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Niemand hat es anders gewollt: die erste Anthologie mit bösen, schnellen SF-Storys aus Sven Klöppings MegaFusion-Universum. Die Figuren sind keine Helden. Die Welt ist nicht ihre Bühne. Sie werden nur geduldet. Und manchmal geschieht etwas, mit dem niemand gerechnet hätte – Es sind Geschichten aus der Zukunft, Geschichten von Kleinkriminellen, tragisch Liebenden, Sektenführern und schizophrenen Linguistikern. Bekannte und weniger bekannte Autoren des Genres Science-Fiction haben sich zusammengefunden, um einen Beitrag zu MegaFusion zu leisten. Das Ergebnis kann sich lesen lassen.
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Seitenzahl: 235
Veröffentlichungsjahr: 2017
Sven Klöpping (Hrsg.)
BULLET
und andere Storys aus dem MegaFusion-Universum
s*ernwerk 2
Sven Klöpping (Hrsg.)
BULLET
und andere Storys aus dem MegaFusion-Universum
s*ernwerk 2
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.
© dieser Ausgabe: Juni 2016
Sven Klöppings s*ernwerk & p.machinery Michael Haitel
Titelbild & Illustrationen (in der Printausgabe): Lothar Bauer
Layout & Umschlaggestaltung: global:epropaganda, Xlendi
Lektorat: Sven Klöpping, Michael Haitel
Herstellung: global:epropaganda, Xlendi
Sven Klöppings s*ernwerk im Verlag p.machinery Michael Haitel
Ammergauer Str. 11, 82418 Murnau am Staffelsee
sternwerk.pmachinery.de
ISBN der Printausgabe: 978 3 95765 015 3
StellenSiesicheineStadtvor, diesichfastüberdengesamtenErdballausdehntund deren Häuser (und Arkologien) bis zu 3000 Meter in die Höhe ragen. Versuchen Sie sich auszumalen, wie das Leben in einem solchen Moloch aussehen könnte. Mutantenkiller, Lizenzjäger, PolizistenverfolgendenAbschaumderGesellschaft, der sich im Underground tummelt, ein Gebiet mit vielen »Vorstadt-Gettos«, das sich weit unterhalb der Erdoberfläche befindet. GroßeKonzernestreitensichdarüber, werwelchenTeilderStadtfürsichbeansprucht. Bisherige Länder werden nur noch »Gebiete« genannt und bisherige Großstädte werden zu »Stadtteilen«. Auch das Partyvolk findet jede Menge Möglichkeiten, seinen Freiheitsdrang zum Ausdruck zu bringen und die verschiedensten und neuartigsten Drogen und Getränke zu konsumieren. E-Rider, Homebasejumper, DeathJunkies gehen bis an die Adrenalingrenze. Kurz: eininteressanterMix aus anarchistischer Wut auf das System und obrigkeitsgläubiger Zuversicht und Vertrauen in die Zukunft der Menschheit, die immer wieder aufeinandertreffen und deutliche Spuren hinterlassen …
Wir schreiben das fünfte oder sechste Jahrtausend nach Christus.
MegaFusion malt das Bild einer Erde, wie sie in ein paar Tausend Jahren aussehen könnte – eineriesigeStadtbedecktgroßeTeileeinzelnerKontinente, viele grüne Inseln befinden sich zwar noch dazwischen, aber diese werden größtenteils wirtschaftlich genutzt. Nur in Südamerika, Afrika und Asien gibt es noch größere Naturreservate, wo die Natur ganz sich selbst überlassen ist. VielePflanzenbefindensichaufDächernvonWolkenkratzern, wo sie als Parks, Naherholungs- und Naturschutzgebiete, Zoos und Golfplätze genutzt werden. Lebensmittelwerdenauchunterirdischangebaut, in riesigen, »Seeding Hall« genannten Erdlöchern. GroßeBauvorhaben wie z. B. der Superspeedway, ein elektromagnetisches Tunnelsystem, das der E-Machine, einem zugähnlichen Gefährt, ermöglicht, sehr schnell von einem Ende der Welt zum anderen zu kommen, bilden das zentrale Nervensystem dieser Zivilisation. DassozialeKonzeptbeiMegaFusion tariert verschiedenste Gesellschaftsformen aus und erschafft ein Geistes-Konglomerat aus Einstellungen, Religionen, politischen Systemen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, die aber alle einem übergeordneten System des Profitdenkens und sogar einer gewissen Mitmenschlichkeit dienen. DagibteszumBeispieldiePalaverordnung, die allen vorschreibt, welche Wörter man zu gebrauchen hat. Dadurch kann die Menschheit sich interkulturell und intellektuell sehr gut verständigen, weiß, was das Gegenüber für Probleme hat und hilft ihm, weiter zu kommen, anstatt ihn zu verurteilen. NatürlichgibtesauchVerbrecher oder Terroristen, die von offizieller Seite gejagt werden, aber dies spielt sich größtenteils im von der Öffentlichkeit wenig rezipierten »Underground« ab, wo sich der sogenannte Abschaum der Gesellschaft sammelt und immer wieder schubweise nach oben drängt. Selten gibt der Autor auch Einblicke in die Welt außerhalb der Erdoberfläche, stellt verschiedene Projekte vor die für die Menschheit dieser Zeit wichtig sind, quasi als Reisebericht oder kurze Schilderung dessen, was noch so alles in den unermesslichen Weiten des Weltraums geschieht. Meistens jedoch bleibt er der Erdanziehungskraft treu und konzentriert sich auf die Geschehnisse auf unserem Heimatplaneten, die ja schon aufregend genug sind.
