Das Geständnis - Ally Park - E-Book

Das Geständnis E-Book

Ally Park

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Beschreibung

Angie Miller, eine enorm attraktive Frau, selbstsicher, liiert und zweifache Mutter. Spielt zu gerne im von Männern dominierten Berufsleben ihren Poker - hart und erfolgreich. Dennoch so eingeengt von Sorgen ihres tristen Alltags. Sie riskiert viel. Zu viel? Der unverschämt reiche und zwielichtige Millionär, Ron Kern, kann nicht genug bekommen, er unterbreitet Angie ein exklusives Angebot. Überrascht über ihre Spontanität, begeistert von unbekannten Gefühlen, getrieben wie sonst nicht… Dr. Angelina Miller will wissen woran sie ist. Ein dubioses Autorennen belehrt Angie, diktiert ihr diese männliche Macht. Ibiza, betört nicht nur als Insel – Angie erkennt ganz anderes Flair. Alkohol. Toxin. Ein Verhängnis mit Folgen. Für Angie öffnet sich eine ihr zuvor unbekannt gebliebene und ebenso gefährliche Welt. Sie stellt die Frage, nach wahrer Liebe...

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Seitenzahl: 254

Veröffentlichungsjahr: 2016

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Ally Park

Das Geständnis

(confession of passion)

 

 

 

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Inhaltsverzeichnis

Titel

Das Buch

Widmung

*

Eins

ZWEI

DREI

VIER

FÜNF

SECHS

ACHT

NEUN

ZEHN

ELF

ZWÖLF

DREIZEHN

FÜNFZEHN

SECHZEHN

ACHZEHN

NEUNZEHN

Ally Park:

Songtexte und Hörproben auf www.songtexte.com:

Impressum neobooks

Das Buch

Angie Miller, eine enorm attraktive Frau, selbstsicher, liiert und zweifache Mutter. Spielt zu gerne im von Männern dominierten Berufsleben ihren Poker - hart und erfolgreich.

Dennoch so eingeengt von Sorgen ihres tristen Alltags. Sie riskiert viel. Zu viel? Der unverschämt reiche und zwielichtige Millionär, Ron Kern, kann nicht genug bekommen, er unterbreitet Angie ein exklusives Angebot. Überrascht über ihre Spontanität, begeistert von unbekannten Gefühlen, getrieben wie sonst nicht… Dr. Angelina Miller will wissen, woran sie ist. Ein dubioses Autorennen belehrt Angie, diktiert ihr diese männliche Macht. Ibiza, betört nicht nur als Insel – Angie erkennt ganz anderes Flair. Alkohol. Toxin. Ein Verhängnis mit Folgen. Für Angie öffnet sich eine ihr zuvor unbekannt gebliebene und ebenso gefährliche Welt. Sie stellt die Frage, nach wahrer Liebe...

Das Buch erzählt von Wirtschaft, Macht und doch nur einer Leidenschaft.

Erinnerungen? Eine Story? Oder Realität?

Ally Park hinterfragt und versteckt Antworten, mitunter aus ihrer Erfahrung.

Die Autorin

Ally Park, geboren 1974 in Wien, als Juristin jahrelang in Anwaltskanzleien tätig. Erkundet Europa und erreicht auch in der Gaswirtschaft ihre Ziele. Ob Brüssel, Frankfurt, Wien, Budapest oder Laibach, Ally Parks Heimat nicht die Städte, in denen sie lebte. Ally Parks Zuhause ist ihre Sprache. Unverwechselbar, eben wie ihr Stil. Sie verbindet Text mit Musik. Kehrt Tabus nicht zur Seite. Knallhart wie es Ally gelernt hat, dennoch glamourös verpackt.

Weitere Bücher:

Rebellische Leidenschaft (rebel of your heart), 1. Band zu diesem Roman,

Regent der Begierde (regent of desire), Thriller,

Taghelle Finsternis, Krimi, Kaltlächelnder Samt, Krimi.

Widmung

Ein Gefühl hat mich gelehrt, zu erkennen; es hat mich verletzt, weil ich mich hingab. Freude – so ähnlich einer Liebe – ein Gefühl mit so viel Erfahrung, es bedarf darüber mehr als ein Buch zu schreiben:

„Freude…

es sind Gesten oder Worte,

ohne Konjunktive, ohne Bedingungen,

ohne Erwartungen, ohne Fragen,

ohne jeden Erklärungsbedarf,

eben aus tiefstem Herzen, nur diese erfreuen mich.

Freude–bereiten eines der schönen Geschenke im Leben.“

(16. Juni 2016) Ally Park

Für all jene,

die Freude schenkten und schenken.

Besonders aber jenen drei Männern, die mein Leben sehr beeinflusst haben.

Mein Buch, mein kleiner Versuch,

EUCH Freude beim Lesen zu schenken!

