Beast Quest 57 - Lustor, der Schlund des Verderbens - Adam Blade - E-Book

Beast Quest 57 - Lustor, der Schlund des Verderbens E-Book

Adam Blade

0,0
7,99 €

Beschreibung

Avantia ist in Gefahr! Der böse Magier Malvel hat sechs edle Ritter von den Toten erweckt und mit einem Fluch belegt. Tom und Elenna stehen vor ihrer schwersten Mission! Der Rote Ritter greift Tom und Elenna am Fuß des Vulkans von Stonewin im Sumpf an. Nachdem der Ritter besiegt scheint, taucht jedoch das Krötenbiest Lustor auf und schneidet den beiden mit seiner ätzenden Säure alle Fluchtwege ab. Nun brodelt das giftige Sumpfwasser direkt unter ihren Füßen … Actionreiche Fantasy, spannende Missionen und gefährliche Biester! Die erfolgreiche Kinderbuchreihe mit zahlreichen Illustrationen ist besonders für Jungs ab 8 Jahren geeignet. Die komplette Beast Quest-Reihe ist bei Antolin gelistet.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 56

Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0



Inhalt

Auftauchende Gefahr

Fluch der Dunklen Ritter

Von Hyänen gejagt

Trauriger Abschied

Ein uralter Feind

Rauchender Kampf

Säurebad

Abgeschnitten!

Die letzte Chance

Die silberne Scheibe

Zwei Warnungen

Mit besonderem Dank an Troon HarrisonFür meinen geliebten Neffen Peter, der selbst großartige Geschichten schreibt

So, so … Du willst Tom also weiterhin auf seinen Missionen begleiten.

Kehre lieber um. Im Untergrund von Avantia lauert das Böse und wartet nur darauf, sich zu erheben und das Königreich im Kampf zu erobern. Sechs Biester mit den Herzen von Kriegern aus vergangenen Zeiten gehorchen dem dunklen Magier Malvel. Ich fürchte, er ist am Höhepunkt seiner Macht angekommen.

Krieg erwartet uns alle.

Ich bitte dich erneut: Schließe das Buch und kehre um. Das Böse erwacht. Finsternis naht.

Dein Freund,Zauberer Aduro

Auftauchende Gefahr

Sana taumelte und stürzte beinahe, als der felsige Boden unter ihr plötzlich erbebte. Sie sah hoch zum Vulkan, der über Stonewin aufragte. Rauchfäden quollen aus den Felsspalten an den Berghängen. „Der Vulkan spricht“, dachte Sana. „Ich sollte von hier verschwinden, bevor ich ihn noch zorniger mache.“

Mit zittrigen Fingern steckte die Medizinfrau eine letzte Handvoll Kräuter in den Sack über ihrer Schulter. Ein Vogel mit blauen Flügeln und orangen Brustfedern segelte elegant durch die Luft. Mit einem fröhlichen Zwitschern landete er auf Sanas Schulter. Die Medizinfrau lächelte. „Da bist du ja, Pontos“, sagte sie zärtlich. Als kleines Küken war die Schwalbe aus dem Nest gefallen und Sana hatte sie gerettet. Seitdem begleitete Pontos sie jedes Mal, wenn sie Kräuter für ihre Heilsalben sammelte. Die Menschen aus dem ganzen Norden kamen zu Sana, um sich von ihr helfen zu lassen.

„Ich habe keine Tengiblätter gefunden“, murmelte Sana dem kleinen Vogel zu. „Und zu Hause habe ich keine mehr.“

Sana legte den Kopf in den Nacken und starrte zu dem Krater hoch, wo die Tengiblätter wuchsen. Die Kräuter zu sammeln, war immer sehr gefährlich. Während Sana überlegte, was sie tun sollte, erschütterte ein neues Beben den Boden. Steine purzelten den Hang hinunter. Pontos flatterte auf und kreischte warnend.

„Lassen wir das mit den Tengiblättern für heute“, entschied Sana. „Der Vulkan ist in einer bedrohlichen Stimmung.“

Sie wandte sich von dem Krater ab und stapfte den Hang hinab. Pontos flog über ihrem Kopf. Am Fuße des Vulkans hatten sich im verwelkten Gras Wasserpfützen gebildet, die wie dunkle Augen wirkten. Das war der Gelbe Sumpf. Wasser blubberte dampfend an die Oberfläche. Sana musste husten, als ihr der ätzend schweflige Qualm in den Hals kroch. Dies war ein gefährlicher Ort, aber sie kannte einen Weg durch den Sumpf. Vor langer Zeit hatten Menschen dort Trittsteine verlegt, die einen geschlängelten Pfad bildeten. Sie schienen in den dunklen Pfützen zu lauern, denn die Steine ragten kaum aus dem Wasser heraus. Eine Schrittweite lagen sie auseinander und waren schleimig vor Moos. Sana suchte sich ihren Weg und balancierte von Stein zu Stein.