(Eine Hommage an Norman Spinrad und Philip K. Dick)
Eigentlich bin ich kein Chiphead.
Ich hasse Chipheads.
Vor allem die, die ständig in ihren eigenen Erinnerungen schwelgen, jedes Gefühl und jedes Ereignis aufzeichnen, um sich später in die Vergangenheit zu träumen, statt in der Gegenwart zu leben. Aber mein Job verlangt ein in meinen Hirnstamm implantiertes Braininterface, mein Boss erwartet, dass ich den Fall löse, und das hier, dieses kleine, unscheinbare Ding, scheint die einzige Möglichkeit zu sein, diesen Fall aufzuklären.
Und jetzt muss ich wieder in ein fremdes Bewusstsein eintauchen, fremde Gefühle erfahren und dabei hoffen, dass es mir nicht meinen eigenen Geist wegsprengt und ich als sabbernder Idiot über die Straßen torkele, der noch nicht einmal dazu in der Lage ist, um Almosen zu betteln, weil er sich selber ständig in tausend Welten und Gefühlen und Erinnerungen verliert, die er nicht mehr auseinanderhalten kann.
Ich bin Chuck Torwian.
Agent des Special Departments der Pyrell and Friends Corporation.
Das darf ich nicht vergessen!
Daran muss ich mich festhalten, wenn ich den Mindmapper einstecke und aktiviere.
Ich hasse Chipheads, ich hasse Mindmapping und jetzt gibt es kein Zurück mehr.
Ich stelle den Mapper des Toten auf einen Flashback von vier Wochen vor seinem Ableben ein. Das müsste reichen.
Ich will nicht länger mit fremden Erinnerungen überflutet werden als unbedingt nötig.
Ich hasse Chipheads, denn ich bin eigentlich kein Chiphead.
Ich aktiviere den Chip, meine Augen springen mir fast aus dem Schädel und …
OH, DIESER SCHMERZ!
ICHBINCHUCKTORWIANICHBINCHUCKTORWIANICHBINCHUCKTORWIAN … ICHBINDRINICHBIN …
Play›
… pleite.
Abgebrannt, arm wie ein Penner, mittellos … Mein Klub brennt wie Zäpfchen im Dickdarm, aber die Knebelverträge der Corporation lassen mich mit nichts zurück.
25 % aller Nettoeinnahmen, Pete. Ein Bombengeschäft. Du musst nur hier unterschreiben.
Ja.
25 % aller Nettoeinnahmen als Bonus. So steht's im Vertrag und so sagte es mir der Boss. Da steht auch, dass ich alles buchen muss, was die mir vorschreiben. Egal um welchen Preis.
Und jede Buchung geht von meinem Bonus ab. Ich verdiene fest 5.000 Creds im Monat. Wenn’s gut läuft, bekomme ich einen Umsatzbonus von 3.000 Creds. Tja, und wenn die Bosse wollen, dass ich eine Band für 4.000 buche, muss ich noch ‘ne Tausenderstange drauflegen.
Das Kleingedruckte.
Nicht größer, als ein Fliegenschiss auf dem Papier.
Scheiß auf die 25 %, scheiß auf die Corporation. Mein Gehalt erinnert eher an ein Schmerzensgeld, als dass es eine echte Lebensgrundlage wäre.
»Geh hin, und buche die Pink Deads«, sagt einer der Bosse. »Die sind heiß.«
Klar. Buche die Pink Deads. Eine Band, von der noch kein Schwein was gehört hat.
Heiß?
Ich glaube eher, die sind nicht wärmer als ein Haufen Büffelkacke. Scheiß auf die Pink Deads. Wenn die da oben wollen, dass ich sie buche, dann buche ich sie eben.
Die Alternative ist Knast wegen Vertragsbruch.
DIE machen die Regeln, nicht ich.
Jetzt stehe ich hier, in diesem Zelt, zusammen mit einem Haufen anderer Idioten und warte auf das, was da kommen soll. Ist einer von den illegalen Klubs. Schnell aufgebaut und noch schneller wieder weg, wenn die Cops kommen. Runde Bühne, die Wände des Zeltes so weiß, dass es in den Augen schmerzt.
Scheiß Corporation.
Scheiß Pink Deads.
