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Warum flüchten wir ständig aus der Gegenwart? Warum bereitet es so viel Mühe, uns im Hier und Jetzt aufzuhalten? Ist die Gegenwart doch alles, was wir haben: Die Vergangenheit ist vorbei, die Zukunft noch nicht Wirklichkeit. Wenn wir am Jetzt nicht teilhaben, verpassen wir das Leben. Die Kunst der Gegenwärtigkeit kann erlernt werden. Die geeignete Methode: BodyAnchoring. Eine alltagskompatible Meditationspraktik mit Körperverbundenheit, die in einen neuen Daseinsmodus versetzt. Den Zustand des Präsentseins kultiviert. Unmittelbar und ohne Vorkenntnisse wirkt, ohne viel Zeitaufwand und spezielle Ausrüstung. So, wie es in den modernen Alltag passt. Genießen wir endlich die Jetztzeit! Die Reise kann beginnen ...
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Seitenzahl: 45
Veröffentlichungsjahr: 2019
Inhaltsverzeichnis
Impressum
Vorwort
Einleitung
Die Körper-Geist-Polarität
Was ist BodyAnchoring?
BodyAnchoring als Methode
BodyAnchoring und Denken
Aspekte der Umsetzung im Alltag
Vorteile und Früchte des BodyAnchoring
Hindernisse und Widerstände beim BodyAnchoring
Gegenwärtigkeit
Allgemeines über Meditation
Schlusswort
Dank
Impressum
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie.
Detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://www.d-nb.de abrufbar.
Alle Rechte der Verbreitung, auch durch Film, Funk und Fernsehen, fotomechanische Wiedergabe, Tonträger, elektronische Datenträger und auszugsweisen Nachdruck, sind vorbehalten.
© 2019 novum Verlag
ISBN Printausgabe: 978-3-99064-544-4
ISBN e-book: 978-3-99064-545-1
Lektorat: Annette Debold
Umschlagfotos: Olga Kovalishina Nikishina, Irina Gorbunova | Dreamstime.com
Umschlaggestaltung, Layout & Satz: novum publishing gmbh
Innenabbildungen: Colorscurves | Dreamstime.com (8)
www.novumverlag.com
Vorwort
Obwohl wir alle einen Körper haben – sind wir darin nicht ‚zu Hause‘.
Obwohl wir immer schon in der Gegenwart leben – flüchten wir ständig aus ihr.
Wie kommt das? Was treibt uns weg vom Hier und Jetzt?
Der Wunsch und die Bestrebungen, vermehrt in der Gegenwart zu verweilen und sie gar zu genießen, bestehen, seit es Menschen gibt. Diese ahnten schon früh, dass Gegenwärtigkeit bzw. Präsenz lebensverschönernd oder gar lebenserhaltend ist.
Sie erkannten, dass das Leben sich nur und ausschließlich in der Jetztzeit abspielt und folglich auch nur da genossen werden kann.
Auch heutzutage tun wir uns äußerst schwer, diese Bestrebungen im Alltag umzusetzen. Mit dem Kopf sehen wir vieles ein, und es erscheint uns wichtig – Gewohnheiten halten uns jedoch davon ab, unsere Absichten umzusetzen.
Der Körper ist schwer, erdgebunden, altert und tut häufig weh. Außerdem entspricht er nicht unserem verinnerlichten Schönheitsideal. Die Gegenwart entspricht ebenfalls nicht unseren Erwartungen. Sie ist oft hart, stinkig, anstrengend und bevölkert mit schwierigen, aufsässigen Mitmenschen.
Kein Wunder, wollen wir nur weg von hier. Wir wünschen uns virtuelle Brillen, Wunderpillen, Mr oder Mrs Right oder sonst welche Drogen, die uns endlich in eine bessere Welt katapultieren.
Zur Not tun es auch Handy, Alkohol, TV, Games oder Bücher und Zeitschriften. Das Angebot bzw. die Verführung ist riesig.
Wem das immer noch nicht ausreicht, greift zurück auf hauseigene, ‚selbst gemachte Fluchttools‘:
Exzessives Denken, Fantasiegespinste, Stricken eigener Geschichten und Schwelgen in Erinnerungen.
Und schon ist man raus aus dem Körper und raus aus der leidigen Gegenwart.
