Blau ist grüner als Gelb - Anna Licht - E-Book
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Anna Licht

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Beschreibung

Liebe braucht Ferien!

Dass sie in ihrem Leben etwas ändern muss, merkt die junge Ärztin Lena erst, als sie bei einer Transsexuellen vergeblich die Gebärmutter sucht. Und auch Mia, ihre beste Freundin, zieht es hinaus aus ihrer kleinen Welt mit Mann und Kindern. Mit dem Plan, die Liebe neu zu entdecken, nehmen sie sich eine gemeinsame Auszeit. Wenn die Männer nerven, müssen sie eben selbst für ihr Wohlergehen sorgen ...

Das Einmaleins der emanzipierten Frau von heute - herrlich offen, ironisch und selbstkritisch.

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EPUB
MOBI

Seitenzahl: 312

Veröffentlichungsjahr: 2011

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Anna Licht

Blau ist grüner als Gelb

Roman

Aufbau-Verlag

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Impressum

ISBN E-Pub 978-3-8412-0242-0

ISBN PDF 978-3-8412-2242-8

ISBN Printausgabe 978-3-7466-2621-5

Aufbau Digital,

veröffentlicht im Aufbau Verlag, Berlin, 2010

© Aufbau Verlag GmbH & Co. KG, Berlin

Die Erstausgabe erschien 2010 bei Aufbau Taschenbuch, einer Marke der Aufbau Verlag GmbH & Co. KG

Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt. Jegliche Vervielfältigung und Verwertung ist nur mit Zustimmung des Verlages zulässig. Das gilt insbesondere für Übersetzungen, die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen sowie für das öffentliche Zugänglichmachen z.B. über das Internet.

Umschlaggestaltung Mediabureau Di Stefano, Berlin

unter Verwendung mehrerer Motive von iStockphoto:

© Matthew Britton, © sx und Joey Nelson

Konvertierung Koch, Neff & Volckmar GmbH, KN digital – die digitale Verlagsauslieferung, Stuttgart

www.aufbau-verlag.de

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Mia

Lena

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Mia

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Lena

Mia

Lena

Mia

Lena

Mia

Lena

Mia

Lena

Mia

Lena

Mia

Lena

Mia

Lena

Mia

Lena

Mia

Lena

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|5|Für Claudia, Nina und Diemut

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|7|Leben ist das, was passiert,

während du damit beschäftigt bist,

andere Pläne zu machen.

John Lennon

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|9|Mia

Poch, poch.

Ich lag auf der Seite und gab vor, zu schlafen.

Poch, poch.

Ich rührte mich nicht. Ich versuchte, tief und gleichmäßig zu atmen. Jetzt nur nicht bewegen. Wenn ich es lange genug ignorierte, hörte es vielleicht von selbst auf.

Poch, poch.

Oles Penis klopfte an meinen Po. Jetzt fing er auch noch an, meinen Rücken zu streicheln. Der Typ hatte vielleicht Nerven. Ich versuchte, innerlich Ordnung in das Chaos der nächsten Tage zu bringen, und Ole dachte an Sex.

Die Steuererklärung mussten wir einreichen, die letzte Fristverlängerung lief am Freitag ab. Klara brauchte dringend einen neuen Badeanzug, sie hatte ihren beim Schwimmkurs liegenlassen. Mit Max mussten wir zum Kinderarzt, die Regelimpfung war überfällig, und den Antrag auf Ferienbetreuung im Kindergarten hätte ich längst abgeben sollen …

Poch, poch.

… und bis Montag musste ich mindestens zwanzig Seiten redigiert haben. Die Übersetzung war eine Katastrophe, und der Programmleiter saß mir im Nacken. Um das Projekt zu retten, musste ich das Manuskript praktisch komplett umschreiben. Nächstes Mal würde ich die Übersetzung gleich selbst machen und dafür wenigstens das Honorar einstreichen.

Wie sollte ich das alles schaffen?

