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Kleintierakupunktur kompakt und praxisnah: alles in einem Buch. Die Checkliste beinhaltet alle praxisrelevanten Informationen für den Kleintierakupunkteur - vom Anfänger bis zum versierten Therapeuten. Zwei Herangehensweisen bieten jedem Interessierten den passenden Weg: über Indikationen oder über den traditionell chinesischen Weg. Dabei erklärt die Checkliste die Hintergründe, ist Punkteatlas und Kochbuch zugleich. Und das alles in kompakter und übersichtlicher Weise. - Grundlagen, Akupunkturtechnik, Anamnese und Diagnostik - Körperakupunkturpunkte, Verlauf der Meridiane - Behandlungskonzepte ausgewählter Indikationen - Ausbildung und Praxisorganisation - Alphabetisches Register der Akupunkturpunkte
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Seitenzahl: 281
Veröffentlichungsjahr: 2013
Dr. Marion Müller, DVM, CVA, CCRP
Marion Müller studierte Veterinärmedizin in Wien, Österreich und beschäftigte sich bereits im Rahmen ihrer Dissertation, die 2005 abgeschlossen wurde, mit Physiotherapie. Seit 2002 arbeitet sie in der Ambulanz für Physiotherapie und Akupunktur der Veterinärmedizinischen Universität Wien (VUW), welche ursprünglich als Teil der Klinik für Interne Medizin gegründet und im Jahr 2000 in die Abteilung für Kleintierchirurgie, Augen- und Zahnheilkunde integriert wurde.
Des Weiteren ist Marion Müller Mitglied der „Movement Science Group Vienna“. Im Laufe ihrer klinischen und wissenschaftlichen Karriere hat sie viele Vorträge in Österreich und im Ausland gehalten und auch Forschung im Bereich der Bewegungsanalyse beim Hund betrieben. Sie absolvierte 2002 das Curriculum für Akupunktur und Neuraltherapie der ÖGT (Österreichische Gesellschaft für Tierärzte) und ist seit 2004 zertifizierte Veterinärakupunkteurin (CVA, IVAS International Veterinary Acupuncture Society) und seit 2007 zertifizierte Physiotherapeutin für Hunde (CCRP, Certified Canine Rehabilitation Practitioner, University Tennessee in Kooperation mit Schlossseminare).
Priv. Doz. Dr. Barbara Bockstahler
Barbara Bockstahler studierte in Wien Veterinärmedizin. Nach einigen Jahren in der eigenen Praxis baute sie die Ambulanz für Physiotherapie und Akupunktur der Abteilung für Kleintierchirurgie, Augen- und Zahnheilkunde an der Veterinärmedizinischen Universität Wien auf. Sie leitet diese Ambulanz seit 2003 und ist auch Leiterin der Projektgruppe Bewegungsanalyse Hund der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Sie ist Fachtierärztin für Physiotherapie und Rehabilitationsmedizin, Certified Canine Rehabilitation Practitioner der Universität Tennessee und habilitierte sich 2009. Im Rahmen ihrer Tätigkeit veröffentlicht sie zahlreiche Publikationen und hält Vorträge im In- und Ausland.
Checkliste Akupunktur Kleintiere
Herausgegeben von Marion Müller
Unter Mitarbeit von Barbara Bockstahler
75 Abbildungen 17 Tabellen
Meinem Mann Michael Müller für die Aufmunterungen beim Schreiben und seine unendliche Geduld. Meiner Schwiegermutter Renate Müller und meinem lieben Freund David Mucha für das Korrekturlesen eines Manuskripts, das nichts mit ihren sonstigen Interessengebieten zu tun hat, was für mich deshalb besonders viel Wert hat. Meinem Kollegen und Freund Peter Holler und meiner Kollegin und Freundin Sabine Wurzberger für ihre Unterstützung bei den Fotoaufnahmen.
Natürlich meiner lieben Kollegin und Mitautorin Barbara Bockstahler für die wie üblich großartige Zusammenarbeit.
Frau Dr. Lauer und Frau Dr. Warhonowicz vom Sonntag Verlag, ohne die das Werk nicht zustande gekommen wäre. Den vierbeinigen Models „Pirelli“ und „Amoh“, die ganz tapfer und professionell das „Fotoshooting“ über sich ergehen ließen. Und meinem kleinen Hund „Chester“, der seine Zeit am liebsten zusammengeknäult auf meinem Schoß verbracht und mich so (wenn auch unabsichtlich) an meinem Platz vor dem Computer gehalten hat und demzufolge nicht ganz unbeteiligt an der Entstehung des Buches war.
Während meiner Fortbildungen auf dem Gebiet der Akupunktur sind mir viele Skripten und Bücher untergekommen, die entweder sehr intensiv die Grundlagen der TCM und Akupunktur beschreiben und die speziellen Anwendungsmöglichkeiten eher kurz behandeln oder die umgekehrt solides Basiswissen voraussetzen. Immer wieder bin ich von Studierenden und an Akupunktur interessierten Tierärzten gefragt worden, welches Buch ich ihnen empfehlen kann.
Meistens ist daraus eine lange Liste von Büchern geworden, um einen umfassenden Überblick über die TCM und die Akupunktur im Speziellen zu geben. Da habe ich zum ersten Mal begonnen, mir Gedanken darüber zu machen, wie eigentlich das für mich perfekte Akupunkturbuch aussehen sollte:
Es müsste zum einen eine gute Mischung aus Grundlagenwissen und speziellen Anwendungen sein. Zum anderen wäre es auch sinnvoll, Informationen über wissenschaftliche Grundlagen und den heutigen Stand der Forschung zu bringen. Nach wie vor wird man als Akupunkteur mitunter belächelt nach dem Motto: „Hilft's nicht – schadet's zumindest auch nicht …“ (was sich allerdings als fataler Fehler erweisen könnte). Gerade in diesen Fällen ist es gut, mit wissenschaftlicher Sachlichkeit argumentieren zu können.
Ein weiterer Punkt, der mir etwas Kopfzerbrechen bereitet hat, war die Zusammenstellung bewährter Punktkombinationen für bestimmte Indikationen. Gerade für den Anfänger sind solche Punktkombinationen essenziell, um nicht gleich zu Beginn zu verzweifeln und alles hinzuschmeißen. Um der chinesischen Therapie gerecht zu werden, sollten die Behandlungskonzepte aber auch nicht auf reine „Kochrezepte“ reduziert werden. Fokussiert auf häufige Erkrankungsursachen werden in dieser Checkliste zunächst das westliche und östliche Krankheitsbild gegenübergestellt. Darauf folgt die Darstellung der differenzialtherapeutischen Überlegungen. Hierdurch ergeben sich gut nachvollziehbare Behandlungsvorschläge, die individuell auf den jeweiligen Patienten angepasst werden können. Wichtig, um ein erfolgreicher „Nadelkünstler“ zu werden, ist in weiterer Folge auf jeden Fall die persönliche Weiterentwicklung.
Ein letztes Kriterium für ein Akupunkturbuch, mit dem ich voll und ganz zufrieden sein könnte, wäre die Praktikabilität. Es müsste handlich genug sein, um ein ständiger Begleiter werden zu können.
All diese Anforderungen erfüllt das Konzept der „Checkliste“, welches eine hohe Praxisrelevanz mit einer übersichtlichen Darstellung der Grundlagen vereint.
Mit hohen Anforderungen an mich selbst habe ich also begonnen, dieses Buch zu schreiben. Diese Checkliste wird hoffentlich dem geneigten Leser den Einstieg in die TCM und die Akupunktur erleichtern bzw. gute Dienste beim Nachschlagen leisten.
Wien, im Frühjahr 2011
Marion Müller
Grundlagen
1 Das Checklistenkonzept
2 Grundlagen der Akupunktur
2.1 Geschichte der Akupunktur und Veterinärakupunktur
2.1.1 Legendäre Ära
2.1.2 Shang-Dynastie und Zhou-Dynastie
2.1.3 Qin-Dynastie und Han-Dynastie
2.1.4 Zeit der Drei Reiche, Jin-Dynastie und nördliche und südliche Dynastien
2.1.5 Sui-Dynastie
2.1.6 Tang-Dynastie
2.1.7 Song-Dynastie
2.1.8 Yuan-Dynastie
2.1.9 Ming-Dynastie
2.1.10 Qing-Dynastie
2.1.11 Republik China
2.1.12 1950 n. Chr. bis heute
2.2 Wissenschaftliche Grundlagen der Akupunktur
2.2.1 Einführung
2.2.2 Der Akupunkturpunkt
2.2.3 Meridiane
2.2.4 Wie wirkt Akupunktur?
2.2.5 Klinische Studien
2.3 Grundlagen der TCM
2.3.1 Yin und Yang
2.3.2 Die 5 Elemente (Wandlungsphasen)
2.3.3 Vitale Substanzen und Zang-Fu-Organe
2.3.4 Umläufe und Leitbahnen
2.3.5 Die Krankheitsursachen
2.4 Akupunkturpunkte
2.4.1 Systematik der Punkte
2.4.2 Punktlokalisation und Punktauswahl
2.5 Kontraindikationen und Nebenwirkungen
2.5.1 Relative Kontraindikationen
2.5.2 Nebenwirkungen
2.6 Akupunkturtechnik
2.6.1 Setzen der Akupunkturnadel
2.6.2 Verweildauer der Nadel und Reizstärke
2.6.3 Entfernen der Nadel
2.6.4 Wahl der Nadel
2.6.5 Behandlungsfrequenz
2.7 Anamnese und Diagnostik
2.7.1 Befragen des Besitzers
2.7.2 Betrachten
2.7.3 Hören und Riechen
2.7.4 Betasten
2.7.5 Pulsfühlen
2.7.6 Die 8 Leitkriterien (Ba Gang)
2.8 Schmerz
2.8.1 Schmerzphysiologie
2.8.2 Akuter und chronischer Schmerz
2.8.3 Schmerzmessung
2.8.4 Schmerztherapie
2.8.5 Zusammenfassung
Körperakupunkturpunkte
3 Akupunkturpunkte nach Wandlungsphasen/Meridianen
3.1 Wandlungsphase Metall
3.1.1 Zugehörige Organe
3.1.2 Akupunkturpunkte
3.2 Wandlungsphase Erde
3.2.1 Zugehörige Organe
3.2.2 Akupunkturpunkte
3.3 Wandlungsphase Feuer
3.3.1 Zugehörige Organe
3.3.2 Akupunkturpunkte
3.4 Wandlungsphase Wasser
3.4.1 Zugehörige Organe
3.4.2 Akupunkturpunkte
3.5 Wandlungsphase Holz
3.5.1 Zugehörige Organe
3.5.2 Akupunkturpunkte
3.6 Außerordentliche Meridiane
3.6.1 Akupunkturpunkte
3.7 Extrapunkte (und Triggerpunkte)
3.7.1 Extrapunkte
3.7.2 Triggerpunkte
Behandlungskonzepte
4 Behandlungskonzepte
4.1 Schmerzen allgemein
4.2 Orthopädische Erkrankungen
4.3 Neurologische Erkrankungen
4.4 Augenerkrankungen
4.5 Gastrointestinale Störungen
4.6 Endokrinologische Erkrankungen
4.7 Atemwegserkrankungen
4.8 Hauterkrankungen
4.8.1 Bakteriell bedingte Hauterkrankungen
4.8.2 Immunmediierte Hauterkrankungen
4.9 Herz-Kreislauf-Erkrankungen
4.10 Gynäkologische/andrologische Erkrankungen/Geburtshilfe
4.11 Erkrankungen des Harntraktes
4.12 Notfälle
Praxis der Akupunktur
5 Ausbildungsmöglichkeiten
5.1 Auswahl an ausbildenden Organisationen
5.1.1 Zusatzbezeichnung Akupunktur
6 Praktische Durchführung der Akupunktur
6.1 Information des Patientenbesitzers
6.2 Umgang mit dem Akupunkturpatienten
Anhang
7 Literatur
7.1 Geschichte der Veterinärakupunktur
7.2 Wissenschaftliche Grundlagen der Akupunktur
7.3 Schmerz
7.4 Notfälle
8 Abbildungsverzeichnis
9 Sachverzeichnis
9.1 Allgemeines Sachverzeichnis
9.2 Verzeichnis der Körperakupunkturpunkte
1 Das Checklistenkonzept
2 Grundlagen der Akupunktur
2.1 Geschichte der Akupunktur und Veterinärakupunktur
2.2 Wissenschaftliche Grundlagen der Akupunktur
