Dark Stories - Frank Riemann - E-Book
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Dark Stories E-Book

Frank Riemann

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Beschreibung

Zwei finstere Geschichten: - Ein Mann erwacht in absoluter Dunkelheit. Wer ist er? Wie ist er dorthin gekommen? Findet er heraus, was dort vor sich geht, bevor er wahnsinnig wird? - Ein dunkles Dorf, ein verfluchtes Haus und ein schreckliches Geheimnis. Kann ein Fremder Licht ins Dunkle bringen?

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EPUB
MOBI

Seitenzahl: 40

Veröffentlichungsjahr: 2024

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Frank Riemann

Dark Stories

 

 

 

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Inhaltsverzeichnis

Titel

Gefangen in der Dunkelheit

Dark Village

Impressum neobooks

Gefangen in der Dunkelheit

Er erhob sich schwerfällig und stand auf unsicheren Beinen schwankend da. Ihn fröstelte und er spürte, nein, er wusste, er war nackt. An sich hinunterschauen konnte er nicht, denn um ihn herum herrschte absolute Finsternis. Es war dermaßen dunkel, dass er einen Moment zweifelte, ob er überhaupt noch sehen konnte. Aber das würde er doch spüren, wenn er blind wäre, oder nicht? Er befand sich in einer so tiefen Schwärze, er konnte seine Hand nicht einmal erahnen, als er seine Nase mit den Fingern berührte. Vorsichtig fühlte er nach seinen Augäpfeln. Gut, sie waren da. Alles andere auch, wie er nach einem oberflächlichen Abtasten seines Körpers feststellte.

In Ordnung, er war allem Anschein nach unverletzt und stand nackt in einer unglaublichen Finsternis, die ihn umschloss, wie ein dicker schwarzer Vorhang, der kein Licht durchließ.

Wo war er? Wie war er hierhergekommen? Wieso war er unbekleidet? Was hatte das alles zu bedeuten?

Wie sollte er sich nun verhalten? Blind in irgendeine Richtung gehen? Einen Schritt weiter konnte eine Wand sein, sich ein Abgrund befinden, oder eine tödliche Falle auf ihn warten.

Er stampfte mit dem Fuß auf. Außer dem Patschen seiner nackten Sohle auf solidem Grund geschah nichts. Es fühlte sich nach glattem kühlem Gestein an.

»Hallo?«, rief er. »Ist da jemand?« Seine Stimme verhallte in undefinierbarer Ferne. Er lauschte noch einen Moment, jedoch drang kein Laut als Antwort zu ihm zurück. Noch einmal brüllte er mit aller Kraft: »Hallo! Hallo! Hilfe!« Aber es geschah nichts.

»Na gut«, dachte er. »Hier kann ich nicht ewig stehen bleiben, irgendetwas muss ich unternehmen.«

Er drehte sich langsam um sich selbst und spähte angestrengt in die tiefe Dunkelheit. Kein Lichtpunkt, kein Schimmer, nicht mal eine weniger schwarze Stelle konnte er erblicken. Nichts gab ihm irgendein Ziel vor. Lediglich der Boden unter seinen Füßen sagte ihm überhaupt, wo oben und wo unten war.

Er wollte sich soeben auf den Weg machen, einfach vorsichtig einen Fuß vor den anderen setzend, die Arme tastend ausgestreckt, in die unbekannte Dunkelheit hinein, als er hinter sich einen Atemzug hörte.

Er erstarrte. Er traute sich nicht, sich zu bewegen, oder irgendeinen Laut von sich zu geben. Er wagte nicht einmal, zu atmen. Er lauschte. Das Geräusch wiederholte sich nicht. Hatte er sich geirrt? Hatte er es wirklich gehört? War es ein Atemzug gewesen? Oder eher ein Seufzen? Ein Keuchen? Vielleicht doch nur ein Windhauch? Aber er spürte hier keinen Wind. Wo auch immer "hier" war. Langsam drehte er sich auf der Stelle um.

»Hallo«, flüsterte er ängstlich. Er befürchtete, irgendetwas Unheilvolles heraufzubeschwören, wenn er lauter spräche. Hatte er es vielleicht vorhin bereits durch sein Rufen angelockt? Vorhin? Wie lange war das her? Er hatte keine Ahnung. Eine Minute oder eine Stunde? In dieser Düsternis hatte er kein Zeitgefühl.

Dort in der Schwärze war etwas. Irgendetwas. Bei ihm. Nah. Ganz nah. Es lauerte ihm auf. Er konnte es atmen hören. Somit war es auch schon einerlei, ob er leise oder laut war. Dennoch wisperte er erneut: »Hallo, ist da jemand?«

Obwohl ihm trotz seiner Nacktheit nicht wirklich kalt war, begann er zu zittern. Hier stand er. Unbekleidet. Ohne Ahnung, wo er sich befand, oder wie er hierhergekommen war. In absoluter Finsternis. Er war quasi blind. Und irgendetwas war bei ihm. Er rührte sich nicht vom Fleck und stand absolut still. Ein Schlottern bemächtigte sich seiner Extremitäten. Wie konnte man sich in dieser Situation denn nicht fürchten?

»Hallo, wer ist da?« Er redete jetzt etwas lauter. »Wo sind wir hier? Warum ist es hier so dunkel?« Er verstummte und horchte in die Schwärze hinein und hoffte auf irgendeine Reaktion. Noch ein klein wenig lauter fuhr er fort: »Mein Name ist, äh, mein Name…« Er stockte. Er wusste es nicht.

Verdammt, wie war sein Name? Er musste doch einen haben. Er konnte sich nicht erinnern. Er fiel ihm nicht ein, so sehr er sich auch das Hirn zermarterte.

Praktisch blind und ohne Erinnerung fiel er schmerzhaft auf seine Knie. »Na, dann komm und hol mich«, stammelte er verzweifelt. »Hier ist es so gut wie überall. Wo soll ich schon hin?« Dann brüllte er voller Wut und Trauer und Trotz: »Was ist denn jetzt? Mach schon! Worauf wartest du?« Doch nichts geschah. Nichts und niemand stürzte sich auf ihn und tat ihm ein Leid an. Kein fremdes Geräusch drang an seine Ohren, lediglich sein eigener erregter Atem. Hatte er vielleicht auf sein eigenes Atemgeräusch reagiert? Wurde er wahnsinnig? War er es schon? Nein, das Geräusch war eindeutig hinter ihm entstanden und nicht durch ihn. Aber jetzt? Er war allein. Oder etwa nicht?