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Mike Möbius, unbescholtener Bürger, Frührentner und friedliebender Mensch, der im Karnevalsverein Akkordeon spielt, findet sich in einem fensterlosen Raum ohne Tageslicht wieder. Er soll den Geheimcode einer undurchsichtigen Organisation in seinen Besitz gebracht und weitergegeben haben. Mike versucht, seine Version des Geschehens darzustellen. Zwischen Hoffen und Bangen, in dramatischen und lyrischen Szenen erlebt Mike seine Gefangenschaft. Wird es ihm gelingen, bei seinen Entführern Gehör zu finden oder gar eine Freilassung zu erreichen?
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Seitenzahl: 116
Veröffentlichungsjahr: 2024
Widmung
Für Annette – natürlich
Kapitel I
Kapitel II
Kapitel III
Kapitel IV
Kapitel V
Kapitel VI
Kapitel VII
Kapitel VIII
Kapitel IX
Kapitel X
Kapitel XI
Kapitel XII
Kapitel XIII
Es war wie im Nebel. Worte erklangen, aber waren ganz weit entfernt. Es war so, als gehörte ihm sein Körper nicht mehr: Die Beine ganz weit entfernt und die Arme wie Klumpen aus Fleisch, die neben ihm lagen. Sein Kopf stand unter Spannung, als gärte es darin, doch der Schädel schien für diesen Prozess einfach zu klein. Mike zuckte zusammen. Er verspürte Druck an seinem Kopf. Es schmerzte. Er wollte etwas sagen, seinen Schmerz herausschreien, doch aus seinem Mund kam nur ein blödes Lallen. Mike versuchte, den Druck abzuwehren, doch seine Hände gehorchten ihm nicht.
„Wie oft habe ich euch gesagt, ihr sollt nicht so fest zuschlagen, wie oft schon!“ Mike konnte jetzt eine Stimme wahrnehmen, besser und genauer als zuvor. „Gottseidank scheint nichts gebrochen. Aber wo habt ihr denn hingeschlagen, seid ihr wahnsinnig? An die Schläfe schlägt man nicht. Das gibt ein subdurales Hämatom und dann verabschiedet sich der Betreffende. Ganz friedlich schläft er ein und nützt euch gar nichts mehr.“
„Schon gut“, hörte Mike eine andere Stimme. „Entschuldigung. Aber so einfach ist das nun auch wieder nicht. Wir sollten ihn herbringen. Da kommt es manchmal auch auf die Situation an.“ Mike hatte das Gefühl, sein Kopf würde zerplatzen. Wieder wollte er etwas sagen, aber wieder brachte er nur ein Lallen hervor.
„Da seht ihr es.“ Das war die erste Stimme. „Motorische Aphasie. Der kriegt ja gar keinen Ton heraus. Und auch die Flügel bekommt er nicht hoch. Seht ihr, wie er die Arme heben will und es nicht schafft? Menschenskinder, das ist absolut unprofessionell. Einen Schlagring zu besitzen, heißt nicht, dass man ihn auch zu benutzen weiß.“
„Schon gut, Doc“, knurrte die zweite Stimme.
„Nein. Nichts ist gut. Ihr müsst lernfähig sein. Eine Entführung muss professionell vorbereitet und ausgeführt werden. Nützt es euch, wenn die Person abnippelt? Außerdem – gibt es nicht auch andere Methoden? Zum Beispiel ein bisschen Chloräthyl in einem Taschentuch vor die Nase halten. Das reicht doch in den meisten Fällen.“
„Ging nicht.“ Mike hörte eine dritte Stimme. „P1 hat eigentlich alles richtig gemacht. Er hat den Schlagring so bewegt, dass kein Mensch das richtig sehen konnte, selbst wenn er gewollt hätte. Eine ganz feine Bewegung mit dem Handgelenk. Was ihm nicht so ganz gelungen ist, war der Zielpunkt am Kopf.“
„Und die Dosierung des Schlags“, ergänzte die Stimme des Docs. „Doch lassen wir das. Nun zu diesem Mann. Der bleibt hier liegen, bis er sich bekrabbelt hat. Wenn ihr ihn verhören wollt – und ich nehme mal an, dass ihr das tun wollt –, dann müsst ihr dafür sorgen, dass er fit im Kopf ist. Also: 24 Stunden Ruhe, keine Belastungen, ausschlafen lassen. Wenn er ansprechbar ist, ein Schmerzmedikament, sei es Ibuprofen, sei es Indometacin, wenn er will, ein Bier oder ein Glas Wein. Aber das ist klar: Kein Schnaps und vor allem keine Psychopharmaka. Ihr habt zwar alles da, aber lasst die Finger davon! Habt ihr verstanden, P1 und P2?“
„Ja, Doc“, hörte Mike noch, doch dann kam der Nebel zurück und er verlor wieder das Bewusstsein.
