Blutiges Finale - Viktor Fermi - E-Book

Blutiges Finale E-Book

Viktor Fermi

0,0

Beschreibung

Islamischer Terroranschlag in Paris bei der EM 2016. Die westliche Welt ist erschüttert. Rechte Parteien erlangen die Macht und führen die Welt in den Untergang. Eine wahnsinnige deutsche Industrielle ist der Kopf hinter den Vorgängen. Sie wird Kanzlerin und verschwört sich mit dem russischen Präsidenten. Dessen Expansionsgelüste bedrohen den Weltfrieden.

Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:

Android
iOS
von Legimi
zertifizierten E-Readern
Kindle™-E-Readern
(für ausgewählte Pakete)

Seitenzahl: 40

Veröffentlichungsjahr: 2016

Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:

Android
iOS
Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Viktor Fermi

Blutiges Finale

Anschlag in Paris

 

 

 

Dieses ebook wurde erstellt bei

Inhaltsverzeichnis

Titel

Marseille, 13.11.2015, irgendwann nach Mitternacht

Impressum neobooks

Marseille, 13.11.2015, irgendwann nach Mitternacht

Jule französische Polizeioffizier umklammerte wütend sein Glas. Es hätte ein angenehmer Abend mit Freunden sein sollen. Ein Fußballspiel gegen die verhassten Deutschen, gutes Essen, dazu edler Rotwein.

Sie waren ausgelassen gewesen, er und seine vier Freunde. Das Freundschaftsspiel bannte nicht ihre volle Aufmerksamkeit, man lachte und redete über allerlei. Für alle war die frustrierende Menge asylsuchender Menschen ein Thema.

„Endlich mal wieder ein dienstfreier Abend. Dieses moslemische Pack hält uns ganz schön auf Trab. Eine Schande, was unser Nation sich da zumutet. Und dann diese deutsche Kanzlerin, völlig verrückt diese Frau. Die spinnen diese Deutschen. Man kann dieses Pack doch nicht einfach hier hereinlassen“, sagte einer der Gäste, auch Offizier in der Polizei seine Landes.

„In Deutschland gibt es auch klar denkende Kollegen, aber die Regierung besteht nur aus Waschlappen“, sagte ein anderer, „Viele Deutsche haben da ganz gesunde Ansichten. Sie sind nicht alle solche naiven Gutmenschen, wie ihre Kanzlerin. Waren sie ja eigentlich auch nie, diese Deutschen“, er lachte gehässig.

„Einige von diesen Boche hätten bestimmt auch eine Endlösung für dieses Gesindel“, sagte einer und lachte über seinen eigenen miesen Witz.

„Das Pack ist eine Gefahr für alle arischen Menschen. Die ganze westliche Kultur wird unterwandert und zerstört. Wenn ich diese Kanaken schon sehe…das muss aufhören…“, ihr Kollege war schon leicht angesäuselt, wusste aber, dass er hier unter seinesgleichen war.

Man kannte sich seit Jahren, aus dem Dienst aber auch aus der Partei. Wie sie, waren viele Kollegen in der Partei. Alle machten sich wie er große Sorgen um ihr Land und sahen in den vielen Fremden das Hauptproblem für ihre große Nation.

„Kommt schon, singen wir…“, lallte der Betrunkene und legte los.

„Allons enfants de la Patrie…“, schmetterte er und sie ließen sich mitreißen. Sie grölten und lachten und tranken. Kameraden unter sich, selig vom Gefühl der Gemeinschaft und dem Alkohol.

Dann kamen die Bilder. Schüsse, Explosionen, Tote. Die Hauptstadt wurde angegriffen von diesem Abschaum. Der Terror war gekommen.

Natürlich wollten alle schnell nach Hause. Paris war zwar weit, aber allen war der Schreck in die Glieder gefahren.

Schließlich war er allein und schaute die Berichte. Etwas in ihm veränderte sich. Die Wut klärte seine Gedanken, er verlor seine Zweifel. Seine Entscheidung fiel in dieser Nacht endgültig. Man hatte ihn vor einige Zeit bereits kontaktiert. Eine Gruppe von Männern in der Polizei, die entschlossen war, zu handeln. Scheinbar mit erstklassigen Kontakten und auch Verbindungen ins Ausland. Man hatte eine tolle Schulungsreise für ihn organisiert. Eine Woche auf einer alten Burg in der Schweiz. Offiziell ein internationaler Workshop von Antiterrorspezialisten, aber hier waren Gleichgesinnte aus sieben Nationen zusammengekommen. Die Partei hatte die Veranstaltung komplett infiltriert und er hatte einige Kollegen aus dem europäischen Ausland kennengelernt, die genauso dachten wie er. Besonders diese Deutschen waren extrem konsequent in ihrem Denken. Er mochte die Boche nicht, aber sie waren sehr konsequent in ihren Positionen und scheinbar auch gut organisiert. In Deutschland hatte diese neue rechte Partei ja großen Zulauf. Dort hatten ihn Freunde aus der Partei direkt angesprochen und nun würde er antworten, er war dabei.

Es musste getan werden und er würde dabei sein.

Das Warten war vorbei.

Seit seine Frau und sein Sohn vor einigen Monaten gestorben waren, hatte er sich nicht mehr lebendig gefühlt. Der Unfall hatte ihn schwer geschockt und ein Gefühl der Ohnmacht hinterlassen. Jetzt konnte er etwas bewirken, an das er glaubte.

An diesem Abend konnte er zum ersten Mal seit langer Zeit ohne Medikamente einschlafen.

25.12.2016, verschlüsselter Messenger, Tor-Netzwerk. Anonyme Kommunikation über das Internet.

Hier war der Treffpunkt. Die Codes zur Authentifizierung hatte er von einem britischen Kollegen bekommen, der vorher deutliche Signale gegeben hatte.

Im Rahmen diverser Task Forces hatten sie sich vor Jahren kennengelernt. Auch auf der Insel gab es Leute, die sich Sorgen machten. Sein britischer Kollege hatte gefragt, ob er bereit sei zuzuschlagen.

Nach Paris war seine Antwort klar. Soweit er wusste, war die rechte Plattform zu der er Anschluss gesucht hatte ein extremer Ableger einer Allianz europäischer Bewegungen, die alle geeint waren durch die Ablehnung einer weiteren Überfremdung des Abendlandes. Sein Kontakt hatte ihm erzählt, es gäbe einen Plan, und man suche noch nach jemandem in der französischen Polizei. Als er Interesse bekundete, war er eines Abends entführt worden. Man hatte ihn verhört, seine Gesinnung getestet. Er hatte ehrlich geantwortet und schließlich fing man an, ihm zu vertrauen.

Dann hatte er Aufträge erhalten. Er sollte einige Akten verschwinden lassen, die Polizisten belastet hätten, die brutal gegen einige Muslime vorgegangen waren. Ein fünfzehnjähriger Syrer war dabei zum Krüppel geschlagen worden.

Er führte den Auftrag aus und erhielt dann neue Anweisungen. Er deckte einige Polizisten, die einen arabischen Verdächtigen folterten. Dann folterte er selbst einen marokkanischen Drogenhändler.