Verlag: Books on Demand Kategorie: Für Kinder und Jugendliche Sprache: Deutsch Ausgabejahr: 2018

Erhalten Sie Zugriff auf dieses
und über 100.000 weitere Bücher
ab EUR 3,99 pro Monat.

Jetzt testen
7 Tage kostenlos

Sie können das E-Book in Legimi-App für folgende Geräte lesen:

Tablet  
Smartphone  
Lesen Sie in der Cloud®
mit Legimi-Apps.
Warum lohnt es sich?
Hören Sie in der Cloud®
mit Legimi-Apps.
Warum lohnt es sich?
Seitenzahl: 105

Das E-Book kann im Abonnement „Legimi ohne Limit+“ in der Legimi-App angehört werden für:

Android
iOS
Hören Sie in der Cloud®
mit Legimi-Apps.
Warum lohnt es sich?

Das E-Book lesen Sie auf:

E-Reader EPUB für EUR 1,- kaufen
Tablet EPUB
Smartphone EPUB
Computer EPUB
Lesen Sie in der Cloud®
mit Legimi-Apps.
Warum lohnt es sich?
Hören Sie in der Cloud®
mit Legimi-Apps.
Warum lohnt es sich?

Leseprobe in angepasster Form herunterladen für:

Sicherung: Wasserzeichen

E-Book-Beschreibung Burghausen Abenteuer - Karl-Heinz Rüster

Vier Freunde wollen mal wieder die Burg zu Burghausen erkunden und werden ins späte Mittelalter versetzt. Eine Mysteriöse Geschichte.

Meinungen über das E-Book Burghausen Abenteuer - Karl-Heinz Rüster

E-Book-Leseprobe Burghausen Abenteuer - Karl-Heinz Rüster

Dies ist ein fiktives Buch. Namen, Charaktere und Ereignisse sind Produkte der Fantasie des Autors. Eine Übereinstimmung mit lebenden oder toten Personen, mit Firmen oder Ereignissen sind rein zufällig.

Die Anregung für dieses Buch bekam ich, als wir mit meiner Schwester Lilo und ihrem Lebensgefährten Sepp zusammen die Burg zu Burghausen besuchten. Die alten Gewölbe und Gänge ließen mich nicht mehr los, regten meine Fantasie an.

Für meine Schwester Lilo zu Ihrem achtzigsten Geburtstag.

Inhaltsverzeichnis

Erstes Kapitel

Zweites Kapitel

Ein neuer Tag

Der Sonntag

Ein neuer Tag

Zweites Buch

Samstag 31.März 2018

Tag zwei: 1. April

Tag Drei, 2. April 2045

Tag drei 3. April 4045

Tag vier 4. April 4045

Tag fünf 5. April 4045

Tag sechs 6. April 4045

Tag sieben 7. April 4045

Erstes Kapitel

Es war ein trüber nebliger Novembertag, als die vier Freunde, Alex, Ed, Fred und Kim sich entschlossen auf die Burg zu gehen, um diese zu erkunden. Sie waren schon des Öfteren dort droben gewesen und hatten immer viel Spaß gehabt. Die Burg beherbergte noch viele unerforschte Ecken, besonders bei Nebel boten die Burgmauern ein gruselig schönes Szenario zum Fantasieren.

Mit sechzehn war Alex der älteste von den Vieren. Ed war ein paar Wochen jünger. Fred hatte vor ein paar Wochen sein fünfzehntes Lebensjahr vollendet. Das Quartett wurde durch Kim vervollständigt. Auch sie war fünfzehn, sah aber zu ihrem Leidwesen jünger aus. Sie war gerne mit den Jungen zusammen, denn mit ihnen erlebte sie immer irgendwelche Abenteuer.

Alex war Klassenprimus, ein Mathematikgenie, der seinen Lehrern noch etwas vormachte, aber dabei nie überheblich war. Seine andere Leidenschaft war die Astrophysik. Auch beim Erkunden war er immer vorne dran.

Fred war ein gut gelaunter, immer fröhlicher Typ und für jeden Spaß zu haben. Er liebte es, zu kochen, was in der Familie lag, denn seine Mutter war Küchenchefin im Hotel Post in Burghausen, gegenüber der Stadtverwaltung am Stadtplatz zentral gelegen.

Wenn man Fred suchte, konnte man ihn mit Sicherheit in der Hotelküche finden.

