWL), Tina Freitag – project manager at Callwey Verlag, and my Hessian colleague Irene Maier – vice president from 2019 to 2023 and interior architect bdia, the responsible project manager on the bdia board at the time of the jury session.

Humans – Space, Space – Humans: nothing is more central to our work than this relationship. Therefore, the bdia Interior Architecture Handbook focuses on this theme this year. At this point, I may quote a verse from the wonderful “The Song of Rooms”, which we interior architects were gifted with last year: “And when you stand in a room, like a guest at a concert, it touches all the senses and gets right to your heart”. Isn’t that what we call “good interior architecture”? Namely, the one that is not obvious, but the one that we feel with all our senses. Thanks to Lars Ruppel for this inspiring text. (pages 12–13)

In this sense, our three authors of the expert articles examine the effect of a space on people from the perspective of their professional specialisation.

Simone Ferrari, interior architect bdia, is a specialist in the effect and application of colour in interior architecture and architecture and has already offered several bdia seminars on this topic. Her article “Farbe im Raum: colour follows needs” (Colour in Space: colour follows needs) also focuses on the topic of colour because, as she writes, colour impacts in various ways; it “touches us, arouses curiosity, repels, orients, polarises, calms, excites”. Since human thinking operates much more slowly than unconscious perception, colour and material are central elements for planners.

Our author Sascha Homburg, interior architect bdia, makes the dominance of vision among the classic five senses the focus of his contribution. He has spent several years scientifically studying the physiological and psychological mechanisms of artificial light and daylight and provides a glimpse into his work as a lighting designer with the title “Licht ist Pflicht” (Light Is Compulsory). He appeals to all planners to consider lighting concepts in close symbiosis with (interior) architecture and to regard the impact of light in the room as far more crucial than the formal appearance of a luminaire.

As the “third skin of humans”, spaces accompany us throughout our lives. Marlene Korff, interior architect bdia, examines the building biology factors that make us feel comfortable in them in her article “Raum & Mensch – Die unsichtbare Beziehung” (Space & Human – The Invisible Relationship). Air, temperature and room humidity are closely interconnected. These three main indicators of room climate are therefore an important factor in the selection of materials and methods. She describes the intense relationship between planners and clients as a “short-term marriage”, in which our profession plays a key role.

In summary, while reading the three expert articles, you will surely discover new and exciting aspects of our profession. It’s just too bad that we cannot make the effect of the spaces we present here perceptible with all senses through the medium of the book.

With the bdia Interior Architecture Handbook, we want to show how integrally important good interior architecture is for the people who live in and with it. And that – surprise, surprise – concerns the entire society. We can only achieve this if you, dear members, repeatedly participate with your projects in this publication. It is distinguished by diversity. Even if not all projects can be published, it is important to have a representative number of submissions. Help us achieve this – every year! I wish everyone great pleasure in discovering these projects and hope that we can inspire many readers for the work of interior architects.

Yours sincerely, Pia A. Döll

DAS LIED DER RÄUME

Foto: Pierre Jarawans

LARS RUPPEL

Seit 1985 dabei. In Gambach/Hessen groß geworden, nach Marburg und dann nach Berlin gezogen. War nie ein guter Fußballer, trotzdem war er der Trainer der Fußballnationalmannschaft der Poetry Slammer bis 2013.

Warum er Gedichte macht? Bisher hat er keine bessere Beschäftigung gefunden. Aber er sucht. So lange widmet er seine Zeit ganz und gar dem gesprochenen Wort. Er macht Poetry Slam von ganzem Herzen seit 2001 oder 2002, sicher weiß er es nicht. Hat sich schon Jahre vor Julia Engelmann Vollzeitpoet genannt. Er schaffte es auf bis zu 200 Auftritte im Jahr. Seit er Vater ist weniger.

