BodyAnchoring 2 - Emanuel Haselbach - E-Book

BodyAnchoring 2 E-Book

Emanuel Haselbach

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Beschreibung

Achtsamkeit, Bewusstheit, Präsenz – dies sind für viele Menschen erstrebenswerte Bewusstheitszustände. Hier setzt das BodyAnchoring an, eine einfach zu erlernende Methode, mit deren Hilfe der Geist im Körper verankert werden kann. Damit wird die Voraussetzung geschaffen für eine konstruktive Gedankensteuerung und eine sinnvolle Emotionsregulation. Diese beiden Grundfähigkeiten sind zentrale Ansatzpunkte bei der Alltagsbewältigung, der Stressreduktion und im Umgang mit psychischen Problemen. In Fortführung von Teil 1 sollen hier 365 vertiefende Texte, Ideen, Gedankensplitter und vielfältige Anregungen die Lesenden im Alltag begleiten und zu vielen freudigen Momenten in der Gegenwart verhelfen. Das Buch liest sich als leicht verständliche Anleitung von Übungen für jeden Tag.

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Seitenzahl: 340

Veröffentlichungsjahr: 2024

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Impressum

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie­.

Detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://www.d-nb.de abrufbar.

Alle Rechte der Verbreitung, auch durch Film, Funk und Fern­sehen, fotomechanische Wiedergabe, Tonträger, elektronische Datenträger und ­auszugsweisen Nachdruck, sind vorbehalten.

© 2024 novum publishing gmbh

Rathausgasse 73, A-7311 Neckenmarkt

[email protected]

ISBN Printausgabe: 978-3-7116-0045-5

ISBN e-book: 978-3-7116-0046-2

Lektorat: Isabella Busch

Umschlagabbildungen: Olga Kovalishina Nikishina, Irina Gorbunova | Dreamstime.com

Umschlaggestaltung, Layout & Satz: novum publishing gmbh

Innenabbildung: Colorscurves | Dreamstime.com

www.novumverlag.com

Vorwort

Die Reise geht weiter …

Einführung

Was Du in den Händen hältst, ist ein Jahrbuch. Es enthält kurze Texte für jeden Tag des Jahres. Diese sollen Dich ans BodyAnchoring erinnern und Dir helfen, die Praxis zu vertiefen.

Jede/r von uns braucht Unterstützung, wenn es darum geht, im Alltag präsent zu sein.

Wir wissen so viel Gutes – und vergessen es immer wieder.

Vielleicht hat Dich ja die Beschreibung des BodyAnchoring in meinem ersten Buch: BodyAnchoring – Der Weg in die wundersame Welt der Gegenwart – auf den Geschmack gebracht?

Da stellte ich die Methode BodyAnchoring in ihrer Essenz dar: kurz und bündig.

BodyAnchoring 2 soll Dir nun ein ständiger und verlässlicher Begleiter auf Deinem weiteren Weg sein.

365 vertiefende Texte, Ideen, Gedankensplitter und vielfältige Anregungen sollen deine Freude, Deinen Elan und Dein Beharrungsvermögen auf unterschiedlichste Weise in Schwung halten und Dir zu ganz vielen freudigen Momenten in der Gegenwart verhelfen.

Vor allem das so entscheidende Selbst-Erinnern an die Ausführung von BodyAnchoring im Alltag soll durch die täglichen Erinnerungstexte unterstützt werden.

Die Texte spiegeln bzw. beleuchten in allen Facetten (und auch mit bewusst gewählten Wiederholungen) die zahllosen und vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten des BodyAnchoring im Alltag. Der Weg des BodyAnchoring lebt mit der praktischen Umsetzung – der Weg entsteht beim Gehen.

Wir können auf diesem spannenden Weg der Bewusstwerdung jegliche Unterstützung gebrauchen. Er ist gleichermaßen einfach und doch anspruchsvoll – nichtsdestotrotz: lohnenswert!

Jeden Tag einen kurzen Text lesen, hält dein Bewusstsein wach und offen für die vielen Wunder des Tages.

So wünsche ich Dir ein abwechslungsreiches und mit vielen Belohnungen gespicktes Üben, Ausprobieren und Experimentieren.

Und vielleicht gesellen sich im Verlaufe der Zeit noch einige GefährtInnen auf dem Weg hinzu …?

1. Januar: Die ‚Initialzündung‘

Da ging ich letzthin mit meinem Sohn und meinem Göttibub ins Kino – der Film hieß „Venom“. Tom Hardy ist der Hauptdarsteller – so eine Art ungeschliffener Daniel Craig – James Bond, nur etwas gröber. Und was macht dieser Held in der Mitte des Actionfilms??? Da schiebt der doch tatsächlich eine CD von Eckhart Tolle (!) ein. Und hört die ersten Sätze. Der Filmabend war gerettet. Ach, ich liebe solche Momente! Übrigens: Für Tolle ist der gespürte innere Körper ein wesentlicher Anker für Lebendigkeit. Und daraus folgt Kraft – Empowerment –, die Kraft der Gegenwart.

Das war die ‚Initialzündung‘ für dieses Buch!

2. Januar: Der Anfang

Viele Menschen gehen in Achtsamkeitskurse: Kurs fertig – Achtsamkeit fertig! Wie schaffen wir es dranzubleiben?

Wir brauchen eine praktikable Methode, die Ergebnisse liefert und auch noch Spaß macht. Aber auch diese Methode braucht Übung und immer wieder praktische Anwendung – nicht erst, wenn wir gestresst sind. Eine solche Methode ist das BodyAnchoring: Unser Leben spielt nur in der Gegenwart. Wenn wir wirklich leben wollen, können wir uns jederzeit mit der Gegenwart verbinden: über unseren Körper. Das ist einerseits einfach, aber dann auch wieder nicht. Das hängt mit unserem ambivalenten Verhältnis zu unserem Körper zusammen. Können wir ihn so annehmen, wie er ist und ihn sogar ein bisschen gernhaben? Dann dient er uns als Tor zur Gegenwart – zum Leben!

Wollen wir weiter am Leben vorbeiträumen oder endlich aufwachen und es genießen? Die Gefahr ist, dass wir zu weit suchen. Das Wichtigste liegt vor unserer Nase: die Luft – der Atem – unser Körper. Wenn wir uns damit verbinden, bringt es uns in die Gegenwart.

3. Januar: Keep it simple!

Es war schon immer so: Das Wichtigste ist einfach und liegt so nah. Wir suchen zu weit in der Ferne – wir denken zu viel. Wir machen und lieben es kompliziert. Und dann beklagen wir uns über die Unverständlichkeit der Welt. Keep it simple! Die Gegenwart ist da, der Körper ist da, der Atem ist da: Verbinde dich! Verbinden verankert dein „Gedankenboot“ mit deinem Grund. Ohne Verankerung (BodyAnchoring) machen deine Gedanken mit dir, was sie wollen. Ist das zu simpel? So einfach kann es doch nicht sein? Es gibt schon noch eine Knacknuss: Die Verbindung/Verankerung geschieht nicht von selbst. Es braucht deine Erinnerung daran und deine Motivation. D. h. du musst wissen, wieso du das Ganze willst. Es geht irgendwie auch ohne. Niemand zwingt dich – niemand wird dich erinnern. Im Gegenteil: Die Gesellschaft tut alles, um dich in der Alltagsroutine zu halten – im Hamsterrad.

