Das Leben gleicht dem Regenbogen - Gerhard Polzin - E-Book

Das Leben gleicht dem Regenbogen E-Book

Gerhard Polzin

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Beschreibung

In seinem 75.Lebensjahr stellt der blinde Autor hier eine Auswahl von Werken seines poetischen Schaffens als »Freizeitdichter« aus vier Jahrzehnten vor. Humorvoll und nachdenklich ernst geht es darin zu. Seine nördliche Heimat und die Blindheit setzen in der großen Vielfalt von Themen immer wieder besondere Akzente. Die chronologische Abfolge bietet zudem die Möglichkeit, in den 200 Gedichten der Entwicklung seiner Persönlichkeit und seines Schaffens nachzuspüren. Vor Ihnen liegt das verdichtete Spiegelbild mannigfacher Erfahrungen aus einem aktiven, erfüllten Leben als »Sehenichts«. Falls Sie den Verfasser und sein Gesamtwerk näher kennenlernen möchten, so finden Sie im Buchhandel auch Prosa mit autobiografischen Zügen.

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Seitenzahl: 108

Veröffentlichungsjahr: 2019

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Gerhard Polzin

DAS LEBEN GLEICHT DEM REGENBOGEN

Kurzer Rede Sinn und Klang

Engelsdorfer VerlagLeipzig2019

Bibliografische Information durch die Deutsche Nationalbibliothek:

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über https://dnb.de/DE/Home/home_node.html abrufbar.

Copyright (2019) Engelsdorfer Verlag Leipzig

Alle Rechte beim Autor

Lektorat: Gabriele Polzin

Gestaltung: Sylvelie Polzin

E-Book-Herstellung: Zeilenwert GmbH 2019

Hergestellt in Leipzig, Germany (EU)

www.engelsdorfer-verlag.de

Widmung

Anlässlich unserer Goldenen Hochzeit

widme ich dieses Buch

in tiefer Dankbarkeit

meiner lieben Frau Gabriele

Motto

Das Leben gleicht dem Regenbogen,

genauso bunt und krummgezogen.

Inhalt

Cover

Titel

Impressum

Vorwort

Ferien

Schulabschluss

Schubladen

Wider alle Schablonen

Das Album des Lebens

Schule

Das Schicksal

Das Echo

Reflexionen

Hochzeit

Relativität

Seltene Dienstpost (1)

Toleranz

Besichtigung

Tierisches

Der Zufall hat einen Namen

Virus 50J

Ehrentag

Seltene Dienstpost (2)

Stehvermögen

Vortopmann

Neuling

Sonntagskind

Büroweisheit

Mück

Mein alter Freund

Verlegenheit

Sei konkret

Der Zeiten Lauf

Ein Lob dem guten Geist auf Rädern

Amazing Grace

Artikel 54, Abs. 1, Satz 2 GG

Der Lehrling

Himmelsstürmer

Alter und Humor

Zeitzeichen

Zukunftsschmaus

Perspektiven

Ernte

Balance

Reifezeugnis

Die reine Wahrheit und nichts als die Wahrheit

Das Kompliment

Jubiläum

Freundschaft international

Ewiger Urlaub

Uutkiek

Lebensmarken

Das Auto

Fußballsymmetrie

Verantwortung

Denn die Zeiger der Uhr

Der kleine Unterschied

Buschfunk

Heimat, deine Farben

Jegliches hat seine Zeit

Endlich groß

Freya - Stimme des Nordens

Öwerraschungsmoment

Spartanisch

Freiheit, die ich meine

Der Punkt

Weltanschauung

Opas Nachtgedanken

Goldene Hochzeit

Lebensbogen

The Dot

Junges Talent

Verjaardag

Die Westsee

Bist du zufrieden mit dem Leben?

Exploratorium

Goldnes Abitur

Klöndöör

Jeder Taler …

Interzonenzug

Dat Kawwe-Schipp

„Löffelprobe“

Musterung

Paul und Atze

Wider die Befangenheit

Wie sich die Bilder gleichen!

Blindennebel

Erinnerung und Fantasie

Der Familienpfiff

Fortschritt

Gerücht und Vorurteil

Das Gewissen

Glücksklee

Große Liebe

Hauptsache blind!

Kleiner Freund

Lichtneutral

Morgenzwerge

Nachtgeist

Ossi

Der Po-Tritt

Der Regenbogen

Das t

Tataa

Wer ist der Patient?

Willkommen

Der Apfel

Luft

Des Menschen eignes Heim

Elizabeth auf Rügen

Aus un’ ‘bei

Alte Wesen lehren gut

Insel im Herzen

Jubiläen

Humor

Erinnerungen eines Dankbaren

Autorität

Schade!

Das Meer und du

Ich mag dich, Meer und Meer!

„Klappenwert“

Lausch ich in die tiefste Ferne …

„Witterung“

Gleichnis

Das Lesen

Lebensqualität

Erleuchtung

Armutszeugnis

Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit

Langzeitlebensstudie

Missbrauchtes Wort

Weg mit dem ß!

Blinder Gernefischkopp

Fern der Heimat

Heimat, deine „Wende“

Inseln sind wie ein Gedicht

Meilenstein

Schönheit gilt es zu bewahren

Seine Heimat blind verstehn

Und die Moral von der Geschicht

Veiligheid

Deutschland, deine Narben

Schlöpendriewer

Da lachen ja die Möwen

Das Buch

Bilderbuch

Der Mensch ist ein Ganzes

Liebesstrand

Wer den Schaden hat …

Diamantene Hochzeit

Ruhestand

Alte Freunde

Meereslauschen

Das kann dir keiner nehmen

Verachte mir den Nebel nicht!

Winter am Meer

Ich vergess’ dein nicht!

„Allerweltsniveau“

Denkwinkel

Immer bereit

Steh auf, wer ein Freund Rügens ist!

My home i(n)s(u)land

Die Krankmeldung

Das Warten

Freundesrat

Liebe und Musik

Lebenskunst

Alterssicht

Oster-Ente in Berlin

Hirngymnastik im Alter

Männergeburtstag

Die Zeit

Menschheitsmorgendämmerung

Schiffe

Lieder

Abschied

Bankgeheimnis

Abkürzung

Schwerkraft

Dämmerklang

Verweht, als sei es nie gewesen

Werbung nur für Herren

Berge und Meer

Das Zukunft

Ein neuer Tag

Einsamkeit light

Entlich

Festanzeiger

Fläche und Raum

Kakaokalender

Küstenschifffahrt

Meereswinterlied

Pillerich und Pillerine

Po-litiker

Reden ist Silber

Unter dem Bamberger Reiter

Wechselbad

Die Bande

Goldene Tasten

Lange Nacht

Mein SMZ

Stimmen im Wind

Wunderung durchs Alptraumland

„Dänke“ an drei „Ins-piraten“

Sechse kommen durch die ganze Welt

Kurzbiografie

Weitere Bücher

Vorwort

Kurzer Rede Sinn und Klang

Zitat:

„Die Sache ist sehr einfach“, sagte Goethe. „Um Prosa zu schreiben, muss man etwas zu sagen haben; wer aber nichts zu sagen hat, der kann doch Verse und Reime machen, wo denn ein Wort das andere gibt und zuletzt etwas herauskommt, das zwar nichts ist, aber doch aussieht, als wäre es was.“

In: Kapitel 79 des Buches „Gespräche mit Goethe in den letzten Jahren seines Lebens“ von Johann Peter Eckermann

Quelle: https://gutenberg.spiegel.de/buch/gespraeche-mit-goethe-in-den-letzten-jahren-seines-lebens-1912/79