von Lars Ruppel

Es schläft ein Lied in allen Räumen

Es ist ein Teil von jedem Ort

Es hat aufgehört zu klingen

Aber wir setzen es nun fort

Man kann es hören, wenn man still ist

Dann hört man, wie es einmal klang

Mit welcher Absicht man es schuf

Und welcher Zeit es einst entsprang

Wir müssen manchmal lange suchen

Es wurde oft sehr gut versteckt

Und doch werden wir es finden

Und dann wird es aufgeweckt

Wir verwirklichen Visionen

Bringen Räume zum Vibrier‘n

Wir wollen den Rhythmus ins uns spüren

Und dann weiter komponier’n

Wir vermeiden Emissionen

Sind mit Nachhaltigkeit vertraut

Durch den Schutz von alten Werten

Und durch das, was man verbaut

Das Lied liegt unter falschen Putzen

Und bedeckt von Laminat

Es ist verstummt, weil man zu häufig

An der Nachhaltigkeit spart

Es begann bei der Sanierung

Wurd‘ durch Umbauten verstimmt

Doch wir machen, dass das Lied

Wieder an Lautstärke gewinnt

Wir befrei‘n es aus dem Grundriss

Wir entkernen es voran

Und zeigen, wie man Kunstwerke

Aus Räumen schaffen kann

Wir betrachten alle Noten

Und bringen sie in Harmonie

Zwischen denen, die dort leben

Und der neuen Melodie

Wir erschaffen Dialoge

Zwischen Mensch und einem Ort

Denn nur wenn beide harmonieren

Wird aus ihnen ein Akkord

Möbel fügen sich zusammen

Wie Noten in der Partitur

Füllen den Raum in ihrer Tonart

Im Wechselspiel mit der Struktur

Zwischen Umsetzung und Planung

Zwischen Wahnwitz und Idee

Zwischen Handwerker und Bauamt

Realität und CAD

Zwischen Küche, Bad und Diele

Zwischen Vorhang, Wand und Bett

Mensch und Raum steh’n in Beziehung

Und erklingen als Duett

Zwischen Architekt und Bauherr

Freier Wahl und Proportion

Zwischen Möbel, Mensch und Raummaß

Material und Position

Es gibt so viele Instrumente

Um das Klangbild zu erziel’n

Architektur ist ein Orchester

Und wir wissen es zu spiel’n

Wir denken höher, heller, weiter

Wir setzen manchmal einen drauf

Brechen ab, was nicht gebraucht wird

Und die Häuser atmen auf

Wir können Licht in dunkle Ecken

Eines Raumes dirigier‘n

Und die Farben dieser Welt

Für jeden Lebensraum kreier’n

Für die Kulisse für ein Essen

Und als Raum für Unterricht

Für ein wahrnehmbares Statement

Über das man lange spricht

Für die Co-Working-Gemeinschaft

Und für die große Konferenz

Für bewohnbare Pragmatik

Und die krasse Dekadenz

Für die einladende Stimmung

Und das Raumgefühl in Moll

Wir machen, dass das Lied

So klingen kann, wie’s klingen soll

In einem Raum, der etwas ausdrückt

Den man liest wie einen Text

Der ein Leitbild widerspiegelt

Und gekonnt in Szene setzt

Und wenn man dann in einem Raum steht

Wie als Gast eines Konzerts

Dann berührt das alle Sinne

Und dringt mitten in das Herz

Da ist so vieles, das man hör’n kann

Weil im Raum so viel geschieht

Und all jene, die drin leben

Tanzen fortan zu dem Lied

Das Lied, das schlief in diesen Räumen

Wurde endlich aufgeweckt

Von der Innenarchitektin

Oder dem Innenarchitekt

DIE JURY

Das Auswahlgremium

Fotos: Till Budde

Wie in jedem Jahr wählte die Jury 25 Projekte für das Handbuch aus, die das breite Spektrum der Innenarchitektur am besten repräsentieren. Die Entscheidung angesichts der Fülle an tollen Projekten war noch nie leicht, und oft mussten wir Kompromisse finden. Ich beglückwünsche alle ausgewählten Einreicher*innen und ermutige alle bdia Mitglieder, sich im kommenden Jahr wieder zu beteiligen!