Die Gestalten, die sich hier tummeln, sehen aus wie eine bunte Mischung aus Barrensbewohnern1, diesen abgerissenen Typen mit wildem Blick und flinken Händen und einigen Verirrten aus den Heights2, wo die People leben, die die Kohle mit dem Saugrüssel inhalieren. Wollen wohl mal ein wenig Abenteuer schnüffeln, diese stare3 pussies. Machen auf wild und verwegen. Würde mich nicht wundern, wenn die Eine oder Andere heute Nacht noch das alte Reinrausspiel hier abzieht, um morgen dann mit triefender Nase und tropfendem Bären ihren Chickies von ihrem tollen Abenteuer zu erzählen und wie sie diese Notschie4 mit einem stinkenden Barren so richtig brudnie und paskudnie5 wie die wilden Schweine verbracht haben.
Wo bleiben die verfluchten Pink Deads?
Ich muss pinkeln, die Luft ist dicker und würziger als auf dem Männerklo eines Stricherheims und mir ist schlecht. Haben kein Management und der Gig hier ist die einzige Möglichkeit, an sie heranzukommen.
Ich hasse meinen Job hasse meinen Job hasse meinen … Ah, es geht los.
Licht aus und Schnauze.
Alles glotzt auf die Bühne und schweigt gespannt.
UUUUH, was für ein ätzendes Gefühl ist das denn?
Scheint ein Subsonic-Effekt6 zu sein.
Lässt meine Knochen vibrieren.
Nett, aber nicht sonderlich … WOW!
Ein Herzschlag?
Keine Ahnung, aber er war wohl mit dem Subsonic gekoppelt.
Hat mir fast das Mark aus dem Rücken gerüttelt.
UFF!
Noch mal!
Und noch mal!
Und noch mal!
Nicht übel. Mit dem Herzschlag und dem Subsonic laufen jetzt farbige Kreise die Wände hoch.
Gut koordiniert, das Ganze, muss man den Typen lassen.
Der Herzschlagsubsonicfarbenschlag wird intensiver, schneller. Fühle mich wie ein Stück Futterpaste, dass die Tube hochgequetscht wird.
Geil!
Ah, wenn ich das richtig sehe, steht da der Bassmann auf der Bühne? Sieht aus wie ein Gorilla auf ‘nem ziemlich miesen Trip.
ÖÖRGHS!
Der Scheißkerl hat mir gerade die Därme zu Brei genagelt! Genau im Takt mit dem …
Und wieder!
Mann, was für ein Trip!
Hebe langsam ab … fühle mich high … bin low … bin Paste … bin nicht mehr ich … bin ein Herz … bin eine Farbe … Frauenstimmen singen wie gequälte Engel … sind es Frauen oder sind es Engel … singen von Liebe und Unzucht, von Schmerz und Sex … eine Suitar7 stimmt ein … kenne den Klang … kann nicht klar denken … schwanke … rase mit dem Herzschlaglichtsubsonic die Wände hoch … fliege in eine riesige Vagina die an der Decke schwebt … rutsche raus … fliege wieder rein … Gitarre … jämmerlicher Klang … klingt wie kurz vor'm Sterben … bin selber kurz vor'm Sterben … die Gitarre singt vom kleinen Tod … vom Weg ins große Dunkel … hier drin ist es dunkel … aber auch warm … ich will raus … ich will rein … ich will … AAAAARGH … ein Schrei … wer schreit da … Ekstase … ich bin drin … bin draußen … bindrinbindraußenimmerschnellerundimmerschnellerundschneller …
Licht.
Scheiße, ist das grell!
Meine Augen pumpen, meine Hose ist klebrig. Spüre hinter mir etwas, das definitiv kein Leuchtstab ist.
Augen auf.
Liege am Boden, habe eine Brust in der Hand.
Verdammt steifer Nippel.
Coole Braut.
Liegt neben mir. Ihr Atem ein Metronom der Lust, das ihre Brust im Takt ihrer Lust auf und ab hebt, mir ihren harten Nippel wie einen stumpfen Nagel in die Handfläche drückt.
Hinter mir stöhnt jemand.
Leuchtstab drückt mir nicht mehr gegen die Kimme.
Aufstehen, Junge, aufstehen!
Du musst arbeiten, selbst wenn du jetzt gerne der Chica mit dem harten Nippel mal deinen harten Nippel zeigen würdest.
HOPPLA!
Hier liegt alles auf dem Boden?
Sieht aus, als würde hier gleich eine Orgie steigen.
Die Luft riecht nach unverhohlener, sexueller Gier.
Flach atmen, Pete, flach atmen und das Kleben und Pulsieren in deiner Hose wegstecken wie ein Mann.
Ja, wegstecken wäre jetzt klasse, aber scheiße, ich muss die Pink Deads buchen!
Jetzt sofort, bevor mir ein anderer dazwischen funkt!
Die sind geil, die sind der Hit, die sind …
Forward ›››
… krank.
Die Pink Deads sind eindeutig krank, aber genial.