2.3 Grundlagen der TCM
2.4 Akupunkturpunkte
2.5 Kontraindikationen und Nebenwirkungen
2.6 Akupunkturtechnik
2.7 Anamnese und Diagnostik
2.8 Schmerz
praxisorientierte Inhalte für die sofortige Umsetzung
klare Struktur
Überblick über alle wichtigen Themen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM)
In der Checkliste Akupunktur finden Sie
im gelben Teil:
Grundlagen
Geschichte
wissenschaftliche Grundlagen
Grundlagen der TCM
Systematik der Akupunkturpunkte
Kontraindikationen und Nebenwirkungen
Technik
Anamnese und Diagnostik
Schmerz
im grünen Teil:
Körperakupunkturpunkte
Darstellung der Wandlungsphasen
Beschreibung der TCM-Organe
Beschreibung der Akupunkturpunkte
im blauen Teil:
Behandlungskonzepte
häufige Erkrankungen aus der Sicht der TCM
Erfolg versprechende Punktkombinationen zur Behandlung dieser Erkrankungen
im roten Teil:
Praxis der Akupunktur
Ausbildungsmöglichkeiten
praktische Durchführung
im grauen Teil:
Anhang
Literatur
Abbildungsverzeichnis
Sachverzeichnis
Die ersten Anhaltspunkte für eine primitive Akupunktur waren Gegenstände aus Stein, die aus der neolithischen Periode der Steinzeit (ca. 6000 – 4000 v. Chr.) stammen dürften und in der inneren Mongolei gefunden wurden. Besonders bedeutsam war die Entdeckung eines sog. „bian shi“ (chin. flacher Stein), einer 4-seitigen Steinnadel von ungefähr 4,5 cm Länge, die als primitive Akupunkturnadel gedient haben könnte. Der Ausdruck „bian“ bedeutet übersetzt „Stein um Krankheiten zu behandeln“. Wahrscheinlich haben solche Steinnadeln einerseits dem Öffnen von Abszessen und dem Aderlass gedient, andererseits aber auch der Stimulation besonderer Körperareale. Neben diesen Steinnadeln verwendeten primitive Gesellschaften aber auch Nadeln aus Knochen.
Auf den „Gelben Kaiser“ (Huang Di) geht eines der bedeutendsten Werke der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) oder Traditionellen Orientalischen Medizin (TOM), das „Huangdi Neijing“ (The Yellow Emperor's classic of internal medicine) zurück. Obwohl die Diskussionen zwischen ihm und seinem Minister, die als Grundlage für dieses Werk dienten, um 2700 v. Chr. stattgefunden hatten, wurden sie erst um 200 v. Chr. niedergeschrieben. Der Diskurs der beiden beinhaltete viele Aspekte der Gesundheit, wie Balance des Lebensstils, Untersuchungsmethoden, Ätiologie, Diagnose und Therapie von Erkrankungen, aber auch Informationen über Akupunktur. Das „Neijing“ etablierte die Meridiantheorie, Benennung und Lokalisation von Akupunkturpunkten, Techniken der Akupunktur sowie Krankheitsmuster und Kontraindikationen. Das Buch des Gelben Kaisers ist in 2 Sektionen aufgeteilt. Der 1. Teil, auch „Suwen“ genannt, beinhaltet Gespräche in Form von Frage und Antwort von Huang Di mit seinem Minister Qi Bo, der 2. Teil („Lingshu“) beschäftigt sich mit der klassischen Anwendung von Akupunktur und Moxibustion. Obwohl das Werk im Laufe der Jahre von zahlreichen medizinischen und philosophischen Autoritäten bis zur Ming-Dynastie (1368 – 1644 n. Chr.) ergänzt und kommentiert wurde, besitzt das ursprüngliche Werk bis heute Gültigkeit.
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
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