4. Januar: Hoheiten schreiten – der Pöbel rennt

Seit ich BodyAnchoring praktiziere, bemerke ich vermehrt eine Art Tabu: Du sollst deinen Körper grundsätzlich nicht spüren und nicht wahrnehmen – außer er hat Hunger oder Durst oder meldet sich durch Schmerzen. Dann musst du auf ihn hören, sonst bist du tot. Aber in allen anderen Fällen (‚im normalen Alltag‘) sollst du ihn ausblenden und vor allem deinen Kopf benutzen. Wie mir scheint, machen dabei auch die meisten Religionen mit, indem sie den Körper verteufeln oder sonst irgendwie abwerten.

Jetzt wird auch langsam klar, wieso BodyAnchoring Widerstände auslösen kann. Es wird eine spannende Herausforderung sein, diese zu überwinden.

Wenn wir uns Bilder von hohen Persönlichkeiten aus der Geschichte und Gegenwart anschauen, erkennen wir ein wiederkehrendes Muster: Hoheiten schreiten (meist langsam bis anmutig), während der Pöbel (das gewöhnliche Volk) rennt, jetzt und sofort zu Diensten ist.

Vielleicht sind wir ja alle irgendwie Hoheiten und haben es nur vergessen?

Experiment: hin und wieder langsam dahinschreiten und den Körper dabei spüren … Langsam eine Tätigkeit ausführen, die man normalerweise schnell und unbewusst erledigt (z. B. Zähneputzen).

Ich finde, das fühlt sich super an. Wieso mache ich es dann nicht öfter so?

5. Januar: Im Fitnessstudio

Sinnvolles(!), angemessenes(!) Körpertraining ist für die Praxis des BodyAnchoring äußerst förderlich. Das Körpergefühl/die Körperwahrnehmung wird auf wohltuende Art und Weise verbessert. Im Studio, das ich frequentiere, gibt es so einen Typen. Nicht besonders auffällig, aber er bewegt sich zwischen den Kraftgeräten sehr langsam, fast könnte man sagen: anmutig. Er wirkt jedenfalls nicht angeberisch oder arrogant. (Das gibt’s auch!) Er macht seine Übungen äußerst achtsam und konzentriert. Auch scheint er einen inneren Plan zu haben, nach dem er sein Training ausrichtet. Ich beobachte ihn einfach gerne. Er ist eine Inspiration. Eine Erinnerung an meine eigene Zentrierung. Danke.

6. Januar: Der Trick

Der Trick ist: Willst du in der Gegenwart bleiben – dann verbinde dich mit etwas Gegenwärtigem. Was ist am naheliegendsten und ist immer in der Gegenwart? Der Körper! Wieso sich also nicht mit ihm verbinden? Der Punkt ist: Obwohl wir alle einen Körper haben, sind wir geistig nur selten mit ihm verbunden. Der Körper ist hier – wir/unser Geist ist irgendwo anders. Meist schwebt er in der Vergangenheit oder der Zukunft herum. Da das Leben aber nun mal nur „Jetzt“ stattfindet, und wir das Leben doch nicht verpassen wollen – was wäre da naheliegender, als immer wieder in die Gegenwart kommen zu wollen? Also: Wie kommen wir immer wieder in den Körper, bleiben mit ihm in Verbindung? Mit BodyAnchoring! Die Anweisung lautet: Suche immer wieder – in jeder Alltagssituation – die Verbindung mit dem Körper. Oder anders ausgedrückt: Sei – so oft wie möglich – körperlich anwesend. Spüre deinen Körper irgendwo und irgendwie – auch wenn er nicht mit Schmerzen oder dringenden Bedürfnissen „ruft“. Nimm ihn nicht als selbstverständliches Anhängsel deines Kopfes wahr! Kontaktiere ihn freiwillig – von dir aus! Mit Wertschätzung. Er ist das Tor zur Gegenwart – zum Leben! Nun machen wir es aber auch nicht zu verbissen und angestrengt. Das ganze BodyAnchoring ist zwar eine Herausforderung, soll aber auch Freude machen und unsere Lebensqualität verbessern. Eine gute Mischung aus Übung/Praxis/Selbstdisziplin und Freude am Leben ist angesagt.

7. Januar: Wollen wir überhaupt in die Gegenwart?

BodyAnchoring ist ein Weg in die Gegenwart bzw. in die Wirklichkeit. Diese ist nun wirklich nicht immer angenehm: Es ist nass und kalt, ich bin hundemüde, der Nachbar im Zug stinkt penetrant, die Nachrichten in der Zeitung sind zum Kotzen und sowieso geht es mit der Welt und der Menschheit steil bergab. Will ich da wirklich hin? In diese Wirklichkeit? Vor lauter Achtsamkeit und Bewusstheit – wieder mal eine Sultanine in zehn Minuten ganz bewusst essen – wird häufig übersehen, dass die Wirklichkeit, wenn wir in ihr verbleiben wollen, durchaus ihre unangenehmen Seiten hat. Auch diese wollen freundlich angenommen sein. Achtsamkeit/Bewusstheit macht also die Welt nicht plötzlich schön und kuschelig, sondern so, wie sie halt ist. Durch meinen realistischeren, unmittelbareren Kontakt mit ihr, besteht jedoch die Möglichkeit eines ehrlicheren und stimmigeren In-der-Welt-Seins. Das ist doch schon mal was! Kleiner Filmtipp: Auch Keanu Reeves (Matrix 1: Der Film) muss sich entscheiden, in welcher „Welt“ er leben will. Es ist spannend, das filmisch dargestellt zu sehen – so schön bequem vom Sofa aus. (Er spielte übrigens auch mal den Buddha in einem anderen Film.)

8. Januar: Die Überwindung des Ekels

… und der instinktiven Fluchtreaktionen, wo sie nicht angebracht sind. Willst du in die Wirklichkeit kommen z. B. mit BodyAnchoring? – so ist es hilfreich, gewisse automatisierte Ekel-Flucht-Reaktionen zu erkennen und zu lernen, wohlwollend damit umzugehen. Wir sind so an unsere Komfortzonen gewöhnt, dass alles andere uns mittlerweile seltsam vorkommt. Wir wenden uns ab. Von Gesundheitsexperten wird jedoch immer wieder betont, wie förderlich das Verlassen ebendieser ist. Außerhalb der Komfortzone ist die Welt – unsere Welt – alles, was ist und was wir haben. Das ständig zu meiden und uns auf unser gewohntes „Kistchen“ zu reduzieren, ist enorm Lebensqualität vermindernd. Um die Welt/Wirklichkeit zu ertragen oder gar zu genießen, brauchen wir eine Zentrierung, eine Verankerung in uns selbst. Diese kann erworben und angeeignet werden. Wichtig ist, sich nicht zu überfordern. Kleine Ausflüge aus der Komfortzone können enorm spannend und bereichernd sein. Sei kreativ! Kleiner Filmtipp: Owen Wilson in: „Einer gegen alle“, Leonardo di Caprio in: „The Revenant“ – der Rückkehrer. Hier wird gezeigt, wie die Überwindung der Ekelreaktion das Leben retten kann.