As every year, the jury selected 25 projects for the handbook that best represent the broad spectrum of interior architecture. The decision, given the wealth of great projects, has never been easy, and compromises often had to be made. I congratulate all the selected submitters and encourage all bdia members to participate again next year!

Pia A. Döll

Pia A. Döll ist freischaffende Innenarchitektin bdia. Sie lebt und arbeitet in Frankfurt am Main. Kernkompetenz von DÖLL Innenarchitekturbüro ist „Nah am Mensch – Mein Raum“. 2019–2023 war sie Präsidentin des bdia und ist seit vielen Jahren ein erfahrenes Jurymitglied in der Branche. Auch nach ihrer Präsidentschaft wird sie sich berufspolitischen Themen widmen, insbesondere der Reform der HOAI und der Auskömmlichkeit von Honoraren für Innenarchitekt*innen.

Pia A. Döll is a freelance interior architect bdia. She lives and works in Frankfurt am Main. The core competence of DÖLL Innenarchitekturbüro is “Close to people – My space”. She was president of bdia from 2019-2023 and has been an experienced jury member in the industry for many years. After her presidency, she will continue to devote herself to professional politics, with a particular focus on the reform of the HOAI and the adequacy of fees for interior architects.

Die durch die Bundesgeschäftsstelle des bdia sehr gut organisierte Jurysitzung war geprägt von sehr viel gegenseitiger Wertschätzung unter den Jurymitgliedern. Das Spektrum der Projekte reichte von sehr reduzierten – zugleich qualitativ hochwertigen – Räumen über Räume, die entdeckt werden wollen, bis hin zu opulenten Räumen, die bereits auf den ersten Blick den Einsatz hochwertiger Materialien erkennen lassen.

The jury session, very well organised by the federal office of bdia, was characterised by a lot of mutual appreciation among the jury members. The spectrum of projects ranged from very reduced yet high-quality spaces to interiors that want to be discovered, through to opulent spaces that already reveal the use of high-quality materials at first glance.

Michael Schuster

Michael Schuster ist seit Juli 2022 Chefredakteur der DBZ Deutsche BauZeitschrift. Zuvor war er in leitenden Funktionen an der Schnittstelle Vertrieb und Marketing tätig.

Michael Schuster has been the editor-in-chief of DBZ Deutsche BauZeitschrift since July 2022. Previously, he held leadership positions at the interface of sales and marketing.

Innenarchitektur bereichert unsere Welt auf so vielen Ebenen. Ob im privaten Umfeld, im Arbeitsleben oder im öffentlichen Raum: Immer wieder spürt man in den eingereichten Projekten die Intensität der Auseinandersetzung, die Zugewandtheit zu den Nutzer*innen und das Ringen um eigenständige Impulse. Es war ein Vergnügen, an der Zusammenstellung dieses breiten Querschnitts durch die innenarchitektonischen Möglichkeitsfelder mitwirken zu dürfen. Kompliment an die Einreicher*innen.

Interior architecture enriches our world on so many levels. Whether in private environments, at work or in public spaces. In the submitted projects, you can feel the intensity of engagement, the dedication to the users and the quest for independent stimuli. It was a pleasure to be involved in compiling this broad cross-section of possibilities in interior architecture. Compliments to the participants.

Professor Jens Wendland

Professor Jens Wendland ist Innenarchitekt und Mitglied der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen und des bdia. Gemeinsam mit Andrea Weitz leitet er das Büro raumkontor Innenarchitektur in Düsseldorf. raumkontor ist ein Team von Innenarchitekt*innen, Architekt*innen und Mediengestalter*innen mit vielfältigen Tätigkeitsschwerpunkten. Jens Wendland lehrte viele Jahre an der Hochschule Kaiserslautern und der PBSA in Düsseldorf.