Mike musste wohl geschlafen haben. Er versuchte, seine Augen zu öffnen. Das gelang ihm zwar, doch dann schloss er sie wieder. Zu grell war das Licht von der Decke. Der Kopf schmerzte immer noch, doch er drohte nicht mehr zu zerbersten. Mike versuchte, sich auf seine Arme zu konzentrieren. Er versuchte, den rechten zu heben. Es gelang. Auch der linke Arm ließ sich heben. Mike blinzelte gegen die Decke über ihm: Immer noch zu hell. Er wendete den Blick, um seine Umgebung wahrzunehmen: Er sah, dass er in einem Bett lag, einem normalen Bett zum Schlafen. „Gästezimmeratmosphäre“, ging ihm durch den Kopf. Er griff an seinen Kopf und ertastete erst einmal textiles Material. Er tastete weiter, rund um den Kopf. Das musste ein Verband sein, der auf Schläfenhöhe rund um den Kopf gewickelt worden war. Mike hob die Bettdecke und sah an sich herunter. Da musste ihm doch irgendwer einen Schlafanzug angezogen haben! Merkwürdige Situation: Da waren vorhin die Worte Entführung und Verhör gefallen. Oder hatte er sich das eingebildet?
Mike verschränkte die Arme und bettete seinen Kopf in die Handflächen, die jetzt auf dem Kopfkissen lagen. Wirklich merkwürdig. Es sah aus, als wäre er entführt worden. Doch zum Teufel: Warum? Wer sollte ein Interesse daran haben, ihn zu entführen und später dann auch noch zu verhören? Das sah doch sehr nach Mafia-Methoden aus. Doch was hatte er mit der Mafia zu tun? Was hatte er sich zuschulden kommen lassen?
Mike schloss die Augen und sinnierte. Was kam sonst noch infrage? Hatte er Fehler gemacht? Wenn er es recht überlegte, hatte er bei der Steuer ein klein wenig das Steuerrecht gebeugt, indem er sein Arbeitszimmer auch noch nach der Coronazeit abgesetzt hatte, obwohl Home-Office längst vorbei war. Aber die Finanzverwaltung entführte nicht oder schlug mit einem Schlagring, nein, sie piesackte im Kleinen und drangsalierte mit Nickeligkeiten. Irgendetwas mit „Cum-Ex“? Fehlanzeige. Krumme Touren machte er nicht.
Ein Gag vom Karnevalsverein? Der eine oder andere der Mitglieder hatte manchmal schräge Ideen. Doch eine Entführung mit anschließendem Verhör zu inszenieren war das eine, Körperverletzung mit Bewusstseinsverlust und ärztlicher Behandlung das andere. Was sollte er machen?
„Ruhig bleiben“, kam ihm in den Sinn. Autogenes Training wäre angezeigt. Vielleicht schaffte er ja wenigstens die ersten Übungen? Wie ging das noch mal? Mike überlegte: Als Erstes die Auftaktübung, dann die Schwere- und dann die Atemübung. Mike holte die Hände hinter seinem Kopf hervor und legte sie samt Armen neben sich, „Ich bin ganz ruhig und entspannt.“ Mike versuchte, sich zu konzentrieren. Noch mal: „Ich bin ganz ruhig und entspannt.“ Scheiße, es ging nicht! Wie sollte es auch gehen in dieser Situation? Er hakte auch Schwere- und Atemübung ab. Ruhig bleiben, ruhig bleiben, ruhig bleiben. Doch wie sollte er ruhig bleiben angesichts der ungewissen Situation?
Ein Schlüssel drehte sich im Schloss. Ein Mann kam herein. Soweit Mike erkennen konnte, sah er unauffällig aus: Ein Gesicht, an das man sich nicht erinnerte, ein Gang und eine Körperhaltung, die keine Besonderheiten beinhalteten.
„Schmerzen?“, fragte der Mann sachlich und neutral.
„Ja“, antwortete Mike, „kein Wunder nach dem Überfall.“
„Keine Diskussionen. Am besten nehmen Sie eine Tablette Ibuprofen.“
„Und wo bekomme ich die her?“
„Habe ich dabei. Hier“, der Mann drückt aus einem Tablettenstreifen eine einzelne Tablette heraus. „Ibuprofen 400, wirkt gut.“
„Und wie soll ich die einnehmen? Außerdem blendet die Deckenbeleuchtung enorm.“ Mike fühlte Wut in sich aufkommen.
„Kein Problem.“ Der Mann kam auf Mikes Bett zu. „Ich knipse das Licht auf dem Nachttisch an und mache das Licht für die Decke aus. So – schon passiert. Was ist mit dem Getränk zur Tablette? Bier, ein Glas Wein?“
„Bier“, sagte Mike, „ein kaltes Bier.“
„Was darf es denn sein?“, hörte er. „Pils, Alt oder lieber Kölsch?“
„Kölsch doch nicht, hier trinkt man Alt“, rief Mike.
„Wir haben Gatzweilers Alt.“ Der unscheinbare Mann wiegte seinen Kopf. „Wir sind hier breit aufgestellt. Einer unserer letzten Gäste wollte Kölsch, am liebsten Reissdorf. Das konnten wir nicht besorgen, doch immerhin Früh Kölsch. Das war auch in Ordnung.“
„Dann Gatzweiler.“ Mike ließ sich auf sein Kissen zurückfallen und steckte die gereichte Schmerztablette in den Mund.
„Kommt sofort. Ich nehme mal an, null fünf.“
„Sicher“, antwortete Mike.
Wenig später wurde eine Halbliterflasche Alt auf seinen Nachtschrank gestellt. Mike trank einen großen Schluck und spülte damit die Schmerztablette herunter, doch bevor er weiteres Getränk zu sich nehmen konnte, verspürte er enorme Müdigkeit. Er ließe sich auf sein Kissen zurückfallen und hörte noch, wie ein Schlüssel sich im Schloss drehte. Dann war er eingeschlafen.
Mike schreckte hoch. Er verspürte Druck an seiner Schulter. Er öffnete die Augen. Der Unscheinbare stand vor ihm. „Ich habe die Wäsche gebracht“, hörte er.
„Welche Wäsche?“, fragte Mike.
„Na, die Sachen, die Sie anhatten, als Sie – sagen wir mal – hier eingetreten sind. Diese Wäsche war verschmutzt. Ein bisschen Blut war dabei, Sie hatten eingenässt und leider auch anderweitig unter sich gelassen. Klar, ist nicht Ihre Schuld, geht aufs Haus.“
„Wie großzügig“, bemerkte Mike „Aber bei einer solchen Behandlung kein Wunder.“
Der Unscheinbare ging nicht darauf ein. „Ich lege die Sachen in den Schrank, alles gewaschen bzw. gereinigt.“
„Das interessiert mich im Augenblick weniger.“ Mike fühlte sich vorgeführt. Er wurde lauter.
Der Unscheinbare hob eine Hand. „Zu Ihrer Geldbörse: In dieser waren eine Kreditkarte und eine EC-Karte einer genossenschaftlichen Bank, ein Führerschein, ein Personalausweis, ein Rentnerausweis sowie eine Bahncard 25. Dazu kamen 257,15 € in bar.“
„Was ist mit der Krankenversicherungskarte?“ fragte Mike. „Die ist noch bei Ihrem Hausarzt“, gab der Unscheinbare zurück. Die musste eingelesen werden wegen Ihrer Blutdruckmedikamente.“
Der Mann hatte recht. Mike konnte sich erinnern. „Was ihr nicht alles über mich wisst“, knurrte Mike.
„Es bestehen allerdings noch zwei Fragen“, meinte der Unscheinbare. „Im Münzenfach Ihres Portemonnaies waren zwei Dinge, die nicht recht einzuordnen waren: Da waren ein Metallteil und eine Tablette.“
„Ein Adapter“, sagte Mike. „Ich habe ein Fahrrad mit Autoventilen. Damit ich das an meine Fahrradpumpe anschließen kann, brauche ich diesen Adapter. Und die Tablette ist gegen Pollenallergie. Damit ich sie bei Bedarf nehmen kann.“
„Habe ich verstanden. Zum Frühstück“, der Unscheinbare wechselte das Thema. „Tee oder Kaffee?“
„Kaffee.“
„Es gibt zwei Brötchen, etwas Aufschnitt, Honig und Marmelade in Gastronomieportionen sowie ein Ei. Das Ei hart oder weich?“
„Fünf Minuten“, sagte Mike.
Sein Gegenüber schüttelte den Kopf.
„Geht nicht, Bei L-Eiern sind fünf Minuten zu knapp. Sagen wir, sieben Minuten.“
„In Teufels Namen sieben Minuten“, brüllte jetzt Mike „Was soll das Ganze? Wo bin ich? Noch mal – was soll das Ganze?“ Mikes Gegenüber hob erneut eine Hand. „Ich kann keine Auskünfte geben. Ich bin ausschließlich für den Service zuständig.“
„Haben Sie vielleicht einen Namen? Und wer ist sonst noch dabei? Da waren P1 und P2 und ein obskurer Doc am Start. Vielleicht klärt mich mal jemand auf?“
„Ich bin K3“, bekam Mike zur Antwort. „Wie bereits gesagt, ich bin ausschließlich für den Service zuständig. Fragen Sie mich nicht. Übrigens – hinter der Tür da vorn verbergen sich die sanitären Anlagen.“ Der Unscheinbare, der sich K3 nannte, verließ das Zimmer. Mike hörte noch, wie sich ein Schlüssel im Schloss drehte. Er sah sich in seiner Behausung um: Sein Aufenthaltsort, besser Gefängnis genannt, war ganz offensichtlich ein Kellerraum, ausgestattet mit einem Bett, einem Schrank sowie einem Tisch mit drei Stühlen. Über dem Bett, ganz oben unter der Decke, war ein vergittertes Fenster zu sehen, welches ganz offensichtlich zu einem Lichtschacht führte, sodass ein wenig Licht von dort in sein Zimmer drang. Ansonsten wurde der Raum durch zwei Deckenfluter und die Lampe auf dem Nachttisch beleuchtet. „Alles merken, genau registrieren“, ging es Mike durch den Kopf. Sollte es ihm jemals gelingen, hier herauszukommen, wäre es sicherlich nützlich, genaue Details weitergeben zu können. Mike maß sein Zimmer, besser gesagt, seine Zelle aus. Er maß mit Handspannen, dann rechnete er: Er kam auf 4x5 Meter, also 20 Quadratmeter. Immerhin. Bei einem Hotelzimmer hätte man von einem Komfortzimmer gesprochen! Dann inspizierte Mike die „sanitären Anlagen“, wie K3 sie genannt hatte, ein Bad mit Dusche, WC und Waschbecken, alles sehr sauber. Handtücher, Seife und Shampoo lagen bereit und auch an Zahnbürste, Zahnpasta und einen Kamm hatte man gedacht. Rasierzeug allerdings fehlte. Überraschend: Auch ein kleiner Kühlschrank war vorhanden. Mike öffnete ihn: Wasser, Altbier und einige Flaschen Wein lagen darin. Mike setzte sich. Was wollten die von ihm? Einer solchen Organisation war er nicht gewachsen. Die konnten alles, waren wohl organisiert, wie er jetzt schon sehen konnte, und gingen über Leichen. Gewohnheitsmäßig wollte Mike nach seiner Uhr schauen, aber die hatte man ihm abgenommen. Kontakte zur Außenwelt abschneiden, Zeitgeber eliminieren – das gehörte wohl auch dazu.
Wieder einmal drehte sich ein Schlüssel im Schloss. Zwei Männer betraten Mikes Zelle. Mike musterte die beiden. Zwei normale Schlägertypen, wie man sie in jedem zweitklassigen Gangsterfilm sehen konnte: Der eine mit deformierten Ohrmuscheln und einer schiefen und eingesunkenen Nase, an der sich wohl auch ein plastischer Chirurg versucht hatte – allerdings nur mit mäßigem Erfolg. Vielleicht war der Ausgangsbefund auch schon hoffnungslos gewesen. Der zweite hatte ein grobes Gesicht mit geäderten Wangen, der einige Pfunde zu viel mit sich herumschleppte. Preisboxer mit trinkfestem Adlatus, die klassische Kombination.
Der erste Mann begann: „Herr Möbius, guten Tag. Waren gerade einmal in der Gegend. Da wollten wir Ihnen mal einen Besuch abstatten.“ Er sprach relativ scharf. „Genau“, echote der zweite mit dem Säufergesicht. Er sprach gutturaler, mehr im Halse.
„Setzen wir uns doch.“ Der erste Mann wies auf den Tisch. Mike zögerte.
„Na, wird’s bald!“ Der Mann setzte sich auf einen Stuhl, sein Kollege tat es ihm nach.
„Wollen Sie sich nicht vorstellen?“, fragte Mike, obwohl er davon ausgehen konnte, dass er P1 und P2 vor sich hatte. Der Boxertyp stand wieder auf, ging auf Mike zu und hielt sein Gesicht ganz nah vor Mikes und zischte: „Freundchen, wir stellen hier die Fragen. Merk dir das.“ Der Mann hatte einen üblen Atem. Mike zog seinen Kopf zurück.
„Wir die Fragen, du die Antworten“, fuhr der erste Mann fort.
„Und wenn keine Antworten kommen, wirst du P1 und P2 in bester Erinnerung behalten.“
„Ich nehme mal an“, sagte Mike, „Sie sind P1 und der da am Tisch ist P2.“
„Stimmt“, sagte der Mann am Tisch mit seiner gutturalen Stimme, „der Derda am Tisch ist P2 und der andere ist P1, und wenn Sie nicht wollen, dass mein Kollege ganz schlechte Laune bekommt, setzen Sie sich ganz wacker zu uns an den Tisch, Herr Möbius.“
Als die drei Männer am Tisch Platz genommen hatten, zog P1 einen Zettel aus der Tasche und knallte ihn mit der offenen Hand vor Mike auf den Tisch. „Kennen Sie diesen Zettel?“