Nee, großer Meister, da muss ich Dir entschieden widersprechen! Du hast das zwar mit Blick auf die jungen Dichter deiner Zeit geäußert, die kaum bedeutende Prosaarbeiten vorweisen konnten, doch war diese Bemerkung m. E. unbedacht bis unzutreffend, wie ich am eigenen Geiste erfahren durfte. Da ich Prosawerke – wenn auch keine bedeutenden – und Lyrik verfasst habe, kenne ich ein wenig die notwendigen Anstrengungen in beiden Fällen. Ich kann mir vorstellen, dass die meisten Menschen annehmen, die Schaffung von Prosatexten müsste viel mehr Mühe und Kraft erfordern als das Dichten, sind sie doch zumeist viel länger. Beim Aufschreiben selbst ist das schon zutreffend, doch will man in etwa die gleiche Aussage sinngemäß in ein Gedicht von vielleicht 12 bis 16 Zeilen fassen, so kann sich wohl jeder vorstellen, welche inhaltliche und sprachliche Konzentration das erfordert. Die Idee kann nicht lang und breit ausgeführt, sondern muss möglichst stark komprimiert vermittelt werden, deshalb sprechen wir übrigens von Dichten und Gedicht. Nicht genug damit, dass der Sinn klar und deutlich wird, nein, der Klang soll auch noch beeindrucken. Ich bitte die Reihenfolge zu beachten. Viele Menschen glauben nämlich, das Reimen stünde an erster Stelle und wäre das Eigentliche – die ungereimte Lyrik lasse ich mal außen vor. Bei mir jedenfalls lautet die Gedichtschaffensrangfolge: Idee, inhaltliche Verdichtung, sprachliche Gestaltung.

Keine Angst, Sie müssen meine 200 Gedichte nicht auf einmal hintereinander lesen und schon gar nicht auswendig lernen. Selbst wenn es sehr poetisch anmuten mag, so möchte ich doch raten: Geben Sie der einzelnen Blüte Zeit, sich zu entfalten, und finden Sie dann Ihre Favoriten heraus! Jede Knospe hat dem Dichter ja zumeist auch so manche Überlegung abverlangt und ihn manche Stunde gekostet. Wiederholtes Lesen ist übrigens durchaus kein Zeichen von Begriffsstutzigkeit, sondern von tieferem Nachdenken.

Die chronologische Anordnung meiner Gedichte aus vier Jahrzehnten in diesem Sammelband lässt, sofern Sie Wert darauf legen, durchaus Rückschlüsse auf Leben und Persönlichkeit des Dichters zu. Falls Sie Zahlen und Fakten zum Autor wünschen, so findet sich am Ende – getreu dem Charakter dieses Buches – eine Kurzbiografie.

Nun aber genug der Vorrede! Ich war schon immer der Meinung, dass Literatur, die man erklären muss, nichts taugt. Betrachten Sie also diese Vorbemerkungen bitte als vertiefende, aber für die Gedichte entbehrliche Zugabe.

Dr. Gerhard Polzin

Ferien

Julchen plagt an jedem Tage,

wenn sie isst, dieselbe Frage:

Warum kann für mich allein

nicht der Nach- der „Haupttisch" sein?

Vater spricht in strengem Ton:

„Erst die Arbeit, dann der Lohn!"

Diese Weisheit gilt nicht nur

auf dem Feld der Esskultur.

Was der Nachtisch für die Jule,

sind die Ferien für die Schule.

Juli 1982

Wir freuen uns auf die Sommerferien.

Schulabschluss

Die Schule birgt manch’ arge Plage,

da sind wir einig - keine Frage.

Man wünscht ihr Ende stets herbei,

doch naht es schließlich, heißt’s: „Auwei!!!“

Nun musst man an die Prüfung denken,

statt harmlos seine Schritte lenken

zu ganz normalem Unterricht.

So schlecht war diese Zeit doch nicht!!

Januar 1987

Einmal werden Kinder groß.

Schubladen

„Willst du die Menschen lernen zu erkennen,

so kann die Hilfen dafür ich dir nennen.“

Das sprach ein Mann dereinst zu mir

und seine Theorie, die unterbreit ich hier:

Was bleibt dir von den lauten Dummen?

Dass lange noch die Ohren brummen.

