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In der Theorie ist alles klar, aber plötzlich erwartet man, dass du
Weiche Knie? Dann ist die Checkliste Medical Skills genau das Richtige für dich! Im praktischen Kitteltaschenformat hast du das Wesentliche immer dabei. Fallbeispiele und Praxistipps helfen dir dabei, das Wissen in den klinischen Alltag zu übertragen. Dank der kompakten Darstellung und farblichen Sortierung findest du schnell die Inhalte, die du benötigst.
Gut zu wissen: Der Buchinhalt steht dir ohne weitere Kosten digital in unserem Lernportal via medici und in der Wissensplattform eRef zur Verfügung (Zugangscode im Buch). Mit der kostenlosen eRef App hast du viele Inhalte auch offline immer griffbereit.
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Seitenzahl: 470
Veröffentlichungsjahr: 2024
Sven Hengesbach, Jochen Hinkelbein, D.E.S.A., E.D.I.C., F.E.S.A.I.C., F.As.M.A., Yvonne Kollrack, Harald Genzwürker, Christopher Neuhaus, Amelie Knauß
3., unveränderte Auflage
169 Abbildungen
Wie übersteht man die ersten Einsätze in der Klinik, ohne allzu viele Federn zu lassen, und vor allem ohne den Patienten zu schaden? Und wo kann ich nachschlagen, wenn ich mal nicht weiter weiß? Diese Frage stellen sich sicherlich viele Studenten zu Beginn ihrer ersten praktischen Tätigkeit in Famulatur und PJ. Der „Sprung ins kalte Wasser“ wird möglicherweise durch den häufig vorherrschenden Personalmangel beschleunigt – und so findet man sich, ehe man viel darüber nachdenken kann, alleine mit den Patienten auf der Station oder in der Ambulanz. Ohne eine ausführliche Einarbeitung und ohne ausreichende eigene Erfahrungen entstehen dann Gefühle von Hilflosigkeit und Überforderung. Das bringt nahezu jeden Anfänger in der Klinik irgendwann an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit. Der Einstieg kann hart sein im Biotop Krankenhaus, das wissen wir Autorinnen und Autoren alle aus eigener Erfahrung.
Daher möchten wir ein bisschen Licht ins Chaos bringen und eine Orientierung für Medizinstudierende und junge Ärztinnen und Ärzte bieten. Mit dem Ziel, schnell die wesentlichen Informationen zur Hand zu haben, ist die Checkliste Medical Skills entstanden. So finden Sie im Anfangsteil hilfreiche Hinweise für das richtige Verhalten auf Station und erhalten Tipps, wie Sie sich in Ihrer neuen Rolle zurechtfinden. Im Weiteren werden alle wichtigen Arbeitstechniken – von der Blutentnahme bis zur Knochenmarkspunktion – ausführlich Schritt für Schritt erklärt. Profitieren Sie dabei von unseren Tipps aus der Praxis!
Wichtige (und vor allem sinnvolle) Laborparameter finden Sie tabellarisch in der Buchmitte. So haben Sie die entsprechenden Normwerte schnell bei der Hand. Auf einen Notfall kann man sich zwar schlecht vorbereiten, aber im roten Buchteil erfahren Sie ein paar grundsätzliche Verhaltensregeln. Wichtige Techniken wie die Intubation und die Maskenbeatmung werden genau erklärt. Außerdem finden Sie die aktuellen ERC-Richtlinien zur Reanimation verständlich aufbereitet.
Zur Vorbereitung von Famulaturen und PJ in der Chirurgie ist der letzte Buchteil hilfreich: Erfahren Sie, welche Besonderheiten sich auf chirurgischen Stationen ergeben, lernen Sie chirurgische Instrumente und häufige Operationen kennen und schlagen Sie die postoperative Versorgung nach.
Für die Unterstützung während der Entstehung des Buches möchten wir uns herzlich beim gesamten Thieme-Team bedanken.
Wir hoffen, dass diese Checkliste Ihnen mehr Sicherheit im klinischen Alltag und damit mehr Freude an Ihrem Berufseinstieg gibt. Wir freuen uns über Ihr Lob, aber auch über Anregungen, wie wir dieses Buch weiter verbessern können.
Die Autorinnen und Autoren im Oktober 2024
Titelei
Vorwort
1 Einführung
1.1 Verhalten während Famulatur und PJ – 10 goldene Regeln
1.1.1 Allgemeine Anmerkungen
1.2 Rechte und Pflichten als Famulant oder im PJ
1.2.1 Allgemeine Anmerkungen
1.2.2 Rechte
1.2.3 Pflichten
1.2.4 Selbstschutz
1.3 Tipps zur Gesprächsführung
1.3.1 Grundlagen ärztlicher Gesprächsführung
1.3.2 Besondere Gespräche
1.4 Krankheitsbilder, die Sie kennen und gesehen haben sollten
1.4.1 Wichtige Krankheitsbilder, die Sie gesehen haben sollten
1.4.2 Wichtige praktische Fähigkeiten, die Sie in Famulatur und PJ mitmachen oder lernen sollten
2 Patientenbetreuung
2.1 Elektive Aufnahme
2.1.1 Allgemeines
2.1.2 Anamnese
2.1.3 Körperliche Untersuchung
2.1.4 Anordnungen im Rahmen der Patientenaufnahme
2.1.5 Aufnahmelabor und Routineuntersuchungen
2.2 Notfallaufnahme
2.2.1 Notfalllabor und Notfalluntersuchungen
2.2.2 Anmelden von Untersuchungen
2.3 Patientenvorstellung
2.3.1 Allgemeines
2.3.2 Praktisches Vorgehen
2.4 Visite
2.4.1 Allgemeines
2.4.2 Stationsvisite
2.4.3 Kurvenvisite
2.5 Entlassung und Entlassungsbrief
2.5.1 Allgemeines
2.5.2 Die Entlassung
2.5.3 Der Arztbrief
2.6 Rezepte
2.6.1 Allgemeines
2.6.2 Das Medikamentenrezept
2.6.3 Das Betäubungsmittelrezept (BtM-Rezept)
2.6.4 Das Heilmittelrezept
2.7 Sterben und Tod eines Patienten
2.7.1 Der sterbende Patient
2.7.2 Feststellung des Todes
2.7.3 Leichenschau
2.7.4 Ausfüllen der Todesbescheinigung
3 Blutentnahme
3.1 Kapilläre Blutentnahme
3.1.1 Allgemeines
3.1.2 Erforderliches Material
3.1.3 Praktisches Vorgehen
3.2 Venöse Blutentnahme
3.2.1 Allgemeines
3.2.2 Erforderliches Material
3.2.3 Praktisches Vorgehen
3.3 Blutentnahme aus Kathetern
3.3.1 Blutentnahme aus peripherer Venenverweilkanüle (Braunüle®, Viggo®)
3.3.2 Blutentnahme aus zentralem Venenkatheter (ZVK)
3.3.3 Blutentnahme aus Port
3.4 Entnahme von Blut für Blutkulturen
3.4.1 Allgemeines
3.4.2 Erforderliches Material
