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Diese Serie von der Erfolgsschriftstellerin Viola Maybach knüpft an die bereits erschienenen Dr. Laurin-Romane von Patricia Vandenberg an. Die Familiengeschichte des Klinikchefs Dr. Leon Laurin tritt in eine neue Phase, die in die heutige moderne Lebenswelt passt. Da die vier Kinder der Familie Laurin langsam heranwachsen, möchte Dr. Laurins Frau, Dr. Antonia Laurin, endlich wieder als Kinderärztin arbeiten. Somit wird Antonia in der Privatklinik ihres Mannes eine Praxis als Kinderärztin aufmachen. Damit ist der Boden bereitet für eine große, faszinierende Arztserie, die das Spektrum um den charismatischen Dr. Laurin entscheidend erweitert. Karina Klaasen lief schnell, vor allem, um ihrer wachsenden Unruhe davonzulaufen. Ihr Freund Sebastian Wellenstein hatte am Telefon komisch geklungen, anders als sonst. Überhaupt hatte sich ihr Verhältnis verändert, seit … Ja, seit wann eigentlich? Sie hätte es nicht sagen können. Einen Anlass für diese Veränderung konnte Karina nicht erkennen, sie hatten sich nicht gestritten, und auch sonst hatte es keinen Stress gegeben. Jedenfalls keinen, der zur Sprache gekommen war. Aber schon seit einiger Zeit schien Sebastian immer weniger Zeit zu haben, sich mit ihr zu treffen, und ihre letzte gemeinsame Nacht lag mindestens zwei Wochen zurück. Etwas stimmt nicht, dachte Karina, und ihr wurde bewusst, dass das keine neue Erkenntnis war. Sie spürte es schon länger, hatte aber nicht darüber nachdenken wollen. Jetzt überfiel sie die schlimmste aller Ängste, eine Angst, die sie noch nie gehabt hatte, seit Sebastian und sie zusammen waren – und das war immerhin schon mehr als ein Jahr: Liebte er sie vielleicht nicht mehr? War es das, was er ihr heute sagen wollte? Hatte er sie deshalb gebeten, in den Park zu kommen? »Ich muss mit dir reden, Karina, und dabei will ich nicht von anderen belauscht werden.« »Du kannst doch zu mir kommen …« »Nein, es wäre mir lieber, wir würden uns draußen irgendwo treffen. Am besten im Park. Bitte, Karina, es ist wichtig.« Er hatte also nicht zu ihr kommen wollen, das vor allem war es, was sie nicht verstand und was der Grund für ihre plötzliche Panik war. Er wollte offenbar Abstand halten, bei ihr in der Wohnung war es ihm zu … zu dicht, zu intim, mit zu vielen Erinnerungen belastet. In ihrer Wohnung hatte ihre Liebesgeschichte schließlich angefangen.
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Seitenzahl: 115
Veröffentlichungsjahr: 2021
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Karina Klaasen lief schnell, vor allem, um ihrer wachsenden Unruhe davonzulaufen. Ihr Freund Sebastian Wellenstein hatte am Telefon komisch geklungen, anders als sonst. Überhaupt hatte sich ihr Verhältnis verändert, seit … Ja, seit wann eigentlich? Sie hätte es nicht sagen können. Einen Anlass für diese Veränderung konnte Karina nicht erkennen, sie hatten sich nicht gestritten, und auch sonst hatte es keinen Stress gegeben. Jedenfalls keinen, der zur Sprache gekommen war. Aber schon seit einiger Zeit schien Sebastian immer weniger Zeit zu haben, sich mit ihr zu treffen, und ihre letzte gemeinsame Nacht lag mindestens zwei Wochen zurück.