Ole focht das nicht an. Sanft streichelte er meinen Nacken. |10|Ich öffnete die Augen und schielte auf den Wecker. Schon fast Mitternacht. Verdammt. In sechs Stunden musste ich aufstehen. Ich fühlte mich schon jetzt wie gerädert. Wann hatte ich das letzte Mal ausgeschlafen? Weihnachten? An meinem Geburtstag? Es war so lange her, dass ich mich nicht daran erinnern konnte. Ole war das egal. Er hatte andere körperliche Bedürfnisse, die befriedigt werden wollten. Ich überlegte: Wann hatten wir das letzte Mal miteinander geschlafen? Es musste schon lange her sein. Mein Atem ging flacher. Mist. Jetzt hatte Ole gemerkt, dass ich wach war. Ich war aber müde. Todmüde! Ich wollte einfach nur schlafen, ein paar Stunden am Stück, bevor Max das nächste Mal aufwachte. Am nächsten Morgen hatte ich Frühdienst, wir hatten da klare Absprachen. Eine Woche Ole, eine Woche ich. Das bedeutete, um sechs Uhr aufstehen, Frühstück machen, die Kinder wecken, Max wickeln und anziehen, Klara antreiben, Zöpfe flechten, Brotdosen bestücken, Kindergartenrucksäcke packen. Außerdem musste ich mir die Haare waschen und fönen, ich hatte um neun eine Verabredung mit unserem französischen Bestsellerautor, da musste ich einigermaßen präsentabel aussehen. Für das Haarefönen würde ich mindestens zwanzig Minuten brauchen, und dabei fiel mir ein, dass meine Bluse nicht gebügelt war, das schaffte ich auf keinen Fall mehr, dann musste ich halt den dunklen Rolli anziehen, obwohl der nicht gewaschen war …

Ole ließ nicht locker. Ich versteifte mich, hielt seine Hand fest und verdrehte innerlich die Augen. Ich wollte schlafen! Ich brauchte keinen Sex! Warum waren unsere Bedürfnisse nur so unterschiedlich? Mir reichte einmal im Quartal. Ehrlich!

»Ich steh auch morgen früh auf«, murmelte Ole in mein Ohr.

Hatte ich richtig gehört? Er bot mir einen Tausch an? Sex gegen Frühdienst? Das konnte ich nicht machen. Es war völlig unromantisch. Und nicht nur das: Es war unmoralisch. Es roch nach Prostitution. Prostitution in der Ehe! Nein, auf keinen Fall.

Ich seufzte.

|11|Andererseits.

Jeder von uns konnte etwas geben, das der andere wollte. Uns würde es beiden besser gehen – ihm mit Sex, mir mit Schlaf. Bestand eine Ehe nicht aus einem uneigennützigen Geben und Nehmen? Aber würde Ole freiwillig aufstehen, wenn wir keinen Sex hätten? Niemals. Hätte ich Sex mit ihm, wenn ich morgen früh raus müsste? Auf keinen Fall! Konnte es verwerflich sein, für sein eigenes Wohlergehen und das seines Mannes zu sorgen? Ich glaubte nicht. Eine halbe Stunde länger schlafen. Ausgiebig duschen. In Ruhe Haare fönen. Vielleicht wäre sogar noch ein zweiter Kaffee drin. Ich konnte nicht widerstehen. Es war desillusionierend, es war unromantisch, es war Alltag mit zwei Kindern.

»Deal«, sagte ich und drehte mich zu ihm um.

Am Morgen klappte nichts, wie es sollte. Max’ Stirn fühlte sich ungesund warm an, wahrscheinlich kriegte er Zähne, und in der Nacht war er drei Mal wach gewesen. Obwohl Ole zwei Mal aufgestanden war und Max beruhigt hatte, fühlte ich mich ausgelaugt und hatte schlechte Laune. Auch Klara war nölig, sie hatte meinen leichten Schlaf geerbt und war nachts durch Max’ Geschrei geweckt worden.

Ich saß im Schlafanzug am Frühstückstisch und schlürfte meinen Kaffee. Max patschte mit dem Löffel in seinem Joghurt herum. Ich unterdrückte meinen Impuls, ihn zu füttern. Das ging mich nichts an, Oles Frühdienst war mein nächtlicher Lohn. Klara kam in die Küche, sie trug nur ein dünnes T-Shirt.

