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Wie viele Geschichten wurden schon über die romantische Liebe geschrieben? »Beinahe Liebe« widmet sich nicht dem Honeymoon, sondern erzählt von ihrem Holpern und Stolpern. Die einzelnen Erzählungen fügen sich zu einem Mosaik zusammen und spiegeln das Bild einer zersplitternden Zeit, in der die Menschen nur noch zueinanderfinden, wenn sie über ihren eigenen Schatten springen. Liebe? Beinahe.
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Seitenzahl: 124
Veröffentlichungsjahr: 2019
Darius H. Hamudi
Beinahe Liebe
Wie viele Geschichten wurden schon über die romantische Liebe geschrieben?
»Beinahe Liebe« widmet sich nicht dem Honeymoon, sondern erzählt von ihrem Holpern und Stolpern.
Die einzelnen Erzählungen fügen sich zu einem Mosaik zusammen und spiegeln das Bild einer zersplitternden Zeit, in der die Menschen nur noch zueinanderfinden, wenn sie über ihren eigenen Schatten springen.
Liebe? Beinahe.
Darius H. Hamudi
Beinahe Liebe
Erzählungen
Originalausgabe
tredition GmbH, Halenreie 40-44,
22359 Hamburg (Verlag und Druck)
© 2019 Dareusch Hamidzadeh Hamudi, Köln –
Alle Rechte vorbehalten, dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.
Das Foto auf Seite 151 ist gemeinfrei/public domain (Wikimedia Commons).
Umschlagbild und -gestaltung:
Harald Tobies, TOBIES-ART, Brühl im Rheinland
Satz: Uhl + Massopust, Aalen
ISBN: 978-3-7482-8075-0 (Paperback)
ISBN: 978-3-7497-2072-9 (e-Book)
Inhalt
Cowboy 2.0
Willi, einfach unverbesserlich
Sein Brief
Ludwigs letzte Renovierung
Die Elixiere des Notars
Hasenjagd
Backseat Baby
Im kleinen Café
Es sind die Träume
Über den Autor
Vorschau
Cowboy 2.0
Joe war Cowboy, auch wenn er mit seiner Baseballkappe inkognito unterwegs war. Für Cowboys waren die fetten Jahre vorbei. Die Medien hatten die bewaffneten Viehhirten einfach fallengelassen, sodass sie fortan im Geheimen wirkten. Joe deckte amerikanische Fresstempel im Umkreis von 200 Kilometern ab. Doch trotz des geschrumpften Radius war seine Wirkung ungebrochen. Er betrat den Laden wie einen Saloon ohne Schwingtür. Der weibliche Teil der schlecht besoldeten Armee registrierte ihn aus den Augenwinkeln, begann sich hektisch an den Uniformen zu zupfen und stellte feminines Desinteresse zur Schau. Einzig Isabelle begrüßte ihn mit einem scheuen Lächeln. Sobald sie ihn auf dem Parkplatz kommen sah, legte sie verstohlen neuen Lippenstift auf, – zum Glück hatte Sadin es nicht bemerkt. Die Anderen nannten ihren Schichtführer aus Jordanien immer Kameltreiber. Nur Isabelle benutzte seinen richtigen Namen.
Joe hieß eigentlich Joachim. Er hatte einen Ein-Mann-Betrieb gegründet, war Unternehmer und Fensterputzer. Noch nie hatte er ein Foto von sich gepostet, nicht einmal auf seiner Homepage. Echte Cowboys taten so etwas nicht und sahen in Jeans und altem T-Shirt einfach gut aus, auch ohne darüber nachzudenken. Am Western-Gürtel baumelten seine Utensilien: Abzieher und Einwascher, Spritzflasche und Leder. Mehr brauchte er nicht, um Fans und Fenster klarzumachen. Er arbeitete hoch konzentriert und schien dabei alles um sich herum zu vergessen. Das Putzen war ein kleines Schauspiel in drei Akten, denn dreimal ging er vor jeder Scheibe langsam in die Knie. Zunächst spritzte er lässig und mit verschwenderischer Üppigkeit die Lösung auf die Scheibe. In der Schulung hatten sie gepredigt, die Scheibe solle sparsam mit dem Einwascher benetzt werden … Nein, niemals würde er seine Spritzpistole gegen einen Eimer eintauschen. Joe liebte es, wenn es schäumte und triefte und ohne Pistole machte auch die größte Scheibe keinen Spaß! Als sie richtig nass war, richtete er sich auf und das Ballett konnte beginnen.
