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Das Handbuch für Teamer*innen ist eine gegenderte Neuausgabe mit einigen Aktualisierungen des "Neuen TeamerHandBuchs", herausgegeben von Rainer Franke und Astrid Thiele-Petersen.
In einer zeitgemäßen Konfirmandenarbeit haben jugendliche Teamer eine zunehmend tragende Rolle. Selbstständig leiten sie (Teil-)Gruppen und begleiten Jungen und Mädchen auf dem Weg zur Konfirmation. Das Handbuch für Teamer*innen unterstützt sie dabei. Knapp und zugänglich bietet es Grundwissen über Glauben und Kirche, die pädagogischen Basics für die Arbeit mit Gruppen, organisatorische Hilfen, Spielideen, Methodenvorschläge und vieles mehr.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 133
Veröffentlichungsjahr: 2024
Du bist Teamer*in in der Konfi-Arbeit oder auf dem Weg es zu werden. Respekt!
Wir finden es wunderbar, dass du dich engagierst und mit Konfis auf eine Entdeckungsreise begibst!
Dieses Handbuch für Teamer*innen kann dich und dein Team auf diesen Weg vorbereiten und währenddessen begleiten.
Rainer Franke, geboren 1961, Pastor, Pastoralpsychologe und Supervisor (DGfP/Sektion T), ist Krankenhausseelsorger an der Asklepios-Klinik Nord Heidberg in Hamburg. 2009-2018 Studienleiter für die Arbeit mit Konfirmandinnen und Konfirmanden am Pädagogisch-Theologischen Institut (PTI) der Nordkirche.
Astrid Thiele-Petersen, geboren 1963, Dipl.-Theologin, ist evangelische Theologin, Spiel- und Theaterpädagogin (AGS), Systemische Beraterin (SG). 2000-2014 Leiterin des Jugendpfarramtes und Konfirmandenbeauftragte im Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg, seit 2015 freiberuflich als Dozentin in der kirchlichen Erwachsenenbildung mit dem Schwerpunkt »erfahrungsorientierte Methoden« (Bibliodrama, Bibeltheater, Bibliotanz, Kreative Gestaltung).
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www.gtvh.de
Das Handbuch für Teamer*innen
in der Konfi-Arbeit
Herausgegeben von Rainer Franke und Astrid Thiele-Petersen
Der Verlag behält sich die Verwertung des urheberrechtlich geschützten Inhalts dieses Werkes für Zwecke des Text- und Data-Minings nach § 44 b UrhG ausdrücklich vor. Jegliche unbefugte Nutzung ist hiermit ausgeschlossen.
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Wir haben uns bemüht, alle Rechteinhaber an den aufgeführten Zitaten ausfindig zu machen, verlagsüblich zu nennen und zu honorieren. Sollte uns dies im Einzelfall nicht gelungen sein, bitten wir um Nachricht durch den Rechteinhaber.
Das Handbuch für Teamer*innen ist die gegenderte Neuausgabe mit einigen Aktualisierungen von »Das Neue TeamerHandBuch«, herausgegeben von Rainer Franke und Astrid Thiele-Petersen.
Überarbeitete Neuausgabe, 2024
Copyright © 2018 Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh,
in der Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH,
Neumarkter Str. 28, 81673 München
Umsetzung eBook: Greiner & Reichel, Köln
Umschlagmotiv: © Syda Productions – Fotolia.com
ISBN 978-3-641-32976-1V001
www.gtvh.de
INHALT
Vorwort
Anmerkungen zu dieser Neuauflage
1. Wer bin ich?
Ich als Konfiteamer*in
Ich als Konfi – ich als Teamer*in
Meine Rolle als Teamer*in
Meine Aufgaben als Teamer*in
Vor der Gruppe stehen, Anleitung und Körpersprache
Meine Stärken und meine Grenzen
Wir als Team
Rechte und Pflichten
2. Wer seid ihr?
Die Konfis als Gruppe
Wer sind die Konfis?
Wie eine Gruppe funktioniert
Rollen in Gruppen
Vereinbarungen mit Konfis
Störungen, Konflikte und schwierige Konfis
Möglichkeiten der Beteiligung
Zuhören – über Probleme reden – trösten
3. Worum geht’s hier eigentlich?
Glaube und Inhalte
Worum geht es eigentlich in der Konfi-Arbeit?
In welchen Situationen spielen Glaube und Gott im Leben eine Rolle?
Mein Glaube – über Glauben reden?
Zweifel und Fragen gehören zum Glauben dazu!
Welche Themen wollt ihr mit den Konfis behandeln?