»Klara, zieh dir einen Pulli an, es ist kalt draußen.«

»Aber ich finde keinen!«

Ich warf ihr einen braunen Kapuzenpulli zu, der neben mir auf dem Boden lag.

»Den will ich nicht, das ist ein Jungspulli!«

»Das ist ein ganz normaler Pulli, Klara, den hast du doch sonst auch immer angezogen.«

|12|»Ich will aber nicht!«, entgegnete sie störrisch.

Gerade wollte ich ihr sagen, dass mir das egal war, da mischte Ole sich ein, der am Küchentresen stand und den Kindern Brote schmierte.

»Dann zieh halt einen anderen an.«

Na, super.

»Wo ist mein dicker rosa Pulli?«, fragte Klara Ole.

»Weiß ich nicht. Frag mal Mia.«

»Mama, wo ist mein dicker rosa Pulli?«

Ich wusste genau, wo er war. Ich hatte ihn schließlich gestern gewaschen, in den Trockner geworfen und anschließend zusammengelegt. War ich hier eigentlich die Waschfrau? Sollte Ole ihn doch suchen.

Ich: »Keine Ahnung.«

Dabei schämte ich mich ein bisschen, aber mein Ärger auf Ole überwog. Ole und Klara liefen durchs Haus und suchten den Pulli erst im Bad, dann im Kinderzimmer. Da würden sie ihn nicht finden.

Ich hörte Ole und Klara im Flur diskutieren.

»Ach, Klara, kannst du nicht einfach einen anderen anziehen? Was ist denn so schlimm an dem braunen?«

»Ich WILL aber keinen BRAUNEN Pulli anziehen, ich will meinen ROSANEN …«

Ole gab sich geschlagen und steckte den Kopf durch die Tür.

»Hast du keine Idee?«, fragte er mit flehendem Unterton.

»Hm«, brummte ich. »Guck mal im Waschkeller auf dem Tisch.« Ole nickte und verschwand.

»BITTE!«, brüllte ich ihm hinterher.

Klara kam glücklich mit ihrem rosa Pulli ins Zimmer.

»Papa hat ihn gefunden!«

»Und ich hab ihn gewaschen, getrocknet und zusammengelegt, Klara«, platzte es aus mir heraus. Sie schaute mich verwundert an.

In diesem Moment sah ich, wie sich draußen vor unserem Gartenzaun eine riesige Bulldogge anschickte, ihr Geschäft |13|auf dem schmalen Rasenstreifen zu erledigen, der den Bürgersteig von der Straße trennte. Wie von der Tarantel gestochen sprang ich auf. Den wollte ich mir nicht entgehen lassen. Dauernd traten Ole, ich und die Kinder in Hundescheiße.

Im Bademantel und mit wirrem Haar riss ich die Tür auf, rannte zum Gartentor und brüllte den Besitzer an: »Wenn ich Ihren verdammten Hund noch einmal erwische, wie er vor unsere Haustür scheißt, dann …« Ich zögerte einen Augenblick, womit konnte ich schon drohen? Es musste etwas Drastisches sein, sonst lachte dieser Trainingshosenprolet mit seinem Köter doch nur über mich, also schrie ich: »… dann knalle ich ihn ab, und glauben Sie nicht, dass ich das nicht kann, ich habe einen Jagdschein!« Das war zwar glatt gelogen, aber etwas Besseres fiel mir auf die Schnelle nicht ein.

Der Typ starrte mich entgeistert an.

»Reg dich ab, Lady.«

Inzwischen hatte der Hund sich erleichtert.

»Mitnehmen!«, forderte ich den Hundebesitzer aggressiv auf, die Hände in die Hüften gestemmt. »Und zwar auf der Stelle!«

Der Typ murmelte etwas Unverständliches, holte aber tatsächlich eine Tüte aus seiner Jackentasche, stülpte sie sich über die Hand und griff sich den Haufen. Befriedigt drehte ich mich auf dem Absatz um. Beim Reingehen sah ich die alte Frau Erler aus dem Nachbarhaus, sie winkte mir zu und hielt den Daumen nach oben. Drinnen am Küchenfenster standen Ole und Klara, sie hatten das Spektakel verfolgt.

