Denk dich reich! - Ilja Grzeskowitz - E-Book

Denk dich reich! E-Book

Ilja Grzeskowitz

4,4
11,99 €

Beschreibung

Wer hofft, einen einfachen Reichtumsschalter zu finden, der sollte auf eines der Programme zurückgreifen, die dem Käufer versprechen, "von der Couch aus ein Vermögen zu verdienen" oder "ohne großen Zeitaufwand zum Millionär" zu werden. Wer jedoch verstanden hat, dass es im Leben nichts umsonst gibt und dass man auch für seinen Reichtum etwas tun muss, für den ist dieses Buch. Das Denk-dich-reich-Programm, das Ilja Grzeskowitz beschreibt, ist einfach und erfolgreich zugleich. Und braucht keine Geldanlagetipps, um einschlägige Effekte zu erzielen. Im Gegenteil: Es sind rein mentale Strategien und Selbsthypnose-Tools, die unsere Einstellung trainieren und unsere Lebensqualität, Gesundheit und Beziehungen fördern. Wer sich an die Denk-dich-reich-Trainingsmethode hält, wird dies letzendlich monetär positiv spüren. Kurzum: Man muss für sich die Entscheidung treffen, wirklich reich werden zu wollen. Der Rest ist dann ein spannender Weg, der dahin führen wird, wovon man heute vielleicht noch nicht einmal zu träumen wagt.

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Seitenzahl: 314

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Für Emma – den größten Reichtum meines Lebens.

Ilja Grzeskowitz

Denk dich reich!

Wohlstand ist Einstellungssache

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen National­bibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet überhttp://d-nb.deabrufbar.

Für Fragen und Anregungen:

[email protected]

 

 

 

3. Auflage

 

 

© 2012 by Redline Verlag, ein Imprint der Münchner Verlagsgruppe GmbH,

Nymphenburger Straße 86

D-80636 München

Tel.: 089 651285-0

Fax: 089 652096

 

 

 

 

Alle Rechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigung und Verbreitung sowie der Übersetzung, vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (durch Fotokopie, Mikrofilm oder ein anderes Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Verlages reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.

 

 

Redaktion: Jana Stahl, Heidelberg

eBook (ePub & Mobi): Georg Stadler, München

Druck: Books on Demand GmbH, Norderstedt

Printed in Germany

 

 

 

ISBN Print 978-3-86881-726-3

ISBN E-Book (PDF) 978-3-86414-269-7

ISBN E-Book (EPUB, Mobi) 978-3-86414-270-3

 

Weitere Informationen zum Verlag finden sie unter

www.redline-verlag.de

Beachten Sie auch unsere weiteren Imprints unter

www.muenchner-verlagsgruppe.de

Inhalt

Vorwort: Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne

Teil 1: Das Fundament des Reichtums – aufräumen und loslassen

Alles Käse! Oder doch nicht?

Der Unterlasser

Der Unternehmer

Reichtum – was ist das eigentlich?

Reich wie und worin?

Denk dich reich – die innere Blaupause für Reichtum und Wohlstand

Das Bewusstsein

Das Unterbewusstsein

Die O.P.A.L.-Methode – Selbsthypnose als Reichtums-Turbo-Booster

Die Kunst der Selbsthypnose

Mentaler Frühjahrsputz

Vier Lebensbereiche, in denen sich gerne alter und limitierender Ballast anhäuft

Limitierende Überzeugungen finden

Glaubenssätze, die einen vom Reichtum abhalten

Reiche und förderliche Überzeugungen

Das »Denk-dich-reich-Erfolgsmodell«

Bestellungen beim Universum Reloaded – das Gesetz der Anziehung

Money Makes The World Go Round

Eine kleine Geschichte des Geldes

Was Jäger, Bauern und Marshmallows mit Reichtum zu tun haben

Reichtum erschaffen oder Reichtum vernichten?

Das Marshmallow-Experiment

Die unsichtbare Kette – warum Schulden uns vom Reichtum abhalten

Das Parkinson’sche Gesetz

Die unsichtbare Kette

Raus aus den Schulden – die unsichtbare Kette durchtrennen

Der persönliche Reichtumsanker

Teil 2: Reich werden. Reich leben. Reich sein.

Der Reichtums-Kompass

Raus aus dem Hamsterrad

Übung – der Reichtums-Kompass

Reich wie? Reichtum ist nicht gleich Reichtum

The Road to Success: Visionen, Richtungen und Ziele

Die Kraft magnetischer und wohlgeformter Ziele

Die S.M.A.R.T.-Formel für kraftvolle und magnetische Ziele

Zehn Schritte, sich nicht nur kraftvolle Ziele zu setzen, sondern diese auch zu erreichen

Reich sein! Wie man den Arbeitsplatz gegen seinen Traumjob eintauscht

Die drei besten Zeitpunkte, um in seinem Leben etwas zu ändern

Vom Beruf zur Berufung 

Der Austausch von Werten schafft Reichtum

Die Schnittmengen

Die Kunst, Geld im Schlaf zu verdienen

Die Gretchenfrage: selbstständig oder angestellt?