Etwas stimmt nicht, dachte Karina, und ihr wurde bewusst, dass das keine neue Erkenntnis war. Sie spürte es schon länger, hatte aber nicht darüber nachdenken wollen. Jetzt überfiel sie die schlimmste aller Ängste, eine Angst, die sie noch nie gehabt hatte, seit Sebastian und sie zusammen waren – und das war immerhin schon mehr als ein Jahr: Liebte er sie vielleicht nicht mehr? War es das, was er ihr heute sagen wollte? Hatte er sie deshalb gebeten, in den Park zu kommen?
»Ich muss mit dir reden, Karina, und dabei will ich nicht von anderen belauscht werden.«
»Du kannst doch zu mir kommen …«
»Nein, es wäre mir lieber, wir würden uns draußen irgendwo treffen. Am besten im Park. Bitte, Karina, es ist wichtig.«
Er hatte also nicht zu ihr kommen wollen, das vor allem war es, was sie nicht verstand und was der Grund für ihre plötzliche Panik war. Er wollte offenbar Abstand halten, bei ihr in der Wohnung war es ihm zu … zu dicht, zu intim, mit zu vielen Erinnerungen belastet. In ihrer Wohnung hatte ihre Liebesgeschichte schließlich angefangen.
Sie sah ihn schon von weitem. Er stand in der Nähe der alten Eiche, an der sie sich in ihrer Anfangszeit oft getroffen hatten. Unwillkürlich ging sie langsamer. Er hatte sie noch nicht gesehen, stand nur da und starrte vor sich auf die Erde. Von seiner Umgebung nahm er nichts wahr. Ihr Herz begann wie wild zu klopfen. Sie wusste jetzt ganz sicher, dass er ihr gleich wehtun, dass er ihr etwas sagen würde, das sie nicht hören wollte. Aber warum? Sie liebten sich doch! Erst vor wenigen Wochen hatte er es ihr zum letzten Mal gesagt – seitdem allerdings nicht mehr. Doch was hatte sich seitdem verändert? Eine große Liebe endete doch nicht innerhalb von Wochen, einfach so, ohne Anlass?
Sie versuchte, sich zu beruhigen. Vielleicht bildete sie sich das alles ja nur ein. Woher wollte sie denn wissen, was gleich passieren würde? Sie war schließlich keine Hellseherin. Bei diesem Gedanken wurde ihr wieder etwas leichter ums Herz, erneut beschleunigte sie ihre Schritte. Jetzt endlich blickte er auf, sah sie, lächelte aber nicht und kam ihr auch nicht entgegen. Er blieb stehen, wo er stand und wartete, bis sie ihn erreicht hatte. Instinktiv hielt sie Abstand, da seine Körperhaltung ihr deutlich sagte, sie möge ihm nicht zu nahekommen. Sie waren sich bisher immer in die Arme gefallen, um sich zu begrüßen, hatten sich geküsst, einander festgehalten, ein paar Sekunden nur, aber die hatten genügt, um sich zu vergewissern, dass sie noch immer Karina und Sebastian waren, ein junges Paar, das sich liebte und zusammenhielt.
»Was ist denn los?«, fragte sie. »Deine Stimme hat komisch geklungen am Telefon – und jetzt bist du auch komisch. Ist etwas passiert?« Sie wunderte sich darüber, dass ihre Stimme beinahe normal klang. Wie war das möglich, wo ihr doch das Herz bis zum Hals schlug und sich ihr Magen vor Angst vor dem, was folgen mochte, zusammenkrampfte?
Sein Blick ging haarscharf an ihrem vorbei, als gäbe es hinter ihrem Kopf etwas Interessantes so sehen. So fest hielt er den Blick auf einen Punkt in der Ferne gerichtet, dass sie sich unwillkürlich umdrehte, um zu sehen, was er dort sah. Doch sie konnte nichts entdecken, außer den Bäumen des Parks und einer Sitzbank. Nichts war dort, was Sebastians Aufmerksamkeit derart hätte fesseln können, dass es ihm unmöglich war, ihr in die Augen zu sehen. Seine Hände steckten tief in den Taschen seiner Jacke, sie konnte sehen, dass sie zu Fäusten geballt waren.