3.4.3 Praktisches Vorgehen
3.5 Arterielle Blutentnahme
3.5.1 Allgemeines
3.5.2 Erforderliches Material
3.5.3 Allen-Test
3.5.4 Praktisches Vorgehen
3.6 Blutentnahme bei Kindern und Säuglingen
3.6.1 Allgemeines
3.6.2 Praktisches Vorgehen
4 Wichtige Laborwerte und deren Interpretation
4.1 Blutbild und Blutbildung
4.1.1 Referenzbereiche, Indikationen und Bedeutung
4.2 Glukosestoffwechsel
4.2.1 Referenzbereiche, Indikationen und Bedeutung
4.3 Blutgasanalyse (BGA)
4.3.1 Referenzbereiche, Indikationen und Bedeutung
4.4 Elektrolyte
4.4.1 Referenzbereiche, Indikationen und Bedeutung
4.5 Blutgerinnung
4.5.1 Referenzbereiche, Indikationen und Bedeutung
4.6 Leberwerte
4.6.1 Referenzbereiche, Indikationen und Bedeutung
4.7 Pankreaswerte
4.7.1 Referenzbereiche, Indikationen und Bedeutung
4.8 Nierenwerte
4.8.1 Referenzbereiche, Indikationen und Bedeutung
4.9 Herzenzyme
4.9.1 Referenzbereiche, Indikationen und Bedeutung
4.10 Schilddrüsenwerte
4.10.1 Referenzbereiche, Indikationen und Bedeutung
4.11 Rheumafaktoren
4.11.1 Referenzbereiche, Indikationen und Bedeutung
4.12 Eiweiße und Eiweißelektrophorese
4.12.1 Referenzbereiche, Indikationen und Bedeutung
4.13 Fettwerte
4.13.1 Referenzbereiche, Indikationen und Bedeutung
4.14 Entzündungswerte
4.14.1 Referenzbereiche, Indikationen und Bedeutung
4.15 Weitere Werte
4.15.1 Referenzbereiche, Indikationen und Bedeutung
4.16 Geläufige Tumormarker
4.16.1 Referenzbereiche, Indikationen und Bedeutung
4.17 Urinuntersuchung (Urinstatus und Urinstix)
4.17.1 Referenzbereiche, Indikationen und Bedeutung
4.18 Liquoruntersuchung
4.18.1 Referenzbereiche, Indikationen und Bedeutung
5 Nicht invasive Diagnostik
5.1 Blutdruckmessung
5.1.1 Blutdruckmessung nach Riva-Rocci (RR)
5.1.2 Befundinterpretation
5.2 Langzeitblutdruckmessung
5.2.1 Allgemeines
5.2.2 Material und praktisches Vorgehen
5.2.3 Befundinterpretation
5.3 Schellong-Test
5.3.1 Allgemeines
5.3.2 Material und praktisches Vorgehen
5.3.3 Befundinterpretation
5.4 Röntgen-Thorax
5.4.1 Allgemeines
5.4.2 Technik und Methoden
5.4.3 Befundungsschema
5.4.4 Häufige pathologische Befunde
5.5 Lungenfunktionsdiagnostik
5.5.1 Allgemeines
5.5.2 Messgrößen
5.5.3 Spirometrie
5.5.4 Ganzkörperplethysmografie
5.5.5 Peak-Flow-Metrie
5.5.6 Befundinterpretation
5.6 Ruhe-EKG
5.6.1 Allgemeines
5.6.2 Praktisches Vorgehen
5.6.3 Befundungsschema
5.7 Belastungs-EKG (Ergometrie)
5.7.1 Allgemeines
5.7.2 Vorbereitung
5.7.3 Praktisches Vorgehen
5.7.4 Befundinterpretation
5.8 Transthorakale Echokardiografie
5.8.1 Allgemeines
5.8.2 Vorbereitung und Material
5.8.3 Die wichtigsten Schnittebenen
5.9 Sonografie Abdomen
5.9.1 Allgemeines
5.9.2 Vorbereitung und Material
5.9.3 Die wichtigsten Schnittebenen
5.9.4 Befundinterpretation
6 Endoskopie
6.1 Einführung
6.1.1 Aufklärung
6.1.2 Prämedikation
6.1.3 Sonstige Vorbereitungen
6.1.4 Endokarditisprophylaxe
6.1.5 Patientenüberwachung
6.2 Ösophago-Gastro-Duodenoskopie
6.2.1 Allgemeines
6.2.2 Patientenvorbereitung und Material
6.2.3 Praktisches Vorgehen
6.3 Koloskopie
6.3.1 Allgemeines
6.3.2 Patientenvorbereitung und Material
6.3.3 Praktisches Vorgehen
6.4 ERCP (endoskopisch retrograde Cholangio-Pankreatografie)
6.4.1 Allgemeines
6.4.2 Patientenvorbereitung und Material
6.4.3 Praktisches Vorgehen
6.5 Bronchoskopie
6.5.1 Allgemeines
6.5.2 Patientenvorbereitung und Material
6.5.3 Praktisches Vorgehen
7 Diagnostische und therapeutische Punktionen
7.1 Pleurapunktion
7.1.1 Allgemeines
7.1.2 Patientenvorbereitung
7.1.3 Material und praktisches Vorgehen
7.1.4 Befundinterpretation
7.2 Aszitespunktion
7.2.1 Allgemeines
7.2.2 Patientenvorbereitung
7.2.3 Material und praktisches Vorgehen
7.2.4 Befundinterpretation
7.3 Lumbalpunktion
7.3.1 Allgemeines
7.3.2 Patientenvorbereitung
7.3.3 Material und praktisches Vorgehen
7.3.4 Befundinterpretation
7.4 Knochenmarkpunktion
7.4.1 Allgemeines
7.4.2 Patientenvorbereitung
7.4.3 Material und praktisches Vorgehen
8 Sonden und Drainagen
8.1 Magensonde
8.1.1 Allgemeines
8.1.2 Material und praktisches Vorgehen
8.2 Perkutane endoskopische Gastrostomie (PEG)
8.2.1 Allgemeines
8.2.2 Material und praktisches Vorgehen
8.3 Transurethraler Blasenkatheter
8.3.1 Allgemeines
8.3.2 Material und Vorbereitung
8.3.3 Praktisches Vorgehen beim Mann
8.3.4 Praktisches Vorgehen bei der Frau
8.4 Suprapubischer Blasenkatheter (SPK)
8.4.1 Allgemeines
8.4.2 Material und praktisches Vorgehen
8.5 Thoraxdrainage (TD)
8.5.1 Allgemeines
8.5.2 Material und praktisches Vorgehen
8.5.3 Entfernung der Thoraxdrainage
9 Injektionen
9.1 Intrakutane Injektion
9.1.1 Allgemeines
9.1.2 Material und praktisches Vorgehen
9.2 Subkutane Injektionen
9.2.1 Allgemeines
9.2.2 Material und praktisches Vorgehen
9.3 Lokalanästhesie
9.3.1 Allgemeines
9.3.2 Praktisches Vorgehen
10 Regionalanästhesie
10.1 Leitungsanästhesie nach Oberst
10.1.1 Allgemeines
10.1.2 Praktisches Vorgehen (Finger)
10.2 Spinalanästhesie
10.2.1 Allgemeines
10.2.2 Anatomie
10.2.3 Erforderliches Material
10.2.4 Praktisches Vorgehen
10.2.5 Steuerung und Prüfung der Anästhesieausdehnung
10.3 Periduralanästhesie (PDA)
10.3.1 Allgemeines
10.3.2 Anatomie
10.3.3 Erforderliches Material
10.3.4 Praktisches Vorgehen
11 Infusionen und Transfusionen
11.1 Periphere Venenverweilkanüle
11.1.1 Allgemeines
11.1.2 Material und praktisches Vorgehen
11.2 Zentraler Venenkatheter (ZVK)
11.2.1 Allgemeines
11.2.2 Material und praktisches Vorgehen
11.2.3 Praktisches Vorgehen V. jugularis interna (rechts)
11.3 Port
11.3.1 Allgemeines
11.3.2 Punktion eines Ports
11.3.3 Blutentnahme aus einem Port
11.3.4 Entfernung der Portnadel
11.4 Infusionen
11.4.1 Allgemeines
11.4.2 Anlegen einer Infusion
11.4.3 Druckinfusion
11.4.4 Perfusor und Infusomat
11.5 Transfusionstherapie
11.5.1 Allgemeines
11.5.2 Durchführung des Bedside-Tests
11.5.3 Auswertung des Bedside-Tests
11.5.4 Durchführung der Transfusion
11.6 Intraossärer Zugang
11.6.1 Allgemeines
11.6.2 Anlage eines intraossären Zugangs an der Tibia (EZ-IO®-System)
12 Der Notfall
12.1 Verhalten im Notfall
12.1.1 Notfall auf der Station
12.1.2 Wichtige Notfallschemata
12.2 Maskenbeatmung
12.2.1 Allgemeines
12.2.2 Material und praktisches Vorgehen
12.2.3 Erschwerte Maskenbeatmung
12.3 Pharyngealtuben
12.3.1 Oropharyngealtubus
12.3.2 Nasopharyngealtubus
12.4 Supraglottische Atemwegshilfsmittel
12.4.1 Allgemeines
12.4.2 Arten supraglottischer Atemwegshilfsmittel
12.4.3 Larynxmaske
12.5 Intubation
12.5.1 Allgemeines
12.5.2 Material für die Intubation
12.5.3 Praktisches Vorgehen
12.6 Koniotomie
12.6.1 Allgemeines
12.6.2 Material und praktisches Vorgehen
12.7 Reanimation Erwachsene
12.7.1 Allgemeines
12.7.2 Basismaßnahmen Erwachsene
12.7.3 Erweiterte Maßnahmen Erwachsene
12.8 Reanimation Kinder
12.8.1 Allgemeines
12.8.2 Basismaßnahmen Kinder
12.8.3 Erweiterte Maßnahmen Kinder
12.9 Schockraum
12.9.1 Allgemeines
12.9.2 Untersuchungs- und Therapieschemata
13 Intensivmedizinische Überwachung
13.1 Grundlagen der Patientenüberwachung
13.1.1 Allgemeines
13.1.2 Material und praktisches Vorgehen
13.2 ZVD-Messung
13.2.1 Allgemeines
13.2.2 Praktisches Vorgehen
13.2.3 Befundinterpretation
13.3 Arterielle Blutdruckmessung
13.3.1 Allgemeines
13.3.2 Praktisches Vorgehen
13.3.3 Mögliche Fehlerquellen und Komplikationen
13.4 PiCCO
13.4.1 Allgemeines
13.4.2 Interpretation der wichtigsten Parameter
13.4.3 Mögliche Fehlerquellen
14 Chirurgische Stationen: Besonderheiten und spezielle Arbeitstechniken
14.1 Patientenaufnahme in der Chirurgie
14.1.1 Anamnese in der Allgemein- und Viszeralchirurgie
14.1.2 Anamnese in der Unfallchirurgie
14.1.3 Klinische Untersuchung in der Allgemein- und Viszeralchirurgie
14.1.4 Klinische Untersuchung in der Unfallchirurgie
14.1.5 Allgemeine Maßnahmen in der Notaufnahme
14.2 Diagnostik in der Notaufnahme
14.2.1 Laboruntersuchung Allgemeinchirurgie
14.2.2 Sonografie des Abdomens
14.2.3 Radiologische Diagnostik
14.2.4 Konsiliarische Vorstellung
14.3 Präoperative Diagnostik
14.3.1 Labor
14.3.2 EKG
14.3.3 Röntgen-Thorax
14.3.4 Präoperative Konsile
14.3.5 Aufklärung und Einwilligung
14.4 Händehygiene
14.4.1 Grundlagen
14.4.2 Händewaschung
14.4.3 Hygienische Händedesinfektion
14.4.4 Hautpflege
14.4.5 Benutzung unsteriler Handschuhe
14.5 Verhalten und Wissen im OP
14.5.1 Rolle des Operateurs
14.5.2 Rolle der OP-Pflegekraft/der OTA (Operationstechnische Assistenz)
14.5.3 Assistenz am OP-Tisch
14.5.4 Vorbereitung und Umkleide
14.5.5 Tipps für Neulinge im OP
14.5.6 Kreislaufprobleme im OP
14.6 Abläufe im OP-Saal
14.6.1 Chirurgische Händedesinfektion
14.6.2 Desinfektion des OP-Gebiets
14.6.3 Steril anziehen mit Hilfe
14.6.4 Steril anziehen ohne sterile Hilfe
14.6.5 Abdeckung des OP-Gebiets
14.6.6 Position am Tisch
14.6.7 Kleine Instrumentenkunde
14.6.8 Nach der OP
14.7 Verbandwechsel
14.7.1 Grundlagen
14.7.2 Vorgehen beim VW
14.7.3 Wahl des Verbandmaterials
14.8 Wundversorgung
14.8.1 Durchführung
14.8.2 Lokalanästhesie
14.8.3 Primärer Wundverschluss
14.8.4 Sekundäre (offene) Wundbehandlung
14.8.5 Chirurgische Nahttechniken
14.8.6 Entfernung von Nahtmaterial
14.9 Häufiges in der chirurgischen Ambulanz
14.9.1 Kopfplatzwunde
14.9.2 Schnittverletzungen
14.9.3 Bisswunden
14.9.4 Nadelstichverletzung
14.9.5 Tetanusimpfung
14.10 Ruhigstellung
14.10.1 Ruhigstellende Verbände
14.10.2 Gipsverbände
14.11 Häufige Operationen in der Allgemein- und Viszeralchirurgie
14.11.1 Portimplantation
14.11.2 Grundlagen der Laparoskopie
14.11.3 Thoraxdrainage
14.11.4 Cholezystektomie
14.11.5 Appendektomie
14.11.6 Leistenbruch-Operationen offen und laparoskopisch
14.11.7 Anatomie Dünn- und Dickdarm
14.11.8 Anatomie/Gefäßversorgung von Magen, Leber und Milz
14.12 Häufiges in der Unfallchirurgie
14.12.1 Grundlagen
14.12.2 Humerusfrakturen
14.12.3 Häufige Verletzungen der oberen Extremitäten
14.12.4 Häufige Verletzungen der unteren Extremitäten (Auswahl)
14.12.5 Schädel-Hirn-Trauma
14.13 Postoperative Versorgung
14.13.1 Schmerztherapie
14.13.2 Blutungskontrollen
14.13.3 Kostaufbau
14.13.4 Mobilisation
14.13.5 Thromboembolieprophylaxe
Anschriften
Sachverzeichnis
Impressum/Access Code
Die ersten Famulaturen:Der Übergang von der Theorie zur Praxis beginnt für die meisten Studenten mit den ersten Famulaturen. Es kann sinnvoll sein, diese ersten praktischen Erfahrungen in einem operativen Fach zu sammeln, da dort manches anschaulicher ist. Auch in Ambulanzen sehen Sie häufige Krankheitsbilder und können viele praktische Fertigkeiten lernen. Die in der Inneren Medizin wichtige Pharmakologie hingegen wird erst später im Studium gelehrt, sodass es sich anbietet, diese Famulatur an den Schluss zu stellen. Bedenken Sie auch, dass Famulaturen eine einmalige Gelegenheit bieten, in Fachgebiete „reinzuschnuppern“, die Sie im PJ nicht pflichtmäßig belegen müssen.
Eigene Erwartungen: Ihre Lernziele werden sich im Laufe der Zeit verändern. So sollten Sie in den ersten Famulaturen Grundfertigkeiten wie Blutabnehmen, Nadeln legen, Verhalten im OP etc. lernen; im PJ hingegen betreuen viele Studenten bereits einige Patienten nahezu selbstständig und können unter Aufsicht auch anspruchsvollere Tätigkeiten durchführen. Nach der Anfangszeit sollten Sie resümieren, ob die Lernziele erreicht werden können oder ob Veränderungen notwendig sind.
Vorbereitung: Es ist in jedem Fall sinnvoll, sich thematisch auf Famulaturen und das PJ vorzubereiten. Beschränken Sie sich dabei aber auf die wichtigsten Krankheitsbilder ( ▶ Link), ansonsten laufen Sie Gefahr, sich zu verzetteln. Die folgenden Verhaltensregeln können im Umgang mit Kollegen, Pflegepersonal, Angestellten und Patienten helfen, die Famulaturen und das PJ lehrreich, erfolgreich und für alle Seiten gewinnbringend verlaufen zu lassen.
10 goldene Regeln für Famulatur und PJ
1. Stellen Sie sich lieber einmal zu viel vor als einmal zu wenig! Das gilt nicht nur gegenüber den Mitarbeitern der eigenen Station sondern auch in Funktionsbereichen wie der Radiologie, der Cafeteria, bei den Sekretärinnen und der Pforte. Sie selbst werden sich anfangs nicht sofort alle Namen merken können – Nachfragen ist, wo nötig, erlaubt.
2. Fragen sind da, damit man sie stellt! So profitieren Sie vom Wissen erfahrener Stationsärzte. Achten Sie dabei auf den passenden Moment und eine angemessene Formulierung: Die Fragen sollten nicht zeigen, dass Sie sich mit dem Thema noch nie befasst haben. Nachlesen können Sie zu Hause oder in ruhigen Zeiten auf der Station.
3. Respektieren Sie Ihre Grenzen! Kommunizieren Sie offen, wenn Sie sich bestimmte Tätigkeiten noch nicht zutrauen oder sie noch nie durchgeführt haben. Ehrlichkeit zahlt sich letztlich aus und hilft, Fehler, die aus übertriebenem Ehrgeiz entstehen, zu vermeiden.
4. Lassen Sie sich nicht ausbeuten! Sie sind auf der Station, um etwas zu lernen, und sollten nicht nur mit Hilfstätigkeiten betraut sein. Im Gegenzug freut sich der engagierte Stationsarzt aber auch, wenn Sie ihm Arbeit abnehmen und im besten Fall investiert er einen Teil der gewonnenen Zeit in Ihre Ausbildung.
5. Zeigen Sie Engagement und Lust auf's Arbeiten! Aber: Nehmen Sie sich auch die Freizeit, die Ihnen zusteht. Ein schlechtes Gewissen ist dabei nicht angebracht: Sie brauchen nicht schon als unbezahlte Arbeitskraft 50- oder 60-Stunden-Wochen abzuleisten.
6. Machen Sie einen Dienst mit! Dieser bietet oft die Möglichkeit, selbstständig kleine Eingriffe (z. B. Wundversorgung) durchzuführen und ein anderes Patientenspektrum kennenzulernen. Außerdem schaffen gemeinsam durchwachte Nächte eine ganz neue Kollegialität.
7. Nehmen Sie sich die Zeit, in den Arztberuf „hineinzuwachsen“. Der Übergang vom Studenten zum Arzt geschieht nicht von heute auf morgen und ist mit großen Umwälzungen verbunden. Insbesondere zu Beginn Ihrer klinischen Tätigkeit ist Perfektionismus eher hinderlich als hilfreich.
8. Lassen Sie nicht den Arzt/die Ärztin raushängen! Ja, Sie haben schon eine Menge gelernt. Theoretisch. Was Ihnen fehlt, ist praktische Erfahrung. Nehmen Sie das Pflegepersonal ernst – es bietet einen reichhaltigen Fundus an Erfahrung und Wissen. Stationsarbeit ist Teamarbeit. Wenn Sie hilfsbereit und bescheiden auftreten, wird man Ihnen bei Problemen und Fragen gerne weiterhelfen.
9. Vernachlässigen Sie soziale Aktivitäten nicht. Der klinische Alltag mag Sie zwar (besonders zu Beginn) enorm fordern, ein körperlicher und seelischer Ausgleich ist aber erforderlich, um langfristig leistungsfähig sowie körperlich und seelisch gesund zu bleiben. Achten Sie auch auf ausreichend Schlaf und eine ausgewogene Ernährung.
10. Mit Speck fängt man Mäuse … und mit Süßigkeiten Klinikpersonal. Ein Kuchen zum Abschied oder nach einer besonderen „ersten Leistung“ (Punktion, kleine OP) freut alle!
Status: Als Famulant oder im PJ gehören Sie zum ärztlichen Personal und sind formell dem Ärztlichen Direktor unterstellt. Trotzdem sind Sie nach wie vor Student und kein Arzt. Dieser „Zwischenstatus“ kann zu Konflikten und Unsicherheiten im eigenen Selbstverständnis, aber auch in der Rolle gegenüber Patienten, Angehörigen und Pflegepersonal führen.
Als Famulant und im PJ haben Sie gewisse Pflichten, aber auch Rechte. Diese werden im Folgenden erläutert.
Recht auf Ausbildung:
Laut der Ärztlichen Approbationsordnung muss es sich bei den Tätigkeiten im PJ um ärztliche Tätigkeiten handeln. Trotzdem wird es vorkommen, dass PJler auf die Suche nach Röntgenbildern oder Akten geschickt werden. Auch die Stationsärzte müssen im Alltag solche Tätigkeiten durchaus einmal selbst durchführen! So etwas ist nicht automatisch als Schikane gemeint, sollte aber eine Ausnahme und nicht die Regel sein! Als Ausgleich könnten Sie sich die Röntgenbilder dann auch erklären lassen! Auch viele erst einmal „langweilig“ erscheinende Tätigkeiten (z. B. Haken halten im OP) können durch Eigeninitiative (Fragen stellen, am Ende der OP Hautnaht erbitten) einen Lerneffekt erhalten.
Sollten sich längerfristig Probleme ergeben, suchen Sie das Gespräch mit dem Stationsarzt, Oberarzt oder auch Chefarzt. Die Lehrkrankenhäuser erhalten pro PJ eine Ausbildungspauschale und auf diese Ausbildung haben Sie ein Recht!
In vielen Abteilungen gibt es einen PJ-Leitfaden mit festgelegten Ausbildungszielen und -aufgaben zur Orientierung. Zudem wird die Qualität des PJ meist evaluiert. Fachschaft bzw. Dekanat geben darüber Auskunft.
Arbeitszeit:
In den Studienordnungen/PJ-Leitfäden der meisten Universitäten ist eine wöchentliche Arbeitszeit im PJ von 40 Stunden festgelegt. Das gilt auch für Spitäler in der Schweiz, die die wöchentliche Arbeitszeit z. B. als 50 Wochenarbeitsstunden, davon x Stunden Selbststudium plus x Wochenenddienste/Monat mit x Stunden Kompensation festlegen.
Im Durchschnitt sollten die 40 Stunden eingehalten werden. Fallen einmal Überstunden an, müssen diese durch Freizeit ausgeglichen werden. Das gilt auch für oftmals vorgesehene Dienste am Wochenende oder nachts. Hier gilt meistens, dass eine unmittelbare Kompensation im Verhältnis 1 : 1 in Freizeit erfolgen muss, d. h. wer z. B. am Samstag 8 Stunden in der Notaufnahme geholfen hat, bekommt am Montag frei.
Oft gehört die Teilnahme an Kolloquien, Fallvorstellungen und Fortbildungsveranstaltungen zum PJ-Inhalt!
Krankheit/Urlaub: Die Zahl der Krankheits- bzw. Urlaubstage ist in der jeweiligen Studienordnung festlegt. In den meisten Lehrkrankenhäusern sind durchaus unbürokratische Absprachen möglich, z. B bei wichtigen Arztterminen. Im Krankheitsfall sollte unverzüglich die Meldung an das jeweilige Chefsekretariat und/oder den zugeteilten Stationsarzt/die Funktionsabteilung erfolgen. Bei PJ- oder Famulaturbeginn nachfragen, wie die Krankmeldung gehandhabt werden soll.
Verpflegung:
In vielen Lehrkrankenhäusern ist für Famulanten und PJler eine Verpflegungspauschale als Aufwandsentschädigung vorgesehen. Meistens gibt es pro Monat einen Freibetrag auf die Essenkarte für die Personalcafeteria o. Ä.
Ganz wichtig ist es auch, zu klären, ob auf der Station oder im OP Wasserflaschen öffentliches Gut sind oder privat mitgebracht wurden. Gleiches gilt für die Kaffeemaschine, hier wird oft ein monatlicher Beitrag erwartet. Auch bei auf Station herumstehenden Süßigkeiten/Kuchen nicht einfach zugreifen, sondern fragen, von wem und für wen es ist. Übrig gebliebene Patientenessen zu verspeisen ist offiziell streng verboten!
Bekleidung:
Ob und welche Bekleidung gestellt wird, kann von Klinik zu Klinik verschieden sein, in der Regel wird aber mindestens ein Arztkittel zur Verfügung gestellt. Machen Sie sich bei Arbeitsbeginn mit den Kleidungsvorschriften vertraut. Weiße Hose oder geht auch Jeans? Weißes T-Shirt oder auch bunte Bluse? Wird Funktionsbekleidung getragen („scrubs“) und, falls ja, in welchen Bereichen? Wer mit OP-Kleidung auf Station erwischt wird, kann durchaus Ärger mit der Hygienefachkraft bekommen ( ▶ Link)!
Im Ausland gilt ggf. eine andere Kleiderordnung: In den USA/Ländern des Commonwealth oft Anzug/Krawatte bzw. Kostüm. Vor der Abreise informieren!
Gehalt: Immer wieder ein großes Diskussionsthema. Einige Lehrkrankenhäuser bieten mittlerweile eine Aufwandsentschädigung, aber ein Recht auf Gehalt besteht für Studenten nicht. In der Schweiz jedoch erhalten „Unterassistenten“ einen geregelten Monatslohn. Für „clinical electives“ oder „internships“ in den USA, Kanada, Australien etc. muss oft sogar eine Studiengebühr gezahlt werden (siehe auch Infos zum Auslands PJ: https://m.thieme.de/viamedici/pj-pj-im-ausland-1554.htm)!
Versicherung:
Als Student im Krankenhaus sollten sie krankenversichert sein, an Ihrem Studentenstatus ändert sich jedoch nichts. Die gesetzliche Unfallversicherung wird durch den „Arbeitgeber“ gedeckt, sie gilt auch für unmittelbare Wegeunfälle. Eine Berufshaftpflichtversicherung muss in der Regel nicht abgeschlossen werden, da diese durch das Krankenhaus gewährleistet wird. Grobe Fahrlässigkeit und Vorsatz sind hier jedoch nicht abgedeckt! Einige Universitäten verlangen eine zusätzliche Berufshaftpflichtversicherung im PJ. Im Ausland (v.a. USA, Kanada) ist eine eigene Berufshaftpflichtversicherung meist vorgeschrieben und muss bei der Bewerbung um eine PJ Stelle vorgelegt werden.
Für Berufsanfänger ist der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung und einer Zusatz-Berufshaftpflichtversicherung zu überlegen; diese schließt dann evtl. auch Nebentätigkeiten (Sportmedizin, Praxisvertretung, Notarztdienst) ein.
Schweigepflicht:
Jeder PJ-Student und Famulant muss sich an die Schweigepflicht nach § 203 StGB halten. Hiervon sind alle zum persönlichen Lebensbereich gehörenden Geheimnisse und alle Betriebs- oder Geschäftsgeheimnisse betroffen, die ein Patient im Rahmen des Krankenhausaufenthalts offenbart. Dieses gilt prinzipiell gegenüber jedem, auch engen Angehörigen, außer der Betroffene hat den Studierenden/Arzt davon entbunden. Meist ist im Aufnahmebogen des Pflegepersonals vermerkt, wem Auskunft gegeben werden darf/soll. Im Zweifel hier nachschauen bzw. schweigen. Falls es dabei zu Konfliktsituationen mit Angehörigen kommt, erklären Sie Ihre Verpflichtung zur Schweigepflicht. Diese gilt auch über den Tod des Betroffenen hinweg. Siehe auch https://www.aerztekammer-bw.de/schweigepflicht-datenschutz.
Im Ausland (z. B. in der Schweiz) gelten nahezu gleiche Regelungen zur Schweigepflicht, informieren Sie sich bitte im Einzelfall.
Die Schweigepflicht gilt
auch bei Minderjährigen, abhängig von ihrem Entwicklungsgrad und ihrer Einsichtsfähigkeit.
auch gegenüber anderen Ärzten: Klären Sie, an wen der Arztbrief geschickt werden darf.
gegenüber Familienmitgliedern.
gegenüber Versicherungsgesellschaften. Bei Versicherungsanfragen muss eine Entbindung von der Schweigepflicht vorliegen.
gegenüber Behörden z. B. Polizei /Gesundheitsamt. Hier muss man im Einzelfall zwischen Schweige- und Offenbarungspflicht (z. B. Infektionsschutz oder Straftat) abwägen.
Meist müssen Sie zu Beginn von PJ oder Famulatur eine Schweigepflichterklärung oder Ähnliches unterschreiben (z. B. https://www.med.uni-wuerzburg.de/fileadmin/03000000/user_upload/dateien_studiendekanat/FAQ/Datenschutz_und_Schweigepflichterklaerung.pdf).
Kompetenzbewusstsein/Übernahmeverschulden
Welche Kompetenzen ein Famulant/PJler hat, ist nicht festgelegt. Während in der Famulatur vor allem durch Zusehen gelernt werden soll, sollen im PJ praktische Fähigkeiten erlernt und vertieft werden.
Sowohl Student als auch Anleiter sollten sich des Ausbildungsstandes und der jeweiligen Fähigkeiten bewusst sein. So kann der betreuende Arzt verschiedene Tätigkeiten delegieren, wenn er meint, der Beauftragte ist in der Lage, diese regelrecht durchzuführen. Dazu können Anamnesen, Aufnahmeuntersuchungen, Blutentnahmen, aber auch einfache Ultraschallkontrollen und Verbandswechsel gehören.
Rein ärztliche Aufgaben und an die Approbation gebunden sind z. B. Bluttransfusionen, Verabreichung von Chemotherapien, Leichenschau. Auch die Indikation zu radiologischen Untersuchungen kann nur ein approbierter Arzt mit Fachkunde Strahlenschutz ( ▶ Link) stellen.
Ziehen Sie im Zweifel die eigenen Kompetenzgrenzen eher zu eng als zu weit und übernehmen Sie keine Aufgaben, die Ihre Kompetenzen überschreiten, sonst kann ein Übernahmeverschulden vorliegen.
Umweltschutz: Im Krankenhaus fallen täglich Unmengen von Abfall an. Vermeiden Sie unnötigen Abfall, ohne die Hygienevorschriften zu verletzen. Meist besteht ein Mülltrennungssystem, welches beachtet werden sollte. Blutige Abfälle werden in extra Behältnisse entsorgt. Für scharfe und spitze Abfälle gibt es spezielle Abwurfbehälter (gelb, verschließbar). Wenn diese voll sind, nicht überquellen lassen oder „nur noch diese eine Nadel“ reinstopfen, sondern austauschen!
Impfungen/Nadelstichverletzungen:
Mitarbeiter im Krankenhaus mit Patientenkontakt sollten gegen Hepatitis B und auch A geimpft sein. Viele medizinische Fakultäten bieten die Immunisierung während des Studiums an, ansonsten führt sie auch der Betriebsarzt des Krankenhauses durch.
