Campingurlaub der Höhepunkte - Robert Gellar - E-Book

Campingurlaub der Höhepunkte E-Book

Robert Gellar

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Beschreibung

Marc und David sind alles andere als glücklich, als deren Lebenspartnerinnen sie auf ein Männerwochenende der besonderen Art schicken. Während es sich die Frauen in einem Wellnesshotel gemütlich machen, sollen die Männer eine Radtour mit anschließendem Camping über sich ergehen lassen. All das wäre auszuhalten, wenn man dafür nicht ein widerspenstiges Zelt aufbauen müsste. Glücklicherweise treffen die beiden auf die ebenfalls auf dem Campingplatz wohnende Lara sowie die, in dem kleinen Kiosk arbeitende Sandra. Mit deren Hilfe und einer gehörigen Portion Alkohol wird sich das Wochenende doch überstehen lassen.

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Seitenzahl: 45

Veröffentlichungsjahr: 2018

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Robert Gellar

Campingurlaub der Höhepunkte

 

 

 

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Inhaltsverzeichnis

Titel

Über den Autor

Campingurlaub der Höhepunkte

Impressum neobooks

Über den Autor

Robert Gellar ist ein in der Schweiz lebender deutschsprachiger Autor. Seit etwa 2010 verfasst er neben erotische Kurzgeschichten Kolumnen und Pressebeiträge.

Ebenfalls als E-Books erschienen:

Beglückende Zugbekanntschaft – Robert Gellar, Neobooks, 2018

ISBN: 978-3-7427-4394-7

Der angenehme Wochenendgruß – Robert Gellar, Neobooks, 2018

ISBN: 978-3-7427-5538-4

Eine Nixe zum Frühstück – Robert Gellar, Neobooks, 2018

ISBN: 978-3-7427-5400-4

Yoga zu dritt – Robert Gellar, Neobooks, 2018

ISBN: 978-3-7427-5184-3

Nachhilfe mit Happy End – Robert Gellar, Neobooks, 2018

ISBN: 978-3-7427-5023-5

Hauskauf mit gewissen Extras – Robert Gellar, Neobooks, 2018

ISBN: 978-3-7427-4737-2

Campingurlaub der Höhepunkte – Robert Gellar, Neobooks, 2018

ISBN: 978-3-7427-3846-2

Ein aufschlussreiches Abendessen – Robert Gellar, Neobooks, 2018 ISBN: 978-3-7427-3854-7

Campingurlaub der Höhepunkte

„Das passt nicht. Alter, ich werde gleich wahnsinnig. Der ganze Scheiß passt einfach nicht.“

Frustriert warf David die weiß lackierten Stangen zur Seite. Ein lautes metallisches Scheppern zu seiner Rechten war das Resultat.

„Hey! Lass den Scheiß! So werden wir hier nie fertig.“

„Alter, du hast doch auch keinen Plan, wie dieses bekloppte Ding zusammenzubauen ist.“

David schaute Marc wütend an. Immerhin war es seine Schuld, dass sie jetzt beide hier saßen und keine Ahnung hatten, wie sie sich ein Dach über dem Kopf bauen sollten.

Dabei hätte alles total entspannt sein können. Statt mit seinem besten Freund auf den Campingplatz zu fahren, hätte David das verlängerte Wochenende mit seiner Freundin verbringen können. Und auch Marc hätte mit seiner Frau zusammen auf der Terrasse sitzen und sich die Sonne auf den Bauch scheinen lassen können.

Aber nein, die Frauen, die vielleicht nicht ganz so eng befreundet waren, wie ihre Männer, aber immerhin ein sehr gutes Verhältnis zueinander hatte, waren ja der Meinung gewesen, eine Wellnesswochenende nur für sich zu buchen.

Und nicht, dass das genug gewesen wäre. Irgendwie hatten sie es tatsächlich angestellt, die beiden Männer davon zu überzeugen, sich auf diesen bescheuerten Campingtrip einzulassen.

Scheiß Schwanzsteuerung, dachte David und er war sich ziemlich sicher, dass Marc ähnlich dachte.