Leichtfüßig tanzte der Abzieher in seiner Rechten, er setzte in der Mitte an, zart und anscheinend absichtslos, drehte das Handgelenk aus und erreichte mit weichem Schwung die linke obere Ecke. Mit sanftem Druck glitt er flüssig ins rechte obere Eck und drehte dabei unmerklich wieder ein. Dann drehte er wieder aus und zog kraftvoll nach unten, um sofort wieder mit einem Ruck die Richtung zu ändern und im schönen Bogen auf die andere Seite zu gleiten. Synchron folgte etwas unterhalb der Einwascher in der linken Hand den geschmeidigen Bewegungen und fing wie ein Sprungtuch jeden Tropfen auf, der herabfloss. Zuletzt griff er zu seinem weichen Lederlappen, polierte die Scheibe an wenigen Stellen sorgfältig nach und lächelte zufrieden. Jeden einzelnen Quadratmillimeter bearbeitete er so, einen nach dem anderen, glitt in sanften Wellen hin und her, drehte ein und drehte aus, so lange bis es leuchtete und blitzte. Alle Blicke folgten gebannt der verführerischen Eleganz seiner Bewegungen.
Sadin aß gerne Pommes und hatte einen dicken Bauch. Aber er war trotzdem flink, behielt stets den Überblick und war sofort zur Stelle, sobald jemand ihn brauchte. Der Name Sadin bedeutet: Pflanze, die in der Wüste wächst. Wenn Sadin Bestellungen entgegennahm, erschien er dabei so erhaben, souverän und großmütig wie ein Sultan. Trotzdem war er sich für nichts zu schade, auch nicht für den Müllraum. In Wahrheit war er nicht nur Kameltreiber, sondern auch Kamel.
Nachdem Joe die letzte Scheibe gereinigt hatte, legte Sadin ihm den Arm auf die Schulter und geleitete ihn auf eine Zigarette nach draußen. Das war der Moment, auf den die weiblichen Fans die ganze Zeit gelauert hatten.
»Kaffee?« – »Orangensaft?« – »Cola?«
Von allen Seiten kamen die Angebote. Joe hatte die freie Auswahl und jede Woche wählte er einen anderen Drink. »Einen Kaffee.« Isabelle horchte auf. »Kingsize.« Das war ihr Zeichen. Das Schicksal hatte es so gewollt!
Joe hielt die Zigarette zwischen Daumen und Zeigefinger, in der anderen Hand den Pappbecher. Er leckte am Filter, trank einen Schluck und saugte den Rauch tief ein. Sadin hatte die allgemeine Unruhe genutzt, um sich heimlich einen halben Liter kalorienreduzierte Cola zu zapfen. Die beiden Männer tranken und rauchten gemeinsam und waren schweigend miteinander vereint, wie jede Woche für fünf Minuten. Als Joe fast fertig geraucht hatte, kam Isabelle um die Ecke. Sadin bemerkte sofort die vorwitzige Haarsträhne, die träumerisch über ihr Gesicht wehte. Der Schichtführer dachte: Das geht überhaupt nicht, die Haare müssen zu einem Zopf zusammengebunden werden. Doch Sadin schwieg, denn er spürte, wie wichtig es ihr war. Isabelle räusperte sich:
»Möchtest du eine heiße Apfeltasche? Dann ist der große Kaffee nicht so alleine?« Joe blickte auf. Er nahm noch einen letzten tiefen Zug und warf den Zigarettenstummel auf den Boden: »Nein.« Wie immer trat er die Glut sofort aus. »Sonst hab ich bald einen Bauch wie der da.« Er zeigte auf Sadin. Die beiden lachten laut, Sadin gluckste, und Isabelle lachte auch ein bisschen mit.
