Demokratie und Integration in Deutschland -  - E-Book

Demokratie und Integration in Deutschland E-Book

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Beschreibung

Im Superwahljahr 2009 ist es besonders interessant zu erfahren, welchen Einfluss sich die Menschen auf die Politik wünschen. "Demokratie und Integration in Deutschland" untersucht die politische Partizipation von Bürgerinnen und Bürgern mit und ohne Migrationshintergrund. Wie steht es jenseits von Wahlen und Parteipolitik um die politische Beteiligung hierzulande? Wie bewerten Deutsche und Zuwanderer die Qualität von Politik und Politikern? Wie sind Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland politisch integriert? Die repräsentative Bevölkerungsumfrage, durchgeführt von der Forschungsgruppe Wahlen, versucht auf diese und weitere Fragen aktuelle Antworten zu geben. Politbarometer-Zeitreihen zeigen Veränderungen in den politischen Einstellungen und Beteiligungsmentalitäten der Bevölkerung.

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Seitenzahl: 159

Veröffentlichungsjahr: 2010

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Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet unter http://dnb.d-nb.de abrufbar.
© 2010 E-Book-Ausgabe (EPUB) © 2009 Verlag Bertelsmann Stiftung, Gütersloh
Verantwortlich: Dr. Anke KnoppLektorat: Helga BergerHerstellung: Christiane RaffelUmschlaggestaltung: Nadine HumannUmschlagabbildung: Veit Mette, BielefeldSatz und Druck: Hans Kock Buch- und Offsetdruck GmbH, Bielefeld
ISBN : 978-3-86793-132-8
www.bertelsmann-stiftung.de/verlag
Vorwort
Demokratie stellt die Grundfeste unserer Gesellschaft dar. Angesichts der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise steht unser politisches System heute auf dem Prüfstand wie nie zuvor. Die Herausforderungen sind allerdings grundsätzlicher Art. Bisher ging Demokratie einher mit dem Nationalstaat: In diesem Rahmen legitimiert und kontrolliert sie das staatliche Handeln. In der zunehmend globalisierten Welt verliert der Nationalstaat aber an Bedeutung: Immer mehr Zukunftsfragen übersteigen den nationalstaatlichen Rahmen und werden nicht mehr - oder noch nicht - demokratisch gestaltet. Gleichzeitig werden die Gesellschaften im Zeitalter der Migration immer vielfältiger: Demokratie gründet aber auch im gesellschaftlichen Zusammenhalt eines Staatsvolks. Wenn immer mehr Zuwanderer nicht zum Staatsvolk gehören und ohne politische Teilhaberechte in einem Land leben, widerspricht das dem Selbstverständnis der Demokratie, wonach Macht responsiv zur Bevölkerung zu organisieren ist. Die Demokratie in Deutschland steht heute also vor drängenden externen und internen Herausforderungen. War es vor einigen Jahren noch die Frage der Politikverdrossenheit, die Beobachter der Demokratie umtrieb, so stellt sich heute die grundsätzlichere Frage nach der Stabilität, Strategiefähigkeit und Problemlösungskompetenz unserer Demokratie.
Die vorliegende Studie fragt deshalb danach, wie die Menschen in Deutschland die Demokratie und die demokratische Politik heute sehen. Vertrauen sie dem demokratischen System und seinen Repräsentanten? Wie ausgeprägt sind die demokratischen Haltungen bei Menschen mit und ohne Migrationshintergrund? Wie bewerten sie den Stand der Integration und damit den gesellschaftlichen Zusammenhalt? Wie stark interessieren und engagieren sie sich für Politik? Demokratie kann nur so gut sein, wie ihre Demokraten es sind. Nur eine vitale Demokratie, die bei den Menschen im Land Akzeptanz findet und von ihnen mitgetragen wird, kann sich weiterentwickeln.
Die Bertelsmann Stiftung hat die Forschungsgruppe Wahlen mit einer repräsentativen Umfrage zu den oben skizzierten Fragen der Demokratie, Partizipation und Integration beauftragt. Bereits vor fünf Jahren war die Forschungsgruppe Wahlen unser Partner bei einer Studie zur politischen Partizipation in Deutschland. Bestimmte Fragestellungen der Studie von 2004 sollten so in der vorliegenden Studie von 2009 wiederholt werden, um möglicherweise problematische Entwicklungen zu diagnostizieren. Außerdem konnte die Forschungsgruppe Wahlen ihre langjährigen Zeitreihen in die Analysen einbringen, sodass Trends konstatiert werden können.
Das Buch präsentiert zunächst die Ergebnisse der Umfrage durch die Forschungsgruppe Wahlen. Wir danken in diesem Zusammenhang Matthias Jung und Bernhard Kornelius von der Forschungsgruppe Wahlen für die reibungslose Durchführung der Umfrage und die kompakte Aufbereitung der Ergebnisse. Einzelne Aspekte werden dann in ausführlicheren Analysen vertieft. Die Einstellungen der Zuwanderer werden näher von Ulrich Kober beleuchtet. Carina Schnirch fokussiert auf die Befragten im Osten des Landes, die sich auch zwanzig Jahre nach der Wiedervereinigung beider deutscher Staaten noch deutlich von den Menschen im Westen unterscheiden. Anke Knopp widmet sich in ihrer Analyse den befragten jungen Menschen unter den Aspekten der Demokratiekompetenz und Bildungsabschlüsse. Andreas Osner beschäftigt sich in seinem Beitrag mit den Führungsnotwendigkeiten, die gewählte Mandatsträger benötigen, um die vielfältigen Formen der Demokratie lebendig zu gestalten.
Ohne den Ergebnissen und Analysen in diesem Buch vorgreifen zu wollen, möchten wir einen zentralen Befund der vorliegenden Umfrage und Analysen in einem Bild voranstellen: Das Glas Demokratie in Deutschland ist halb voll, aber auch halb leer. Halb voll, weil die Demokratie als Staatsform in unserem Land nach wie vor hohe Wertschätzung genießt. Halb leer, weil es ausgeprägte Unzufriedenheiten mit der Funktionsweise der Demokratie im Land gibt und Partizipationspotenziale nicht ausgeschöpft werden. Deutlich wird auch, dass Bildung und Teilhabe Schlüssel für die Vitalität der Demokratie sind. Diese Befunde sollten uns vor dem Hintergrund der beschriebenen externen und internen Herausforderungen ermutigen, neue Wege zu gehen, um die Demokratie weiterzuentwickeln. Wir hoffen, dass unsere Studie einen Beitrag liefert zur Diskussion in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft über Möglichkeiten der Vitalisierung der Demokratie in der Einwanderungsgesellschaft.
Ulrich KoberProgrammleiter Integration und Bildung
Dr. Kirsten WitteProgrammleiterin Kommunen und Regionen
Inhaltsverzeichnis
Titel
Impressum
Vorwort
Demokratie und Integration in Deutschland - Politische Führung und ...
1 Einleitung
2 Demokratie und politisches System
3 Politische Führung
4 Politische Partizipation
5 Migration und Integration
6 Methodisch-statistische Anmerkungen
Demokratieorientierung und Partizipationspotenziale von Zuwanderern - Ulrich Kober
Identifikation der Migranten mit der Demokratie in Deutschland
Politikdistanz von Migranten?
Fazit: Unausgeschöpfte Partizipationspotenziale
Literatur
Mehr als nur Geschichte - Demokratieverständnis in den neuen und alten Ländern ...
Grundverständnis für Demokratie, aber Unzufriedenheit mit dem Funktionieren der ...
Demokratiezufriedenheit und Demokratieerleben gehen in Ost und West stark auseinander
Geringere Demokratiezufriedenheit im Osten durch geringere Demokratieerfahrung?
Bildung und wirtschaftliche Situation beeinflussen Demokratiezufriedenheit
Unterschiedliche Bildung und Wirtschaftslage in Ost und West
Enttäuschung, Bildung, gute wirtschaftliche Situation und Wohlfühlen sind ...
Die Wirtschafts- und Finanzkrise als Chance
Literatur
Demokratie ist nichts ohne Demokraten - Anke Knopp
Alles in Ordnung im Land?!
Demokratie als Staatsform
Demokratie und politische Leistungsfähigkeit
Die Krise als Botschaft
Partizipation - nicht mehr modern?
Vitalisierung der Demokratie
Literatur
Demokratie braucht Führung! Politische Führungskompetenzen und -stile im ...
1 Warum brauchen wir Führung in einer Demokratie? - Normative Betrachtungen
2 Was wir aus der Empirie über Führung lernen können
3 Fazit
Literatur
Demokratie und Integration in Deutschland - Politische Führung und Partizipation aus Sicht von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund: Ergebnisse einer repräsentativen Befragung in Deutschland
Bernhard Kornelius
Die vorliegende Studie hat die Forschungsgruppe Wahlen Telefonfeld GmbH im Auftrag der Bertelsmann Stiftung durchgeführt. Hierfür wurden vom 17. November bis zum 2. Dezember 2008 in ganz Deutschland insgesamt 2.002 zufällig ausgewählte deutschsprachige Bürgerinnen und Bürger im Alter ab 18 Jahren telefonisch befragt. Alle Ergebnisse sind in Prozent angegeben. Rundungsbedingt müssen sich die Prozentwerte nicht unbedingt auf 100 Prozent addieren.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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