Der Akt- und Boudoirfotografie Workshop - Markus Bauer - E-Book

Der Akt- und Boudoirfotografie Workshop E-Book

Markus Bauer

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Beschreibung

Lernen Sie Akt- und Boudoirfotografie einfach von zu Hause aus. Dies ist nicht nur ein Buch, sondern ein kompletter Workshop. Mit dem Kauf dieses Buches erhalten Sie kostenlos Zugriff auf die Webseite https://aktfotografie-boudoirfotografie-online-lernen.com über welche Sie überall auf alle Lehrinhalte und Zusatzinfos Zugriff haben, Ihre Aufgaben gestellt bekommen, Ihre Arbeiten einreichen und ein persönliches Feedback des Autors erhalten. Dieser Workshop beinhaltet 4 Abschnitte mit Lernmaterial und je einer praktischen Übungs-Aufgabe um das Gelernte zu festigen.

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Seitenzahl: 130

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DANKSAGUNG UND VORWORT

Zunächst möchte ich mich an dieser Stelle bei all denjenigen bedanken, die mich während der Arbeit an diesem Buch unterstützt und motiviert haben.

Ganz besonders gilt der Dank meiner Freundin, die für so viele Bilder Modell gestanden hat, geduldig alle meine „Experimente“ mitgemacht hat und mit mir bereits an einem weiteren Buch arbeitet.

Weiters will ich mich bei meiner Familie bedanken, die viel Zeit in die Korrektur meiner Arbeit investiert hat. Als Fachfremde zeigten Sie mir ebenfalls auf, wo noch weiterer Erklärungsbedarf bestand und haben mich darüber hinaus motiviert, dieses Projekt und einige weitere Buchprojekte in Angriff zu nehmen.

Dies ist allerdings nicht nur ein Buch - dies ist ein kompletter Workshop. Mit dem Kauf dieses Buches erhalten Sie kostenlos Zugriff auf die Webseite

https://aktfotografie-boudoirfotografie-online-lernen.com

über welche Sie überall auf alle Lehrininhalte und Zusatzinfos Zugriff haben, Ihre Aufgaben gestellt bekommen, Ihre Arbeiten einreichen und ein persönliches Feedback von mir erhalten.

ARBEITEN MIT DEM BUCH

Nachdem wir Ihren Kauf des Buches verifiziert haben, schalten wir Ihren kostenlosen Zugang zur Webseite

https://aktfotografie-boudoirfotografie-online-lernen.com

frei.

In diesem Buch finden Sie die Grundlagen um sich mit den Themen Akt- und Boudoirfotografie vertraut zu machen.

Zusätzliche Praxis-Beispiele und einige weitere Leuchtdiagramme sind nur über die Webseite erreichbar.

Wenn Sie einen Abschnitt abgeschlossen haben dann loggen Sie sich bitte auf der Webseite ein, um Ihre Aufgabe zu erfahren. Jeder der 4 Abschnitte beinhaltet eine Aufgabe in der Sie das Gelernte praktisch anwenden müssen.

Nachdem Sie die in der Aufgabenstellung geforderten, Fotos gemacht haben, können Sie diese Bilder in Ihrem Account auf der Webseite direkt unter der Aufgabenstellung hochladen.

Ich erhalte dann Ihre Bilder und werde Ihnen per Mail ein Feedback zukommen lassen. Dieses Feedback wird ebenfalls in Ihrem Account gespeichert und ist für Sie dort abrufbar.

Nach Abschluss des Workshops haben Sie selbstverständlich auch weiterhin Zugang zu den Kursmaterialien auf der Webseite.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Erfolg und Spaß beim Lernen und freue mich schon auf Ihre Arbeiten.