Sollte es zu einer Nadelstichverletzung oder anderen Kontaminationen (Blut/Sekret ins Auge gespritzt) gekommen sein, melden Sie dies in Ihrem eigenen Interesse dem Betriebsarzt. Eine solche Verletzung wird BG-lich aufgenommen und der Impfstatus sowie der immunlogische Status von Verletztem (Empfänger) und Spender (Person, dessen Blut z. B. die Nadel kontaminiert hatte, i. d. R. ein Patient) überprüft. Eventuell wird eine Postexpositionsprophylaxe notwendig. In jedem Krankenhaus gibt es ein schriftlich festgelegtes Vorgehen bei Nadelstichverletzungen ( ▶ Link). Zur Durchführung eines HIV-Tests ist eine Einverständniserklärung notwendig!
Strahlenschutz:
Eine Exposition ist oftmals nicht zu vermeiden, z. B. bei einer Assistenz im OP oder einer Katheteruntersuchung. Nicht unmittelbar am Patienten benötigte Personen können manchmal den Raum verlassen – dabei ggf. auf Sterilität achten und vom OP Personal leiten lassen.
Ansonsten ist das Abstands-Quadrat-Gesetz zu beachten sowie die Position zur Strahlenquelle. Unbedingt adäquate Schutzkleidung tragen (Röntgenschürze, Schilddrüsenschutz) und auf richtige Lagerung derselben achten → nicht zerknäult in die Ecke werfen, sondern gerade aufhängen, sonst gehen die Bleielemente kaputt! Wer regelmäßig im Überwachungsbereich oder Kontrollbereich eingesetzt wird, sollte ein Dosimeter erhalten. Zudem ist vor dem Einsatz eine Unterweisung im Strahlenschutz Pflicht.
Allgemein:
Der Übergang vom Studentenleben in den ärztlichen Arbeitsalltag ist physisch und psychisch eine Herausforderung. Anfangs ist vor allem der lange kontinuierliche Arbeitstag ungewohnt.
Außerdem prasseln im Krankenhaus viele neue Eindrücke auf Sie ein und oft kommt es zur Konfrontation mit Tod und Leiden. Auch Zweifel am eigenen Können und an der Eignung zum Arztberuf können auftreten. Wichtig ist es, sich ein gutes soziales Umfeld zu bewahren, um evtl. Probleme besprechen zu können. Das können auch ältere erfahrene Kollegen sein, zu denen ein Vertrauensverhältnis besteht. Manche Stellen bieten auch ein „Counseling“ (Beratung) an. Auf keinen Fall sollten Sie Probleme und Zweifel in sich hineinfressen!
Im Arbeitsalltag kommt es immer wieder zu Konflikten mit verschiedenen Personenkreisen. Es dabei allen Parteien recht zu machen ist unmöglich. Die meisten Probleme lassen sich kurzfristig beheben. Kommt es zu prinzipiellen Problemen oder gar Mobbing, suchen Sie sich Hilfe!
Hinweis
Die Arbeit in einem Krankenhaus ist Teamarbeit. Daher sollten Sie sich angewöhnen, alle (!!!) Mitarbeiter freundlich und höflich zu behandeln und sich keinesfalls als (angehender) Arzt für etwas Besseres zu halten. Vor allem als Anfänger kann man vom Wissen und von der Erfahrung des Pflegepersonals profitieren. Außerdem erleichtert es den Arbeitsalltag enorm, wenn durch nette Beziehungen offizielle und bürokratische Vorgänge erleichtert oder gar durch den „kurzen Dienstweg“ ersetzt werden können.
WICHTIG
In der Medizin arbeiten Menschen und Menschen machen Fehler. Fahrlässige Fehler sind unnötig und vermeidbar. Aber auch bei Handeln nach bestem Wissen und Gewissen passieren Fehler. Es ist nicht schlimm, einen Fehler gemacht zu haben – oft ergibt sich dadurch ein anhaltender Lernerfolg/Erfahrungsschatz. Schlimm ist es aber, Fehler zu vertuschen.
Es ist auch nicht schlimm, etwas nicht zu wissen oder zu können, aber es ist schlimm, nicht nachzufragen oder die Unwissenheit zu vertuschen. Nehmen Sie keine Aufgabe an, der Sie sich selbstständig nicht gewachsen fühlen, sondern bitten Sie um Anleitung oder Aufsicht.
Kommunikationbeinhaltet einen Sender, der eine Nachricht encodiert, meist mit dem Medium Sprache, aber auch nonverbal. Der Empfänger muss die Nachricht decodieren („entschlüsseln“) und verstehen. Arzt und Patient müssen also die gleiche Wellenlänge benutzen, um einander zu verstehen!
Hier kommt es oft zu Missverständnissen:
Nach Aussage eines Herzchirurgen möchten die meisten Ärzte gar nicht, dass ihre Patienten sie verstehen. Denn ein Patient, der nicht versteht, wovon der Arzt redet, stellt ihm auch keine Fragen und der Arzt kommt nicht in die Verlegenheit, ihm antworten zu müssen.
Studien belegen, dass Patienten die Bedeutung der von Ärzten verwendeten Begriffe unklar ist und sie nicht verstehen, was ihnen gesagt wird. Nach Verlassen einer Arztpraxis oder Klinik wissen bis zu 50 % der Patienten nur sehr bedingt oder gar nicht, wie sie sich im Interesse ihrer Gesundheit zu verhalten haben. Ihr gesundheitliches Problem verstehen sie noch nicht einmal im Ansatz und sie sind auch nicht in der Lage, die ihnen verordnete Behandlung zu beschreiben.
Trotz hoher Informationsbedürfnisse haben die Patienten Hemmungen, nachzufragen und sich genauer zu erkundigen.
Gesprächsführung:
Das Arzt-Patienten-Gespräch ist leider oft asymmetrisch aufgebaut: Der Arzt ist der Gesprächsführer, der den Gesprächsverlauf diktiert, der Patient der passive Partner.
Ziel ist es, auch unter einem gewissen Zeitdruck und Informationsbedarf dem Patienten eine positive Wertschätzung, Empathie, Transparenz und Verständlichkeit entgegenzubringen sowie Lügen und ausweichende Antworten zu vermeiden. Der direktive Kommunikationsstil (einer redet und gibt Anweisungen) soll durch einen ebenso zielführenden partizipativen Kommunikationsstil im Dialog ersetzt werden.
In Untersuchungen wurde bewiesen, dass eine erfolgreiche Gesprächsführung das Vertrauen in den Arzt/die Klinik stärkt und die Compliance der Patienten erhöht! Ein gutes Arzt-Patienten-Gespräch umfasst folgende Aspekte:
Kommunikationsstil: Namentliche Vorstellung des Arztes, ausführliches Fragen nach Patientenwünschen, entspannte Gesprächsatmosphäre, kein Zeitdruck, Eingehen auf Gefühlsäußerungen, non-verbale Kommunikation, explizites Erfragen der Zufriedenheit.
Bio-psycho-soziale Perspektive: Erfassen der akuten Beschwerden, der Familien- und Krankengeschichte, Auswirkungen der Beschwerden im Alltag, frühere Erkrankungen und Verlauf, Umgang mit Beschwerden (Coping).
Informationsvermittlung: Erklärungen zum Verlauf, Rückfragen zum Verständnis des Gesagten, genaue Erklärung der Diagnose, Hinweise zum wahrscheinlichen Krankheitsverlauf.
Ermutigung zum Shared Decision Making (partizipative Entscheidungsfindung): Erörterung der Arzt- und Patientenperspektive, Diskussion von Konflikten, detaillierte Informationen zu Nutzen und Risiken möglicher Therapien.
Das Gespräch sollte mit einer offenen Frage begonnen werden („Was führt Sie her? Wie fühlen Sie sich heute?“). Doch Vorsicht: Studien haben gezeigt, dass hier der Patient im Schnitt schon nach 18 Sekunden unterbrochen wird! Gründe sind Zeitmangel oder ausschweifende Patientenberichte. Es ist übrigens nachgewiesen, dass Deutschland hinsichtlich der ärztlichen Gesprächsdauer in Europa das Schlusslicht bildet. Die durchschnittliche Gesprächsdauer in der Praxis beträgt in der Schweiz 15,6, in den Niederlanden 10,2 und in Deutschland 7,6 Minuten.
