Das Pflegevisiten-Buch -  - E-Book

Das Pflegevisiten-Buch E-Book

0,0

Beschreibung

Das umfassendste und aktuellste Fachbuch zum Thema 'Pflegevisite', herausgegeben von ihrem Hauptentwickler: Christian Heering. 'Am Buch von Heering kommt niemand vorbei, der sich für Pflegevisiten interessiert.' Dr. Jörg Hallersleben, Pflege & Gesellschaft 'Dies ist wohl das umfassendste und aktuellste Fachbuch zum Thema Pflegevisite, das es derzeit auf dem Markt zu kaufen gibt.' Die Schwester/Der Pfleger 'Das Pflegevisiten-Buch ist ein interessantes Fachbuch, das Theorie und Praxis gut miteinander verbindet und bei der Einführung oder Modifikation von Pflegevisiten herangezogen werden sollte.' socialnet Eine Pflegevisite ist ein regelmäßiger Besuch und ein Gespräch mit dem Patienten über seinen Pflegeprozess. Die Pflegevisite dient der Benennung der Pflegeprobleme und Ressourcen bzw. der Pflegediagnosen sowie der Vereinbarung der Pflegeziele, -interventionen und der Evaluation der Pflege. Das Pflegevisiten-Buch bietet das umfassendste und aktuellste Fachbuch zum Thema. Herausgegeben wird es vom Hauptentwickler der Pflegevisite: Christian Heeering. Der Grundlagenteil stellt Pflegeverständnis, Pflegeprozess, -diagnostik, -dokumentation, -konzepte und verschiedene Formen der Pflegevisite vor. Im zweiten und dritten Teil werden die praktische Umsetzung der Pflegevisite in der Akut- und Langzeitpflege sowie begleitende Instrumente und Methoden wie Fallbesprechung und reflektierte Pflegepraxis dargestellt. Aus dem Inhalt I. Grundlagen systematischer Pflegearbeit - Pflegeverständnis: Leistungsauftrag, Beziehung, Partizipation und Empowerment - Pflegeprozess, Pflegediagnostik und Pflegedokumentation, Pflegekonzepte Verschiedene Formen der Pflegevisite - Pflegevisite als Rapport bzw. Übergabe mit den PatientInnen - Pflegevisite als Führungsinstrument und Qualitätssicherungs-Instrument - Pflegevisite als Instrument zur Miteinbeziehung der PatientInnen - Pflegevisite nach Bundessozialgesetz II: Praktische Umsetzung der Pflegevisite in der Akut- und Langzeitpflege III. Begleitende Instrumente und Methoden - Fallbesprechung, reflektierte Pflegepraxis Rezensionen zur ersten Auflage 'Dies ist das umfassendste und aktuellste Fachbuch zum Thema Pflegevisite, das es derzeit auf dem Markt zu kaufen gibt.' Die Schwester/Der Pfleger 'Am Buch von Heering kommt niemand vorbei, der sich für Pflegevisiten interessiert.' Dr. Jörg Hallersleben, Pflege & Gesellschaft 'Das Pflegevisiten-Buch ist ein interessantes Fachbuch, das Theorie und Praxis gut miteinander verbindet und bei der Einführung oder Modifikation von Pflegevisiten herangezogen werden sollte.' socialnet

Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:

Android
iOS
von Legimi
zertifizierten E-Readern
Kindle™-E-Readern
(für ausgewählte Pakete)

Seitenzahl: 664

Veröffentlichungsjahr: 2012

Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:

Android
iOS
Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Christian Heering

(Herausgeber)

Das Pflegevisiten-Buch

Unter Mitarbeit von

Helene Affolter

Dietmar Marent

Kathrin Allemann

Wilma Müller

Claus Bölicke

Christiane Panka

Claudia Bruver

Monika Paprotny

Elisabeth Burtscher

Martin Senn

Andreas Gerlach

Ingeborg Wetter

Ruth Hoh

Christian Wylegalla

Eveline Imhof

Heinrich Zurbrügg

Carolina Lüdi-Conti

3., ergänzte Auflage

Verlag Hans Huber

Heering (Hrsg.)