Die lauten Klugen sind nicht besser.

Ihr Wissen trifft dich wie ein Messer.

Bei leisen Dummen lässt man Nachsicht walten.

Das eigne Selbstbewusstsein kann sich angenehm entfalten.

Die leisen Klugen sind das wirkliche Problem;

denn stille Überlegenheit ist Andern scheußlich unbequem.

Juli 1988

Wider alle Schablonen

Was lehrten uns die alten Psychologen?

Vier Temp’ramente gibt’s auf uns’rer schönen Welt.

Nicht immer grad in Reinkultur, doch deutlich stets auf eines hin

bezogen,

wird uns der Mensch im Allgemeinen dargestellt.

Doch weit gefehlt, ihr klugen alten und auch neuen Meister!

Ein Schubfach ist zu eng für diesen, uns’ren Mann.

Mobilisiert ihr auch die besten Kategorisierungsgeister,

zwängt ihr ihn nicht hinein in diesen fest gefügten Bann.

Die Dialektik ist’s, die einen solchen starren Rahmen

ohne Mühe bricht.

Habt ihr nun allen Mut zum Ordnen menschlicher

Persönlichkeiten ganz verloren,

ist’s eher Beweis für Vielfalt, wofür im Freundeskreis

das folgende Exempel spricht:

Vor Jahren ward ein cholerisch sanguinischer Phlegmatiker geboren.

Juli 1988

Einem Freund zum 40. Geburtstag

Das Album des Lebens

Blickst du ins Album deines Lebens,

so siehst du Marken aller Art.

Du suchst die bunten nicht vergebens,

doch sind sie meist mit grau gepaart.

Um wie viel mehr zählt dieser Tag,

an dem Jahrzehnte runden sich nicht nur,

nein, auch ein Wunsch Erfüllung finden mag

nach einem Unikat: Verwandtschaft pur.

Ein neuer Lebensabschnitt hat somit begonnen,

in dem die Ferne nur noch geografisch ist.

Die Nähe, die wir nun gewonnen,

hat ihr Gewicht, wenn man den Wert des Lebens misst.

Mai 1991

Für eine alleinstehende, Briefmarken sammelnde Westtante

Schule

Wenn ein Schuljahr naht heran,

hebt zumeist ein Seufzen an.

Dabei sind es nicht die Kleinen,

wie man eigentlich sollt’ meinen,

nicht die mit den gelben Kappen.

Diese schultern keck die Mappen.

Nein! Die mit der Jahre Würde

drückt am meisten diese Bürde.

August 1992

Das Schicksal

Droht dir auch mal des Schicksals Zorn,

pack unverdrossen es beim Horn.

Zeig so dir selbst und zeig dem Tag,

was man im Leben doch vermag.

Mai 1993

Das Echo

Von Hause freundlich, nett und still,

weiß doch ein Igel, was er will.

Drum prüf’ an dir den tief’ren Sinn,

streckt er dir Pfötchen oder Stachel hin.

Juni 1993

Reflexionen

Spieglein, Spieglein an dem Schrank,

für deine Botschaft habe Dank.

Nicht, was du kennst von alters her

ist drum mein Wunsch und mein Begehr.

Doch eines wüsst’ ich gar zu gern,

selbst wenn die Frage sehr intern:

Die Neugier sprengt den letzten Riegel:

Bist du ein Außen- oder Innenspiegel?

Februar 1994

Einer Kollegin zum 50. Geburtstag

Hochzeit

Der faulen Sprüche gibt’s genug.

Die Meisten dünken sich sehr klug,

wenn sie dem Brautpaar grinsend zu bedenken geben,

wie schön doch ist ein ungebunden Leben.

In Wahrheit stellt derjenige sich bloß,

der sich mit einem dicken Fell tut groß.

Wer’s wirklich hat, ist arm daran,

denn zuviel kommt bei ihm nicht an.

Nur wer sensibel geht durch uns’re Tage,

empfindet Glück, trotz mancher Plage.