Neben der verbalen Kommunikation müssen auch nonverbale Faktoren wie die Körpersprache und paraverbale Faktoren (Stimmführung) beachtet werden. Ein Arzt, der mit verschränkten Armen vor dem Patientenbett steht und beim Gespräch aus dem Fenster schaut, erzielt eine andere Wirkung als der Kollege, der sich neben das Bett des Patienten setzt, sich dem Patienten zuneigt und Augenkontakt hält.
Indirekte Kommunikation: Es wird über den Patienten geredet statt mit ihm. Diese Situation sollten Sie vor allem während der Visite vermeiden und Informationen vor dem Betreten oder erst nach dem Verlassen des Patientenzimmers austauschen. Wenn es sich nicht vermeiden lässt, am Patientenbett über den Behandlungsverlauf o. Ä. zu diskutieren (häufig bei Chefvisiten!), erklären Sie dem Patienten im Anschluss in Ruhe, was gerade besprochen wurde!
Beachte: Patienten, die schlecht hören, erfahren oft unbeabsichtigt eine indirekte Kommunikation!
Geschlechtsunterschiede im Arzt-Patienten-Gespräch: Frauen sind oft stärker als Männer auf zwischenmenschliche Gefühle und soziale Beziehungen ausgerichtet und sensibilisiert und stellen die Verfolgung eigener autonomer Interessen häufiger in den Hintergrund. Sie sind stärker darum bemüht, einen Einblick in die soziale Situation ihrer Patienten zu bekommen. In Studien waren Ärztinnen ihren männlichen Kollegen deutlich überlegen, was die Umsetzung eines patienten-zentrierten Kommunikationsstils anging!
Im Vergleich zu Chirurgen bewerten Internisten Kommunikationsfertigkeiten für die eigene Arbeit höher und halten sie diagnostisch für wertvoller.
Deeskalation:
Manchmal kommt es im Klinikalltag zu unangenehmen Gesprächssituationen. Dazu gehört der Umgang mit aggressiven Patienten oder Angehörigen. Darauf sollten Sie vorbereitet sein und diese Situationen geübt haben.
Wichtig ist es, ruhig und überlegt zu bleiben. Lassen Sie sich nicht dazu verleiten, zu drohen oder zu beleidigen (Gutes Distanzierungsmittel: Siezen!), und suchen Sie stets eine sachliche Gesprächsebene. Halten Sie Augenkontakt und eine neutrale offene Körpersprache, damit Sie sich nicht in eine Opferrolle begeben. Vermeiden Sie jedoch Körperkontakt und halten Sie einen Sicherheitsabstand außerhalb der „Schlagdistanz“.
Holen Sie sich frühzeitig Hilfe, wenn Ihnen das Gespräch entgleitet, oder verlassen Sie das Zimmer. Setzen Sie ggf. das Gespräch zu einem anderen Zeitpunkt im Beisein eines (neutralen) Kollegen/Vorgesetzten fort.
Schlechte Nachrichten:
Suchen Sie sich (wie für alle anderen Gespräche) einen ruhigen Ort, an dem Störungen ausgeschlossen sind. Geben Sie Telefon oder Funk an einen Kollegen, um ungestört zu sein. Gehen Sie vorbereitet in diese Gespräche, damit Sie wissen, was Sie sagen wollen. Überlegen Sie sich auch vorher, welches Kommunikationsniveau Sie anstreben wollen. Müssen Sie einfache Worte wählen, mit Abwehr und überzogener Coolness oder einem hochemotionalen Ausbruch des Gesprächspartners rechnen?
Lassen Sie Tränen und Trauer Ihres Gesprächspartners zu und versuchen Sie, dabei nicht peinlich berührt oder übertrieben sentimental zu wirken. Eine gern empfangene Geste ist z. B. das Reichen von Taschentüchern. Müssen Sie schlechte Nachrichten überbringen, seien Sie dabei sachlich und aufrichtig, aber empathisch. Ein „Ich weiß es nicht“ auf die Frage „Wie lange habe ich noch?“ oder „Muss ich sterben?“ ist oft ehrlicher als geschätzte Aussagen über Zeitspannen oder Wahrscheinlichkeiten.
Falls Sie eine schlechte Nachricht per Telefon überbringen müssen (Schweigepflicht beachten!), bedenken Sie zunächst die Situation am anderen Ende des Telefons (Tageszeit, Partner allein, bereits erwartete Nachricht oder völlig überraschend) und fallen Sie nicht mit dem ersten Satz mit der Tür ins Haus.
Viele Angehörigen rechnen gleich mit dem Schlimmsten, wenn „das Krankenhaus anruft“. Erklären Sie im harmlosen Fall also gleich nach der namentlichen Vorstellung, dass „nichts Schlimmes passiert ist“ sondern z. B. dass es „nur“ um eine Aufnahme wegen einer Radiusfraktur oder Gehirnerschütterung geht.
Hinweise
Viele Universitäten bieten Kurse zur ärztlichen Kommunikation im Regelstudiengang oder als Zusatzseminare an. Hier können Sie mit Schauspielern als Patienten verschiedene Gesprächssituationen üben (siehe https://m.thieme.de/viamedici/mein-studienort-innsbruck-1595/a/rueckblick-fuenftes-semester-13392.htm).
Beachten Sie auch die teils erheblichen kulturellen Unterschiede.
WICHTIG
Grundsätzlich schätzen Ärzte Gespräche mit dem Patienten als überaus wichtig ein. In der Realität überwiegt aber ein arztzentrierter, direktiver Kommunikationsstil. Dazu passt, dass Ärzte sich von der Teilnahme an einem Kommunikationstraining vor allem eine bessere Steuerung des Gesprächs erhoffen.
Das ärztliche Kommunikationsverhalten zeigt häufig Merkmale eines Aktiv-Passiv-Modells, bei dem die Autonomie des Patienten eingeschränkt und seine Mitarbeit eher bescheiden und reaktiv ist.
Kommunikations- und Gesprächstechniken werden in der Ausbildung kaum vermittelt. Die ärztliche Ausbildung ist in dieser Hinsicht defizitär, eine Verbesserung dringend notwendig.
In jedem Fachgebiet gibt es Krankheitsbilder, die zum klinischen Alltag gehören und den Großteil der Patienten ausmachen („Häufige Krankheiten sind häufig.“). Diese Krankheitsbilder sollten sicher erkannt werden und Diagnostik und Therapie geläufig sein.
Darüber hinaus gibt es in jedem Fachgebiet „typische“ Notfälle, mit denen Sie sich ebenfalls vertraut machen sollten. Die folgende Auswahl erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit!
1. Allgemeine Chirurgie:
Akutes Abdomen: Hier gibt es einen Diagnostischen Algorithmus ( ▶ Abb. 1.1, Entscheidung OP ja oder nein). Diesen finden Sie häufig im Qualitätsmanagementhandbuch der Abteilung, er kann von Klinik zu Klinik variieren.
Appendizitis: Sonderfall des akuten Abdomens. Differenzialdiagnosen sollten geläufig (Gynäkologie, Urologie) und die operativen Methoden (offene/laparoskopische OP) gesehen worden sein.
Cholezystitis: Unterschied zwischen chronischer und akuter Form, wann Indikation zur Operation? Ursachen? Folgen der Cholezystektomie?
(Leisten-)Hernie: Welche Arten von Hernien gibt es? Wann besteht eine elektive, wann eine notfallmäßige OP-Indikation?
Divertikulitis: Symptome („Appendizitis des linken Unterbauchs“), Risikofaktoren, konservative und operative Therapie.