Und dann hatte Marcs Frau es auch noch geschafft, ihn derart von dem Trip zu überzeugen, dass David keine Chance mehr gehabt hatte, ihm den ganzen Schwachsinn wieder auszureden. Selbst ein gemütliches Wochenende vor der PlayStation und dem Fünfundsechzig-Zoll-Bildschirm konnten Marc nicht mehr umstimme. Verdammte Scheiße, dachte David.

Aber es half ja nichts. Am Anfang war es auch noch ganz spaßig. Es hatte fast schon etwas, von einem kleinen Abenteuer. Wenn man wie David den ganzen Tag als Angestellter einer Sparkasse, Rentnern Bausparverträge verkaufte oder wie Marc unterdurchschnittlich begabten Schülern Physik beibrachte, dann war es schon eine Abwechslung, mit dem Fahrrad durch das Land zu radeln, um an fünf Tagen drei verschiedene Campingplätze zu besuchen.

Was die beiden Männer jedoch absolut unterschätzt hatten, war, dass man mit Mitte dreißig körperlich nicht mehr so fit war, wie mit achtzehn. Vor allem aber hatten weder David noch Marc damit gerechnet, dass sie einen derartigen Muskelkater im Hintern hätten. Wenn man darüber nachgedacht hätte, wäre man wahrscheinlich darauf gekommen, dass jemand, der seit fünfzehn Jahren kein Fahrrad mehr gefahren war, etwas Probleme bekommen konnte. Doch nachgedacht hatten sie eben grade nicht.

Und nun saßen sie vor dem Zelt, das ihnen ihre Frauen offenbar bei einem Discounter gekauft hatten. Dumm nur, dass keine Bedienungsanleitung dazu war. Also mussten sie improvisieren.

Doch das brachte sie auch nicht weiter, denn seit gefühlten Stunden improvisierte David, aber egal, was er auch anstellte, ein Zelt wollte aus dem Stangenkonstrukt nicht werden.

„Sag mal, wie viel Kohle hast du eigentlich dabei?“

Marc schaute hinab zu seinem Freund, der inmitten von diversen Stangen und Stoffstücken saß. Er überlegte kurz, griff dann nach seiner Brieftasche, die er in seiner tiefen rechten Hosentasche verstaut hatte und schaute hinein.

„Einhundert. So wie vereinbart.“

Auch das war eine Idee ihrer Frauen gewesen. Jeder der Männer sollte nur einhundert Euro mit sich nehmen. Wahrscheinlich wollten sie dadurch sicherstellen, dass sie sich nicht zu sehr dem Alkohol oder gar schlimmeren hingaben.

David nickte.

„Was ist los?“, fragte Marc, der erkannte, dass sein bester Freund über irgendetwas grübelte.

„Du hast dich also an den Befehl deiner Frau gehalten“, grinste David plötzlich.

Marc zog zweifelnd eine Augenbraue in die Höhe.

„Wie meinst du das?“

„Nix, nix. Deine Frau bestimmt die Höhe deines Taschengeldes und du hältst dich daran.“

„Wie viel hast du denn dabei?“, fragte Marc, etwas verärgert. Ihm war klar, dass David recht hatte. Das ein oder andere Mal war ihm bereits selbst aufgefallen, dass er sich viel zu schnell und viel zu leicht den Wünschen seiner Frau unterordnete. Aber warum auch nicht. Einer musste ja das Sagen in der Beziehung haben. Und warum sollte das immer der Mann sein? Eine Überlegung, die er David gegenüber wahrscheinlich so nicht zugeben würde.

David grinste.

„Hundert in bar.“

Doch noch bevor sich ein triumphierendes Lächeln auf Marcs Gesicht ausbreiten konnte, schob er schnell nach: „Und meine Kreditkarte.“

Marcs Lächeln erstarb noch im Entstehen.

„Und was willst du jetzt machen?“, fragte er seinen Freund.

Dieser zuckte nur kurz mit den Schultern und erhob sich langsam aus dem Trümmerhaufen, der eigentlich ihr Zelt hätte werden sollen.

„Ich gehe runter zum Kiosk. Mal sehen, ob ich eine Lösung für unser Übernachtungsproblem finde.“