9. Januar: Wo bin ich gerade? – Was mache ich gerade?

Fragt mich heute meine Tochter, wieso man denn beim Körpertraining ganz dabei sein sollte. Die Zeit verginge doch viel schneller, wenn sie sich ablenke (u. a. mit Handy etc.). Keine einfache Frage, nachdem ich versucht habe, ihr die „Wo bin ich gerade?-Was mache ich gerade?“-Technik schmackhaft zu machen. Wenn man jung ist und noch das Gefühl hat, ewig Zeit zu haben und ewig zu leben – dann kommt man auf solche Ideen. Da kann man sich doch anstrengendes Trainieren erleichtern, indem man innerlich bzw. gedanklich in eine Ablenkung abrauscht. Eine sinnvolle Alternative wäre, sich das Training so zu gestalten, dass es Spaß macht und man sich wünschen würde, es würde nie zu Ende gehen. Zugegeben: nicht ganz einfach. Die im Titel gestellten zwei Fragen stellen eine Möglichkeit dar, sich immer wieder in die Gegenwart zu katapultieren. Einfach und sicher. Diese Technik kann das Training (das Leben?) tatsächlich vertiefen, intensivieren (versüßen?).

10. Januar: Operationalisieren

Achtsamkeit ist in aller Munde – schon seit einiger Zeit. Ich bin in den 80iger-Jahren darauf gestoßen. Danke.

Es freut mich, dass zunehmend mehr Menschen die Wichtigkeit des Achtsamkeitstrainings erkannt haben. Sogar in psychiatrischen Einrichtungen wird sie vermittelt. Was ich jedoch auch feststelle, ist, dass zwar viel darüber gesprochen und geschrieben wird, die Praxis aber eher bei den meisten spärlich bleibt, wenn nicht gleich wieder vergessen wird.

Ein Grund ist die mangelnde Operationalisierung der Achtsamkeit. Darunter verstehe ich die Möglichkeit, klar zu erkennen bzw. zu „messen“, ob ich achtsam bin oder nicht. Viele meinen vermeintlich, dass sie achtsam und bewusst seien – sind es aber bei Weitem nicht. Dies ist aus ihrer Körpersprache offensichtlich zu erkennen. Sie meinen, wenn sie körperlich anwesend seien, seien sie es auch geistig. Weit gefehlt. Der Geist ist meist anderswo als der Körper. Bisweilen, wenn etwas Unvorhergesehenes geschieht, wachen sie kurz auf und reagieren, um gleich danach wieder ins Tagträumen zu verfallen. Die einzige Möglichkeit zu wissen, dass du achtsam bist, ist, zu überprüfen, ob du irgendwie mit deinem Körper verbunden bist: Spürst du deine Fußsohlen? Die Rücklehne des Stuhls? Deinen Atem? Oder bist du in Kontakt mit deinen Sinnen? Dann bist du mit großer Wahrscheinlichkeit in der Gegenwart und achtsam (BodyAnchoring). Wenn du das willst, wird die Herausforderung nun sein, diesen Zustand öfter herbeizuführen bzw. dich daran zu erinnern. Viel Spaß!

11. Januar: Geh, wohin dich dein Körper ruft!

Geh, wohin dich dein Körper ruft! Dein Körper ruft dich unter anderem durch seine Bedürfnisse wie Hunger und Durst, als auch über Schmerzen. Damit signalisiert er, dass er etwas braucht. Wir sind es gewohnt, darauf zu hören und darauf einzugehen. Für unsere Methode des BodyAnchorings ist es nun aber entscheidend, nicht nur auf die körperlichen „Schmerzens- und Bedürfnis-Rufe“ zu reagieren, sondern auch auf seine feineren „Äußerungen“. So ruft er „dich“ zum Beispiel an den Kontaktstellen mit der Umwelt: Fußsohlen, Hände, die etwas berühren, Luftstrom am Naseneingang usw. Diese feineren Rufe des Körpers können wir hören, uns dafür sensibilisieren und sie so für das BodyAnchoring nutzen. Wir gehen zu und fokussieren uns also immer öfter auf unsere Kontaktstellen (Atem und Sinne inklusive). Wieso? Weil sich da was tut! Da „feuern“ die Neuronen in unserem Gehirn – da ist es am einfachsten, unser Bewusstsein zu verankern. Und dann: Lasst uns das Leben genießen!

12. Januar: Angenommen, die Gegenwart wäre Wasser … – wie würde sich dann das Schwimmen darin anfühlen?

Wollte ein Fisch achtsam werden und für die Gegenwart aufwachen, müsste er sich immer wieder daran erinnern, dass er im Wasser lebt. Wir nehmen die Gegenwart für so selbstverständlich, wie der Fisch das Wasser. Natürlich kann der Fisch auch leben, ohne sich des Wassers um ihn herum bewusst zu sein. Auch der Mensch kann existieren, ohne gegenwärtig oder achtsam zu sein. Das bisschen Stolpern, Vergessen oder von Verkehrsrowdys angefahren zu werden, bringt einen ja nicht um (meistens).

Also: Wieso soll ich mich um Gegenwärtigkeit bemühen? Wieso soll ich Methoden wie BodyAnchoring lernen und einüben? Ist das nicht eine weitere unnötige Pflicht in meinem übervollen Terminkalender?

Kürzlich las ich von einem Waldmönch, der sehr viel meditiert, dass er Anfängern zehn Minuten formale Meditation empfiehlt. Da, wo sie Zeit und Raum haben und es für sie passt. Wem das noch nicht kompatibel genug ist, hat er etwas Spannendes vorgeschlagen: Achtsamkeits-Momente bei jeder kleinen Gelegenheit in den Alltag einzubauen. Das fand ich sehr sympathisch und mitfühlend (mit uns Schwerbeschäftigten). Es gibt bei diesem Rat nur einen Haken: diese Möglichkeiten gänzlich zu vergessen. Was sicher hilft, ist die ehrliche Absicht, diese Achtsamkeits-Momente wahrzunehmen, eventuell kurz die Augen zu schließen und sich ein paar bewusste Atemzüge zu gönnen. In diesem Fall könnte sich die absolute Meditationszeit pro Tag durchaus auf zehn Minuten aufaddieren. Falls ich wahrnähme und merkte, dass diese Praxis mich erfrischt und mir guttut, käme eine Eigendynamik auf. Basierend auf intrinsischer (von innen kommender) Motivation. Vielleicht käme sogar Lust auf zehn Minuten am Stück auf. Freiwillig und weil ich es mir gönne. Und übrigens: Der Mönch bezeichnete das als „Ferien fürs Herz“.