Die beiden Bräute … Feuer und Eis. Tiefstes Rot und weißes Blond. Machen den Gesang. Körper wie Göttinnen, Haut wie warmes Öl auf einem vor Lust erhitzten Leib. Zwei Kehlköpfe, was ihren Stimmen beim Reden ein Timbre verleiht, das meine Hose verdammt eng macht.
Gitarre ist ein langhaariger Zottel. Stumpfe Augen, abgerissene Klamotten. Kriegt nix mit. Bass sieht paranoid aus. Oder er macht auf paranoid um seine Angst vor der Welt zu verstecken. Hat einen unruhigen Blick, der ständig die Umgebung abflackert wie ein Radar der alten Konzernkriege.
Der Drummer, den ich bei ihrem Gig gestern gar nicht bemerkt habe, sieht zu gut und zu intelligent aus, als dass er in diesen Haufen passt. Macht einen warmen Eindruck. Seine Stimme ist weich. Langweiler, der auf dicke Hose macht.
Suitar, Synthy und andere Effekte scheint der Sprecher zu sein. Wirkt irgendwie gefährlich. Klamotten aus der Mülltonne, aber eine hinterhältige Intelligenz in den Augen.
Das ist also der Mann, der mir gestern dieses Kribbeln, den Trip in eine überdimensionale Lustgrotte und eine vollkommen verklebte Hose spendiert hat.
Das ist der Mann, den ich überzeugen muss, das ist der Mann, auf den ich aufpassen muss.
Verdammt, Feuer und Eis lehnen sich in den alten Stühlen vor meinem Schreibtisch so weit zurück, dass ich bei ihnen ohne Probleme ‘ne Bauchspiegelung vornehmen könnte. Die Netzshirts zeigen mehr als sie verbergen.
Was für Körper!
Gepimpt?
Egal.
Auf alle Fälle ‘ne Runde durch die Laken wert.
Shit! Soll das eine Einladung sein, oder eine Falle, damit mir Synthy hinterrücks die Kerze ausblasen kann?
Verdammte Hose!
Reiß dich zusammen, Pete!
Das hier ist Geschäft!
»Okay. Ich buche euch für vier Wochen. Vierhundert die Woche, ein Gig jeden Tag. Und für diese Zeit werde ich euer Manager sein. Habt ihr einen Manager?«
Die Blicke gefallen mir nicht.
»Wir haben keinen Aufpasser.«
WOOOOAH!
Feuers Doppelstimme ist einfach nur … muss die sich jetzt nach vorne lehnen? Oh Mann, diese Netzshirts sind brandgefährlich! Meine Güte, was für Brüste! Noch ein Stückchen weiter nach vorne, und das Netzshirt reißt!
»Und vierhundert die Woche … für jeden, meintest du doch, oder?«
»Häh?«
PETE! Halt deine Stimme im Zaum und deine Hormone zurück! Du sabberst ja beinahe!
»Ja. Vierhundert pro Kopf muss drin sein. Sonst kann ich auch gleich weiter nebenbei anschaffen gehen.«
Eis, du verfluchte Hexe!
Musst du dich ausgerechnet jetzt noch weiter zurücklehnen und deine Beine dabei fast zu einem Spagat spreizen?
»Äh … ja … also …«
Super Pete! Du bist der Held des Tages!
»Abgemacht! Vierhundert pro Kopf und pro Woche.«
Wo kommt auf einmal Synthies Hand her?
Jetzt nur keinen Fehler machen!
Der guckt, als könnte der dir hier und jetzt auf der Stelle das Herz aus der Brust reißen, es essen und vermutlich würde sich sein Puls dabei nicht mal sonderlich erhöhen.
»Abgemacht. Vierhundert pro Kopf und Woche.«
Keine Ahnung, woher ich die Kohle so schnell nehmen soll, aber das kriege ich schon geregelt. Ich habe da auch schon eine Idee.
Ich bin doch für’s Erste der Manager der Pink Deads, oder?
Forward ›››
Okay. Noch mal alle Punkte durchgehen.
Ich buche die Pink Deads und bezahle sie von meinen 25 % aus den Einnahmen.
Wenn ich die Hütte vollkriege, und Ibrahim hält, was er und seine Croudturfingtruppe versprechen, dann macht das pro Abend 30.000 Creds. Mal fünf, ich will die Pink Deads ja nicht über Gebühr auslaugen, macht das saftige 150.000. Davon ein Viertel als Provision macht siebenunddreißigfünf für mich.
Die läppischen 2400 Creds die Woche für die Pink Deads sind Peanuts. Vor allem deshalb, weil ich von ihrem Geld laut Vertrag noch mal 25 % kassiere.
Wenn’s läuft, dann erhöhe ich ihre Gage natürlich …
Forward ›››
Mann oh Mann!
Eine Woche nur, und schon stehen die Tri-Vidsender vor der Tür?