»Warum hast du den Mann so angeschrien, Mama? Was hat der gemacht?«

»War das nicht ein bisschen übertrieben?«, fragte mich Ole kritisch.

»Das war überhaupt nicht übertrieben, das war höchste Zeit! Frau Erler hat mir auch gratuliert.«

»Na, dann«, sagte Ole und drehte sich um.

Mein Triumphgefühl verpuffte im Nu.

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|14|Lena

»… ja, und mein Mann hat ganz schrecklichen Ausschlag im Genitalbereich, und ich war doch neulich bei Ihnen, und Sie haben mir diese Creme verschrieben, und bei mir ist auch alles weg, aber bei meinem Mann, also das sieht ganz komisch aus, richtig fleckig …«

»Hm«, machte ich in den Telefonhörer und warf einen Blick auf die Uhr. Ich war gnadenlos hinterher. Eigentlich hätte ich jetzt eine halbe Stunde Mittagspause gehabt, wenigstens auf die Toilette müsste ich mal gehen, das hatte ich den ganzen Vormittag nicht geschafft. Aber im Wartezimmer saßen noch zwei Patientinnen, und zwar seit über einer Stunde. Ich konnte sie unmöglich länger warten lassen.

Die Frau am anderen Ende der Leitung war nicht zu bremsen.

»… und ich hab zu ihm gesagt, Werner, sag ich, du musst zu der Frau Doktor Leopold in die Praxis, die kann dir dann etwas verschreiben, und …«

Ich unterbrach sie. »Frau Melcher, ich bin Frauenärztin, ich kann Ihren Mann nicht untersuchen. Schicken Sie ihn bitte in eine urologische Praxis.«

»Aber er hat doch diesen komischen Ausschlag, den ich auch hatte, und …«

Jetzt konnte ich nicht mehr.

»Frau Melcher, der Ausschlag, den Sie hatten, ist nicht ansteckend, und was immer Ihr Mann sich da eingefangen hat, er hat es nicht von Ihnen.«

|15|Endlich war sie ruhig. Ich verabschiedete mich von ihr und rief die nächste Patientin herein.

Frau Bruce war klein, drahtig, unglaublich aufgebrezelt und marschierte strammen Schritts auf mörderisch hohen Stilettos in mein Behandlungszimmer. Irgendetwas an ihr ließ mich stutzen, aber ich wusste nicht, was.

»Entschuldigen Sie, dass Sie so lange warten mussten.« Ich streckte ihr meine Hand entgegen und bemühte mich um ein herzliches Lächeln.

Sie winkte ab und schleuderte ihre riesige Handtasche auf meinen vormals sterilen Besteckkasten. »Ach, das ist doch no problem! Ich bin ja so happy, dass Sie die Praxis gekauft haben, ich gehe viel lieber zu einer jungen Ärztin als zu dem vertrockneten alten Knacker!«

Sie sprach mit einem starken amerikanischen Akzent, aber ich konnte nicht entscheiden, ob er echt oder gespielt war. Unaufgefordert nahm sie auf dem Behandlungsstuhl Platz und spreizte die Beine. Zerstreut begann ich mit der Untersuchung. Warum war ich so grob zu Frau Melcher gewesen? Die arme Frau hatte sich doch bloß Sorgen gemacht. Ich hatte ein schlechtes Gewissen.

Und jetzt diese Patientin. Ich konnte ihre Gebärmutter nicht finden. War ich eine so jämmerliche Ärztin? Vielleicht hätte ich doch noch ein paar Jahre in der Klinik weiterarbeiten sollen, aber die Schufterei mit den ganzen Diensten war mir einfach zu viel gewesen.