Dann war da noch Kim, die als kleines Mädchen mit ihren Eltern von Südkorea nach Burghausen gezogen war. Kim war die IT-Spezialistin der Gruppe, die so ziemlich alles wusste, was mit Computern und Betriebssystemen zu tun hatte; das iPhone mit seinen Funktionen und Anwendungen war ein Kinderspiel für sie. Sie hatte einen klaren Kopf und konnte logisch denken. Ihr soziales Engagement an der Schule war bekannt.

Ed war der Praktiker der Gruppe, er hatte die Fähigkeit, etwas auseinander zu nehmen und nachher wieder fehlerfrei zusammen zu bauen. Sein fotographisches Gedächtnis kam ihm dabei zu Gute.

Die Vier machten sich auf zur Burg, und nahmen den etwas beschwerlicheren Burgsteig.

Oben angekommen mussten sie erst einmal verschnaufen.

Sie genossen den tollen Blick auf die Stadt, die durch den milchigen Nebel schimmerte. Hier oben schien die Sonne.

Es war für diese Jahreszeit ungewöhnlich warm. Sie liefen am Stephansturm vorbei in Richtung Georgstor.

Selbst um diese Jahreszeit waren hier oben Touristen, aber heute waren nur wenige heraufgekommen.

Alex machte den Vorschlag, wieder die Schatzkammer zu erkunden. Gesagt, getan, die Vier mischten sich unter die Touristen und erreichten bald das eiserne Gatter der Schatzkammer. Sie wussten, wie man es öffnete, warteten aber, bis niemand zu sehen war.

Ed hatte wie immer das Schloss mit ein paar Handgriffen geöffnet, und sie schlüpften schnell hinein, schlossen das Gatter hinter sich und verschwanden in der Dunkelheit des Gewölbes. Von draußen waren sie nun nicht mehr zu sehen.

Nachdem sie sicher waren, dass niemand ihr Eindringen bemerkt hatte, sagte Kim: „Schaltet jetzt die Taschenlampen der iPhones an“.

Das Licht reichte aus, um das Gewölbe zu erhellen. Die Jugendlichen wählten den rechten Gang, den linken hatten sie schon letztes Mal erkundet.

Er führte leicht nach unten, Fred behauptete, es rieche nach Pilzen. Hier war schon seit langer Zeit niemand mehr gewesen. Alles war ein bisschen anders als bei der letzten Erkundung. Es ging ständig weiter nach unten, und es gab mehrere Gabelungen. Sie waren schon an vier vorbeigekommen. Ed bemerkte, dass es zunehmend enger würde. Kim antwortete: „Wir müssten schon ziemlich tief unter der Burg sein, so steil wie es abwärtsging.“ Ed schlug vor, doch einen dieser Seitentunnel zu erforschen. Alex stimmte zu und die anderen folgten. Nach circa 50 Metern endete dieser Tunnelgang und es ging nicht mehr weiter.

Kim bemerkte ein leichtes Schimmern am Ende des Ganges und machte die anderen darauf aufmerksam. Sie gingen näher heran, um die Erscheinung am Boden zu untersuchen. Sie maß ungefähr einen Meter im Durchmesser, wirkte unnatürlich und passte überhaupt nicht in ein so altes Gemäuer. Kim sagte: „Es sieht flüssig aus. Hat einer einen Stein, um zu prüfen, was passiert, wenn man einen Gegenstand darauf wirft?“ Ed kramte eine Schraube aus seiner Hosentasche.

Das schimmernde Loch im Boden passte nicht in eine über 900 Jahre alte Burg.

Die Freunde waren verunsichert. Alex sagte:

„Wir müssen herausfinden, was es mit diesem merkwürdigen Loch auf sich hat“.

Fred warf die Schraube auf das wie Wasser schimmernde Loch am Boden. Mit einem schmatzenden Geräusch verschwand die Schraube und man hörte sie auf dem darunterliegenden Boden aufschlagen. Alex ging näher heran:

„Da stimmt etwas nicht, das Ding scheint durchsichtig zu sein“. Fred traute sich als erster, das Loch im Boden näher zu untersuchen. Er kroch auf allen vieren vorsichtig heran und sagte zu den anderen: „Man kann durchgucken. Es sieht aus, als ob eine Leiter nach unten führen würde“.

Das war für einen Burgkeller nichts Ungewöhnliches, außer dass die Abdeckung aus einem Material bestand, das hier und heute nicht hingehörte.

Sie waren unschlüssig, denn das schimmernde Etwas war nicht genauer zu identifizieren.

Sie beratschlagten, was sie weiter tun sollten.

Sollten sie den Rückzug antreten? Die Neugierde der Vier war einfach zu groß. Also entschlossen sie sich, einen Vorstoß nach unten zu wagen. Fred sagte mutig:

„Ich gehe jetzt durch die Brühe und steige die Leiter hinab. Wenn ich nicht durchkomme, müsst ihr halt die Polizei verständigen“. Lachend und voller Tatendrang stieg er durch die schimmernde Substanz. Es passierte nichts, er kam komplett durch. Er rief den anderen zu, sie sollten nachkommen und meinte, er habe außer einem leichten Kribbeln am ganzen Körper nichts weiter verspürt. Alex, Ed und Kim folgten ihm vorsichtig durch das Loch und stiegen nacheinander die Leiter hinunter. Auch sie hatten das gleiche Gefühl, wie Fred. Sie befanden sich nun alle in einem engen Gang und beratschlagten, was sie weiter Unternehmen sollten.

Kim deutete auf ihre Uhr und sagte: „Es ist schon sechzehn Uhr und wir sollten zurückgehen. Wir können morgen wiederkommen.“ Fred stimmte dem zu, weil er langsam Hunger bekam und seiner Mutter versprochen hatte, in die Hotelküche zum Abendessen zu kommen. Alex und Ed waren der gleichen Meinung. Als sie jedoch die Leiter nach oben klettern wollten, war das wabernde Loch verschlossen. “Verdammt”, schimpfte Alex, „was hat das denn zu bedeuten? Es war doch gerade noch da. Was ist passiert?“ Alle waren ratlos und standen schweigend einige Minuten herum.

Ed stieg nochmals die Leiter nach oben und versuchte, den vermeintlichen Deckel zu öffnen. Er stemmte sich mit all seinen Kräften gegen die Decke, aber es half nichts, sie war nahtlos verschlossen.

Die Kinder waren in großen Schwierigkeiten, das erkannten sie sofort.

Kim Schaute erneut auf ihre Armbanduhr und stellte zu ihrem Entsetzen fest, dass die Uhr immer noch auf sechzehn Uhr stand, der Zeiger hatte sich nicht eine Sekunde weiterbewegt. Es mussten aber mindestens zehn Minuten vergangen sein, seit sie das letzte Mal darauf geschaut hatte.

Auch die anderen schauten auf ihre Uhren und tatsächlich, alle Uhren gaben sechzehn Uhr an.

Alex war der Erste, der den Schock überwand: „Das sieht nach Riesentrouble aus. In was sind wir hier geraten? Das kann doch nicht mit rechten Dingen zugehen! So aufregend sollte der Tag ja nicht werden.“

Es hieß jetzt, die Nerven zu bewahren und logisch vorzugehen.

Kim kramte aus ihrer Tasche auch ihr iPhone heraus, schaute auf den Screen und schrie: „Mist, dass iPhone funktioniert zwar, aber auch hier ist die Zeit bei sechzehn Uhr stehen geblieben“.

Kim scrollte durch die Funktionen, es schien alles zu funktionieren außer Zeit und Internetverbindung.

Die Batterien aller iPhones zeigten 100% an, obwohl schon seit Stunden eingeschaltet. Dies war sehr seltsam!

„Lasst uns den Grund später untersuchen, jetzt müssen wir erst hier herauskommen,“ sagte Alex, und weiter:

„Ist euch schon aufgefallen, dass dieser Gang heller ist als die anderen Gänge? Lasst uns sehen, was hinter der nächsten Ecke liegt“. Sie liefen schneller als sonst, weil jeder jetzt Angst bekam.

Hinter der nächsten Biegung sahen sie einen hellen Schein, wie den Umriss einer von außen sonnenbeschienenen Tür.

Nach 50 Metern erreichten sie die Tür, eine stabile Eichentür.

Ed untersuchte die Tür genauer und stellte fest, sie war ziemlich neu, auch das Schloss war neu. Die Tür war verschlossen. Für Ed war das aber kein Grund zur Panik, denn bisher hatte er alle Schlösser aufbekommen. Es dauerte ungefähr 5 Minuten und das Schloss schnappte auf.

Vorsichtig öffnete Ed die Tür einen Spalt und schaute hindurch. Alle fragten auf einmal, „Was siehst du“? Ed antwortete: „Ihr werdet es nicht glauben, aber, ich schaue genau auf den Stadtplatz.“ „Hurra“ riefen die anderen und wollten schon hinausrennen, aber Ed stoppte sie und sagte: „Vorsicht! Es sieht zwar aus wie der Stadtplatz, aber irgendwas ist anders“.

„Was soll denn das wieder heißen?“, riefen die anderen. Ed öffnete den Spalt etwas mehr, damit sie alle hindurchschauen konnten. „Na so etwas“, schrien die Freunde. „Es ist der Stadtplatz, aber er sieht so aus, wie man ihn von alten Kupferstichen her kennt.“

„Das ist nicht ‚unser‘ Stadtplatz“ sagte Kim. Sie verschlossen die Tür wieder und setzten sich auf den Boden, um zu beratschlagen. Nach einer Viertelstunde kamen sie zu dem Entschluss, es nutze alles nichts, man müsse hinaus und sehen, was da draußen vorgeht.

Sie fassten allen ihren Mut zusammen und traten durch die Tür.

Zweites Kapitel

Das Wetter war immer noch kühl und nebelig, aber die Sonne kam langsam durch. Der sonst gepflegte Stadtplatz war jetzt jedoch unansehnlich und mit Unrat übersät. Es lag ein muffiger Geruch über dem Platz, wie auf der Müllkippe außerhalb der Stadt.

Alex rief: „Schaut mal die Häuser an! Sie sehen zwar neu aus, aber die Fassaden sind nicht so kunstvoll bemalt wie heute Morgen noch.“

Der Platz war so gut wie leer, nur einige Leute liefen quer über das Pflaster. Fred sagte, zu Kim gewandt: „Ist dir aufgefallen, wie klein die Leute sind, höchstens 150 -160 cm groß.

Ich bin 1,79 Meter und wie groß bist du? 1,68? „Ja, antwortete Kim, das stimmt, also im Vergleich zu diesen Leuten sind wir Riesen“!

Alex und Ed stimmten den beiden zu.

Der Platz bevölkerte sich zunehmend und es wurden Stände aufgebaut. Die Stände waren primitiv aus Stangen, mit Leinentuch darüber gespannt. Es waren Handwerker: Metzger, Schmiede, Bäcker, die Waren feilboten.

Die Kinder kauerten noch immer unbeweglich in einer Nische, wo sie niemand sehen konnte. Sie waren an einem Seitenausgang der Kirche St. Jakob herausgekommen.

Von hier aus konnten sie alles beobachten.

Kim fragte: „Was meint ihr, wollen wir es wagen, uns unter die Menschen zu mischen?“?

Es herrschte bald ein munteres Durcheinander. Einige Leute waren in farbenfrohe Gewänder, andere in farblose braune oder graue Umhänge gekleidet, aber die meisten wirkten zerlumpt. Sie hatten komische Mützen auf dem Kopf. Die Frauen liefen in langen Umhängen herum, die aussahen als seien sie schon seit Monaten getragen. Alles schien wie aus einem mittelalterlichen Bilderbuch der Stadt-Bibliothek. „Verdammt“, sagte Alex, „ich glaube, es hat uns tatsächlich ins Mittelalter versetzt, wie ist das nur möglich?“

Es half nichts, sie mussten es wagen und sehen was passierte.

„Allerdings“, meinte Fred, „werden wir Aufsehen erregen, denn in unseren Outfits fallen wir sofort auf.“ „Ja“, antwortete Kim, „die anderen Leute sind alle in merkwürdige Gewänder gekleidet. Ich habe solche schon mal auf alten Stichen und Wandteppichen in der Burg gesehen.“ „Und ich hatte mich so auf ein gutes Abendessen im Hotel Post gefreut! Meine Mutter wartet bestimmt schon auf mich,“ fiel Fred ein.

Kim sagte: „Ich bekomme auch so langsam Hunger“.

Die Vier wagten sich schließlich unter das Volk und waren erstaunt, dass keiner auch nur im geringsten Notiz von ihnen nahm. Alex sagte: „Wir müssen denen doch auffallen, so wie wir angezogen sind, auch überragen wir alle, die hier herumlaufen“. Ed erwiderte: „Womöglich nicht, da wir alle Pullover mit Kapuzen anhaben“. Sie fühlten sich langsam sicherer, weil keiner sie ansprach und wissen wollte, wo sie herkämen.