Wollen die Pink Deads zur besten Sendezeit bringen. Kurze Werbeblöcke, aber dafür sauteuer. Die Deads scheinen irgendwie die Leute zu beeinflussen. Machen sie wohl freier. Jeder Gig endet mit einer riesigen Orgie. Und hinterher gibt es auch den einen oder anderen, der kalt auf der Strecke bleibt. Habe noch nichts Genaues dazu gehört. Schätze aber, die haben sich einfach zu Tode gevögelt.
Arme Schweine.
Die Fernsehfuzzies und Werbetucken erhoffen sich wohl eine effiziente Umsatzsteigerung.
Na ja, ich lasse mir als Manager der Band auf jeden Fall jeden einzelnen Werbeblock auch noch mal versüßen.
Die 25 % Bonus von den Klubeinnahmen sind bald Portokasse!
Eigentlich könnte ich nach den vier Wochen aussteigen und mir ‘ne eigene Insel kaufen.
Muss nur aufpassen, dass die Rechnung bei Alex dem Dealer nicht so hoch wird.
Dass ich mal auf Stand-ups für die Standfestigkeit des kleinen Pete zurückgreifen muss! Aber Feuer und Eis fordern eben ihren Tribut.
Ah, geht gleich los.
Der vierte Gig mit Werbeblöcken. Wo ist die verdammte Remote?
Mann, was habe ich weiche Beine.
Sollte mal ein oder zwei Nächte die Finger von Feuer und Eis lassen.
Fast Forward ›››
HEISS!
Mir ist so heiß!
Ich muss trinken! Aber schnell!
Ah, es geht weiter.
Oh … diese Lichter … das Summen des Subsonics … kommt durch den Tri-Vid, als wäre ich live dabei … Ah … diese Stimmen … singen über heißes Verlangen … Hitze … Durst … oh ja, ich bin durstig … aber trinken hilft nicht … die Antwort ist irgendwo in dem pulsierenden Licht … bin ich das Licht … ich bin so durstig … hat das Licht die Antwort … das Kribbeln in meinen Knochen ist so süß … so süß die Hitze … ich bin so durstig …
Faster Forward ›››
Habe ich getrunken, als die Werbung lief … weiß nichts mehr … kann sein … wenn ja, dann hilft’s nicht … ich habe Durst … kennt das Licht die Antwort … weiß das Kribbeln die Antwort auf meinen Durst … ich will Eis … jetzt und hier, auf mir und meiner pulsierenden Lust … ich will Feuer auf meinem Gesicht … ich will Feuer trinken und in ihrem Dunkel versinken … Oh ja, das Dunkel ist so verlockend und warm … aber Feuer und Eis und Licht und Kribbeln stehen mir im Weg … warum gehen sie nicht einfach ein Stück zur Seite, damit ich die Antwort auf meinen Durst finden kann …
Forward ›››
Der Typ im Spiegel … das kann ich nicht sein!
Woher kommen die gottverdammten Falten und das welke Fleisch? Und das da … ist das eine graue Strähne?
Entweder kosten mich Feuer und Eis jegliche Kraftreserve, oder es ist der Ärger, den ich im Moment an der Backe habe.
Synthie will mehr Kohle. Will jetzt pro Kopf und Gig acht Große! Muss irgendwie sehen, dass ich die Sache flach halte. Kann die Pink Deads jetzt nicht verlieren! Stehe schlimmer in der Kreide als vor dem kleinen Deal mit ihnen und das, obwohl die Creds nur so sprudeln.
Sollte vielleicht mal ganz allgemein etwas kürzer treten.
Und dann die andere Sache.
Hat vorgestern, direkt nach dem Gig mit den Spots für die neuen Glider von Mitsubishi-Ford, bis hoch zu den Heights echte Krawalle gegeben.
Plötzlich wollte jeder so einen Glider haben.
Und vögeln.
Pech nur, wenn die Kohle weder für das Eine noch das Andere reicht und keiner freiwillig seinen Glider hergibt oder die Beine breit macht.
Das mit der Moloko Plus8 und dem neuen Softfutter ist kein Problem. Nicht mein Pech, wenn die Idioten Werbung schalten und dann nicht liefern können.
Aber das mit den Glidern und den Krawallen und dem brutalen Reinraus auf offener Straße ist echt hart.
Und dann die Toten.
Selbstmörder.
Starben alle mit harten Pimmeln.
Ob die weiblichen Toten auch alle voll Lust abgenippelt sind?
Keine Ahnung.
Aber die Häufung des Ganzen nach den Gigs der Pink Deads macht die Cops und die Bosse da oben in den Teppichetagen langsam nervös.
»Wo bleibst du?«
Oh nein!
Nicht schon wieder!
Welchen Affen habe ich im Nacken, dass ich Feuer und Eis ständig in mein Bett hole?
Wo sind die kleinen Blauen?
Wo sind die kleinen Blauen, verdammt noch mal!
Ah, da hinten.
Oha, der Vorrat neigt sich dem Ende zu. Muss mir Nachschub besorgen. Und du, kleiner Pete, du bekommst jetzt ‘ne Aufmunterung. Mich einfach so im Stich zu lassen, wenn ich mal etwas ausgiebiger stechen will! UUUNGH! Was für’n starkes Zeug!
Klein Pete wird vorwitzig und will mir wohl die Richtung vorgeben.
Na dann …
Forward ›››
Der letzte Gig.
Die Deads haben jetzt einen Vertrag mit den Lucky Seven, den sieben großen Co-Ops, die sich die Moskawiter Arkologie teilen, und nur Krümel für die anderen Gesellschaften übrig lassen. Habe gehört, die planen eine große Tournee durch die anderen Arkologien des Festlandes. Ohne mich als Manager.
Egal. Die Pink Deads haben mir den Ruf des heißesten Promoters aller Zeiten erspielt. Muss ja auch an die Zukunft denken. Und jetzt sind wir hier, ganz weit oben, auf der Spitze der Arkologie, wo die Superreichen und Mächtigen in höheren Sphären schweben. Der Olymp, das Reich der Götter. Normalerweise ein Ort, an den niemand ohne Einladung oder ausreichend Creds hinkommt.
Aber ich hab’s geschafft!
Gibt keine Leinwände mehr, wie in meinem alten Klub, den ich für einen saftigen Batzen verhökert habe. Die Bosse wollten mir das ausreden, habe mich aber durchgesetzt. Musste irgendwie die Kohle für diesen letzten Gig aufbringen, für den ich eine ganze Batterie Holoprojektoren habe anbringen lassen.
Habe einen Ruf als genialer Promoter, Manager und Veranstalter zu festigen, dem die Tri-Vidsender und Werbetucken die Tür einrennen.
Scheiß auf die Deads, habe ja immerhin schon eine Reihe anderer Bands am Start. Nicht ganz so gut wie die Pink Deads, aber auch gut.
Bringen mir auch Kohle.
Und bin ich nicht der Mann, der sogar auf dem Olymp einen Gig organisiert hat?
Ich …
Fast Forward ›››
… bin drin … mitten im pulsierenden Licht … bin das Kribbeln in meinen Knochen, die Stimmen in meinen Ohren … möchte fliegen … oh diese Stimmen … diese Musik … will heiße Lust spüren … kann sie nur bekommen, wenn ich fliege … wir alle fliegen … sehe Glück und Lust und Tod und lustvolles Fliegen in das große Dunkel in allen Augen … was will das Licht … was will das Licht, dass ich es tue … AAAHH, die Antwort!
Das Licht will, dass ich lustvoll mit allen vereint fliege … ich folge dem Licht … ich folge den anderen … gemeinsam werden wir fliegen … ich fliege … ich …
Forward ›››
… bin Chuck Torwian!
Ich bin Chuck Torwian und nicht Pete Asolowski!
UNGH, mein Herz bringt mich um!
Ruhig, alter Junge, ganz ruhig. War nicht dein Leben, war ein fremdes … nicht dein Leben, nicht deine Erinnerung … Oh Gott, was für ein Trip!
Der Typ ist von der Spitze der Arkologie gesprungen! Und mit ihm fast die ganze Fanmeute! Wie die Lemminge sind sie da runter.
DAS ist also da unten in der Moskawiter Arkologie passiert?
Ein Massenselbstmord.
Wegen der Musik?
Okay, die war wohl wirklich nicht schlecht, aber deswegen direkt in tödliche Ekstase verfallen?
Neee, da muss noch was anderes gewesen sein. Dieser Pete war süchtig und latent depressiv. Niemand bringt sich wegen eines Songs um oder lässt sich durch Mucke und geile Effekte derartig beeinflussen. Muss eine Art Massenhysterie gewesen sein. Hat nix mit der Mucke zu tun.
Wie spät ist es?
Ah, gerade noch rechtzeitig fertig geworden. Schreibe meinen Bericht morgen. Das reicht. Habe Besseres vor.
Wo ist das Ticket?
Wo verdammt ist das Ticket!
UFF!
Dachte schon, ich hätte vergessen es einzustecken und im Office liegen gelassen.
Hm … stolzer Preis für den Gig einer unbekannten Band. Sollen die heißeste Erfindung nach dem Verschwinden der Pink Deads sein.
Irgendwie sehen die beiden Sängerinnen aus, wie Feuer und Eis. Oder spielt mir da mein Kopf einen Streich?
Mit ‘nem Mindmapper ist nicht zu spaßen.
Vielleicht ‘n Flashback aus Erinnerungsfetzen. Kann vorkommen.
Neee, die beiden Sängerinnen von den Pussydeads haben viel mehr Busenfleisch in den Netzshirts.
Okay.
Genug getan für heute.
Auf geht’s.
Forward ›››
Mann, was für ein Trip!
Blenden die mitten im Gig Werbung ein?
Keine Ahnung.
Ist egal.
Die Mucke ist endgeil.
Wenn die Pink Deads nur halb so gut waren … UNGH … hebe langsam ab … fühle mich high … bin low … bin Paste … bin nicht mehr ich … bin ein Herz … bin eine Farbe … Frauenstimmen singen wie gequälte Engel … sind es Frauen oder sind es Engel … singen von Liebe und Unzucht, von Schmerz und Sex und Gier … ja, ich will auch so einen neuen Glider der Mitsubishi-Ford Corp … will erfolgreich sein … eine Suitar stimmt ein … kenne den Klang … kann nicht klar denken … schwanke … rase mit dem Herzschlaglichtsubsonic die Wände hoch … fliege in eine riesige Vagina die an der Decke schwebt … ja, sowas bekommt man nur mit dem neuen X-Seven Glider ab … rutsche raus … fliege wieder rein … bin der X-Seven … Gitarre … jämmerlicher Klang … klingt wie kurz vor’m Sterben … bin selber kurz vor’m Sterben … die Gitarre singt vom kleinen Tod … vom Weg ins große Dunkel … hier drin ist es dunkel … aber auch warm … ich will raus … ich will rein … ich will … AAAAARGH … ein Schrei … wer schreit da … Ekstase … ich bin drin … bin draußen … bindrinbindraußenwillhabenimmerschnellerundimmerschneller …
Licht … ICH WILL DEN NEUEN X-SEVEN … ICH WILL DEN NEUEN X-SEVEN … ICH …
Forward ›››
… BIN NICHT CHUCK TORWIAN! ICH BIN NICHT DIESER PETE!
ICH BIN SPECIAL AGENT ALEX PRAHLIOWSKI, NUR ALEX, KEIN ANDERER, SIND NICHT MEINE ERINNERUNGEN, NICHT MEINE GEFÜHLE … ICH SOLL NUR DIESE MYSTERIÖSEN TODESFÄLLE UNTERSUCHEN, DIE …
OH, MEIN GOTT!
DER CHIP KLEMMT!
HILFE! ICH BRAUCHE HILFE! SIEHT MICH DENN KEINER VON EUCH IDIOTEN DA DRAUSSEN?
HÖRT AUF, AUF DIE TRI-VIDS ZU GLOTZEN UND HELFT MIR! DIE DEADLY PINKS SIND DIE GEFAHR, HÖRT IHR NICHT? HELFT MIR DOCH ENDLICH, BEVOR ES ZU SPÄT IST!
ARGNNNNNNNNNH … DER CHIP SPIELT VERRÜCKT … NEINNEINNEINNEINNEIN … ICH WILL MICH NICHT ERINNERN … ICH WILL …
Forward ›››
…
Backloop and play again ‹‹‹›
Nennt mich … Soll ich die story so beginnen? Ist schließlich meine story, bin kein scheiß Nebencharakter, sondern lead role, absolut mein Weg, kein Faschocaptain, kein weißer Schwanz, der sich ins Fäustchen lacht. Okay, mein weißer Schwanz lacht sich auch manchmal ins Fäustchen, und über cherries freut er sich sicher – ist mir aber eigentlich auch egal.
Ach, es kommt auf die Eröffnung an, und der weiße Schwanz in der Hand ist besser als der miese blow job von gestern Abend. Also, restart and go.
Nennt mich Zeffik. Yeah, wie der bad ass in dem movie von 2104 – wie der sich durch die Reihen gesenst hat … monstakill deluxe jede sec und dabei stunned face, Alter, voll abgezogen durch den movie, aber nicht sinnlos, sondern clever und hart und handeln, handeln, handeln, action! Gegen das scheiß system, von unten nach oben und wieder zurück.
Mein kleiner joke, den keiner verstand, weil kein piss-o diesen movie noch kennt. Außer mein Großvater, und der zählte irgendwie nicht, der kannte alles und wusste alles, sogar, dass ich killen würde – noch vor mir.
Rewind. Bin ein bisschen zu fast. Sollte damit anfangen, was ich so standardmäßig gemacht habe vorher und zum Tag der großen Änderung, changing day, halleluja and fuck off, dem Letzten als zombie und rein in mein Zeffiklife.
Ich war selbst so ein piss-o, lame bis zum Gehtnichtmehr, voll von Scheiße und Angst und Topsprüchen, die mich selbst ankotzten und alle anderen ebenso, obwohl sie lachten und lolten, reihum thumbs-ups, bis der nächste kam und seinen Spruch machte oder sich endlich die Gelegenheit für den Fick auftat.
Nope, mein life absolutely normal, ein bisschen party, kleine fights, kleine Experimente, aber ja nicht zu gefährlich, zu groß, zu aufregend, zu übel. No zu drug sessions und Diebestouren und horrorshow und keine Ultrabrutale, tatsächlich manchmal lernen und die Aussicht auf job, wife and dog, Arkologie Mittelebene, vielleicht noch einen level up, aber sicher nicht blood street und weggepustet.