INHALT

Danksagung und Vorwort

Impressum

Ziel dieses Buches

ABSCHNITT 1 - STUDIO GRUNDLAGEN & ARBEIT MIT LICHT

1.1 - KLASSIFIZIERUNG VON LICHT

1.2 - LICHTFORMER UND DEREN WIRKUNG

1.3 - BLITZLICHT EINSTELLEN / EINMESSEN

1.4 - LICHTRICHTUNGEN

1.4.3 - 30° LICHT

1.4.4 - REMBRANDT LICHT

1.4.5 - SEITENLICHT

1.4.6 - STREIFLICHT

1.4.7 - GEGENLICHT

1.5 - BRENNWEITE, ARBEITSABSTAND & PERSPEKTIVE

1.6 - BILD-KONZEPT

ABSCHNITT 2 - SETUPS MIT EINER LICHTQUELLE

2.1 - EIN SHOOTING VORBEREITEN

2.2 - AKT & DAS MODEL

2.3 - POSING-GUIDE

2.4 - LOWKEY-AKT MIT EINER LICHTQUELLE

2.5 - BODYPARTS / KÖRPERLANDSCHAFTEN

2.6 - STREULICHT SINNVOLL EINSETZEN

ABSCHNITT 3 - SETUPS MIT MEHREREN LICHTQUELLEN

3.1 - BOUDOIR-SHOOTING IM STUDIO

3.2 - WEICHERES LICHT DURCH INDIREKTES BLITZEN

3.3 - FLOW-POSING

3.4 - HINTERGRUND WEISS BLITZEN

3.5 - KLASSISCHES AKTSETUP MIT ZWEI STRIPLIGHTS

3.6 - EINE SOFTBOX ALS HINTERGRUND

ABSCHNITT 4 - WEITERFÜHRENDE TECHNIKEN

4.1 - TAGESLICHT UND BLITZLICHT KOMBINIEREN

4.2 - MAKEUP FÜR S/W-FOTOS

4.3 - HAUTFARBE IN PHOTOSHOP

4.4 - FOTOGRAFISCHE EFFEKTE

ABSCHNITT 1

STUDIO-GRUNDLAGEN UND DIE ARBEIT MIT LICHT

WILLKOMMEN

Herzlich Willkommen bei Ihrem persönlichen Online-Seminar! Wir freuen uns sehr, dass Sie sich dafür entschieden haben, die spannenden Themen Akt- und Boudoirfotografie mit uns zu erlernen oder Ihre Kenntnisse in diesem Bereich zu verfeinern.

Einige werden bereits Erfahrungen im Umgang mit Studioequipment gesammelt haben, wenn Sie zu dieser Gruppe zählen würde ich Sie dennoch ersuchen, diesen Abschnitt zumindest zu überfliegen. Ich bin mir sicher, dass auch für diejenigen mit Studio-Erfahrung der ein- oder andere nützliche Tipp dabei ist!

Ohne Licht kann es kein Foto geben. Fotografie bedeutet so viel wie „mit Licht mahlen“ und darum wollen wir uns an dieser Stelle mit den Grundlagen von Licht beschäftigen. Der Grund warum ich nicht wie so viele andere bei der Arbeit mit Tageslicht anfange ist einfach - im Fotostudio haben wir die volle Kontrolle über das Licht, wir müssen aber gleichzeitig dafür sorgen, dass wir überhaupt Licht haben. (Die vorhandenen Fenster mit dem Tageslicht lassen wir für diesen Moment einmal außen vor.) Dies gibt uns die Freiheit alles so zu machen wie wir es uns als Fotograf vorstellen, zwingt uns aber gleichzeitig mit dem Licht intensiv zu beschäftigen. Genau aus diesem Grund ist diese Übung im Grunde die wichtigste, denn sie stellt das Fundament dar, auf das wir alles weitere Aufbauen werden.

Die Beschäftigung mit dem nackten menschlichen Körper, der Akt, ist viel älter als die Fotografie und geht auf die Antike zurück. Anfänglich in Skulpturen verwendet hielten Aktdarstellungen dann auch Einzug in die Malerei. Von den großen Meistern der Malerei lernten viel später die ersten Fotografen wie Licht gesetzt werden kann. Daher ist es eine gute Idee, sich die Arbeiten der klassischen Maler und deren Bilder anzusehen und sich von Ihnen inspirieren zu lassen. Eine intensivere Beschäftigung mit dem Motiv und dem Licht als Stunden oder gar Tage an einem Bild zu arbeiten, wird man kaum finden.

Vor allem seit dem Einzug der digitalen Fotografie neigen wir immer mehr zum Knipsen. Ich selber habe die Fotografie noch analog erlebt obgleich ich damals ein Kind war, war ich begeistert von der Fotografie. Ich find es sehr spannend, mit der Kamera auf die Jagd nach Motiven zu gehen. Allerdings ließ ich mir damals viel Zeit mit dem Motiv und überlegte bevor ich den Auslöser durchdrückte. Denn die 36 Bilder einer Rolle waren sehr schnell aufgebraucht und Filme wie auch die Entwicklung haben mein Taschengeld schneller aufgefressen als mir lieb war. Als ich anfing mein eigenes Geld zu verdienen wurde mein Spielraum zwar größer, aber um Geld für gedankenlose Schnappschüsse zu verschwenden war mir mein Lohn zu schwer erarbeitet.