Nutzt Eure Chance und Eure Zeit!

Die Sprüchemacher quält nichts anderes als Neid.

Juni 1994

Einem Pärchen zur Ermutigung

Relativität

Zumindest rundet sich das Jahr,

wo jede Mast vergebens war.

Vergleich den Elefanten mit dem Kolibri:

Der Dicke schafft die relativen Leistungen des

And’ren nie!

November 1994

Zum Trost für eine Dünne

Seltene Dienstpost (1)

Ich grüße Sie, Herr Buttkereinen!

Es wäre doch fürwahr zum Weinen,

fiel’ mir nicht auch ein Verslein ein,

das könnt’ für Sie die Antwort sein.

Mehr Mühe macht’s, das geb’ ich zu.

Ein Prosabrief schreibt sich im Nu.

Doch will und muss ich einmal dichten,

so nur aus Jux und nicht aus Pflichten.

Die Zeit ist leider kurz bemessen.

Gar Viele sind scheint’s drauf versessen,

dass ihre Wünsche vor mir liegen,

die wollen schnell ’ne Antwort kriegen.

Ich danke drum für Ihre Zeilen,

muss aber flugs jetzt weitereilen.

Will jedem recht Gehör ich schenken,

muss ich den Grips auf’s Nächste lenken.

Viel Freude wünsch’ ich weiterhin.

Wer dichtet, denkt, und das macht Sinn.

Wer dichtet, fühlt, und das macht Spaß.

Am besten ist von beidem was.

März 1995

Es erreichte unser Amt ein gereimter Brief

mit der Aufforderung, in gleicher Weise zu antworten.

Toleranz

Berlin grüßt einen Freund in Bonn,

dort gibt’s gewiss nicht viel davon.

Als Gast durch uns’re Stadt zu streben,

verpflichtet ja zu nichts, schon gar nicht drin zu leben.

Dein kleines Jubiläum, sei’s zufrieden,

ist doch am altvertrauten Ort auch diesmal Dir

beschieden.

Man fährt hinaus voll Freud’, auf Ehr’,

das würzt so schön die Wiederkehr.

März 1995

Einem netten Bonner Kollegen zum 55. Geburtstag

Besichtigung

Tarnown nich und ook nich Buschen

mücht ick girn int Handwark fuschen,

öwer bannig bünn ick schockt,

wat dit Land för Undöch mockt.

Lämpeln, Schnauz und Klickermann

keem doch glatt dat Hülen an,

künnen se noch mitbeläben,

wecker Rückschlach hier und äben

schmitt dee School torü in Tieden,

dee man mach so gonnich lieden:

Inspekter, Schoolrat, Superdent,

dee man blot ut Böker kennt,

rögen wedder sich sogor,

as dat wir vör hunnert Johr.

Dotomol as hüttodoch

gift dat noch dee glieke Froch:

Wat is, wenn dee Rull wi tuuschen

und ick wür Di ees beluuschen?

Glöf mi, fix wiirst Du kuriert,

wenn man Di examiniert!

November 1995

Offizielle Bezeichnung der Hospitation zur Umwandlung meiner

Frau in eine Westlehrerin

Tierisches

Die Katze ist ein stilles Tier,

doch wehe dem, ich ärg’re ihr!

Dann fährt sie ihre Krallen aus

und zwickt und zwackt nicht nur die Maus.

Ein Hund dagegen macht Radau.

Warum, das weiß er nicht genau,

denn lieber als aufs Recht zu pochen,

sind ihm ein Lob und gute Knochen.

Verkenne mir das Mäuslein nicht!

Was es vermag trotz Leichtgewicht,

beschränkt sich nicht auf Zahn- und Krallenspitzen.

Die Maus hat’s ganz woanders noch zu sitzen.

November 1995

Für wen, wird nicht verraten

Der Zufall hat einen Namen

Herr Schneider ging so für sich hin,

nach einer Schneiderin stand ihm der Sinn.

Nicht ohne Stolz tat er der Auserwählten offerieren: