Das mutigste Kinderbuch der Welt -  - E-Book

Das mutigste Kinderbuch der Welt E-Book

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Beschreibung

Ich bin das mutigste Kinderbuch der Welt. Und das Tagebuch der Waldschrate in Fagusien, dem schönsten Wald aller Zeiten. Als Mitmachbuch bringe ich dir die Waldabenteuer der Waldschrate direkt in dein Kinderzimmer. Diesmal erzähle ich von dem kleinen Praktikantendrachen Vladimir, der kein Feuer spucken kann. Gemeinsam versuchen die Waldschrate, es ihm beizubringen. Denn im Winter muss ja jemand das Lagerfeuer in Gang halten können. Und wie Praktikanten so sind, passieren eine Menge brandgefährlicher Abenteuer. Achtung: Ich eigne mich nur für Kinder, die mutig sind oder solche, die es werden wollen. Lesealter: 4 bis 6 Jahre zum gemeinsamen Vorlesen mit den Eltern 7 bis 10 Jahre für mutige Erstleser Die Waldkindergartenkinder aus dem Waldkindergarten Grünthal haben gemeinsam mit Dr. Iris Osswald-Rinner ein Kinderbuch geschrieben. Klaro, dass es in diesem Buch um Waldschrate geht, die gemeinsam ein Abenteuer erleben. Ein spannendes Buch von Kindern für Kinder.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB

Seitenzahl: 43

Veröffentlichungsjahr: 2019

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Widmung

Für meine Waldschrate

aus dem Waldkindergarten Grünthal,

die mir 1.000 Abenteuer und

eine Geschichte schenkten.

Dr. Iris Osswald-Rinner, 1969 in Viersen geboren, ist Erziehungswissenschaftlerin und Soziologin. Sie lebt mit ihrer Familie und ihren Hunden in Regensburg. Am allerliebsten schreibt sie Geschichten mit und für Kinder.

Juliane Vogel, Jahrgang 1986, ist gelernte Kauffrau für Versicherungen und Finanzen. Als Illustratorin stellen Kinderbücher ihr liebstes Betätigungsfeld dar. Sie lebt mit ihrer Familie in ihrer Heimatstadt Leipzig.

©Verlag der Waldpädagogik.life gemeinnützige GmbH, 2018

1.Auflage

Alle Rechte vorbehalten

ISBN 978-3-96602-002-2

Printed in Germany

www.waldkindergarten.life

Das mutigste

Kinderbuch

der Welt

Nix für Weicheier!

Erzählt von Dr. Iris Osswald-Rinner

mit Bildern von Juliane Vogel

Wie mutig bist du?

Achtung! Ich bin ein Buch für Mutige. Wer mich liest, sollte also mindestens ein bisschen mutig sein. Oder sehr mutig. Oder total mutig. Es würde auch genügen, wenn du dir vornimmst, mutig zu werden. Denn in mir lauern Abenteuer und Gefahren, und manchmal bin ich auch ein wenig gruselig. Traust du dich? Sicherheitshalber beantwortest du mir vor dem Lesen noch einige Fragen. So weiß ich genau, wie mutig du bist. Dann kannst du umblättern. Nein, nicht Mama, Papa, Oma oder Opa. Blättere selber um. Ich bin nämlich dein Buch.

Hast du dir schon einmal vorgenommen,

Sauerkraut zu probieren?

Hast du schon einmal eine Brennnessel

am Stiel angefasst?

Bist du schon einmal im Wald unterwegs gewesen,

obwohl es dunkel war?

Hast du schon einmal im Winter mit nackten Füßen

in einem Bach gestanden?

Gut. Dann darfst du jetzt vorsichtig und ganz langsam umblättern.