Mit dem Einzug der digitalen Fotografie änderte sich das ganze schlagartig. Es war kein Problem 200 oder 300 Bilder an einem einzigen Nachmittag zu schießen - besser wurden die Bilder allerdings nicht davon. Bald merkte ich, dass es auch kein Vorteil ist hunderte Bilder zu schießen, alles auszuprobieren ohne darüber nachzudenken (weil es ja nichts mehr kostet) und den Großteil dieser Versuche wieder zu löschen.

Wenn wir hier im Studio arbeiten - nehmen Sie sich Zeit, suchen Sie nach einem guten Kamerastandpunkt, einem interessanten Blickwinkel auf Ihr Motiv und versuchen das Bild, das Sie machen wollen vor dem Auslösen zu visualisieren! Besser noch - Sie sollten konkrete Vorstellungen haben welche Fotos Sie machen wollen und welche Bildwirkung Sie erreichen wollen bevor Sie das Studio betreten.

Ein weiterer Vorteil im Studio ist der Hintergrund - es gibt keinen oder nur den Hintergrund den Sie sich selber aufbauen. Daher können Sie die Arbeit mit dem Licht lernen und sich darauf konzentrieren bis dies mehr oder weniger automatisch geht. Nachdem dieser Punkt erreicht ist und der Fotograf sich um das Licht und die Technik kaum noch Gedanken machen muss kann er seine Aufmerksamkeit auf das Motiv richten und falls man dann on Location arbeitet auch auf den Hintergrund. Posingfehler und störende Elemente im Hintergrund fallen viel schneller auf wenn man sich nur noch auf diese zwei Dinge konzentrieren muss. Wie wir das im Detail erreichen sehen wir im Laufe des Workshops.

NOCH EIN WORT ZU DEN GEZEIGTEN BILDERN

Ich habe lange überlegt wie ich dies handhaben soll. Bilder zu bearbeiten heiß auch zwangsläufig diese zu verändern bzw. kleine Fehler auszubessern und Unzulänglichkeiten zu verstecken. In diesem Workshop soll es aber um die Fotografie an sich gehen und nicht um die Nachbearbeitung! Daher habe ich mich entschieden hier Großteils bearbeitete Bilder zu zeigen.

Neli, unser Haupt-Model für den Workshop, mag Ihre Muttermale nicht besonders und hat mich darum gebeten diese bei den finalen Bildern zu entfernen. Das ist für Sie der beste Indikator - immer wenn sie die Muttermale auf den Fotos sehen können dann sind diese Bilder quasi direkt so aus der Kamera gekommen. Die S/W-Bilder sind alle mit einem meiner Presets in Lightroom umgewandelt, dass neben dem Entsättigen auch noch ein wenig den Kontrast und die Klarheit anhebt. Einzig bei den Bildern auf weißen Hintergrund habe ich den Weiß-Regeler noch angehoben und kleinere Bereiche mit dem Korrekturpinsel angepasst. Das hat aber weniger damit zu tun wie die Bilder aufgenommen worden sind, sondern mit der Tatsache, dass RAW-Bilder immer etwas Kontrastärmer sind als die JPG-Bilder einer Kamera. Klar, denn RAW-Bilder sind soetwas wie Negative und die wollen nun mal entwickelt werden. Aber auch hier habe ich mich immer auf das Nötigste beschränkt.

1.1 - KLASSIFIZIERUNG VON LICHT

Licht lässt sich in verschiedenste Kategorien einteilen:
Nach der Herkunft:Kunstlichtnatürliches LichtNach der Farbe:warmes Lichtkaltes LichtNach der Leuchtdauer:DauerlichtBlitzlichtNach den erzeugten Schatten:weiches Lichthartes Licht

Mit Kunstlicht sind alle von Menschenhand geschaffenen Lichtquellen wie zB Glühlampen, Neonröhren, Studioblitze, LED-Lampen, uvm. gemeint. Natürliches Licht ist im Prinzip eigentlich nur das Sonnenlicht und das Mondlicht, was aber auch nur wiederum reflektiertes Sonnenlicht ist.