Die Reichen bezahlen sich selbst zuerst

Reich werden durch intelligente Investitionen

Zeit für das Wesentliche – ein passives Einkommen aufbauen

Die Früchte vom Reichtums-Baum ernten

Das »Denk-dich-reich-Kontenmodell«

Das »Denk-dich-reich-Kontenmodell« ins Unterbewusstsein integrieren

Das Tor zum Reichtum steht offen – die fünf Schlüssel zum Erfolg

Die 15 »Denk-dich-reich-Leitsätze« für Reichtum und finanzielle Freiheit

Die fünf Schlüssel zum Erfolg

Danksagung

Über den Autor 

Anmerkungen

 

Vorwort: Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne

Freitagabend Anfang 2008. Stau. Noch 175 Kilometer bis Berlin. Ich war mal wieder auf der Autobahn unterwegs. Nach Hause. Auf dem Weg von meiner Arbeitsstätte in Hamburg nach Berlin, den ich in den letzten Monaten schon so oft zurückgelegt hatte. Es war alles genauso vertraut wie immer, und ich hatte das Gefühl, jedes Straßenschild und jeden Angestellten der Raststätten entlang der A 24 mittlerweile persönlich zu kennen. Alles lief bis dahin ab wie immer. Fast schon automatisiert. Ich tankte meinen Dienstwagen voll, kaufte mir eine kalte Limonade und hielt ein kurzes Schwätzchen mit dem Kassierer. Und doch war an diesem Tag etwas anders und unterschied diese Fahrt von den vielen davor. Denn an diesem bestimmten Tag traf ich eine Entscheidung. Ich beschloss, auszubrechen. Nein, nicht aus dem Stau, in dem ich mich mal wieder befand, sondern aus dem Hamsterrad, zu dem mein Leben geworden war. Ich beschloss, auf mein Bauchgefühl zu hören, meinen Lebenstraum zu verwirklichen und endlich das zu tun, wovon ich auf den langen und zahlreichen Autobahnfahrten immer träumte. Vor allem aber beschloss ich, mein Schicksal in die eigenen Hände und Verantwortung für mein Leben zu übernehmen.

Was ich damals noch nicht wusste: Von diesem Moment an fing ich an, mich »reich zu denken«. Denn in den Monaten und Jahren danach wurde ich reich. Reicher, als ich es mir jemals hätte vorstellen können. Das Ergebnis meines Weges findet sich nun in diesem Buch wieder. Es ist eine Sammlung von mentalen Strategien, mit denen ich mein Leben in den verschiedensten Bereichen neu aufgestellt habe und mit denen ich reich geworden bin. Das Gute an diesen Strategien ist, dass sie von jedem angewendet werden können. Sie sind weder kompliziert noch großartig geheim. Dafür sind sie sehr wirkungsvoll, und viele meiner Seminarteilnehmer und Coaching-Klienten haben mithilfe der in diesem Buch vorgestellten Tools ebenfalls ihren Traum von finanzieller Freiheit und einem Leben voller Chancen und Möglichkeiten erreicht.

Und Sie, lieber Leser, können das auch. Sie können den gleichen Weg gehen, den ich gegangen bin. Dieser Weg ist nicht immer leicht zu gehen, und so manches Mal muss man auch einen schweren Stein aus dem Weg räumen, der einem das Weitergehen schwer macht. Doch es lohnt sich. Denn am Ende dieses Weges können Sie endlich das Leben führen, von dem Sie bisher immer nur geträumt haben. Auch Sie können reich sein. Finanziell reich. Emotional reich. Reich an erfüllenden Beziehungen. Reich an Gesundheit. Und reich an immer wiederkehrenden Glücksmomenten im Leben.

Wenn ich es geschafft habe, dann können Sie es auch. In diesem Buch werde ich Ihnen zeigen, wie es geht. Aber ein kurzer Hinweis vorweg sei mir gestattet. Wenn Sie davon träumen, schnell und über Nacht reich zu werden, wenn Sie auf den einen entscheidenden Tipp hoffen oder das große Geheimnis erwarten, dann wird dieses Buch nichts für Sie sein.

Wenn Sie hoffen, den berühmten Reichtums-Schalter in Ihrem Leben zu finden, dann sollten Sie vielleicht auf eines dieser Programme zurückgreifen, die gerade wie Pilze aus dem Boden schießen, und dem Käufer versprechen, »von der Couch aus ein Vermögen zu verdienen« oder »ohne großen Zeitaufwand zum Millionär« zu werden. Aber ich gehe mal davon aus, dass Sie längst verstanden haben, dass es im Leben nichts umsonst gibt, und dass man auch für seinen Reichtum etwas tun muss. Aber jetzt kommt auch gleich die gute Nachricht: Dieses »etwas« ist nicht besonders kompliziert, und wenn Sie sich an die in diesem Buch vorgeschlagenen Strategien und Werkzeuge halten, dann wird es auch einfach durchzuführen sein und vor allem eine Menge Spaß machen.

Wie Sie, lieber Leser, bald merken werden, geht es beim Thema »Denk dich reich« nicht nur um ein gut gefülltes Bankkonto oder sonstigen materiellen Reichtum. Ich werde Ihnen keine Investment-Tipps oder sonstige Ratschläge geben, wie Sie ihr Geld anlegen sollten, damit es wächst und ihren Wohlstand mehrt. Trotzdem werden Sie mit der »Denk-dich-reich-Methode« auch auf finanzieller Ebene dramatische Veränderungen feststellen können. Genauso, wie Ihre Lebensqualität, Ihre Gesundheit und Ihre Beziehungen wertvoller werden. Denn schlussendlich sind innerer und äußerer Reichtum zwei Seiten ein und derselben Medaille, die einander bedingen und sich gegenseitig unterstützen. Sie müssen dafür im ersten Schritt auch nur eines tun: Die Entscheidung treffen, wirklich reich werden zu wollen. Der Rest ist dann, wie Sie sehen werden, ein spannender und wundervoller Weg, der Sie genau dahin führen wird, wovon Sie heute vielleicht nicht einmal zu träumen wagen.

Bei mir fing es ebenfalls genau mit dieser Entscheidung an. Aber wie kam es dazu? Ich weiß noch genau, wie ich einige Monate vor dieser Entscheidung im Stau auf der Autobahn folgenden Satz zum ersten Mal in einem Hörbuch vernahm:

»Stell dir vor, du kommst abends nach Hause und denkst dir: Und dafür bekomme ich auch noch Geld!«

Auch wenn es mir damals überhaupt nicht bewusst war, so war dieser Satz doch ein absoluter Wendepunkt in meinem Leben. Klar, ich hatte zu dieser Zeit ein tolles Leben. Ich hatte einen super Job, super Karrierechancen, ich fuhr ein schnelles Auto, verreiste an die schönsten Orte dieser Welt und konnte mir auch sonst so gut wie jeden Luxus leisten, von dem ich der Meinung war, dass ich ihn brauchte. Aber war ich auch wirklich reich?