»Ich möchte die Trennung«, sagte er, leise zwar, aber doch gut verständlich.
Also doch! Ihr Gefühl hatte sie nicht getäuscht, ihre schlimmsten Befürchtungen wurden wahr. Bevor sie die naheliegende Frage stellen konnte, sprach er bereits weiter.
»Ich bin noch nicht so weit, Karina. Mir ist das alles zu eng, wir sind zu jung für eine so feste Bindung. Wir haben ja das Leben noch vor uns, aber benehmen uns schon wie ein altes Ehepaar. Ich will das nicht mehr, das ist mir jetzt klar geworden. Ich will … ich will auch noch andere Frauen kennenlernen und nicht irgendwann, wenn ich alt bin, bedauern, dass ich so wenige Erfahrungen gesammelt habe. Es tut mir leid, ehrlich, aber ich kann das einfach nicht.«
»Und ansehen kannst du mich auch nicht, wenn du mir das sagst«, stellte Karina fest.
Sie wunderte sich über sich selbst, dass sie äußerlich so kühl bleiben konnte, wo sie sich doch fühlte, als zerspränge ihr Inneres in tausend Stücke. Er zog ihr den Boden unter den Füßen weg mit seinen Worten, er nahm ihr die Zukunft, über die sie so oft gesprochen hatten, er redete mit ihr, als hätte er sich schon meilenweit von ihr entfernt, dabei hatten sie noch vor einem Monat überlegt, in eine gemeinsame Wohnung zu ziehen! Es kam ihr so vor, als sei das in einem anderen Leben gewesen – jedenfalls war es sehr, sehr weit weg.
Er hob den Kopf und sah sie an, aber der Blick seiner dunklen Augen war undurchdringlich, sein Gesicht blieb unbewegt. Dieses schmale, oft so ernste Gesicht, das sie so liebte. Es war ihr unmöglich, daraus zu lesen, was in ihm vorging. Sie hatten im vergangenen Jahr genau zweimal gestritten, an beide Male erinnerte sie sich gut. Da hatte er auch so geguckt, mit diesem Blick, der nichts verriet, mit diesem Gesicht, das alles verbarg.
Selbst seine Stimme war vollkommen ausdruckslos, als er weitersprach. »Ich sehe dich an«, sagte er. »Und es tut mir wirklich leid, wenn ich dir falsche Hoffnungen gemacht habe. Ich … ich habe mir selbst ja auch Illusionen gemacht, und ich dachte eine Zeitlang tatsächlich, dass das mit uns beiden gutgehen könnte, aber …«
»Eine Zeitlang?«, fragte sie. »Wie lange genau? Seit wann hast du denn Zweifel?«
»Das weiß ich nicht mehr. Es ist ja nicht von jetzt auf gleich passiert, es hat sich eher so angeschlichen.«
»Aber vorsichtshalber hast du mir gegenüber erst einmal nichts davon erwähnt«, stellte Karina fest und konnte es nicht verhindern, dass sich nun doch ein Unterton von Bitterkeit in ihre Stimme schlich.
»Es tut mir leid«, wiederholte Sebastian. »Ich wollte dich nicht verletzen, Karina, glaub mir das bitte. Nur deshalb habe ich nicht gleich was gesagt. Ich habe mir eingeredet, dass es doch gutgehen kann, aber …«
»Du bist schon in eine andere verliebt, oder?«, fragte sie plötzlich.
Seine Augen weiteten sich ungläubig, es war das erste Mal in diesem Gespräch, dass er ihr einen Einblick in sein Inneres gab, aber schon in der nächsten Sekunde war sie nicht mehr sicher, ob sie sich nicht getäuscht hatte, denn sein Blick war wieder so ausdruckslos wie zuvor.
»Nein, bin ich nicht!«, sagte er. »Du verstehst das alles ganz falsch. Ich will nur nicht jetzt schon wie ein Ehemann leben, das ist alles. Wir sind erst dreiundzwanzig …«
»Stell dir vor, das weiß ich«, bemerkte Karina bissig.
Einen Moment lang standen sie voreinander, ohne sich zu rühren oder etwas zu sagen. Karina beschloss, die Situation zu beenden, denn ein echtes Gespräch würden sie ohnehin nicht mehr führen können, nach allem, was bis jetzt schon gesagt worden war. Er war fest entschlossen, und sie würde ihm nicht den Gefallen tun, zu betteln, dass er bei ihr blieb. Oder ihr einen Grund für seinen plötzlichen Trennungswunsch zu nennen, den sie verstehen oder wenigstens nachvollziehen konnte.
»Dann geh in meine Wohnung«, sagte sie mit aller Kälte, die sie aufbringen konnte, »hol deine Sachen raus und lass den Schlüssel im Flur liegen. Wie lange wirst du brauchen?«
Es bereitete ihr Genugtuung, zu sehen, dass er völlig überrumpelt war. Womit auch immer er gerechnet hatte: Diese Reaktion war es nicht.
»Jetzt gleich?«, fragte er unsicher.
»Ja, natürlich, was denn sonst?« Sie schaffte es, ungeduldig zu klingen. »Wozu willst du noch warten? Dein Entschluss steht doch fest, du wirst nicht mehr davon abweichen, was soll ich da noch lange reden? Außerdem, wenn du mich nicht mehr liebst, ist ohnehin alles vorbei. Ich will nicht mit einem Mann zusammen sein, der mich nicht liebt.«
»Aber ich habe nicht gesagt …«, begann Sebastian, bevor er verstummte. Erneut blickte er wie gebannt auf einen Punkt hinter ihrem Kopf.
»Du hast nicht gesagt, dass du mich nicht mehr liebst? Stimmt«, erwiderte Karina. »Aber so muss es ja wohl sein, oder? Wenn man sich liebt, trennt man sich nicht. Also geh jetzt bitte. Wie lange wirst du brauchen? Ich möchte erst nach Hause kommen, wenn du fertig bist.«
Er schluckte, schien nach Worten zu suchen und brachte endlich heraus: »Ich muss ein Auto organisieren, das allein dauert schon. Dann die Klamotten und Bücher einpacken, das geht ja …«
Dieses Mal war sie tatsächlich ungeduldig. »Das ist mir schon klar. Also, wie lange?«
»Gib mir zwei Stunden«, sagte er, »dann bin ich weg.«
»Gut. Das war’s dann also. Ich wünsche dir alles Gute für dein Leben in Freiheit.« Sie drehte sich auf dem Absatz um und ging weg, ohne sich noch einmal umzudrehen. So sah es also aus, das Ende einer großen Liebe, dachte sie, während ihr Tränen in die Augen stiegen. Aber diese Tränen würde er nicht sehen!
Sie verließ den Park, ohne zu wissen, was sie in den nächsten beiden Stunden machen sollte. Besser, sie blieb ihrer Wohnung zweieinhalb Stunden fern, falls Sebastian sich verschätzt hatte und länger brauchte. Sie hielt das für möglich, er war ja beinahe bei ihr eingezogen, weil ihre Wohnung um so vieles gemütlicher war als seine muffige, dunkle Bude in einem öden Hinterhof. Sie erinnerte sich noch an ihr Entsetzen, als sie zum ersten Mal dort gewesen war. Was für ein grässlicher Ort! Aber peinliche Ordnung hatte in dem Zimmer geherrscht, anders hätte er dort auch gar nicht wohnen können, so winzig war es. Sie erinnerte sich auch noch an sein verlegenes Lächeln, als er ihr erklärt hatte: »Immerhin ist es einigermaßen bezahlbar.«
Langsam, ziellos ging sie weiter, den Kopf hielt sie gesenkt. Sollte sie jemanden anrufen, sich ausweinen? Nein, beschloss sie, dafür war es zu früh. Sie musste sich zuerst selbst klar machen, was eben passiert war. Sebastian und sie waren nicht mehr zusammen! Das wäre ihr bis vor kurzem noch undenkbar erschienen. Erst auf dem Weg in den Park hatte sie zum ersten Mal richtig Panik bekommen und sich gefragt, ob er sie nicht mehr liebte, aber ernsthaft in Erwägung gezogen hatte sie es nicht, wenn sie ehrlich war. Eigentlich war sie seiner Liebe sicher gewesen, auch wenn sie gespürt hatte, dass sich seit einiger Zeit etwas zwischen ihnen veränderte. Aber Trennung? Daran hatte sie bis zu diesem Tag noch nie gedacht, und sie hätte ihre Hand dafür ins Feuer gelegt, dass es bei ihm genauso war. Nun wusste sie, dass sie sich getäuscht hatte.