Wie ich das Buch der Waldschrate wurde

Das war so: Als ich in den Wald zu den Waldschraten kam – und du kannst mir glauben, das ist wirklich wahr –, wollte mich keiner lesen. Niemand! Kein einziges Kind und schon gar kein Waldschrat. Ich war langweilig. Alle gähnten nur bei meinem Anblick. Manche schliefen sogar ein. So ein langweiliges Buch war ich. Aber die Waldschrate hatten Mitleid mit mir und ließen mich in eine Baumlochhöhle einer über hundert Jahre alten und bestimmt zwanzig Meter hohen Buche mit silbergrauer glatter Rinde einziehen. Sie beratschlagten und entschieden, dass ich bei ihren Abenteuern mitmachen sollte, tagein, tagaus. So lange, bis meine Seiten endlich lustig und ein bisschen gruselig waren. Da wusste ich: Kein Mensch und auch kein Waldschrat wird jemals wieder gähnen oder an seinen Zehen spielen oder sich in den Haaren raufen oder in die Wolken gucken oder an Gummibärchen denken, während er mich liest. Ich wurde deshalb kürzlich zum Tagebuch der Waldschrate gewählt – einstimmig. Alle wollten es so. So und nicht anders. Das ist so etwas Ähnliches wie der Oscar in Hollywood oder der Pulitzer-Preis für Schreiberlinge. Wenn du nicht weißt, was das ist, frage jetzt gleich und sofort den, der dir gerade vorliest.

Weißt du jetzt Bescheid? Endlich kann ich weitererzählen. Jetzt, wo ich ein wahrhaft mutiges Buch bin, kann ich dir Millionen und Abermillionen Geschichten aus Fagusien berichten. Was aber ist Fagusien, fragst du? Wetten, das weiß noch nicht mal deine Oma? Es ist der größte Wald, den es jemals gegeben hat. Noch kein Waldschrat war je an seinem Ende. So groß ist er. In ihm duftet es nach Moos, Erde und Harz und der Frühnebel trägt den Duft sogar über seinen Rand hinaus. Dort fangen die Menschen ihn ein und machen aus ihm Parfüm und Badeschaum. Das ist ihnen lieber, als selber in den Wald zu gehen und die eigene Nase an den Bäumen schnuppern zu lassen.

In Fagusien leben also die Waldschrate, ein ziemlich schlaues Volk, wie ich finde. Sie lieben das Abenteuer und die Gefahr und selbstverständlich lieben sie ihren Wald. Die Waldschrat-Kinder gehen zur Arbeit in den Wald und die Waldschrat-Erwachsenen gehen in ihre Büros zum Spielen, tagein, tagaus. Nur Waldemar und Waltrudis nicht. Sie bleiben bei den Kindern, denn spielen in einem Büro ist ihnen zu langweilig.

Wie gesagt, die meisten Fagusianer haben Lust auf Abenteuer.

Bist du bereit für das erste Abenteuer von Millionen und Abermillionen Abenteuern? Trau dich und blättere selber auf die nächste Seite. Denn da erzähle ich dir, wie Vladimir zu den Waldschraten kam.

Aber nur, wenn du selber umblätterst. Nur dann.

Wie Vladimir zu den Waldschraten kam

Eines Morgens war es soweit. Die Waldschrate saßen wie vom Donner gerührt in ihrem Morgenkreis. Den hielten sie pünktlich jeden Morgen nach dem ersten Vogelgezwitscher ab. Noch etwas müde und mit Schlaf in den Augen hockten sie dann inmitten eines Labyrinths aus Weiden und verteilten die Aufgaben des Tages. An diesem Morgen aber war niemand müde. Wirklich niemand. Kiwi hatte sich sogar einen Speer geschnitzt und hielt ihn ganz fest in ihrer Hand. Ihr Klapptaschenmesser hatte sie dazu griffbereit in ihre Hosentasche gestopft. Sicher ist sicher. „Ich bin bereit“, flüsterte sie und legte die Stirn in Falten. Die Runzelstirn half ihr, von den anderen Waldschraten ernst genommen zu werden. Sie machte deshalb eine Runzelstirn, wann immer sich die Gelegenheit bot.