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Das L-Vitamin ist ein Buch voller Kurzgeschichten, die alle versteckten Botschaften über Beziehungen enthalten. Enthalten schwere Themen, die die meisten Leute vermeiden möchten.
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Seitenzahl: 96
Veröffentlichungsjahr: 2021
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Einleitende Worte
Schaufensterpuppe
Ablehnung
Perfektion
Narcissus
Yin und Yang
Ein Vorhang zwischen zwei Betten
Das Zurücksetzen
Blickkontakt
Eine alte Volksgeschichte
Wer bin ich?
Das Liebes-Chamäleon
Ein Schnitt am Bauch
Das Liebesdreieck
Karma
Superkleber
Speed
Betrüger
Die Prostituierte
Frau Rechty
Die Rolle der Zeit
Genau wie unsere Eltern
Alles über Geld
Die Eine
Der hyperaktive Hase und der gestresste Piranha
Der Trennungsengel
Der Fluch des Genie
Wenn ich etwas am Leben immer sehr kompliziert fand, ist es das Konzept der »romantischen Beziehungen«.
Wenn Menschen an »Liebe« denken, denken sie normalerweise an zwei Personen, die sich irgendwo zufällig trafen, verabredet waren, geheiratet haben, einen Haushalt mit Kindern und vielleicht einem Hund aufgebaut haben, eine intime und emotionale Verbindung hatten und immer dazu bestimmt waren zusammen zu sein.
Leider kann die Realität manchmal zuschlagen und wenn man sich wirklich Zeit nimmt, um über das Konzept der »Liebe« nachzudenken und sich auf die Dinge zu konzentrieren, die in fast jeder romantischen Beziehung oft passieren, wird man schnell erkennen, dass das Zusammensein mit einem Partner nie eine leichte Aufgabe ist.
Mit jemandem zusammen zu sein erfordert Zeit und Geduld und beinhaltet eine große Menge an Kämpfen, Frustrationen, Verzweiflung und der Grund dafür ist, dass wir am Ende des Tages alle verschieden sind.
»Das L Vitamin« ist ein Buch, das sich aus einer sehr realistischen Perspektive mit dem Konzept romantischer Beziehungen befasst und sich direkt mit den damit verbundenen schweren Themen auseinandersetzt.
Die Realität ist so: »Liebe ist NIEMALS ein perfekte Kindergeschichte«.
Dieses Buch besteht aus 26 Kurzgeschichten, die alle abstrakt, verrückt, schräg und seltsam sind, aber auch interessant.
Man versteht vielleicht nicht sofort, worum es in diesen Geschichten geht, aber wenn man zwischen den Zeilen jeder Kurzgeschichte liest, wird man erkennen, dass jede von ihnen eine Botschaft über etwas enthält, das in jeder Beziehung passiert oder passieren könnte, die man mit seinem romantischen Partner hatte, hat oder in Zukunft haben wird.
Lesen Sie sorgfältig und wenn Sie einige der Geschichten bei Ihrem ersten Lauf nicht verstanden haben, ist es in Ordnung, versuchen Sie es noch einmal und achten Sie genauer darauf.
Wenn Sie einige der Geschichten immer noch nicht verstanden haben, fragen Sie einen Freund danach, diskutieren Sie mit Ihrem Partner und versuchen Sie, nach den versteckten Bedeutungen zu suchen, es wird Spaß machen.
Seien Sie sich gleichzeitig bewusst, dass das Buch hart ist und für einige Leser schwierig sein könnte: So soll es sein.
Bevor man die Reise durch die Geschichten in »Das L-Vitamin« antritt, würde ich das Buch gerne eröffnen, indem ich die Namen der Menschen nenne, die während des Schreibens für mich da waren:
Nur Orbach, Daniel Polok, Michael Zabudkin, Bettina Taraki, meine Familie und jede Ex-Freundin die ich hatte.
Das ist die kurze Geschichte von Herr Schmidt.
Der Mann, den jeder sehen wird
wie ihn sein Mangel an Liebe
ziemlich stark verwirrt.
Unter seinem Haus im großen Kleiderladen,
den alle Leute aus der Nachbarschaft mochten.
Hinter dem großen Fenster
stand ein hübsches Mädchen.
Sie hatte glänzendes rotes Haar,
eine ziemlich blasse Haut,
deshalb hat er eine Beziehung zu ihr
wirklich schnell aufgebaut.
Wenn sie miteinander sprachen,
war es als ob sie dieselbe Person waren
und sie konnten nicht abwarten,
zusammen ins Paradies zu fahren.
Als er mit ihr durch die Straßen ging,
sagte er stolz: »Das ist mein Ding!‘‘
Er dachte, dass alle einfach neidisch waren,
aber leider hielten es alle für Wahnsinn.
Jeden Morgen grüßte er sie mit
»Guten Morgen, Bernadette!«
Aber sie hat sich nicht einmal bewegt.
Er fragte weiter »Wo ist dein Portmonee?«,
sie antwortete nicht mehr.
Sie ist eine Schaufensterpuppe.
Jacob war ein unsicherer und schüchterner Mann in den Dreißigern, der immer eine Beziehung wollte, aber nicht jede Beziehung, sondern eine Beziehung mit Tamara, der hübschen Nachbarin, die nebenan wohnte.
Sie leben seit mehr als 5 Jahren im selben Gebäude und haben sich mehrmals getroffen, aber er konnte nie mit ihr sprechen, egal wie sehr er es versuchte und gab dem Druck, vor ihr zu stehen, immer auf.
Er konnte keinen richtigen Blickkontakt mit ihr herstellen und seine Worte verwechselten sich oft, was dazu führte, dass er stolperte, als ob seine Zunge in seinem Mund eingefroren wäre.
Er versuchte für kurze Zeit, sich im örtlichen Fitnessstudio anzumelden und Sport zu treiben, weil er dachte, dass es ihm vielleicht das Selbstvertrauen geben würde, das ihm fehlte, aber trotz seiner Bemühungen konnte er diese Routine schließlich nicht durchhalten, da Sport immer einer der Dinge war, die er am meisten hasste.
Jacob versuchte, mit seinem Psychologen über seine Angst vor Ablehnung zu sprechen, hatte jedoch das Gefühl, dass der Psychologe ihm nicht genügend Werkzeuge an die Hand geben konnte, um seine Bedenken zu überwinden, das Wort »Nein« zu hören.
Eines Tages beschloss Jacob, Blumen zu kaufen und sie mit Hilfe des freundlichen Zustellers zu Tamaras Wohnung zu schicken.
Er bat den Zusteller, Tamara ein Gedicht vorzulesen, das er für sie geschrieben hatte, aber der Zusteller und Tamara verbrachten die Nacht zusammen, nachdem sie wegen der schönen Worte, die ihr gesagt wurden, emotional wurde.
Eine weitere Woche verging, seit Jacob Tamara persönlich begegnete und während dieser ganzen Zeit war er meistens zu Hause und dachte an sie und daran, was hätte sein können, wenn er nur »ins Wasser springen« würde.
Als Jacob sich im Spiegel betrachtete, entschied er plötzlich, dass es an der Zeit war, den Schritt zu tun, vor dem er Angst hatte.
Er sagte sich laut und stolz, dass, wenn er Tamara wirklich wollte, sollte er einfach zu ihr gehen und es versuchen und nachdem er einige Minuten vor seinem Spiegel seine Einladung geübt hatte, hörte er im Flur vor seiner Wohnungstür Tamaras Schuhe, die auf den Boden klopften.
Jacob öffnete die Tür, stand vor ihr und zum ersten Mal hatte er keine Angst, nicht einmal als sie ihn mit ihren strahlend blauen Augen direkt anstarrte.
»Hey Tamara, gehst du mit mir zu einem Date aus?« fragte Jacob sie, ohne ihr zu zeigen, dass er tief in seinem Inneren extrem angespannt war.
»Nein, tut mir leid«, antwortete Tamara mit einem schuldbewussten Gesichtsausdruck.
Jacob verstummte und schämte sich sehr für die peinliche Situation, in der er sich befand und trat ein paar Schritte zurück, während er sah, wie Tamara schnell ihre Wohnung betrat.
Als er versuchte zu akzeptieren, was passiert war und sich darauf konzentrierte, stolz und dankbar zu sein, dass er tatsächlich den Mut hatte, sie um ein Date zu bitten, war das Geräusch des Aufzugs zu hören und eine Frau mit langen schwarzen Haaren kam heraus.
Die Frau hieß Emma, die Nachbarin, die eine Etage unter Jacobs Wohnung wohnte, und an diesem Tag fasste sie endlich den Mut, ihn nach einem Date zu fragen.
Als sie bemerkte, dass Jacob stumm in der Nähe seiner Wohnung stand und frustriert wirkte, ging sie auf ihn zu, fragte ihn, was los sei und lud ihn in den örtlichen Pub ein, nur um sich auch ihrer eigenen Ablehnung zu stellen.
An einem stürmischen und grauen Abend im örtlichen Pub wartete Harry auf sein Dating-App-Date, von dem er hoffte, dass sie das Perfekte sein würde.
Er setzte sich auf einen der freien Stühle in der Nähe der Bar, starrte den Barkeeper an und bat ihn um ein Glas Whisky.