4. Wie geht’s los?
Planung und Organisation
Planung
Raum und Atmosphäre gestalten
Rituale für den Anfang
Wie komme ich vom Thema zur geplanten Stunde?
Organisation
Nachbereitung
5. Wie geht’s spielerisch?
Spiele
Spiele sind wichtig
Spielanleitung/Eine Checkliste
Spiele zum Kennenlernen und am Anfang
Spiele zur Kleingruppenbildung
Spiele zur Sensibilisierung für die Gruppe
Kooperationsspiele
Bewegte Spiele zum Wachmachen
Vertrauensübungen
Gesprächsspiele
Ein Spieleabend
Spieleparcours
Übungen zum Auswerten und zum Abschied
6. Wie geht’s kreativ?
Kreative Methoden
Verschiedene Methoden – ganzheitlich und vielseitig
Methoden zum Einstieg in einen Bibeltext
Darstellerische Methoden
Gestalterische Methoden
Singen und Musik
Neue Medien
7. Wie sag ich’s?
Ein Gespräch führen
Sprache – Grundlage für Kommunikation und Quelle aller Missverständnisse
Ein Gespräch führen
Theologische Gespräche
8. Wie geht’s besinnlich?
Andachten – Meditationen – Traumreisen
Meditationen und Traumreisen
Andachten
Texte und Gebete
Gebete für den Tag
9. Wie hört’s auf?
Präsentation, Auswertung, Feedback
Wahrnehmen und wertschätzen
Präsentation und Auswertung
Feedback
10. Was geht (nicht)?
Gesetze
Wichtige Gesetze für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen
11. Was tun im Notfall?
(Reise-)Apotheke und Erste Hilfe
12. Wo gibt’s mehr?
Literatur und Links
13. Lexikon der 40 Begriffe
5 Minuten Kirchenjahr
VORWORT
Liebe*r Teamer*in!
Du bist Teamer*in in der Konfi-Arbeit – oder auf dem Weg es zu werden. Respekt! Wir finden es wunderbar, dass du dich engagierst und mit Konfis auf eine Entdeckungsreise begibst!
Dieses Handbuch für Teamer*innen kann dich und dein Team auf diesen Weg vorbereiten und währenddessen begleiten.
Wir haben viele Jahre in der Nordkirche in Konfi-Teams gearbeitet, Teamer*innen ausgebildet und Pfarrer*innen, Gemeindepädagog*innen und Diakon*innen darin fortgebildet, wie sie Ausbildungen für Teamer*innen gestalten können.
Nun wollen wir dich und dein Konfi-Team ermuntern, darüber nachzudenken und zu diskutieren, wofür Konfi-Arbeit eigentlich gut ist, wie Konfis etwas erleben können, das für sie Bedeutung hat, und wie sie ihren Glauben entdecken können.
Auf dieser Entdeckungsreise und allem, was du darin mit Konfis und deinem Team erlebst, wünschen wir dir Gottes Segen und dass du etwas verwirklichen kannst von dem, was dir am Herzen liegt!
Astrid Thiele-Petersen und Rainer Franke
ANMERKUNGEN ZU DIESER NEUAUFLAGE
Das Handbuch für Teamer*innen in der Konfi-Arbeit ist eine Neuauflage des »Neuen TeamerHandBuches für Ehrenamtliche in der Konfirmandenarbeit« in gendergerechter Sprache.
Dieses hatte Wurzeln im TeamerHandBuch von Olaf Trenn und Christian Witting. Außerdem haben wir einige Aktualisierungen vorgenommen.
Wir haben viele Spiele und Methoden beschrieben, die wir selbst erlebt und mit Teamer*innen und Konfis ausprobiert haben. Manche haben wir uns ausgedacht, bei manchen weiß man gar nicht mehr genau, wo sie herkommen, weil sie in der Jugendarbeit weitergetragen werden. Wir haben sie mit unseren Worten beschrieben. Wo wir bewusst Ideen anderer aufgreifen, nennen wir sie, und du findest sie im Literaturverzeichnis am Ende. Dort haben wir auch interessante Literatur zum Vertiefen aufgeschrieben. Wie wir uns Konfi-Arbeit konkret inhaltlich vorstellen und wie wir Lebensthemen und Lebenserfahrungen von Konfis mit biblischen Texten in Verbindung bringen, haben wir anhand von 25 Beispiel-Entwürfen ausführlicher in unserem Buch »Mein Leben und die Bibel. Lebensrelevante Konfi-Arbeit mit erfahrungsorientierten Methoden«, 2019, beschrieben.
PS: Wir verwenden das Gender-*, um die Vielfalt der Geschlechter deutlich zu machen. Konfi-Arbeit profitiert von der Arbeit im Team, das aus Pfarrer*innen, Diakon*innen oder Gemeindepädagog*innen und ehrenamtlichen Teamer*innen besteht. Wenn wir zum Teil nur von Pfarrer*innen sprechen, meinen wir immer die für die Konfi-Arbeit hauptverantwortliche Person.
1. Wer bin ich?
Ich als Konfiteamer*in
ICH ALS KONFI – ICH ALS TEAMER*IN
Vor kurzem warst du noch selbst in der Rolle der Konfis, jetzt bist du auf der anderen Seite in anleitender Rolle als Teil des Teams. Wenn ihr als Team mit Konfis arbeitet, ist es sinnvoll, dass ihr euch vorher gemeinsam darüber Gedanken macht, wozu Konfi-Arbeit eigentlich gut ist, wie ihr zusammenarbeiten wollt und was eure Aufgabe dabei sein kann. Die Chance, die ihr als Teamer*innen habt, ist, dass ihr mit euren Lebensthemen noch dicht dran seid an den Konfis und auch an eurer eigenen Konfizeit.
Erinnert euch, wie ihr eure Zeit als Konfis erlebt habt. Diese Fragen geben euch Anstöße dazu:
Ich als Konfi
Was habe ich zu Beginn meiner Konfi-Zeit gehofft und befürchtet?Was waren meine Highlights in der Konfi-Zeit?Habe ich etwas erlebt, das für mich persönlich Bedeutung bekommen hat? Kamen die Themen, die mir im Leben wichtig waren, vor?Wo konnte ich mich aktiv beteiligen? Was durfte ich mitbestimmen? Konnte ich mich mit meinen besonderen Fähigkeiten und Interessen einbringen?Konnte ich/konnten alle mit Schwächen, Talentlosigkeit, Einschränkungen, Abneigungen … mitmachen?Was hätte man meinetwegen weglassen können? Warum?Wie fand ich damals meine Teamer*innen?Tauscht euch nun über eure Erfahrungen aus eurer Konfi-Zeit aus. Vielleicht bekommt ihr dadurch Ideen für die Gestaltung eurer Arbeit mit den Konfis heute. Diese Fragen können euch Anregungen dafür geben:
Ich als Teamer*in
Wie möchte ich auf Hoffnungen und Befürchtungen von unseren Konfis reagieren?Was gehört für mich unbedingt zu einer guten Konfi-Zeit dazu?Wie kann ich es Konfis ermöglichen, etwas für sie Bedeutungsvolles in der Konfi-Zeit zu erleben?Wie können wir eine Verbindung zwischen den Lebensthemen der Konfis und christlichen Themen schaffen?Was möchte ich den Konfis an Beteiligung ermöglichen? Wobei möchte ich Konfis mitbestimmen lassen?Wie können wir jede Person mit ihren unterschiedlichen Persönlichkeiten vorkommen lassen?Wie ermöglichen wir allen, sich zu beteiligen: Konfis jeglichen Geschlechts, mit und ohne Einschränkungen und aus verschiedenen Milieus?Finden wir neue Ideen für »langweilige« Themen?Was möchte ich genauso oder anders machen als Teamer*in?MEINE ROLLE ALS TEAMER*IN
Warum möchtest du Teamer*in sein? Was erhoffst du dir? Was befürchtest du? Was erwartest du von Pfarrer*innen, von den Konfis, von den anderen Teamer*innen, von dir selbst?
Meine Rolle im Team zwischen Konfis und Pfarrer*in
Teamer*innen haben eine besondere Rolle für Pfarrer*innen und Konfis.
Für Konfis kannst du sein: Vorbild, Ansprechperson für Persönliches, Repräsentant*in der Kirche, Begleiter*in, Mutmacher*in, Animateur*in, Lehrer*in, Spaßmacher*in …Pfarrer*innen sehen dich vielleicht als Helfer*in, Spielanleiter*in, Verbindungskraft, Rückmelder*in oder Kolleg*in.Diese Rollen haben viele Vorteile: Anleitung kann aufgeteilt werden, ein Ohr ist dicht an den Konfis, die Chance zu jugendgemäßem Unterricht in Themen und Methoden, Vielfalt von Methoden und Arbeitsformen ist möglich.
Welche Rolle liegt dir und macht dir Freude? An welcher möchtest du noch arbeiten? Welche Rolle/Aufgabe möchtest du nicht haben?