13. Januar: Heraus aus der Komfortzone

BodyAnchoring bzw. Gegenwärtigkeit holen mich aus meiner Komfortzone heraus. Soll ich mir das antun? Unsere Alltagstrance, unsere Tagträumereien, unser halb waches, halb schlafwandelndes Dahinleben – sie bilden sozusagen unsere Komfortzone. Da fühlen wir uns wohl und meist auch geborgen. Das kommt uns bekannt vor und gibt uns daher auch ein Gefühl von Sicherheit. Auf der anderen Seite steht die totale Wirklichkeit. Die ist oft wenig lustig: kühl, anonym, dunkel, unfreundlich, fordernd, stinkig etc. Will ich da wirklich hin? Alle sagen, es sei so schön und friedlich in der Achtsamkeit – so total bewusst im Hier und Jetzt. Manchmal komme ich mir vor wie Keanu Reeves („Neo“) im ersten Matrix-Film. Er wurde vor die Wahl gestellt, weiter in der Komfortzone der Matrix zu bleiben oder für immer in die wirkliche Welt zu gehen. Immerhin hatte er die Wahl! (Kein Spoiler, wofür er sich entschieden hat.) Wie ich mich erinnere, spielt die Liebe auch eine wichtige Rolle. Die braucht’s halt schon auch noch! In Gesundheitskreisen wächst die Einsicht, dass das Verlassen der Komfortzone, hin und wieder, einen äußerst förderlichen Einfluss auf unsere psycho-physische Gesundheit habe. Du darfst gern auch ein wenig kreativ sein, um herauszufinden, was das für dich heißen könnte.

Leben ist, was jetzt passiert. Das ist der Titel eines Buches von Thich Nhat Hanh. Ich finde diese Vorgabe sehr faszinierend. In der Bibel steht irgendwo: Gott ist das Leben. Wenn man nun obige Annahme für wahr hält, wäre die Schlussfolgerung: Gott ist, was jetzt passiert. Wenn man folgende Aussage noch dazunimmt: Die Ewigkeit ist jetzt, kommt man Gott noch ein bisschen näher. Leben ist, was jetzt passiert. Das Leben findet jetzt statt. Daraus leitet sich ab, dass ich, wenn ich wirklich leben will, möglichst oft in der Gegenwart anwesend sein muss. Ansonsten verpasse ich das Leben und es geht an mir vorbei. Auf dem Totenbett frage ich dann: War das alles? War es das schon? Schrecklich! Gegenwärtig sein ist gleichbedeutend mit: ins Leben eintauchen – es wirklich leben – das Rendezvous mit ihm annehmen und genießen. Wieso sind wir so sehr bemüht, genau das zu vermeiden? Ablenkungen, Vermeidungen, Rauschzustände, die Zeit totschlagen usw. Wie können wir wieder Lust und Freude an der Gegenwart bekommen?

14. Januar: The job has to be done

BodyAnchoring, falsch verstanden, würde heißen, sich z. B. so sehr auf die Bewegung der Bauchdecke zu konzentrieren, dass alles andere wegfallen müsste. Das kann es jedoch nicht sein. Die normale, nötige Alltagsbewältigung („Jobs“) soll weiterhin gewährleistet sein. Im besten Fall sogar noch lustvoller und effizienter. Der denkende Teil in uns, der für den Alltag unabdinglich ist, muss also „mit ins Boot geholt werden“. Wenn dieses „Boot“ gut verankert ist (BodyAnchoring), können wir unser alltägliches Leben optimal bewältigen. Meditation und Denken hatten schon immer eine nicht einfache, komplexe Beziehung. Das Denken befürchtet, durch die meditative Grundhaltung völlig überflüssig und schließlich verdrängt zu werden. Da es jedoch Teil unseres Überlebensprogramms ist, lässt es sich, mit Recht, nicht einfach wegschieben. Wir sind daher aufgefordert, eine Form der Kooperation zu finden. Beim BodyAnchoring besteht die Möglichkeit, parallel, gleichzeitig im Körper verankert und im Denkmodus zu bleiben. Dies bedingt eine gewisse Übungspraxis. Es ist wie ein Fahren auf zwei Schienen. In der Folge kann ich nach wie vor denken und meine „Jobs“ erledigen, bin jedoch nicht mehr mit meinen Gedanken identifiziert. Das ist ein ganz wichtiger Punkt! Nicht das Denken ist problematisch, sondern mein totales Aufgehen darin. Dann sind die Gedanken die Chefs und die restlichen Anteile von mir die Diener oder Sklaven. In diesem Fall kann das Denken zwanghaft bis tyrannisch werden. Es ist dann schwierig bis unmöglich, aus dem Gedankenkreisen auszusteigen. Dies ist Teil des Störungsbildes vieler psychischer Störungen. Gelingt es uns jedoch, „körperverankert“ zu denken und im Alltag einen entspannten Kontakt zum Körper aufrechtzuerhalten, dann wird uns das Denken nicht mehr sabotieren und unsere Lebensqualität enorm zunehmen.

15. Januar: BodyAnchoring – zur Methode

BodyAnchoring ist eine unkomplizierte und alltagskompatible Methode – wenn wir sie nicht unnötig kompliziert machen. GRUNDIDEE: mich immer wieder, bei jeder Gelegenheit, irgendwo, mit meinem Körper verbinden.

Das BodyAnchoring beruht auf 5 Säulen: Kontaktstellen/Sinnesempfindungen/Bewusstes Atmen/Bewusster Einsatz des Körpers/Sich daran erinnern.

Kontaktstellen: Mein Körper ist immer irgendwie mit der Umwelt in Kontakt. Dahin gehe ich mit meinem Bewusstsein. Da „feuern“ die Neuronen im Gehirn. Da geht was ab. Da fällt mir verankert sein leichter. Sinnesempfindungen: Da trifft die Umwelt auf meine Innenwelt. Auch eine Kontaktzone, an der etwas passiert. Beispiel: Ein Ton trifft auf mein Ohr – ich höre bewusst hin – nur hören. Ich bin bewusst bei meinen Sinnesempfindungen: visuell, akustisch, kinästhetisch-taktil, olfaktorisch, gustatorisch. Bewusstes Atmen: der Königsweg! Einfach – immer und überall praktizierbar – unauffällig. Ich folge meinem Atem mit meinem Bewusstsein, ohne ihn beeinflussen zu wollen. Bewusster Einsatz des Körpers: aufrechte Körperhaltung in möglichst vielen Situationen. Inneres Lächeln mit leicht angehobenen Mundwinkeln. Leichte Verlangsamung der Bewegungen. Entspannte Haltung – wo möglich. Sich daran erinnern: die „Knacknuss“! Absicht, Motivation, Training. Wie schaffe ich es, mich immer wieder an die Praxis zu erinnern? Verlangt Kreativität und Durchhaltevermögen.

16. Januar: Der Geschmack von BodyAnchoring

Wenn ich BodyAnchoring praktiziere, fühlt sich das ganz speziell an: wie ein besonderer Geschmack. Körper-Geist-Seele kommen zusammen – hier in der Gegenwart. Das macht etwas mit mir, verändert meinen Zustand. Irgendwie schafft es auch einen gesunden Abstand zu meinen sorgenvollen, aufdringlichen Gedanken. Meine Identifikation mit ihnen wird gelöst. Das gibt mir ein Gefühl der Freiheit und Stärke. Und dann schmeckt es noch gut. Mehr davon!

17. Januar: BodyAnchoring und Denken

Mach ein kleines Experiment: Schließ die Augen und spüre deinen Körper. Wie es für dich gerade passt. Drei Minuten reichen. Dabeibleiben, dabeibleiben, dabeibleiben! Was ist passiert? Mit großer Wahrscheinlichkeit: Gedanken sind aufgetaucht. Das tun sie immer. Das ist ihre Aufgabe. Sie nutzen jede Gelegenheit, uns etwas mitzuteilen. Sie sind nicht unsere Feinde. Und so dürfen wir sie auch nicht behandeln. Sonst werden sie nur penetranter und dominanter. Sie führen eh schon ein enormes Eigenleben. Dies jedoch nur, weil wir sie lassen und uns ihnen hingeben, uns ihnen ausliefern, uns mit ihnen identifizieren!!!! Wir nehmen sie für „die Wahrheit“. Als ob sie uns Facts mitteilten. Der gesunde Abstand geht so verloren. Wir werden gedanklich Getriebene. Es wird unsere große Herausforderung sein, BodyAnchoring und unser Denken zusammenzubringen. Wie könnte das gehen? Um in der Metapher des verankerten Bootes zu bleiben: Wir müssen unseren Blick weiten. Den Anker und das Boot sehen. Was passiert im Boot? Womit befassen sich meine Gedanken? Was ist die Ankerkette? Praktiziere ich BodyAnchoring? Wo ist der Anker? Wo/wie ist mein Urgrund? Dieser weitere Blick, diese umfassendere Perspektive ist gewöhnungsbedürftig und muss daher geübt werden.

18. Januar: Lächle, atme und gehe langsam

In diesem buddhistischen Mantra ist alles enthalten – das ganz Geheimnis. Die größten Weisheiten wurden schon immer einfach verpackt und vor unsere Nase gestellt. „Warum denn in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?“

Zu den einzelnen Aspekten dieser Perle der Mantras: Lächle: Es ist erwiesen, dass sich die Gehirnphysiologie und -chemie beim Lächeln ins Positive verändert. Wenn es uns gut geht, lächeln wir. Nun gilt auch das Umgekehrte: Wenn wir lächeln, geht es uns besser. Ausprobieren!

Das ist jedoch streng abzugrenzen von „Gute Miene zum bösen Spiel machen“.

Atme: Gemeint ist das bewusste, achtsame Atmen. Ohne ihn ändern zu wollen, begleite ich meinen Atem mit meinem Bewusstsein. Das ist der Königsweg ins BodyAnchoring.

Gehe langsam: Das leichte Verlangsamen der Bewegungsabläufe ist vor allem im Alltag eine sehr geeignete und praktikable Methode des BodyAnchoring. Ausprobieren! Wundere dich nicht, wenn es sich zu Beginn gewöhnungsbedürftig anfühlt. Das gehört dazu. Der Effekt ist dennoch verblüffend. Zum Abschluss noch eine Bemerkung zum Begriff Mantra: Ein Mantra ist unter anderem eine Hilfe zur Selbsterinnerung. Die häufige Wiederholung kann die praktische Umsetzung wesentlich fördern.

19. Januar: Ich hatte einen Traum …

Ich saß auf einem Stuhl mit drei Beinen. Etwas wollte mich herunterzerren. Deutung: Die drei Stuhlbeine sind die drei Wege in die Gegenwart: 1) Sei ganz bei dem, was du tust, 2) Spüre deinen Körper irgendwo, 3) Nimm Sinnesempfindungen bewusst wahr.

Zu 1): Dies ist für den Alltag, wo wir dauernd tätig sind, sehr praktikabel. Leicht verlangsamen hilft.

Zu 2): Das ist BodyAnchoring pur.

Zu 3): Es kann eine oder es können mehrere Sinnesempfindungen sein – gleichzeitig oder nacheinander. „Den Kopf verlieren und zu den Sinnen kommen.“ Gedanken und Gefühle wollen mich herunterzerren. Ich bleibe sitzen und betrachte sie wohlwollend.

20. Januar: Ver-lang-sa-men

Lang-sam-er werden. Die Lang-sam-keit ge-nie-ßen.

Gerade, weil Langsamkeit keinen großen Stellenwert in unserer Gesellschaft hat … Alles muss schneller gehen. Früher durfte man noch Muße haben. Ist zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig. Kann mit der Zeit aber Spaß machen. Aus der allgemeinen Hektik, dem zunehmenden „Stressen“ ausklinken. Einfach/lautlos/unspektakulär. Der Effekt gegen innen und außen ist enorm. (Achtung: Es geht nicht darum, andere zu nerven.) Die Körperbewusstheit (BodyAnchoring), die Achtsamkeit und das Sinneserleben werden ungemein intensiviert. Wenn angemessen, kann ich auch wieder „einen Gang raufschalten.“ Es geht ums Ausprobieren. Manchmal reicht es, als Rechtshänder, eine Tätigkeit mit der linken Hand auszuführen.

21. Januar: Meditation im Liegen – Ketzerei?

Tabubruch? Paradigmenwechsel?

Traditionellerweise wird Meditation mit aufrechter Wirbelsäule im Sitzen praktiziert. Das hat viele positive Wirkungen: verbesserte Atmung, Wachheit, Energiefluss etc. Wieso also jetzt auch im Liegen? Ganz einfach: Es ist leichter und angenehmer! Darf denn so etwas Spirituelles wie Meditation leicht und angenehm sein? Alles, was gut ist, ist doch entweder verboten oder zumindest anstrengend. So ist die Mentalität in unserer Gesellschaft.

Im Liegen: Es gibt auch den liegenden (sterbenden) Buddha. Als Statue. Seit ich mir Meditieren auch im Liegen erlaube, hat meine Praxis einen großen Schritt vorwärts gemacht: Öfter – freudiger – liebevoller. Wieso bin ich nicht früher darauf gekommen? Das Einschlafproblem – die Gefahr, dass man beim Meditieren einschläft – wird folgendermaßen minimiert: den Körper ruhig halten, evtl. einen Timer auf eine bestimmte Zeit stellen, die Absicht, meditieren zu wollen, bekräftigen, einschlafen nicht als Problem betrachten, sondern annehmen. Unser Gehirn kommt im Liegen in äußerst günstige Entspannungszustände (Alphawellen). Ähnlich wie vor dem Einschlafen und nach dem Aufwachen. Es wäre schade, diese natürlich auftretenden Zustände nicht für die Meditation zu nutzen. Des Weiteren kommt hinzu, dass Meditation dadurch viel öfter und ungezwungener stattfindet. Meditation im Sitzen ist selbstverständlich weiterhin wichtig. Beide Praxisarten ergänzen sich. Schneiden wir die alten Zöpfe ab und erlauben uns Meditationsformen, die uns passen!

22. Januar: Verlangsamen, 2. Teil

Wer langsam geht, kommt schneller an. Dieses Thema hat Michael Ende bereits in seiner „Momo“ brillant ausgeführt. Wo kommen wir an? Dort, wo wir bereits sind (… das ist der Cosmic Joke!) Der Schlüssel ist: leichte Verlangsamung! Nicht übertreiben – sonst wird es unpraktikabel. Leicht verlangsamen, dann passiert Magie: Du spürst plötzlich deinen Körper viel besser. Dein Sinneserleben ist intensiver und deutlicher. Die Achtsamkeitsenergie steigt an. Du bist anders und bewegst dich anders in der Welt. Und das alles durch ein bisschen Entschleunigung!

23. Januar: Der Eine Fokus

Es ist im BodyAnchoring empfehlenswert, sich einen primären Fokus auszuwählen. In turbulenten Gedanken- und Gefühlszeiten, wenn alles drunter und drüber geht oder wenn der Geist müde, der Körper aber noch voller kribbliger Energie ist, dann ist es einfacher, sich im primären Fokus zu verankern. Dieser Fokus sollte für dich positiv besetzt sein. Es können die Fußsohlen, die Bauchdecke, der Naseneingang oder eines der Chakren sein. Langes Suchen und Wählenmüssen ist unter Stress ungünstig fürs BodyAnchoring. Der Geist wird dann unstet – was wir ja vermeiden wollen. Durch das wiederholte Verankern auf einen primären Fokus, gibt es einen ‚Bahnungseffekt‘. D. h. Das Verankern wird erleichtert und gefestigt. Zu Beginn des Trainings ist eine Ausprobier-Phase angemessen und hilfreich. Viel Spaß und Erfolg beim Üben!

24. Januar: Sich in eine andere Welt katapultieren

… und wenn du dich in eine andere Welt katapultieren könntest?

Viele Superhelden und Superheldinnen können das und haben Spaß daran. In vielen Comic-Verfilmungen und Science-Fiction-Filmen sind Verschiebungen in andere Welten ein Thema. Die Annahme ist berechtigt, dass dahinter wohl eine menschliche Sehnsucht stehen könnte. Raus aus dieser Welt, rein in eine andere, unbekannte. Es scheint, dass sich die Menschen durch die Anwendung dieser Fähigkeit einen Nutzen bzw. einen Mehrwert versprechen.

Was könnte das nun für das BodyAnchoring bedeuten? Nun, das BodyAnchoring ist ebenfalls eine Technik, mit der du Welten wechseln kannst. (Vielleicht hat dies eben auch unbewusst zu diesen Hollywood-Verfilmungen geführt: Harry Potter, X-Men etc.) Vielleicht nicht so spektakulär wie in den Filmen – dafür brauchst du auch keine speziellen Superkräfte zu haben. Gewisse mentale Skills reichen. Und natürlich Übung, Übung, Übung.

Also: Wir können der Einfachheit halber einmal von zwei Welten ausgehen – einer primären und einer sekundären. Die primäre Welt ist die Welt, wie sie ist. Die sekundäre Welt ist die Welt, die wir mit unserem Denken erschaffen. Unser andauerndes Denken steht quasi zwischen uns und der realen Welt. Wenn es nun gelingt, uns durch BodyAnchoring in der Gegenwart zu verankern, haben wir uns in die reale Welt bzw. Wirklichkeit katapultiert. Wir sind dann in unmittelbarem Kontakt zur Wirklichkeit. Der ‚Filter‘ des Denkens fällt weg oder wird ebenfalls als Teil der wirklichen Welt wahrgenommen. So kannst du zwischen der primären und der sekundären Welt pendeln. Durch das BodyAnchoring bleibst du verbunden und kannst von beiden Welten profitieren bzw. sie genießen. Ist es nicht wunderschön, solche Superkräfte zu haben?

25. Januar: Die Möglichkeit einer Hierarchisierung der Körperanker

Zur Erinnerung: Im BodyAnchoring dienen die ausgewählten Körperverankerungspunkte dem Zweck der Aufrechterhaltung von Gegenwärtigkeit. Sie haben keinen Selbstzweck. Man benutzt sie nur, wenn man mit der Gegenwart verbunden bleiben will. Das Folgende ist ein Modell, das für mich funktioniert. Wenn du ein eigenes hast, das für dich funktioniert – umso besser.

Hauptkörperanker (oder primärer Anker): die Atemempfindung an der Nasenspitze.

Sekundäre Anker: Hände oder Füße – je nachdem, welche gerade mehr im Kontakt mit der Umwelt sind.

Sinnesempfindungen, welche sich von der Umwelt her anbieten. Z. B. intensive Gerüche oder Töne.

Ausgehend von einem Anker kann dann auch der gesamte Körper der Verankerung dienen. Es hat sich bewährt, vor allem und zuerst und immer wieder, den Hauptkörperanker zu fokussieren. Die Bahnung zu diesem Anker in Gehirn und Körper wird dadurch gefestigt. In der Praxis ist es leichter, mit dem Bewusstsein zu einem bestimmten Körperteil zu gehen, als irgendwie auf den ganzen Körper. Vor allem in aufwühlenden, stressigen Momenten, ist dies von großem Vorteil. Da habe ich weder Zeit und Lust zu überlegen, was ich jetzt tun soll. Wir brauchen für unser Vorhaben (BodyAnchoring) jegliches Instrumentarium zur Unterstützung. Starke Gegenkräfte sind vorhanden.

26. Januar: Der körperverankerte Drachen

Manchmal helfen Metaphern zur Veranschaulichung. Der Drachen an der Schnur symbolisiert das Denken. Die Schnur und der Mensch am anderen Ende steht für das BodyAnchoring. Einen Körperanker im Bewusstsein zu halten heißt nicht, jeglichen Denkprozess abzuwürgen, indem ich mich immer wieder krampfhaft zum Körperanker zurückhole. Der ‚Geistdrachen’ darf das Fliegen genießen. Nur durch die verankernde Schnur wird das ja erst möglich. Ohne Schnur (BodyAnchoring) wir der Drachen (die Gedanken) wild und wahllos herumgewirbelt. Das erleben viele Menschen in jeder Beziehung als unbefriedigend. Körperverankerung und Denken können also parallel bzw. gleichzeitig stattfinden – mit etwas Übung. Das Denken bleibt dadurch geerdet und profitiert gleichzeitig noch von der ‚Weisheit des Körpers‘. Das Ergebnis ist eine Art körperliches oder körperorientiertes Denken. Der große Vorteil ist, dass das Ganze weniger anstrengend wird, da das Denken weder verdrängt noch abgewürgt noch sonst wie bekämpft werden muss. Da wird ganz viel Energie frei und die Meditation kann genossen werden. Ein Ziel ist die Alltagskompatibilität von Achtsamkeit. Dies geht nur, wenn der Freudefaktor miteingeschlossen ist.

27. Januar: Es geht um Gegenwärtigkeit/Gegenwärtig-Sein

Im Gegensatz zu anderen Meditationsformen geht es im BodyAnchoring vor allem um die Aufrechterhaltung von Gegenwärtigkeit im Alltag. Das Kennenlernen des Geistes ist eine Folge der Bestrebung, BodyAnchoring anhaltend im Alltag zu praktizieren. Die Kenntnis der Funktionsweise des Geistes ist essenziell für die Praxis des BodyAnchoring. Den Menschen zu sagen, seid mehr im ‚Hier und Jetzt’, reicht bei Weitem nicht. Alle nicken zwar beflissentlich, die gute Absicht versickert jedoch bald im Sumpf der Gewohnheiten. Hin und wieder gegenwärtig und präsent sind wir wahrscheinlich alle. Kurz bevor uns ein Lastwagen überfährt – ziemlich sicher –, außer diejenigen mit den Stöpseln in den Ohren und dem Handy vor der Nase …

Es geht also darum, Wege zu finden, um in die Gegenwart zu kommen und möglichst lange darin zu verweilen. Wieso? Weil das Leben – dein Leben – eben nur in der Gegenwart stattfindet! Eine Aneinanderreihung gegenwärtiger Momente. Wir wollen hier jetzt nicht spitzfindig sein und stundenlang philosophieren, dass der jetzige Moment ja winzig klein sei und sofort in die Vergangenheit übergeht. Was ja grundsätzlich stimmt. Nur – für unsere Zwecke soll das Ganze praktikabel bleiben. Sonst bleibt es beim Geschwafel. Also: Wir gehen davon aus, dass wir gegenwärtig werden und es auch eine Zeit lang bleiben können. Und dass diese Fähigkeit, wie jede andere auch, mit entsprechender Übung verbessert werden kann. Ein Weg hierzu ist das BodyAnchoring. Let’s do it!

28. Januar: Die (liebe?) Gegenwart

Nun ist es aber so, dass die viel gerühmte und für unser Leben so äußerst wichtige Gegenwart leider oft nicht sehr angenehm ist. Sie kann wirklich garstig sein! Sowohl die Umweltbedingungen können schwierig sein, als auch Faktoren unseres Innenlebens. Wir lieben dunkle und negative Gefühle nun mal nicht besonders – obwohl sie, wie die schönen, zu uns gehören und uns ausmachen. Sind wir wirklich anwesend und präsent, sind sie alle da und wollen von uns angenommen und durchfühlt werden. Mit Ablenkung lässt sich das sehr leicht umgehen. Und da wir nun mal ganz viele Möglichkeiten haben, aus der Gegenwart zu entrinnen bzw. uns mannigfaltig abzulenken, nutzen wir das auch bei jeder Gelegenheit. Gedanken, Medien- und Suchtmittelkonsum sowie andere Menschen laden uns immer wieder ein, aus der Gegenwart bzw. Wirklichkeit zu entfliehen – in vermeintlich angenehmere ‚Welten‘. Das ist zwar manchmal auch schön und hin und wieder auch in Ordnung, wird es jedoch zum Dauerzustand und quasi ‚normal‘, dann kippt die ganze Sache ins Ungesunde. Sind wir nicht gegenwärtig, sind wir sozusagen ‚nicht zu Hause‘. Jedem (Viren, Einbrechern, Manipulatoren etc.) sind dann Tür und Tor geöffnet und wir schutzlos ausgeliefert. Körper – Geist – Seele sind nicht vereint. Dies führt früher oder später zu Krankheiten oder anderen Problemen. Lassen wir es nicht so weit kommen: Machen wir BodyAnchoring!

Zum Schluss noch ein einfaches Kriterium, ob du gegenwärtig bist: Wer lächelt, zeigt, dass jemand zu Hause ist.

29. Januar: Mit der Lebensenergie verbinden

BodyAnchoring – wir verbinden uns mit der Lebensenergie.

Im BodyAnchoring geht es nicht um Körperfetischismus. Es geht eigentlich nicht einmal primär um den Körper als alterndes und schließlich verwesendes Objekt. Er ist ‚nur‘ das Vehikel, das unsere Lebensenergie beherbergt. In dieser Funktion soll er gehegt, gepflegt und wertgeschätzt werden. Im BodyAnchoring suchen wir über unseren Körper die Verbindung mit der Lebensenergie – der Energie, die nie verloren gehen kann. In ihr wollen wir uns verankern. Sie ist es, die unsere Lebendigkeit ausmacht. Wenn du die Augen für einen Moment schließt und dich auf deinen Körper fokussierst, ihn sozusagen ‚von innen‘ wahrnimmst, dann erhältst du einen Geschmack dieser Lebensenergie. Schön, nicht?

30. Januar: Rituale

Die Notwendigkeit von Ritualen und regelmäßigen formellen Übungen ist für das BodyAnchoring unterstützend. BodyAnchoring ist eine informelle meditative Übungspraxis für den Alltag. Es kann immer und überall angewendet werden. Damit diese Übungspraxis nachhaltig vertieft wird, braucht es formelle Ergänzungen.

Vorschläge: Ein Morgen- und/oder Abendritual, welche das BodyAnchoring bestätigen bzw. es explizit einüben. Diese Rituale können nach eigenen Bedürfnissen kreiert und angewendet werden. Ziel wäre eine Selbstverständlichkeit wie das Zähneputzen. Eine regelmäßige, tägliche Sitzmeditation. Wöchentliche Meditationen in einer Gruppe. Und vieles andere mehr. Solche formellen Übungsteile ergänzen und befruchten die informelle Praxis. „Zwei Beine sind besser als eines.“ Wir können jegliche Synergieeffekte für diese große Herausforderung gebrauchen.

31. Januar: In der Gegenwart angekommen – was dann?

BodyAnchoring führt dich in die Gegenwart, ins wirkliche Leben. Wie geht es dann weiter? Was machst du dort?

1) zuerst einmal: nichts tun, 2) annehmen der realen Welt, wie sie sich dir darbietet bzw. wie sie ist, 3) dich selbst mit allen Gedanken, Gefühlen und Empfindungen annehmen, 4) das Jetzt als Kraftfeld nutzen und dich stärken lassen, 5) die Vereinigung von Körper, Geist und Seele genießen, 6) das Rendezvous mit dem Leben genießen, 7) weiterhin BodyAnchoring praktizieren.

Gegenwärtig-Sein fühlt sich zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig an. Du kannst dir ungeschützt vorkommen. Vor allem in sozialen Kontakten braucht es einiges an Übung, bis du den enormen Mehrwert spürst. Darum dranbleiben: zuerst in einfacheren Situationen und dann steigern.

1. Februar: Die Methode BodyAnchoring lernen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich das BodyAnchoring anzueignen:

Mein Buch ‚BodyAnchoring’ lesen. Erschienen im Februar 2019 beim Novum Verlag.