Rückblickend betrachtet war dies wohl eine der ärmsten Zeiten meines gesamten Lebens, denn ein Engländer namens Parkinson machte mir schwer zu schaffen. Aber dazu später mehr.

Aber ich war auf dem Weg. Und das Schwerste an diesem Weg war, wie so oft, der erste Schritt. Ich habe ihn gemieden wie der Teufel das Weihwasser. Abgehalten von mehr »Schmerzensgeld« (mir wurde es damals als Gehaltserhöhung verkauft), einem neuen Dienstwagen und natürlich von mir selber. Denn ich hatte es mir in meiner eigenen Komfortzone mehr als bequem gemacht, was man nicht nur an meinen fünf Kilo Übergewicht erkennen konnte, die ich in der Hüftgegend mit mir herumtrug.

Aber nachdem ich 175 Kilometer vor Berlin an besagtem Freitagabend die Entscheidung getroffen hatte und den ersten Schritt tat, wurde es auf einmal einfach. Es kam mir manchmal so vor, als ob das Glück mir nur so zufliegen würde, und als ob alles, was mir auf meinem Weg passierte, genau so vorgezeichnet schien. Kurzum: Es machte mir verdammt viel Spaß, und die richtigen Ergebnisse kamen schnell und fast schon wie selbstverständlich dazu.

Bevor Sie jetzt also anfangen, sich in dieses Buch zu vertiefen, möchte ich Sie um eines bitten: Nehmen Sie sich einige Minuten Zeit zum Nachdenken und stellen sich dann die folgende Frage:

»Wie würde mein Leben aussehen, wenn ich wirklich reich wäre?«

 

Mit wem würden Sie es verbringen? Wo würden Sie leben? Was würden Sie den ganzen Tag tun? Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf und träumen Sie einmal aus vollem Herzen. Und dann treffen Sie ebenfalls eine Entscheidung! Entscheiden Sie für sich, dass Sie reich sein werden. Richtig reich. Dass Sie inneren und äußeren Reichtum im Überfluss genießen werden und dadurch das Leben ihrer Träume leben können.

Reich sein beginnt mit reichem Denken. Und darum heißt dieses Buch auch »Denk dich reich«. Wir werden gemeinsam genau die richtigen, reichen Denkstrategien und Glaubenssätze installieren, die so wichtig sind, damit Ihr persönlicher Weg ebenfalls voller Reichtum und Glücksmomente sein wird.

Ich freue mich darauf, Sie auf diesem Weg ein Stück zu begleiten. Wenn es sein muss, dann werde ich Sie auch manchmal ziehen oder anschieben. Ich werde mein Bestes geben, diesen Weg so klar und attraktiv wie möglich vorzuzeichnen. Nur gehen müssen Sie selber. Denn es ist Ihr Leben. Sie haben nur das eine, also machen Sie das Beste daraus und denken Sie sich reich!

Herzlichst,

Ilja Grzeskowitz

Berlin, im Sommer 2012

Teil 1: Das Fundament des Reichtums – aufräumen und loslassen

Alles Käse! Oder doch nicht?

»Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.«

Seneca

Käse? Jetzt fragen Sie sich sicherlich gerade, warum ich in einem Buch, in dem es um Reichtum geht, ausgerechnet von Käse schreibe. Gold, Silber, Diamanten oder Euro-Scheine, das ist es doch, was Menschen mit Reichtum verbinden, oder? Aber keine Sorge, auf diese Dinge kommen wir später auch noch sehr genau zu sprechen. Aber ob Sie es glauben oder nicht, es war der Käse, welcher eine entscheidende Rolle auf meinem Weg zum Reichtum spielte. Und dieser Käse kann auch für Sie sehr entscheidend werden, wenn Sie reich denken und die finanzielle Freiheit erlangen wollen. Denn es macht einen großen Unterschied, ob Sie sich auf die Suche nach neuem Käse machen oder sich darauf verlassen, dass Ihr Käselager schon wieder aufgefüllt wird.

Wie bitte? Käselager? Auf die Suche nach neuem Käse machen? Spinnt der Grzeskowitz jetzt? Der soll langsam mal anfangen, darüber zu schreiben, wie ich reich werde, und nicht permanent so einen Käse über Käse fabulieren. Aber ich bin doch schon längst dabei und werde Ihnen jetzt auch erklären, wieso. Es gibt eine wundervolle Kurzgeschichte mit dem Namen »Die Mäusestrategie für Manager«1. In dieser Fabel leben zwei Mäuse und zwei kleine (menschenähnliche) Zwergenwesen in einem verschachtelten Höhlensystem. Sie machen den ganzen langen Tag nichts anderes, als es sich gut gehen zu lassen und sich den Bauch vollzuschlagen. Und womit? Genau, mit Käse. Dieser ist nämlich in einem von den vielen Käselagern des Systems immer verfügbar, sodass die Mäuse und die Zwerge nur kurz in die entsprechende Höhle gehen müssen, wenn sie Hunger oder einfach Lust auf ein herrliches Stück Käse haben.

Aber es kommt, wie es kommen muss. Eines Tages neigen sich die Käsevorräte langsam dem Ende entgegen. Während die beiden Zwergenwesen das Problem komplett ignorieren und hoffen, dass schon alles gut werden wird, machen sich die beiden Mäuse auf die Suche nach neuem Käse. Was mit den beiden Zwergen geschieht, möchte ich Ihnen an dieser Stelle nicht verraten, ich empfehle Ihnen sowieso, sich das Buch zu kaufen und immer mal wieder darin zu schmökern. Ich tue es heute noch oft und finde jedes Mal etwas Neues, was mich inspiriert. Doch zurück zu den beiden Mäusen. Diese machen sich auf die Suche nach neuen Käsevorräten. Und sie finden reichlich Alternativen. Größeren Käse, schmackhafteren Käse und Käsesorten, die sie bisher noch niemals gesehen hatten. Auf einmal lebten sie im Überfluss und fühlten sich so gut wie nie zuvor. Und das Ganze nur, weil sie losgegangen waren auf die Suche nach neuem Käse. Und ohne es zu wissen, auch auf die Suche nach ihrem Glück und ihrem Reichtum.

Und jetzt kommt die entscheidende Frage: Wofür steht die Metapher vom Käse in Ihrem Leben? Wozu neigen Sie? Sind Sie eher wie die beiden Zwergenwesen, die nahende Probleme ignorieren und versuchen auszusitzen? Oder machen Sie es wie die Mäuse und gehen permanent auf die Suche nach neuem Käse? Wie auch immer die Antworten auf diese Fragen aussehen, ich möchte, dass Sie eines verinnerlichen, denn es wird sich wie ein roter Faden durch dieses Buch ziehen: Der größte Unterschied zwischen reichen und armen Menschen besteht darin, dass die Reichen einen ganz festen Glaubenssatz haben, nämlich den, dass sie ihr Leben selbst bestimmen. Dass sie selbst ihres Glückes Schmied sind und kein Spielball anderer Menschen oder äußerer Umstände.

In meinen Seminaren und Coachings spreche ich in diesem Zusammenhang oft vonUnternehmernundUnterlassern. Diese Kategorien beschreiben sehr gut die Denk- und Handlungsweisen von reichen und armen Menschen und sind dazu noch sehr plakativ und verständlich. Ich werde also im Folgenden auch vonUnternehmernsprechen, wenn ich reich denkende Menschen meine, und vonUnterlassern, wenn es um arm denkende geht. Aber was meine ich nun genau damit?

Der Unterlasser

Unterlasser sind Menschen wie du und ich. Allerdings haben sie es sich in ihrer Komfortzone so bequem gemacht, dass sie träge geworden sind und passiv darauf warten, was das Leben so mit ihnen vorhat. Es ist ein wenig wie im Lotto, denn sie schauen, was so passiert und reagieren dann darauf. Oder manchmal auch nicht. Unterlasser werden oft zum Spielball ihrer Chefs, Kollegen, Partner und Freunde. Sie sind hauptsächlich auf Probleme und Schwierigkeiten fokussiert und verwenden viel Zeit und Energie dafür, sich selbst und anderen zu erklären, warum etwas nicht geht. Sie sind zufrieden mit dem (meist wenigen), was sie besitzen und haben große Schwierigkeiten, sich zu verändern (wenn z. B. der Käse ausgeht).

Der Unternehmer

Der Unternehmer ist anders. Er bestimmt selbst, wie sein Leben aussehen soll. Er ist ein Macher und packt aktiv zu. Er wartet nicht darauf, was das Schicksal mit ihm vorhat, sondern bestimmt es durch seinen Tatendrang und seine Handlungen selbst. Er richtet seinen gesamten Fokus auf Chancen und Möglichkeiten, bereit diese zu ergreifen, wenn sie sich ergeben. Typische Unternehmer sind offen für Neues, neugierig und betrachten Veränderungen als das Benzin des Lebens. Sie tragen gerne Verantwortung, sowohl für andere, vor allem aber für sich selbst. Denn sie sehen sich als den wichtigsten Menschen in ihrem Leben, der sein Glück, seinen Erfolg und seinen Reichtum jederzeit und gerne mit anderen teilt.

Unternehmer sind keine typischen Glückspilze. Auch sie machen oft Fehler und fallen hin. Aber sie lassen sich nicht unterkriegen und kennen das große Geheimnis des Erfolges: Einmal mehr aufstehen als hinfallen!

Erkennen Sie sich in dieser Beschreibung des Unternehmers wieder? Ausgezeichnet, dann ist die wichtigste Voraussetzung schon erfüllt. Und wenn noch einige dieser Eigenschaften fehlen, ist dies überhaupt kein Problem, denn ich werde Ihnen genau zeigen, wie auch Sie zum Unternehmer werden können. Denn jeder reiche Mensch ist gleichzeitig auch immer ein Unternehmer. Und genauso ist fast jeder arme Mensch auch immer ein Unterlasser. Und dabei ist es egal, wie viel Geld jemand hat. Denn wie wir bald sehen werden, kann auch jemand mit vielen Millionen auf der Bank ein sehr armer Mensch sein. Treffen Sie also eine Entscheidung, von jetzt an Unternehmer zu sein.

Aber lesen Sie sich den Abschnitt oben bitte noch einmal genau durch, denn es gibt auch eine Kategorie, in die viele hineinfallen, die sich selbst als Unternehmer bezeichnen. Dies sind die sogenannten Pseudo-Unternehmer. Kennen Sie bestimmt auch. Diese Menschen stehen permanent unter Strom. Sie planen, konzipieren, diskutieren, verwerfen und planen dann neu. Daher wirken sie meistens sehr beschäftigt, ohne es tatsächlich zu sein. Denn leider bleibt es bei den Pseudo-Unternehmern meistens beim Planen und Konzipieren, und die wenigsten Dinge gelangen tatsächlich zur Umsetzung. Denn tief in ihrem Innersten lieben auch sie ihre eigene Komfortzone über alles und wollen um alles in der Welt bleiben, wie sie sind. Nach außen ziehen sie zwar eine große Show ab, aber leider ohne Ergebnisse und nur auf den Erhalt des Status quo ausgerichtet. Auch sie hocken nur in ihrer Höhle und hoffen, dass von irgendwoher schon neuer Käse kommen wird. Daher stecken hinter der Fassade der Pseudo-Unternehmer schlussendlich auch wieder nur Unterlasser.

Fangen wir also damit an, wie ein Unternehmer zu denken, indem wir uns auf Chancen und Möglichkeiten fokussieren, indem wir den ersten von 15 »Denk-dich-reich-Leitsätzen« formulieren, die uns in diesem Buch begleiten und als wichtige Wegweiser auf der Reise zu Reichtum und finanzieller Freiheit dienen werden.

Denk-dich-reich-Leitsatz Nr. 1:

Ich bin für mein Leben und für meinen Reichtum selbst verantwortlich. Ich denke und handele wie ein Unternehmer!

 

Dies war der wichtigste Satz auf meinem Weg zum Reichtum, und er sollte es auch für Sie werden. Wenn Sie reich werden wollen. Aber wie holen Sie nun das Maximum aus diesem ersten »Denk-dich-reich-Leitsatz« heraus? Es gibt mehrere Möglichkeiten. Vor allem sollten Sie zwei Dinge tun.

Zum einen schreiben Sie sich diesen (und die noch folgenden) Leitsätze auf. Aber tun Sie dies nicht irgendwie. Nutzen Sie dafür keine Kladde oder irgendein zerknülltes und liebloses Blatt Papier. Denken Sie immer daran, es geht um Ihr Leben und um Ihren Reichtum. Am besten kaufen Sie sich ein hochwertiges Notizbuch.2Sie werden sehen, wie viel mehr Spaß es macht, in ein solches Buch zu schreiben. Machen Sie es zu Ihrem persönlichen Erfolgsjournal, in das Sie alle Ihre neuen Strategien, Überlegungen und reichen Denkweisen aufschreiben. Denn auf diese Weise kann das Gesetz der Anziehung am besten seine Wirkung tun. Was genau das ist, und wie es funktioniert, dazu komme ich gleich noch.

Schreiben Sie wenn möglich auch mit einem schönen Füllfederhalter und nicht mit einem 08/15-Kuli, den Sie mal irgendwo als Werbegeschenk erhalten haben. Zelebrieren Sie Ihre Notizen auf dem Weg zu Ihrem Reichtum, so gut es geht. Und legen Sie sich ruhig ein großes Buch zu. Wir werden es noch für weitere Dinge brauchen.

Neben dem Aufschreiben gibt es noch eine zweite wichtige Methode, um die Wirkung der »Denk-dich-reich-Leitsätze« zu erhöhen: Sie müssen sie laut aussprechen. Früher habe ich auch nicht so recht daran geglaubt, welche Kraft im Aussprechen eines Satzes liegen kann, denn ich war der Meinung, dass es ja wohl vollkommen reichen müsse, meine Ziele oder die »Denk-dich-reich-Leitsätze« einfach nur zu denken. Bis ich bei Tony Robbins3das erste Mal gelesen habe, welche Verbindlichkeit das gesprochene Wort haben kann. Mittlerweile habe ich angefangen, wie ein Unternehmer zu denken. Und so widerstand ich dem Impuls, das Ganze als Humbug oder Blödsinn abzutun, sondern ging offen und neugierig an die Sache heran. Ich sprach also den Satz laut aus, der nun der Denk-dich-reich-Leitsatz Nr. 1 dieses Buches geworden ist:

Ich bin für mein Leben und für meinen Reichtum selbst verantwortlich. Ich denke und handele wie ein Unternehmer!

Das Ergebnis war verblüffend. Nur durch die Tatsache, dass ich es laut gesagt hatte, wurde aus einem einfachen Gedanken auf einmal ein für mein Leben verbindlicher Leitsatz, der seine Wirkung schnell entfaltete.

Tun Sie also das Gleiche. Schreiben Sie sich Ihre neuen reichen Denkmuster und Leitsätze zuerst auf. Nehmen Sie sich Zeit dafür und lassen es wichtig werden. Und dann sprechen Sie die neuen Glaubenssätze laut aus. Wenn es Ihnen peinlich ist, dann können Sie ja vor dem Spiegel anfangen. Aber je öfter Sie es tun, desto deutlicher wird auch Ihr Unterbewusstsein verstehen, in welche Richtung es für Sie tätig werden soll. Wie es das am besten kann und wie wir das unbewusste Potenzial auf eine elegante und angenehme Art und Weise ausschöpfen, dazu kommen wir schon bald.

Reichtum – was ist das eigentlich?

»I wanna live. I wanna give. I´ve been a miner for a heart of gold.«

Neil Young, Heart of Gold

Vor einigen Jahren hielt ich ein Seminar für Führungskräfte meines alten Unternehmens in einem Hotel im Ruhrgebiet. Wie üblich, waren so gut wie alle Tagungsräume vermietet und direkt neben uns hielt ein schon etwas älterer Professor einen Vortrag über Entscheidungen und Prioritäten im Leben. Auch seine Zuhörer gehörten zum mittleren und oberen Management und hingen ihm wie gebannt an den Lippen. Während einer Pause hatte ich die Gelegenheit, kurz den Ausführungen dieses Seminarleiters zuzuhören. Er erzählte gerade eine Geschichte, von einem sehr reichen Mann, der seinen Sohn mit zu einem Ausflug aufs Land nahm, um ihm den Unterschied zwischen Arm und Reich zu zeigen, und ihn damit auf seine Zukunft als Erbe des großen Familienimperiums vorzubereiten. Gemeinsam verbrachten sie einen ganzen Tag auf dem Bauernhof einer sehr armen Familie, die in einfachen und harten Verhältnissen lebte.

Als sie wieder zu Hause in ihrem Anwesen waren, fragte der Vater seinen Sohn: »Und mein Kleiner, wie hat dir unser gemeinsamer Ausflug gefallen?«

»Es war sehr aufschlussreich, Papa«, antwortete der Sohn.

Zufrieden mit der Antwort und darüber, dass sein Plan wohl aufgegangen war, hakte der Vater nach: »Hast du gesehen, wie traurig das Leben der armen Menschen ist?«

»Oh ja, Papa, das ist mir sehr deutlich geworden. Wir haben bei uns nur einen Hund zu Hause und diese Bauernfamilie hat vier. Wir haben nur einen kleinen Swimmingpool, und diese Leute hatten auf ihrem Grundstück einen riesigen See. Wir haben nur ein paar Laternen bei uns im Garten, und sie haben den gesamten Sternenhimmel. Unsere Terrasse reicht nur bis zur Hecke und ihre bis hin zum Horizont.«

Nach dieser Antwort wurde der Vater ganz still und ruhig.

Da fügte sein Sohn noch hinzu: »Danke, Papa, dass du mir auf diese Weise sehr deutlich gemacht hast, wie arm wir trotz unseres ganzen Besitzes doch sind!«

Als ich die strahlenden und staunenden Gesichter im Raum sah, musste ich sofort an eine Begebenheit aus meiner Studienzeit denken. Es war in einem Gastvortrag eines älteren Unternehmensberaters, der uns angehenden Wirtschaftswissenschaftlern und Managern das Thema Zeitmanagement näherbringen wollte. Statt einer langweiligen Präsentation holte er nach einer kurzen Vorstellung eine große Vase hervor, in die ungefähr fünf Liter hineinpassten. Daneben stellte er einen Korb mit großen Steinen. Ohne dass er uns erklärte, was er genau tat, legte er Stein um Stein in die Vase hinein, bis diese bis zum Rand hin gefüllt war. Danach sah er neugierig in die Runde und fragte: »Und, ist das Gefäß nun voll?«

Wir waren uns schnell einig, und das gesamte Publikum antwortete mit Ja.

Darauf hin holte der Unternehmensberater eine kleine Kiste unter dem Tisch hervor und fragte: »Wirklich?« Dann schüttete er die kleinen Kieselsteine aus der Kiste in die Vase, welche sich schnell in den Zwischenräumen verteilten. Wiederum blickte er danach in die Runde und fragte abermals: »Und, meine Damen und Herren, ist der Krug jetzt voll?«

Wir waren ja nicht auf den Kopf gefallen und ahnten so langsam, worauf er hinaus wollte. Also antwortete ein Student aus der ersten Reihe: »Höchstwahrscheinlich nicht.«

»Ausgezeichnet«, antwortete der Vortragende mit einem Schmunzeln auf den Lippen, während er einen kleinen mit Sand gefüllten Eimer holte und auch diesen in die Vase goss, wo der Sand sich schnell zwischen den großen Steinen und den kleinen Kieseln in den Zwischenräumen verteilte.

»Und, ist er jetzt voll?«

Wir waren mittlerweile mutiger geworden und riefen laut im Chor: »Nein, natürlich nicht!«

»Sehr gut.« Schon nahm der Unternehmensberater einen großen Krug mit Wasser und schüttete dieses in die Vase, bis sie bis zum Rand gefüllt war. Dann blickte er erwartungsfroh in sein Publikum und fragte uns: »Und, meine Damen und Herren, welche Botschaft wollte ich Ihnen mit diesem kleinen Experiment mitteilen?«

Der cleverste und mutigste Student antwortete: »Naja, ich vermute mal, dass wir unsere Zeit noch mehr ausnutzen sollten, und dass man noch immer einen Termin annehmen kann, auch wenn man das Gefühl hat, schon komplett ausgelastet zu sein.«

»Nein, ganz im Gegenteil«, antwortete der Redner. »Die große Botschaft, die sich hinter dem eben Gezeigten verbirgt, ist eine ganz andere: Wer die großen Steine nicht zuerst in die Vase legt, der kriegt sie später nicht mehr hinein!«

Nach einem kurzen Raunen wurde es langsam immer stiller im Saal. Denn so langsam begriffen wir alle, was er uns damit sagen wollte. Nachdem der Unternehmensberater uns lange anblickte, fragte er: »Was sind für Sie die großen Steine des Lebens? Ihr zukünftiger Job? Ihre Familie? Ihre Gesundheit? Die Erfüllung Ihrer Träume und ein Leben zu führen, in dem nur Sie alleine bestimmen, was Sie tun und was Sie lassen wollen? Oder etwas ganz anderes?«

Nachdem wir immer nachdenklicher wurden, fügte er noch hinzu: »Erinnern Sie sich immer daran, die großen Steine im Leben zuerst anzupacken, sonst wird es irgendwann zu spät sein. Denn geben Sie den Nebensächlichkeiten, den Kieseln, dem Sand und dem Wasser den Vorrang, bleibt Ihnen nicht mehr genug Raum für die wirklich wichtigen Dinge im Leben. Vergessen Sie also nie, sich zu fragen, was für Sie die großen Steine im Leben sind. Und dann legen Sie sie in die Vase!«

Bevor wir jetzt richtig in das Thema Reichtum einsteigen, möchte ich Ihnen noch etwas Wichtiges mitteilen. Ich werde Ihnen in diesem Buch viele Impulse geben, Ihnen bestimmte Dinge mitteilen und wahrscheinlich auch öfter an den Grenzen Ihrer Realität rütteln. Dabei möchte ich Sie um zwei Dinge bitten. Gehen Sie kritisch und gleichzeitig neugierig an die Inhalte dieses Buches heran. Glauben Sie nicht sofort alles, was Sie lesen, oder was man (in diesem Fall ich) Ihnen erzählen will. Doch gleichzeitig möchte ich Sie auffordern, all diese Dinge auszuprobieren und auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen. Denn erst wenn Sie ein Verhalten, einen Glaubenssatz oder eine Handlungsweise selbst erfahren und erlebt haben, wissen Sie, ob es zu den gewünschten Ergebnissen führt, oder nicht. Dann können Sie frei entscheiden, ob Sie etwas tun wollen, oder ob Sie lieber eine alternative Verhaltensweise wählen wollen. Aber genau diese Wahlfreiheit haben Sie nur, wenn Sie es vorher getestet haben. Und genau diese Entscheidungsfreiheit ist ebenfalls ein wichtiger Eckpfeiler eines reichen Lebens.

Reich sein. Wer möchte das nicht? So gut wie jedes Kind träumt davon, wenn es den Märchen seiner Eltern lauscht oder später mit der Taschenlampe unter der Bettdecke von Dagobert Duck und seinen Geldspeichern liest. Doch eine Frage, die sich die wenigsten Menschen stellen, wenn sie von Reichtum und Wohlstand träumen, ist folgende:

Reich wie? Reich worin?

 

Seit Jahrtausenden streben Menschen nach Reichtum. Unabhängig von Kulturen, Zeitaltern und geografischer Lage. Doch bevor wir uns nun darum kümmern, wie Sie, lieber Leser, sich auf den Weg zu Ihrem persönlichen Reichtum machen können, ist es wichtig, dass Sie sich ein paar Gedanken zu genau dieser Frage machen: Reich wie? Reich worin? Was genau ist Reichtum? Für Sie ganz persönlich. Denken Sie bitte einmal darüber nach. Legen Sie dafür ruhig das Buch eine Weile aus der Hand. Gehen Sie spazieren oder trinken Sie ein gutes Glas Rotwein. Nehmen Sie sich Zeit dafür. Und seien Sie vor allem ehrlich zu sich selbst. Handeln Sie ab jetzt immer wie ein Unternehmer, denn eine wichtige Voraussetzung für das Erreichen von Zielen ist immer auch eine saubere Bestandsanalyse. Knüpfen Sie hierzu am besten an die Fragen an, die ich Ihnen im Vorwort gestellt habe. Denken Sie über Folgendes nach und schreiben Sie Ihre Gedanken und Assoziationen wiederum sauber auf. Wir werden sie später noch benötigen.

Reich wie und worin?

➤ Was würden Sie tun, wenn Sie so richtig reich wären?➤ Was würden Sie haben, wenn Sie finanziell frei wären?➤ Mit wem würden Sie Ihre Zeit verbringen?➤ Wo würden Sie leben?➤ Worüber würden Sie nachdenken?➤ Wer oder was wären Sie?

Und, welche Antworten sind bei Ihnen herausgekommen? Was ist Reichtum für Sie? Welche Bilder verbinden Sie mit diesem Wort und den oben stehenden Fragen? Mit Sicherheit sind auch Ihre Gedanken zum Thema Reichtum um einen oder mehreren der folgenden Punkte gekreist, die ich immer wieder in unseren Seminaren zu hören bekomme:

➤ finanziell ausgesorgt haben,➤ ein schickes Auto,➤ ein großes Haus,➤ den Traumjob ausüben,➤ edle Kleidung und luxuriöse Accessoires,➤ die Welt verbessern und Gutes tun,➤ Reisen in exotische Länder,➤ körperliche und geistige Gesundheit,➤ eine glückliche und erfüllende Beziehung,➤ eine Familie, die Sie liebt und die Sie lieben,➤ den eigenen Lebenstraum leben.

Dies sind natürlich nur beispielhafte Formulierungen für immer wiederkehrende Definitionen von Reichtum. Die Liste ließe sich auch noch beliebig fortsetzen. Entscheidend ist an dieser Stelle aber eines: All diese Dinge sind nur die Folge von Reichtum und keinesfalls der Reichtum selbst.

Und auch wenn es Sie (noch) ein wenig schockieren mag, Geld ist am allerwenigsten ein Indikator dafür, ob jemand reich ist oder nicht. Oder um es mit dem berühmten französischen Kaiser Napoleon zu sagen:»Reichtum besteht nicht im Besitz von Schätzen, sondern in der Anwendung, die man von ihnen zu machen pflegt.«

Zwar haben die meisten reichen Menschen auch immer ein recht gut gefülltes Bankkonto, aber es ist nicht zwingend notwendig, um persönlichen Reichtum zu empfinden. Andersherum gibt es auch genug Beispiele von Menschen, die Millionen auf dem Konto haben, aber von Reichtum so weit entfernt sind wie Schalke 04 von der deutschen Meisterschaft.

Natürlich ist Geld sehr wichtig, um reich leben zu können. Aber wie viel man nun braucht, hängt von jedem selbst und natürlich von den eigenen Ansprüchen ab. Vor allem geht es um die persönliche finanzielle Freiheit, die es einem erlaubt, genau das zu tun, was man tun möchte, ohne sich um finanzielle Dinge Gedanken oder gar Sorgen machen zu müssen. Es ist alles eine Frage der Entscheidung.

Es gibt Menschen, die leben in einem kleinen und bescheidenen Haus irgendwo auf dem Land, wo sie von den Erträgen leben, die ihr angepflanztes Gemüse liefert. Sie haben keinen klassischen Job, aber sie sind glücklich. Und sie sind finanziell frei, denn sie können tun und lassen, was sie wollen. Solche Menschen sind weder Millionäre noch wohnen sie in großen Villen oder fahren einen Porsche. Aber das wollen sie auch gar nicht. Es geht also gar nicht so sehr darum, wie reich man werden möchte, sondern vor allem um die Entscheidung, in welcher Beziehung man reich werden will.

Ich möchte Sie an dieser Stelle zu einem kleinen Gedankenexperiment einladen: Stellen Sie sich bitte einmal vor, dass ich Ihnen garantieren würde, dass man Ihnen von jetzt an täglich so viel Geld zur Verfügung stellen würde, dass Sie finanziell nicht nur abgesichert wären, sondern im Überfluss leben könnten. Was würden Sie dann tun?

Eine spannende Frage, oder? Würden Sie das Gleiche tun wie jetzt auch? Würden Sie den gleichen Beruf haben? Herzlichen Glückwunsch. Sie leben bereits ein sehr reiches Leben! Aber die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass Ihre Antwort mit Ihrem jetzigen Leben nicht ganz so viel zu tun hat. Aber wenn Sie von ganz anderen Dingen träumen, als Sie tagein, tagaus tun, warum setzen Sie Ihre Träume dann nicht einfach in die Tat um? Und ich weiß, was jetzt kommt. Ich kenne die Antworten und Ausflüchte von mir selbst viel zu gut. Na klar, Rechnungen wollen bezahlt werden, die Miete für die Wohnung oder das Haus bezahlt sich auch nicht von alleine, und man möchte ja auch noch ein bis zwei Mal im Jahr nach Mallorca in den Urlaub fahren, nicht wahr. So fährt man dann jeden Tag eine Stunde ins Büro, bringt die acht Stunden hinter sich und fährt eine Stunde wieder zurück. Für einen Lohn, der einem die Bezahlung genau dieser Dinge ermöglicht. Mehr aber eben auch nicht. Trotzdem hat sich die Mehrheit mit solchen Zuständen längst arrangiert und sich die persönliche Komfortzone gemütlich eingerichtet. Man hat sich angepasst. An die äußeren Umstände und die Erwartungen und Anforderungen anderer Menschen. Die eigenen Träume und Talente werden, getrieben von Sicherheitsdenken und vielen Ausreden, immer wieder in die gedankliche Schublade zurückgelegt.

Ausreden? Gründe finden, warum etwas nicht geht? Das hört sich doch stark nach Unterlasser an. Genau das ist der Punkt und auch der große Unterschied zu den reichen Menschen, denn diese denken und handeln wie ein Unternehmer. Sie sind finanziell frei und können sich auf diese Weise das Leben leisten, von dem sie träumen. Die Dinge tun, die Sie wirklich ausfüllen. Für den Rest des Buches möchte ich daher zusätzlich zum Unternehmer und Unterlasser meine eigene Definition von reich und arm einführen, mit der wir in den folgenden Kapiteln dann weiter arbeiten werden:

Reich sein bedeutet, sein Leben nach den eigenen Vorstellungen zu leben. Bestimmt von Chancen und Möglichkeiten.

Arm sein bedeutet, sein Leben nach den Vorstellungen anderer auszurichten und anzupassen, bestimmt von Ausreden und Einschränkungen.

 

Verstehen Sie jetzt, warum es so viele Millionäre gibt, die trotzdem arm sind? Und warum eine Mutter Theresa trotz kaum vorhandener weltlicher Besitztümer für mich einer der reichsten Menschen ihrer Zeit war? Denn ob jemand arm oder reich ist, zeigt sich vor allem an seinem Lebensstil, daran, wie er seine Zeit verbringt und wie viel Erfüllung er daraus zieht. Geld gibt einem einfach die Freiheit, die Dinge zu tun, die einem wirklich am Herzen liegen. Deshalb zieht Reichtum meistens auch immer viel Geld nach sich. Umgekehrt ist es aber nicht der Fall, denn nicht jeder, der viel Geld besitzt, ist auch automatisch reich. Für mich ist es heute beispielsweise ein großer Reichtum, morgens um 10 Uhr einfach einen ausgedehnten Waldspaziergang machen zu können, oder mich in die Hängematte in meinem Garten zu legen, um dort einfach mal die Seele baumeln zu lassen.

Dies war früher undenkbar, denn ich hatte ja feste Arbeitszeiten und musste auch bei bestem Wetter ins Büro fahren, um mein Geld zu verdienen. Aber es kommt noch besser, denn mittlerweile tun das Universum und das Gesetz der Anziehung für mich permanent ihren Dienst. Seitdem ich mein Leben nach Chancen und Möglichkeiten ausrichte, kommen diese auch immer öfter auf mich zu. So ist es mittlerweile der Fall, dass ich auch Geld verdiene, wenn ich in der Hängematte liege oder einen Ausflug mit meiner Familie mache. Sie fragen sich, wie das geht? Keine Sorge, das verrate ich Ihnen ein wenig später, denn zuerst werden wir noch ein paar wichtige Grundlagen legen, um Ihren Computer namens Unterbewusstsein auf Reichtum und reiche Denkstrategien zu programmieren.

Auch auf das Thema Geld werden wir in Kürze noch genauer eingehen und dabei ein Konzept einführen, das für mich einen Quantensprung auf meinem Weg zum Reichtum bedeutet hat und welches eine wichtige Erkenntnis für das Erlangen von finanzieller Freiheit ist. Jetzt aber steigen wir direkt ein in die Erfolgsgeheimnisse reicher Menschen, und dazu werden wir eine kleine Reise in Ihren Kopf machen. Also, bitte anschnallen und die Sitzlehnen nach hinten klappen. Wir heben ab auf Ihrem Flug Richtung Reichtum.

Denk dich reich – die innere Blaupause für Reichtum und Wohlstand

»Das, was vor uns liegt, und das, was hinter uns liegt, ist unbedeutend im Vergleich mit dem, was in uns liegt.«

Ralph Waldo Emerson

Schauen Sie sich doch einmal Ihren Freundes- und Bekanntenkreis an. Wenn es Ihnen geht wie mir, dann dürften auch Sie dort zwei typische Vertreter von Unternehmern und Unterlassern finden (und zwischen diesen beiden Extremen dann nach der Gauß’schen Normalverteilung den großen Rest). Da ist zum einen der reiche Glückspilz, dem irgendwie immer alles gelingt, und der eine Art Erfolgs- und Geldmagnet in seiner Tasche zu haben scheint. Er ist immer irgendwie am richtigen Ort und trifft dort die richtigen Kontakte. Er wird oft befördert, oder hat ein eigenes Unternehmen, welches permanent wächst. Was er auch anfasst, es wird alles erfolgreich. Von Rückschlägen lässt er sich nicht beeindrucken, sondern überlegt sofort, was er beim nächsten Mal besser machen kann. Er sucht permanent nach neuen Chancen und ist ein Mensch, den man gerne um sich hat. Auch beziehungstechnisch und gesundheitlich geht es ihm ausgezeichnet, denn ein gesunder Geist steckt immer auch in einem gesunden Körper.