Verlag Hans Huber

Das Pflegevisiten-Buch

Programmbereich Pflege

Beirat Wissenschaft

Angelika Abt-Zegelin, Dortmund Doris Schaeffer, Bielefeld

Beirat Ausbildung und Praxis

Jürgen Osterbrink, Nürnberg

Christine Sowinski, Köln

Franz Wagner, Berlin

Christian Heering. Dr. rer. cur., RN, MScN, dipl. Pflegeexperte HöFa II, Lehrer für Pflegeberufe

Fachabteilungsleiter Qualität und Entwicklung,

Felix-Platter-Spital, Basel

E-Mail: [email protected]

Lektorat: Jürgen Georg, Ute-Maria Schick

Herstellung: Shatuna Sellaiah

Titelillustration: pinx., Design-Büro, Wiesbaden

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Angaben sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

Dieses Werk, einschließlich aller seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtes ist ohne schriftliche Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Kopien und Vervielfältigungen zu Lehr- und Unterrichtszwecken, Übersetzungen, Mikroverfilmungen sowie die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.

Die Verfasser haben größte Mühe darauf verwandt, dass die therapeutischen Angaben insbesondere von Medikamenten, ihre Dosierungen und Applikationen dem jeweiligen Wissensstand bei der Fertigstellung des Werkes entsprechen. Da jedoch die Pflege und Medizin als Wissenschaft ständig im Fluss sind, da menschliche Irrtümer und Druckfehler nie völlig auszuschließen sind, übernimmt der Verlag für derartige Angaben keine Gewähr. Jeder Anwender ist daher dringend aufgefordert, alle Angaben in eigener Verantwortung auf ihre Richtigkeit zu überprüfen.

Die Wiedergabe von Gebrauchsnamen, Handelsnamen oder Warenbezeichnungen in diesem Werk berechtigt auch ohne besondere Kennzeichnung nicht zu der Annahme, dass solche Namen im Sinne der Warenzeichen-Markenschutz-Gesetzgebung als frei zu betrachten wären und daher von jedermann benutzt werden dürfen.

Anregungen und Zuschriften bitte an:

Verlag Hans Huber

Lektorat: Pflege

z.Hd.: Jürgen Georg

Länggass-Strasse 76

CH-3000 Bern 9

Tel: 0041 (0)31 300 4500

Fax: 0041 (0)31 300 4593

[email protected]

www.verlag-hanshuber.com

3. ergänzte Auflage 2012

© 2004 / 2006 / 2012 by Verlag Hans Huber, Hogrefe AG, Bern

(EPUB-ISBN 978-3-456-75136-8)

ISBN 978-3-456-85136-5

eBook-Herstellung: Brockhaus Commission, Kornwestheimwww.brocom.de

Inhaltsverzeichnis

Teil 1: Grundlagen systematischer Pflegearbeit

Pflegeverständnis

Christian Heering

Pflegerischer Leistungsauftrag

Professionelle pflegetherapeutische Beziehung

Partizipation

–  Herkunft und bestimmende Faktoren des Begriffes «Partizipation»

–  Wissens- und Kompetenzdefizit

–  Machtgefälle

Empowerment

Systematische Pflegearbeit mit dem Pflegeprozess

Christian Heering

Informationssammlung

Pflegeprobleme und Ressourcen

–  Typen und Arten der Pflegeprobleme

–  Datenbewertung und Formulierung von Pflegeproblemen

–  PES-Regel

–  Skalen als Hilfsmittel

–  Definition: Ressourcen

Pflegediagnosen und Pflegediagnostik

–  Definitionen des Begriffes «Pflegediagnose»

–  Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu medizinischen Diagnosen

