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Ein Buch und sein Autor werden verdächtigt, und das Literaturjahr 2012 beginnt mit einem Skandal: Imperium. Im Spiegel erscheint der Artikel »Die Methode Kracht«, darin wirft der Kritiker Georg Diez Christian Kracht vor, an seinem Werk lasse sich ablesen, »wie antimodernes, demokratiefeindliches, totalitäres Denken seinen Weg findet hinein in den Mainstream«. Autorenkollegen schalten sich ein, ebenso Krachts Verleger, und die Abwegigkeit jener Deutung wird bald ebenso offenbar wie das Problem einer Literaturkritik, die mit Unterstellung und Skandalisierung arbeitet. Dieser Band rekonstruiert die Ereignisse, innerhalb derer der Wilhelm Raabe-Literaturpreis einen wichtigen Punkt setzte, und beleuchtet den literarischen Kosmos Christian Krachts − von Faserland bis Imperium.
Mit Beiträgen unter anderen von Georg Diez, Helge Malchow, Eckhard Schumacher und Clemens J. Setz.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 168
Veröffentlichungsjahr: 2013
Christian Kracht trifft Wilhelm Raabe
Die Diskussion um Imperium und der Wilhelm Raabe-Literaturpreis 2012
Herausgegeben von Hubert Winkels
Suhrkamp
Der Abdruck der Zeichnungen von Wilhelm Raabe erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Städtischen Museums Braunschweig.
Fotos: Jakob Adolphi
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eBook Suhrkamp Verlag Berlin 2013
© Suhrkamp Verlag Berlin 2013
Originalausgabe
Alle Rechte vorbehalten, insbesondere das der Übersetzung, des öffentlichen Vortrags sowie der Übertragung durch Rundfunk und Fernsehen, auch einzelner Teile.
Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (durch Fotografie, Mikrofilm oder andere Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Verlags reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.
Umschlag gestaltet nach einem Konzept von Willy Fleckhaus: Rolf Staudt
eISBN 978-3-518-73322-6
www.suhrkamp.de
Hubert Winkels: Vorwort
Adam Soboczynski: Seine reifste Frucht
Georg Diez: Die Methode Kracht
Erklärung des Verlags Kiepenheuer & Witsch
Erhard Schütz: Kunst, kein Nazikram
Christopher Schmidt: Der Ritter der Kokosnuss
Offener Brief an den Spiegel
Helge Malchow: Blaue Blume der Romantik
Lothar Müller: Phantasie und Format
Iris Radisch: Beschwerde beim Dienstherrn
Thomas Assheuer: Ironie? Lachhaft
Thomas E. Schmidt: Zwei Nerds spielen bürgerliches Schreiben
Jan Süselbeck: Im Zeichen von Elisabeth Förster-Nietzsches Yerba-Mate-Tee
Georg Diez: Meine Jahre mit Kracht
Joe Paul Kroll: Der Ritter der Kokosnuss
Ralf Klausnitzer: Literatur und Gesinnung
Susanne Gmür: Für Kracht ist alles nur ein Spiel
Volker Weidermann: Notizen zu Kracht
Eckhard Schumacher: Differenz und Wiederholung. Christian Krachts Imperium
Verleihung des Wilhelm Raabe-Literaturpreises 2012 an Christian Kracht: Jurybegründung
Clemens J. Setz: Ein Meister der Schwerelosigkeit. Lobrede auf Christian Kracht
Der Pulverdampf hat sich gelegt. Die Schlacht ist geschlagen. Die Kombattanten sind auf anderen Feldern unterwegs. Es herrscht Ruhe im Karton. War da was? Ist da was? Glimmt da etwas weiter? Was sieht man mit dem Abstand von eineinhalb Jahren besser? Wo verlaufen die Linien, wer sind die Antipoden? Was bleibt, außer der Erinnerung an eine Aufregung?
Es gibt interessante Verlaufsformen von skandalisierten Literaturdiskussionen. So mündete die Auseinandersetzung um Helene Hegemanns Roman Axolotl Roadkill zwei Jahre vor der Kracht-Debatte in die Frage nach Original und Authentizität unter Bedingungen der Blog-Kultur und allgemein des Internets. Der obszöne Teil, so der spätere Eindruck, hat sich in historische, technische und juristische Fragen verflüchtigt.
In der Debatte um Christian Krachts Roman Imperium, der im Februar 2012 erschien, ist das abstrakte Mündungsgebiet der Aufregungsströme noch nicht richtig sichtbar. Die vorliegende Anthologie, die noch einmal die wesentlichen Beiträge der in Zeitungsartikeln und Blogs sich entfaltenden Diskussion versammelt, möchte zu dieser Sichtbarkeit einen Beitrag leisten. Sie möchte die weiterführenden, zukunftsbezogenen Probleme und Fragen herausarbeiten und einen Hinweis geben auf den Zustand und die Möglichkeiten einer Literaturkritik in den postideologischen Zeiten der ästhetisch verschärften Simulationsspiele auf der einen Seite und der literarischen Echtheitszertifikate und ihrer Apologeten auf der anderen.
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
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