*

ALLY PARK – BÜCHER

www.ally–park.jimdo.com

ALLY PARK

DAS GESTÄNDNIS

(Band II der Dilogie der Leidenschaft)

CONFESSION OF PASSION

Eins

Verflixt, so grell kitzelt die Sonne an diesem Morgen durch das Fenster. Ich erwache mit dem Gedanken, mein Geburtstag, heute ist mein Geburtstag. „Mum, happy birthday!", schon sind meine Kids, Aaron und Sid, in meinem Bett und erdrücken mich mit einer kräftigen Umarmung. „Happy birthday, Darling", fällt John ein, er hat bereits mein erstes Highlight heute vorbereitet. Dieser Duft von frischen Brötchen und dazu Kaffee macht mir das Aufstehen tatsächlich ein wenig leichter.

Meine Geburtstage feiere ich – zugegeben – nicht mehr gerne…

„Mum, wann fahren wir jetzt nach Italien, heute gleich nach der Schule?“, will Sid am Frühstückstisch wissen und stopft wie immer viel zu schnell seinen Muffin in sich, um ja noch einen zu ergattern. „Morgen, Sidney! Morgen nach der Schule fahren wir los, aber wir bleiben nur die vier Tage über das verlängerte Wochenende, du brauchst nicht dein Zimmer einzupacken!“, erkläre ich zum x-ten Mal, dennoch versuche ich ruhig zu bleiben. Die Kids genießen diese kurzen Auszeiten im Süden zu gerne, da will ich ihnen im Vorfeld nicht die Freude nehmen.

„Bye, Darling, ich komme erst spät abends, du weißt, ich wollte noch zu dem Vortrag von der Kammer. Vielleicht treffe ich dort ja auf neue Gesichter, genieße den Tag! Ich freue mich schon auf den Süden, wir feiern dort, ja?“, so küsst mich John und verlässt als erster unsere neue Wohnung in Garat, einem Randbezirk von Düsseldorf.

Wie gewohnt liegt es auch heute an mir, die Kinder in ihre neuen Schulen hier zu buchsieren. „Aaron, Sid, seid ihr endlich fertig, wir müssen los!“, mahne ich quer in den hinteren Bereich unserer Wohnung und schalte den Geschirrspüler ein. Tatsächlich! Es schaffen beide Jungs rechtzeitig und vor allem gemeinsam mit ihren Schultaschen in den Flur. Voller Elan starten wir aus unserem noch ungewohnten Heim in den Tag.

Mein obligates: „Bye, bye!“ begleitet beide Jungs vom Auto zur Schultüre, ein Lächeln ihrer Mutter und Winken beim Abfahren erleichtert ihnen den Weg, meine Hoffnung – oder mein Ritual?

Endlich lasse ich die Schulen hinter mir, bin alleine im Wagen und es geht im Frühverkehr mal wieder nichts weiter. Es stört mich nicht, denn ich habe keinen Bürotermin, so grüble ich. Nein, nach Sommers-Hall finde ich in den letzten Wochen einfach keine neue Anstellung – bin ich zu alt? Gut, dass ich mein EU-Zertifikat geschafft habe, wirft mein Verstand ein und versucht mein Gewissen zu beruhigen. Doch auch mit dieser neu errungenen Selbständigkeit kann ich – so im Gegensatz zu bisher – keine Familie ernähren.

John? Gott sei Dank hat er in einem großen Pharmaziebetrieb hier zwischen Köln und Düsseldorf vor vier Wochen einen Job bekommen. Doch wir hängen mit Zahlungen hinterher, haben keine Wohnidylle mehr, wie wir sie in München hatten. Traurig? Wehmut? Es sind eher Erinnerungen, die eine Umstellung – ein Über-Board-Werfen des bisher gewohnten Alltages erschweren.

Dennoch irgendwie kommen wir durch, das war unser erklärtes Ziel beim Auszug aus unserem Reich in München.

Es tut einerseits gut als Mutter nicht mehr zwischen Geschäftsterminen und Schulschluss umher zu hetzen, andererseits erdrückt mich diese Ungewissheit um die Finanzen dermaßen, dass ich zu viele schlaflose Nächte träume. Jetzt schmunzle ich doch…

Da surrt mein Handy, verkündet den Eingang einer SMS, das geschah nicht oft in letzter Zeit:

Mein Traum,

er darf wahr werden…

Es dauert keine Stunde mehr und ich seh dich wieder, mein Liebling,

ich freu mich auf dich!

Ron, ja ich werde ihn wieder sehen. Prickelnd diese ungewisse Gewissheit. Gestern hat er mich mit einundvierzig roten Rosen überwältigt, sie kamen per Boten zu uns nach Hause. Natürlich war ich froh, dass John nicht da war, gestehe ich mir in den Rückspiegel und parke vor unserem Haus.

In Gedanken an die vielen Rosen, die ich nicht zu Hause behielt, sondern vor Hauseingängen in der Umgebung deponierte, sprinte ich in unsere Wohnung hinauf ins Dachgeschoß. Vor meinem Kleiderschrank denke ich nicht mehr an das bezaubernde Grün, jemand anderer hat sich sicher darüber gefreut – obwohl, ich auch, nur durfte es eben nicht sein.

