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Dieses Buch dokumentiert die jahrelange Auseinandersetzung über die Gestaltung des Vorplatzes am Bonner Hauptbahnhof. Trotz einer regen und engagierten öffentlichen Debatte und diversen Aktionen der Bonner Bürger ist es nicht gelungen, eine vernünftige Lösung zu finden. So stehen jetzt riesige Baukörper ("Klötze") an der Stelle, wo normalerweise aus verkehrstechnischen und ästhetischen Gründen ein Platz sein sollte. Warum das so enden musste, ist eine offene Frage.
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Seitenzahl: 106
Veröffentlichungsjahr: 2020
Gewidmet allen, die sich für eine lebens- und liebenswerte Stadt Bonn eingesetzt haben und weiterhin einsetzen
Mit Vollendung des Gebäudekomplexes „Urban Soul" im Jahr 2020 ist der Traum von einem funktionalen und attraktiven Bahnhofsvorplatz ausgeträumt Wo ein einladendes Portal in die Bonner Innenstadt hätte entstehen können, erheben sich jetzt gewaltige Baukörper („Klötze"), die nicht nur den historischen Hauptbahnhof bedrängen, sondern auch die Maximilianstraße in eine verschattete Gasse verwandeln. Angesichts des Verschwindens eines nennenswerten Bahnhofsvorplatzes beschloss der 2006 gegründete Verein Pro Bahnhofsvorplatz Bonn e.V. sich aufzulösen. Das vorliegende Büchlein stellt seine letzte Aktivität dar – ein Abschiedsgeschenk der besonderen Art.
Es dokumentiert nicht nur die jahrzehntelange Auseinandersetzung mit der Gestaltung des Platzes vor dem Hauptbahnhof, sondern thematisiert zugleich Defizite der Stadtplanung, mangelnden Gestaltungswillen von Verwaltung und Kommunalpolitik sowie unverbindliche und damit wirkungslose Bürgerbeteiligungen. Das jetzt zu besichtigende Endergebnis ist wenig überzeugend, wie in den einzelnen Beiträgen ausgeführt wird. Vor allem fehlte von Anfang an ein Gesamtkonzept, das Fußgängern, Radfahrern, Bussen und Bahnen und nicht zuletzt der Ästhetik Rechnung getragen hätte – es fehlte schlichtweg an der durchdachten Planung und Gestaltung eines dafür vorzusehenden Raumes.
Die Autoren beleuchten aus recht unterschiedlicher Perspektive die Geschichte des Bahnhofsvorplatzes. So ist ein bunter Strauß entstanden, der letztendlich zwei Tatsachen anschaulich belegt: Zum einen die äußerst intensive und viele Jahre andauernde öffentliche Diskussion über die zukünftige Gestaltung des Bahnhofsvorplatzes, zum anderen das unbefriedigende, in Beton gegossene Endergebnis, von dem sich jetzt jeder selbst ein Bild machen kann. Dieses war aus unserer Sicht nicht zwangsläufig und unvermeidbar. Am Schauspiel beteiligt waren Stadtverwaltung und Oberbürgermeister, Kommunalpolitiker und ihre Parteien im Stadtrat, diverse Investoren, kritische Bürger mit ihren Aktionen, Tageszeitungen und andere Medien und schließlich die Bonner Bürgerschaft insgesamt, die sich in Sachen Bahnhofsvorplatz nicht übermäßig engagiert hat. Wer ist nun schuld am Spielausgang?
Unser Büchlein kann vielleicht dazu beitragen, dass grundsätzliche Fragen der Stadtplanung zukünftig besser und befriedigender im demokratischen Diskurs verhandelt und entschieden werden. Dazu ist eine entsprechende politische Kultur mit verbindlichen Regeln notwendig. Wer damals Unterschriften zum Bürgerbegehren gesammelt hat, erinnert sich an viele achselzuckende Passanten, die müde mit dem Satz abwinkten: „Man kann doch eh nix machen!". Leider ist diese Einschätzung realistisch, solange die Bürger nicht direkt – im Rahmen verbindlicher Regularien – regelmäßig an Entscheidungen beteiligt werden.
Wir danken allen Autorinnen und Autoren für ihre Beiträge sowie allen Personen und Einrichtungen, die unser Projekt unterstützt haben. Insbesondere danken wir Frau Dr. Birgitt Redlich für ihre unermüdliche Unterstützung bei der Herstellung dieses Büchleins. Dem General-Anzeiger sei für die freundliche Genehmigung gedankt, eine Reihe von Artikeln, Leserbriefen und Abbildungen zu reproduzieren.
Möge unser Büchlein den Mitgliedern des nun aufgelösten Vereins Pro Bahnhofsvorplatz Bonn und allen, die sich in seinem Sinne eingesetzt haben, zur Erinnerung dienen und in der Öffentlichkeit zu fruchtbaren Diskussionen anregen.
Bonn, im Frühjahr 2020
Günter Bergerhoff und Heinz Schott
Der Hauptbahnhof und sein Vorplatz: Zur Einführung
Günter Bergerhoff
Eine chronologische Einführung
Sadek El Banna
Die städtebauliche Entwicklung des Bahnhofsbereichs Bonn: Eine 50-jährige Planungsgeschichte
Stadt Bonn
Der Hauptbahnhof als Baudenkmal in der Denkmalliste der Stadt (1986)
Martin Bredenbeck
Zwischen Bonner Loch und Stadthaus. Gedanken zur Stadtbaukunst der Nachkriegszeit in Bonn (Vortrag vom 26.03.2011)
H. Pankuweit:
Am Bonner Hauptbahnhof (Gedicht)
Umstrittene Pläne, Bürgerbegehren, Bürgerwerkstatt (1998-2008)
Bahnhofsvorplatz: Proteste verpuffen
Bonner Rundschau, 12.05.2000
Bärbel Dieckmann
Auszüge aus dem Redebeitrag (Redestichpunkte) zum 1. Konvent der Baukultur am 4. und 5. April 2003
Peter Riemann
Bahnhofsbereich Bonn – Entwicklung und Verfahrenskonzept (2004)
Das Bürgerbegehren 2004
Unterschriftenformular und Fotos
Pro Bahnhofsvorplatz e.V.
Vereinsgründung 2006
Rainer Frenkel
Innenstadt zu Verkaufen
[Wiederabdruck aus ZEIT ONLINE; DIE ZEIT, 44/2006"]
Aktionsgemeinschaft Bahnhofsvorplatz
Pressemitteilung zum Ratsbeschluss vom 31.01.2007
Stellungnahme der Verwaltung zum Bürgerantrag
(April 2007)
Aktionsgemeinschaft Bahnhofsvorplatz
Brief an OB Dieckmann vom 28.04.2007
Verein Pro Bahnhofsvorplatz Bonn e.V.
Rheinlandtaler für Herrn Prof. Dr. Bergerhoff
Günter Bergerhoff
Dankesrede zur Verleihung des Rheinlandtalers am 24. Juni 2008
Leserbrief
Egbert Pauels:
General-Anzeiger, 8.05.2008
Problem Südüberbauung und zweites Bürgerbegehren (2009-2013)
Alle vier Entwürfe haben Macken
General-Anzeiger, 28.01.2009
Alles hängt an der Südüberbauung
General-Anzeiger, 18./19.04.2009
Zum Masterplan Innere Stadt Bonn (Grafik) sowie zwei Schreiben von Stadtbaurat
Werner Wingenfeld
(2010)
Das Bürgerbegehren 2012
Einige Dokumente
CDU-Ratsfraktion Bonn
Südüberbauung. Pressemitteilung vom 22.05.2012
Geld ist noch nicht geflossen
General-Anzeiger, 15.10.2012
Ilse Maresch
Hintergrundinformationen zu den laufenden Planungen am Bonner Hauptbahnhof (2012)
Ilse Maresch
Südüberbauung – Größenvergleich (Tabelle vom 11.05.2012)
Günter Bergerhoff
Eine Lösung für den Bonner Bahnhofsvorplatz – Eine Bürgeraktiengesellschaft (Empfehlung vom 4.03.2013)
Briefwechsel
Hans Rüttgers:
Brief an "Mitstreiter" vom 17.04.2012
Günter Bergerhoff/Georg F
: Mails vom 25.05.2012
Günter Bergerhoff/Hiltrud Kier:
Mails vom 30.5./1.06.2012
Leserbriefe
Siegfrid Wohlfahrt u. Jo Adams:
General-Anzeiger, 6.04.2009
Reinhard Junker.
General-Anzeiger, 4.05.2009
Sadek El Banna:
General-Anzeiger, 15.03.2012
Gerd Fuchs:
General-Anzeiger, 29.07.2013
O. W. Winzen:
General-Anzeiger, 6.08.2013
Peter Naberfeld:
General-Anzeiger, 11.09.2014
Vom "Bonner Loch" zur "Urban Soul" (2014-2020)
Aktionsgemeinschaft Bahnhofsvorplatz, Trägerin des Bürgerbegehrens zum Bahnhofsvorplatz, Verein Pro Bahnhofsvorplatz Bonn e.V.
Gemeinsame Presseerklärung: Bonn, 11.05.2014
Fünf Entwürfe für das Nordfeld
General-Anzeiger, 18.04.2015
Birgitt Redlich
Anmerkungen zum Klimagutachten der Baumaßnahmen am Nordfeld im Bahnhofsbereich 2015
Bürgerbund Bonn (BBB)
Bebauung Nordfeld: Pressemitteilung vom 25.06.2015
Cem Akalin
Der Städtebaubeirat wegen des Nordfelds in der Kritik General-Anzeiger, 7.07.2015
Cem Akalin:
Für den Umbau fehlt noch Geld General-Anzeiger, 14.07.2016
Rainer Schmidt:
Alles Ansichtssache. Eine Ausstellung (...) zeigt auch Bausünden in Bonn General-Anzeiger, 2.10.2017
Otto und Irene Goseberg
Bahnhofsvorplatz - Das "Bonner Loch"
Use Maresch
Die Bedeutung des Bonner Hauptbahnhofs für den innerstädtischen Verkehr – Busbahnhof im Abseits
Verein Pro Bahnhofsvorplatz
Pressemitteilung: Problemfeld Bahnhofsvorplatz 5.04.2016
Sigrid Peyerimhoff
Bahnhofsvorplatz als Einladung in die Stadt?
Nicolaus Ottersbach
Bürger kritisieren zugebauten Bahnhofsvorplatz General-Anzeiger, 7.06.2018
Briefwechsel
Günter Bergerhoff:
Rundmail an die Ratsfraktionen vom 30.6.2016
Günter Bergerhoff und Heinz Schott:
Brief an OB Sridharan vom 1.12.2016
FEMNET:
Schreiben an die Stadtratsmitglieder (2016)
Leserbriefe
Günter Bergerhoff.
Entwurf eines Leserbriefs vom 17.06.2016
Herbert von Scheven:
General-Anzeiger, 1.07.2016
Günter Bergerhoff:
General-Anzeiger, 26./27.08.2017
Wolfgang Luckner/Manfred Brodt:
General-Anzeiger, 30.01.2019
Hans-Reimar von Mutius:
General-Anzeiger, 7.02.2019
Heinz Schott:
General-Anzeiger, 28.02.2019
Franz Rübenach:
General-Anzeiger, 19.08.2019
Friedbert und Adelheid Landwehr:
General-Anzeiger, 6.11.2019
Heidemarie Weide:
General-Anzeiger 6.12.2019
Endergebnis – So sieht's aus
Maximilianstraße wird zur hohlen Gasse Bericht im General-Anzeiger, 4.12.2019
Andreas Baumann
Erlös für die Stadtkasse schmilzt General-Anzeiger, 4.12.2019
Andreas Baumann
Nie wieder so ein Fiasko General-Anzeiger, 14.12.2019
Leserbriefe
Ralph Vianden:
General-Anzeiger, 15.01.2020
Franz Rübenbach:
General-Anzeiger, 18.02.2020
André Vogel:
General-Anzeiger, 18.02.2020
Blick über den Tellerrand
Nachhaltige Stadtplanung in der Stadt Zürich, 2005
Aus dem Bericht der Stadt Zürich, Amt für Städtebau
Anton Ladner
Wenn Bürger aufstehen Wiederabdruck aus "Doppelpunkt" 5/2019
Heinz Schott
Bahnhöfe mit Vorplätzen: Einige Fotos zum Vergleich
Schlussbemerkung der Herausgeber
Aus Anlass der Fertigstellung der neuen Gebäude vor dem Bonner Bahnhof im Jahre 2020 gibt der Verein Pro Bahnhofsvorplatz Bonn e.V. einen Rückblick heraus. Er beleuchtet aus der Sicht der Bürger und Bürgerinnen, die allerdings nicht immer alle Begründungen kennen, die turbulente Geschichte der Bebauung auf der Grundlage mehrerer hundert Berichte aus dem Bonner General-Anzeiger, aus Leserbriefen, Drucksachen der Stadt Bonn, amtlichen Schriften der Stadt Bonn, u.a. Wesentlich vertieft ist diese Betrachtung in einer Bachelorarbeit an der Universität Bonn [1].