Eine Übung zum Probieren im Team: Stellt ein Standbild aus drei Personen (Konfi, Pfarrer*in, Teamer*in) in ihrer idealen Beziehung: Wie stehen sie zueinander? Auf welcher Ebene? In welchem Abstand? Berühren sie sich? Wo schaut wer hin? Wer ist mit wem in Kontakt? Wer gerät aus dem Blick? Die Übung kann helfen, sichtbar zu machen, wie ihr miteinander arbeiten wollt und wo Herausforderungen im Konfi-Team liegen.
MEINE AUFGABEN ALS TEAMER*IN
Aufgaben von Teamer*innen können, je nachdem welche Fähigkeiten und Ideen du mitbringst und was Pfarrer*innen abgeben mögen, sein:
Inhaltliche und methodische Vorbereitung mit Pfarrer*in Spiele und Warming-ups ausdenken und anleitenAndachten und Rituale (Blitzlichtrunden) anleitenBegleitung und Unterstützung von Kleingruppenarbeit eine »Lernstation« vorbereiten und alleine leitenTexte vorlesen (mit verteilten Rollen) Freizeitprogramm auf Fahrten planen und durchführenOrganisation: Material/Tischdiensteinteilung/TechnikKonfis miteinander über das Thema ins Gespräch bringen»Integrationskraft« für einzelne Konfis mit Assistenzbedarf (z.B. sich für NN melden, etwas aufschreiben, in einfache Sprache übersetzen, an die Hand nehmen …)eigenes Expertenwissen einbringen: – in der Vorbereitung: »Jugendliche finden cool, wenn …« – im Prozess eigene Positionen einbringen (als Mutmacher*in)Wahrnehmungsaufgaben in den Konfi-Stunden (wichtig für Nachbesprechung und Auswertung): – Inhaltlich: Wo waren Konfis persönlich berührt? – Gruppendynamisch: Welche Störung weist auf etwas hin? Wer blieb außen vor? Wie hat XY sich eingebracht? – Teambezogen: Welche Frage hat etwas bewirkt, wo hat Pfarrer*in oder Teamer*in blockiert, war ungerecht …?Klärt miteinander, welche Aufgaben jede*r Teamer*in haben möchte und übertragen bekommt, damit es nicht Frust gibt, weil alle sich das anders vorgestellt haben.
VOR DER GRUPPE STEHEN, ANLEITUNG UND KÖRPERSPRACHE
Du stehst jetzt – vielleicht zum ersten Mal – in der Anleitungs-Rolle vor einer Gruppe. Nun geht es darum, das Programm gut »rüberzubringen«, damit dich alle in der Rolle ernst nehmen, dich gut verstehen können und dir glauben, was du ihnen sagst. Dazu können diese Anregungen dir helfen:
Gute Anleitung
sprich mit lauter Stimme verständlich und deutlichbringe erstmal eine kleine Einleitung in das Themaerkläre schrittweise, was zu tun istfrage hinterher, ob alle das Spiel/die Übung verstehengib erst nach der Anleitung das Material/Papier herausbleibe mit der Aufmerksamkeit bei der Gruppe, auch wenn die Anleitung zu Ende istKörpersprache
Mit dem Körper drücken wir vieles aus, das bei den anderen ankommt, auch ohne dass wir etwas sagen. Wenn ich z.B. auf wackeligen Füßen stehe, Hände in die Hosentaschen stecke und nach unten gucke, wirkt das unsicher. Das spüren Konfis und du kommst nicht so sicher rüber, wie du gerne möchtest.
Probiert im Team diese Übung zur Körpersprache aus: Setzt euch nacheinander eine Neutralmaske (aus dem Theaterbedarf) auf und stellt euch ganz normal, ohne etwas zu spielen, vor die anderen hin. Die anderen sagen spontan laut Eigenschaften, wie die jeweilige Person auf sie wirkt, z.B. angespannt, lässig, nachdenklich, fordernd … (Bedenke: aufgeregt sind in so einer Übung alle!)