Wie bereits heute nachts im Detail geplant, werfe ich mich in Schale. Das Wetter ist diesen Frühling hier wirklich warm, sodass ich meine enge graue Jeans mit glitzernden Steinchen passend zu meinem schwarzen engen Top gewählt habe. Dazu? Klar schwarze Highheels mit Spiegelndem Zwölf-Zentimeter-Absatz. Den habe ich in München vor einem Termin für Sommers-Hall ergattert, jetzt führt er mich wieder zu einem Termin, einem ganz anderen.

Wie wird Ron sein? Was wird er wohl sagen? Ich war nicht nett, wir haben uns knapp zwei Monate nicht gesehen, nicht gehört. Wie ist es ihm wohl ergangen? Ich muss auf mich achten! Neugier, Begierde, ich weiß nicht, welches Gefühl mich so euphorisch macht. Genauso wenig weiß ich, wie ich diese Locken glatt bekommen soll, ich hab nicht viel Zeit. Tief in die Augen sehe ich mir in unserem Badezimmerspiegel und kläre mich auf, gut dann bleiben meine Haare halt heute offen und wild! Nicht aber ich. Angie, du musst heute wirklich aufpassen, verlier deinen Kopf ja nicht!

Flink tragen mich meine Heels zum Wagen. Ein gutes Gefühl, so gestylt. Das war ich schon lange nicht mehr. Warum hat sich Ron wirklich wieder gemeldet, der Gedanke quält mich durch die Straßen schon seit mich gestern das Rosenmeer flutete und ich schwelge in Träumereien, die ich mir immer wieder verbieten muss.

Shit, meine Augen hasten an den seitlich parkenden Autos vorbei, doch keine Lücke für mich. Ich nehme doch die Tiefgarage, entscheiden meine Hände und lenken meinen Wagen in die nächste Abfahrt. Geld? Naja, Geld fürs Parken muss ich heute selber aufbringen. Ja, ich gönne mir den Luxus eines Parktickets und verzichte einfach mal ein paar Tage auf meinen Nachtisch. Shit, der Gedanke? Aber leider ist er jetzt meine Realität!

Alles klar? Mein Herz rast, nicht von meinem schnellen Schritt Richtung Cafè Reichard, nein mehr deshalb, weil mich meine Vergangenheit einholen wird. Sollte ich ihr davon laufen oder darf ich mich auf sie freuen? Ruhig Angie! Wie sooft vor wichtigen Meetings besinne ich mich kurz vor dem Eingang ins Cafè, um dann wie eine Diva hinein zu schreiten.

Ich bin spät, klar, das war meine Absicht! Da erkenne ich Ron, er weilt an einem der hinteren kleinen Tische. Wow, das Ambiente erfasst meine Sinne, ich fühle mich einfach wohl, einfach als Frau.

„Hi, Angelina“, erhebt sich Ron und nimmt meine Hüften in Beschlag. „Hi, Ron“, lächle ich ihn an und unsere Gesichter sind sich nahe, so nahe, wie sie sich bei unserem ersten Kuss in Brüssel waren. Dennoch unsere Lippen küssen sich nicht. Ich bebe, mir ist hier plötzlich so tropisch heiß, rasch wende ich mein Gesicht ab und setze mich. Meine Beine schlage ich übereinander, beinahe automatisch beginnen sie zur Hintergrundmusik von Mark Forster zu schwingen:

„In diesem Haus, wo ich wohn; Ist alles so gewohnt; So zum Kotzen vertraut; Mann, jeder Tag ist so gleich; Ich zieh Runden durch mein' Teich; Ich will nur noch hier raus; Ich brauch mehr Platz und frischen Wind; Ich muss schnell woanders hin; Sonst wachs ich hier fest;Ich mach 'nen Kopfsprung durch die Tür; Ich lass alles hinter mir; Hab was Großes im Visier...”

Meine Augen strahlen, wohl auch aus Freude, mein Kopf ruht auf meinen Händen, meine Ellenbogen stützen sich auf die Tischplatte und ich genieße.

“…Ich komm nie zurück zu mir; Es gibt nichts, was mich hält, Au Revoir; Vergesst, wer ich war; Vergesst meinen Nam'n; Es wird nie mehr sein, wie es war; Ich bin weg, Au Au;Au Au Au Revoir; Au Revoir…”

„Du hast mich noch nie Angelina genannt, es klingt irgendwie gut mit so einer tiefen Stimme”, galant versuche ich das Eis zu brechen. Rons Zunge wandert über seine Lippen, er findet mich nach wie vor scharf!

„Angie, Kaffee, Tee, was hättest du gerne?“, ziert sich Ron und es ist irgendwie nicht seine Art. „Mir ist mehr nach etwas Kühlem, etwas Prickelndem“, funkle ich Ron nun gewagt an. „Zwei Gläser Champagner“; verkünden Rons Lippen flink und dennoch gleichgültig dem Herrn vom Service, der sogleich verschwindet.

„Angie, du hast mich hintergangen, du hast mich belogen und verkauft!“, wirft mir ein böser und so aufregender Mann hier vor. „Ron, ich habe viel von dir gelernt, wolltest du mir das sagen?“, mit diesen Worten suchen meine Augen die seinen und fixieren sie mit einem Lächeln, ganz ruhig. Grandios jubelt mein Verstand, ich hab‘s nicht verlernt, mein Mundwerk funktioniert erstaunlich gut. „Ich bin keine zwanzig mehr und nicht so blond wie vielleicht andere Damen, die du sonst kennst. Du hast dich auch nicht wie ein Musterschüler verhalten. Mein Lieber, das wusste ich schon vorher. Dennoch ich bin nicht gekommen, um Vorwürfen zu lauschen, du etwa?“

Stille. Ron hält an diesem innigen Blick fest und lehnt sich nun auch nach vorne, um seinen Armen eine Ablage am Tisch zu verschaffen. „Wow, direkt wie immer, dennoch ist da nicht ein Funken Rachsucht im Unterton?“, lächelt Ron und hält seine Zunge im Zaum.

„Bestimmt ist es eine Art Gier, Ron, vielleicht Begierde, vielleicht erkennst du auch Sinnlichkeit?“, fordert mein Mund ohne zu überlegen. Schon streift Rons Zungenspitze über seine Lippen. Shit, was mach ich nun wieder? Ron erzählt nichts von Sergej, keinen Laut über sein jähes Ende im Bann meiner Weiblichkeit. Nein, er erzählt von seinem neuen Stern. Einem Projekt, es geht um Immobilien direkt am Strand im Norden von Italien. Er ist als Investor Teilhaber an einem Komplex, der derzeit an der nördlichen Adria in der Nähe von Triest errichtet wird. Erinnerungen an Triest, den Helikopter und Venedig kommen in mir auf. „Ihr Champagner“, durchbricht meine Faszination, die Gläser werden edel serviert.

Ron ergreift sein Glas, hebt es an und spricht mit dieser erbarmungslos tiefen Stimme: „Auf unser Wiedersehen!“

Nüchtern, finde ich diesen Klang, unsere Gläser klirren nur leise, „Ron, warum bist du wirklich hier?“, reagiert der Mann in mir. Ron senkt seinen Kopf und schmunzelt in sich: „Du bist knallhart, gefällt mir, ich kann’s nicht leugnen!“

Ron erzählt weiter und bietet mir einen Job an seiner Seite an. Nein, nicht wie ihn Nicole gemacht hat, stellt er von vorne herein klar. Auch keine Anstellung. Ron hat gehört, dass ich in der Zwischenzeit nicht geschlafen habe. Er weiß, dass ich dieses EU-Zertifikat im Bereich Investmentförderungen erhalten habe. Eben auf dem Gelernten, meinen Erfahrungen aufgebaut habe. Jetzt hoffe ich als Beraterin für Großprojekte auf Aufträge. Nun sitze ich in einem gehobenen Lokal und bekomme ein vielversprechendes Angebot? Oder was soll ich davon halten? „Angie, wir wären ein gutes Team, du siehst dir die Immobilien im Detail an, lukrierst EU-Gelder und ich vertraue dir da, ich könnte mich auf das Investment verlassen und mich um weitere Sponsoren kümmern. Überleg‘ dir das Angebot!“, endet Ron.

Mehr nicht? Enttäuscht ist die Frau in mir, dennoch es ist verlockend. „Ich überleg’s mir, Ron. Wie sieht das Zeitfenster aus?“, entgegne ich pflichtbewusst.

„Wir können gleich losstarten, nehmen eine Maschine nach Triest, meine Location dort?“ Rons Augen spielen, seine Zunge tänzelt. „Du kennst sie doch?“, grinst Ron breit. Ich lächle nur.

„Nein, Spaß bei Seite, ich weiß, du lebst immer noch mit deiner Familie und hast dich nicht getrennt. Warum nicht? Was hält dich bei diesem John? Ich kenne ihn nicht, aber er steht dir nicht. Dir sollte ein Mann viel mehr bieten. Du bist keine Lady für einen Looser!“, erklärt mir dieser Mann mein Leben.

„Ron, du solltest nicht über Dinge reden, die du nicht kennst und schon gar nicht darüber urteilen, wovon du keine Ahnung hast“, verschaffe ich mir Raum.

„Angie, du klingst verstimmt oder ist das frustriert? Klär mich auf!“ Shit, er hat das geplant! „Nennen wir es ernüchtert“, kontert mein Verstand und klärt diesem Mann jetzt sicher keine Fronten.

„Überleg‘s dir einfach, dann bin ich vorerst zufrieden. Und ich werde dir beweisen, dass du keine Lady für einen Looser bist!“

Zielsicher wechselt Ron das Thema und schwelgt in seinem neuesten Wunschtraum, er hat in Monte Carlo nun auch ein Boot stehen, so seine Worte. Ein Bootsrennen erwartet ihn am Wochenende. Meine Begeisterung hält sich in Grenzen, das Erlebnis in Kuba war aufregend und zerstörend, ich kann nicht sagen, was heute überwiegt.