Mit der demokratischen Verfassung der Bundesrepublik wurden auch die Entscheidungen des Stadtrates zu den Problemen der Bebauung des Areals vor dem Bahnhof durch seine Parteizusammensetzung bestimmt. Die Folgen des dadurch entstehenden, parteibeherrschten Streites um die „richtige" Planung durchziehen alle folgenden Diskussionen im Stadtrat bis heute [5]. Im Hintergrund steht eine Stadtverwaltung, die für diese Diskussionen eigentlich eine vollständige Information über die technischen, gesetzlichen und finanziellen Bedingungen liefern müsste. Seit der Zusammenlegung 1995 des Amtes des Oberstadtdirektors als Verwaltungschef mit dem des Oberbürgermeisters als Ratsvorsitzenden scheint die Verwaltung noch selbständiger geworden zu sein und bestimmt durch die „richtigen" Informationen den Verlauf der Diskussion im Stadtrat.
Der Ablauf der Ereignisse dokumentiert auch die Beziehung zwischen dem Rat und den Bürgern und Bürgerinnen der Stadt. Sie ist ein Beispiel für das Verhältnis zwischen einer „Regierung" und ihrem „Volk", das heute nur Vertreter von Parteien wählen kann.
Diese sind als Stadtverordnete in ein System gebunden, das im Grunde vor allem Prinzipien für eine große, staatliche Politik aufstellt, aber nur sehr indirekt die lokalen Probleme einer Stadt behandelt. Darüber hinaus sind die Mitglieder des Rates der Stadt bei ihren Entscheidungen von einer gründlichen Information durch eine Stadtverwaltung abhängig, die anscheinend häufig zu wünschen übrig lässt.
„Unser Staat ist in allen Sphären von Parteien durchdrungen, sodass in der Praxis eine Trennung in breite Grauzonen nicht mehr möglich ist. Das ist zwar ein Riesenproblem, denn die Parteien verfolgen ihre eigenen Interessen, die mit denen der Bevölkerung keineswegs übereinzustimmen brauchen. Inzwischen hat man aber davor kapituliert". (Herbert von Arnim, zitiert nach Die Welt vom 12.April 2017).
Die spärlichen Versuche einer Beteiligung der betroffenen Bevölkerung durch Online-Befragungen, Bürgerwerkstätten und Bürgerentscheide sind in Bonn bis jetzt weitgehend ins Leere gelaufen. Stadtplanung ist eine Aufgabe, die in Einzelheiten sicher von Fachleuten überprüft werden muss, aber in ihren Grundsätzen durch die Bevölkerung der Stadt konzipiert werden sollte. Man kann nur hoffen, dass sich eines Tages bessere und verbindlichere Wege der Entscheidungsfindung zu einer wirklich demokratischen Methode entwickeln.
Zunächst soll ein chronologischer Überblick in die aktuelle Problematik einführen.