–  Arten von Pflegediagnosen

–  Schwierigkeiten im Umgang mit Pflegediagnosen

Pflegeziele

–  RUMBA-Regel

–  Skalen als Hilfsmittel

Pflegemaßnahmen

–  6-W-Regel

Evaluation der Pflege

Pflegedokumentation

Christian Heering

Arten der Dokumentation

Aufbau/Struktur der Pflegedokumentation

Anforderungen zum Führen der Dokumentation

Pflegekonzepte

Christian Heering

Unterscheidung: Pflegekonzepte/Pflegediagnose

Formen der Pflegevisite in der stationären Pflege

Christian Heering

Die pflegerische Übergabe

Pflegevisite: Der Begriff

Pflegevisite als Dienstübergabe mit dem Patienten

Pflegevisite als Führungsinstrument

Pflegevisite als Qualitätssicherungsinstrument

Pflegevisite als Instrument zum Miteinbezug der Patienten

Die Pflegevisite als Instrument interner Qualitätssicherung in der extramuralen Pflege

Claus Bölicke, Christiane Panka

–  Entwicklungshintergrund

–  Definition der Pflegevisite als Instrument interner Qualitätssicherung

–  Ziele

–  Voraussetzungen für die Umsetzung der Pflegevisite in der Praxis

–  Durchführung der Pflegevisiten

–  Auswertung der Pflegevisiten

–  Qualitäts-Controlling und Benchmarking

Teil 2: Praktische Umsetzung der Pflegevisite

Pflegevisite als Übergabe mit den Patienten (1)

Helene Affolter

Steckbrief des Krankenhauses

Steckbrief der Station

Steckbrief des Teams

Dienstplangestaltung

Ausbildungsauftrag

Ausgangslage

Dokumentationswesen

Bisheriges Rapportwesen/Besprechung

Gestaltung des Einführungsprozesses

–  Projektskizze

–  Projektantrag

Konzepte des Projektes

–  Pflegestandard

–  Informationsblatt

–  Einführungskonzept

–  Schulungskonzept

–  Evaluationskonzept

Auswertungsmethoden und Resultate

Vorgenommene Anpassungen

Evaluation der Anpassungen

Empfehlungen

–  Schlüsselerfahrungen

Pflegevisite als Übergabe mit den Patienten (2)

Kathrin Allemann

Steckbrief des Bürgerspitals Solothurn

Steckbrief der Station K

Ausgangslage

Gestaltung des Einführungsprozesses

Konzept der Pflegevisite der Station K/Juni 2002

–  Ausgangslage/Problemstellung

–  Standard Pflegevisite der Station K/Juni 2002

–  Schulungskonzept

Auswertungskonzept

Auswertungsmethoden, Resultate und Anpassungen

–  Resultate aus der Befragung der Pflegeassistentinnen und der Spitalgehilfin

Neuanpassung des Standards Pflegevisite im Jahr 2003

Empfehlungen

–  Schlüsselerfahrungen

–  Stolpersteine

Die Umsetzung der Pflegevisite als Instrument der Qualitätssicherung am Beispiel einer Altenpflegeeinrichtung in Berlin