Joes Stippvisite durfte nicht länger als eine Stunde dauern, dann wirbelte der Sandsturm weiter. Auf einmal war es wieder still in der Wüste des Überflusses. Sadin kippte den Cola-Rest weg, bückte sich und warf Joes Kippe in den Mülleimer.
Willi, einfach unverbesserlich
Seine Gisela hatte ihn nach 35 Jahren verlassen. Einfach so.
Vor drei Jahren begann für Willi ein neues Leben. 65 war er damals gewesen. Seitdem verließ er das Haus nur noch, wenn es gar nicht anders ging, um den Müll wegzubringen zum Beispiel oder um einzukaufen. Die Treppenstufen bis zur dritten Etage fielen ihm immer schwerer, dabei war Willi in seinem anderen Leben sehr aktiv gewesen – bevor seine Gisela ihn verlassen hatte. Erst mit 59 hatte er seine Fußballschuhe an den Nagel gehängt und von da an nur noch in einer Laiengruppe Theater gespielt. In seinem jetzigen Leben sah er anderen nur noch zu. Auch den Fernsehsessel verließ er nur, wenn es unbedingt sein musste, als ob er dort so viel Zeit wie möglich verbringen wollte. Sein Lebensabend mit Gisela hatte gerade erst begonnen, da konnte sie den Anblick des jungen Rentners schon nicht mehr ertragen. Vor drei Jahren zerfiel sein Leben in zwei Teile. Nur der Fernsehsessel war dem Ehemann, Sportler und Schauspieler aus seinem früheren Leben geblieben.
Immerhin machte sich Willi täglich auf den Weg zu seinem Briefkasten und ärgerte sich regelmäßig über die Ansichtskarten seines Vetters Gustav. Dieser hatte nichts Besseres zu tun, als in der Weltgeschichte herumzufahren. Dabei war Gustav seinen Lebtag nur Hilfsarbeiter gewesen. Aber seine neue Frau, die hatte Geld wie Heu. Am Nordkap waren sie also, die Herrschaften. Seit Jahren hatte er Gustav nicht mehr gesehen, noch nicht einmal mit ihm telefoniert. Früher hatte Gisela des Öfteren Karten an Gustav geschickt. Damals war es Gustav gewesen, der alleine zu Hause saß, während Willi noch verheiratet und regelmäßig im Urlaub war. Und jetzt rächte sich Gustav, indem er seine Frau Urlaubsgrüße verschicken ließ.
Zum Glück waren diese handgeschriebenen Postkarten seltener als die an ihn persönlich gerichteten Briefe. Jede Woche erhielt Willi Post vom Buchclub, der ihn mit einfacher Lesekost versorgte. Kürzlich hatte sich der Präsident des Buchclubs sogar höchstpersönlich an ihn gewandt: »Ihre Anschrift ist uns als die Adresse eines unserer besten Kunden, ja sogar, wenn ich das so sagen darf, als die eines Freundes bekannt!« Willi kramte seine alte Schreibmaschine heraus und dankte seinem neuen Freund, dass dieser sich persönlich dafür verwendet hatte, Willi für alle Elite-Gold-Privilegien zu autorisieren. Der Präsident war ein studierter Mann, ein Doktor. Der Präsident hatte die mehrbändige Jubiläumsedition persönlich zusammengestellt, die sich hinter Willis Fernseher allmählich aufgetürmt hatte. Willi erhielt zwar oft Post von seinem klugen Freund, noch mehr hatte er sich aber über ein pergamentfarbenes Dokument gefreut: Fünf Unterschriften und ein Stempel beurkundeten, dass er, Willi, zum Leser des Monats Februar ernannt worden war! Wenn die wüssten, dass er die Jubiläumsausgabe ab dem dritten Band noch nicht einmal ausgepackt hatte! Willi schmunzelte. Er hatte die drei strengen Zulassungskriterien erfüllt und Chancen auf Preise im Gesamtwert von 672 500 Euro! Willi musste sich ein bisschen konzentrieren, aber dann waren alle Kleeblätter, Herzen und Goldbarren akkurat aufgeklebt und er konnte am großen Gewinnspiel teilnehmen. Das Leben war eine Tombola und Willi mit von der Partie!
Nur das Kleingedruckte hatte Willi nicht gelesen, weshalb er die Jubiläumsedition noch ein zweites Mal zugeschickt bekam. Vielleicht konnte er sie noch abbestellen und zurückschicken? Aber wenn er jetzt einen Rückzieher machte … Was würde dann sein neuer Freund von ihm denken? Der Präsident hatte Willi persönlich zum Entschluss gratuliert, Freunde und Verwandte mit der Jubiläumsedition zu beschenken. Der Präsident bewunderte Willis Großzügigkeit. Willi wollte kein Risiko eingehen. Womöglich müsste der Präsident ihm die Elite-Gold-Privilegien wieder entziehen? Dann könnte er die 672 500 Euro abschreiben. Außerdem hatte er als Dankeschön für die erneute Bestellung der Jubiläumsedition den schönen Bildband Bezauberndes Norwegen erhalten, gratis. Die Bilder darin waren viel schöner als Gustavs Postkarte vom Nordkap. Willi hätte mit der Jubiläumsedition gerne jemandem eine Freude gemacht. Aber er wusste nicht, wem. Seit der Trennung schrieb ihm sein Sohn Jürgen zuverlässig zu Weihnachten und zum Geburtstag eine Karte, aber er hatte sich schon lange nicht mehr blicken lassen. Gisela war immer die geselligere von ihnen beiden gewesen. Und den gemeinsamen Freundeskreis hatte sie ebenso in ihre alte Heimat mitgenommen wie die Topfpflanzen auf dem großen Fensterbrett. Dort stapelte sich die zweite Jubiläumsedition.
Täglich wartete Willi auf den großen Gewinn. Bestimmt gab es nicht so viele Kunden, die die drei strengen Kriterien für die Elite-Gold-Privilegien erfüllten. Aber stattdessen erhielt er Bereitstellungserklärungen auf grünem Papier, die sehr amtlich aussahen. Unterschrieben hatte sie sein Freund, der Präsident. Dann konnte eigentlich nichts mehr schief gehen. Den einen Teil seiner Rente hatte Willi seit drei Jahren in die Erlangung seines Status als VIP-Kunde investiert. Was die Abkürzung VIP bedeutete, wusste er zwar nicht so genau, aber ein bisschen stolz war er trotzdem. Für den anderen Teil seiner Rente kaufte er im Teleshop ein. Dort wurden rund um die Uhr tolle Angebote gemacht. Es gab Juwelen, Uhren, Münzen, einfach alles, wonach Willis Herz begehrte. Besonders gut gefiel ihm die brünette Moderatorin, wenn sie den Powerstepper im knappen Gymnastikanzug vorführte. Die konnte sich vielleicht gut ausdrücken. So eine Brünette war seine Gisela früher auch mal gewesen. Trotzdem hätte er sich niemals so einen Powerstepper gekauft. Ihm genügten die Stufen bis zu seiner Wohnung. Die Leute hatten vielleicht Probleme, als ob es nicht schon genug Stufen gab, die man im Leben zu erklimmen hatte.