Mit der Entwicklung des Eisenbahnverkehrs im 19.Jahrhundert erhielt auch Bonn 1843 einen ersten Bahnhof vor der noch existierenden Befestigungsanlage [2] (Foto: [4], S. 26). Aber 1883 wurde der heute noch bestehende neue Bahnhof errichtet. Die architektonische Qualität des Bahnhofgebäudes schildert eindrücklich der Aufsatz von Olga Sonntag [2]. Das Gebäude steht seit 1986 unter Denkmalschutz. (Fotos: [2], S. 197, 200 und 209; [4],S.103).
Der Bahnhof brauchte einen Eingang in die Stadt, die allerdings vorerst nur durch einen „Trampelpfad" erreichbar war ([2], S.210), denn es bestanden noch Teile der Festungsmauern (Fotos: [4], S. 38, 49). Dank einer Bürgerinitiatve im Jahre 1885 [!] wurde der Zugang zur Stadt verbessert und damit die heutige Poststrasse gebildet (Foto: [2], S. 212).
In der Front des Bahnhofs, zwischen der Strasse am Bahnhof und der Maximilianstrasse, entstanden bemerkenswerte Privat- und Geschäftshäuser in einem Stil, den heute noch einige Häuser der Ostseite der Maximilianstrasse zeigen. Auch im 2.Weltkrieg blieben sie weitgehend unbeschädigt.
Mit der wachsenden Bedeutung der Stadt nach dem 2.Weltkrieg wurde eine neue Verkehrsplanung notwendig.
Professor Leibbrand (1914-1985), Zürich, wird 1957 mit einer Planung beauftragt, die aber nicht umgesetzt wird.
1969 beschliesst der Stadtrat eine U-Bahn-Strecke am Bahnhof vorbei in die Adenauerallee zu bauen. Der Bau sollte in offener Bauweise erfolgen. Daher werden die Häuser zwischen Maximilianstr und der Strasse am Bahnhof von der Thomas-Mann-Strasse bis zum Kaiserplatz abgerissen - einschliesslich des alten Pavillons der Kaiserhalle. Das Gelände erwirbt die Stadt.
Für das Bahnhofsumfeld werden Städteplaner mit der Planung beauftragt. Eine erste Planung der Firma Bredero, die in Bonn bereits mehrere Bauwerke errichtet hatte, wurde 1972 verworfen.
1974 legt der Stararchitekt Friedrich Spengelin (1925-2016) ausführliche Entwürfe vor. Namhafte Bonner Kunsthistoriker und vor allen Prof-Lützeler (1902-1988) [5] sagen im General-Anzeiger Bonn am 11.1.1977 in einer ausführlichen Kritik an den Plänen Spengelins: „Jetzt droht Bonn sich selbst zu zerstören" und „Die Ratsherren sind Schuld an unserem neuen städtebaulichen Elend". Trotz dieses energischen Protestes wird 1976 ein Neubau südlich der Poststrasse errichtet, der mehr als 40 Eigentümer bekommt. Er wird mit dem Hotel Continental als Südüberbauung bekannt (Foto [2], S. 223).
Ein terrassierter Platz entsteht zwischen Bahnhof-, Post- und Maximilianstrasse mit Zugang vom Untergeschoss des Bahnhofs ([1], S. 15 ff.). Durch ihn ist die Poststrasse durch eine Treppe erreichbar. Nach anfänglicher Pflege ist dieser Platz später verkommen und erhält den Spitznamen „Bonner Loch".
Das „Nordfeld" nördlich von Poststrasse und „Bonner Loch", zwischen Maximilianstrasse und Bahnhofstrasse erhält nun neben dem „Bonner Loch" einen schmalen Grünstreifen und wird im grösseren Teil zu einem viel genutzten Parkplatz für ca. 80 PKW. Die Parkgebühren vereinnahmt die Stadt.
Zu dem jetzigen Zustand kommt es, weil zahlreiche Planungen immer wieder verworfen werden. Darunter z.B. die 1986 von Professor Oswald Ungers (1926-2007) entwickelte Idee einer Überdeckung von Bahnhof und gegenüber entstehenden Gebäuden durch ein Glasdach. Dazu zieht Olga Sonntag ausführliche internationale Vergleiche [2