Meine finstere Erinnerung wird wie durch einen Blitz durchbrochen. „Das hat mich für deinen Geburtstag angelacht, ich war in der Hafengegend und hab daran gedacht, wie schön es wäre, dich in Monte Carlo dabei zu haben!“, mit diesen Worten schiebt mir Ron ein kleines Kästchen unter meine staunende Nase. Shit, was wird das jetzt wieder? Meine Hände hasten und öffnen es. Ein schillerndes Herz an einer edlen Kette, glamourös. Verschwommen hauche ich: „Oh, wow! Das ist nett, Dankeschön!“ Ein üppiger Anhänger mit vielen Steinen, wenn ich davon ausgehe, dass sie echt sind, denke ich jetzt besser mal nicht weiter.

„Angie, ich habe viel nachgedacht und hab mich tatsächlich entschieden. Deine letzten Worte, sie führten mich. Meine Entscheidung mit mir selbst, sie ist getroffen.“ Ron schmunzelt, seine Zunge hält er versteckt und er erzählt gerne weiter, sieht mir tief in die Augen: „Ich kann weiterhin in den Spiegel schauen. All das jemals dir gesagte, werde ich einhalten, kompromisslos, wenn du es zulässt. Ich, anwaltslos, will dich an meiner Seite haben. Und mehr: Angie, ich liebe dich so sehr, dass ich es dir mein Leben lang beweisen will!“ Fest, ganz fest halten sich meine Hände an dem Päckchen mit dem Herzen, als ob es mich vor meiner Erschütterung schützen könnte. Shit, das Gefühl in mir, erweckt pures Begehren, der Verstand in mir, er drängt, er fordert, er befehligt meine Abweisung.

Meine Augen verschwimmen tatsächlich, sie betrachten schillernde Steine in einem Päckchen. Mein Blick, ich erhebe ihn und nehme mich zusammen. „Ron, ich überlege. Ich melde mich.“ Widerstrebend meinem Vorhaben will mein Becken bleiben, doch meine Beine folgen meinem Verstand, ich erhebe mich und will gehen. Wie aus dem nichts erreichen Lippen, betörende Lippen, mich. Ungewollt und doch leidenschaftlich verfalle ich für einen Moment, um im nächsten weiterzugehen, mich nicht umzudrehen, um endlich wieder vor meinem Wagen in der Tiefgarage zu stehen.

(Ein wenig später)

Wirklich kurz und bedauerlicherweise so unvergesslich war mein Wiedersehen mit Ron, das ist mein Resümee auf der Rückfahrt nach Hause. Verfallen? Ich bin ihm verfallen – oder? Da ist sie wieder meine Vergangenheit, wieder diese Fragen und keine Antwort. Ich drehe mich im Kreis!

Zurück in Garat kleide ich mich rasch wieder als Mutter, verstecke meinen Schatz, verdränge meine Vergangenheit und sprinte zur Schule, um meine Kids zu holen. Shit, tut das Feeling gut!

ZWEI

Eine gefühlte Ewigkeit brauche ich, um beide Jungs von den Schulen zu holen, aber Düsseldorf ist einfach viel größer als München, gestehe ich und falle mit den Kindern in die Wohnung. „Sid, lass meine Schultasche, das ist kein Fußball“, ärgert sich Aaron, weil Sid beide Ranzen mit dem Fuß in ihre Zimmer verteilt. „Sidney!“, mahnt meine strenge Stimme – mehr nicht. „Ich geh‘ eh schon“, verlässt Sid das Spielfeld, rennt ins Bad und wäscht seine Hände.

Der Haussegen hinkt, heute lief auch alles schief in der Schule. Sidneys bester Freund war krank und die anderen Jungs sind alle doof, erklärt mir mein jüngster seinen schwarzen Tag beim Mittagessen. Aaron ist gelangweilt und abwesend, wenn ich ihn frage, was los war, bekomme ich ein „Geht so!“ zur Antwort. Noch versuche ich es zu akzeptieren, aber meine Sinne treffen mich, ob er sich verschließt? Ob es ihm schlecht geht? Ich meine nicht die Noten, die sind noch erstaunlich gut, ich meine ihn als jungen Menschen.

Nun erschlagen uns Hausaufgaben! Nein, sie erzürnen eine Mutter, die eigentlich für vier Tage Sommer in Geburtstagslaune alles packen möchte.

Kein Ende in Sicht, Lehrer sind grauenhafte Bestien, wenn es um Fenstertage geht. Warum eigentlich sind Lehrer dem Irrtum verfallen, dass man in dieser kurzen Aus-Zeit als Schüler mehr lernen und üben soll?

Die Lösung meines Rätsels muss warten, Vergleiche von Bananenplantagen in Mittelamerika und dem Outback in Australien erfordern auch meine Konzentration. Will doch eine Geographieprofessorin Aaron wirklich ein Leben in Costa Rica mit dem in Australien vergleichen lassen.

Nachdem ja – abgesehen von morgen – dann ganze vier Tage schulfrei sind, wäre das rasch zu lernen, für eine kurze GWK–Wiederholung am kommenden Montag. „Warum muss ich wissen, was ein Vlies ist? Ich bin allergisch gegen Tierhaare und mich interessieren Schafe nicht die Bohne, ich will in die Technik!“ Die klare Aussage eines elfjährigen. „Aaron, ich verstehe dich zu gut, aber manche Dinge im Leben, sie sind ungerecht. Es geht nicht immer darum, dass man diese Dinge erlernt, viel mehr geht es darum, zu lernen, mit Ungerechtigkeiten umzugehen. Also versuch dein Wissen in zwei Bereiche zu teilen, einen, wo du dein Wissen auch tatsächlich verstehen willst und einen anderen, wo du dein Wissen abspeicherst, aber es nicht notwendig ist, alles zu verstehen. Und Aaron, es gibt keinen dritten Bereich, mit dem Titel, muss ich nicht wissen. Verstanden?“, regle ich, und mache mir jetzt noch mehr Lehrer zum Feind.

Sid malt unterdessen brav sein Blatt „Jahreszeiten“ aus, komisch finde ich diese Aufgabe, als ob Kinder das nicht im Kindergarten schon viel zu oft erledigt hätten. Leise nehme ich den Flur zum Wandschrank und glaube tatsächlich, Zeit zum Packen zu haben. Da surrt auch schon mein Handy.

Mein Becken plötzlich in Rage hastet zurück zum Tisch. Nein, es ist nicht Ron – nur Sonja, entwarnen meine Augen sofort.

„Hi, Angie, ich dachte ich meld‘ mich mal, wie geht’s dir so?“, klingt Sonja gar nicht nach Sonja. „Hi, Sonja, was hast du auf dem Herzen?“, konkret eben ich. „Es gibt da eine Meldung von Sergej, er hat mir etwas geschickt, das ich nicht zuordnen kann, es wäre aber ein Kracher“, klärt mich Sonja gleich auf. „Na was hat er denn geschickt? Es ist momentan ein wenig stressig hier, Sonja. Hausaufgaben und vier freie Tage stehen vor der Tür und…“ Da fällt mir Sonja ins Wort: „Ihr fahrt schon wieder in den Süden – stimmt’s?“ „Ja, klar. Wir haben nicht viel, aber wir haben uns und das ist eine Menge, derzeit!“, verteidige ich mich. „Ist ja ok, ihr braucht bestimmt die gemeinsame Zeit nach so viel Turbulenzen im letzten halben Jahr!“, will mich Sonja nun doch beruhigen. „Komm, sag mir lieber, was du von Sergej bekommen hast?“, bin ich neugierig, was meine Vergangenheit weiter von mir einfordert.

„Nicoles Tod, es war kein Raubüberfall“, erklärt mir Sonja nüchtern. „Naja, das lag fast auf der Hand, denn ihren Schmuck hatte sie ja noch, aber das wissen nicht alle“, gebe ich offen zu. „Nicole hat doch diesen Kennert kennen gelernt?“ „Ja, hab ich doch weitergegeben?“, jetzt bin ich irritiert, was hat er damit zu tun? „Nicht direkt er, mehr das Geschäft, das ION mit Sommers-Hall tätigen wollte. Das schreibt mir Sergej und meint, du könntest mir sagen, wie oder warum diese Kim Baron mehr an einem Bau eines LNG in Triest interessiert ist, wenn du seine Unterlagen siehst. Nur er hat keinen Kontakt mehr zu dir, Sommers-Hall ist ja zu.“

Stille durchdringt den Raum.

„Schick mir die Sachen, ich seh’s mir gleich an, mach schnell, ich will wissen, was es mit der Kim auf sich hat!“, befehlige ich fast in mein Handy.

Erstarrt, warum das alles heute sein muss und gleichzeitig voller Euphorie, mein Wissen ist wieder gefragt, nehme ich die Email von Sonja in Empfang. Zügig erfasse ich Seite für Seite und klar, Kim kannte Kennert aus bekannter Gier, dem Hang so mancher auf dieser dubiosen Segeljacht. Kennert er ist der Boss bei ION, ein einflussreiches Unternehmen nicht nur in Deutschland. ION hält auch wichtige Anteile in einem großen Baukonzern, der federführend den LNG in Triest bauen wird. Kim hält ebenfalls beträchtliche Anteile an dem Baukonzern? Das wusste ich vorher nicht, jetzt wird mir einiges klar. In meinem Hirn rattern die Zellen, was für ein Feeling.

Die Frau ist gut, verdammt gut, einen Mann an der Front bei Hannibal, er – Ron – muss sich fügen, sie kassiert.

Einen weiteren bei ION.