Willi wusste immer noch nicht, warum seine Gisela ihn verlassen hatte. Vielleicht, weil er ein bisschen zugelegt hatte, seitdem er nicht mehr Fußball spielte. Beim Essen hatte sie immer an ihm rumgenörgelt, sodass ihm zum Schluss gar nichts mehr geschmeckt hatte. Als im Teleshop der NASA-Massagegürtel mit Fett-Abschmelz-Garantie in streng limitierter Stückzahl angeboten wurde, war Willi nicht mehr zu halten. Die fünfzig eingenähten Motoren, die eigentlich für die Weltraumforschung entwickelt worden waren, stimulierten sämtliche Muskelpartien im Hüftbereich! Der Kalorienverbrauch in den betroffenen Körperregionen stieg sprunghaft an! Fett wurde in Muskelmasse umgepolt, das war wissenschaftlich bewiesen! Zwei Stunden mit dem NASA-Massagegürtel entsprachen einer Viertelstunde Gymnastik. Willi war ein kühler Rechner: Wenn er sich den elektrischen Massagegürtel zwölf Stunden pro Tag umschnallen würde, hatte er eineinhalb Stunden Gymnastik gemacht. Doch der NASA-Massagegürtel ließ auf sich warten.
Bis er endlich geliefert wurde, landeten noch vier Bände der Jubiläumsedition auf Willis Fensterbank. Offenbar gab es einen Engpass, was Willi keineswegs wunderte. Die NASA war einfach nicht auf so einen Kundenansturm eingestellt. Der NASA-Massagegürtel war ein Geheimtipp. Und Willi hatte nur deshalb Wind von dieser einmaligen Weltneuheit bekommen, weil der Teleshop-Kanal sorgfältig recherchiert hatte. Als Willi das gute Stück endlich in den Händen hielt, war er ein bisschen enttäuscht. Die Vorfreude war die schönste Freude gewesen. Der NASA-Massagegürtel fühlte sich wie ein Autoreifen an und war so laut wie ein Flugzeug. Man verstand sein eigenes Wort nicht mehr. Und die versprochene Stimulation der betroffenen Körperpartien war alles andere als sanft. Auf Knopfdruck zitterte Willis Speck wie Götterspeise. Das hielt kein Mensch länger als zehn Minuten aus. Die Vibrationen gingen ihm durch Mark und Bein, ganz abgesehen vom Lärm. Aber schon als Fußballer hatte Willi nie die Flinte ins Korn geworfen. Er war ein Kämpfer. Darum verstöpselte er sich die Ohren. Der NASA-Massagegürtel hatte immerhin knapp fünfhundert Euro gekostet! Die hübsche Brünette hatte immer verzückt gelächelt, als die fünfzig NASA-Motoren in Betrieb gingen, Willi hingegen biss die Zähne zusammen. Versuchte sich abzulenken. Packte die einzelnen Bände der Jubiläumsedition aus. Versuchte zu lesen. Konnte sich nicht konzentrieren und blätterte hektisch irgendeinen Bildband durch. Er zählte bis hundert. Kaute auf der Lippe. Lief wie ein angepflocktes Tier um die Steckdose. Das Stromkabel des Massagegürtels war knapp drei Meter lang.
Willi hielt seine Massagekur tapfer durch. In der ersten Woche brachte er es täglich im Schnitt auf sechs Stunden, das war immerhin eine dreiviertel Stunde Gymnastik. Willi hatte Flugzeuge am Bauch. Die Nachbarn klingelten Sturm. Nein, er habe keine Landebahn in seiner Wohnung. Ob die Nachbarn denn noch nie vom NASA-Massagegürtel gehört hätten, den mit der Fett-Abschmelz-Garantie? Das sei so ähnlich wie Sport, nur anders. Wenn er die vitalisierende Stimulation des Gürtels nicht mehr ertrug und die Brünette nicht gerade moderierte, blätterte Willi die wöchentliche Büchersendung durch. Da gab es zum Beispiel das spannende Buch Rätsel, Fakten, Phänomene. Ein gewisser Uri Geller konnte Kaffeelöffel verbiegen, indem er sich konzentrierte und sanft darüber strich. Ist das denn die Möglichkeit, fragte sich Willi und schlurfte in die Küche, um es auch einmal auszuprobieren. Es klappte nicht auf Anhieb, aber so schnell gab er nicht auf. Wenn es mit dem Löffel-Verbiegen klappte, konnte er auch