Christiane Panka und Claus Bölicke

Steckbrief der Organisation und des Beispielhauses

Steckbrief der Mitarbeiter in der Pflege

Angaben zur Dienstplangestaltung

Ausgangslage

Dokumentationswesen

Einführung der «großen Pflegevisite» zur Qualitätskontrolle

–  Der Wohnbereich

–  Die Dokumentation

–  Der pflegerische Zustand

–  Die Zufriedenheit des Bewohners

Durchführung einer großen Pflegevisite –  Gestaltung des Einführungsprozesses

–  Auswahl der Bewohner

–  Vorbereitung

–  Besuch beim Bewohner

–  Nachgespräch

–  Evaluation nach einer Woche

–  Evaluation nach einem Jahr

Konzept der großen Pflegevisite

Schlussfolgerungen und Empfehlungen

–  Schlüsselerfahrungen

–  Empfehlungen

Die Übergabe am Bett in einer geriatrischen Abteilung

Claudia Bruver und Andreas Gerlach

Steckbrief des Krankenhauses und der Station

Steckbrief der Abteilung

–  Die Mitarbeiterinnen der Pflege

–  Arbeitszeit und Arbeitszeit-Modelle

Vorbereitung der Einführung der Übergabe am Bett

–  Von der vagen Idee zum Projekt

–  Ausgangslage

–  Vorarbeiten

Vorbereitung der Einführung der Übergabe am Bett

–  Rahmenbedingungen der Dokumentation und der Pflege

–  Einführungsprozess

Durchführung der Übergabe am Bett

–  Vorstellung der neuen Patienten während einer Kurzübergabe

–  Übergabe am Bett

–  Überlegungen zur Kommunikation während der Übergabe am Bett

Zusammenfassung

Vor- und Nachteile

Reflexion und Ausblick

Häufige Fragen –  vorläufige Antworten

Rapport (Dienstübergabe) mit dem Patienten

Dietmar Marent

Steckbrief des Krankenhauses

Steckbrief: Chirurgische Klinik

Steckbrief der Station

–  Das Team

–  Dienstplangestaltung

Ausgangslage und Projektauftrag

–  Zusammenfassung der Resultate der Systemanalyse

Projektstrategien aufgrund der Systemanalyse

Vorbereitungsphase: MitarbeiterInnenbefragung

–  Was verunsichert die MitarbeiterInnen am meisten?

–  Was sind aus der Sicht der MitarbeiterInnen die erwartbaren Vorteile der neuen Rapportform?

–  Leitgedanken der Gesprächsführung

–  Weitere Schritte in der Vorbereitungszeit

Umsetzungs- und Probephase (die ersten drei Monate)

–  Ergebnisse der MA-Befragung, erste Anpassungen

Weitere Schritte

Schlussfolgerungen/Empfehlungen

Rapport mit den Patienten: Neurochirurgische Abteilung des Universitätsspitals Zürich

Wilma Müller und Martin Senn

Steckbrief des Krankenhauses

Steckbrief der Station

Projektauftrag und -design

Vorgehensweise bei der Einführung

Evaluation: Konzept und Resultate

Schlussfolgerungen und Empfehlungen

Pflegeübergabe mit dem Patienten

Monika Paprotny

Steckbrief des Krankenhauses

Entwicklungsziele im Pflegedienst

Die Meilensteine Pflegemodell und Pflegediagnostik

Der Meilenstein Pflegevisite

–  Entwicklung der Pflegeübergabe mit dem Patienten

–  Durchführung der Pflegeübergabe mit dem Patienten

–  Nachbereitung

Einführung im Spital

–  Steckbrief der Station Süd

–  Instrumente der Pflege

–  Einführung auf der Station Süd 1

Die Station Süd findet ihren Weg

–  Reflexion

–  Der Bericht zur Evaluation Station Süd 1

–  Die Auszubildenden bei der Pflegeübergabe mit dem Patienten

Schlussfolgerungen und Empfehlungen

–  Schlüsselerfahrungen

–  Stolpersteine

–  Schulung

–  Information und Kommunikation

–  Besondere Situationen

Pflegevisite in der Onkologie

Christian Wylegalla

Rahmenbedingungen

Einführung

Ausgangssituation

Umsetzung

Auswertung

Schlussfolgerungen und Empfehlungen

Pflegevisite in Verbindung mit Bezugspflege und Pflegediagnostik in einer chirurgischen Klinik