Kurz forward, weil ich gerade auf die Standuhr meines Großvaters schaue, beide Zeiger up. Irgendwo weiter oben liegt die Wohnung meiner Eltern, Mittelstandslebensumgebung ideal standard und abziehbildmäßig, shocking terror, mich schüttelt’s und meine Aussicht verschwimmt und wird ersetzt, neue pics, horrorshow und Ultrabrutale, und mich schüttelt’s nicht, nein, im Gegenteil, ganz cool, ganz still. Der große Zeiger ist weiter, ich bin weiter, on the path, vielleicht to hell, aber mit dem Willen. Danke Großvater, dafür.
Back to the story.
Treffen mit den pals unten, am changing day, wie immer, wenn der Abend anstand, ein bisschen fun, so viel, wie wir uns trauten, feige Arschgeigen alle miteinander und ich mittendrin. Also fein abgeklatscht auf level zero, und ehrlich kein Plan, wo meine pals wohnten, welche Ebene, welcher Flur, welche Tür, Wohnung war Sarg, life war draußen oder im net. Start und ab durch die Türen, Nasen in die dunkle Luft, vielleicht schon eine pussy erschnüffeln.
Die city war voller lights und trotzdem dark, tiefschwarz, als würde der Boden einen verschlingen wollen, blackholemäßig. Music irgendwo, aber voll der Rotz, über den wir lachten. »Pisse!«, rief einer von uns. Paar shakings zwischen uns, da fiel mir erst auf, dass einer der pals fehlte, Makkelsen nicht hier und nicht dort, keiner ne Ahnung zuerst, dann fiel Sami ein, dass Makkelsen das pet seiner pars zerlegt hatte. Ein hübscher kill wohl, Inneres nach außen, quer durch den room, pics würden noch rumkommen, vielleicht auch ein vid. »Geilomat«, rief einer und meinte es sicher nicht.
»Club?«, zischte einer und meinte wohin. Ich hielt mich raus, einen Moment lang, Blick straight nach oben, up to the ban wall, nicht zu sehen und irgendwie doch. Und ich wartete auf den Funken, der auch kam, wie immer, ever, ein piss-o weniger, die city ein bisschen idiotenfreier, Trümmerregen weit entfernt im Schatten der wall. Bam on ban.
»Welche fuck music?«, warf ich ein, discussion over und wir wussten, wohin.
Nach links, in die right direction, durch tieferen Abfall, Schlamm auf der street, weniger lights irgendwie, aber genauso dunkel. Geräusche schwellten an und ab und an, in der einen Gasse nichts los, in der nächsten dafür mehr, police am start, so ein piss-o stand an der wall, stupid Grinsen im face, fake brand am body und high bis zum Anschlag. Kriegte nicht mit, was ging, keine hands up, kein freeze, der Blue ballerte ihm die voltage rein, der Schocker schockte, der piss-o zappelte und das shirt der fake brand fing Feuer, burnte weg wie nichts, screaming, aber nicht so richtig, weil der Schocker noch die voltage durchjagte und der Blue keine Anstalten machte, damit aufzuhören. Die Sabber flog dem piss-o vom Maul, in unsere direction, und wir machten den smiley, während er große Augen machte.
»Dumbass!«, brüllte einer rüber. Selbst schuld, wer sich mit fake erwischen ließ, die Blues checkten das sofort, shocker und man war history.
War nicht das erste Mal, dass ich so was gesehen hatte, aber diesmal war es anders, trotz burned flesh mitsamt dem richtigen Geruch in der Nase irgendwie lame. Alle machten ihre jokes, aber es lag kein echter fun darin, nicht für mich. Vielleicht rede ich mir ein, dass da ein erstes changing kam, aber ich denke, es war der erste step on a new way, my way, denn die ganzen thougths auf dem Weg in den club lagen bei fire and blood, gore and violence und es war ein Ziehen in mir drin, das gleichzeitig abstoßend und wärmend war. Ich entdeckte meine personal human nature, die strength, die ich gesucht hatte, ohne es zu wissen.
Fast forward. Wir in einer Clubecke, drinks and gossip, piss-o talk und ein wichtiger Blick durchs Publikum, der in Wahrheit nur beschrieb, wie abgefucked wir waren, cheap and lame. Profilierungsgeil erzählten wir coole storys, von denen nicht mal die Hälfte stimmte, jeder Fick lobgeredet und halleluhjaht.
»Fine ass, pals.« Jays main theme, er nickte in eine Richtung, ich glotzte nicht hin, stand auf andere Dinge, nicht auf Schwanz hinten rein, egal ob boy or girl, die eine Gemeinsamkeit mit Jay, der jetzt rüberwackelte und boy and girl für assfucking anfragte. Kopfschütteln und er kam wieder, zu uns in die grand illusion of cool guys, gab ein paar comms zu seiner Abfuhr, »geilste position« und »schön tief rein« und »swinging«.