Diesen Blog lesen und umsetzen. Selbst einen Blog schreiben. Dir Gleichgesinnte zum Austausch und Üben suchen. Dich von Literatur und YouTube inspirieren lassen: Tolle/Thich Nhat Hanh/Kopp/Gurdjieff/Red Hawk/Newbigging/Feild/Walsh u. a. m.

www.psychtherapie-achtsamkeit.ch

Auf die Eigendynamik der intrinsischen Motivation vertrauen. Dir ein kreatives und individuelles ‚Weckersystem‘ aufstellen. Und vieles andere mehr.

2. Februar: Von einem Punkt zum ganzen Körper

Wenn du BodyAnchoring wirklich praktizieren willst, brauchst du einen Aufhänger oder eine passende Anfangsstelle. Per definitionem ist das der oben bereits beschriebene Hauptkörperanker. Das ist diejenige Körperstelle, an der du dich am leichtesten mit deinem Körper verbinden kannst. Das ist der Einstieg, der jederzeit möglich ist. Daraufhin kannst du zu den Kontaktstellen oder zu gewissen Sinnesempfindungen wechseln. Es ist auch möglich, dass dein Bewusstsein sich vom Hauptkörperanker aus über den gesamten Körper ausbreitet. Du bist dann verbunden mit deinem Gesamtkörper. Dies kann fluktuierend wechseln wieder zurück zum Hauptkörperanker oder zu einer Sinnesempfindung.

In Bewegung kann dein Fokus auch beim bewussten Tun sein. Die Berührungsempfindungen an deinen Händen sind dann zum Beispiel die relevanten Verankerungen. All das ist vollkommen in Ordnung und erwünscht. Hauptsache, du bist mit deinem Körper verbunden und damit in der Gegenwart: Bereit, das Leben im Hier und Jetzt zu genießen.

3. Februar: In den Körper hinein – über den Körper hinaus

Der Körper ist „nur“ das Sprungbrett. Hinein in die gegenwärtige Wirklichkeit – hinein ins volle Leben. Es geht nicht darum, auf den Körper fixiert zu bleiben. Die Körperverankerung ist Mittel zum Zweck. Der Zweck ist die Gegenwärtigkeit und in der Folge eine erhöhte Lebensqualität. Um ein anderes Bild zu verwenden: Ist der Drachen (der Geist/das Bewusstsein) erst gestiegen und am Fliegen, genießt er zuallerallererst die Gesamtschau von oben. Und was sieht er da? Alles, was ist: den eigenen und andere Körper, Gedanken, Gefühle und Empfindungen und vieles andere mehr. Der Körper, der zuerst der Verankerung diente, wird also transzendiert und dann selbst zum Objekt der Beobachtung. Weiterhin bleibt der Drachen durch die Schnur verbunden mit dem Menschen auf dem Boden. Er bleibt geerdet und verankert (BodyAnchoring) und somit kann er weiterhin das Fliegen genießen.

Die anfängliche Rückbesinnung auf einen Körperfokus braucht einen konzentrativen Effort und den Mut, sich vom Gedankengeschwurbel loszulösen. Dann aber kann das Verweilen in der Gegenwart durchaus mühelos genossen werden.

4. Februar: Negative Gedanken und Gefühle

Wie kann ich BodyAnchoring anwenden, wenn mich negative Gedanken und Gefühle plagen? Wenn die Gedanken nicht aufhören wollen zu kreisen? Wenn Panikgefühle in mir auftauchen? Wenn die Umwelt sich nicht so verhält, wie ich es mir so sehr wünsche?

Eine schrittweise Anleitung:

1) Meinen Hauptkörperanker auswählen. 2) Mit meinem Bewusstsein (oder meinem Atem) zu meinem Hauptkörperanker gehen und es so lange wie möglich dortbehalten. 3) Mein Bewusstsein evtl. auf den ganzen Körper ausdehnen. Diese Schritte entziehen den Gedanken und Gefühlen die Aufmerksamkeitsenergie. Diese werden jammern und klagen, damit ich mich ihnen wieder zuwende. Meine Festigkeit im BodyAnchoring wird andauernd getestet. 4) Gelingt es mir, mich nachhaltig mit einem Körperanker zu verbinden, kann es mir gelingen, zu meinen negativen Gedanken und Gefühlen einen gesunden und schützenden Abstand aufzubauen. Diesen Prozess nennt man Nicht-Identifikation oder Desidentifikation. Er bildet die Grundbedingung für eine angemessene Gedankensteuerung und eine effiziente Gefühlsregulation. 5) Den Anziehungs- bzw. Verführungskräften der Denk- und Fühlgewohnheiten muss standgehalten werden.

Es ist essenziell, dass die obige Anleitung vorgängig geübt und gefestigt werden muss. Weiterhin ist es wichtig, nicht in den Bekämpfungsmodus zu verfallen. Gedanken und Gefühle, die bekämpft werden, nehmen an Stärke zu. Je früher grübelndes Denken oder panikartige Gefühle entdeckt werden, desto größer ist die Chance, dass sie uns nicht vereinnahmen bzw. beherrschen.

5. Februar: Die Vision eines körperverankerten Menschen (Idealbild)

Ein solcher Mensch ist ein ganz angenehmer und natürlicher Zeitgenosse.

Ein Lächeln umspielt seine Mundwinkel. Seine Bewegungen sind leicht und anmutig. Seine Haltung ist im Gehen und im Sitzen aufrecht, jedoch nicht steif. Er strahlt eine gewisse Würde aus.

Er isst langsam, bewusst und mit Genuss.

Seine ganze Motorik ist ein klein wenig verlangsamt.

Im Kontakt mit anderen Menschen nimmt er sich Zeit zu antworten und zu reagieren – als hätte er alle Zeit der Welt.

Er ist im Umgang freundlich, rücksichtsvoll mit angemessenem Respekt. Schweigen und Pausen haben durchaus ihren Platz. Er nimmt seine Mitmenschen ernst, ohne in Ernsthaftigkeit mit ihnen zu versinken.

Wie mit einem großen Herzen schaut er auf sich und die anderen – will nicht missionieren – empfindet sich nicht als etwas Besseres – versucht echt und ehrlich zu sein.

Er fühlt mit, wenn ihm etwas erzählt wird und gibt auch von sich etwas preis – nichts zu verstecken.

Auch Charme und Humor dürfen bei ihm sein, aber keine manipulativen ‘Spielchen’.

Alles in allem kann er das, weil er in sich verankert ist (BodyAnchoring), in seiner Mitte, bei sich zu Hause.

Auch wenn dieses Idealbild vielleicht noch weit weg scheint, es ist umsetzbar und anstrebbar. Dich selbst darin zu visualisieren, kann deinen Fortschritt begünstigen.

6. Februar: Ein Experiment

Ein interessierter Laie will wissen und erfahren, was BodyAnchoring ist.

Anleitung: Verbinde dich mit deinem Körper an einer Stelle, die dir leichtfällt.

Okay, du hast deine Füße gewählt.

Denke nun an deine Füße und spüre insbesondere ihren Kontakt mit dem Boden über die Fußsohlen.

Kehre im Folgenden immer wieder zur Wahrnehmung deiner Füße zurück.

Warten – Pause – Warten – Pause.