Heinrich Zurbrügg, Carolina Lüdi-Conti

Steckbrief

Pflege- und Ausbildungsauftrag

Pflegeentwicklung

Stationsorganisation, Pflegesystem und Dienstplangestaltung

Pflegeprozess und Pflegedokumentation

Konzept-Beschreibung

–  Projektinitiative und Ausgangslage

–  Gestaltung des Einführungsprozesses

–  Anwendung und Durchführung der Pflegevisite

–  Verankerung im Alltag und Qualitätssicherung

Evaluationsinstrumente und -kriterien

Schlussfolgerungen

Empfehlungen

–  Schlüsselerfahrungen

–  Stolpersteine

Anhang 1: Pflegestandard Pflegevisite

Anhang 2: Evaluationsraster

Anhang 3: Konzept Bezugspflege

Anhang 4: Pflegestandard Pflegediagnostik und -dokumentation

Pflegevisite als arbeitsprozessorientiertes Lernen

Dr. Ruth Hoh, Eleni Asdre, Ute Maggauer, Brigitte Jahn

Beschreibung der Institution

Beschreibung des Teams

Dienstplangestaltung

Einführung der Pflegevisite

–  Gestaltung des Einführungskonzeptes/Projektes

–  Genaue Bestimmung und Art der Pflegevisite

–  Einführungskonzept/Schulungskonzept

–  Praktische Durchführung

Evaluationskonzept

Schlussfolgerungen und Empfehlungen

–  Aus der Sicht des Patienten

–  Aus der Sicht des Pflegepersonals

–  Erfolgs- und Misserfolgsfaktoren

Teil 3: Ergänzende Methoden und Instrumente

Reflektierte Pflegepraxis

Eveline Imhof, Elisabeth Burtscher

Einleitung

Pflegevisite und Professionalisierung

Reflektierte Pflegepraxis

Burford Nursing Developement Unit-Model (BNDU-Modell)

Praxisbeispiel

–  Kontext

–  Situation

–  Reflexion

–  Kritische Diskussion

Das Pflegefachgespräch

Ingeborg Wetter

Entstehung

Ziele

Pflege-Qualitätsstandard

–  Leitfäden, Qualitätskriterien

–  Einführungskonzept

Evaluation

–  Durchführung

–  Messresultate

–  Erfahrungen und Empfehlungen

–  Gesamtbeurteilung

Das Pflegefachgespräch am Spital Männedorf

Monika Paprotny

Ausgangslage

Konzept Pflegefachgespräch

–  Definition

–  Ziele des Pflegefachgespräches

–  Ablauf des Pflegefachgespräches

Umsetzung auf den Stationen

Beispiel eines Pflegefachgespräches

Empfehlungen

–  Schlüsselerfahrungen

–  Stolpersteine

Evaluation

Pflegevisite

Christian Heering

Einführung in die Thematik

Entstehungsgeschichte und theoretische Grundlagen der Pflegevisite

–  Zum Begriff der Pflegevisite

–  Drei Denkschulen der Pflegevisite

–  Theoretische Grundlagen der Pflegevisite

–  Zusammenfasssung

Theorie-Praxis-Transfer: Umsetzung der Pflegevisite

–  Die «Dont’s»

–  Die «Do’s»

–  Beantragung

–  Gesamtkonzept Fachentwicklung

–  Empfehlungen für den weiteren Lernprozess

Literatur

Autorenverzeichnis

Literaturverzeichnis

Sachwortverzeichnis

Teil 1:

Grundlagen systematischer Pflegearbeit

Pflegeverständnis

Christian Heering, Theodosianum, Schlieren (ZH), Schweiz

Die Pflege kranker Menschen hat sich in den vergangenen Jahrhunderten entscheidend verändert. Während die Krankenpflege in früheren Zeiten als eine mit Geld nicht zu bewertende, oftmals religiös motivierte Liebestätigkeit vor dem Hintergrund sozialer Missstände verstanden wurde, entwickelt sich heute das Bild einer beruflich (= professionell) ausgeübten, eigenverantwortlichen, interdisziplinären und bezahlten Pflege, deren Ausübung an die erfolgreiche Absolvierung einer reglementierten Ausbildung sowie an die Erteilung einer staatlichen Bewilligung geknüpft ist. In der Schweiz wird dies z.B. durch die seit dem 1. Juli 2002 veränderte Berufsbezeichnung deutlich gemacht, mit der die Bezeichnung «Schwester» als Synonym für eine karitativ ausgerichtete und religiös motivierte Pflegeperson aufgegeben wurde.

Besonders im 19. und 20. Jahrhundert war die Entwicklung der Pflege eng mit der Entwicklung der Medizinischen Wissenschaften verbunden. Pflegende verstanden sich in erster Linie als AssistentInnen der Ärzte. Pflege orientierte sich vorwiegend an den vom Arzt festgestellten medizinischen Diagnosen; Lehrbücher der Pflege beschrieben die «Pflege bei …» (z.B. Pflege bei Herzinfarkt, Pflege bei Darmkrebs-Operationen etc.).