Mesenterialinfarkt: Ursachen (häufig Vorhofflimmern), enges Zeitfenster (6 h), rascher Handlungsbedarf, oft nur geringe Symptomatik (Hb ↑, Leukozyten ↑, Laktat ↑, Blutauflagerung im Stuhl).
Hämorrhoidalleiden und Analfissur: Symptomatik und Ursachen.
Karzinome (Magen, Kolon, Pankreas): Diagnostik, Staging, Operation, Nachbehandlung – hier bietet sich auch der Besuch einer interdisziplinären Tumorkonferenz an.
Akuter Gefäßverschluss: Kenntnis der 6 P, Notfalltherapie, operative und interventionelle Therapie.
Abb. 1.1 Diagnostischer Algorithmus bei akutem Abdominalschmerz.
(nach Neurath MF, Lohse A. Checkliste Anamnese. 3. Aufl. Stuttgart: Thieme; 2010)
2. Unfallchirurgie:
Wundversorgung und Tetanusschutz: Wann kann eine Wunde primär genäht werden ( ▶ Link)? Wann besteht ausreichender Tetanusschutz ( ▶ Link)? Wann muss eine Exploration im OP erfolgen? (Bei tiefen schichtübergreifenden Wunden, Muskelfaszieneröffnung, potenziell infizierten Wunden [Tierbisse], bei V. a. Gefäß-, Nerven und Sehnenverletzung). Wann werden die Fäden gezogen ( ▶ Link)? Besonderheiten von Kopfplatzwunden ( ▶ Link).
Schulterluxation: Häufigste Luxation. Wie erfolgt die Diagnostik, welche Formen der Luxation und welche Repositionstechniken gibt es? Unterschied der Nachbehandlung bei jüngeren zu älteren Patienten? Operationsmöglichkeiten?
Distale Radiusfraktur ( ▶ Link): Häufigste Fraktur. Welche Formen gibt es, wann besteht eine OP-Indikation? Wie wird konservativ behandelt, wie operativ? Komplikationen?
Femurfrakturen ( ▶ Link), Coxarthrose: Diagnostik (klinisch und radiologisch) und Behandlungsmöglichkeiten (konservativ, operativ [osteosynthetisch, prothetisch]). OP-Methoden?
Kindliche Frakturen: Welche Besonderheiten sind zu beachten?
Kompartmentsyndrom: Wie erkennt man es und wie wird es behandelt?
Polytrauma: Wenn Sie die Gelegenheit haben, assistieren Sie bei der Versorgung eines Polytraumas im Schockraum (oder schauen von der Seite aus zu, ▶ Link). Prägen Sie sich das Schockraummanagement ein.
3. Innere Medizin:
Akutes Koronarsyndrom: Worin besteht die erste Hilfe? Wie lautet der diagnostische Algorithmus, welche interventionellen Behandlungsmöglichkeiten stehen zur Verfügung? Schauen Sie bei einer Koronarangiografie zu.
Akute Herzinsuffizienz und Lungenödem: Diagnostik und Therapie sollten Sie kennen.
Diabetes mellitus: Diagnostik, Folgeschäden, Therapiemöglichkeiten.
Herzrhythmusstörungen: EKG-Diagnostik ( ▶ Link): Wann haben Sie Zeit und in welchen Fällen müssen Sie sofort handeln? Schauen Sie bei einer Kardioversion zu und machen Sie sich mit den gängigen Antiaarhythmika vertraut.
Hypertensive Krise: Wie ist sie definiert und wie wird sie behandelt?
COPD, Asthma bronchiale und Status asthmaticus: Sofortmaßnahmen und Therapie chronischer Erkrankungen. Was sagt eine BGA aus ( ▶ Link)?
Morbus Crohn und Colitis ulcerosa: Unterschiede in Pathogenese und Pathologie, Therapie und Komplikationen.
Chronische Niereninsuffizienz: Ursachen, Bedeutung für den Patienten in seinem Alltag und bei medikamentöser Therapie oder diagnostischen Verfahren.
Ikterus: Verschiedene Formen und Ursachen.
4. Anästhesie:
Narkose: Welche Narkoseform ist für welchen Eingriff und welchen Patienten geeignet? Vor- und Nachteile? Gängige Narkosemittel?
Intensivmedizin: Ernährung, Flüssigkeitsbilanzierung, Nierenersatztherapie und Beatmungsstrategien.
Allgemeine Fähigkeiten: Einige Fähigkeiten muss jeder Arzt beherrschen, egal welcher Fachrichtung. Dazu zählen:
Korrekte Durchführung von allgemeiner (und später fachspezifischer) Anamnese und körperlicher Untersuchung ( ▶ Link).
Erstellen eines Arztbriefes ( ▶ Link).
Venöse Blutabnahme ( ▶ Link) und Legen eines peripheren venösen Zugangs ( ▶ Link).
Technik der Bluttransfusion und Bedside-Test ( ▶ Link), als Student nur unter direkter ärztlicher Aufsicht!
Verschiedene Injektionstechniken ( ▶ Link).
Primäre einfache Wundversorgung ( ▶ Link).
Orientierende Begutachtung eines EKGs ( ▶ Link).
Basismaßnahmen der Reanimation (Herzdruckmassage und Maskenbeatmung, ▶ Link und S. ▶ Link).
Wichtige Tätigkeiten und Fähigkeiten in den einzelnen Fachgebieten:
Chirurgie:
Verhalten im OP, Umgang mit Sterilität ( ▶ Link).
Untersuchungstechnik Schilddrüse, Abdomen, Leiste, Rektum ( ▶ Link).
Untersuchungsablauf einer Abdomen-Sonografie ( ▶ Link) und einer Schilddrüsen Sonografie.
Pulsstatus erheben ( ▶ Link), ggf. auch Verschlussdopplerdruck messen.
Anlage eines Blasenkatheters ( ▶ Link) und einer Magensonde ( ▶ Link).
Unfallchirurgie:
Verschiedene Gips- und Verbandanlagetechniken ( ▶ Link).
Knotentechniken und Nahttechniken ( ▶ Link).
Erlernen der Neutral-Null-Methode ( ▶ Link).
Grundlagen des BG-(berufgenossenschaftlichen)-Verfahrens.
Interpretation von Röntgenbildern der Extremitäten und des Rumpfes ( ▶ Link).
Innere Medizin:
Interpretation von Laborbefunden ( ▶ Link).
Interpretation von Röntgen-Thorax Befunden ( ▶ Link).
Korrekte Anlage, Schreiben und Interpretation eines EKGs ( ▶ Link).
Assistenz bei Ergometrie und Lungenfunktion und Interpretation der Befunde ( ▶ Link).
Entnahme von Blutkulturen ( ▶ Link).
Verschiedene Injektionstechniken ( ▶ Link).
Anlage einer Magensonde ( ▶ Link), Durchführung einer Aszites- oder Pleurapunktion ( ▶ Link).
Knochenmarkpunktion ( ▶ Link), Lumbalpunktion ( ▶ Link).
Anästhesie:
Arterielle Punktion zur Blutgasanalyse ( ▶ Link) und Interpretation der BGA ( ▶ Link).
Gerätekunde (Perfusoren, Infusomaten, Beatmungsgeräte, Defibrillator).
Narkoseplanung und Prämedikation.
Teilnahme an der Schmerzvisite.
Teilnahme an Intubation ( ▶ Link), Anlage Larynxmaske ( ▶ Link), Spinalanästhesie ( ▶ Link).
Führen der Narkose unter Aufsicht.
In allen Fächern bietet es sich an, Dienste mitzumachen oder am Notarztdienst teilzunehmen. Zur Wertigkeit sogenannter Logbücher im PJ siehe www.egms.de/static/en/journals/zma/2009-26/zma000614.shtml
