Crowdsourcing -  - E-Book

Crowdsourcing E-Book

0,0
6,99 €

-100%
Sammeln Sie Punkte in unserem Gutscheinprogramm und kaufen Sie E-Books und Hörbücher mit bis zu 100% Rabatt.

Mehr erfahren.
Beschreibung

Das Thema Crowdsourcing ist ein hochaktuelles und spannendes Thema. Durch die Beteiligung „der Masse“ an diversen Problemen und Themenstellungen können neue Lösungswege durch viele Menschen erarbeitet werden. Die Anwendungsmöglichkeiten des Crowdsourcings ist vielfältig: von der Produktentwicklung, über die Lösung komplexer Logistik-Probleme bis hin zu neuen Methoden der Finanzierung und Innovation. Crowdsourcing-Ansätze können dabei zu Lösungen führen, auf die eine einzelne Person oder ein Team nicht gekommen wäre. Unternehmen können mit Hilfe von Crowdsourcing-Technologien ihre Mitarbeiter stärker einbeziehen oder ihre Kunden an der Gestaltung von Produkten beteiligen. Crowdsourcing wird heute insbesondere im Bereich von Innovationen unter dem Stichwort Open Innovation eingesetzt. Auch in der Produktentwicklung ist ein großes Anwendungsfeld zu sehen, es entstehen aus diesem Zusammenspiel von Schwarmintelligenz und geteiltem Wissen neue Produktwelten und Geschäftsmodelle. In dem vorliegenden eBook berichten hochkarätige Wissenschaftler, Forscher und Praktiker in themenorientierten Fachbeiträgen über ihre Erfahrungen und Visionen zum Business Crowdsourcing.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 98

Veröffentlichungsjahr: 2013

Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Crowdsourcing

 

Herausgegeben von

August-Wilhelm Scheer

 

 

Mit Beiträgen von

Vincent Ulvi Aydin   Christian Buddendick   Fabian Doemer   Christian Hirsig   Aleksandar Ivanov   Arnold Picot   Christoph Sohn   Dieter Speidel

 

 

 

Die eBook Reihe des IMC Verlags als ergänzendes Medium zur renommierten Fachzeitschrift IM+io Dem Magazin für Innovation, Organisation und Management veröffentlicht wissenschaftliche Fachartikel mit Praxisbezug zu aktuellen Trendthemen der dynamischen IT-Branche. Dabei kommen hochkarätige Autoren aus Industrie und Forschung zu Wort.

Mit Crowdsourcing steht die Expertise der ganzen Welt zur Verfügung

Mit Crowdsourcing steht die Expertise der ganzen Welt zur Verfügung

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. August-Wilhelm Scheer

 

Ich habe zwei ganz einfache Modelle, um mir die Vorteile der Nutzung des „Wisdom of the Crowd“ plastisch vor Augen zu führen. Das erste beruht auf einer überzeugenden psychologischen Formel: Wenn ein Mensch ein bestimmtes Problem mit einer Wahrscheinlichkeit von 0,4 lösen kann und mit der Wahrscheinlichkeit von 0,6 nicht lösen kann, dann können zwei Menschen, die jeweils die gleiche Wahrscheinlichkeit haben, das Problem bereits mit einer Probabilität von 0,64 lösen. Denn, dass beide das Problem nicht lösen können, ist mit einer Wahrscheinlichkeit von 0,6 x 0,6, also 0,36, gegeben. Damit beträgt die Gegenwahrscheinlichkeit das Problem zu lösen dann 0,64. Diese Formel kann man dann beliebig für drei, vier oder mehr Personen weiterberechnen. Dabei zeigt sich: Je mehr Menschen man an eine Aufgabe setzt, umso größer ist die Aussicht auf Erfolg.

 

Das zweite Modell folgt einer wahren Geschichte aus dem Wilden Westen: Ein Track, bestehend aus Männer, Frauen, Kindern und Vieh war aufgebrochen und bewegte sich in einer Schlucht, die plötzlich durch einen Erdrutsch verschlossen wurde. Die gesamte Gruppe war gefangen. Einige starke Männer versuchten, auf eigene Faust an den Wänden hoch zu klettern, um sich zu befreien. Keiner dieser Einzelkämpfer hat überlebt. Die anderen bauten gemeinsam aus gefällten Bäumen Hebevorrichtungen und Rampen, mit denen sie Menschen, Vieh und Wagen aus der Schlucht beförderten. Natürlich sind auch dort Unfälle mit Todesfolge aufgetreten, aber ein überwiegender Teil des Tracks hat überlebt. Trotz der Erschwernisse durch Kinder, Alte und Kranke und das Vieh hat die Gruppe das Problem besser gelöst als die Einzelkämpfer.

 

Der Mensch lebt in Gruppen und durch die Hilfe vieler kann man die Stärke von Einzelnen überbieten. Das ist meine einfache Philosophie von Crowdsourcing. Durch das Internet haben wir nun die Möglichkeit, Gruppen zu identifizieren, die für die Lösung eines Problems besonders geeignet sind. Wir brauchen nicht an den klassischen Abteilungsgrenzen halt zu machen, denen das Problem eigentlich zugeordnet war, sondern können zum einen innerhalb des Unternehmens, abteilungsübergreifend, die Kompetenz von Mitarbeitern einbeziehen. Wir können aber auch über Unternehmensgrenzen hinausgehen und über Ländergrenzen; ja, die Expertise der ganzen Welt steht uns zur Verfügung.

 

Natürlich stellt das auch in ganz neuer Form Anforderungen an das Management eines solchen Systems. Man muss die richtigen Teilnehmer der Gruppen identifizieren und man muss sie managen – mit der richtigen Ansprache, klar definierten Problemstellungen und einem transparenten und fairen Entlohnungssystem. Man darf die Gruppe nicht ausnutzen, sonst entsteht Widerstand. Wichtig ist auch zu erkennen, wann Gruppen konstruktiv mitarbeiten oder wann sie beginnen, Wissen für sich selber zu nutzen oder gar an Konkurrenten weiterzugeben. Das gilt sowohl für die unternehmensinterne Schwarmintelligenz als auch für externes Crowdsourcing. Daher sind zum Beispiel klare urheberrechtliche Vereinbarungen notwendig. Insgesamt kann dieses Management sicher nicht mit der linken Hand erledigt werden. Man braucht professionelle Managementkapazitäten, eine passende Unternehmenskultur, man muss geeignete Tools einsetzen und Fragen der Sicherheit klären. Für Unternehmen, die die Regeln beherrschen, ergeben sich jedoch enorme Chancen!

 

Ich wünsche Ihnen viele Anregungen für Ihr Unternehmen mit diesem eBook. Es beinhaltet Beiträge von Experten und Erfahrungsberichte, wie man Crowdsourcing Konzepte in Unternehmen implementiert. Sei es für Innovationsmanagement oder für die Produktgestaltung. Aber auch ganz neue Unternehmen und Start-Ups nutzen das Konzept als Teil ihrer Unternehmensstrategie.

 

Mit freundlichen Grüßen,

 

Ihr

 

 

August-Wilhelm Scheer

Grundformen des Crowdsourcing

(Bildnachweis: Fotolia)

Grundformen des Crowdsourcing

... und ihre Bedeutung im Innovationsprozess

ARNOLD PICOT, STEFAN HOPF, LUDWIG-MAXIMILIANS-UNIVERSITÄT MÜNCHEN

„Remember outsourcing? Sending jobs to India and China is so 2003. The new pool of cheap labor: every­day people using their spare cycles to create content, solve problems, even do corporate R and D“[1]. Als neue Form der Arbeitsteilung kann Crowdsourcing in Unternehmen vielfältig eingesetzt werden und gewinnt insbesondere im Innovationsprozess zu­nehmend an Bedeutung. Auf Basis des Open Innovation Ansatzes können Unternehmen damit eine breite Masse unternehmensexterner Akteure in den Innovationsprozess einbinden. Studien aus Praxis und Wissenschaft belegen: Die Integration der Crowd wird das Innovationspotenzial und den Wertschöpfungsprozess in Unternehmen erheblich verändern.

 

1. Einleitung

Crowdsourcing als Auslagerung spezifizierter Aufgaben an eine große Zahl von freien Mitarbeitern ist keine grundlegend neue Idee. Die Inventur der englischen Sprache im Oxford English Dictionary exemplifiziert eine frühe Form. Basierend auf dem heutigen Wikipedia-Prinzip rief der Philologe James Murray 1879 seine Leserschaft dazu auf, ihn bei der Erfassung der gesamten englischen Sprache zu unterstützen – mit überwältigendem Erfolg: Das Oxford English Dictionary gilt bis heute als Standardwörterbuch und ist ein herausragendes Beispiel für das Einbinden von Freiwilligen zur kollaborativen Wissenssammlung.

 

Während Crowdsourcing (im Sinne der Schwarmauslagerung) in der Vergangenheit verstärkt in der Open Source Community Anwendung fand, ist dessen Einsatz heute zunehmend im Kontext der Leistungstiefenoptimierung[2] in Unternehmen zu beobachten. Als Wortneuschöpfung aus „Crowd“ und „Outsourcing“ prägte der US-Journalist Jeff Howe den Begriff als neue Form der Arbeitsteilung durch Auslagerung bestimmter Aufgaben an eine undefinierte Masse von Akteuren mittels einer offenen (meist webbasierten) Ausschreibung[3]. In seinem Artikel „The Rise of Crowdsourcing“ beschreibt Howe Crowdsourcing als konsequente Weiterentwicklung von Outsourcing im Zeitalter der globalen Vernetzung: Unternehmen lagern Aufgaben nicht mehr nur an ausgewählte Zulieferer aus, sondern integrieren Individuen weltweit unmittelbar in den Prozess der eigenen Wertschöpfung[4].

 

Das Prinzip der Arbeitsteilung bildet seit jeher, wie bereits Adam Smith eingängig festgestellt hat, eine zentrale Grundlage der Produktivitäts- und Wachstumsentwicklung unserer Wirtschaft. Effizienzvorteile durch Spezialisierung und die durch Arbeitsteilung entstehenden Abstimmungskosten bestimmen die Wahl der geeigneten Koordinationsform zwischen Hierarchie und Markt[5]. Im Bereich der Wissensarbeit eröffnet vor allem der Fortschritt moderner Informations- und Kommunikationstechnologien zunehmende Spezialisierungsmöglichkeiten in weltweiten Netzwerken bei sinkenden Koordinations- bzw. Transaktionskosten[6]. In Abhängigkeit von der zu Grunde liegenden Problemstellung[7] bietet Crowdsourcing die Möglichkeit, flexibel und kosten­günstig auf spezialisierte Ressourcen ganz unterschiedlicher Art zuzugreifen.

 

Das allgemein wachsende Interesse an Crowdsourcing wird in Abbildung 1 durch das steigende Volumen der Google-Suchanfragen zu diesem Begriff illustriert.

 

Abbildung 1: Interesse an Crowdsourcing im zeitlichen Verlauf (Darstellung in Google Trends. Zugriffsdatum: 12.06.2013)

 

Crowdsourcing wird in erster Linie mit den Suchbegriffen „Design“ und „Innovation“ in Verbindung gebracht. Eine regionale Segmentierung der Suchanfragen ergibt, dass ein Großteil der Suchanfragen vor allem aus innovationsstarken Regionen wie Singapur, San Francisco, New York oder Berlin kommt. Crowdsourcing scheint demnach häufig im Kontext von Innovationen Anwendung zu finden. Die Anwendungsmöglichkeiten gehen jedoch weit darüber hinaus. Der folgende Beitrag illustriert den vielfältigen Einsatz von Crowdsourcing in Unternehmen und diskutiert vor allem die Bedeutung von Crowdsourcing im Innovationsprozess.

 

2. Grundformen des Crowdsourcing

Crowdsourcing lässt sich abhängig von der Betrachtungsweise in verschiedene Grundformen unterteilen. Eine aufgaben- und ergebnisbezogene Typologisierung verschiedener Varianten des Crowdsourcing zeigt Abbildung 2 und ordnet diese exemplarisch den Wertschöpfungsaktivitäten von Unternehmen zu.

 

Abbildung 2: Crowdsourcing Grundformen und Einsatzmöglichkeiten im Unternehmen (mit beispielhaften Dienstanbietern)

 

Im Unternehmenskontext können, wie Abbildung 2 verdeutlicht, sieben Crowdsourcingformen unterschieden und durch Beispiele illustriert werden[8].

 

Auf infrastruktureller Ebene bieten Crowdsourcing Tools Anwendungen, Plattformen und Werkzeuge, um eine Kollaboration, Kommunikation und Verteilung von Aufgaben zwischen unterschiedlichen Akteuren zu ermöglichen. CrowdWorx bietet beispielsweise eine Plattform zur problemorientierten Sammlung und Organisation von unternehmensweitem Wissen.

 

Mithilfe von Crowdfunding können Projekte und Geschäftsideen aller Art flexibel durch eine Vielzahl von Personen meist durch stille Beteiligungen finanziert werden. So konnte zum Beispiel die Crowdfunding Plattform Kickstarter seit ihrer Gründung im Jahr 2009 über 44.000 Projekte von 4,4 Millionen Personen im Wert von mehr als 686 Millionen Euro finanzieren.

 

Crowd Innovation ist eng mit dem Begriff Open Innovation verbunden und umfasst jegliche Art der Einbindung externer Ressourcen mit dem Ziel der Generierung, Entwicklung und Umsetzung neuer Ideen. Innocentive, einer der führenden Anbieter in diesem Bereich, nimmt disziplinübergreifend Forschungs- und Entwicklungsfragestellungen von Unternehmen an und schreibt diese öffentlich zur Problemlösung aus. Mit einer Quote von 74% wurden bisher über 1600 Fragestellungen gelöst und prämiert. Mit dem Firmennamen Innocentive stellt dieses Unternehmen eine besonders prominente Form der Crowd Innovation dar, typischerweise geprägt durch eine Kombination zielgerichteter „Innovation“ und verschiedener „Anreize“ („Incentives“).

 

Collective Knowledge-Lösungen haben zum Ziel, Informationen und Wissen von Personen zu extrahieren und kommerziell zu nutzen. Der Navigationsgerätehersteller TomTom erhebt für den Zusatzservice HD Traffic beispielsweise Daten von bis zu 80 Millionen Mobilfunknutzern und verbundenen TomTom-Endgeräten weltweit. Basierend auf diesen Bewegungsdaten wird die aktuelle Verkehrslage berechnet und den Nutzern als Echtzeit-Navigationsinformationen zur Verfügung gestellt.

 

Collective Creativity bezeichnet den Zugang zu einer Masse kreativer Individuen mit dem Ziel, originäre Inhalte jeglicher Art (z.B. Musik, Fotos und Zeichnungen) erstellen zu lassen. Der weltweit größte Markplatz für Grafikdesign, 99 Designs, beschäftigt zum Beispiel über 236.000 Designer zur Erstellung von Logos und Webdesign. Der Auftraggeber kann aus einer Vielzahl individueller Designvorschläge auswählen und diese zu vorab vereinbarten Konditionen erwerben.

 

Im Bereich Microworking werden Aufgaben in kleinstmöglichen Einheiten über eine Plattform an virtuell verfügbare menschliche Arbeitskräfte verteilt. Die häufig auch als „Cloud Labor“ bezeichnete Form des Crowdsourcing bietet Unternehmen eine jederzeit abrufbare und frei skalierbare Belegschaft, die im Rahmen von einfachen bis relativen komplexen Aufgaben flexibel eingesetzt werden kann. Der Autohersteller Honda ließ beispielsweise durch die Plattform Clickworker über 10.000 Fotos verschiedener Verkehrssituationen analysieren und Fahrbahnen, Hindernisse, Verkehrsschilder und Fußgänger markieren. Dadurch konnte die in den Autos integrierte Bilderkennungssoftware verbessert werden, um zukünftig Hindernisse auf Straßen früher erkennen und automatisch ausweichen zu können.

 

Der im Bereich Microworking häufig kritisierten geringen Be­zahlung und fehlenden Perspektiven von Arbeitskräften haben inzwischen zahlreiche Plattformen etwas entgegenzusetzen. Mobileworks beispielsweise bindet Stundensätze an Lebenskosten in den jeweiligen Ländern und bietet Arbeitskräften durch hierarchische Arbeitsstrukturen verschiedene Aufstiegsmöglichkeiten.

 

Community Building beschreibt die Möglichkeit der aktiven Einbindung von Individuen in themenspezifische Communities. So setzt der Fahrzeughersteller Ford beispielsweise auf die Lösung von SuggestionBox, um Kundenfeedback zu erhalten und zu bearbeiten. Ford-Kunden reichen dafür ihre Anliegen online ein, SuggestionBox kategorisiert und bündelt die jeweiligen Anfragen und reicht diese an Ford zur Bearbeitung weiter. Bis zur Beantwortung ihres Anliegen werden Kunden regelmäßig über den aktuellen Status informiert. Die Community ist öffentlich zugänglich, um auch weiteren Kunden dadurch eine Informationsplattform zu bieten.

 

Abbildung 3: Crowd Innovation als Teilmenge von Open Innovation und Crowdsourcing

 

Die steigende Nachfrage hat zunehmend zur Professionalisierung von Crowdsourcing-Dienstleistungen geführt. Die aufgeführten Beispiele illustrieren einige der diversen, sich dynamisch weiterentwickelnden Einsatzmöglichkeiten von Crowdsourcing. Unternehmen stehen dem Einsatz von Crowdsourcing bislang oftmals kritisch gegenüber. Firmeninterne Problemstellungen auf einer meist uneingeschränkt zugänglichen Plattform zu veröffentlichen, widerstrebt vielen Unternehmen. Gerade in jungen Unternehmen entwickelt sich Crowdsourcing jedoch für viele Problemstellungen zur bevorzugten Lösungsmethode: Aufgrund des steigenden Wettbewerbsdrucks wird Crowdsourcing für Unternehmen zunehmend unverzichtbar, weil es schnell und kostengünstig Problemlösungen ermöglicht.

 

3. Crowdsourcing im Innovationsprozess

Wie in Abbildung 3 dargestellt, kann Crowd Innovation als Teilmenge von Open Innovation eingeordnet werden. Das von Chesbrough[9] geprägte Open Innovation Paradigma basiert auf einem Crowdsourcing­ähnlichen Grundgedanken: die Vergabe einer innovationsbezogenen Aufgabe in Form eines offenen Aufrufs an ein Netzwerk von Kunden, Nutzern und anderen Interessierten[10].

 

Unternehmen öffnen damit gezielt den Innovationsprozess, um ihre Außenwelt aktiv einzubinden. Denn wie Billy Joy, Mitgründer von Sun Microsystems, feststellte: „No matter who you are, most of the smart people work for someone else“. Im Rahmen von Open Innovation bietet Crowd Innovation verschiedene Methoden, eine breite Masse unternehmensexterner Individuen in den Innovationsprozess einzubinden. Diese Form der Integration ist jedoch keine grundlegend neue Idee. Warum also verfolgen Unternehmen zunehmend einen Open Innovation Ansatz?

 

3.1 Treiber der zunehmenden Bedeutung von Open Innovation