Ihr fiel ein, dass Sebastian und sie am Samstag bei ihren Eltern zum Essen eingeladen waren. Und plötzlich sehnte sie sich danach, mit jemandem zu reden. Nicht über Sebastian, das auf keinen Fall, aber was sie jetzt braucht, war einfach nur ein normales Gespräch. Sie würde ihre Eltern anrufen und ihnen sagen, dass Sebastian und sie am Samstag nicht kommen konnten. Die Wahrheit musste warten, die würde sie ihnen später erzählen.
Sie kehrte in den Park zurück, die Gefahr, dort noch auf Sebastian zu stoßen, bestand ja nicht, der hatte jetzt anderes zu tun. Aber im Park standen Bänke, da konnte sie in aller Ruhe telefonieren.
*
»Karina hat abgesagt für Samstagabend, Sebastian und ihr ist etwas dazwischengekommen«, berichtete Ulrike Klaasen ihrem Mann beim Abendessen. »Schade, ich hatte mich so gefreut, die beiden wieder einmal hier zu haben.«
Guido Klaasen zog fragend die Augenbrauen hoch. »Können sie nicht am Sonntag kommen? Oder Freitag?«
»Ich wollte das vorschlagen, aber sie war in Eile, ich bin gar nicht mehr dazu gekommen. Irgendwie …« Ulrike verstummte, dachte nach. »Sie war komisch, Guido. Je länger ich darüber nachdenke, desto klarer wird mir das. Ich glaube, sie hat mir nicht die Wahrheit gesagt. Vielleicht haben Sebastian und sie Streit.«
»Das kommt vor«, sagte ihr Mann gelassen, »selbst bei uns, denn gelegentlich müssen sogar harmonische Paare streiten.«
Aber Ulrike hatte nur ein Wort gehört: ›Streit‹, und nur darauf reagierte sie.
»Du meinst«, fragte sie beunruhigt, »sie könnten in einer Krise stecken?«
»Jedes Paar gerät mal in eine Krise, und die beiden sind ja noch sehr jung. Erinnere dich, dass wir am Anfang gesagt haben: Es ist zu früh für eine feste Bindung. Wir waren sehr beunruhigt, als wir festgestellt haben, wie eng die beiden zusammen waren, praktisch von Anfang an.«
»Beunruhigt sind wir nicht mehr«, stellte Ulrike, wieder etwas ruhiger, fest.
»Wenn sie gestritten haben, versöhnen sie sich auch wieder. Und natürlich muss uns Karina nichts davon erzählen.«
»Du hast Recht.« Ulrike seufzte. »Ich weiß ja, dass ich dazu neige, mir überflüssige Sorgen zu machen.«
»Wir wollen, dass unsere einzige Tochter glücklich ist, also machen wir uns Sorgen, das ist normal. Lass uns abwarten, wie es weitergeht.«
»Du meinst, ich soll nicht vorsichtig nachfragen?«
»Ich würde warten«, sagte Guido, »aber ich bin ja auch ein Mann. Frauen gehen in diesen Dingen anders vor, das ist mir bewusst.« Er lächelte seiner Frau verschmitzt zu.