Leitungsstile
Jeder Mensch ist anders, jede*r Teamer*in hat eine andere Art zu leiten. Welche Leitungsstile habt ihr bei anderen oder euch selbst schon beobachtet? Es ist sinnvoll, sich darüber auszutauschen, wie man leiten kann, was zu welcher Persönlichkeit und Situation passt. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen drei Leitungsstilen:
Autoritär: Du bist der Boss, stehst über der Gruppe. Du machst klare Ansagen, motivierst alle, bestimmst über Inhalt, Ablauf und Regeln, es gibt keine Diskussionen, du verteilst Aufgaben, kontrollierst und bist Ansprechperson. Vorteil: Auf dich ist Verlass. Alle wissen, woran sie sind, es gibt klare Struktur, Orientierung und Sicherheit, der Plan klappt. Nachteil: Die Konfis lernen nicht, ihre eigene Meinung zu sagen, es gibt keine Beteiligung und Eigenverantwortung. Wer darauf keinen Bock hat, boykottiert.Laissez-faire: (= französ. für »Lass machen«) Du bist als Leiter*in kaum erkennbar, stehst neben der Gruppe. Du lässt alle machen, was sie wollen, gibst nichts vor und greifst nicht ein. Jede*r soll sich selbst einbringen. Vorteil: Es gibt für die Gruppe viele Freiheiten, die Konfis lernen, eigenständig und selbst aktiv zusein. Nachteil: Es besteht die Gefahr von Chaos, Langeweile und Unsicherheit, weil sich niemand verantwortlich fühlt. Starke dominieren, Schwache haben keine Chance, die Gruppe kann sich leicht spalten.Demokratisch: Du leitest, aber stehst in der Gruppe. Du übernimmst Verantwortung und gleichzeitig beteiligst du die Gruppe. Du bietest einen Rahmen, in dem alle ihre Meinung sagen und mitentscheiden können. Du begegnest den Konfis partnerschaftlich, ohne deine Leitungsrolle aufzugeben. Vorteil: Die Gruppe wird eigenständig, ohne überfordert zu sein. Das bringt Kreativität und gute Stimmung. Konfis lernen Verantwortung und Meinungsfreiheit. Nachteil: Für die Leitung sehr zeitaufwendig, weil es viele Diskussionen gibt. Du musst sehr flexibel sein, um auf alles zu reagieren. Nicht alles passiert so, wie du gerade willst.Meldet euch gegenseitig zurück, welchen Leitungsstil ihr aneinander beobachtet. Passt das zu eurer Selbsteinschätzung?
Der demokratische Leitungsstil klingt zunächst optimal. Dennoch gibt es Situationen, in denen bestimmende Ansagen oder ein Laufenlassen sinnvoller oder sogar nötig sind. Diskutiert, für welche Gruppenphasen und Situationen welcher Leitungsstil geeignet ist, z.B.:
in der ersten Konfistunde wenn in Kleingruppen Theaterszenen erarbeitet werden wenn ihr Tischdienst einteilen wolltwenn zwei jedesmal zu spät kommen wenn ein Konfi-Gottesdienst vorbereitet wird wenn ihr auf der Konfi-Fahrt eine Nachtwanderung machtwenn sich jemand verletzt hat wenn jemand von den anderen gemobbt wirdwenn etwas geklaut wurdewenn zwei Konfis sich streitenbei einer freien MalaktionMEINE STÄRKEN UND MEINE GRENZEN
Jeder Mensch ist einzigartig. Wir haben eigene Persönlichkeiten und verschiedene Stärken und Grenzen. Vieles kann ich gut, für anderes habe ich kein Talent, manches traue ich mir noch nicht zu. Es ist gut, darüber im Team zu sprechen, damit niemand eine unpassende Rolle oder Aufgabe übernehmen muss. Am besten bist du da, wo du deine Stärken einsetzen kannst. Es kann aber auch spannend sein, mal etwas Neues zu probieren und eigene Grenzen zu erweitern.
Die folgenden Fähigkeiten sind wichtig für Teamer*innen. Markiere mit Zeichen, welche davon du schon mitbringst (+), welche du lernen möchtest () und welche dir nicht liegen (-).
Ich kenne mich selbst, meine Stärken und Schwächen.Ich bringe gerne meine eigenen Ideen ein.Ich komme leicht in Kontakt mit anderen.Ich bin kritikfähig (im Geben und Annehmen).Ich bin teamfähig.Ich übernehme gerne Verantwortung für eine Gruppe.Ich kann vor einer Gruppe stehen und sprechen.Ich habe eine gute Wahrnehmung der Gruppensituation.Meine Anleitungen sind sicher und souverän.Ich habe einen angemessenen Umgang mit Konflikten.Ich kenne viele jugendgemäße/spaßige/kreative Methoden. Ich kann Gespräche anleiten und am Laufen halten.Ich kann über meinen Glauben sprechen.Ich habe einen Sinn für Andachten/Rituale/Gebete.Ich kann Aktionen planen, organisieren und durchführen.Ich kann Zeitplanung abschätzen und einhalten.WIR ALS TEAM