Ich hoffe an dieser Stelle einmal Ihnen ist geläufig was der Weißabgleich der Kamera macht und wie dieser funktioniert. Falls nicht, können Sie das hier nachlesen. Wenn wir von kaltem Licht sprechen, dann meinen wir Fotografen damit Licht mit einer Farbtemperatur, von weiß (5000 Kelvin bzw. Tageslicht) bis bläulich (größer als 5000 Kelvin). Ein bekanntes Beispiel wäre zB der Schatten von Tageslicht wie er im Wald oder neben Gebäuden vorkommt. Warmes Licht dagegen ist mehr oder weniger stark Orange und hat eine Farbtemperatur von weniger als 5000 Kelvin. Hierunter fallen Glühlampen, Feuerschein bzw. Kerzenschein, usw.

Dauerlicht leuchtet, wie der Name schon sagt, dauerhaft. Darunter fallen Lichtquellen wie die Sonne, LED-Leuchten, Glühlampen, Neonröhren, uvm. Wichtig ist es hierbei zu wissen, dass diese Lichtquellen von dem Belichtungsmesser in Ihrer Kamera gemessen werden können. Im Gegensatz dazu steht das Blitzlicht und das kann nicht vom Belichtungsmesser der Kamera erfasst werden, außer man verwendet eine TTL genannte Technik. Diese wird aber vom Großteil der Studioblitze nicht unterstützt!

Bei der TTL-Technik, die in den meisten Aufsteckblitzen eingebaut ist, werden vor der eigentlichen Aufnahme ein oder mehrere Testblitze abgegeben die dazu dienen, dass die Kamera die Blitzleistung einstellen kann. Hierbei übernimmt die Kamera die Steuerung des Blitzes. Sobald wir den Blitz von der Kamera lösen (entfesseln) kann die TTL-Steuerung nur mit teuren TTL-fähigen Funksendern erfolgen.

Einige Kameras haben auch eine drahtlose Blitzsteuerung mit Lichtimpulsen eingebaut. Dies unterstützen aber wieder nur teurere Aufsteckblitze und sobald starke Lichtquellen wie zB Sonnenlicht dazu kommen funktioniert die Auslösung bzw. Kommunikation nicht mehr zuverlässig. Es versteht sich auch von selbst, dass hierzu eine Sichtverbindung zwischen Kamera und Blitz bestehen muss.

Der Nachteil dieser Technik ist, abgesehen von den höheren Kosten, dass vor jeder Auslösung die Blitzleistung neu eingemessen wird und darum kommt es zu Helligkeitsschwankungen von Bild zu Bild. Das macht es schwer alle Bilder eines Setups mit den gleichen Einstellungen mittels Stapelverarbeitung zu entwickeln. Daher ist es in meinen Augen die beste Option manuelle Blitze zu verwenden. Einerseits sind kleine Batteriebetriebene manuelle Aufsteckblitze schon ab 55 EUR zu erhalten (YN-560 III). Diese manuellen Blitze des chinesischen Herstellers YongNuo haben einen integrierten Funkempfänger und lassen sich sogar mit dem dazu passenden Funksender (YN-560 TX) in der Leistung regeln, was sehr komfortables Arbeiten erlaubt und das für sehr wenig Geld. Darüber hinaus ist dieses Setup auch gut on Location einsetzbar und leicht zu transportieren. Wenn Sie ein Studio einrichten wollen, kann ich Ihnen diese Geräte durchaus empfehlen. Der einzige Nachteil ist, dass diese Blitze kein Einstelllicht haben, dass es erlaubt die Wirkung des Lichtes vor dem Auslösen abzuschätzen. Wenn Sie die Blitze großteils im Studio einsetzen wollen, dann werden Sie eher mit richtigen Studioblitzen glücklich sein. Ein Set, dass ich Ihnen wärmstens empfehlen kann wäre folgendes: 2 x Photarex A200, Softboxen, Funksender, Stative, Schirme. Wichtig für ein kleineres Studio ist meiner Meinung nach, dass die Blitze nicht zu stark sind - man kann jederzeit die ISO-Werte der Kamera von 100 auf 200 erhöhen und damit die Lichtmenge verdoppeln! Wenn Sie allerdings nach dem Kauf merken, dass Sie Ihre Studiowände Schwarz streichen müssen um das Streulicht unter Kontrolle zu bringen, ist das eine größeres Problem. Ich selber habe jahrelang mit den A200 gearbeitet und nutze Sie nach wie vor zu Hause für Produkt- und Tabletop-Fotografie.

Welche Lichtformer für den Anfang Sinn machen, werden wir in weiterer Folge noch besprechen. Aber auch hier neigen Anfänger gern dazu alles haben zu wollen. Ich habe ein recht gut ausgestattetes Studio und besitze eine Vielzahl an Lichtformern, ertappe mich aber immer wieder dabei wie ich eigentlich nur einige wenige davon benutze!