»Sweetie«, riss Frau Bruce mich aus meinen Gedanken, »was machen Sie da eigentlich?«

»Einen Abstrich, zur Krebsvorsorge. Keine Angst, das ist reine Routine.«

»Oh, nein, nein … das ist great«, kicherte sie, »einfach great!«

Irritiert starrte ich meine Patientin an. Noch nie hatte ich erlebt, dass eine Frau derartig euphorisch auf einen Krebs-Abstrich reagierte.

»Hat Sie die Helferin denn nicht informiert?«

|16|Ich schüttelte den Kopf. Nein, Frau Mauer hatte mir nichts gesagt. Worauf wollte sie hinaus?

»Ich bin transsexual«, klärte Frau Bruce mich auf und lachte weiter.

Ich wurde knallrot. Da konnte ich ihre Gebärmutter ja noch lange suchen.

»Don’t worry, Sweetie, alles ist wunderbar. Wirklich wunderbar, wie Sie das machen …«

Ich rang um meine Fassung und verfluchte innerlich Frau

Mauer. Warum hatte sie mich nicht informiert? Wie blöd stand ich denn jetzt bitte da! Ich bemühte mich, mir meinen Ärger nicht anmerken zu lassen. Was sie denn dann zu mir führe, fragte ich, betont professionell.

Sie erklärte, dass sie in die Wechseljahre käme und gerne Hormone von mir hätte.

Transsexuell und Wechseljahre?

Ich tat so, als müsse ich kurz etwas mit meiner Helferin besprechen, und stürzte ins Nebenzimmer. Dort riss ich meinen Ratgeber Gynäkologie aus dem Regal, der mir in Studienzeiten gute Dienste geleistet hatte. Ich blätterte ihn durch – kein Eintrag zu »transsexuell«. Verdammt. Dann musste ich wohl in den sauren Apfel beißen. Ich griff nach dem Telefonhörer und rief in der Klinik an. Zwei Klingelzeichen später hatte ich die Oberschwester an der Strippe.

»Ach, Frau Doktor Leopold, vermissen Sie uns schon?«

»Nein, nein«, sagte ich, »könnten Sie mich bitte mit Doktor Jobst verbinden? Es eilt ein wenig …«

»Sie haben Glück, er ist gerade im Arztzimmer.« Sie stellte mich durch.

»Markus, du musst mir unbedingt helfen.« Ich ließ meinen ehemaligen Kollegen gar nicht erst zu Wort kommen. »Ich habe hier eine Transsexuelle im Behandlungszimmer sitzen. Sie behauptet, sie käme in die Wechseljahre, und will Hormone von mir gespritzt bekommen. Sag mir bitte schnell, kann ich ihr welche geben? Und wenn ja, welche?«

|17|»Cool«, sagte Markus.

»Ja, ja. Was soll ich denn jetzt machen?«

Markus erwiderte, ich solle ihr ruhig Hormone geben, da könnte nichts schiefgehen, und nannte mir ein Präparat.

»Danke!«, rief ich in den Hörer, atmete einmal tief durch und ging wieder zurück ins Behandlungszimmer.

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|18|Mia

Den französischen Bestsellerautor hatte ich in einen Stadtrundfahrten-Bus verfrachtet und mich mit ihm für den späten Nachmittag verabredet. Ich musste unbedingt an dem Erotik-Krimi weiterarbeiten.

Verzweifelt starrte ich auf die Manuskriptseiten vor mir. Ich brauchte dringend ein paar Eingebungen, um die deutsche Fassung des Textes zu retten. Leider gab das Deutsche, wie ich auf der Suche nach literarischen Synonymen feststellen musste, im Vergleich zum Französischen ziemlich wenig Phantasievolles her, was Sinnenfreuden und Fleischeslust betraf. Nachdem meine Phantasie ausgeschöpft war, hatte ich das Internet befragt. Aber die Recherche hatte nichts Brauchbares zutage gefördert, und auch mein Spam-Verteiler erwies sich als wenig inspirierend. Die Wendung, »und er spaltete sie wie einen Apfel«, auf deren Entdeckung ich sehr stolz war, hatte ich in verschiedenen Variationen bereits untergebracht. Ich brauchte Inspiration!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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