Professor Jens Wendland is an interior architect and a member of the North Rhine-Westphalian Chamber of Architects and the bdia. Together with Andrea Weitz, he manages the office raumkontor Innenarchitektur in Düsseldorf. raumkontor is a team of interior architects, architects and media designers with a wide range of specialisations. Jens Wendland taught at the Kaiserslautern University of Applied Sciences and the Peter Behrens School of Arts in Düsseldorf for many years.

Die Diskussionen waren bereichernd und kontrovers. Konzepte wurden auf den Kopf gestellt, die konsequente Umsetzung hinterfragt und Details auf Herz und Niere überprüft. Herz bzw. Herzblut war in jedem Falle zu finden – und das macht am Ende eine gute Innenarchitektur aus.

The discussions were enriching and controversial. Concepts were turned upside down, the consistent implementation was scrutinised and details were examined thoroughly. Passion, or rather heart and soul, were certainly to be found – and that’s what ultimately distinguishes good interior architecture.

Tina Freitag

Tina Freitag ist Redakteurin im Callwey Verlag. Als gelernte Innenarchitektin betreut sie schwerpunktmäßig Architektur- und Innenarchitekturtitel und Wettbewerbe wie „Häuser des Jahres“. Dem bdia ist sie seit Beginn ihrer Redakteurstätigkeit verbunden und hat das Handbuch über viele Jahre begleitet.

Tina Freitag is an editor at Callwey Verlag. As a trained interior architect, she is mainly responsible for architecture and interior design books and competitions such as “Häuser des Jahres”. She has maintained close ties with the bdia since she started working as an editor and has given her support to the handbook for many years.

Jedes Jahr aufs Neue gilt es, die Vielfalt an Innenarchitektur-Arbeiten aus den zahlreichen Einreichungen herauszustellen. Auch dieses Jahr war die Messlatte besonders hoch. Lobenswert war die großartige Zusammensetzung der Jury und die äußerst professionelle Vorbereitung in der Geschäftsstelle!

Every year anew, it is essential to highlight the diversity of interior architecture projects from the numerous submissions. This year, too, the bar was set particularly high. The excellent composition of the jury and the extremely professional preparation by the bdia office were commendable!

Irene Maier

Irene Maier, Innenarchitektin und ehemalige Vizepräsidentin bdia, ist das dritte Mal in der Jury des Handbuchs vertreten. Laut ihrer Ansicht ist das Handbuch mehr als eine reine Leistungsschau. Sie nennt es die Visitenkarte der Mitglieder im bdia und ist besonders stolz auf die Veränderungen darin.

Irene Maier, interior architect and former vice president bdia, has been a member of the handbook’s jury for the third time. In her opinion, the handbook is more than just a showcase. She calls it the business card of the bdia members and is particularly proud of the changes it reflects.

Die Innenarchitektur ist die Gestaltungsdisziplin, die dem Menschen vielleicht am nächsten ist. Ihren Einfluss auf unser Empfinden und unser Verhalten sollten wir nicht unterschätzen. Deshalb floss diese nutzerzentrierte Perspektive auch in unsere Jury-Diskussionen ein.

Interior architecture is the design discipline that is perhaps closest to people. We should not underestimate its influence on our perception and our behaviour. That is why this user-centred perspective also played a role in our jury discussions.

Professor Dr. Martin Ludwig Hofmann

Professor Dr. Martin Ludwig Hofmann ist Soziologe und Kreativdirektor. Er lehrt seit 2008 als Professor für Humanwissenschaften im Kontext der Gestaltung an der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe und ist Dekan des Fachbereichs Detmolder Schule für Gestaltung. Er war Gastprofessor an der Universität für angewandte Kunst in Wien und humanwissenschaftlicher Gutachter für die EU-Kommission in Brüssel. Seine Schwerpunkte in Forschung und Lehre sind die sozialpsychologische Dimension der Innenarchitektur und das Human-Centered Design.

Professor Dr Martin Ludwig Hofmann