Einige werden sich an dieser Stelle vielleicht schon gefragt haben warum ich keine Dauerlicht-Leuchten im Studio verwende. Hier würde ja einerseits die Belichtungsmessung der Kamera arbeiten und man bräuchte keine Handbelichtungsmesser. Im Grunde haben diejenigen natürlich Recht. Es gibt damit nur drei Probleme. Einerseits ist die Lichtleistung von Dauerlicht-Lampen deutlich geringer, weil diese konstant eine kleine Menge Licht abgeben. Blitze dagegen sind für eine explosionsartige Abgabe von Licht in einem Sekundenbruchteil gebaut. Problem Nr. eins wäre also die Leistung. Sehen wir uns das etwas genauer an:

Dauerlicht vs. Blitzlicht - Leistungsvergleich:
2mBaustrahler (500W)ohne PanelISO 100, 1/125, f/2.52mBaustrahler (500W)mit Diffusor-PanelISO 100, 1/125, f/1.62mYN-460 II auf 1/4 Leistungohne PanelISO 100, 1/125, f/7.12mYN-460 II auf 1/4 Leistungmit Diffusor-PanelISO 100, 1/125, f/3.52mYN-460 II auf voller Leistungohne PanelISO 100, 1/125, f/142mYN-460 II auf voller Leistungmit Diffusor-PanelISO 100, 1/125, f/7.1

Hierbei zeigt sich, dass selbst ein kleiner Blitz auf 1/4 der Leistung ziemlich genau 3 Blenden mehr Lichtleistung liefert. Das entspricht der 8-fachen Lichtmenge! Bei Voller Leistung wäre es 5 Blenden oder die 32-fache Lichtmenge. Im Umkehrschluss macht es den Unterschied aus, ob man mit 100 oder 800 ISO bzw. 100 oder 3200 ISO fotografiert! Dieser kleine Versuch mit meinem Belichtungsmesser ist natürlich nicht unter Laborbedingungen erfolgt und auch nicht 100%ig repräsentativ für alle Dauerlichtquellen, gibt Ihnen aber eine grobe Vorstellung von den Leistungsunterschieden.

Das zweite „Problemchen“ ist bei vielen Dauerlicht-Quellen die Hitzeentwicklung. Drei oder vier starke Lichtquellen können einen kleinen Raum schon unangenehm erwärmen oder dem Model, das davon angeschienen wird zusetzen. Zugegeben auf einige starke Einstelllichter in Studioblitzen trifft das gleiche zu. LED-Leuchtpanele sind hier beispielsweise eine der Ausnahmen.

Das dritte Problem ist wieder deutlich schlagender. Viele der Dauerlicht-Quellen haben keine Möglichkeit Lichtformer daran anzubringen. Man kann zwar vor einen Baustrahler ein Diffusor-Panel stellen, aber eine Softbox oder einen Reflexschirm daran zu montieren ist in der Regel nicht machbar. Speziell für das Fotostudio gebaute Dauerlichter sind zwar darauf ausgelegt mit Lichtformern betrieben zu werden, aber entweder deutlich teurer als Blitze oder mit einem fest installierten Lichtformer ausgestattet, der sich nicht wechseln lässt. Die einfachsten und günstigen Lampenhalter unterstützen dann wieder nur Schirme.

1.1.1 - HARTES LICHT VS. WEICHES LICHT

Hartes Licht kennen wir alle von einem sonnigen Tag. Wenn wir an einem solchen Tag auf unseren Schatten achten werden wir sehen, dass dieser mit scharfen Kanten (wie mit einem Skalpell ausgeschnitten) auf den Boden projiziert wird.

Weiches Licht ist wie an einem bedeckten Tag - die Wolken wirken wie ein Diffusor und vergrößern die Leuchtfläche. Dadurch kommt das Licht nicht nur aus einer Richtung wie an einem wolkenlosen Tag sondern aus verschiedenen Richtungen. Dies Führt dazu, dass Schatten aufgeweicht werden. Die Kanten werden schwammig und der Schatten als Ganzes heller. Dies kann soweit gehen, dass im Grunde kaum noch ein Schatten wahrnehmbar ist.

Hier sehen Sie den Vergleich einer härteren und weicheren Lichtquelle.

Der Verlauf von hell zu dunkel (hier rot markiert) ist bei einer weicheren Lichtquelle deutlich länger.

Viel interessanter ist jedoch die Wirkung auf ein Gesicht:

220cm Parabolschirm