Den nächsten in zweiter Reihe im Baukonzern, denn diesen Namen der dort Gereihten kenne ich zu gut, Ben vom Tontaubenschießen! Muss er denn auch hier im Baukonzern noch üben – oder kann er das schon? Lächelt mein Mund, meine Augen durchforsten weiter.

Somit hat Kim auch in ihrem mir bislang unbekannten Unternehmen die Kontrolle gut im Griff.

Dann ihr drittes Ding, diese Investmentfirma als Spielwiese für ihre Zöglinge.

Wow, eine mir Ebenbürtige? Was für ein Gedanke? War das ich? Hab ich nicht vormittags damit gerungen, ob ich wohl einen günstigen Parkplatz ergattere? Jedenfalls liegt es auf der Hand, dass Kennert nicht mit ION bei Sommers-Hall seine – und Kims – Zeit verschwenden soll…

Nicole sollte doch für Kennert mit seinen russischen Partnern reden, um die Investitionen im Unternehmen nach Europa aufzuteilen. Sommers-Hall ist somit auch Kim ein Dorn im Auge gewesen? Na klar, wenn Kim, besser wohl ihr Baukonzern, einen LNG baut, dann will sie keinen Speicher oder ein besseres Speicherverfahren. Sondern sie will Umsatz, also tatsächlichen Transport!

Sommers-Hall hätte auf ION nie als Investor vertrauen können, dafür hat Kim durch oder mit Kennert gesorgt. Auch Hannibal hat Sommers-Hall im Weg gestanden. Was wohl Ron tatsächlich von all dem weiß?

Shit, somit konnte mein Jamaika–Trip nie wirklich einen Erfolg für das Speicherverfahren bringen.

Mann, bin ich naiv gewesen, so lehne ich mit dem Rücken am Wandschrank und verstehe: Nie hatte ich einen Funken an Chance, nie!

„Mum, stimmt das so?“, erkenne ich ein Heft vor meiner Nase. „Ja, ja, das passt!“, registriere ich Aaron, er hat auch Englisch erledigt. Gott sei Dank für ihn keine große Sache, denn Englisch ist mir schon seit die Kids im Kindergarten waren, wichtig gewesen, meine Kinder sollen es nicht langatmig lernen müssen, jetzt können sie es sprechen und das Schreiben kommt.

„So räumt die Aufgaben zusammen und packt eure Schultaschen für morgen, dann bleibt euch noch eine halbe Stunde am Computer, wäre das was?“, werfe ich in die Kinderzimmer. „Ja, gebongt!“, die einhellige Antwort.

Nun widme ich mich wieder Kim: Nicole musste verschwinden, meine gedankliche Lösung. Das junge Ding tat Kennert nicht gut. Ihm persönlich wohl schon, aber ihm als Schachfigur einer Kim am Spielfeld ihrer Leidenschaften stand Nicole definitiv im Weg.

Was muss solch eine Frau erlebt haben, dass sie so bizarr ist? Noch turbulenter aber mein Gedankenspagat, warum meldet sich Ron genau jetzt, exakt in der Minute, in der Sonja solche Neuigkeiten erfährt? Das will ich wissen, Neugier, meine besondere Leidenschaft!

„Hi, Sonja“, so melde ich mich bei Sonja und erzähle ihr von meiner mutigen Idee. „Aber Angie, wer war das? Ich kann ja nicht schreiben, es wäre Kim oder eine Firma von ihr, du hast zu viel Fantasie, das versteht keiner!“, beinahe entrüstet klingt meine Studienkollegin aus früheren Zeiten. Auch damals entgegnete sie mir so, wenn ich in einem Fachgebiet zu schnell in Gedanken Schlüsse zog, die alles überschlugen. Nun bin ich erfahrener, immer noch schnell im Gedankenfluss, aber sicherer im Umgang damit.

„Sonja, Sergej schreibt, er kennt nicht alle in dieser Baufirma für diesen LNG, kann ich da alle Namen bekommen? Ich brauche noch ein paar Puzzleteile und liefere dir den Namen des Mörders! Was hältst du davon?“

„Exklusiv, versteht sich unter uns?“, Sonja in ihrem Element. „Klar, von mir erfährst nur du etwas!“ „Abgemacht, ich schick dir noch heute eine Mail!“, so endet unser freundschaftliches Gespräch.

Zugegeben, dieses Hin und Her es gefällt mir doch – immer noch.

Zufrieden packe ich unsere Sachen für den bevorstehenden Familien-Kurztrip, nur Geburtstagslaune kommt keine auf.

Shit, das neue Immobilienprojekt von Ron, es hängt mit der Baufirma von Kim zusammen, mein Gedanke, als ich vielleicht voreilig die Badesachen für alle in die Reisetasche verfrachte. Doch die Idee muss ich verfolgen, also tippe ich noch eine Mail an Sonja, sie möge mir auch die Fakten, hinter dieser neuen Immobilienfirma von Ron durchleuchten. Noch eine Italienreise zu dieser von Ron geschilderten Immobilie täte mir gar nicht übel, schmunzle ich und drücke beiläufig auf Senden.