Nur ist es leider so, dass man die Gegenwart bloß als ‚Gesamtpaket‘ haben kann – mit allen Schönheiten und Widrigkeiten – oder eben nur als fade, platte Scheinwirklichkeit.
Wer von Letzterem genug hat, braucht Ideen, Werkzeuge und vor allem eine Methode, um wirkungsvoll Gegensteuer geben zu können. Wie beim Segeln gegen den Wind, sind die Absicht, das Know-how und die Ausrüstung entscheidend für den Erfolg. Dazu noch eine Portion Mut und Beharrlichkeit, und die Reise kann losgehen.
Am Anfang jedoch – und das ist ganz entscheidend – steht Ihre Unzufriedenheit mit Ihrer gegenwärtigen Situation. Nur mit dieser Triebkraft werden Sie die Reise beginnen, hoffentlich auch genießen und mit Erfolg am Ziel ankommen.
Ich hoffe, dieses Buch wird Ihnen ein nützlicher Begleiter sein.
Einleitung
Die Menschen erkannten bald, dass der Weg in die Gegenwart über ein Trainingsprogramm führen muss.
Die Suche nach passenden Meditationspraktiken begann.
Wege, Methoden und Techniken wurden entwickelt, um zu sich selbst, zu Gott und in die Gegenwart zu kommen.
‚Hic et Nunc!‘ – Hier und Jetzt! –, nannten es die alten Römer. Nur banale Alltagsbewältigung und Überleben reichten ihnen nicht. Sie suchten nach der wirklichen Welt in der Gegenwart und erkannten zunehmend den Wert von Gegenwärtigsein.
Dies setzte schon in Kulturen vor den Römern große kreative Energien in Gang, welche in der Folge zu den zahllosen Meditationsmethoden führten, die wir heute kennen.
Unterschiedliche Zeiten und Menschentypen brauchen unterschiedliche Herangehensweisen. So ist es also nur folgerichtig, dass diese für die heutige Zeit auch angepasst werden müssen.
Der heutige Mensch hat normalerweise einen vollen Terminkalender. Wenn er nun in Meditationsbüchern lange Meditationszeiten und Retreats empfohlen bekommt – dann schreckt ihn das mehr ab, als es ihn anzieht und begeistert.
Es braucht daher neue, angepasste Meditationsformen, welche für den modernen westlichen Menschen alltagskompatibel sind.
Die Kernfragen haben sich dabei nicht verändert:
Wie gelingt es uns, vermehrt und länger in der Gegenwart anwesend zu sein? Wie gehen wir mit unseren Gedanken um?
Unterschiedliche Meditationswege haben darauf verschiedene Antworten gefunden.
Das BodyAnchoring, die Methode, welche hier vorgestellt wird, greift einen Kernaspekt all dieser Wege heraus:
Der Körper als primäres Verankerungsobjekt des Geistes in der Gegenwart.
Liebe Leserin, lieber Leser,
versuchen Sie doch gleich zu Beginn dieser gemeinsamen Reise, sich in der Kunst der Gegenwärtigkeit zu üben. Nehmen Sie während des Lesens immer wieder Kontakt zu Ihrem Körper auf. Spüren Sie z. B. die Kontaktfläche Ihres Körpers zum Boden: Ihre Fußsohlen. Verweilen Sie ein paar kurze Augenblicke bei Ihren Füßen. Dieser Kontakt wird Sie in die Gegenwart bringen.
Dabei können Sie bereits erste Erfahrungen in Gegenwärtigkeit sammeln.
Das folgende Zeichen soll Sie jeweils daran erinnern:
Eine kleine Geschichte zu Beginn der Reise:
Der Meister ging zu einem interessierten Schüler, der schon längere Zeit vor den Klostertüren ausgeharrt hatte, und sprach ihn an: „Willst du weiter in deiner gewohnten Welt der selbst geschaffenen Gedanken und Vorstellungen leben – oder willst du je länger, je mehr in die Wirklichkeit eintreten und dort verweilen, obwohl sie sich oft stinkig, langweilig und abweisend anfühlt?“
Der Schüler überlegte kurz und wählte dann das Zweite.
„Wenn das so ist“, erwiderte der Meister, „dann bist du hier herzlich willkommen.“
Der Schüler durfte ins Kloster eintreten und lernen.
Und noch eine Metapher:
