De Skipperschnack - Ariane Hemme - E-Book

De Skipperschnack E-Book

Ariane Hemme

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Beschreibung

Wenn Sie dann mit Ihren Freunden Seemannshantys singen, deren Liedtexte Sie auf den nächsten Seiten finden, verbringen Sie garantiert einen fröhlichen Abend. In diesem Heftchen habe ich über 1100 maritime Begriffe und Redewendungen gesammelt und sie für Nichtseemänner und Nichtseefrauen beschrieben und erklärt. Diese Broschüre gibt es auch in gedruckter Form, bebildert und mit einem Logbuch unter Email: [email protected] zu bestellen. Bei Unterhaltungen mit Lesern und Freunden musste ich feststellen, dass viele Ausdrücke, die mir selbstverständlich erschienen, es für meinen Gegenüber nicht waren. Besonders in Gesprächen mit Landratten aus dem Süden gab es wiederholt Missverständnisse. Da bestand die Schwierigkeit allerdings auch darin, dass ich viele der süddeutschen Worte nicht verstanden habe und nicht richtig zuordnen konnte. So entstand aus wirren Unterhaltungen `De Skipperschnack`. Aus dem Wortschatz der Skipper habe ich allerdings nur einige Begriff e ausgewählt, vor allem die, die auch in meinem Buch Verwendung gefunden haben und die, die ich interessant finde. Ich hoff e, Sie haben Freude an dieser kleinen Ergänzung meiner Reiseerzählung "Prinzessin und Mehr" und schmunzeln, wenn Sie über Daddeldu, Döösbaddel, Affenfaust, Besteck machen, einschiffen, Faden, Kamm, Kartenhaus, Matrosenkuchen, Mist, Ölprinz, Plünnen, seedoll, Schiet, Seemannssonntag, Talje, Verklicker, Wasserhose und vieles andere mehr lesen. Das Logbuch gibt Ihnen oder Ihrer Begleitung die Möglichkeit, die Erlebnisse Ihrer Reise zu sammeln und aufzuschreiben. Dort können Sie ohne großen Aufwand Ihren Reiseablauf dokumentieren und Besonderheiten, die Sie später unbedingt Ihren Freunden mitteilen wollen, festhalten. So werden nicht nur Fotos und Videofilme zu wertvollen Erinnerungen, sondern auch die Aufzeichnungen und Gedanken Ihres ganz persönlichen Logbuchs.

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Seitenzahl: 55

Veröffentlichungsjahr: 2016

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De Skipperschnack

In diesem Heftchen habe ich über 1100 maritime Begriffe und

Redewendungen gesammelt und sie für Nichtseemänner und Nichtseefrauen

beschrieben und erklärt. Diese Broschüre gibt es auch in gedruckter Form, bebildert und

mit einem Logbuch unter Email: [email protected] zu bestellen.

Bei Unterhaltungen mit Lesern und Freunden musste ich feststellen, dass viele

Ausdrücke, die mir selbstverständlich erschienen, es für meinen Gegenüber nicht

waren. Besonders in Gesprächen mit Landratten aus dem Süden gab es wiederholt

Missverständnisse. Da bestand die Schwierigkeit allerdings auch darin, dass ich viele

der süddeutschen Worte nicht verstanden habe und nicht richtig zuordnen konnte.

So entstand aus wirren Unterhaltungen `De Skipperschnack`.

Aus dem Wortschatz der Skipper habe ich allerdings nur einige Begriff e ausgewählt,

vor allem die, die auch in meinem Buch Verwendung gefunden haben und die,

die ich interessant finde.

Ich hoff e, Sie haben Freude an dieser kleinen Ergänzung meiner Reiseerzählung

»Prinzessin und Mehr« und schmunzeln, wenn Sie über Daddeldu, Döösbaddel, Affenfaust,

Besteck machen, einschiffen, Faden, Kamm, Kartenhaus, Matrosenkuchen,

Mist, Ölprinz, Plünnen, seedoll, Schiet, Seemannssonntag, Talje,

Verklicker, Wasserhose und vieles andere mehr lesen.

Das Logbuch gibt Ihnen oder Ihrer Begleitung die Möglichkeit, die Erlebnisse

Ihrer Reise zu sammeln und aufzuschreiben. Dort können Sie ohne großen Aufwand

Ihren Reiseablauf dokumentieren und Besonderheiten, die Sie später unbedingt

Ihren Freunden mitteilen wollen, festhalten.

So werden nicht nur Fotos und Videofilme zu wertvollen Erinnerungen, sondern

auch die Aufzeichnungen und Gedanken Ihres ganz persönlichen Logbuchs.

Wenn Sie dann mit Ihren Freunden Seemannshantys singen, deren Liedtexte Sie

auf den nächsten Seiten finden, verbringen Sie garantiert einen fröhlichen Abend.

Viel Spaß beim Reisen, Erleben, Lesen und Singen wünscht Ihnen

„De Ool un de Düvel“

De´ Hoffnung wör hunnert Dag ünnerwegs,

Se seil von Hamborg no Valparaiso.

Se seilte goot un seilte hart,

Se harr so ne gode un kostbare Fracht.

Un as de Ool nu flucht un gnattert,

Dor keem de Düvel over de Reeling klattert.

Wenn mi in tein Dag nen Kanal du bringst,

Denn krigst mien Seel, so woor as du stinkst.

De Pott leep negentein Milen tolentzt,

Dorr harr de Düvel de Skyseils bisett.

Un as se nu kemen in´n Kanal to Stell,

Dar seggt de Düvel: Nu her mit de Seel!

Dar seggt de Ool: Nu lot di man tiet,

Wi goot to Anker bi Cap St. Patrick!

De Düvel de weer vor Freid ganz weg,

He leep op de Back, sett den Anker op slip.

De ole Tim`mann harr grote Freid,

He harr den Düvel sien´n Steert mitvertäut.

Un as de Anker nu suust an den Grund,

Suust de Düvel mit, de Swienehund.

Dieses Lied der Wismarer Matrosen hat Richard Wossidlo aufgeschrieben:

Da Buer is´n Buer,

is´n Schelm von Natur -

en Buer hett´n poor Klumpen an -

Johannsmaat is´n Gentlemann.

De Rostocker Dierns

mit de kugelrunn´ Titten,

dor güng Johann Maat

mit´n Noors up sitten.

„De Hamborger Veermaster“

Ick heww mol en Hamboorger Veermaster sehn,

to my hoodah, to my hoodah.

De Masten so scheev as den Schipper sien Been,

to my hoodah, to my hoodah.

Blow, boys, blow for Californio, there is plenty of gold,

so I am told, on the banks of Sacramento.

Dat Deck weer von Isen, vull Schiet un vull Smeer,

dat weer de Schietgäng eer schönstes Pläseer.

Dat Logis weer vull Wanzen, de Kombüüs, weer vull Dreck,

de Beschüten de löpen von sülben all weg.

Dat Soltfl eesch wer gröön, un de Speck wer vull Maden,

Kööm gev dat bloß an´n Winachtsabend.

Un wull´n wi mal seil´n, ik seggt datjo nur,

denn lööp he dree vörut un werrer retur.

As dat Schipp, so weer ok de Kaptein,

de Lüüd för dat Schipp wörrn ok bloß schangheied.

De Skipperschnack

A

Abbacken

Abräumen des Tisches (Back) nach einer Mahlzeit

abbergen

Übernahme von Personen, Ladung und Ausrüstung in Seenot

abdrehen

Richtung des Schiffes so ändern, dass man sich entfernt

Abdrift, Abtrift, abdriften

Kursabweichungen durch Wind oder Strömung

abfallen

in die vom Wind abgekehrte Richtung drehen, sodass er mehr von hinten kommt

abfieren

Tau herunterlassen, fieren= Segel lockerer lassen

abflauen

abnehmen der Windstärke

ablandig

Wind weht vom Land in Richtung aufs Wasser (Gegenteil auflandig)

ablegen

Lossegeln eines Schiffes

Absegeln

Abschlussfeier der Segelsaison - letzte gemeinsame Veranstaltung

abtakeln

Segel, Taue, Masten und Zubehör werden vom Schiff gebracht; z.B. am Saisonende

(Gegenteil von auftakeln)

abwettern

einen Sturm auf See überstehen

achteraus

nach hinten, alles hinter dem Schiff (Gegenteil von voraus)

Achterdeck

hinterer Teil eines Schiffes

Achterliek

die hintere Kante eines Segels

Achtern

das Heck, der hintere Teil des Schiffes, wird auch Achterschiffgenannt, hinten

Achtknoten

ein Stopperknoten verhindert, dass ein Seilende aus einer Öse rutscht

Affenfaust

schwerer Knoten am Ende eines Tampens, um ihn weit werfen zu können

Ahoi

Gruß für ein Schiff (z.B. Schiff ahoi, Boot ahoi )

Alle Mann!

Befehl bei schlechtem Wetter, wenn alle Männer auf ihre Plätze müsen Englisch: „all hands“

der Alte

Seemannsbezeichnung für den Kapitän

anfunken

mittels Funkgerät anrufen, auf sich aufmerksam machen

Angel

Rute und Leine für den Fischfang

Anlegestelle

Kai, Kaje, Pier, Bootssteg an dem im Hafen angelegt wird

Ansegeln

Eröffnung der Segelsaison durch eine erste gemeinsame Veranstaltung

ansteuern

in Richtung auf ein bestimmtes Ziel fahren

Ansteuerung

mit Seezeichen wie Tonnen, Pricken oder Leuchttürmen wird die Fahrtrichtung angezeigt

Äquator

teilt die Erde in Süd-und Nordhalbkugel- Länge: 40076,6 Kilometer

aufbacken

Essen, Geschirr und Besteck auf den Tisch bringen, den Tisch decken

auffieren, fieren

Leine lose lassen, Gegenteil von anholen oder dichtholen

auffrischen

Wind weht stärker und wird kühler

aufklaren

1. aufräumen auf einem Schiff

2. Besserung des Wetters

auflandig

Wind weht vom Wasser auf das Land zu (Gegenteil von ablandig)

auf Reede liegen

außerhalb des Hafens oder in einer Flussmündung vor Anker liegen

auftakeln, aufriggen

Boot mit Tauen und Segeln ausrüsten, aufstellen des Mastes

auftuchen

ordentliches Zusammenlegen der heruntergelassenen Segel und Flaggen

Ausbaumen

bei achterlichem Wind, Wind von hinten kann das Vorsegel mit Hilfe von Stangen seitlich inder optimalen Stellung gehalten werden, Schiebewind

Ausguck

Beobachtungsposten, Matrose, der das Umfeld beobachtet und Hindernisse, Schiffe, Lichter oder «Land in Sicht» an den Schiffsführer meldet (auf großen Segelschiffen von einen Korb im Mast aus)

ausklarieren

Abfertigung bei der Abfahrt durch die Hafen- und Zollbehörden

ausklamüsern

herausfinden, sich was ausdenken

auslaufen

1. aus dem Hafen fahren, das Schiff läuft aus

2. abrollen einer Leine

ausloten

durch z.B. ein Senkblei o. Echolot die Tiefe eines Gewässers feststellen

austörnen

Verdrehung von Tauwerk oder einer Kette beseitigen

B

back

zurück- die Segel in eine Stellung bringen, sodass der Wind von vorne hineinbläst und die Fahrt des Schiffes gebremst wird

Back

1. Esstisch, Schüssel

2. Aufbau auf dem Vordeck, wird auch als Backdeck bezeichnet

Backbord