Als der Whisky von der Flasche ins Glas floss, fragte der Barmann Harry: »Wartest du auf jemanden?«, und Harry antwortete mit einem Lächeln: »Ja, tue ich. Ich warte auf eine Frau, die absolut perfekt zu sein scheint.«
Harry wischte die Regentropfen ab, die auf seinem Mantel gelandet waren, bevor er den Pub betrat und als er bereit war, den ersten Schluck Whisky im Glas zu trinken, gingen alle Lichter im Pub aus.
Der Barmann beruhigte alle: »Es ist wegen des Sturms, alles ist in Ordnung«, und dann ging die Tür der Kneipe auf und Harrys besonderes Date stand am Eingang.
Sobald die geheimnisvolle Dame ihren ersten Schritt in die Kneipe machte, ging das Licht wieder an, als würde sie ihre Ankunft begrüßen.
Harry drehte seinen Kopf in Richtung Tür und als er sein Date bemerkte, konnte er nichts anderes tun, als sich von ihrer Schönheit und ihrer damenhaften Pose beeindrucken zu lassen.
Die Frau ging auf Harry zu und als sie neben ihm stand, begrüßte sie ihn mit einem Lächeln.
Harry wurde so aufgeregt, dass er, anstatt ihr selbstbewusst zu antworten, Schwierigkeiten hatte, seine eigene Begrüßung zu machen und stattdessen nur mit der Hand winkte.
Die Dame lachte leicht über seine Reaktion und lud ihn zu einem Tisch für zwei Personen an der Ecke der Bar ein, wo keine anderen Leute in der Nähe waren und Harry stimmte zu.
Als sich die beiden hinsetzten und Harry nach ihrem Namen fragte, antwortete sie: »Manche nennen mich Venus, aber du kannst mich einfach Helena nennen.«
Harry sah Helena mit einem verwirrten Blick an und fragte sie, warum sie zwei sehr unterschiedliche Namen hatte, aber Helena entschied sich, nicht zu antworten und Harry akzeptierte es einfach.
Die beiden verbrachten ein wundervolles erstes Date, obwohl Harry hauptsächlich derjenige war, der redete, während Helena zuhörte.
Er teilte Helena seine Lebenserfahrung, seine Ziele, seine Leidenschaft mit, aber immer wenn er Helena bat, ihm ein wenig über sich selbst zu erzählen, lehnte sie sein Angebot höflich ab.
Am Ende des Dates begleitete Harry Helena zu einem Taxi, das sie zurück zu ihrer Wohnung bringen würde, aber bevor sie ins Auto stieg, sagte sie Harry, dass sie sich auf jeden Fall wiedersehen würden.
Das einzige, woran Harry denken konnte, als Helena das Taxi bestieg und sie ins Unbekannte fuhr, war, dass er ein unglaubliches Gefühl der Freude verspürte, in der Nähe eines so außergewöhnlichen Menschen zu sein.
Während der nächsten Verabredungen, die die beiden weiterhin teilten, begann Harry sich zu fragen, wie es sein konnte, dass ein Mann wie er, der so schüchtern war und sogar ein ziemlich geringes Selbstwertgefühl hatte, eine Frau traf, die einfach perfekt schien.
Helena war blond mit wunderbar großen Augen, sie war witzig und hatte ein extrem hohes Maß an Weltwissen, als hätte sie ein paar Jahrtausende gelebt.
Als die beiden eines Tages mehr als eine Stunde lang durch die geschichtsträchtige Altstadt spazierten, beschloss Harry, Helena eine direkte und einfache Frage zu stellen: »Wer bist du?«.
Als sie einen großen blauen See erreichten, sah Helena ihn lächelnd an und antwortete: »Wer bin ich? Willst du das wirklich wissen?«
Harry war verwirrt und bat Helena noch einmal, die Möglichkeit zu bekommen, die Geschichte der mysteriösen Frau, die er zufällig im Internet getroffen hatte, zu hören und zu verstehen.
Helena zog ihre Schuhe aus und stellte sie auf den Boden, dann sah sie Harry noch einmal an, bevor sie ihre Hand senkte und auf den großen See zuging.
Harry stand ganz still, als er das Wunder beobachtete, das vor seinen Augen geschah, etwas, das er nie für möglich gehalten hatte: Helena ging auf dem Wasser.
Als Helena die Mitte des Sees erreichte, blieb sie stehen und drehte sich zu Harry um, der völlig verloren schien.
Helena sagte laut: »Ich bin vieles und ich werde mit vielen Namen genannt«, aber könntest du es so akzeptieren, wie ich dich akzeptieren kann?«
Harry hielt seinen Kopf mit seinen Händen und bewegte sich nicht, sondern versuchte eher, die Situation zu verarbeiten, mit der er konfrontiert war.