Eine kleine Welle schwappte gegen den Stein, auf dem Sana stand. Mit angehaltenem Atem ließ sie ihren Blick über den Sumpf schweifen. Plötzlich wirbelte das Wasser um sie herum stürmisch auf. Pontos kreischte und Sana erstarrte. Vor ihren Augen begann sich einer der mit Moos bedeckten Steine zu bewegen. Tropfend und schleimig erhob er sich aus dem Dunst. Ein schreckliches, mit Warzen übersätes, krötenähnliches Gesicht erschien. Dann tauchte ein mächtiger Körper aus dem Wasser auf. Moosklumpen bedeckten die breiten Schultern, Brust und Arme. Er richtete sich zu voller Größe auf. Er war größer als der größte Mann, den Sana je gesehen hatte. Ein Riese! Wasser klatschte gegen die schleimigen Beine, die den Matsch aufgewühlt hatten.

Sana rutschte auf ihrem Stein aus und ein Fuß glitt ins dampfende Wasser. Der unförmige Kopf des Monsters wandte sich ihr zu. Die Augen waren blass und milchig wie bei einem toten Fisch. Das Maul stand weit offen. Sana sah Zahnstummel und einen blutigen Rachen.

„Geh weg!“, schrie Sana. „Ich bin eine wehrlose Frau. Tu mir nichts!“

Der Hals des Biests blähte sich zu einem durchsichtigen Sack auf, in dem eine Flüssigkeit gurgelte. Dann wurde der Sack wieder flach. Das Biest spie eine grellgelbe Flüssigkeit aus. Sana duckte sich und riss schützend die Arme hoch. Trotzdem regneten einige Tropfen auf ihre Wangen und Arme. Jeder einzelne Tropfen zischte und brannte auf ihrer Haut. Die Flüssigkeit ätzte Löcher in ihren Kräutersack. Das Monster spie Säure! Sana geriet in Panik.

„Hilfe!“, schrie sie, obwohl sie genau wusste, dass sie im Sumpf ganz allein war. Sana sprang zum nächsten Trittstein, aber sie rutschte ab und landete im schwefligen Wasser. Mit Armen und Beinen um sich schlagend gelangte sie zurück an die Oberfläche. Ihr Gesicht brannte wie Feuer. Wimmernd vor Angst und Schmerz hievte sie sich ans Ufer. Tränen strömten aus ihren Augen, als sie sich torkelnd vom Sumpf entfernte. Über ihr kreischte Pontos.

„Ich muss hier weg“, dachte Sana verzweifelt. Sie konnte das Biest hinter sich durch den Schlamm waten hören. Verfolgte es sie? Blähte sich sein Hals wieder auf? Sana taumelte durch das gelbe Gras und rannte um ihr Leben.

Fluch der Dunklen Ritter

„Ich wünschte, wir wüssten, welcher Gefahr wir uns als Nächstes stellen müssen“, sagte Tom. Mit gerunzelter Stirn betrachtete er im Schein des Lagerfeuers die magische Kugel, die über seinen ausgestreckten Handflächen schwebte.

„Verrät dir die Karte denn gar nichts?“, fragte Elenna.

„Nein.“ Tom starrte den Globus im flackernden Feuerschein noch eindringlicher an, aber die Oberfläche blieb weiterhin dunkel. Die besondere Marmorkugel war ein Geschenk von Zauberer Aduro. Sie sollte Tom und Elenna bei ihrer Mission helfen. Auf der Kugel konnten Wege sichtbar werden, die sie zu den Rittern von Forton führten – sechs mutigen Kämpfern, die vom bösen Magier Malvel verflucht worden waren. Er hatte die Ritter aus ihren Gräbern auferstehen lassen und nun machten sie Avantia unsicher. Im Kampf verwandelten sie sich in die Biester, die sie vor langer Zeit selbst besiegt hatten.

Aber warum leuchtete jetzt kein neuer Pfad auf? Tom schüttelte den Kopf und legte die Kugel zu seinen Füßen ab. Er hoffte, dass sich auf der Marmoroberfläche bald etwas zeigen würde.

Elenna saß im Schneidersitz am Feuer und schnitzte. Neben ihr lag ihr zahmer Wolf Silver und döste. Sein graues Fell glänzte im flackernden Schein der zuckenden Flammen. Toms schwarzer Hengst Storm graste. Vor ihnen erstreckte sich die weite Grasebene von Avantia in der Dunkelheit der Nacht.

„Ich mache mir Sorgen wegen der Nachricht, die Freya Aduro geschickt hat“, sagte Tom.

Seine Mutter hatte berichtet, dass Malvels Zorn wuchs und er plante, erneut nach Avantia zu gelangen.

Elenna schüttelte den Kopf. „Daran sollten wir nicht denken“, sagte sie. „Die Ewige Flamme hält Malvel in Gorgonia gefangen. Er kann nicht entkommen.“