Die Zeit flutet mich mit Träumen und vergeht wie im Flug, denn die Kinder sind bereits im Bett als ich John an unserer Wohnungstüre höre.

„Hi, Darling“, begrüßt er mich im Wohnzimmer, dort zappe ich zwischen Nachrichten. „Hi, wie war das Treffen in dieser Kammer?“, erkundige ich mich. „Interessant, lauter gestriegelte Leute, daran muss ich mich gewöhnen, im Süden sind da alle kulanter!“, schmökert John im Kühlschrank. „Naja, du arbeitest jetzt in einem Konzern und nicht in einem kleinen Labor.“ „Ja, eben, daran muss ich mich gewöhnen, ich mag diese Anzüge nicht, ich arbeite lieber im Labor. Aber doch, die Leute sind interessant, einer stellt sich wichtiger da, als der andere, das ist arg.“

So kenne ich John nicht? „Du musst dir vorstellen, da reden sie vom Surfen. Der eine erzählt, er fährt jetzt wieder, hat angeblich mehr als fünf Jahre kein Surf-Rigg in der Hand gehalten und erzählt frech von einem Sturz. Er wäre schneller gewesen, als das Rettungsschlauchboot in Griechenland. So eines, wie wir früher hatten. Das ist schon länger her, du warst noch verdammt jung!“, lächelt mich John an, greift nach meinen Hüften und setzt sich neben mich aufs Sofa. Ich fühl mich wie mit zwanzig, damals bot uns das kleine Boot Sicherheit. Tatsächlich bei richtig starker Bora, einer bora forte, war dieses Boot für Richy, John, mich und auch andere Surffreunde eine Art Rettung. Brach ein Mast, konnte man sich drauf verlassen, dass einer der anderen, einen holte. Das war gut, denn mit dem Gedanken an eine rasche Bergung durch die Küstenwache, war man verlassen…

„Und jetzt kommt‘s, fit ist ein Fremdwort für die Herren und dann wollen sie mich glauben lassen, sie wären dem Schlauchboot mit einem 90er Außenborder davon gefahren. Echt, da hab ich mich zurück halten müssen.“ Genervt verschwindet John ins Bad.

Ich kann’s ihm nicht verdenken. Zu gut kenne ich dieses Imponiergehabe in abendlichen Männerrunden.

John, ehrlich wie er ist, kann er mit dieser gesellschaftlichen Pflege tatsächlich bestimmt nichts anfangen.

Da erheischt eine Meldung der Nachrichten meine Aufmerksamkeit: Brüssel kontrolliert die Vergabe von Fördergeldern intensiver, dafür wird eigenes Personal statuiert. Nicht verkehrt, denn manches Geld verirrt sich in unbeschreiblichen Abgründen. Ich lächle, wie gerne wäre ich mit Geraldine auf einen Drink in einem der Pubs in Brüssel und lausche ihrem Lästern über schlecht ausgefüllte Formulare und andere Engpässe bei manch interessantem Unternehmen, einem wie dem LNG in der Nähe von Triest?

Frisch duftend und nur in einer Hose sucht John nach einem bestimmten Shirt. „Sorry, ich dachte du willst es bestimmt mitnehmen und hab’s schon gepackt?“, gestehe ich John. „Ach ja, ist ok! Wie war dein Geburtstag noch heute? Die Stille hier herinnen? So ganz für dich?“, stöbert John in meinem Heute. „Ich hab das Beste daraus gemacht“, gebe ich ehrlich zu.

Schon sind seine Lippen den meinen so nahe: „Du siehst verdammt gut aus und mit jedem Jahr toppst du das noch, wie machst du das?“ Keine Antwort, es sind mehr Taten, die jetzt folgen.

Eng und liebevoll seine Arme, zwanglos und vertraut die Stimmung, nachdrücklich sein Begehren, wohlig unser Tun.

Wissend, was John erleben will, umsorge ich ihn weiter in unserem Schlafzimmer. Lackstiefel, ein knappes Lackbustier, eine selbstbewusste Frau, kein Mädchen mehr. Gut fühle ich mich, zufrieden spiele ich und gebiete leidenschaftlich.

Endlich mein Becken fest an seinem, gibt mir der Rhythmus den Takt vor, bestimmt folge ich seinem Empfinden und empfinde so viel…

Sanft streichelt John meine Stirn, in jedem Fall ist er zufrieden, ich schmiege mich auf unserem Bett in seine Arme und meine Gedanken wirbeln immer noch.

Seit wir in Düsseldorf wohnen haben wir es vermieden über Jamaika zu sprechen, nein, ich hab es vermieden? Ich muss mit ihm reden, ich muss für ein Uns reden, zwingen mich meine Gedanken. Nur etwas hält mich.

Was?

Wenn ich das wüsste, wäre ich wohl schon weiter! Entnervt spricht meine Seele!

„John, ich muss dir etwas sagen, ich will dir von Jamaika erzählen.“ So einfach bringt mein Mundwerk den Stein zum Rollen. „Ich weiß“, streichelt mich John weiter. Shit