Blick zurück... 2018 -  - E-Book

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Beschreibung

Jeden Monat des Jahres konnten die Mitglieder des intern. Literatur und Künstlerforums Garten der Poesie, die eingereichten Werke öffentlich bewerten. Die höchst bewerteten Beiträge wurden in diesem Jahrbuch zusammengefasst. Ich danke allen Beteiligten für ihren Einsatz im Interesse einer stetig wachsenden Forum Gemeinschaft. Januar 2019 Bernd Rosarius (Administrator)

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Seitenzahl: 47

Veröffentlichungsjahr: 2019

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Jeden Monat des Jahres konnten die Mitglieder des intern. Literatur und Künstlerforums Garten der Poesie, die eingereichten Werke öffentlich bewerten. Die höchst bewerteten Beiträge wurden in diesem Jahrbuch zusammengefasst.

Ich danke allen Beteiligten für ihren Einsatz im Interesse einer stetig wachsenden Forum Gemeinschaft.

Januar 2019

Bernd Rosarius

(Administrator)

Inhalt:

Januar: Hoffnungsvoll ins neue Jahr

Eine Chance für Lars Marga Koch

Worte zum Jahresanfang Petra-Josephine

Hallo 2018 Bernd Rosarius

Februar: Sehnsucht nach Frühling

Warten auf den Frühling Greta Hennen

Frühlingsband Günter Weschke

Warten auf dem Frühling (Ein Traum)

Bernd Rosarius

Frühlingssehnsucht Marga Koch

März: Wenn die Natur erwacht

Sehnsucht nach Frühling Greta Hennen

Früh links erwachen und

Spät rechts einschlafen Greta Hennen

Der Lenz ist da Viko Getzschmann

Frühlingsmorgen Günter Werschke

Henry kommt Sabine Brauer

Wind und Sturm Bernd Rosarius

April: Was es zu erzählen gibt

Ostern… bei meinem Vater Viko Getzschmann

Ein Aprilscherz? Marga Koch

Im April Barbara Kopf

Mai: Maienluft – Lebensduft

Morgensegen Sabine Müller

Großmama Roland Rothfuß

Mai Barbara Kopf

Juni: Die Wanderung

Unser Weg Greta Hennen

Schafskälte im Juni Barbara Kopf

Der Karnische Höhenweg Marga Koch

Juli: Du schöne Sommerzeit

Sommerfeeling Gabriella Dietrich

Sonnenkinder Greta Hennen

Katerleben

Foto: Sabine Müller- Text: Charlie Müller

Ein kleines Samenkorn

Foto: Beate Daneyko-Mayer/Text: Marlis Daneyko

August: Sommerfreuden

Sommerwind Viko Getzschmann

Inselträume Marlis Daneyko

Heute ist ein schöner Tag Bernd Rosarius

September: Bunter Herbst

Drachenzeit Barbara Kopf

Abschied vom Sommer Marlis Daneyko

Der letzte Tanz Viko Getzschmann

Mein Apfelbäumchen Marlis Daneyko

Oktober: Herbstsymphonie

Herbstsymphonie Petra-Josephine

Liebesgruß Sabine Müller

Abendstille Marlis Daneyko

November: Im Nebelgrau

November Barbara Kopf

Melancholie Sabine Brauer

Novembergrau Marlis Daneyko

Dezember: Kerzenzeit/Geschichten zum Advent

Ein Weihnachtstraum Roland Rothfuß

Weihnachtsamaryllis Sabine Brauer

Einsamkeit Marlis Daneyko

Damals Marlis Daneyko

Das Bild des Jahres

Nachmittag am See Horst Rehmann

Aufgaben und Ziele des Forums:

Januar:

Hoffnungsvoll ins neue Jahr

Eine Chance für Lars

Endlich sind die Feiertage überstanden. Der 50-jährige Lars steht im Bad vor dem Spiegel und rasiert sich. Ein müdes, vom Alkohol gezeichnetes Gesicht schaut ihn an. Gestern am Stammtisch sagte einer seiner Kumpel: „Die ersten fünfzig Jahre sind die Besten.“ Ein dummes Sprichwort, welches der Reinhold stets hervor kramt, wenn er gefragt wird, wie es ihm geht. Nun ja, der Reinhard lag vier Wochen im Krankenhaus. Für ihn mag der Spruch zutreffen. Aber für mich? Seit zehn Jahren bin ich arbeitslos und zähle zu den Langzeit-Arbeitslosen. Es gibt schon lange keine feste Struktur mehr in meinem Tagesablauf. Im August zog Milli aus und nahm die beiden Kleinen mit. Ich höre noch ihre Abschiedsworte: „Du bist faul und dumm. Ohne dich geht es uns besser. Meinetwegen sauf den ganzen Tag. Irgendwann landest du auf der Straße.“ Am nächsten Morgen, als ich aus dem Koma erwachte, war das Haus leer. Bisher wussten die Nachbar schon, dass wir von Hartz 4 lebten, aber Milli erzählte ihnen immer von Bewerbungsgesprächen, die es schon lange nicht mehr gab. Das Jahr 2017 besiegelte meinen Absturz. Der Höhepunkt, Weihnachten und Silvester ohne Familie, machten mir klar, dass ich ein Verlierer bin. Noch nie war Lars Winter derart schonungslos und ehrlich zu sich selbst gewesen.

Anlass dazu ist ein Brief, der am Vortag, den 6.1.2018 vom Postboten gebracht wurde und der jetzt auf dem Küchentisch liegt. Das Rechtsanwaltsbüro Dr. Lehmann und Partner bittet Herrn Lars Winter zu einem Gespräch; Termin 11.00 am 7.1. in unseren Geschäftsräumen, Lange Str. 3. Lars erster Gedanke ist: Milli hat die Scheidung eingereicht, dann – Hartz 4 wird gekürzt, weil sie gemerkt haben, dass ich ab und zu schwarz dazu verdiene. Ach da steht – in einer Erbschaftsangelegenheit. Tief in Lars Seele flammt ein kleiner Funke, Hoffnung genannt, auf.

Um 11 Uhr steht er in seinem besten Outfit und nüchtern im Vorzimmer der Kanzlei Feldmann. Bemüht, cool und lässig zu erscheinen, versteckt er die zitternden Hände in den Jackentaschen. Dr. Feldmann begrüßt Lars freundlich und bietet ihm einen Stuhl an. „Herr Winter, sie wundern sich wahrscheinlich, weil sie nichts vom Tod ihrer Tante Gertrud Moll gehört haben. Sie lebt und erfreut sich im hohen Alter von 90 Jahren noch ihres Lebens. Wie sie wissen besitzt sie ein kleines Vermögen. Nun will sie zu Lebzeiten einen Teil davon verschenken. Sie erhalten heute von mir einen Brief ihrer lebenserfahrenen, klugen Tante, den ich nach ihren Anweisungen geschrieben habe.“ Er überreicht Lars einen großen Umschlag, auf dem sein Name steht. „Lesen sie ihn zu Hause durch und teilen sie mir mit, wie sie sich entscheiden. Ich rate ihnen dringend dazu, das Angebot ihrer Tante anzunehmen.“ Vollkommen verwirrt steht Lars fünf Minuten später wieder auf der Straße. Das Fahrrad steuert, wie ferngelenkt den „Grünen Bock“ an, wo bestimmt schon einige sogenannte „Freunde“ auf Lars warten. Unschlüssig schaut er auf die Eingangstür. Nein – zuerst nach Hause. Lars steigt wieder auf und tritt in die Pedalen. Zu Hause angekommen, öffnet er mit einem Messer vorsichtig den Umschlag. Vielleicht braucht er den noch. Neugierig beginnt er zu lesen.

Lieber Lars,

wir haben lange nichts mehr voneinander gehört. Seitdem du kein Weihnachts- und Geburtstagsgeld mehr von mir bekommst, besuchst du mich nicht mehr. Obwohl du weisst, dass ich deine Kinder regelmäßig bedenke. Nun schrieb Milli mir von eurer Trennung. Ich denke, jetzt ist der richtige Zeitpunkt um dich zur Vernunft zu bringen. Ich mache dir heute folgendes einmaliges Angebot: