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Es gibt sie noch: die gute, ursprüngliche Südtiroler Küche. Wir finden sie in den schlichten alten und neuen Dorfkochbüchern: Frauen, Männer, Junge, Alte, Vereine und Verbände haben sich die Mühe gemacht und Hausfrauen und Bäuerinnen nach ihren traditionellen Rezepten befragt. Daraus sind besondere Kochbücher entstanden mit Rezepten zum Nachkochen, Ausprobieren, Wiederentdecken. Rezepte für jeden Tag, für die man meist alle Vorräte im Haus hat. Rezepte für einfach gutes Essen. - 2. erweiterte Auflage - Mit 140 Rezepten - Traditionelle Südtiroler Küche - Einfache Rezepte zum Nachkochen
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Seitenzahl: 73
Veröffentlichungsjahr: 2016
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Riebl, Plentn, Gröstl, Muas und andere Südtiroler Köstlichkeiten!
Es gibt sie noch: die gute, ursprüngliche Südtiroler Küche. Wir finden sie in den schlichten alten und neuen Dorfkochbüchern: Frauen, Männer, Junge, Alte, Vereine und Verbände haben sich die Mühe gemacht und Hausfrauen und Bäuerinnen nach ihren traditionellen Rezepten befragt.
Wir haben diese besonderen Kochbücher durchstöbert und das Beste ausgesucht:
• 140 Rezepte für einfach gutes Essen
• Rezepte zum Nachkochen, Ausprobieren, Wiederentdecken
• Rezepte für jeden Tag
• einfache Zutaten
• traditionelle Gerichte
• Suppen, Hauptspeisen, Nachspeisen
Das Beste aus Südtirols Dorfkochbüchern
zusammengestellt von Anna Heiss
Abkürzungen
g
Gramm
kg
Kilogramm
l
Liter
ml
Milliliter
Msp.
Messerspitze
EL
Esslöffel
TL
Teelöffel
© EDITION RÆTIA, BOZEN 2016
2. erweiterte Auflage
ISBN 978-88-7283-421-3
eISBN 978-88-7283-599-9
www.raetia.com
Grafisches Konzept: Dall’O und Freunde
Zeichnungen aus:
Henriette Davidis: Praktisches Kochbuch. O. O.: W. Herlet 1913.
Leonhart Fuchs: New Kreutterbuch. Basel 1543
Emil Ludwig: Physiologie des Geschmacks. In gekürzter Form übertragen von Emil Ludwig.
Leipzig: Insel-Verlag 1913.
Katharina Prato: Süddeutsche Küche. 55. Auflage. Graz-Wien: Verlag Styria 1915.
Johann Rottenhöfer: Rottenhöfers Kochbuch. Neue vollständige theoretisch-praktische
Anweisung in der feinen Kochkunst mit besonderer Berücksichtigung der herrschaftlichen und bürgerlichen Küche. O. O.: Braun und Schneider 1858.
Rudolf Zäch: Die neuzeitliche Küche. Konstanz und Kreuzlingen: Carl Ehlers 1931.
Hans Ziegenbein / Julius Eckel: Was koche ich heute? 10. Auflage.
Wien: Verlag Rudolf Wehle, o. J.
Coverfoto: Christjan Ladurner
Rezepte aus: siehe Literaturverzeichnis
Redaktion: Anna Heiss, Eva Simeaner, Kathrin Geier
Druckvorstufe: Typoplus
Der Verlag erstellte dieses Kochbuch mit größtmöglicher Sorgfalt.
Für dennoch vorhandene Fehler kann keine Haftung übernommen werden.
Kritik und Anregungen sind erwünscht.
Meine Oma ist 88 Jahre alt. „Man lernt nie aus“, sagt sie und ist immer noch offen für neue Kochrezepte. Das Kochen ist ein ganz zentrales Thema der Gespräche zwischen meiner Oma und ihren Freundinnen vom Brixner Domplatz.
Der Austausch mit ihnen ist ihr wichtig, will sie doch das eigene Kochen verbessern, Kinder und Enkelkinder mit gutem Essen beglücken, die Mahlzeiten abwechslungsreich gestalten und das eigene Repertoire an Rezepten ständig erweitern.
Da liegt ein riesiger Fundus an kochkünstlerischer Erfahrung in diesen Frauen. Die logische Konsequenz ist es, dieses Wissen und Können zu Papier zu bringen. So haben es Bäuerinnen und Hausfrauen aus Feldthurns, Obermais, Steinegg, Matan, Kaltern, dem Ahrntal und anderen Teilen Südtirols gemacht. Entstanden sind Dorfkochbücher: Rezeptsammlungen, oft handschriftlich verfasst und eigenverlegt, die sich großer Beliebtheit erfreuen. In ihnen finden sich die guten, althergebrachten Südtiroler Rezepte, nach denen wir für diese Publikation gesucht haben.
Frönen Sie Ihrer Lust an der einfachen, traditionellen Südtiroler Küche und lassen Sie sich von den wahren Südtiroler Meisterköchinnen in der Zubereitung unterweisen: unseren Müttern, Großmüttern, Tanten und Freundinnen!
Anna Heiss
Es war uns wichtig, die Köchinnen beim Namen zu nennen, jedoch konnten wir nicht sämtliche ausfindig machen.
Alle Rezepte sind für vier Personen, Originalrezepte wurden teilweise zurückgerechnet, vage Angaben bei den Mengen wurden präzisiert.
Viel Freude beim Nachkochen!
Für die Suppe:
250 g getrocknete Bohnen
1,5 l Wasser
Salz
Pfeffer
Knoblauch
Lorbeerblatt
4 EL Wasser
2 EL Mehl
1 EL Butter
½ Zwiebel
Für die Polenta:
1 l Wasser Salz
250 g Polentamehl
Für die Suppe:
Die Bohnen am Vortag in kaltem Wasser einweichen und danach in 1,5 l Wasser mit Salz, Pfeffer, Knoblauch und Lorbeerblatt circa 60 Minuten weich kochen.
Lorbeerblatt entfernen und die Suppe samt Bohnen durch die Flotte Lotte passieren (man kann auch den Stabmixer verwenden).
Etwas Wasser und Mehl zu einem Teig anrühren und in die passierte Suppe rühren.
Butter erhitzen, die fein gehackte Zwiebel anrösten und abschließend unter die Suppe rühren.
Für die Polenta:
Salzwasser aufkochen und das Polentamehl einrühren. Die Polenta sollte nicht zu hart werden.
Tipp: Zu diesem Gericht passen Graukäse, Gorgonzola oder auch geräucherter Bückling. Die Suppe, die man auch mit Nudeln anstelle der Polenta servieren kann, eignet sich gut als Freitags- oder Fastenspeise.
500 g Fisolen
300 g Tomaten
etwas Knoblauch
3 EL Olivenöl
Paprikapulver
1 l Gemüsebrühe
Salz
1 EL Olivenöl
4 Scheiben geröstetes Brot
Fisolen hacken, Tomaten würfelig schneiden.
Knoblauch in 3 EL Olivenöl anbraten.
Fisolen und Tomaten dazugeben und für einige Minuten mitbraten, nach Geschmack mit etwas Paprikapulver würzen.
Die kochend heiße Gemüsebrühe dazugeben und 30 Minuten kochen lassen. Salzen und 1 EL Olivenöl beigeben.
Zum Anrichten eine Scheibe geröstetes Brot in einen tiefen Teller geben und die fertige Suppe darüber gießen.
1,5 l Wasser
1 Handvoll Fisolen
150 g Selchfleisch
einige Schwarten von geräuchertem Speck
80–100 g Rollgerste
1 Kartoffel
1 Zwiebel
1 Karotte
Sellerieknolle und Petersilie
Salz
Pfeffer
1 Glas Milch
1 Knoblauchzehe
Im Suppentopf das Wasser mit den gehackten Fisolen, dem Selchfleisch und den Schwarten aufstellen.
Sobald das Wasser kocht, die Gerste dazugeben und circa 2 Stunden kochen lassen.
Inzwischen Kartoffel, Gemüse und Grünzeug sehr klein, würfelig aufschneiden und in die Suppe geben.
Vorsicht! Grünzeug darf höchstens 30 Minuten kochen.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Ein Glas Milch und eine gepresste Knoblauchzehe dazugeben.
Einmal aufkochen lassen und vom Herd nehmen.
Tipp: Zum Verfeinern von einem Stück roher Speckschwarte den weißen Speck ganz fein abschaben und in die fertige Suppe geben.
3 EL Öl
2 EL Mehl
1 l Wasser oder Fleischsuppe
1 EL Butter
½ kleine Zwiebel
2 kleine Lorbeerblätter
Schale einer unbehandelten Zitrone
600 g Kutteln, gesäubert und vorgekocht
Salz
Weinessig
Knoblauch
Pfeffer
Das Öl erhitzen, Mehl hineinsieben und unter Rühren hellbraun werden lassen.
Mit kaltem Wasser oder Suppe aufgießen, mit dem Schneebesen glattrühren.
Die gehackte Zwiebel in Butter goldbraun werden lassen und dazugeben, Lorbeerblätter und Zitronenschale ebenfalls.
Die gut weich gekochten Kutteln in feine Streifen schneiden, dazugeben und nochmals gut durchkochen lassen.
Mit Salz, Essig, etwas Knoblauch und Pfeffer abschmecken.
3 EL Mehl
1 EL Butter
1 l Wasser
Salz
1 Ei
Mehl und Butter hellbraun anrösten, mit kaltem Wasser aufgießen, mit dem Schneebesen glattrühren, salzen und circa 30 Minuten kochen lassen.
Vor dem Servieren ein verquirltes Ei hinzufügen.
3 EL Weizenmehl
1 EL Butter
750 ml Milch
Salz
etwas hartes, gewürfeltes Roggenbrot
Das Weizenmehl in Butter leicht anbräunen.
Mit kalter Milch aufgießen und mit dem Schneebesen kräftig rühren, um Klumpenbildung zu vermeiden.
Kurz kochen lassen, mit Salz abschmecken und servieren.
Hartes Roggenbrot kann eingestreut werden.
1 Vinschger Paarlbrot oder 200 g Schwarzbrot
1 EL Butter
1 l Gemüsebrühe oder Fleischsuppe
Salz
Kümmel
Brot in Würfel schneiden, in etwas Butter anbräunen, mit der Suppe aufgießen, Salz und Kümmel dazugeben, etwas kochen lassen.
Suppe servieren, bevor das Brot ganz aufgeweicht ist.
1,5 l Gemüsebrühe oder Fleischsuppe
250 g Mehl
1 Ei
3–4 EL Wasser
½ EL Öl
Butter
Gemüsebrühe oder Fleischsuppe aufsetzen.
Mehl, Ei und etwas Wasser zu einer eher trockenen Masse verrühren, in die kochende Suppe bröseln.
Das Öl hinzufügen und kurz aufkochen lassen.
Die Suppe im Teller mit zerlassener Butter abschmelzen.
2 Eier
200 g Mehl
Salz
750 ml Milch
250 ml Wasser
Eier, Mehl und Salz zu einem festen Teig verarbeiten, mit einem groben Reibeisen den Teig zu kleinen Friegalan reiben.
Milch und Wasser aufkochen, salzen, die Friegalan beigeben, circa 3 Minuten köcheln lassen und abschmecken.
2 l Gemüsebrühe oder Fleischsuppe
Salz
1 EL Schnittlauch
4 harte Semmeln
1 Ei
1 nussgroßes Stück Butter
Die Gemüsebrühe oder Fleischsuppe zum Kochen bringen und mit Salz abschmecken.
Den Schnittlauch fein schneiden und hinzugeben.
Die Semmeln grob würfeln und zur Suppe geben.
Die Suppe mit einem Schneebesen fein rühren, das Ei und die Butter dazugeben und nochmals kurz aufkochen lassen, bis die Eimasse stockt.
Für die Frittaten:
80 g Mehl
2 Eier
125 ml Milch
Salz
1 EL Butter oder Öl
1 l Gemüsebrühe oder Fleischsuppe
Schnittlauch