Heute füllen Pflegende ein Aufgabengebiet aus, das neben der eigentlichen Betreuung und Pflege Kranker auch die Gesundheitspflege umfasst. Pflege wird auch nicht mehr nur verstanden als die Ausführung ärztlicher Verordnungen, sondern befasst sich zunehmend mit den psychosozialen Reaktionen von Menschen auf ihren Gesundheitszustand und leistet Unterstützung bei deren Bewältigung. Diesem modernen Pflegeverständnis wird in den Definitionen von Pflege der Weltgesundheitsorganisation (WHO 1993), des International Council of Nurses (ICN 1987) und der Berufsverbände (DBfK in Deutschland, SBK in der Schweiz und ÖGKV in Österreich) entsprechend Rechnung getragen. Die folgende Definition wurde vom Schweizerischen Berufsverband der Krankenschwestern und Krankenpfleger (SBK) vorgestellt. Sie lehnt sich an Definitionen des Internationalen Rates der Pflegenden (ICN 1973), der Weltgesundheitsorganisation (WHO 1993) und der American Nurses Association an:

«Die Gesundheits- und Krankenpflege befasst sich mit den Auswirkungen und Folgen von aktuellen oder potenziellen gesundheitlichen Beeinträchtigungen und ihrer Behandlungen auf das Alltagsleben einzelner Menschen, ihrer Angehörigen und von Gruppen.» (SBK 1999, S. 6)

Im Unterschied zur Berufsgruppe der Ärzte befassen sich beruflich Pflegende daher nicht nur mit der Krankheit, sondern vor allem mit dem Kranksein der Menschen. Das Kranksein unterscheidet sich von der Krankheit vor allem dadurch, dass Menschen eine gegebene Erkrankung individuell und daher unterschiedlich erleben, dass sie der Erkrankung unterschiedliche Bedeutungen zuschreiben und unterschiedlich damit umgehen. Diese eigenständige Berufsausübung beinhaltet aber auch die Übernahme von Eigenverantwortung im Hinblick auf eine eigenständige Sicherung und kontinuierliche Verbesserung der geleisteten Berufsqualität.

Pflegerischer Leistungsauftrag

Das Aufgabengebiet der Pflege umfasst einen klar und konkret beschriebenen öffentlichen Leistungsauftrag: Pflegende leisten einen entscheidenden Beitrag zur Gesundheit der Bevölkerung, ohne den unzählige Menschen unnötigen Leiden ausgesetzt wären oder sterben würden. In der beruflichen Gesundheits- und Krankenpflege in der Schweiz ist der pflegerische Leistungsauftrag seit 1992 in den so genannten «Fünf Funktionen» formuliert:

Funktion 1:

Unterstützung in und stellvertretende Übernahme von Aktivitäten des täglichen Lebens

Funktion 2:

Begleitung in Krisensituationen und während des Sterbens

Funktion 3:

Mitwirkung bei präventiven, diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen

Funktion 4:

Mitwirkung an Aktionen zur Verhütung von Krankheiten und Unfällen einerseits sowie zur Erhaltung und Förderung der Gesundheit andererseits; Beteiligung an Wiedereingliederungsprogrammen

Funktion 5:

Mitwirkung bei der Verbesserung der Qualität und Wirksamkeit der Pflege und bei der Entwicklung des Berufes; Mitarbeit an Forschungsprojekten im Gesundheitswesen (Schweizerisches Rotes Kreuz 1992, S. 4)

Pflegende tragen in entscheidendem Maße dazu bei, dass Krankheiten, Behinderungen und Beeinträchtigungen wirksam vorgebeugt werden kann. Sie unterstützen einzelne Menschen, deren Bezugspersonen, Familien und Gruppen darin, die alltäglichen Dinge auszuführen, zu denen diese aufgrund von Veränderungen ihres Gesundheitszustandes, selbständig nicht mehr in der Lage sind. Aufgrund ihrer besonderen Fähigkeiten und Kenntnisse sind Pflegende die entscheidende Verbindungsstelle zwischen dem kranken Menschen und der modernen, komplizierten und aufwändigen Medizin. Den Menschen, denen keine Hoffnung auf ein Überleben mehr verbleibt, können Pflegende ein wachsendes Repertoire von leidenslindernden Maßnahmen (palliative Pflege) anbieten und ihnen somit die Hoffnung auf ein würdevolles Sterben vermitteln.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!